^orps, General b. Wittich, die Behörde», das Offiziercorps u. L w. DaS 4. Bataillon des 94. Jafanterie-RegimentS beschloß den Zug. Die Straße», durch welche fich derselbe bewegte, waren bon einer dicht gedrängten Volksmenge eingefaßt.
Paris, 29. März. Aus Greenock wird telegraphirt, daß gestern ein Dampfer in New York eiugetroffen ist, welcher 13 Ueberlebende des uutergegangenen Dampfers lle Demazaire" an Bord harte. Bon dem Dampfer hatten fich 29 Personen in ein Boot retten können, bon denen 16 ihren Tod durch Hunger und Kälte fanden.
Athen, 29. März. ES bestätigt fich, daß der Kron- Prinz gestern in aller Frühe mit der Kronprinzesfin und der Prinzesfin Marie nach Bolo abgeretst ist. In der Be- bölkerung herrscht hierüber großer Jubel. Ungeheuere Menschenmengen umlagern das Schloß. Der Enthusiasmus ist aufs Höchste gestiegen.
Athen. 29. März. Wie berlautet, findet heute eine Konferenz der Botschafter statt, in welcher eine Note festgesetzt werden soll, durch welche Griechenland unter Androhung einer Blokade der griechischen Häfen aufgefordert werden soll, seine Truppen aus Kreta zurückzuztehen.
Athen, 29. März. Der Marine - Minister erklärte mehreren Correspondenten auswärtiger Blätter, daß Griechen- land und Kreta auf ihrer Vereinigung beharren. Der Kronprinz sagte bei seiner Abreise zu der bersammelten Volks- menge, er wolle siegen oder nicht mehr zurückkehren. Die öffentliche Meinung hält einen Krieg für uubermeidlich, wenn nicht eine Vereinigung wenigstens nach dem Muster der bon Bosnien mit Oesterreich erfolgt.
Algier. 29. Mürz. DaS Befinden des russischen Thronfolgers hat fich gebeffert.
Berlin, 30. März. Das „Berl. Tagebl." meldet aus Budapest, daß über die Blokade der griechischen Häfen eine Verständigung erzielt sei. Die Blokade soll in den nächsten Tagen beginnen.
Berlin, 30. März. Wie der „Börsen-Courier- hört, wird das hier in Formation begriffene, später für Spandau bestimmte 5. Garde-Grenadier-Regiment den König Humbert von Italien zum Chef erhalten.
Berlin, 30. März. Die Anarchisten hatten für gestern Abend eine BolkSbersawmlung etuberufen, in welcher abermals die Folterungen der in Barcelona gefangen genommenen Anarchisten besprochen wurden. Die Versammlung war nur schwach besucht. Es wurde beschloffen, beim hie« sigen spanischen Botschafter Schritte zur Befreiung der Gefangenen zu thun.
Locales tmb Provinzielles
Gießen, den 30. März 1897.
Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß» Herzog haben Allergnädtgft geruht, am 27. März den RegierungSbaumetster Georg Theiß aus Darmstadt zum Kretöbauinfpector des Kreises Lauterbach mit Wirkung vom 1. April d. & zu ernennen.
._ ** Jubiläum. Der Großherzog genehmigte das für die Feier des 200jährigeu Bestehens des 3. Großh. Infanterie Regiments (Leib-Regiment») Nr. 117 am 9., 10. uud 11. Juni d. I. aufgestellte Programm.
** Parlamentarisches. Ein Antrag des Abg. Köhler und Genoffen geht, laut „Darmst. Tägl. Anz.", dahin, die Zweite Kammer der Stände wolle Großh. Regierung er- fttchen, die Verfügung Großh. StaatSministeriumS vom 20. October 1892, betr. die antisemitische Bewegung im Großherzogthum, ohne Verzug zurückzuztehen und für ungültig zu erklären, sowie gleichzeitig allen Großh. Civil- beamten ohne Ausnahme Mittheilung von der Zurückziehung und Ungültigkeitserklärung zugehen zu laffen. — Eine Vor- stellung der Gehilfen der Großh. Centralftelle für die LandeS- statistik, Georg Wohlig und Adam Weimar, geht dahin, die Kammer möge bei der nun beginnenden Berathung des Budgets für 1897—1900 die widerrufliche Anstellung der Genannten bei Hoher Staatsregierung in Antrag bringen. — Die WahlprüfungScommtssion der Zweiten Kammer berteth i am Donnerstag die Reklamation gegen die LaudtagSwahl in Darmstadt. Einhellig war man der Ansicht, daß bet der Constitutrung eines WahlbureauS grobe Verstöße gegen das Gesetz vorgekommen seien, da tndeß von diesen nicht nachge- wiesen sei, daß sie das Wahlresultat beeinflußt hätten, so beantragen vier Mitglieder der Wahlprüfungscommikfion die GtlttgkeitSerklärung der Mandate. Die Minorität (3 Stimmen) betont, daß die zugestandeuen Verstöße schon an fich zur Easfirung der Wahlen führen müffen, unabhängig davon, ob
b.at8 beeinflußt haben oder nicht. Die Be-
tchlutzfaffung im Plenum wird voraussichtlich erst im Herbst erfolgen, da früher die Kammer wohl nicht zusammentreten I wird.
**H. Ctadttheater. Gestern wurde uns eine aus Berlin I importiere GesangSpoffe „Der Walzerkönig" vor- geführt, zu welcher W. Mannstädt den Tert, G. Steffens die Musik geschrieben. ES lohnt fich nicht der Mühe, den gehaltlosen Inhalt des Stückes eingehender zu besprechen. I
vorgeführten Grohstadttypen find zwar glücklich getroffen, ledoch vermögen die diesen in den Mund gelegten paar Witze und Gesangseinlagen nicht zu feffeln. Ausstattung, Darstellung und ganz besonders die Musik ist die, da» Ganze rettende Hauptsache. Letztere ist stellenweise sehr gefällig, flott und wirkungsvoll geschrieben. Gespielt wurde mit Ber- gnügen, waS an fich schon eine behagliche Stimmung erzeugt und über das Inhaltlose deS Stückes hinwegtäuscht. Die belanglose Figur de» „WalzerkönigS", eines jungen Vertreters der jeunoßse dorö, der von einem Vergnügen ins andre stürzt und seiner Eigenschaft als Tauzlöwe zufolge, diesen ihm schmeichelnden Titel erhielt, wurde von Herrn Leuschner in befriedigender Weise dargestellt. Die Heldin und zugleich Beneficiantin deS Abends war Frl. Dellmar, welche als '
Damenschneiderin Pauline Pünktlich durch ihr Spiel und ihre fesche Vortragsweise entzückte und so mit zum belebenden Element der Handlung wurde. SS fehlte demgemäß auch nicht an Ehrenbezeugungen, Blumenspenden und lebhaftestem Beifall. Herr Director Helm als Rentier Höppner war kostbar- HerrFritzschler characterifirtedengeldverkaöcherten, pleitegeheaden Speculanten, Herr Peickner den sich selbst überhebenden eingebildeten Politiker, Herr Schröder einen die Situation zum eigenen Vortheil erfassenden Gerichtsvollzieher aufs Beste in wirkungsvoller Weise. Von den Damen seien lobend erwähnt Frau Helm, welche die Kammer- jungfer Maruschka in köstlicher Weise wiedergab, ferner Frl. Egger, als von „Poesie und Geist durchdrungen", Frl. v. Winterstein als patenter Groom, Frl. Leno und Frl. Diener. Dem gut besuchten Hause und dem gespendeten lebhaften Beifall nach zu urtheilen war der Erfolg des Abend» in jeder Beziehung zufriedenstellend.
** Etadttheater. Fräulein Josephine Dora und Herr George Worlitzsch vom Adolf-Ernst-Theater I in Berlin, welche bekanntlich morgen hier in Costa- Millöckers „Blitzmädel" gastireu, spielen in Frank- fuet a. M. seit einigen Tagen vor übervollen Häusern mit derartigem Erfolge, daß mit der Leitung der Frankfurter Bühne die Dauer deS contractlich vereinbarten Gastspieles I ^«its um das Doppelte verlängert werden mußte,- gewiß ein Beweis für die Leistungsfähigkeit des Künstlerpaares. Nur mit großen Opfern ist es unserer hiesigen Direction I gelungen, Frl. Dora und Herrn Worlitzsch zu einem Gast- spiele hier zu bewegen, trotzdem fieht die Theaterleitung von I einer Preiserhöhung, wie sonst bei hervorragenden Gastspielen üblich, ab, und eS gelten für die beiden Abende die gewöhnlichen Tages- und Kaffenpreise. Wir lassen einen Bericht der „Staatsbürgerzeitung" folgen: Wir haben selten so viel Gesichter gesehen, wie gestern Abend in dem Bolksmusentempel am Kreuzberge. Josephine Dora und I I George Worlitzsch find zum Heile des Belle-Alliance-TheaterS Gaste dieser Bühne geworden und griffen gestern bei der ersten Aufführung der langen Posse so kurzweilig, so entscheidend ein, daß der nachhaltige Erfolg der Novität außer Zweifel steht. Zu eigen hat ja die Bühne noch niemals eine Gesangssoubrette von so fröhlichem Temperament, so graziös-schalkhaftem Spiel und so fein poiutirender VortragS- I fünft gehabt, wie e» Josephine Dora ist. Sie gehört zu I jenen glücklichen Sonntagskindern der Bühne, welche mit I ijrem liebenswürdigen, aus kindlich frohem Herzen quellenden I Humor die Couliffenwelt vergolden. Der Gipfelpunkt ihrer I Darstellung liegt in den Gesangsvorträgen, in den Couplets I unb in den Parodistischen Tänzen oder Divertissements. Man I lauert fast auf die Couplets der Dora und wir müssen sagen, daß die Soubrette gestern damit sehr reich bedacht und eine Fülle witziger hochergötzlicher Strophen mit Actua- litätcn aller Art steigen ließ. Da» erste Couplet, „Jedoch der Zweck — der fällt weg", hatte besonders feinen satirischen Gehalt. Herr Worlitzsch spielt seine Rolle mit flöt- teftem Humor und tanzt im letzten Bilde mit Frl. Dora sämmtliche Nationaltänze der Welt mit der Gewandtheit eines Balletvirtuosen.
** Weber ein Orgel-Covcert, welches vor Kurzem Herr Adolf Hempel (ein geborener Gießener) in München im dortigen Kaimsaale veranstaltete, schreiben die „Münch. N. Nachr." u. A.: Herr Adolf Hempel bewährte sich darin al» ein ausgezeichneter Meister feines Instrumentes. Seine Technik ist ftaunenerregtnb und feine Kunst ber Registrirung beweist einen sehr entwickelten Sinn für Mannigfaltigkeit der Tonfärbungen/ die Hauptsache aber ist, daß Herr Hempel alle seine Aufgaben mit kräftiger Entschiedenheit anfaßt und ! seine sehr temperamentvolle Vortragsweise von eindringendem musikalischem Verständniß getragen ist. Er begann mit dem Präludium und der Fuge in A-moll von S. Bach, in deren Ausführung er sowohl durch die nie überhastete Tempo- nahme und ein vorzügliches Legato, wie die einheitliche Art der Registrirung sein richtiges Stilgefühl erwies. Außerdem spielte er Werke neuerer Componiften, die ihm Gelegenheit boten, alle Vorzüge der prachtvollen Walker'schen Orgel zur Geltung zu bringen. Die Variationen von Neruda fesseln durch Mannigfaltigkeit der Tonformen/ die Sonate von A. G. Ritter ist eine etwas durch Mendelssohn beeinflußte, aber durchaus gehaltvolle Composition und durch frische, vom Geiste einer optimistischen Freudigkeit erfüllte Melodik zeichnet fich durch die im Aufbau auch den vortrefflich gebildeten Musiker zeigende Phantasie von Hempel aus, die den Schluß des ConcerteS bildete. Der Virtuose wurde von den, seinen Vorträgen mit sichtlichem Interesse folgenden Zuhörern durch reichen Beifall geehrt.
* * BolkSschanspiel. Heute, Dienstag, Abend findet im Vorraume des Theatersaales im Cass Leib unter Anwesen- heit deS Herrn Regisseur Hertel eine Besprechung über baß in voriger Nummer bereits erwähnte aufzusührende VolkSschaulpiel „Luther" statt.
• • Sectio» Gießen des Deutsche» und Oesterreichische» Alpenvereia». Die nächste Sitzung mit Vortrag mußte um acht Tage verschoben werden. Donnerstag den 1. April wird daher nur eine gemüthliche Zusammenkunft der Mitglieder im Vereinszimmer (CafL Balzer) stattfinden. In der Monatsversammlung, Donnerstag den 8. April, 9 Uhr pünktlich, wird Herr Professor Dr. ElbS einen Vortrag über das Klima im Gebirge halten.
* * Hossia AuS ber Ernst - Ludwig - Victoria- Melita-Stiftung wurden in diesem Jahre 59 Ganz- und Halbwaisen mit je 10 Mk. bedacht. 27 solcher Waisen mußten, weil die Mittel nicht vorhanden, gegenüber den noch Bedürftigeren zurücksteben. — Nach Erfüllung der satzungö- mäßtgen Pflichten find die Kriegerkameradschaft Gießen mit 67 Mitgliedern, Bezirk Gießen, der Kriegerverein Udenhausen mit 20 Mitgliedern, Bezirk Alsfeld, der Bete- ranen- und Milltärverein Ober-Seemen mit 44 Mitgliedern, Bezirk Ortenberg, in den Landesverband der Kriegerkame- radschaft „Hassta" ausgenommen worden.
Der Betern hessischer Lehrerinnen zur Gründung eines Hetmes hat durch die jüngsthin ihm zu Theil ge- aorfcene Zuwendung aus dir Reineinnahme deS von der Hohen Prottctorln, der Großherzogin, veranstalteten Wohlthätig- keitsfestes einen so erheblichen Capitalzuwachs erhalten, bafc ber Vorftanb der Ausführung des schönen Plane», der Er- richtung eines Heimes für stellenlose, erholungsbedürftige oder ausgediente Lehrerinnen, näher zu treten gedenkt Er »ta deshalb der für den 21. «peil ds. IS. -l->,ub-ra,e°d» Hauptversammlung die Frage wegen einstweilen mtethweise zu versuchender Erwerbung eines Hauses vorlegen.
" Die Wellrost-aele. Die Weltpoftmarke fott eine Marke sein, welche von den Ländern mit geordnetem Postwesen zu einem bestimmten Preise au das Publikum verkauft wird und zur Frankirung von Briefen nach allen Landern deS Weltpostvereins benutzt werden kann. Der Gedanke von ber Weltpostmarke ist nicht mehr neu und der Wunsch nach Schaffung einer solchen Marke wohl gerecht- fertigt, leider ober in absehbarer Zeit nicht erfüllbar, weil durch die Einführung der Weltmarke die Länder mit gutem ®elb, dies find Länder mit Gold- bezw. Doppelwährung, in Jren Portoeinnahmen erheblich geschädigt werden könnte». Und doch wird die Weltmarke im Weltverkehr ebenso so I !mtoCr öenn^tz wie die internationale Weltmünze. Gar Mancher der Leser war gewiß schon geoöthigt, Consulate oder andere Behörden fremder Staaten um schriftliche Aus- Tunft in Erbschaft-- und sonstigen Sachen zu bitten, und tourte dann nicht, in welcher Weise er der fremden Behörde die Portogebühren für die Antwort vergüten sollte, weil die deutsche Marke, welche man sonst im Inneren Verkehr den »riefen für etwaige Antwort beifügt, in außerdeutscheu Ge- bteten zur Frankirung von Briefen nicht benutzt werde» darf. Mit der Schaffung der Weltpoftmarke wäre diesem Uebelstande natürlich abgeholfen, aber die Kosten hätten die Lander mit gutem Gelbe zu tragen. Bekanntlich haben die einzelnen Länder des Weltpostoertrags verschiedene Währung. Die einen, Gold- oder Doppelwährung, die anderen Silberwährung. Da nun das Silber Im Verhältnis zum Gold minderwerthig und im Preise ganz erheblich gesunken ist, s, ist auch das Geld der Länder mit gutem Gelde mehr werth x on <2eIb. ?er Länder mit Silber- oder Papierwährung und 20 Mark in Hold find mehr werth wie 20 Mark in Suber und man kann für 20 Mark Gold in den Silber- ländern eine weit größere Menge von Weltmarken kaufe» wie in den Ländern mit Goli- ober Doppelwährung. Nicht» ist doch da natürlicher, als daß die Kaufleute ihren Bedarf an Weltmarken in den Ländern decken, in welchen in Folge der tiefstehenden Valuta die Marken am billigsten verkauft »erben. Mit ber Zeit würde fich so in Ländern mit schlechtem Gelde ein ganz rentabler Handel mit Weltpost- marken entwickeln und die andern Länder, so Frankreich und Deutschland rc., könnten ihre Weltmarken an die Marken- fammler verkaufen. Dem könnte vielleicht oorgtbeugt werden, toenH man die Länder mit minderwerthigem Gelde beton» lafete, ihre Weltmarken zu einem bestimmten TageScourse abzusetzen. Aber wer bürgt dafür, daß dem Folge geleistet würde. Gibt es doch Länder, die fich nicht scheuen, ver- pfändete Zolleinnahmen für fich zu verwenden und ihre Gläubiger auf Capital und Zinsen hübsch warten lassen. Die Vertreter des Weltpostvereins, die demnächst in Washington zur Berathung zusammentreten, werden auch über die Einführung der Weltpoftmarke berathen. ES bleibt abiu* Marten, was dabei herauskommt.
** Wetterbericht. Ganz Europa ist von niederem Drucke bedeckt und ist baß Barometer in den kontinentalen Lagen noch beträchtlich gesunken. Das DepressionScentrum lagert heute über dem Skagerrak und herrscht in dessen näherer Umgebung stürmisches Wetter. Ueber England ist der Luftdruck wieder in der Zunahme begriffen und haben sich die Winde nach Nord- bi» Nordwest gedreht, womit ausgiebige Abkühlung eingetreten ist. Auf unserem Gebiet ist da» Wetter trüb und fallen vielenorts Niederschläge. Die Temperaturen lagen bei uns am Morgen »och verhältnißmäßig hoch, zeigte» jedoch Mittags bereits einen geringen Rückgang. — voraussichtliche Witterung: Zunächst noch trübe», kühlere» Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.
• Schzell. 29. März. Das vom Mitglied der Reich». LimeScommiffion, Hofrath Kof ler, schon seit Jahren dahier vermuthete Kastell ist in diesen Tagen von ihm nachgewiese» worden. Obschon die Südseite desselben, die fich unter Häusern und unter der Landstraße birgt, noch nicht festgelegt ist, kann man doch jetzt schon annehmen, daß e» fast alle am LimeS gelegenen Kastelle an Größe übertreffen wird. Sein Verhältnitz zur Saalburg ist nahezu 2:1. Da e« fich bis in den Ort und die HauSgärten erstreckt, so wird fich von seinem Innern nur sehr wenig freilegen lassen.
§ Aus dem Vogelsberg. 29. März. Man findet nicht selten im Felde verendete junge Häschen/ e» sind die» die Jungen des ersten Satzes. Da» überaus regnerische Wetter des März ließ dieselben zu Grunde gehen. Da von dem ersten Satz meist da» Ergebniß der Hasenjagd abhängt, so dürfte bei fernerem Anhalten be» nassen Wetter» bie Au»- ficht auf bie Hasenjagd nicht die allerbeste fein.
△ Ober-Ohme», 29. März. Der hiesige Schäfer R. hütete vorgestern mit feiner Schafherde in ber Nähe eine» in hiesiger Gemarkung gelegenen Waldes. Sein Hund fanb hierin einen mit wenig Fleisch umgebenen Knochen. Kaum hatte der Hund den Knochen abzunagen begonnen, so fiel er zur Erde und verendete auf der Stelle. Jedenfalls enthielt der Knochen ein starkes Gift, vielleicht Strychnin, wie t< zur Vergiftung der Füchse vielfach angewandt wird. Der Hund war ein werthvolleS Thier, für da» seinem Herrn schon einmal ein hoher Preis geboten wurde.
K. Ober-Mockstadt, 28. März. Der hiesige Kirche»- gefangticretn veranstaltete heure Nachmittag unter Mitwirkung beß Herrn SemiaarmusiktthrerS Schmidt vo» Friedberg, dessen Tochter Ida, des Herrn Lehrer» Mör»


