Sonntag den 31. October
1897
Amts- und Anzeigeblutt für den Tlreis Giefzen.
Hratisöeikage; Hießener Aamilienblätter
leiten. Die Wohnungen, die Kleider, die Schuhe sind
in den Städten
Leistungen!
Feuilleton
Lange tri?b der Mann dies Unwesen, bis ihn endlich
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t) Arg, sehr.
256 Zwcitcs Blatt
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de, iolgmben Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr.
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Die Gießener A'imilteuökätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.
Greins Giehen.
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Blickes jedoch betrachtet der Nuech diese Forelle und lächelt über die Betheuerung der empfindsamen Wirthin, daß sie nicht um ein Schloß und hundert Kühe so einen Mordsfisch essen würde. Die gründliche Belehrung, wie man Forellen kochen müsse, hört die Wirthin geduldig an und verspricht sorgsamste Zubereitung, indeß sich der Ruech voll süßer Em- pfindungen und fischlüstern, wie noch nie, in die qualmige Gaststube zurückzog. Endlich werden die edlen, mageren Flossenträger servirt und flugs hat Forellenmayer sie mit geübter Hand zertheilt, vom Rückgrat befreit. Als Feinschmecker verachtet der Ruech die Zuthat von Essig oder Del, die Forelle schmeckt im Salzwasser gekocht ohne Beigabe am besten.
Hm! Die Magerkeit erklärt sich durch die Laichzeit; aber die Fische riechen so seltsam geräuchert! Ein Biß, ein Schrei des Entsetzens! Bei St. Peter! Es ist unerhört! Zornentbrannt stürzt der bitter enttäuschte Ruech in die Küche und fordert das Geschirr, in welchem die Edelfische gekocht worden sind
Die erschrockene Wirthin präsentirt den Hafen, in dem eine fette Brühe steht.
Ein furchtbarer Fluch! Das Räthsel ist gelöst! Um Wasser zu sparen, hat das Unglücksweib von Wirthin die Forellen gleich mit dem Rauchfleisch in einem Hafen gesotten!
Und deshalb den Freund meuchlings verlassen, vier Stunden im Schnee gewatet und die schwerste körperliche Arbeit verrichtet!
Das ist Nemesis! Und seit jener Stunde bitterster täuschung vermag er keine Forelle mehr zu essen der schmählich reingefallene „Forellen Ruech".
Der
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Gießen.
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«"ttags 3 Uhr,
i dahier.
• Siu merkwürdiger Unheil fällte dar Schöffengericht in Ludwigshafen, das den Director der Pfälzischen Eisenbahnen, Grhetmrath von Lavale, zu einer Geldstrafe von 1 Mk. verurtheilte, weil er in der Ludwtgstraße einen eiligen Brief öffnete und von dem Couvert einige Papierfetzcheu auf den Bürgersteig „fliegen" ließ. Auf Verlangen eines städtischen Lehrers hatte ein Polizeisergeant Anzeige erstattet, Herr v. Lavale aber gegen den ihm zugehenden Strafbefehl von 1 Mk. Einspruch erhoben. Trotzdem v. Lavale vor dem Amtsgericht in Ueberetnstimmung mit dem Vorsitzenden darauf hinwieS, daß der Gesetzgeber unmöglich eine solche weite Ausdehnung der polizeilichen Bestimmungen gewollt haben könne, ferner, daß an Markttagen die den Marktplatz begrenzenden Straßen mit Papier überschwemmt seien, ohne daß bis jetzt eine Bestrafung erfolgt wäre, hielt das Schöffengericht im vorliegenden Falle dennoch eine Ueber- tretung de- § 75 der Ort-polizeibefchlusses fest.
Der ForeUen-Rnech*).
Von Arthur Achleitner.
(Nachdruck verboten.)
ollen
cher Harr-lanss ire 1881 beiqetreten. rermitteluntz - - Jahresbeitrag
Alle Annoncen-Bureaux des In- und Ausländer nehme» i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" mtgtye.
m Eintritt in bei utenauszllge und W «itfiea.
anderen das Nachsehen, sodaß der Forellenmayer sich am I Forelle hat ein winzig Fischchen im Leibe, das wohl in herrlichen Fisch delectirte, daß dem Ruech die Ohren staubten, ärgster HungerSnoth verschluckt worden ist. Funkelnden
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pflanz^ und G®*äcl,S!’
Sandwirthschafiiichr Minke unü KathschlSge.
A vberhesse« Ende October.
Die ländlichen «rbeiier.
Die steht es eigentlich mit den Arbeitslöhnen, die der Bauer ju zahlen hat? wird oft von den verschiedensten Seilen gefragt. Sie finb so hoch, daß man nicht mehr gut weiter gehen kann, denn der Lauer ist auch ein Mensch sozusagen und er muß leben, gehen und stehen können. Vergleicht man drese Löhne mit denjenigen, die in den Städten gezahlt werden, so sind sie nur unbedeutend niedriger elö die Stadtlöhne, weil aus letzteren sehr bedeutende Ausgabeposten
das wohlverdiente Schicksal ereilte. Und das kam unerwar« teter Weise auf folgende Art.
Auf einer Bergwanderung tm Winter war'S, und der Forellenmayer hielt in Begleitung eines Freundes Rast in einem einsamen Ttroler Bergdorf. Die Frage nach Atzung ward auf geradezu trostlose Art durch den Hinweis auf den gebotenen katholischen Fasttag (Freitag) beantwortet. Doch der allezeit schlaue Forellenmayer schlängelte sich an die Wirthin und frug selbe mit den Augen zwinkernd vertraulich, wie es denn mit Forellen wäre. Unter Betheuerungen schwersten Calibers versichert die Wirthin, daß sie kein Schwänzlein davon in der Kalter habe, wohl aber der Wirth im nächsten, bloß vier Stunden entlegenen Dorfe 3c. Trotz des Gezeters des meuchlings verlassenen Freundes, eilt der Forellenmayer durch Schnee und Eis nach 3c. und zu seiner Genugthuung bestätigt der Wirth die Existenz von Forellen, doch sei die Kalter schwer vereist, unzugänglich; auch dürften die Fische „rooltern t) mager" sein, da ob der Vereisung eine Oeffnung der Kalter und Fütterung unmöglich gewesen ist. Der Ruech frohlockte trotzdem, bewaffnete sich mit einem Kübel voll heißen Wassers und brachte nach emsiger Arbeit in eigener Person den Fischbehälter zum Aufthauen. Ein Ruck aus Leibeskräften, das Thürchen geht auf, ein Blick wild und gierig; es sind wirklich lebende Forellen drinnen, aber ach, wie mager! Schmale, schier verhungerte Dinger, nur ein größerer Fisch ist vorhanden, alles andere ist geringes ' Zeug' Herausgefischt wird jedes Schwänzlein und im Triumph i zum Wirthshaus getragen. Eigenhändig nimmt der Ruech ■ die Fische aus, kaum ist's der Mühe werth, und die größere
-di an, findet bei Al- gesunde Küche und kp-i Tfennang.
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Meßmer Anzeiger
Keneral-Anzeiger.
viel theurer, es bleibt also kein größerer Reinertrag des Lohnes rote auf dem Lande. Trotzdem strömen die Menschen in die Städte, weil hier mehr Jubel und Plaisir herrscht; jeden Tag giebt es etwas Anderes, man ist nicht so angebunden wie aus dem Lande, es wird lustig darauf los gelebt und um die Zukunft kümmert man sich nicht.
Neben diesem kreuzfidelen Leben zieht sich das schauderhafteste Glend hin; Hunger, Kummer, Pein, Qual und Krankheit lauern in den schmutzigen Wohnräumen und Hunderte und Tausende bereuen bitter, daß sie die ruhigen, friedlichen Gefilde der Heimath verließen, «o ihnen ein einfaches, bescheidenes Stück Brod lebenslang sicher gewesen wäre. Genußsucht und Friedlosigkeit sind die Uebel, die bte Menschen am Ende des neunzehnten Jahrhunderts umher treiben, baS soll wieder einmal ausgesprochen werden. Wenn bei solchen t«ständen die Hausfrau nichts taugt, geht es den Leuten in den täbten zehnmal schlechter, als wenn sie auf dem Lande geblieben wären, das gestehen die Arbeiter, die in Hunger und Elend sitzen, selbst zu; trotzdem wird es nicht gelingen, die Leute wieder aus den 6tübten auf das Land zu ziehen- Der Reiz ist zu groß und diesem Äeize folgen die Arbeiter wie die Motte dem Lichte, die sich auch unglücklich macht, indem sie sich an der Flamme die Flügel verbrennt.
Damit es den Arbeitern aber auf dem Lande gut geht, dafür lärm und soll gewirkt werden und was die Hauptsache ist: die «»beiter sollen »n diesem Werke eifrig selbst Mitarbeiten. Die Landwirthe und die Handwerker befinden sich in einer schwierigen Nebergangslage, seit vier Jahren wird dafür und dagegen geschrieben; jetzt sehen die Leute ein, daß sie in erster Linie auch selbst berufen sind, mitzuwirken, damit es besser wird. Die Mädchen kommen häufig mit 14 ober 15 Jahren schon in Dienste, wo sie eine einzige eher hoch nur wenige Arbeiten verrichten lernen. Von Kochen, Duschen, Flicken verstehen sie nichts; es wird geheirathet und siehe ba? Die junge Frau kann zwar Gekochtes essen, aber kochen kann fie nicht. Sie kann tanzen, singen und springen, aber flicken, waschen, stricken und nähen kann sie nicht. Darum gefällt es dem Manne zu Hause nickt, er lernt saufen, er wird liederlich und die Familie verfällt in Elend. Hier helfen Oedländereien, abgelegene Grundstücke unb billiges Saatgut nichts. Wohl aber hilft, wenn die Mädchen in Flick-, Näh- und Kochschulen für ihren häuslichen Beruf vorge- Üldet werden; wenn sie mit den übrig gebliebenen Speiseresten eine neue, schmackhafte Mahlzeit Herrichten lernen, wenn sie jedes Läppchen, jedes Gemüse-, Kohl- und Salatblatt nicht unbeachtet bei Seite werfen. Solche Näh-, Flick-, Kock- und andere Sckulen hat man in Gießen und anderen Orten eingerichtet und sie wirken sehr fegens- reich. Durch Scküler- und Pfennigsparkassen müssen die Kinder schon in früher Jugend zum Sparen angehalten werden. Sparfam- leit und Gehorsam sind die hervorragendsten Eigenschaften eines jeden Menschen, die übrigen Eigenschaften lassen sich leicht entwickeln, kenn die Grundlagen gegeben sind.
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Mancker Leser wird ein saueres Gesicht machen, wenn er diese Vorschläge hört; vielleicht hat er sich gedacht: es wären etliche Mittel vorhanden, mit denen man die Mißstände unter den ländlichen Arbeitern flott beseitigen und frischweg curiren könnte. Leider nicht! Wir haben 20 bis 25 Jahre gebraucht, um die jetzigen Zustände heran« wachsen zu lassen, wir werden wahrscheinlich ebenso lange brauchen, um die Mißstände wieder zu beseitigen.
Man liest häufig in den Zeitungen von den unersättlichen Agrariern, den Ostelbiern oder wie es sonst noch heißen mag. Bei uns in Oberhessen kann man wahrhaftig von solchen Leuten nicht sprechen, weil wir keinen Großgrundbesitz haben. Die paar Pachtgüter in unserer Provinz geben den Ausschlag nicht und sind nebenbei gar keine Großgüter. Alles Uebrige ist Kleinyrundbesitz bis herab auf Betriebe von 3 bis 4 Morgen und diejenigen Leute, die diese Flächen bebauen, find meistens ländliche Arbeiter, Taglöhner, Handwerker, die den Stamm für die ländlichen Arbeiter zur Zeit der Heu- und Getreideernte und bei den Herbstarbeiten abgeben. Wir haben darum schon Einrichtungen, die in Gegenden mit ausgesprochenem Großgrundbesitz für sehr gut befunden werden Hier« mit soll jedoch keineswegs gesagt (ein, daß bei uns die ländlichen Arbeiterverhältnisse besonders angenehme und liebliche wären. Wir haben unsere Mißstände ja weiter oben angedeutet; es soll nur gesagt fein, daß die Verhältnisse anders liegen als in Norddeutschland und daß andere Wege zur Beseitigung der Mißstände aufgesucht werden müflen.
Von anderen Seiten werden noch merkwürdigere Mittel zur Beseitigung der Schwierigkeiten empfohlen, die sich bei dem land- wirthschastlichen Gewerbe nach und nach herausgestellt haben. ES wird empfohlen: Der Bauer soll an seinem Besitze so und so viel abschreiben; oder es wird gesagt: Der Bauer solle so und so viel mehr erzeugen, damit der Ausfall durck die Mehrerzeugung wieder gedeckt würde; wieder von anderer Seite wird vorgescklagen: Man solle die großen Güter zerschlagen und lauter Kleingüter daraus machen, dann würden die ländlichen Arbeiter Gelegenheit finden, sich genügend zu beschäftigen und das Wegziehen in die Städte fiele bald ganz weg. Wir wollen über diese drei Vorschläge in kurzen Worten Einiges folgen lasten und damit mag unsere diesmalige Unterhaltung beendigt sein!
Zuvörderst das Abschreiben! Bekommt ein Bauer auch nur einen einzigen Knopf mehr, wenn er zwanzig Procent ab oder dreißig Procent zuschreibt. DaS nützt gerade so viel, als wenn man einen Bettelmann in die Höll' wirft, sagt ein Sprichwort und noch schöner drückte es der Schuster L. in D. aus, als die Viehschätzungscommission bei ihm erschien und seinen Viehstand aufnehmen wollte. »Was Einer hat, daS hat er!" sprach der humoristisch angelegte Schuster --und liefe seinen Geisbock anstatt einer Milchkuh aus dem Stalle herausspringen und der Geisbock war fein ganzer Viehstand. Ein gesundes deutsches Sprichwort und eine treffende Redensart besagen mit etlichen Worten oft mehr, als eine dickleibige Abhandlung.
Zum Zweiten wird vorgescklagen: Der Bauer solle stärker düngen und mehr pflanzen, daß er den Ausfall durch Mehrerzeugung decken kann- O, Ihr Klughänse! Wie machen es denn die Fabrikanten und ©eroerbtreibenben, wenn die Herstellungskosten so groß geworden sind, daß sie den Verkaufspreis übersteigen? Fabriziren sie dann auch immer mehr und mehr oder schränken sie den Betrieb ein? — Wir hatten vor 30 Jahren etwa einen Krämer in der Nachbarschaft, der sich durch seine Ueberschlauheit öfters zur allgemeinen Heiterkeit auszeichnete. Eines Tages verkaufte er das Pfund Kaffee um einen Batzen unter dem Einkaufspreise. „Was sind das .für
Geschäfte!" rief feine Frau. „Die verstehst Du nicht/ antwortete der Pfiffikus, „die Maste muß es machen." Ist das nicht eine groß« artige Antwort! Setzen wir den Fall, der Bauer wolle mehr erzeugen, so gehört dazu ein sehr bedeutendes Betriebskapital — und das hat er nicht. Ferner gehören dazu genügende tüchtige Arbeiter — und diese hat er auch nicht. Wie soll's nun der Bauer machen? Er kann sich vielleicht noch am ersten dadurch helfen, daß er sich an seinem eigenen Zopfe aus dem Sumpfe zieht, wie eS ein berühmter Mann that. Auch das Recept einer Prinzessin ist nicht übel; als diese erfuhr, daß die armen Leute während einer HungerSnoth kein Brod hatten, fragte fie ganz gerührt: „Warum effen sie denn da kein Fleisch und keinen Kuchen ?"
Zum Dritten wird vorgeschlagen: Die großen Güter sollten zerschlagen und Zwergwirthschaften daraus gemacht werden. Das wäre der Anfang vom Ende. Dicht in der Nähe von großen Städten rentiren derartige kleinen Güter, anderwärts nur da, wo eine Familie im Stande ist, sämmtliche Arbeiten allein zu thun. Daneben müssen diese Familien berechnen — und sie thun es auch —, daß sie noch eine Maste Dinge brauchen, die sie bezahlen mästen, weil sie nicht auf den Aeckern und Wiesen wachsen. Zum Kaufen ist Geld nöthig und das muß herbeigeschafft werden. Die kleinen Betriebe liefern es aber nicht und daher werden diese verkauft, die Leute ziehen in die Stadt und führen ein vergnügliches Leben, bis die Tage kommen, von denen sie sagen: Sie gefallen uns nicht.
So sind wir zum Schluffe gekommen und der freundliche Leser wird mit uns der Ueberjeugung geworden fein, daß die Frage: Wie steht es mit den ländlichen Arbeitern? eine ungeheuer weit- tragende und wichtige ist So leicht schafft man diese Sache nicht aus der Welt und noch viele Jahre werden vergehen, bis sie geordnet ist. Einstweilen muß jeder Bauer sehen, wie er sich durchhilft, aber Jeder sollte auch sein ehrlich Theil dazu beitragen, daß es bester wird. Vor allen Dingen müssen wir darauf hinarbeiten, daß die gegenseitigen gehässigen Angriffe zwischen Landwirthsckaft, Handel und Industrie aufhören. Wir brauchen Überall Groß- und Kleinbetriebe, und Raum für Alle hat die Erde, das möge sich Jeder klar vorstellen. Gott walt's!
Für einen richtigen Ruech gibt es keine Schonzeit; er nrb immer gierig sein und bleiben, und in specie ein grellen-Ruech wird sich den Teufel um die vom Anfang Dclober bis Ende December währende Laichzeit kümmern, so ihm Kunde wird, daß dieser oder jener Wirth noch Forellen hi der Kalter •*) hat und erbötig ist, die abgemagerten roth- betupften Edelfische gegen Geld abzugeben. Ist der Ruech selber Fischer, so wird er sicherlich die Freßstunde (Time of the rise) mit der „Fliege" so lange ausnützen, als eine Forelle anbeißt und nicht eher gehen, als bis die Saget ***’ dicht gefüllt ist.
Einer der gefährlichsten Fisch-Ruechs war der ob feiner Leiaenfchaft für den edelsten der Flußwasserfische „Forellen- genannte Herr Sebastian Mayer, rücksichtslos gegen Obermann, auch gegen den besten Freund, so es irgendwo hieß, daß Forellen zu haben seien. Mochten in einer „Forellen- Ration" früher gekommene Leute sich den Edelfisch bereits jtst ellt haben und mit Sehnsucht des leckeren Mahles harren, ".ier oft viel später gekommene Forellenmayer brachte es sicher fertig, sich die Forellen zu verschaffen, sei es durch List, Be- ßeHung oder sonstige Kniffe, und häufig genug hatten die —
*) Nimmersatt sowohl im Essm als auch im Gelderwerb ein Fertiger Mensch.
**) FischbehSlter.
***) Gesäß zum Fischt, ansport.
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