thoven'sche Musik wurde von der hiesigen RegimeotSeapelle in lobenSwerrher Weise auSgeführt. DaS darin vorkommende Oboe-Tolo (auSgeführt von Herrn Sndrä) war eine küvft' lerische Letstar g, die besondere Erwähnung und Anerkcunung verdient. DaS Publikum ließ sich von der darstellerisch wie musikalisch guten Aufführung dauernd feffelu und spendete lebhaften Beifall. ES ist gewiß der Wunsch Bieler, daß die Herren Direcloren Kruse-Helm noch mehr derartiger ge- nußreicher Abende bitten möchten.
** Lamborg'Soirtze. Daß Lamborg von seinem früheren Auftreten hier noch in gutem A>,denken stand, die» bewies da» zahlreiche Publikum, da» sich gestern Abend in „Stein» Taa bau" eiugefunden hatte, um den berühmten Musik» Humoristen zu hören. Herr Lomborg leistet sowohl gesanglich w'e declamatorisch Vorzügliche», alle seine Produc- tionen find mit einer feinen, durchdachten Komik gewürzt, die nicht wenig dazu beiträgt, dem Publikum wahre Lachsalven zn entlocken. Den Glanzpunkt de» gestrigen Abend» bildete wohl die „Wettstreit der Melodien" betitelte Nummer, bei welcher sich der Künstler vom Publikum eine große Anzahl Opern, Operetten und sonstige Lieder angeben ließ, um daS Ganze sofort mit virtuoser Technik zu einem großen humoristischen Potpourri zu verarbeiten. Stürmische Heiterkeit erregte auch noch der „musikalische Familtenabend" und daS Finale aus der Oper „Der zerbrochene Eid", während un» andrerseits die Parodie über den Speisezettel allzu gewagt vorkam. Jedenfalls war der gestrige Abend ein voller Erfolg für den Künstler und hat den Wunsch einer Wiederholung rege gemacht, welchem Ersuchen Herr Lamborg insofern entsprach, daß er heute Abend nochmals mit neuem Programm auftreten wird.
•• Leipziger Quirlen- und Eoucert-Sänger Ueber diese Künstler, welche Montag und Dienstag hier austreten, äußert sich daS „Anhalt. Tgbl." in folgender Weise: „Die Leipziger Sänger traten gestern zum ersten Male im Tivoli-Saale in Deffau auf und ernteten infolge ihrer reizenden ernsten und humoristischen Borträge und Aufführungen wohlverdienten Beifall. Gesanglich trat besonder» Herr Pastory hervor, deffen gutgeschultes, kräftiges und doch weiches Organ sehr sympathisch berührte. Herr Belzer als „geknickter Schwiegersohn" und „Heinzelmännchen" wirkte unwiderstehlich. Auch die „beiden feschen Reisenden" wurden mit großem Beifall ausgenommen. Ein glücklicher Griff war die Wahl des Couplet» vom „Sultan Abdul Hamid", deffen Darsteller, Herr Eh le jr., die kretische Frage tu sehr verständlicher Weise vor unseren Augen entrollte. Die von Herrn Schmidt gesungenen Lieder fanden ebenfalls ein dankbares Publikum. Geradezu hervorragend aber war der Damemmitator Herr Hedrich. Wenn nicht die Illusion den Zuhörern von vornherein durch den Programmzettrl genommen wäre, so könnte nur ein sehr erfahrener Beobachter in dieser hübschen, feschen Soubrette mit der wohlklingenden Stimme den Mann erkennen. Den Schluß der Vorstellungen machte ein sehr flott und hübsch gespieltes kleines Lustspiel, in welchem die Figur bet „Burschen" wieder ihre alte, nie versagende Wirkung ausübte, so daß da» Publikum in fröhlichster Stimmung und in jeder Hinsicht befriedigt seinen vollsten Beifall äußern konnte."
* * eine Erkerdecoratiou, die im Arrangement von großer Wirkung, zeigt der geftern eröffnete Herren-Mode-Bazar SelterSweg 56. Ein eigen» hierfür von Frankfurt verschriebener Decorateur ist der Meister dieser al» beste, zugkräftigste Reclame wirkenden Decoration.
* * 6tn Schillerbittmiß, nach UNS versicherter Angabe die erste von Schiller existirende Lithographie, ein Blatt von überau» großer Seltenheit, ist im Schaufenster der Buch- Handlung K. Krebs in der Schulstraße ausgestellt.
G. Der „Feierabend für Lehrlinge" wird am Sonntag den 31. October (Reformationsfest) für diesen Winter wieder seinen Anfang nehmen. Die Zusammenkünfte finden im Saale des alten RathhauseS statt. Alle jungen Leute, welche sich hier in der Lehre befinden, find zu regelmäßiger Theil- nähme herzlich eingeladen. Besonder» feien die Lehr- und Dienstherren auf diese Vereinigung aufmerksam gemacht und zwar unter der gle.chzenigen Bitte, die Lehrlinge zum Besuch de» Feierabends zu vrranlaffen. Der Zweck der Veranstaltung, an der im Lauf der Jahre Hunderte theilgenommen haben, ist der: der confhmtrten Jugend in den freien Sonntags- stunden von 6 Uhr Abends bi» gegen 10 Uhr gediegene Unterhaltung und nützliche Anregung zu bieten. So stehen oen Besuchern zahlreiche UnterhaltungSspiele zur Verfügung, gute Bücher und illustrirte Zeitungsbände liegen zur Benutzung auf. Aus der Bibliothek, die durch gütige Geber in diesem Jahre wieder eine nennenSwetthe Bereicherung erfahren hat, werden Bücher für die Woche kostenlos auSgelieheu. Endlich fei noch erwähnt, daß den Versammelten von Zeit zu Zeit kurze Ansprachen oder kleine Vorträge aus verschiedenen Gebieten gehalten werden, sowie daß zur gemeinsamen Unterhaltung bet besonderen Gelegenheiten einstudirte Siücke ober einzelne ©eenen au» Werken unserer Classiker durch Mitglieder zur Aussührung kommen. Nach dem Vorstehenden sei bet Besuch des Feierabends noch einmal warm empfohlen.
• • Berkaus von GaSeoke». Wir machen unsere geehrten Leser auch au dieser Stelle auf die in unserer heutigen Nummer enthaltene Bekanntmachung der Direction de» Gas- und Wafferwerks aufmerksam, betr. anderweitige Gestaltung de» Cokes-Kleinverkaus». Einestheil» um den mit bem Wachsen de» GaSwerkSbetnebS ohnehin steigenden Verkehr von Fuhrwerken usw. in dem Hose des Werkes etwa» zu verringern, anderentheil» um eine raschere Bedienung de» stets wachsenden Kundenkreises zu ermöglichen, wurde der Kleinverkauf der Coke» bi» einschließlich fünf Gentner mehreren, in verschiedenen Stadttheilen gelegenen Kohlenhandlungen übertragen. — Die Anwendung der GaücokeS zur Zimmer- Heizung usw. gewann in den letzten Jahren eine solche Ausdehnung, daß der verkauf größerer Mengen nach auswärts zu Gunsten der hiefigeo Einwohnerschaft wesentlich eingeschränkt werden mußte.
• • JO Stamm! Wie die „Frkf. Ztg." erfährt, ist unter den in Aussicht genommenen postalischen Reformen die Erhöhung deS Briefgewichts für einfache Briefe auf 20 Gramm bereit« festbeschloffene Sache. Die so lange vergeblich geäußerten Wünsche nach dieser Richtung werden also endlich Erfüllung finden.
• • Die Karlenöriefe die am 1. November im deutschen ReichSpoftgebiet zur Emführung kommen, find aus weißem Papier hergestellt. Auf der für die Aufschrift bestimmten Seite tragen fie eine eingedruckte übliche 10 Pfennig-Marke und in rother Inschrift die Worte: Deutsche ReichSpost. Kartenbries. Für die Adreffe find ähnlich wie bei den Postkarten vier rothe Linien vorhanden. An den beiden Seitenflächen befinden sich gummirte Streifen zum Verschließen des Kartenbriefes, die so gut durchlöchert find, daß fie sich leicht und sicher abtrennen lassen. Der Kartenbrief enthält vier beschreibbare Flächen, von denen jede den Raum einer Postkarte bietet. Er ist auch im Weltpostverkehr verwendbar und trägt auf der Rückseite die Worte: „In denjenigen VerkchrS- beziehungen zum Auslande, wo da» Briefporto 20 Pfg. beträgt, ist das Franco um 10 Pfg. in Marken zu ergänzen."
• • Die „tzeirathschancen" der Frauen mit Beruf. DaS aufmerksame Stndiren der standesamtlichen Statistiken verschiedener großer Städte über die in den letzttn drei Jahren geschlossenen Ehen, bet denen die Frau vor der Ber- heirathung in irgend einem Berufe thäiig gewesen ist, hat folgendes intereffante Resultat ergeben. Schauspielerinnen, Sängerinnen und Tänzerinnen haben aus leicht erklärlichen Gründen die besten Chancen, zu heirathen. Nächst den viel- gesehenen und vielbewunderten Bühnenkünstlerinnen gelingt es den Köchinnen, Stuben- und Kindermädchen am ehesten, einen paffenden Mann zu finden — vorausgesetzt, daß e» ihnen gestattet ist, deS Abends auszugehen oder den Besuch de» „Bruders" resp. „Cousins" auf ein Stündchen in der ge- müihlichen Küche zu empfangen. In dritter Linie kann man die Journalistin anführen, die, wenn sie nicht gar zu häßlich ober überspannt, gewöhnlich sehr schnell von einem Literaten, Redakteur oder Verleger captivirt wird. Stenographinnen und Maschinenschreiberinnen Haden ebenfalls vorzügliche Gelegenheit, die Bekanntschaft von Männern zu machen und geliebt zu werden. Auch Fabrikarbeiterinnen bleiben nur selten ledig und die Krankenpflegerinnen machen oft die besten Par- tieen. Den Buchhalterinnen, Verkäuferinnen und Schneide- rinnen bieten fich häufig recht günstige Chancen, in da» süße Ehejoch zu schlüpfen. Die an den Schulen angeftellten Lehrerinnen finden schon weit seltener einen geeigneten Partner, am schlimmsten haben eö jedoch die Gouvernanten und sogen. „Kinderfräulein", denen fast gar keine Gelegenheit geboten wird, mit heirathSfähigen jungen Leuten in Verkehr zu treten. Und haben fie vielleicht ein harmloses kleines LiebeSver- hältniß, dann endet dieses gewöhnlich nicht glücklich. Was diesen Umstand anbetrifft, so behalten Novellen und Romane wirklich einmal recht.
•* Wetterbericht. Die Herrschaft de» barometrischen Maximum« besteht über ganz Europa fort. Der Kern desselben verlegt sich langsam weiter gegen Südost und gleichzeitig beginnt daS Barometer im äußersten Nordwesten zu finken. Am Morgen herrscht in Deutschland vielenorts nebeliges Weiter. Die Temperaturen find etwa« gesunken. — Voraussichtliche Witterung: Theil« heiteres, theils neblige« Wetter.
Friedberg. 28. October. Am Sonntag constituirte fich in den „Drei Schwertern" dahier die geplante Molkerei- genössenschast Friedberg mit ungefähr 50 Theil- nehmern.
X. Darmstadt, 28. Oktober. Mit Rücksicht auf die baldige Inbetriebsetzung unserer electrischen Bahner- theilten heute die Stadtverordneten einem vorgelegten Abkommen mit der Frankfurter Transport-, Unfall- und GlaS-VerficherungSgefellfchast die Zustimmung, wonach diese auch die Haftpflichtversicherung für den Betrieb dieser Bahn gegen eine Prämie von 3 pro Mille der BrultoJahreS- einnahme der Bahn, die man auf 200,000 Mk. schätzt, übernimmt , mit Nachzahlung bei etwaigem Ueberschreiten und mit ZurÜckoergÜtung bei etwaigem Unterschreiten dieser Summe. Der neue Vertrag, der am kommenden 1. November schon in Kraft tritt und wonach jetzt rund 580 Mk. Prämie fällig find, ist lediglich ein Nachtrag zu einem zwischen Stadt und Gesellschaft seit Juli v. I. bestehenden Haftpflicht- vertrag für die städtischen Betriebe. Die die Bahn au«- führende Firma Siemens & Halske in Chaelottenburg haftet besonder« für die au« ihrem Verschulden, bezw. dem ihrer Arbeiter, sich ergebenden Schäden, die sie der Stadt zu vergüten hat. — Am 4. November tritt hier der hessische Städtetag zusammen, wozu die Versammlung acht mit Stimmrecht versehene Delegirte und zwei Stellvertreter ernannte und im Weiteren ihre Ansicht zu den folgenden drei wichtigen auf dem Städtetag zur Verhandlung kommenden Fragen kundgab: 1) Ausschlag und Erhebung der Gemeindesteuern — die nach der StaaiSsteuer zur Erhebung gelangen sollen, wobei auch der Sieuerzettel die Covfficienten der einzelnen Steuerarten verzeichnen soll usw.; 2) Besetzung von Subaltern- usw. Stellungen im kommunalen Dienst durch Milttäranwärter — wobei man dem Referat von Oberbürgermeister Dr. Gaßaer-Mainz zustimmte, daß geeigneten Ort« dahin zu wirken sei, daß da» betr. Reich«gesetz in der vorliegenden Fassung nicht zur Durchführung kommest) Verpflichtung der Städte zur Unterhaltung der Staatsstraßen innerhalb de« Stadtbezirk«. — Morgen werden die Stadtverordneten eine Probefahrt mit der elektrischen Bahn unternehmen.
Darmstadt, 28. Oktober. Aus Gesuche an den Vorstand der Invalidität«- und AlterS-verficherung des Großherzog- thurn« Hessen um Herabsetzung de« Zinsfußes für hypothekarische Darlehen von 31/, Prvcent auf den bei den ' preußischen Versicherungsanstalten für derartige Zwecke bere't«
eingeführten Satz von 31/* Procent hat da« Ministerium genehmigt, daß dem Bauverein „Eigner Herd ist Golde« werth" in Friedberg die Zinsen auf 3 Procent ermäßigt werden.
öotml. 26. Oktober. Nach einer Bekanntmachung der Bürgermeisterei werden für jeden cingtlitfeuen Sperling 5 Pfg. au« der Stadtkasse vergütet. Die Sperlinge Haden hier sehr überhand genommen.
△ Main,. 28. Oktober. Die Ein gemeindnng von Kastel zu Mainz rückt jetzt wieder langsam einen Schritt weiter, indem die hiesige Bürgermeisterei zu Vorarbeiten einen Grrbtt von Mk. 10,000 von den Stadtverordneten verlangt. Mit dieser Summe sollen Vermessungen vorgenommen und zunächst festgestellt werden, wie groß da« in Kastel freiwerdende Festungsgelände ist, um eine Basis für die Summe zu fchaffen, welche für das letztere al« Entschädigung an den FiScuS zu leisten ist. Seiten« de» MilttärfiScuS ist nämlich keine Forderung für daS Gelände gestellt, sondern e» Mainz und Kastel anheim gestellt worden, selbst den Werth de» frei- werdenden Terrain» zu tax'ren.
♦ Mühlhausen i. Thür., 26. Oktober. Heute Nacht ist daS erst tm Vorjahre mit einem Kostenauswande von circa 150000 Mark neu erbaute Hotel und Restaurant zum „S ch w a n e v t e i ch" bet Popperode vollständig nieder- gebrannt. Der Besitzer mit feiner Familie und die Angestellten konnten nur da« nackte Leben retten.
• 8» ist eine trancige Thatfache, daß nicht nur verkommene Svbjecle, an deren Verlust dem Vaterland wenig gelegen ist, sondern häufig auch hoffnungsvolle deutsche Jünglinge, die der Drang nach Abenteuern in die Ferne lockt, der franzöfischen Flemdenlegion zum Opfer sollen. Der letzteren Kategorie gehört auch der Verfasser deS Buche« an: „Ja französischem Sold." Erinnerungen au» seinem Le- gtonärfllcben in Algerien, Formosa, Tongking, von Otto Wratzke, bearbeitet von R. Werner. (Berlin 1897. Selbstverlag. Triftstr. 40.) Er wanderte nach Beendigung seine« Militärdienstes in Deutschland nach Frankreich und ließ fich dort zum Eintritt in die Fremdenlegion bereden. Die Schilderungen, die er von seinem militärischen Leben in Algerien, in Tongking und Formosa eniwirst, geben uns ein anscheinend getreue« Bild der grauenhaften Leiden und Entbehrungen, der diese unglückliche Truppe unterworfen tst. Er überwand jedoch alle Gefahren, denen er in dem blutigen kleinen Kriege und in dem mörderischen Klima sich unterwerfen mußte, und kehrte zu seinem Glücke noch zeitig genug nach Algerien zurück, um am Ende seiner gezwungenen fünfjährigen Dienstzeit noch dem Kriege in Madagaskar zu entgehen. Bekannt- lich wurde die Fremdenlegion in diesem Kriege saft gänzlich aufgerieben. Wem nicht zu rathen ist, dem ist freilich auch nicht zu helfen. Wir glauben aber, daß durch die Verbreitung solcher wahrheitsgetreuen Schilderungen mancher nach Abenteuern durstige Jüngling von unklugen Schritten abgehalten wird.
Schiftsnachrichters.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch di, Agenten 6erl Loo» und I. M. Schulhof.
Bremen, 28. October. fPer ttanSatlanttschen tclegrepb ] Der Postdampfer H. H. Meier, Capt. C. Steencken, vom Norddeutsch.n Lloyd in Bremen, ist heule 6 Uhr Morgen« wohlbehalten m Newyork angekommen. ________________________________
Aufruf!
Nach einstimmigem Beschluß einer Versammlung Verehrer Victor von Scheffel«, welche dahier zusammengetreten war, soll diesem LteblinqSdichler der deutschen Nalion auf dem von ihm besungenen Staffelbkrg, „dem Berg des heiligen Veit von Staffelstein", ein Denkmal e>richt<t weiden. Weithin soll da« Drnkrral von dem Berge, von hier, Bahnstalion der Route Berlin-Leipzig-Münch.n, mühelos in einer Stunde defteigbar und wegen seiner großartig n Rundsicht jährlich von Tausenden von F emden besucht, sichtbar sein. Mit dem Denkmal sei nach Maßgabe der fließenden Mittel ein kleines Scheffelhaus oder ein Aussichtsthurm je mit Scheffel- museum und UnterstandSräumen für die Bergbesucher zu verbinden.
Das mit Durchsühruna des Projecis betraute untersertigte ComitS erlaubt sich, an Sch.ffelsreunbe, Vereine und Corporation.n die Bitte zu richten, durch finanzielle Unterstützung, durch Bildung von LocalcomitSs zu diesem Zwecke rc. zur geplanten Ehrung Scheffels beitragen zu wollen. Genehmigung zur Sammlung — Hautzcollecten selbstoerständl'ch schon durch den Zweck derselben au-5- geschlossen — ist, soweit nöthig, von sämmtlichen deutschen Staats regierungen, mit Ausnahme jener de« Fürstentum« Lippe-Detmov, erthetlt.
Staffelstein in Franken, 11. Avril 1897.
Da« Central (Fomite
für Erricht««- eine« rcheffeldenkmals ans dem «taffelver«.
Saburn, Kgl. Bezirksamtmann a. D., Vorsitzender.
Lindig, Kgl. Bezirksamtmann. Edel, Kgl. Obermnlsiichter. Schreier, Kgl. Rentamtmann, Kassirer. Hoimann, Bürgermeist.r. Brüttina, Vorstand drsGemeidecollegium«. Gagel,Siistungepstrg.r.
Schellerer, Lehrer und Chorrector, Schriitführer.
titcraitu? und ICttnU-
- Da« Siebener Univerfitüts Dafchendnch, da« im »erlag der UnioersiiätS-Buchhandlung A. Free« erschienen, enthalt u. A. einen ergötzlichen voettschen Erguß eine» früheren hiefigev Akademikers unter dem Titel: „Kurzer Abriß der Geschichte der griechischen Philolophie zu Nutz und Frommen der studirendev Jugend." Vollständiger und deutlicher wäre dieser Titel, wmo hinter „studtrenden" noch „dierehrttchen" stünde. 3n origineller Weise wird darin bewiesen, daß durch Poculiren volle« »<rftänbni| der Philosophie erreicht werde, eine Aufklärung, zu welcher woht der Verfasser nur durch solches Studium gekommen und wofür ihm die „akademische Jugend" mit „einem Ganzen" kommt.
— Wir machen unsere Leser einstweilen ausmerksam auf ei» demnächst im Verlag von Emil Roth in Gießen erscheinende« hochinteressante« Werk von Profestor Dr. Ludwig Büchner: ,«• Sterbelager de« Jatzrhnnderts", „Blicke eine« freien Denk''< au« der Zeit in die Zeit". Wer den freien, unerschrockenen Denker schon au« seinen früheren Schriften, „Kraft und Stoff" re., kenne« gelernt, wird mit Interesse von dieser neuesten literarischen Erscheinung de« berühmten Verfassir« Kenntniß nehmen. Wir »er- prechen unseren Lesern, schon in Kürze über datz ohne Zweifel Au" sehen erregende Buch (ce. 25 Bogen; Preis br. 5 Mk., geb. 6 Mk' eine ausführliche Besprechung zu bieten.


