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Nr. 231
Erstes Blatt.
Sonntag den 2. October
1898
Gießener Anzeiger
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General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieszeir.
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Gratisbeilage: Gießener Familienblätter.
Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hi«tz«K.
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Zum Bezug des „Gießener ^Inseiger" für daS 4 Vierteljahr 1898 laden wir hiermit ergebenst em. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrichten- Bureaus sowie zahlreiche Mitthellungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben aus dem Lausenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter in allen Otten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der „Gießener Anzeiger" serncr in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeittg wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bttngen, desgleichen wird den Begebenhellen in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Thell werden. Der in der Provinz Oberhessen bettiebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- wetthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück- stchttgung zu Theil werden lasten, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, HauScvirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Arnkeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten llnterhaltungsstoff bieten. Die „(Gießener Familienblätter" werden dem Anzeiger wöchentlich 4mal (Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntckgs) ^eigelegt und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schttststeller anziehenden Unter- haltungsstoff auö dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswitthschaft bringen, und somit namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten.
Hochachtungsvoll
Verlag des „Gießener Anzeigen Brühl'sche Univ.-Bnch u. Steindruckerei (Pietsch Erben).
Amtlicher Theil.
Gefunden: 1 Hemmvorrichtung, 1 Spazierstock, 1 Taiwenmtffer, 1 Rock, 1 Hundehalsbaud, mehrere Schlüssel.
Zugelaufen: 1 Stallhase.
Stehen, den 1. October 1898.
Großherzoglichts Polizeiamt Gießen.
Muhl.
Deutsches Reich.
Darmstadt, 30. September. An» Fürstenstein, 29. September, wird der „D-trmst. ßtg/ telegraphisch gemeldet : Ihre Königlichen Hoheiten der Groß Herzog und die Großherzogin mit Prtnzeifin Heinrich XV. von Reuß tegabev Sich mit mehreren Herren nod Dameo, sowie Aller- höchstlhrem Gefolge heute früh nach Bahnstation Rieder» Salzbrunn und per Eisenbahn nach Hirschberg, von da zu Bogen nach Schloß Fischbach. Die Allerhöchsten Herrschaften emben daselbst von Forstafftffor Mettenheimer empfangen - später hatten noch Audienz bet Seiner Königlichen Hoheit der stühere Hofmarschall Seiner Königlichen Hoheit deS Prinzen Adalbrrt von Preußen v. Sr. Pau!, Pastor Kölbtng, Pfarrer vrabik und Pachter Voß. Rach vierstündigem Aufenthalt folgte die Rückfahrt über Bahnstation Schildau nach Fürsten
stein. Der Aufenthalt der Allerhöchsten Herrschaften Hierselbst wird voraussichtlich bis Montag, den 8. Oktober verlängert.
Berlin, 30. September. Der Aufenthalt des Kaisers in Rowtnten ist bis zum 6. Oktober in Aussicht genommen. Fall» da» Wetter gut ist, bleibt die Kaiserin ebenso lange dort, sonst fährt sie einige Tage ftüher nach dem Reuen Prlais zurück.
Berlin, 30. September. Die „Post" bezeichnet die Blättermelduug, wonach die Eonferenz behufs Ergreifung vouMahregeln zum Schutze gegen dieAuarchtsten Anfang» November etnberufen werde, al» nnrichttg. E» steht auch heute noch nicht fest, ob überhaupt eine Cooferenz zusammentritt oder ob nur wichtige diplomatische Verhandlungen von Eabtvet zu Labtnet ftattfiuden werden.
Berlin, 80. September. Der Schankwirth Otto S ar rach, der gestern seine Frau zu tödten versuchte, ist von der Eriwiual'Polizei verhaftet worden. Er be- haupttt, in der Trunkenheit die That au seiner Frau verübt zu haben.
Berlin, 30. September. Der ,öoff. Zig." wird au» London ttlegrophin: Au» dem Haag wird den ,Datly New»" gedrahtet: Der tranlvaalische Gesandte Dr. Leyds habe Berlin verlaffen, ohne den Kaiser gesprochen zu haben. Er mußte sich mit dem versprechen begnügen, der Kaiser werde ihn ein andere» Mal empfangen. In Abwesenheit de» Staat»secretär» v. Bülow wurde L.yds vom Wirklichen Geheimen Rath v. Derenthall empfangen und zwar mit folgenden Worten: Namen» Seiner Majestät habe ich Ihnen den dringenden Wunsch de» Kaisers au»zvd,ückeo, daß Sie und Ihre Regierung zum Mindesten aufhören sollten, in deutschen Zeitungen gegen da» anglo-deut'che Abkommen zu agittren. LtydS legte Verwahrung gegen diesen Vorwurf ein, aber Derenthall zuckle die Achseln und antwortete kühl, er habe sich seine» Auftrage» entledigt und könne weiter nichts sagen.
Berlin, 30. September. Die Blättermelduug, daß einzelne Theile de» deutsch-englischen Vertrages dem im nächsten Monat zusammentrtlenden Colouialrath «itgetheilt werben sollen, wird von der »Post" al» unrichtig bezeichnet. Da» Blatt weist nochmal» darauf hin, daß beide Coutrahenten dir Geheimhaltung de» Utbereinkommen» verabredet haben und daß der Zeitpunkt ber Veröffentlichung noch nicht bestimmt werden kann, weil er von dem Eintritt gewisser Umstände abhänge. Au» diesem Grunde habe auch eine Vorlegung de» vertrage» im Colonialrathe noch nicht in» Auge gefaßt werden können.
Kiel, 30. September. Die Prinzessin Heinrich kehrt am 16. Oktober von Licata zurück, vor ihrer Reise nach Ktau-Tichou macht sie einen mehrtägigen Abschiedsbesuch am Satserhof.
Köln, 30. September. Die ,Röln. Ztg." meldet au» Madrid: Die Lage auf den B'soya-Juseln hat sich infolge der Landung der Tagalen bedeutend verschlimmert. Die Tagaleu schtsiten sechs Kanonen und viele Munition an», ermordeten verschiedene Osfiztere nebst ihren Famtlien. Die spanischen Beamten flüchteten. Die Regierung beschloß, durch den sronzöst chen Gesandten Lambon einen energischen Protest nach Washington za richten.
Anstand.
Dien, 30. September. Im wetteren Verlauf der heutigeu Reich»rath»sitzung erzielte die Oppositionspartei einen überraschenden Erfolg. Der von den deutschen Großgrundbesitzern gestellte und vom Grafen Thun kategorisch bekämpfte DringlichkeitSautrag, die Regierung solle dem Hause die Abmachungen bekannt geben, welche Ungar« gettoffen, fall» der Ausgleich aus parlamentarischem Wege nicht stau finden könne, wurde mit 172 gegen 162 Stimmen angenommen. Dir nächste S tzung findet Montag statt.
Budapest, 30. September. Die Identität de» unter dem verdacht, ein Attentat auf den rumänischen König geplant zu haben, tu Orsowa verhafteten Iudtotduum» Ist oun- mehr festgestellt. Dasselbe tst ein beschäftiguog»loser Photograph Namen» Georg Bo»covtc», aus Belgrad gebürtig. Er leugnet jedoch jede verbrecherische Abficht.
Paris, 30. September. Esterhazy erklärt io der .Libre Parole", er habe Frankreich verlaffen ersten», um in England wegen der Veröffentlichung seiner Memoiren zu uoterhaudelu, und zwetteu», weil er etugrseheo habe, daß »au ihn in amtlichen Kreisen in da» verderben stürzen wolle. Der .Ganloi»" sagt, wenn die Broschüre Esterhazy» Mit- theilungev enthalten sollte, welche die Sicherheit de» Staates
1 gefährden, so werde die Regierung Maßregeln zur Htnter- ttetbung der Veröffentlichung der Broschüre ergreifen.
Pari», 80 September. In Regieruugskretsen wird versichert, daß demnächst rin Meinungsaustausch zwischen der französischen und der englischen Regierung statlstuden werde bezüglich einer freundschaftlichen Beilegung der Faschoda- Angelegenheit.
Paris, 28. September. General Chanoine. Wie lange daS Ministerium Brison und mit ihm der jetzige KriegS- minister noch in Amt und Würden verbleiben, ist zwar ungewiß. Um so intereffanter vielleicht ist eS, den Anhaltspunkten über sein früheres militärisches Leben uachzugehen. General Chanoine, am 18. December 1835 zu Dijon geboren, ist aus dem ehemaligen GcneralstabScorpS hervorgegangen. Als dieses im Jahre 1880 aufgelöst wurde, ward den Mitgliedern die Wahl der Waffe freigestellt und Chanoine entschied sich für die Cavallerie. Schon früh hatte Auszeichnung vor dem Feinde ihm das Kreuz der Ehrenlegion eingetragen. ES war dies im Jahre 1856, als er — dem 1. Zuaven-Regimente zur Dienstleistung überwiesen — bei einem Unternehmen gegen die Kabylen an der Spitze der stürmenden Truppen in eine vom Feinde tapfer vertheidigte Redoute drang. 1859 zum Hauptmann befördert, nahm er unter dem General Cousin-Montauban am Feldzuge deS nächsten Jahres in China theil,- sein Verhalten bei der Einnahme des verschanzten Lagers von Tong to wurde durch Verleihung des OsfiziergradeS des erwähnten OrdenS belohnt. Als Generalstabschef deS nach der Heimkehr der übrigen Truppen in China zurückgelassenen Besatzungscorps blieb er alsdann noch ein Jahr im fernen Osten, und 1866 ging er zum zweiten Male dahin, um zunächst an der Spitze einer nach Japan abgeordneten militärischen Gesandtschaft, dann als Militärbevollmächtigter am Hofe von Peking Verwendung zu finden, wo er bis 1868 blieb. Nach der Rückkehr in daS Vaterland gehörte er zunächst dem Stabe des Generals Bourbaki an- bei Ausbruch des Krieges gegen Deutschland aber trat er zu dem des Generals Froffard, welcher damals daS Commando des II. CorpS der Rhein-Armee erhielt, und mit diesem gerieth er durch die Uebergabe von Metz in Kriegsgefangenschaft. Von 1878 bis 1880 war Chanoine als Oberstlieutenant der Botschaft am kaiserlich russischen Hofe zugetheilt, nach seinem Uebertritt zur Cavallerie commandirte er daS 14. Jäger-Regiment. Seit fünf Jahren stand er an der Spitze der zuletzt von ihm befehligten Infanterie-Division.
— Aus Faschoda verlautet, Marchavd habe keinerlei Vollmachten der fraozöfischen Regierung aufweisen köanen, als er von dem Strdar darnach gefragt wurde, habe aber da» Land sür Frankreich in Anspruch genommen. Uebrigeus war er sehr erfreut darüber, daß ihm der Sirdar Lebensmittel zur Verfügung stellte. Er war ohne alle vorräthe nach Faschoda gekommen und würde sich deshalb bald gezwungen gesehen hatea, den Ort zu verlaffen. Offenbar hat seine mit ihm am 10. Juli in Faschoda eingetroff ne, aus acht Osfizteren, vier weißen Uateroffizieren und 120 Senegalesen bestehende Truppe sehr gelitten. Sie war im April 1897 vom Abavgkt abmarschtrt und hatte zwei 18 Meter lange zerlegbare Kanoneuboote und drei 15 Meter lange Frachtboote (aus Aluminium), zusammen 7000 Lasten außer den eigenen Voriäthev, Über 1000 Kilometer weit, bis zum Suhe, einem Redet fluffe deS Bahr-el-Gasal, zu tragen. Die Eingeborenen mußten mit Gewalt zu Trägern gepreßt «erden. Jeder Widerspenstige oder Ausreißer wurde auf der Stelle erschaffen, worauf die Kameraden angeblich sofort sich auf die Leiche stürzten, am dieselbe aufzufteffen. viele Soldaten der Truppe find unterwegs umgekommen, von Suhe tst Marchand mit seinen Leuten auf den Schiffen den Bahr-el-Gasal hinab in den Nil bis Faschoda gefahren.
Washington, 30. September. Im Staat Louisiana find In den letzten Wochen 43 Fälle von gelbem Fieber vor- gekommen. 15 davon nahmen einen tödtltchen Verlauf. Im Staat Mississippi bettägt die Anzahl der Erkrankten 174, die der Sterbesälle 74.
Sh et 6. Der Beschluß der vier Mächte, für den Fall des Abzuges der türkischen Truppen von Kreta de» Schutz der Mohammedaner zu übernehmen, wird englischer- seits nach hier stattgehabtem Meinungsaustau'ch dahin au»- gelegt, daß dieser Schutz nur soweit in der Pfl cht des Vter- bunbe» liegt, als er bisher von den türkischen Truppen geleistet werden konnte. Mögen sich die drei andern Mächte des BierbuudeS dieser Auffaffnug anschlteßen oder nicht, so hat doch schon die Erörterung dieser Frage zwischen den Cabtnetten etwas ganz außerordentlich Lehrreiches. Zunächst wird damit ohne Beben» zugegeben, daß der bisherige Schutz


