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31/01/1897 Erstes Blatt
 
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Berlin, 29. Januar. Zwei Brüder Namens Berger wurden in dem benachbarten Schöneberg als Falschmünzer verhaftet. In ihrerWohnung wurde vollständiges Falsch» münzermaterial sowie eine Anzahl falscher Zweimarkstücke gefunden.

Kiel, 29. Januar. Der Kaiser ist heute Abend 8 Uhr mit Gefolge hier eingetroffen. Am Bahnhofe waren Prinz Heinrich von Wreußen, der Erbprinz von Sachsen-Meiningen und der Erbgroßherzog von Oldenburg zur Begrüßung erschienen.

Dresden, 29. Januar. Eisenbahnarbeiter aus Dresden, Pirna, Bodenbach und anderen Orten beschloffen gestern in einer von mehr als 1000 Personen besuchten Ver­sammlung, eine festere Organisation inS Leben zu rufen und für die Forderung auf Aufbefferung der Lohn- und ArbeitSverhSltniffe einzutreten.

Frauenfeld, 29. Januar. Heute starb nach längerer Krankheit, im Alter von 64 Jahren, F. Martini, der Erfinder des Martinigewehres.

Paris. 29. Januar. Die Zollcommission der Kammer hat beschloffen, in der Kammer die Ablehnung deS gestern bei der Berathung des § 2 des Zuckersteuer­gesetzes in Erwägung gezogenen Zusatzantrages JauröS betreffend Anwendung der Prämien zu verlangen.

Paris, 29. Januar. Graf Murawjew verabschiedete sich heute Nachmittag 5 Uhr von dem Präfidenten Faure, bei dem er etwa 8/e Stunde verweilte.

Athen, 29. Januar. Durch ein Decret wird die Schließung aller Facultaten der hiesigen Uni­versität während de» ersten Semesters des akademischen Jahre» angeordnet. Die UniverfitätS-Gebäude sind noch immer besetzt gehalten.

Athen, 29. Januar. Die Studirenden halten noch immer die Universität besetzt. Polizeimannschaften bewachen die Umgebung, betreten jedoch die zur Universität gehörigen Gebäude nicht. Die Universität wird wahrscheinlich geschloffen werden. ____

Depeschen deS BureauHerold."

Berlin, 29. Januar. Der Kaiser nahm heute Vor­mittag den Vortrag des Reichskanzlers Fürsten Hohen­lohe in dessen Amtswohnung entgegen.

Berlin, 29. Januar. Der Kaiser begab sich heute Vormittag 111/» Uhr nach dem Bahnhof Friedrichstraße, um sich daselbst von der Kaiserin Friedrich zu verabschieden, welche ihre Reise nach England antrat. Um 2ih Uhr fuhr der Kaiser vom Lehrter Bahnhofe aus nach Kiel, um den da­selbst morgen ftattfindenden Tauffeierlichkeiten deS jüngst- geborenen Sohnes des Prinzen Heinrich beizuwohnen.

Berlin, 29. Januar. DaS Aeltesten-Eollegium der Berliner Kaufmannschaft beschloß, am 22. März, dem 100jährigen Geburtstage Kaiser Wilhelms I. die Börse zu schließen.

Berlin, 20. Januar. Wie derLocal-Anz." berichtet, zeichnete der Kaiser bei einem der jüngsten Hoffeste den ReichStagSabgeordneten Freiherrn v. Stumm durch eine längere Ansprache aus, in welcher er seiner Genugthuung über den Ausgang deS Saarbrückener Stöcker-ProzeffeS Aus­druck gegeben haben soll.

Berlin, 29. Januar. Der Reichstagsabgeordnete Georg v. Vollmar ist, wie dieVoss. Ztg." hört, seit gestern Vormittag in Berlin am Wundfieber schwer erkrankt.

Berlin, 29. Januar. Der bekannte Bühnenschriftsteller Dr. Ed. Jacobson ist heute gestorben.

Berlin, 29. Januar. Die Commission deSReichS- tags zur Borberathung der Novelle zum Unfall- Versicherungsgesetz wurde gestern Nachmittag gewählt und hat sich bereits constituirt. Den Vorsitz führt der Ab­geordnete Röficke, bezw. Freiherr v. Stumm. Die Sitzungen der Commission beginnen am 4. Februar.

Frankfurt a. M., 29. Januar. DieFranks. Ztg." meldet von einer soeben in Frankfurt gemachten großen wissenschaftlichen Entdeckung, wonach künftig der directe Transport von Medicamenten in den menschlichen Körper mittelst electrischen Stromes möglich wird.

Frankfurt a. M., 29. Januar. Man berichtet derFrkf.

Feuilleton.

Wochenbriese aus der Residenz.

(Originalbericht deSGießener Anzeigers").

Z. Darmstadt, 28. Januar.

Kaiser» Geburtstag. Theater und Coucerte. Die van- thättgkeit in der Residenz im abgelaufeuen Fahre.

Zur Feier des hohen Geburtsfestes Sr. Majestät des Deutschen Kaisers hatte die Residenz ihr Festkleid angelegt, alle öffentlichen und die meisten Privaihäuser waren reich beflaggt, die großen Läden und namentlich die Kasernen zeigten der Bedeutung deS Tage» entsprechende sinnige Decorationen. Abends vorher spielten die RegimentScapellen der hier liegenden Truppen großen Zapfenstreich und am Festmorgen großes Wecken, bei beiden Gelegenheiten wurden dem Großherzoglichen Paare Ständchen gebracht. Die Schulen veranstalteten würdige Festacte und in den Kirchen wurden Festgottesdienste gehalten, denen neben vielen Angehörigen der bürgerlichen Bevölkerung auch die Truppen mit ihren Offizieren an der Spitze beiwohnten. Der Paradeplatz war Tags zuvor durch über hundert Soldaten von den ihn be­deckenden Schneemassen gesäubert und am Morgen des Mitt­wochs mit frischem Sande bestreut worden. Die Infanterie hatte dort die Gewehre zusammengesetzt unter Aufsicht von Wachen während der Dauer deS Gottesdienstes zmückgelaffen. Rach Beendigung desselben rückte alles Militär dahin ab zur Parade, die im Beisein Sr. Königlichen Hoheit des Grobherzogs und de» Prinzen Wilhelm unter dem Commando Sr. Excellenz des DivisionScommandeurS Herrn Generallieutenant von Müller stattfand, und zu der auch

Ztg." aus Stuttgart: Gegen 400 Bäckergehilfen beschlossen gestern eine E-klärung zu Gunsten der Aufrecht- erhaltuvg deS Maximalarbeitstages.

Hamburg, 29. Januar. Der Arbeitgeb er-Ber- band hat beschlossen, auf das Schreiben der Ausständigen keine Antwort zu ertheilen, weil der Ausstand zu Ende fei; nachdem die Seeleute fast alle die Arbeit wieder ausgenommen haben, bewilligten die Rheder von gestern ab Lohnerhöhungen. Die Hafenarbeit ist durch Frost und Eisgang erschwert. Gestern lagen im Hafen 175 Schiffe, wovon 138 arbeiteten.

Budapest, 29. Januar. Die Verwaltung der öster­reichischen Staatsbahn-Gesellschaft gibt bekannt, daß der Strike in Anina vollständig beendet sei.

Konstantinopel, 29. Januar. Die christliche Bevölkerung befürchtet einen WiederauSbruch der Unruhen. Seit Montag ist der Patrouillendienst um das Dreifache ver­stärkt worden.

Berlin, 30. Januar. Wie derVörfen-Courier" ver­nimmt, ist das Untersuchungs-Verfahren wegen Majestät»- beleidigung gegen Normavn-Schumann bereits im Gange. Gestern haben zahlreiche Vernehmungen in dieser Sache statt­gefunden.

Berlin, 30. Januar. Der in dem Prozeß Leckert Lützow verurtheilte Leckert wird demLocalanzeiger" zufolge mit der Einreichung eines Gnadengesuches bis nach Auögang des Prozesses von Tausch warten, und zwar deßhalb, weil man anläßlich der Zentenarfeier am 22. März eine Amnestie erwartet.

Berlin, 30. Januar. Auf Veranlassung der deutschen ReichSregieruug wird, wie verlautet, eine Sachverständigen- Commisfion nach Bombay behuf» Studiums der Beulen- pest entsandt werden. Maßgebenden OrteS sei noch erörtert worden, ob nicht Professor Koch auS Südafrika zur Leitung der Expedition zurückzuberusen sei.

Berlin, 30. Januar. DerLocalanzeiger" meldet: Der neue Gouverneur von Ostafrika, Oberst Liebert, traf am 19. Januar in Tanga ein. Am 20. fand großartiger Em- pfang statt, woran auch die vornehmen Inder und Araber theilnahmen. Am 21. Januar Übernahm der Gouverneur die Geschäfte.

Hamburg, 30. Januar. DerHamb. Corresp." erklärt die Gerüchte betreffs dem Kriegsminister Bro ns art von Schellendorf und dem Minister von Köller für Klatsch.

_ Cocates unb prwittjicUct,

Gießen, den 30. Januar 1897.

Eisbahn. Trotz des starken Schneefalle» ist der Vor­stand deö ElSvereinS besorgt, daß die E sbahn intact bl'.ibt.

* Schneeverwehungen. Auf der Strecke GießenFulda mußte gestern, nachdem zwei Tage zuvor bei Großen-Lüder Schneeverwehungen den directen Verkehr unterbrochen hatten, zwischen Renzendorf und Lauterbach der Verkehr bis Mittag eingestellt werden, da zwischen Wallenrod und Lauter­bach etwa 100 Meter lang die Schienen in Höhe von 5 bis 6 Meter verweht waren. Der Zug Nr. 2 ab Fulda kam infolge dessen nur nach Lauterbach, während der Zug Nr. 3 ab Gießen nur bis Alsfeld pasfirte. Die MittagSzüge ver­kehrten, nachdem die Hindernisse beseitigt, wieder birect.

* Ausgestellt find im RestaurationSlocal Neustadt 11 die Gewichte des hiesigen Stemm- und Ringclubs auf einem von Herrn Schloffermeister Ziegler kunstvoll er­richteten Gestell. Das Gesammtgewicht dieser handlichen Kugeln und Hanteln beträgt 14 Centner.

* * Finanzielles. Wie dieDarmst. Ztg." aus zuver­lässiger Quelle erfährt, hat Großh. Ministerium der Finanzen kürzlich beschloffen, daß die Staatsschuldverschreibungen der demnächst auszugebenden 3proc. Großh. Hessischen Staatsanleihe bei Stellung von Kautionen aller Art zum Paricurse angenommen werden sollen. Dasselbe Blatt schreibt: Für die Actionäre der Hessischen Ludwigs- Eisenbahn-Gesellschaft dürfte eS von Interesse fein, daß, wie uns von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, den hessischen Ständen in aller Kürze ein Gesetzentwurf über die

die Spitzen der Civilbehörden des Staates in Uniform erschienen waren. Als die Allerhöchsten Herrschaften auf der Parforce-Blücke deS Refidenzschloffes erschienen, präsen- tirten die Truppen, unter den Klängen der Nationalhymne schritt der Großherzog an der Spitze einer glänzenden Suite die Front ab, worauf das Hurrah auf den Allerhöchsten Kriegsherrn ausgebracht wurde, während dessen eine auf dem Exercierplatz ausgestellte Batterie den Kaisersalut löste. Der Vorbeimarsch der der kühlen Witterung wegen in Mänteln erschienenen Truppen geschah zugweise und bot ein glänzen­des militärisches Schauspiel. Am Mittag sand im Schlosse Galatafel statt. Die Hofgesellschaft veranstaltete am Nach­mittage eine Schlittenfahrt, die durch die vielen theilweise wundervoll ausgefchirrten Gespanne, die bei den Klängen einer Mufikcapelle den Wilhelminenplatz umkreisten, einen prächtigen Anblick gewährte. Die Beamten und viele Bür­ger der Stadt vereinigten sich zu einem Festmahl im städti­schen Saalbau, bei dem Se. Excellenz Staatminister Dr. Finger einen begeistert aufgenommenen Trinkspruch auf Se. Majestät Kaiser Wilhelm ausbrachte, während Herr Oberbürgermeister Morneweg auf den Landesherrn toastete. Das Festessen der pensionirten älteren Offiziere war im Hotelzur Traube", der fast 80jährige General v. Schkopp brachte hier das Kaiserhoch aus.

Im Groß herzoglichen Hostheater ging bei festlich beleuchtetem Hause MozartsDon Juan" in Scene; sowohl die Allerhöchsten Herrschaften, wie auch die fremden Gesandten, Offiziere und hohen Staatsbeamten waren zu dieser Vorstellung in Galauniform ersch enen. Sonst brachte die vergangene Woche zur Feier von Lessings Geburts­tag die Aufführung vonEmilia Galotti" und ferner die

Einrichtung eine» Großh. Heffischen Staatsfchuldbuches zu-- gehen soll. Der Entwurf schließt fich im Wesentlichen an die bereits für baß Reich, Preußen unb Sachfen bestehenden Gesetze an. Hiernach sollen auch die Schuldverschreibungen der au» Anlaß der Verstaatlichung der Hesfischen LudwigSbahn aufzunehmenden neuen 3proc. Hessischen Staatsanleihe zur Einschreibung in das Staatsschuldbuch zugelaffen werden. Nach den Erfahrungen in Preußen und Sachsen ist zu er­warten, daß auch die Besitzer der neuen Hessischen Anleihe demnächst von der gegen Verluste aller Art absolut sicher stellenden Umwandlung ihrer Staatsschuldverschreibungen in Buchschulden vielfach Gebrauch machen werden.

* Londorf, 30. Januar. Wie alljährlich, hält auch diese» Jahr wieder der Gesangverein Frohsinn Anfang nächsten Monats in den Räumlichkeiten derStadt Gießen" ein Winterfest ab. Theatralische Vorführungen, sowie komische Vorträge werden zur Ausführung gelangen und ist kein Zweifel, daß auch diesmal die Festlichkeit einen herrlichen Verlauf nehmen wird, zumal der Verein, unter Leitung seine» bewährten Dirigenten Herrn Lehrer Gödtel, durch Ver­mehrung der wöchentlichen GesangSübungSstunden mehrere neue Lieder, worunter auch ein Potpourri, einübt. Durch gütige Mitwirkung einiger talentvoller Damen versprechen auch die theatralischen Vorsührungen einen günstigen Verlauf. Zum Schluß folgt Ball. Bemerkt sei noch, daß besagter Verein zu der im Juni dS. IS. stattfindenden 60 jährigen Jubelfeier des Bockenhcimer Liederkranze» Einladung zu» PreiSwettfingen erhalten und fein Erscheinen hierzu bereit» zugeschrieben hat.

t. Garbenteich, 29. Januar. Die am Mittwoch Abend au» Anlaß Kaisers Geburtstags abgehaltene Feier der freiwilligen Feuerwehr verlief in schönster Weise. Der Vorsitzende der freiwilligen Feuerwehr brachte nach kurzer Einleitung ein begeistert aufgenommenes Hoch auf Kaiser Wilhelm II. aus. Zum Schluß wurde noch ein Hoch aus Se. Kgl. Hoheit den Großherzog und auch auf sämmtliche freiwilligen Feuerwehren auSgebracht.

4- Nidda, 29. Januar. Dem unteren Polizei- aufsichts- unb bezw. Felbschutzpersonal auS dem dies- fertigen Bezirke bes Kreises Büdingen wurden auf Kaiser» Geburtstag im hiesigen Rathhause die zugebachten Antheile bet im Vorjahre eingegangenen Geldstrafen ausbezahlt. Dem Vernehmen nach wird auch die am letzten Montag in Geiß-Nibba stattgehabte Bürger« elfter wähl von bet Gegenpartei angefochten. Nächsten Sonntag Abenb ver­anstaltet bet hiesige Kriegetvetein zur Feiet des Ge- burtstagls Sr. Majestät beS Kaisers im Gasthauszur Traube" einen Ball.

-ö- Wölfersheim i. d. Wetterau, 29. Januar. Da» in der Nähe unseres Ortes rechts von bet nach Berstadt Hungen fühtenbenStraße gelegene Btaunko hlenbetgwerk bildete in den letzten Tagen den Anziehungspunkt für viele Neugierige auS hiesiger Gegend. In der Nacht von Sonntag den 17. auf Montag den 18. d. Mts. senkte sich der auf jenem Bergwerk befindliche Teich und füllte alle tieferliegende« Stellen der Grube mit Wasser. Am vorausgegangenen Nach- mittage tummelte sich noch, wie dies zur Winterszeit, wenn die Eisflächen ttagsähig geworden sind, fast jeden Tag zu beobachten ist, eine größere Schaar Kinder auf dem Eise de» in Rede stehenden Teiches. Welch ein Unglück, wenn die Entleerung zu derselben Zeit erfolgt unb bie Eisdecke gebrochen wäre? Welch unsägliches Elend wäre aber auch hervorgerufen worden, wenn die Katastrophe am folgenden Tage, wenn die Bergleute in den Schachten beschäftigt waren, eingetreten wäre! Viele fleißige Männer, die Ernährer ihrer Familien, hätten den Tod gefunden. Acht volle Tage lang mußte Tag» und Nachts ununterbrochen gepumpt werden, bi» da» Wasser wieder aus der Tiefe entfernt war.

K Nieder Mockstadt, 26. Januar. Man sollte nicht meinen, daß es vorkäme, daß ein Fuhrmann Pferd unb Wagen verliere. Einem Knecht von bem Hof Leustabt ist btefe» Malheur tatsächlich pasfirt. Derselbe fuhr einen Eber nach einem benachbarten Dorfe. Unterwegs that er bem Guten zu viel, wodurch er erst spät in der Nacht von hier nach dem Hofe fuhr. Am anderen Morgen bemerkte erst die

seit einer Reihe von Jahren nicht mehr gegebene Hermann Götz'sche OperDer Widerspenstigen Zähmung", die Dank der vorzüglichen Wiedergabe einen großen Erfolg hatte. Heute beginnt die auf drei Abende berechnete Auf­führung von GoethesFaust".

Unter den in der abgelaufenen Berichtswoche stattge­habten Concerten stehen diesmal die um diese Zeit tradi­tionellen WohlthätigkeitSveranstaltungen obenan, von denen eine ganze Reihe stattfand. Sehr vielen Beifall ernteten auch bie Seitens bes Lehrervereins unb Seitens beS Mozarts- Vereins zur Feier von Schuberts 100jährige« Geburts­tag arrangirten Festlichkeiten, bei benen namhafte Künstler mitwirkten.

Eine sehr interessante Zusammenstellung hat die Bau- inspection über bie Bauthätigkeit in ber Stabt ® arm ft ab t während deS verflossenen Jahres veröffentlicht. Danach sind im Bezirke ber Stabt einschließlich Bessungen 27 neue Wohnhäuser vollenbet worben, worin 17 neue Läden unb 2 Restaurationen errichtet würben, währenb burch Um­bau 29 Läben unb zwei Restaurationen entftanben. Un- vollenbet waren am Schluffe bes Jahres 73 Vorberhänser und begonnen wurde im Jahre 1896 mit bem Bau von 108 Dorberhäusern. Auf bie Gemarkung Darmstabt kommen in 51 Miethshäusern (Vorbrrgebäuben) 251 Wohnungen, worunter nicht weniger als 104 Vier - Zimmer - Wohnungen sich befinben. In Bessungen sinb in 26 Miethshäusern 97 Wohnungen, worunter 42 Drei-Zimmer Wohnungen über­wiegen. Eine Vergleichung ber in ben letzten vier Jahren fertiggestellten Wohnungen zeigt einen stetigen Rückgang ber- selben. Gewachsen bagegen ist bie Anzahl ber Neu- unb Umbauten für inbustrielle unb gewerbliche Zwecke.

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