Ausgabe 
2.3.1898 Zweites Blatt
 
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tigsteo davon sollen hier zu Nutz und Frommen von Lehrern, Eltern und Schülern im Folgenden mitgetheilt werden:

Vor Allem ist zu erwähnen, daß nach Dr. Wagner» Messungen keine-weg» alle Schüler auSgeruht zur Schule kommen,- denn gar manche Schüler zeigen schon vor dem Unterrichte gegen die Norm erhöhte Zahlen. Entweder sind diese übermüdet von den Anstrengungen der vorhergehenden Tage, deren Ermüdungsfolgen der Schlaf leider nicht eom- penfirt hat (in diesem Falle ist dann wirkliche Ueberbürdung infolge der Schule constatirt, was aber glücklicherweise nur selten der Fall war), oder die betreffenden Schüler haben einen zu weiten Weg zur Schule zurückgelegt, es find da» die traurigen Vertreter des bcdauernswerthen Typus nervöser Schüler.

Interessant ist es da, zu beobachten, wie die Natur be den verschiedenen Individuen verschieden wirkt. Die Nervösen nämlich weisen nach der ersten oder zweiten Stunde größere Frische und geringere Ermüdung auf, als vor dem Unter, richre- fie haben durch WillenSthätigkeit ihre Leistungsfähig« kett erhöht aber nur auf Kosten des rasch zusammen» schmelzenden Kraftvorrathes; denn nach der dritten und vierten Stunde zeigen fie bedeutende Ermüdung und endigen mit einer so hohen Zahl der Zirkelabstände, daß man die Erschöpfung daraus sofort ersteht.

Anders verhält es sich bet den Schülern, die wegen allzu wetten Weges schon ermüdet zur Schule kommen, sonst aber eine gesunde Constttutton haben. Dieselben zeigen auch ost nach der ersten oder zweiten Stunde eine Erholung - aber fie haben sich dieselbe durch Unaufmerksamkeit und Theilnahmlostgkeit beim Unterrichte verschafft. Haben sich solche Schüler In den ersten zwei Stunden sozusagen ausge- schlafen, so folgen fie dann dem weiteren Unterrichte mit ihrer gewöhnlichen Aufmerksamkeit und zeigen demgemäß auch ihre normalen ErmüdungSwerthe nach den letzten Stunden.

Doch wie steht es mit der Ermüdung der normal auS« geruhten und mit frischer Kraft zum Unterrichte kommenden Schüler in Folge des Unterrichtes tu den einzelnen Gegeu» ständen.

Die folgenden Zahlen und die daraus geschloffenen Thatsachen werden darüber klaren Aufschluß geben. Unter 8 gemeffenen Schülern waren z. B. an einem Tage 3, welche vor dem Unterrichte selbst bet dem geringen Abstande von 2 Millimetern die zwei Ztrkelspttzeu noch als zwei zu em Pfaden vermochten,- drei andere wiesen die Zahl 6, einer die Zahl 8 und einer 10 auf. Bon acht Schülern waren demnach sechs vor Beginn des Unterrichte» vollkommen auS- geruht, zwei aber bereits etwa» ermüdet. Wie verhält es fich nun mit den Ermüdungszahlen dieser acht Schüler am Schluffe de» Unterrichtes? von den Dreien, die zu Beginn d-.» Unterrichtes die Zahl 2 aufwteseu, zeigte einer zu Ende 7, einer 8, einer 9 Centtmeter Spitzenabstand,- von den Dreien, die um 8 Uhr Früh 6 Eentimeter aufwtesen, wurde beim Schulschluffe bet einem die Zahl 10, bet einem 16, bet einem 9 constatirt, von den zwei Schülern, die schon vor Schulbeginn erhöhte Zahlen aufwiesen, zeigte der eine am Schluffe die abnorm hohe Zahl von 21 Eentimetern, der andere allerdings nur einen Spitzenabstaud von 10 Lenti» metern.

Die beiden Schüler, deren Ermüdungscurve mit 16 und 21 endet, find ausgesprochen nervöse anämische Jungen, die für die Last des Studiums die Physische Eignung nicht be» sitzen. Die Uebr'.gen zeigen ganz normale ErmüdungSzahlen.

An dem Tage, an dem die eben besprochenen Schüler gemeffen wurden, war in der dritten Stunde Turnen mit Spielen im Freien. Die Resultate der Meffuugeu nach dieser Stunde beanspruchen ein besondere» Interesse. Die Gpiel- stunde hat in fünf Fällen Erholung bewirkt (darunter natür­lich die Nervösen),- aber in drei Fällen war da» Facit der Sp'el» und Turnstunde ausgesprochene Ermüdung! Sehr richtig bemerkt dazu Dr. Wagner:

/»Spielen wirkt also bei einem Schüler ermüdend, bei einem anderen erholend, wa« begreiflich erscheint, wenn man die so verschiedene Belheiligung am Spiel bedenkt. Dir Ermüdeten find gerade solche Schüler, die lebhaft zu spielen pflegen, die Erholten verhalten fich meistens pasfiv. Also nicht nach energischer Bewegung, sondern nur nach Ruhe oder mäßiger Bewegung wird hier Erholung beobachtet. Turnstunden, in denen ernstlich geturnt wird, können daher ebenso wenig erholend wirken, als Spielstundeo, io denen energisch gespielt wird. Vom energischen Gerätheturnen darf man im Allgemeinen gar nicht, von Dpielstunden nur bedingt erholenden Einfluß erwarten."

Wie ermüdend namentlich schriftliche Schularbeiten wirken, ist durch Wagners Meffungen auch mehrfach feftgestellt worden: die ErmüdungSzahlen steigen nämlich nach solchen Stunden ganz unverhältnißmäßig an. ES ist auch ganz erklärlich. Während der schriftlichen Schularbeit arbeitet doch jeder auch nur einigermaßen strebsame Schüler mit voller Aufmerksam« kett die ganze Stunde hindurch- daß solch eine Stunde ermüdender wirken muß, als eine gewöhnliche Lehrstunde, in der fich doch die Mehrzahl der Schüler ab und zu durch Unaufmerksamkeit salvirt, ist einleuchtend. Doch sollte mau

Bootes ermöglicht das Verlaffeu und Wiederbetreten de» Bootes, ohne daß dabei Waffer in den Schiffskörper ein» dringt.

Zwei in den Kreisen der Eisenbahntechniker wohl 6t- fannte Erfinder von Ruf, Professor Alfred Watkins und «Le t ^öbcn ctnc Fiugmaschine zum Antrieb von

Eisenbahnfahrzeugen verwendet. Versuche mit derselben werden feit Kurzem auf der Pennsylvania Railway ausgeführt und Haden bis jetzt eine Geschwindigkeit von 12 Kilometer in der Stunde ergeben. Ob die Erfinder, wie fie behaupten, durch verbesserte Eonstructiou der Luftschiffes die Geschwindigkeit eines Etlzuges erreichen werden oder ob die Sache wie die Gleitbahn der letzten Pariser Ausstellung nur ein interessanter Versuch bleiben wird, kann bis zum Herübergelaugen der technischen Einzelheiten nicht entschieden werden.

im Schulbetriebe wenigstens au» dieser Thatsache die Nutz­anwendung ziehen, daß an einem Schultage nur eine schrift­liche Schularbeit und diese immer In der ersten Stunde an» gesetzt werden sollte!

Wie nachtheilig zwei unmittelbar aufeinanderfolgende schriftliche Schularbeiten auf die Leistungsfähigkeit der Schüler wirken, wurde durch einen Versuch, welchen Dr. Wagner anstellte, gezeigt: es wurden in den ersten zwei Stunden ohne eine Zwischenpause zwei Klassenarbeiten (französische und deutsche Schularbeit) angefertigt. Die gewonnenen Zahlen ließen ersehen, daß eine Folge von zwei Schularbeiten mit Wegfall der Pause äußerst stark und überdies nachhaltig ermüdend wirke: denn die durch die Doppelstunde bewirkte außerordentlich hohe Ermüdung wurde durch dir folgenden Pausen nicht mehr ausgeglichen.

Zum Schluffe noch ein Wort über die Wirkung des Lehrstoffe« auf die Ermüdung der Schüler. Da zeigt sich nun die Überraschende Thatsache, daß die Person des Lehrers unvergleichlich viel mehr auSmacht als der Stoff- das heißt, es kann ein energischer Lehrer selbst einen relativ leichten Gegenstand, wie z. B. Geschichte oder Naturgeschichte, zu einem die Schüler ermüdenden machen, während wieder ein lässiger Lehrer selbst der Mathematik ihren ermüdenden Stachel nehmen kann. Das Ideal eines Lehrer» ist eben Derjenige, welcher beim schwierigsten Stoff die Aufmerksamkeit der Schüler wachzuerhalten versteht, aber so, daß die Arbeit der Schüler von Lustgefühlen begleitet ist. Selbstverständlich liegt immerhin im Stoffe der verschiedenen Fächer eine variirende ErmüdungSsähigkeit- doch ist der Unterschied nicht sehr groß.

CoeaU» mtfr provinzielle»

4* * Friedberg (Oberheffen), 1. März. Unser, auch über die Grenzen seines Dienstbezirkes hinaus ebenso beliebter, al» geachteter Herr Ober Amtsrichter Geh. Justizrath Sell- heim begeht Ende dieser Woche sein 5 0jährige» Dienst­jubiläum, aus welchem Anlaß eine offizielle Feier dahier stattfindeu wird. Die treue und eifrige AmtSthätigkeit de» 70jährigen Jubilar» wurde schon früher von Sr. Kgl. Ho­heit dem Großherzog durch Verleihung de» Ritterkreuze» erster Klaffe de» Verdienstorden» Philipp de» Großmüthigen huldvoll anerkannt.

Zellhausen, 27. Februar. Bei Harreshausen fand man unlängst im Gemeindewalde einen erschöpften Bussard, an drffen Beinen eine etwa vier Pfund schwere eiserne Tellerfalle hing. Die Falle gehörte dem Jagdaufseher Kunkel aus Froschhausen, der fie im Froschhäuser Jagd» reviere gestellt hatie. Der kräftige Raubvogel hatte also den Weg von etwa 1-/, Stunden Luftlinie mit der Falle zurückgelegt, ehe er- erschöpft niederstürzte. Gestern fing Herr Kunkel wieder einen starken Bussard von etwa 1,20 Meter Flügelbrette. D. Zig.

* Berit«, 25. Februar. Al» Ste uercuriosum ver- i etchnet dteBerl. Presse", daß dte Steuererklärung de» Ftnanzminister» Dr. v. Miquel beanstandet worden ist.

* Gelsenkirchen, 25. Februar. Seit einigen Tagen wird >er Buchhalter Adolf Schmidt von der ZecheHannibal" bei Eickel (Landkreis Gelsenkirchen) vermißt- mit ihm soll eine größere Geldsumme, man spricht von 30 000 Mk., der- chwunden sein.'

* Ans Elsaß Lothringen, 25. Februar. DemEls. Kurier- zufolge wurde ein Vicewachtmeister de» in Hagenau oarnisonirrnden Dragoner-Regiment» durch kriegsgerichtliche» Urtheil zu 20 Tagen Gefängnih verurtheilt, weil er einem Dragoner beim Fußdienst mit der Faust ins Ge- sicht gestoßen hatte. Der Wachtmeister der Schwadron, der den mißhandelten Dragoner veranlassen wollte, die Meldung zurückzunehmen, erhielt einen Tag Arrest.

* Die vierproducttg« Deutschland» betrug im Jahre 1896 60 700000 Hectoliter gegen 55370000 im Vorjahre. Der größte Theil dieser Menge wird in Deutschland selbst ver» braucht, denn einem Export von 647 000 Hectoliter steht ein Import von 547 000 Hectoliter gegenüber. Auf den Kopf der Bevölkerung würden danach pro Jahr 116 Liter entfallen. Die nach Deutschland importirten Biere stammen fast aus­schließlich au» Oesterreich, desseu Gesammtproduction im gleichen Jahre 18 675800 Hectoliter betrug. (Mitgetheilt vom Internationalen Patentbureau Larl Fr. Reichelt, Ber- llu NW. 6.)

Der größte Diamant der Welt tolrb gegenwärtig in London für eine Million Pfund zum verkauf ausgeboten. Er ist unter dem NamenJäger-Fountam-Diamant" bekannt und größer als derRegent",Kohlnor",Im­perial" undOcloff". Er wiegt 971 Karat und besitzt etne wunderbar schöne blaue Farbe, hat die Form eine» Els« zapfens und ist drei Zoll lang und zwei Zoll im dicksten Durchmesser. Er wurde in der Oranje Republik in Afrika von einem Reger gefunden, welcher tausend Pfund und viele Geschenke als Belohnung erhielt. Die» wurde natürlich de» Nege:s vollständiger physischer und moralischer Ruin. Die Gesellschaft, welcher dec Diamant gehört, sucht übrigen» ver­geblich nach einem Käufer für denselben.

*Die Hnugersteiae."^ In den jüngsten Tagen durch, lief die Presse die Notiz, infolge der außergewöhnlichen Trockenheit de» diesjährigen Winter» seien im Rheinbett bei Schaffhausen gewisse Steine hervorgetreten, die nur sehr selten sichtbar würde», und in die man jedeörnal, wenn fie fich zeigten, da» Datum ihre» Erscheinen» einmeißle. Aehn- liche Felsenriffe finden fich auch im Bette der Elbe oberhalb Dresden». Sie sind unter dem eigenthümlichen Namen die Hungerstetne" bekannt, weil ihr Hervortreten (d. h. eigentlich nicht diese», sondern der wasserarme Winter, von dem sie Kunde geben) auf ein kommende» Roth- oder Hungerjahr hlndeuten soll. An diese Ste-Ngebllde knüpft eine interessante moderne Romanschöpfung von G. Franke-Schievelbeiu an, die

augenblicklich in der illustrirten ZeitschriftUeber Land und Meer" (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) im Er. scheinen begriffen ist und den T'telDte Hungerstetne" führt. Dte Steine selbst spielen in der Erzählung eine gewisse Rolle, dienen aber mehr dazu, in symbolischer Weise den ihr zu Grunde liegenden Daten Ausdruck zu geben. Auf einem der Hungerstetne" sollen, wie es in der Erzählung heißt, die wie ein warnendes Menetekel von Zeit zu Zeit wieder- erscheinenden Worte eingegraben sein:Wenn Ihr mich wieder- sehet, werdet Ihr weinen."

* Advocat Labori. der vertheidiger Zolas, ist keines- weg» ein fanatischer Franzose. Nicht nur Frankreich, sondern auch Deutschland diente ihm zur Erwerbung seiner reichen Welt- und Menschenkennrniß. In den Jahren 1878 und 1879 wohnte Labori bei einer Familie in Mainz, um in die Geheimnisse der schwer zu erlernenden deutschen Sprache ein« geweiht zu werden. Seinem regen Fleiße hat eS der viel­genannte energische Advocat zu danken, daß er die deutsche Sprache so ziemlich beherrscht und auch den in Paris an­sässigen Deutschen gute Rathschläge in Prozessen ertheilen kann. Labori unterhält noch jetzt zu der Familie in Mainz sehr freundschaftliche Beziehungen.

* Eiu LiebeSdrama. In villaputzn auf Sardinien spielte fich in der Kirche eine furchtbare LiebeStragödie ab. Ein gewisser VaSca hatte fich, nachdem er die 22jährige MeliS verführt hatte, vor Kurzem mit einem anderen Mädchen verheirathet. Die Meli» beschloß, sich zu rächen. Sie traf ihren Verführer in ber Kirche und feuerte, währenb er an- dächtig betete, aus nächster Nähe zwei Revolverschüsse auf ihn ab, bie ihn lebensgefährlich verletzten.

Der Gerichtsvollzieher auf dem Maskenball. Eine un­angenehme Störung erlitt das Maskenfest, welche» der VereinFrohfinn" in Berlin abzuholten gedachte. Kurz nachdem die Vorstandsmitglieder und die ersten Masken sich eingefunden hatten, erschien plötzlich auf der Bildfläche ein Gast in der Uniform eine» Gerichtsvollzieher», welcher so­fort seine» Amte» zu walten begann. Die ursprüngliche Annahme, daß e» fich um einen MaSkenscherz handle, wurde bald dadurch zerstreut, daß der Beamte die Anwesenden auf­forderte, daS Local zu verlassen, weil der Besitzer der Wi'th- schäft gerichtlich gepfändet und das Etablissement geschlossen sei. Zwei hinzugerufene Schutzleute erwiesen dem Beamten die geforderte Unterstützung und verblieben den Abend Über auf dem Posten, um da» Betreten de» Saales durch die bald in Schaaren anströmenden Festtheilnehmer zu verhindern.

* Al» den Gipfel ber Unverfrorenheit muß man e» be­zeichnen, wenn bie Garderoben-Firma Leschziner in Beuthen (Ober-Schles.), nachdem dieselbe mH 60 Procent accordirt hat, diesen Accord zu folgender Reclame tu oberschlefische« Blättern mißbraucht:Bekanntmachung. Ja Folge Aus­einandersetzung mit unseren Gläub gern find un» von diesen bie Hälste von ihren Guthaben erlassen. Um unserer wertheu Kundschaft auch diese Vergünstigung zukommen zu lassen, er­öffnen wir von heute ab zwar keinen EoucurS-AuSverkauf oder etwa eine Versteigerung, sondern geben Herren, und Knaben Garderoben auch zur Hälfte der bisherigen Preise ob.- Abgesehen davon, daß ein Kaufmann, wenn er in bie unglück­liche Lage kommt, sich mit seinen Gläubigern arraugtren za müssen, froh unb glücklich zu sein pflegt, wenn eine solche, sein Ansehen in keiner Weise förbernbe Abmachung geheim bleibt, und e» vor Leschziner noch Niewaub unternommen haben dürfte, solche» selbst an die große Glocke zu hängen unb noch gar zu Reclamezwecken ouSzunutz n, scheint au» der Annonce zur Evidenz hervorzugehen, daß Leschziner gar nicht zahlungSunsähig war, sondern da» ganze Manöver nur in Scene gesetzt hat, um auf Kosten seiner Gläubiger fünfzig Procent billiger verkaufen zu können, al» seine Loncurrenz, die ihre Maare ehrlich bezahlt und nun indirekt durch dte in diesem Falle vollständig unangebrachte Nachficht der Gläubiger ebensall» geschädigt wird.

Der fünffachen Brandstiftung ist ein noch nicht vier, ehn Jahre alte» Mädchen in dem Dorfe Falkenhagen bei Spandau überführt, bas vor Kurzem bei der Braud- I egung in dem Stall eine» Bauern ertappt wurde. Die jugend­liche Brandstifterin wird jetzt auf ihren Geisteszustand be­obachtet.

* Heber die Lebeuszähigkeit der Wale gtebt folgende Mlttheilung Aufschluß, die wir dem Internationalen Patent« burtau Earl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6. verdanken. Der New Varker WaifischfahrerBeluga" erlegte im veh- ringsmeer vor einiger Zelt einen großen Wal, In dessen Fleisch man eine eingewachsene Harpune fand. Dem allge­meinen Gebrauche nach befand fich aas derselben der Name des Schiffe» eingravtrt, dem fie gehörte. Derselbe lautete Montezuma". Nun war aber derMontezuma" ein Wal- ischsänger von New-Bcdsort, wUchen die amerikanische Re­gierung während des SecesfionSkriege» antaufte, um ihn mit anderen Schiffen an der Hafeneinfahrt von Galveston zu versenken. Seit mehr al» fünfzig Jahren hat also der j-tzt erlegte Riese die Meere mit der Harpune im Leib durchzogen.

Die größten Obstplantagea der Welt find auf Jamaika zu suchen. ElgenthÜmertn ist, wie wir aus einer Mitthei« ung des Internationalen PatentdureauS Earl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, entnehmen, eine amerikanische Gesellschaft, bie eine Fläche von 44 000 Acker unter Eultur genommen hat. Davon find 28 000 Acker ihr Eigenthum: ber Rest ist Pachtland. Am meisten werben Bananen unb LocoSnüffe gebaut. Im vergangenen Jahre wurden gegen 3 Millonen Bündel Bananen und mehr al» 5 Mill. Eocosnüffe, außer anderen, weniger bedeutenden Fruchrsorten, nach den Ver­einigten Staaten und anderen Ländern verfchickt. 3®ö.f Dampfer, die der Lompagnie gehören, dienen ausschließlich zum Verschiffen ihrer Product«. Im südlichen Missouri befindet fich eine andere große Odstplantage, welche 22 000 Acker cultiolrt. Ste besitzt 61 000 Pfirstchdäume, 23 000 Aepsel. bäume, 2000 Birnbäume und unzählige Mengen anderer Fruchtsorten. Die Obstfarm von Santa Barbara (Lali- fornten) baut auf 17000 Ackern Land 10000 OllvenbLume,