Berlin, 29. Mai. Die Ernennung de» UnterstaatS- wcrftär» Fischer zum Nachfolger von Stephan wird jetzt al» eine vollzogene Thatsache bezeichnet. Die amtliche Publikation dieser Ernennung steht jedoch noch immer auS.
Sigmaringen, 29. Mat. In de« Befinden des Prinzen «Thronfolger» von Rumänien ist nach hier etngetroffeaen Meldungen seit gestern Abend eine weitere Verschlimmerung eiugetreten.
Konstantinopel, 29. Mai. Es verlautet auS bester Quelle, daß die Pforte betreff» der Regelung der territorialen Entschädigung auf ihren Vorschlag zurück- greifen will, den sie auf dem Berliner Congreß gemacht hat. Derselbe gipfelt tu der Ueberlaffung der Südspitze von EptruS mit Prevesa und dem Golf von Arta an Griechen- land, während andererseits Thesialien bi» an die Ausläufer des OtheySgebtrgeS der Türkei zufallen soll. Pharsala würde demnach im Besitze Griechenland» bleiben.
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Gießen, den 29. Mai.
* • Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit dar Trotz- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 19. Mat dem Etgarreusorrtrer .Leonhard Jlly au» Büdesheim das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue.Arbeit" zu verleihen.
• • Hoher militärischer Besuch. Gestern trafen Se. Excellenz der commandirende General deS 11. Armeecorps Herr v. Wittich und der Chef des GeneralftabeS Herr v. Fabeck nebst Adjutanten Herrn Major Graf Pfeil zur vataillonsbefichtigung hier ein, und stiegen im „Hotel Kühne" ab.
Die großen Paraden der an den Kaifermanöv ern betheiligten Armeecorp» finden statt: für das 8. preußische ArmeecorpS am 30. August bet Coblenz, für daS 2. bayerische Armeecorps am 1. September bei Bielrted, für da» 1. bayerische ArmeecorpS am 2. September bei Nürnberg, für daS 11. preußische ArmeecorpS am 4. September bet Homburg.
* • vierconcert auf der „Schönen Aurficht". Da» nächste Biercoucert findet nicht Montag, sondern ausnahmsweise Dienstag statt. Da» diesbezügliche Inserat im zweiten Blatt der vorliegenden Nummer ist hiernach zu berichtigen.
♦ •P. A. Sport- und Volksfest. Wir machen darauf aufmerksam, daß am Sonntag und Montag schulpflichtige^Kinder in Begleitung Erwachsener freien Zutritt zu den Steh- und Terraffenplätzen haben. — Für Liebhaber eines Glases vorzüglichen dunklen Bieres ist in der unterhalb des JuxplatzeS gelegenen Faßhalle eine besonders auSgeschmllckte Bayrischbierhalle eingerichtet worden, in der, wie wir hören, der Stoff von zarter Hand credevzt werden soll. — DaS Mit- bringen von Hunden kann wegen der dadurch verursachten Gefahr beim Rennen nicht gestattet worden.
* * Omnibusverbindung nach dem Sportplatz an der Hardt. Sonntag von 2 Uhr ab und Montag Nachmittag von 3 Uhr ab verkehren die Omnibusse alle 10 Minuten zwischen Hardt—Marktplatz. Bet Bedarf geht ein bezw. zwei Wagen de» Abends vom Festplatz nach der Bahn. Die Wagen fahren direct bis an den Haupteingang. Während beider Tage werden die Fahrten nach Wtefeck und Schtffenbergerwald eingestellt und der städtische Betrieb in bekannter Weise eingeschränkt. Fahrpreis 20 Pfennig.
• • Nene Postkarten treten auch gelegentlich des bevorstehenden Sportfeste» tu die Erscheinung und zwar in verschiedener Ausführung. Herr Bob, der Inhaber der Terraffen-Restauralion, bat eine Postkarte anfertigen lassen, welche nicht nur eine treffliche Uebersicht über die Rennbahn und die inmitten derselben liegenden Spielplätze gewährt, sondern auch daS ganze Bichlcr'sche Anwesen nebst Terrasse, den Saal und den Gleiberg im Bilde vorführt. Die Karten find auf der Terrasse zu haben.
* • Gewerbegerichts-Beisitzer. Als Beisitzer für da» Gewerbegericht im Juni werden für die Arbeitgeber Herr Spenglermeister Marx, für die Arbeitnehmer Herr Schneider Jjohanne» Diehl fungiren.
* * „hasfia". Nach Erfüllung der satzungsmäßigen Pflichten ist in den Landesverband der Kriegerkameradschast ausgenommen worden: 1) der Kriegerverein Umer-Abtsteinach mit 16 Mitgliedern, Bezirk Wald-Michelbach, 2) der Soldatenverein Ockenheim mit 22 Mitgliedern, Bezirk Bingen, 3) der Veteranen - Militärverein Wiebelsbach mit 26 Mitgliedern, Bezirk Höchst i. O., 4) der Kriegerverein Michelnau mit 14 Mitgliedern, Bezirk Nidda, 5) der Kriegerverein Merkensrttz mit 18 Mitgliedern, Bezirk Ortenberg.
* * Briefmarken Automaten. Die RetchSpostoerwaltuug beabsichtigt, in den Postämtern Automaten zum Verkauf von Briefmarken und Postkarten aufzustellen. Dem Vernehmen nach soll gleich nach Pfingsten mit der Aufstellung in den Schalterhallen mehrerer Berliner Postämter begonnen werden. Die Automaten werden Briefmarken zum Nennwerthe von 10 Pfg. und Postkarten zu 5 Pfg. verkaufen.
” Line mit Freuden zu begrüßende Reiseerleichternng hat die preußische Eisenbahnverwaltung für den sommerlichen Reiseverkehr (leider nicht auf allen Strecken) eingesührt, indem solchen Reisenden, die zehn Fahrkarten der dritten ober acht der zweiten Wagenklaffe auf einmal lösen und somit in der Lage sind, ein ganze» Coupö zu besetzen, gegen Zahlung des einfachen Fahrpreises die freie Rückfahrt zugestandeu wird, und zwar innerhalb zehn Tagen, welche Vergünstigung namentlich für kleine Vereinigungen, Familien- und Freundeskreise sehr willkommen sein wird.
• • Packeteiulieserung bei Eiseubahuzügeu. Ein Versuch, der sowohl für die Post wie für da» Publikum eine große Erleichterung bedeutet und fich durchaus bewährt, ist von der Postbehörde auf der Kleinbahnstrecke Stargardt Noeren- berg gemacht worden. Derselbe besteht darin, daß vorläufig an solchen Haltestellen, wo keine Postanstalt existitt, gewöhn- liehe Packete an die Bahnpost zur Beförderung abgegeben
»erben können. Die Packete werben sowohl srankirt al» auch unfraukirt angenommen, doch befaßt fich die Bahupost nicht mit der Frankatur. Deßhalb wüffeu dte Begleitadreffen lief fraukirteu Packeten mit Marken beklebt sein. Für zu wenig fravkirte Packete muß der Empfänger den fehlenden Betrag erlegen. Für da» Einliesern der Packete bei der Bahnpost wird eine besondere Gebühr nicht erhoben. „ ES tegt im Plaue, diese Neueinrichtung, fall» sie fich bewährt, weiter au»zudehnen.
• * Wetterbericht. Im Westen der britischen Inseln ündigt fich ein neue» Minimum an, während da» vor 24 Stunden dort befindliche mich gegen Central-Europa vor- gedrungen ist und am Moroeu über Ostpreußen zu erkennen war. Dasselbe brachte tm Borüberziehen gestern Nachmittag n Süddeutschland Gewitter und allenthalben Niederschläge. Während vom Nordwesten bis Sükosten der Luftdruck in- wischen wieder gestiegen ist, so wird fich die Furche, welche beide Maximalgebiete t« Nordost und Südwest trennt, erhalten und damit für unser Gebiet da» zeitweise unruhige Wetter mit Niederschlägen fortbauern. — Voraussicht- liche Witterung: Kühle», meist trübe», zeitweise unruhige» unb regnerisches Wetter.
«rünberg, 25. Mai. Da» Gasthaus „Zum wtlben Mann" bahier würbe burch einen heute endgiltig vollzogenen tauf act nach Erlegung einer CautionSsumme von 2000 Mk. veräußert. Der Käufer, Herr I«Heuser ans Frankfurt a. M., übernimmt ben „Milben Mann" ausschließlich >eS größten Thkil« der Hintergebäude für die Summe von 26,000 Mk. am 1. October b. I.
r. Bad - Nauheim, 28. Mat. Morgen Sonntag findet dahier der Delegirtentag der Vereinigten Ortskrankenkassen Hessens statt. Die Verhandlungen beginnen Vormittags 11 Uhr im Gasthaus „Zur Krone". Daran anschließend findet Nachmittags 1/33 Uhr im „Hotel Langsdorf ein gemeinschaftliches Mittagessen statt. — Für das laufende Jahr werden die Communalsteuern um 50 p C t. erhöht. Auch ein Zeichen des Fortschritts!
8. W. Aus der südlichen Wetteran, 26. Mai. Wie man einen Schwindler entlarvt, zeigt folgende» hübsche Vor- kommniß. In ein Pfarrhaus kam dieser Tage ein gut- gekleideter junger Mann, der fich als angehender Theologe vorftellte unb in geschickter Weise von seinen Stubien, seinen Bekannten unb seinen Verhältnissen zu sprechen wußte. Schließlich lief die Sache barauf hinaus, einen richtigen Pump anzulegen. Doch ber geistliche Herr war gewitzigt unb ging nicht so leicht auf ben Leim. Nachdem ber Besuch seine Anfichten entwickelt hatte, griff ber Pfarrer nach seiner hebräischen Bibel unb ersuchte ben Herrn, irgend ein Capitel daraus vorzulesen. Der Besuch machte ein Gesicht, als hätte er in unreife Schlehen gebissen, denn er kannte keinen einzigen Buchstaben, ja er wußte nicht einmal wie er das Werk halten sollte, vorwärts ober rückwärts, nach oben ober nach unten. Verdutzt legte er die Bibel bei Seite und empfahl sich. Al» er weg war, wurde der Hausschlüssel vermißt. Wahrscheinlich zog ihn der Schwindler ab und nahm ihn mit. Bor einiger Zeit wurde vor den umherziehenden Gaunern auch in dieser Zeitung gewarnt, weil diese ost den Zweck versolgen, Gelegenheiten unb Häuser auSzukandichaften, um später Einbrüche mit Erfolg ausführen zu können. ES mag baher auch hier noch einmal zur Vorsicht ermahnt werben.
§ Mücke (Oberheffeu), 28. Mai. Die Einführung ber vierten Wagenklasse auf benOberhesfischen Eisenbahnen wirb Seitens deS Publikum» mit großer Geuugthuung begrüßt. Daß diese Einführung einem wirklichen Bedürfniß entspricht, beweist bte äußerst starke Benutzung ber vierten Wagenklasse. Die hierdurch erzielte Verbilligerung der Retsekosten ist auch für bie verbienstarmen Bewohner ber Umgegend keineswegs belanglos. Als das meist begehrte Reiseziel der von hier aus Mitsahrenben muß Gießen angesehen werben. Seither kostete bieFahrt nach Gießen in berdritten Wagenklasie 1.20Mk., jetzt in bet vierten nur 60 Pfg., also bie Hälfte. DaS RetourbMet britter Klasse kostete an Werktagen 1.70 Mk., mithin werben immer noch bei Benutzung ber vierten Wagenklafle 50 Pfg. gespart, ein Betrag, mit dem ber Kleinbauer unb Arbeiter immerhin zu rechnen hat, namentlich, wenn er fich öfter» reichet» holt. Durch die starke Benutzung ber vierten Wagenklasse wirb bie britte ersichtlich entlastet unb diese dadurch für die Reisenden dieser Wagenklasse angenehmer gemacht. Daß ber Personenverkehr durch bie Einführung ber vierten Wagenklaffe fich verstärkt, bürfte als sicher anzunehmen lei.
s Altenstadt, 27. Mai. Die hiesige Molkereigenossenschaft, welche am 1. Januar bereits 175 Mit- glieber zählte, schloß tm verflossenen Geschäftsjahre mit einem Reingewinn von 3635 Mk. 57 Pfg. ab; bas Quantum ber in 1896 eingelieferten Milch war 1340 543 Kilo.
Worms, 26. Mai. Unvergohrene unb alkoholfreie Trauben- unb Obstweine. Vor einigen Tagen hat fich hier eine Gesellschaft gegründet unter der Firma: Erste Deutsche Gesellschaft zur Herstellung unvergohrener unb alkoholfreier Trauben- unb Obstweine. G. m. b. H. ES ift eine Licenzfabrik ber seit vergangenen Herbst in Bern, Schweiz, bestehenben Actieugesellschaft, welche nach bem sogenannten WäbenSweiler Verfahren des Herrn Professor Dr. Müller- Thurgau unvergohrene unb alkoholfreie Trauben- und Obstweine herstellt unb bie hiesige Fabrik wirb nach bem gleichen Verfahren vom Herbst d. I. ab arbeiten. Auf bem sogen. „Jnbustriegebiet" hat bie Gesellschaft von ber Stadt Worms ein großes Terrain angekauft, wo ber Bau ber Fabrik mit ben Kellereien sofort begonnen werben soll. DaS Capital ber Gesellschaft beträgt vorläufig Mk. 300,000. — ES kann nur mit Freuben begrüßt werben, daß bte Gesellschaft unsere Stabt zu ihrem Sitze gewählt hat und nicht allein ben vielen Temperenzlern unb Abstinenten, sonbern Jeber- mann, ber sich beS Alkoholgenusses enthalten will ober auS Gesundheitsrücksichten sich enthalten muß, wird bie Grün- bung btefe» Unternehmen» sehr willkommen sein.
• Mau schreibt un» au» Hanau: Rur kurze Zeit noch trennt uni von dem Feste, von den Tagen dankbarer unb freubiger Erinnerung. Dankbar — in bem Gebenken jener Zett, in welcher unser großherziger unb ebeldenkeuber Lande»- Herr die GlanbenSflüchtltnge mildreich aufgenommen, ihnen eine neue Heimath, etn neues Vaterland gegeben hat. Freudig — durch daS Bewußtsein ber geschehenen guten That, deren segensreiche Folgen bi» in unsere Zeit hinein- reichen unb in der Entwicklung unserer Vaterstadt für immer eine Rolle spielen werden. ES kann daher nur volle Anerkennung finden, wenn zu würdiger Begehung der Gedenkfeier feiten» der Gemeinde alle Rräfte angestrengt werden. Der ehrwürdige Schloßpark glänzt in seinem FrühltngSkleide und im Vereine mit den jahrhundertalten Bäumen, die schattenspendend ihre mächtigen Kronen auSbretten, bieten bie künstlerischen BoSket- unb Blumenanlagen einen herrlichen Anblick dar. Wirkungsvoll heben sich die verschiedtnen Pavillon», RestaurationShallen, VerkausSbuden, Tanzplätze u. s. re. au« bem umgebenden Grün, sie alle jedoch überragt von der mächtigen Festhalle, die in ihrer äußeren unb dekorativen inneren Ausstattung den Glanzpunkt bilden wird. Die Holle selbst saßt 3000 Personen, welche bequem an Tischen Platz haben. Auch die Stadt beginnt schon allenthalben etn festliches Gewand anzulegen und jeder Einwohner thut sein Möglichste» zur Erhöhung der festlichen Stimmung. Einen Hauptanziehungspunkt wird vor Allem der „Historische Festzug" bilden, der unter Mitwirkung von 2000 Personen in 20 Gruppen die einzelnen Phasen ber Entwickelung Hanau» in „historischer Treue" verkörpert. Seit Wochen schon rüsten fich bie verschiebenen Vereine, um mit ihren Leistungen da» Fest verherrlichen zu helfen- über 500 Sängerinnen und Sänger werden bei bem Festconcert mitreiiken. Bezüglich weiterer Detail» verweisen wir auf ben heutigen Juseratrnthei:.
• Deutsche Festspiele ans dem Niederwald. Für bie ver- anstaltung her sogen, deutschen Nationalfeste — besser wohl deutsche Festspiele zu benennen — bereu erstes für ba« Jahr 1900 geplant »ft, hatte ber Ausschuß zunächst den Platz am südlichen Fuße des Kyffhäuser« als Festfiätte in Aussicht genommen. Dieser Plan wurde dadurch gegenstandslos, tast bte Regierung deS FürstenthumS Schwarzburg-Rutolstot>. zu bem bte Umgebung de» KyffhäuserS gehört, bie Anlage beS Festplatzes nicht genehmigen zu können erklärte, weil sic nicht bnlben bürfe, baß bie herrliche Aussicht, die man sitzt vom Kyffhäuser au« auf das im Süden desselben sich aus- breitenbe Waldgebiet genießt, zerstört werbe. Schon in ber Januar Sitzung beS Ausschusses war neben dem Kyffhäuier auch ber Nieberwalb all Feststätte vorgeschlagen worben. Diesen Gedanken hat nun ber Architect Eb. Linse in Aach:n in Gemeinschaft mit einigen Ausschußmitgliedern näher ver- folgt unb glaubt in bem sogen. Ebenthale auf bem Wege von Rübesheim nach bem Nieberwalb-Denkmal einen Platz gefunben zu haben, wie ihn bie Natur schöner und für solchen Zweck geeigneter nicht btlben konnte. Der von Linse ausgestellte Entwurf ist bem CultuSminifter Dr. Bosse bei teil er jüngsten Anwesenheit in Aachen bereit» vorgelegt unb von ihm eingehenb besichtigt worben- auch wollte der Minister bie vorgeschlagene Feststätte bet seiner Weiterreise rheiua, s- wäetS persönlich in Augenschein nehmen. Der vorpeschlagen-, vom Nieberwalbbenkmal etwa zwölf Minuten entfernte und von Rübesheim zu Fuß tn zwanzig Minuten za erreichende mulbenförmtge Platz, ber bte herrlichsten Blicke m ba» Rhr'n- thal bietet, ist zwischen ben beiden bort vorübtrsührenden Fahrwegen 900 Mtr. lang unb 420 Mir. breit, sobaß bort eine Feststätte in jeber gewünschten Grüße geschaffen werden könnte. Seine Hauptachse ist annähernb von Norden rach Süden gerichtet. Am Nordende plant Linse für die 3RuUraufführungen und Volksschauspiele eine große, bedeckte Halle zur Ausnahme von etwa 10,000 Personen. In den vor- hanbenen Eisenbahnlinien, in ber Rheinschifffahit, ben a. i den Nieberwalb führenden Zahnradbahnen, Fahr- und Fust- wegen erblickt er ausreichende Mittel, den Verkehr zu bewältigen- bte Nähe ber großen Städte Frankfurt a. M., Mainz, WieSbaben, Coblenz, bazu die zahlreichen kleivern Ortschaften im Ryelnthaie verbürgen bte bequeme Unter» bringung unb Versorgung ber zusammenströmenben Menschen- massen- für ben Rubersport ist burch ben bei RüdeShem 800 Mtr. breiten Rhein mit ber „Rüdesheimer Au- tn bet Mitte auf« Beste gesorgt — alle» Verhältnisse, bie beim Kyffhäuser auch nicht annähernb so günstig lagen.__
Citcratur uub Xttnjt.
— Eine neue eigenartige Erscheinung ber Grieben'schen R.ife- bücher (Verlag von Albert Golbschmibt tn Berlin) ist der soeben tn vierter Auflage erschienene Band ®k>ftl do« Äoblem bi« Trier. Preis Mk. 1.20. Der Verfasser tft ber seit einem Menschenalter an ber Mtttelmosel amtlich wirk.nbe Amtsgeticht»- rath Hermann Bresgen in Bernkaftel, welcher, wie kein »weiter, Land unb Leute kennt. Dte neue Auflage enthält alle« Wissen»- werthe für ben Besucher bet Mosel tn ber für Grieben» Reisebüchet charactertsttschen gebrängten klaren Darstellung, die unterstützt wirb burch vorzügliche Kartenbeilagen. Wa» aber der neuen Auflage ihren besonberen Wertd verleiht, bas stab bte vielfachen, an ben geeigneten Stellen eingeflochtenen Bemerkungen über bte Eiamart der hervorragenden Weinmarkeo an ber Unter unb Mtttelmosel. Man muh sie lesen, btefe knappen, aber treffenben Beschreibungen, ba glaubt man fast für jebe einzelne Gattung unb Marke au» den Angaben über bie Lage de» Weinberge», bie Beschaffenheit de« Boden», bte Lese ber Trauben, bte Kellerpslege be» Weine», über alle Eigen- arten bei Wachsens unb ber Behandlung, die mit dem Behagen be« Liebhabers unb Kenner« gezeichnete Eigenart be« Dufte« unb w» schmacke« bestätigt zu finben. ,
Sd?iff»na*ri*fetu
Norddeutscher Lloyd, tn Gießen oertreten durch dte Agenten 6<tl Loo» und I. M. Schulhof.
Bremen, 27. Mai. [93er transatlantischen Telegraph.! Der Schnelldampfer Lahn, Eapt. C. Pohle, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, tft gestern 8 Uhr Abend» wohlbehalten tn Newyork angekomwen.
Bremen, 27. Mat. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Friedrich der Große, Eapt. M. Eichel, vom Nord-


