Ausgabe 
1.7.1898 Erstes Blatt
 
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beerenernte begonnen; allgemein dürfte sie jedoch erst in etwa zehn Tagen erfolgen. Die Ernte verspricht reichlich zu werden und der armen Odenwaldbevölkeruug wieder eine uennenswerthe Einnahme zu bringen. Auch in diesem Jahre haben die Behörden Maßnahmen getroffen, um die Heidel­beerensammler vor Uebervortheilungen durch die Händler zu schützen, insbesondere soll darauf gedrungen werden, daß die Beeren nicht gemeffen, sondern gewogen werden.

A Mainz, 29. Juni. Die hiesigen Stadtverordneten beschloffen heute Abend die Errichtung eine- städtischen Electricitätswerkes und bewilligten entsprechend den Vorschlägen der bestellten Spezialcommisfion hierzu einen Credit von Mk. 1,700,000. Da- Werk soll mit Drehstrom­system auSgesührt werden. Als Platz ist dieIngelheimer Aue" in Aussicht genommen, doch ist die Stelle noch nicht genau bestimmt. Der Antrag auf Anschluß an den von der Wormser Stadtverwaltung gegen die Einleitung de- Fäc al stosse vonMannheim in d en R h ein erhobenen Einspruch wurde, couform dem Beschluß des OrtSgesundheitS- raths, von den Stadtverordneten mit großer Majorität ab­gelehnt. Eine sanitäre Gefahr glaubt die Mehrheit der Stadtverordneten in der Einführung der FScalstoffe in den Rhein nicht erblicken zu können, wogegen ein Arzt, Dr. Mafferell, gerade aus sanitären Gründen den Wormser Einspruch mit großer Entschiedenheit befürwortete.

A Au» Rheinhessen, 29. Juni. In Wöllstein find zwei Kinder, da- eine 3 und da» andere 1 Jahr alt, ver- brannt. Die Eltern der Kinder waren zur Heuernte ge­gangen und hatten die Kleinen ohne Aufficht gelaffen.

Arrr der Zeit für die Ießt.

Vor 19 Jahren, am 1. Juli 1879, wurde in der Irren- Anstalt Burghölzli bei Zürich der Dichter Heinrich Leut- hold von seinen geistigen Leiden durch den Tod erlöst. Er gab zuerst mit Geibel fünf Bücher ftanzösischer Lyrik heraus. Seine eigenen Lieder, die 1879 durch Freundeshand in die Oeffentlichkeit gelangten, laffen einen ganz bedeutenden Lyriker erkennen; sie sind, ähnlich wie die Lenaus, oft tief schmerzlich, oft voll trotziger Weltverachtung. Der Dichter wurde am 9. August 1827 zu Wetzikon in der Schweiz geboren.

Aus Jerusalem, 13. Juni, meldet derAeghpt. Cur.": Eine seltene Ueberraschung bot vergangenen Sonntag die türkische Militärkapelle, die Sonntags von 4 bi» 5 Uhr im Pavillon des StadtgartenS muficirt. Plötzlich nämlich ertönten im Marschtempo die bekannten Klänge der Händel'schen Compofition:Tochter Zion, freue dich, sieh', dein König kommt zu dir!" Wir trauten unseren Ohren kaum, und billig fragte man sich: JstS möglich, daß die MuSlemin dieses Lied ihrem Spielplan einverleibt haben? Wie mag das ge­kommen sein? DeS RäthselS Lösung ist einfach. Ein Herr H., der vom Kapellmeister gebeten worden war, etliche deutsche Märsche (wohl mit Bezug auf würdige EmpfangSmufik beim Besuch deS deutschen Kaiser») zu bestellen, hat sich den Spaß erlaubt, auch dieses Lied kommen zu laffen, und so schmettern nun die türkischen Soldaten die Weise, die sie wegen der Schleifen besonders lieben, gar herzhaft über dieTochter Zion" hin, nicht ahnend, was sie blasen. Mehr Schwierig­keit scheint ihnenDie Wacht am Rhein" zu machen- da haperte e» neulich noch gewaltig.

* Bom Kyffhauser. Der ehrwürdige Khffhäuserberg ist zu einem Wallfahrtsorte des Volke- geworden. Wer ?8 irgendwie ermöglichen kann, will da- große Nationaldenkmal gesehen haben. Wie in den Vorjahren, so strömen auch in diesem Jahre viele Tausende von den Bahnstationen Roßla, Berga und Frankenhaufen aus durch den herrlichen Wald nach dem Gipfel des Berges. An dem letzten schönen Sonntage besuchten etwa 4000 Personen da- Denkmal. Man muß das Leben vnd Treiben der Tausende sehen, die den Denkmalsplatz und die idyllisch gelegene, nach den Plänen des Profrffors Bruno Schmitz erbaute Wirthschaft mit ihren schattenreichen Plätzen beleben, um Studien an der Eigenart der verschiedenen deutschen Stämme zu machen. Da trifft man Krieger-, Gesang- und Turnvereine, Deutsche aus allen Gauen deS Vaterlandes, auch Fremde, die sich an dem groß­artigen Detkaral und der lieblichen Gegend ergötzen. In der Wirthschaft stndet der Tourist vorzügliche Verpflegung und billige- Nachtquartier. Der Besucher de- Harze- und von Thüringen werden e- nicht bereuen, wenn sie einen Abstecher nach dem sagenumwobenen Khffhäuser machen.

* Der neue Reichstag ist, den Namen der Abgeordneten nach, eine fast vollständige Vertretung aller Stände und Berufsgruppen. Vom Rath und Ritter bis zum Träger und Steinhauer, vom Hofmann und Richter bis zum Leine­weber und Stöcker finden sich alle Schichten der Bevölkerung im neugewählten Parlamente. An erster Stelle steht das Handwerk, das ein Sattler, drei Müller, ein Baumann, ein Schmieder, Schmidt und Schmitt, ferner ein Metzger und ein Brodbeck im Reichstage vertreten. Den Werthstand repräfentirt ein Hauffe, bewaffnet mit Spieß und Haake, den ein Heeremann zum Sieg führt, den Handelsftand ein Kauf- mann und ein Krämer, Hochfinanz ein Werthmann. Die Kunst und Literatur hat nur einen Heine entsandt und einen Sieger, der kein Meister ist. Von den deutschen Stämmen

giebfs im Reichstag einen Franken und einen elsässischen Preiß, neben denen ein Hesse, ein Sachße, sowie als Ver­treter des Auslandes ein Rormann und Franzius figuriren. Die Land- und Forstwirthschaft vertreten ein Bauermeister, ein Förster, der sich mit Esche und Birk zu schaffen macht, ein Fischer, in dessen Fischbeck sich nur ein Plötz und ein Krebs befinden, ein Köhler und ein Jäger. Dieser mit Hieber und Fußangel ausgerüstet, stellt dem Bock und dem Böckel, dem Haase und dem Haas nach, bleibt aber dabei nicht Stumm, sondern stößt in's Horn. Arg gefährdet ist das zahlreich vorhandene Hühnervolk der Hahn, Hähnle und Hänel mit ihrem Küchly durch den Geyer und Sperber, welche mitunter auch das friedliche Lama nicht verschmähen. Ein Raab und ein Wurm sind die übrigen Repräsentanten des Thierreichs. Für den einzigen Effer ist durch Kohl und Speck, Klooß und Pfannkuch zur Genüge gesorgt, dem Pichler dagegen wird trotz der Hitze Blos ein Kirsch geboten. Für den einzigen Geck des Parlaments, der seltsamer Weise ein Rother ist, giebt's einen Spiegel. Wird auch im neuen Reichstage mancher Spahn angefochten werden müffen, mancher Abgeordnete eine Mauser durchmachen, wird es auch öfter Hoch hergehen, der Ton Rauh oder öfter noch Gröber als bisher sein, eins fehlt dem Parlamente nicht, der nothwendige Ernst zur Arbeit. Wenn sich die einzelnen Parteien nicht mit Haffe begegnen, Lieber von einander Lehr annehmen, wird sich's auch mit dem neugewählten Parlamente gut aus­kommen laffen. Er ist nicht viel besser, aber auch nicht viel schlechter als seine Vorgänger, selbst die Regierung wird mit ihm recht zufrieden fein können, wenn sie nur nicht an Opfergelt gar zu Vielhaben Will. (Berl. Volksztg.)

Ausmerzung des WortesDeutsch". Ein Schulmann schreibt derN. Fr. Pr.": An vielen Gymnasien Oester­reich- wird da- deutsche Lesebuch von Leopold Lampel (Wien, Alfred Hölder) verwendet. In dem vierten Bande (für die vierte Klaffe) findet sich da- LeseftÜckBom St. Stephans- thurme" von Adalbert Stifter (au- denVermischten Schriften", 1870, zweiter Band,Schilderungen au- dem alten Wien"). Die erste Auflage de- Lesebuches vom Jahre 1884 enthält auf Seite 161 den Satz:Einmal trauten wir auf dem Thnrme das Wohl .... des deutschen Vater­landes .. ." In der vierten Auflage vom Jahre 1893 erschien das Wortdeutsch" bereits bedenklich und staats- gefährlich, und e- lautet der Satz auf Seite 131 daher nur mehr:Auf da- Wohl. .. des Vaterlandes ..." Dem­nächst dürfte wohl auch der Titel de- BuchesDeutsches Lesebuch" als aufreizend undprovocatortsch" erscheinen und inLesebuch" schlechtweg verbösert werden.

Cohn" in der Chemie. In einem Nachruf, den die Bre-lauer Ztg." Ferdinand Cohn, dem berühmten Botaniker und Ehrenbürger Breslaus, widmet, wird folgende Anecdote erzählt: Wenige akademische Lehrer besaßen die Gabe, den Studirenden ihre Specialfächer so klar darzustrllen, wie Ferdinand Cohn, der da- Semester wiederholt mit dem Scherze eröffnete:Die vier Grundstoffe der Pflanze find Kohlenstoff 0, Sauerstoff 0, Wasserstoff --- 8, Stick­stoff = N. Dabei hatte er, scheinbar abfichtSloS, diese vier Buchstaben an die Tafel geschrieben und fetzte lächelnd hin­zu:Sie sehen, daß ich von den Pflanzen Etwas ver» stehen muß."

Citaratur Munft.

Der Alte und der Neue Reichstag. Vergleichende Karten der Ergebnisse der Retchstagswahlen 1893 und 1898 von Paul Langhans. (Sonderausgabe aus Justus PertherS' Staats, bürger-Atlas.) Preis 40 Pfennig. Golha, Justus Perthes. Der Alte und der Neue Reichstag, zum unmittelbaren Vergleich in viel­farbigem Kartenbtlde einander gegenübergestellt das ist jedenfalls j die anschaulichste Darstellung der Wahlergebnisse von 1893 und 1898. i Paul Langhans hat sofort nach den Stichwahlen unter obigem Titel ein geschmackvoll ausgestattetes Heftchen erscheinen lassen, das in seiner sauberen und klaren Darstellung sich hoch über die sonst üb­lichen rohen Reicktztagswahlkarten erhebt. Außer der Parteifarbe seines gewählten Abgeordneten zeigt jeder Wahlkreis gegebenenfalls auch die Partetfarbe des in der Stichwahl unterlegenen Gegners; dieWilden" sind wiederum unterschieden in wtrthschaftlich rechts und links stehende, d. h. solche, die denSammlungsaufruf" und solche, die den freisinnigen Gegenaufruf unter schrieben habenDer Alte und der Neue Reichstag" dürfte als das pretswertheste An­denken an den verflossenen Wahlkampf zu bezeichnen sein.

Mit der Deutschen Kunstausstellung Dresden 1899 wird eine Cranach-Austtellung verbunden sein, welche unter der Leitung deS Directors der königlichen Gemäldegalerie, Geheimen Hofraths Prof. Dr. Wörmann, steht. Sie hat sich die Aufgabe gestellt, ein möglichst umfassendes, richtiges und anschauliches Bild ' von dem eigenhändigen Schaffen des altsächsischen Malers Lukas ; Cranach deS Aelteren (14721553) zu geben.

Universitäts-Nachrichten.

Würzburg. In der hiesigen Universität, ebenda, von wo die erste Kunde über diese Strahlen die Welt überraschte, ist es ge­lungen, in einem Leichenmuskel etngekapselte Trichinen mittels Röntgenstrahlen aus der photographischen Platte nachzuweisen. Die EntdÄung ist natürlich für die Erkennung der Trichinose von großem Werth, vor Allem aber zeigt sie, bis zu welcher Feinheit die Nutz­barmachung der Röntgen'schen Entdeckung bereits vorgeschritten ist.

Der Rector der Universität Berlin, Professor Gustav Schmoller, feierte am 24. Juni seinen 60. Geburtstag.

Jubelfeier der Francke'schen Stiftungen. Die alt­ehrwürdige Universität Halle-Wittenberg begeht in den Tagen vom 29. Juni bis 1. Juli die 200jäbrige Gedenkfeier der segens­reichen Stiftungen August Hermann Franckes. Nicht nur die Uni-

versitätskreise, sondern auch zahlreiche ($ großartigen Liebeswerkes von dem unftei Halle geiilt, um das Fest in würdiger W An der Universität Straßbur vr. Johannes Kromayer als PrtvatI habilitirt.

Freunde de8 ncke sind nach hm.

der Oberlehrer alte Geschichte

Das Reichsamt des Innern hat utm uiucnuidjm Professor an der Universität Freiburg t. B., Dr. Ernst FabriciuS, die Function eines dritten Dirigenten bet der Reichs-Ltmes-Commtffion übertragen.

Verkehr, Land- nnd volkswirthschaft.

Gießen, 30. Juni. Viehmarkt. Der gestrigetkOchsmmarkt war sehr gut besahren. Es mochten etwa zwischen 250300 Stück Fahrvteh zum Verkauf stehen. Der Handel ging zu Anfang des Marktes etwas schleppend, nahm aber dann ein lebhaftes Tempo an, so daß der Markt um 11 Uhr geräumt war. Prima-Gangochsen wurden zu 850-900 Mk., zweite Sorte mit 700-750 Mk., dritte Sorte mit 600650 Mk. per Paar gehandelt, 2>/,jährige ungelernte und gelernte Stiere wurden mit 400450 Mk. per Paar verkauft. Der Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von etwa 1000 Stück. Die Preise blieben für gute Waare in alter Höhe. Der Markt blieb um eine Kleinigkeit überständig.

Gottesdienst in der Synagoge.

Samstag den^2. Juli 1898.

Vorabend 745j Uhr, Morgens 83 Uhr, Nachmittags 4 Uhr Schrifterklärung, Sabbathausgang 9" Uhr.____________

Temperatur der Lahn und Luft

nach Reaumur gemeffen am 30. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 15°, Luft 18°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Neneste Nachrichten.

Depeschm deS BureauHerold-.

Berlin, 30. Juni. DemLocal-Anzeiger" zufolge erregt in Konstantinopel die Verhaftung von vier jung- türkischen Marine Offizieren Aufsehen. Dieselben wurden auf der großen Brücke zwischen Stambul und Galatha von mehreren Polizisten festgenommen und bis zum Eingang der Drahtseilbahn in Galatha geführt und diese sodann für das Publikum auf einige Minuten gesperrt, bi- die Offiziere mit ihrer Begleitung in einem Separatzuge nach Pera hinauf­befördert waren. Am Tunnel-Eingang in Pera wurden die Arrestanten in bereitstehende Wagen nach dem Polizei­gewahrsam gebracht. Die Verhaftung wird auf jun-türkische Umtriebe zurückgeführt.

Prag, 30. Juni. Der Gemeinderath der vereinigten Gemeinden Nu-le und Pankratz bei Prag beschloß, die fdt undenklichen Zeiten auf dem Ringplatz stehende Statue de- heiligen Johannes in eine Huß-Statue um» zuwandeln. Auf Einschreiten der kirchlichen Behörden verbot die Polizei die Ausführung dieses Planes. Trotzdem erschienen am letzten Dienstag Arbeiter und begannen der Statue den Kopf abzumeifeln, worauf die Polizei einfchrnt und die Weiterarbeit untersagte. Die Statue wird von

Schutzleuten bewacht.

London, 30. Juni. General Linare- hat, wie durch Spione bekannt geworden ist, Santiago In weitem Um­kreise befestigt. Graben find gezogen, Minen gelegt und Fallen aller Art errichtet worden. General Wheeler kletterte auf einen B^um, um Außguck zu halten. Er sah die Spanier an den Wällen arbeiten. Garcia hält Santiago in einem

Halbkreise nördlich abgeschloffen.

London, 30. Juni. Die Uaion-truppen haben S ab ans la Piedra und Salado, Dörfer an der Straße nach Santiago de Cuba, besetzt und campiren dort unbelästigr von den Spaniern, die sich auf die Vertheidigung Santiago­

beschränken.

London, 30. Juni. Der DampferYade" bringt von dem Fort Monroe 20,000 Cattun-Uniformeu nach Cuba zum Ersatz der Tuch-Uniformen.

London, 30. Juni. General Pando steht mit 8000 Mann jetzt ungefähr 5 Meilen von Santiago entfernt nno beeilt sich, dem General LmareS zu Hilfe zu kommen. General Shafter stellt in Abrede, daß da- gelbe Fieber

unter feinen Truppen herrsche.

Madrid, 30. Jani. Nach einer Meldung au- Portorico wurde der DampferAntonio Lopez" bei dem Versuch, in den Hafen von San Juan einzulaufen, von einem ameri­kanischen Kreuzer verfolgt und gerieth auf Grund. Zwei spanische Schiffe wollten den Dampfer schützen und unter­hielten mit dem amerikanischen Kreuzer ein lebhaftes Feuer. Der Krffel de- spanischen Dampfer- explodirte.

New-York, 30. Juni. Die Regierung hat endgültig be- schloffen, auf alle Fälle ein Geschwader nach der spanischen Küste zu entsenden, gleichviel ob Samara nach den Philippinen geht oder nach Spanien zurückkehrt.

Tampa, 30. Juni. General MileS wird fich heute mit 5000 Mann BerftärkungStruppen nach Santiago ein- schiffen, um den Angriff auf die Stadt persönlich zu leiten. 50 Militärärzte werden ihn begleiten.

(auch in Umtausch gegen ältere-Werke) sowie alle andern Bücher , liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an h. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VII.

Bekanntmachung.

Die Kirschen von den Bäumen auf dem Trieb sollen Montag den 4. Juli, Nachmittags <> Uhr, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist an der WirthschaftGermania".

Gießen, den 30. Juni 1898.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 6587

Samstag den 2. Juli 1898, Nachmittags 2 Uhr, imAdler" zu Gießen versteigere ich öffentlich gegen Baarzahlung:

1 Handkarren, 1 Hobelmaschine, 1 Ladeneinrichtung, 1 Verticow, 6 Sophas, 2 neue Betten, 2 Com- moden u. sonst. Mobilien, 1 Näh­maschine, eine Anzahl Bilder usw.

Versteigerung voraussichtlich theilweise bestimmt.

I 6591 Engel, Gerichtsvollzieher.

O-iiiptilihiiiiiiii

»L Schlachthaus.

Freibank. 64

He«te ttttb arvrgeu: OWfikislh 45 Psg. Zchmiukßchch 45 psg.

Montag, Mittwoch und Freitag, von 9 Uhr ab: frischer Zwiebelkuchen bei 6584

W. Ameudt, S-hnhMr. 58.

ggy Wer schnell u. billigst Stellung finden will, verlange per Postkarte die I Deutsche SaKanzcnpoS in Eßlingen, sho