Ausgabe 
1.9.1898 Erstes Blatt
 
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Es starben an: Zusammen: Erwachsene:

Einigung erzielt worden zu sein.

Bei

Verhaftung bet Obersten

'Nreis pro ßursus 20 Mark.

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e nem Pistolenduell, und Roger in der Ao« wurde dem Letzteren der

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Altersschwäche Lebensschwäche Lungenentzündung

rüstet fich zum Kampfe.

Pari», 31. August.

welches die Redacteure Guerto gelegeuhett Drehfus ausfochtea, Unterkiefer zerschmettert.

Sine eigeothomliche Einrichtung existirt in Genua. Biele wohlhabende, ja selbst auch reiche Familien besitzen keine eigenen Equipagen, wögen aber doch auch nicht ganz auf die Brqurmlichkeit eigenen Fuhrwerks verzichten. Man ist da-

»Inder hn vom Lebensjahr: 2.Ib.Iahr:

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Aus öer Seit fflr die Jeit

Vor 122 Jahren, am 1. September 1776, starb In Hannover der Dichter Ludwig Hölty. In seinen durch Correctheit und Wohllaut der Sprache ausgezeichneten Liedern spricht sich ein zarter Sinn für reinen, ungetrübten Natur­genuß, Liebe zur Ruhe, und Stille des Landlebens, Lust am Leben und fröhliche Heiterkeit neben tiefer Schwermuth und Sehnsucht nach dem Tode aus. Er wurde am 21. December 1748 in Mariens« bei Hannover geboren.

harrende Project der Anlage einer direeteu Linie Mainz« Wiesbaden nehmen wird.

Mainz, 30. August. Die Socialdemokraten rüsten fich bereit- sür die im December d. I. statifiadrnden Stadt« verordoeteuwohlen. Um denGenossen" da- Wahlrecht zu sichern, werden die nichthesfischen llaterthaneu aufgesordert, sich da- hesfische Staatsbürger- und das Mainzer Ortsbürger« recht zu erwerben- damit denGenossen" dadurch keine Kosten verursacht werden, hat fich ein Parteimitglied bereit erklärt, alle zur Erlangung dieser Rechte oothwendigen Schreibereien rc. kostenfrei ausznführeo. (Frankf. Ztg.)

Mainz, 30. August. Im Bereich des Eisenbahn- Directiousbezirks Mainz kommt, wie jetzt gemeldet wird, die allgemeine Bahnsteigsperre erst im Lause des nächsten Jahres zur Etnsühroog. Durch die umfangreichen vor« bereitungea zur glatten Bewältigung des Hrrbstvrrkehrs ist es aus technischen Gründen unmöglich, die Einführung früher zu bethätigen.

Mainz, 80. August. Die Strafkammer des hiefigen Landgericht» hatte fich in ihrer letzten Sitzung mit dem aus Frankfurt gebürtigen Kaufmann Richard Goldschmttt zu beschäftigen, der feit einiger Zeit hier ein eigenartiges Bankgeschäft betrieb. Derselbe gab nämlich gegen eine ent« sprechende Provision tu Geldoöthen befindlichen Firmen sein Aecrpt, zu defien Einlösung die Firmen kurz vor dem Ver­falltag Deckung schicken mußten. Am 1. December v. Js. wurden Gobschmitt für die Einlösung zweier solcher Ge- sälligkeitswechsel von der Firma Kramer aus Fürth 810 Mk. und von der Firma vörsenroth in Berlin 460 Mk. eingesaodt. Diese Beträge steckte Goldschmidt tu seine Tasche, und als die Wechsel au die Firmen mit Protest zurückkamen, war er in Paris, von wo er den geprellten Firmen noch dadurch Geld erpreßte, daß er drohte, ihre Eorrespoodenz der Sou- curreoz zu verkausen. Bon der Firma Kramer erpreßte Goldschmttt auf diese Art noch 360 Mk. Bon Parts ging Goldschmitt nach England, von wo er hierher auSgeltesert wurde. Die hiesige Straskawmer verurtheilte ihn zu l^Jahr Gesängniß und 3 Jahren Ehreuverlust.

Mainz, 30. August. Neuerung beimOetroi. vom 1. September ab wird tu Folge eiaes Vertrag» mit der Obrrpostdirectiou tu Darmstadt bei dem Octroi eine Neuerung eiotreteu, welche dem Publikum manche Annehmlichkeiten bietet. Wenn seither mit der Post octroipflichtige Gegenstände ein- getrosten sind, dann war das Publikum geuöthigt, nach dem Empsang der Octroisenduug durch die Post, zur nächsten Er­hebestelle zu gehen, um dorten das fällige Octroi zu bezahlen, vom 1. September nächsthtu ab wird ein ständiger Octroi- augestellter in dem Postamt, und zwar in dem Packetraum desselben thätig sein, um die hier ankommenden Packete, aus welchen fich etwa ersehen läßt, daß die Packete octroi- pflichtige Fleisch« oder Wurstwaaren, Wild rc. enthalten, zu revtdiren. Ist e» den Octrotbeamteu ermöglicht, wa» ja oft der Fall sein wird, zu ermitteln, welcher Betrag für deu octroipflichtigen Inhalt zu entrichten ist, lo wird dieser Be­trag durch den Postbeamten erhoben, welcher auch da» Packet besorgt. In dem Fall aber, daß e» dem Octroibramren nicht geltogen sollte, do» Gewicht der octroipflichtigen Sendung festzustelleo, dann erst wird die» de« Empfänger der Sendung «tegethetlt und dieser hat alsdann den schuldenden Octroi« betrag nachträglich zu entrichten. Die Octroibeamteu, welche die Pflicht haben, in dem Packrtraum des Postamts die Revifion der Packete vorzunehmen, find gestern durch den Herrn Post- direetor auf das Pofigrhetmniß verpflichtet wordeu.

Allgemeinen Deutschen Lehriunen-Verein» Leipzig, Hohestr. 35, im Lehreriovenhet«.

Die Sultur, die olle Welt beleckt", hat jetzt auch auf den Jordan sich erstreckt. An dem Orte vorbei, wo einst im härenen Gewände Johanne« taufte, fährt heute das Dampfboot. Schon vor zwei Jahren hatte Abt Pachomius vom Kloster St. Johanne« bei Jericho den Versuch gemacht, mit einem sehr kleinen Dampfer den Fluß zu befahren. Der Versuch gelang, und so wurde im vergangenen Jahre ein kleiner Personendampfer erworben und auf den Jordan gebracht. Er unterhält jetzt einen regelmäßigen Personenverkehr von der Brücke nahe bei Jericho bi« an da« südliche Ende de« Tobten Meere«. Dieser Dampfer,Prodomus" genannt, ist für die Pilger und Vergnügungsreisenden, die die heißen Gestade de» Tobten Meeres besuchen, eine große Annehmlichkeit.

Nordpolfahrt. Herr Kapitän a. D. W. Bade, der Letter der Gesellschaftsreisen nach dem Nordpol, sendet den M. N. N." aus einer hübschen Ansichtspostkarte folgenden Gruß: Nördliche» EtSmeer, 16. August 1898. Der DampferKong Harald" hatte im Eismeer denkbar schönste» Wetter. Nach dem Besuche de» Nordkaps wurde zunächst auf der Bäreninsel gelandet. Aus Spitzbergen besuchten wir die Recherche-Bai, im EiSsjord die Adveut-Bai und Säte- Harbour, iw Norden Magdalena-Bai, Andrär» Ballonstation und Smeerenburg. Hier begegneten wir dem Fürsten von Monaco auf seiner UachtAlice". Nordwärts von Spitz« bergen besuchten wir auf 80° n. Br. die Moffeu«Jnsel und erreichten unsere höchste Brette im Polaretse auf 81°5'. Hier landeten mrhrrre Damen und Herren auf einem Et»- felde und amüstrten fich mit Schneeballwerfeu, Tanzen und Photographiren. An Bord Alles wohl; Begeisterung allgemein. Die Karte zeigt das Eismeer mit den Smeerenburg« Gletschern, im Vordergründe einen auf einer großen Scholle treibenden Eisbären.

Universität- - Nachrichten.

Erlangen. An der hiesigen Hochschule wurde der approbirte Arzt Dr. med. Hein, aus Wüstegiersdorf als Prtvaldocent für das Fach der Ph-rmacologte und Taxtcologie in die medictntsche Facultät ausgenommen.

AIS Prtvaldocent in der philosophischen Facultät der Uni« verfität Königsberg habtltttrte fich Dr. Richard Loewenherz für Ebemte. Seine Antrittsvorlesung wirddie neueren Methoden der MolekulengewichtSbestimmungen* behandeln

Wie das .Leip,. Tgbl" erfährt, ist Profefior Holder auS Königsberg an die Untoerfität Leip,tg auf den Lehrstuhl der Mathe­matik berufm worden.

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeßen am 31. August, zwischen 11 u. 12 Uhr Mittag»: Wafler 14°, Luft 15°.

Rübsamen'fche Badeanstalt.

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Die Ansichten darüber find grtheilt. Die Einen sagen, er käme au» dem Keltischen, nämlich von dem Beiwortesquan'= gewunden, schlangeusörmtg, oder vonsin-ane" der leise Fluß, oder vonsogh-ane" da» liebliche Ufer. Die Römer latinifirten die Ausdruckweise tusequana". Die Anderen behaupten dagrgeu sest und steif, der Name käme au» einem der sanskritischen Wurzel gleichkommeuden Radtcal sio" benetzen, befeuchten, dem auch da» deutschesaugen" und da» englischeto suck" entstammt.

Eia kalter Wasserstrahl Der Physik Proseflor P. in Leipzig war wegen seiner Gutmüthigkeir bekannt und deß- halb kamen in seine Vorlesungen viele von den Leuten, die sür Collegienhöreu nicht gern Geld auSgrben und der Meinung find, daß mau tu unbezahlten Vorlesungen eben so viel lernen kann wie in bezahlten. Diese überzeugten Bekenner dr» Satze», daß die W'ssen'chaft und ihre Lehre frei sei, sahen auf den Hinteren Bänken. Schließlich schien der Profefior -u merken, daß ihrer immer mehr wurden. AIS er nun eine« Tages eine Spritze functioniren und den Strahl durch daS ganze Auditorium gehen ließ, sprach er die geflügelten Worte: Wie Sie sehen, m. H., ist dies eine ganz vorzügliche Spritze: ihr Strahl reicht von hier bis Nassau!"

genannt wird, hat bet den Feioden Drryfu» große Bestürzung hervorgerufen. Ein Redacteur derAgerce Nationale" be­gab fich gestern Abend noch zu Madame Henry, um von dieser Einzelheiten zu erlangen. Madame Henry erklärte demselben: Sie find der Erste, der mir von der Verhaftung meines Mannes Mtttheilung macht. Wir kommen soeben au» dem Bade und wollen morgen oder übermorgen zum Landaufenthalt fortreisen. Nach der Rückkehr au» dem Bade kam ein Offizier de» KriegSmintsteriumS und bat um eine Unterredung, die über eine halbe Stunde dauerte. Nach Beend gung der Unterredung sagte mir «ein Mann, der KriegSmimster läßt wich zu fich rufen, ich weiß nicht, zu welchem Zweck, ich weiß auch nicht, wie lange ich abwesend sein werd:. ES handelt fich um eine geheime Action, ich soll n cht beunruhigt fein. An geheime Missionen, die mein Mann vom Kriegsminister empfing, war ich gewöhnt und daher durch diese Berusung nicht beunruhigt.

London, 31. August. Der Gew erkoerein»-Longreß in Bristol nahm eine Resolution an, worin er seine Be­friedigung über den Vorschlag de» Zaren au»spricht und die britische Regierung anfiordert, Schritte zu thon, um diesem Vorschläge Wirksamkeit zu verleihen.

Kopenhagen, 31. Angnft. Bei stürmischem Wetter schlugen drei hohe Wellen über deu norwegischen SchoouerLivltg", der sofort sank. Trotz aller Rettungsversuche ertranken von der Mannschaft 6 Mann - die übrigen 12 wurden gerettet.

Wöchentliche Nebersicht der Todesfälle in Gießen.

35. Woche. Vom 21. August bi« 27. August 1898.

(Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (ind. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 25,89, nach Abzug der Ortsfremden 15,10*/*.

vermischte-.

Die Stellenvermittlung de» Allgemeinen Deutschen Lehrerinnen Vereins hat schon Tausenden von Lehrermneu Stellen verschafft. In den 8 Jahren ihres Bestehen« ist fie Familien und Schulen, öffentlichen sowohl wie privaten, fast unentbehrlich geworden. Der Verein ist durch seine große Mitgliederzahl (über 10,000 Lehrerinnen) in der Lage, Vorschläge zu Besetzung der verschiedenartigsten Stellen zu machen. Unter seinen Mitgliedern zählt er Vorsteherinnen, Oberlehrerinnen, Sprachlehrerinnen, die im Anslande gewesen find, Fachlehrerinnen für Zeichnen, Handarbeit und Turnen. Seine Mufiksection besteht nur aus tüchtigen, wohlvor« bereiteten Lehrerinnen, die Schul« und Privatunterricht er« theileu tu Theorie, Sologesang und Cborgesang, Elavter, Violine und Orgel. Auch wird manche Schule und manche« Pensionat mit Hilfe des Verein» abgegeben. I« letzten Jahre hat der Verein 877 Stellen im Jnlaude und AuS« lande vermittelt. Mit freier Station erhielten die Lehre­rinnen Gehälter von 300 bi» 2200 Mk., ohne freie Station 700 bis 3600 Mk. Wir bitten Alle, die einer Stellenver« mittlung für Lehrerinnen bedürfen, fich vertrauen»voll zu wenden an die Eentrolleitung der Stellenverwittlun, de»

Pari», 31. August. Die

Henry, welcher fich gestern al» der Verfasser de» Briefe» bekannt hat, in welchem Lapttän Drehfu» zum ersten Male

Magen Darmcatanh 5

ZrllgewebSentzünd. 1 (1)

Verunglückung_______2 (2)

Ausgleichsverhandlungen wird hier sehr skeptisch beurtheilt. Bezüglich der weiteren Schritte scheint keine Dir ungarische Oppofitioa

Neueste Nachrichten.

Depeschen de« Bureau .Herold".

Berlin, 31. August. Aus London wird hierher tele« grophirt: Nach einer Meldung aus dem Lager von Wad ei Obeid griff Major Stuart Wortley an der Spitze der briten­freundlichen Araberftämme die Vorposten der Derwische au, machte fünf Gefangene und erbeutete ein Boot mit Ge­treide. Der Major hat die Aufgabe, nach dem erwarteten Treffen bei Omdurman den Rückzug des Feindes nach dem Obernil abzuschneiden.

Hamburg, 31. August. DieHamburger Nachrichten" glauben aus Grund von Gesprächen mit dem Fürsten Bismarck über die Abrüstung»frage, daß dieser zu dem Vor­schläge de» Zaren etwa in folgender Weise Stellung ge« nommen haben würde. Er würde die Menschen« und Völker« freundliche Abficht de» Zaren anerkannt, aber den Plan für undurchführbar gehalten haben. Am wenigsten würde er der Meinung gewesen sein, daß Deutschland auf da« bi»herige Maaß von Rüstungen verzichten könne. Die Abrüstung wäre ohne Gefahr nur möglich, wenn absolute Sicherheit dafür hergestellt werden könnte, daß ^alle Staaten den über­nommenen Abrüftung»verpfltchtungen wirklich ehrlich und ohne Hintergedanken entsprächen. Diese Sicherheit hielt Fürst Bismarck nicht für herstellbar. Im Urbrigen hielt Fürst Bismarck ähnlich wie Moltke den Krieg für ein Glied der göttlichen Weltordnung.

Wien, 81. August. Im Gemeinderathe verlas gestern trotz heftigen Einspruchs seiner Partei Bürgermeister Lueger einen Antrag der Deutsch-Nationalen, welcher verlangt, daß in Wien eia hervorragender Platz oder eine schöne Straße im ersten Bezirk nach de« Fürsten Bismarck benannt werde. Er stützte diesen Antrag auf die Thatsache, daß feit dem Tode diese» größten deutschen Manne» aller Zeiten der Gemeinderath keine Gelegenheit hatte, der schuldigen Trauer und Dankbarkeit für den Begründer de» neuen Deutschen Reiche» Ausdruck zu geben. Dr. Lueger brachte den Antrag nicht zur Abstimmung- derselbe wird vorau»fichtlich abgelehnt werden.

Krakau, 31. August. Der hier verstorbene Schuhmacher- meister Joses Czernek hat sein ganze» vermögen im Betrage von über 30000 Gulden der socialdemokrati­schen Partei vermacht.

Budapest, 31. August. Da» Resultat der gestern beendeten

ML Schlachthaus.

Freibank. 8582 Heute und morgen: OchskMsch 50 pfg.

Summ«: 12 (5) 6 (4) U (1)

An«. Die in Klammern gesetzte» Ziffern gebe» «n, wie viele der Tode«fälle in der betreffenden Krankheit «uf von enlwirt« nie* Gieße» gebrachte Kranke komme».

Vom 15. ds. Mts. an werden einige tüchtige Arbeiterinnen, sowie Lehrmädchen angenommen.

Auch von Damen, welche da« Zuschueideu gründlich erlernen wollen, werden noch Anmeldungen bis zum 1. Lctober entgegen genommen.

Geschw. Rosenbaum, <4.

Bekanntmachung.

Es wird hiermit bekannt gemacht, daß aus der ConcurLmafie des Ludwig Kliukel VI von Lollar 1639 Mk. 31 Pfg. bereit liegen, die an die nicht bevorrechtigten Gläubiger oertheilt werden sollen. Tie nicht bevorrechtigten Forderungen betragen 11374 Mk. 07 Pfg.; die Gläu biger erhalten hiernach 14*/ie Procent.

Lollar, den 31. August 1898. 8659

Schwalm, ConcmsVerwalter.

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her, wie wir einet Mtttheilung de» Internationalen Patent- > buteau» Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, entnehmen, auf | den Gedanken gekommen, daß mehrere Familien gemeinsam eine Equipage nebst allem Zubehör halten, die nach Maßgabe bet nach jeder Partei geleisteten Beiträge der Reihe nach jedem Theilnehmer zur Verfügung steht. Meist hat jede Familie ihre festen, vorauSbestimmteu Tage, an denen ihr da» Ge­schirr zur Verfügung steht. Aus diese Weise find auch Familien, deren Mittel eS nicht erlauben, eine ständige Equipage zu halten, in die Lage versitzt, den Genuß einer Spazierfahrt in eigenem Geschirr ohne übermäßige Kosten zu haben. Um die Illusion ganz vollständig zu machen, besitzt noch ge­wöhnlich jede Familie ihre eigenen Thüren für den Wagen, die mit dem Wappen ober Movogramm geschmückt finb, und die Wagenbauer sind vollständig darauf eingerichtet, strt» ; mehrere Paare Thüren zu einem Wagen zu liefern.

Der NameSeine". Woher kommt der Name Seine", der Name jene» durch Pari» tläge fich windenden, unsauberen Flusse», von dem jeder Wassertropfen mindestens nach vier Ertrunkenen schmeckt und der nach der letzten Ver­ordnung de» Polizeipräsecten den Bewohnern de« V-, VI. und VII. Arrondissement» al» einziger Wasserborn dient?