Ausgabe 
30.4.1897 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

tittl

ntn lli °°P,>

,, 384»

blacke allnA«

XL**««* amätm. inger,

wagen

o Mk. au.

lettstt

geu.

SesatzMel M-19.

nt Kadschtt

t für S^nibtr.

io\ii iesyW

Mk MUI |

pil M.

I-----fjkLhe 63.

tttmlt

le

in.

o

rrrwte tritt

itcha v°"1881 enb-Lbl.

93.-

94.-

126-

118- 138.- Wl- 214.- !«.-

88.46 103^ 22.2o 95.» 2VJ80

M 1(0

& 4.H'.'

96.- «- 22- 81.- 100.-

84.60 61-

191-

,«. 1905101-00

jgiil»**

lihlN*85

197.

N». 100

Erstes Blatt

Freitag dm ZV. April

189»

Gießener Anzeiger

Kenerat-Anzeiger.

Die Gießener Aamilien0tä1ter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.

Der

Hteßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.

Vierteljähriger Avonnemenlsprelsr 2 Mark 20 Pfg. mit

Bringerlohn. < Durch die Post bezog«:

2 Mark 50 Pfg.

Redaction, Expedition und Druckerei: I

-chukstraß-Ar.,^

Fernsprecher 51.

Anrts-und Airzeigeblatt für den Kreis Gieren

Hratisöeikage: chkeßener Aamikienötätter.

Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de, folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr.

ÄUe Annoncen-Lureaux deS In« und Auslandes nehm« Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen'

Deutscher Veichsta-.

210. Sitzung. Mittwoch, ben 28. A-rU 1897.

Eingegangen ist die Servitztartsvorlage.

Auf der Tagesordnung steht die Novelle zum JnvaltditSts- verstcherungsgesetz.

?l0Ke6 ßonJ'): Meine politischen Freunde find« manches Gute in der Vorlage, beiten aber das, was sie bringt, nicht für ausreichend. Man sollte lieber noch warten, um mehr N/ungen zu sammeln und dann gründlich vorgehen. Redner billigt die Entlastung der Krankenkaffen, sowie den Eintritt der Arbeiter in die Verwaltungskörper. Dagegen dürften die Aufstchts- befugniffe der Regierungen über die Versicherungsanstalten keineswegs werden, lieber die anderweite Vertheilung der Lasten zwischen den Versicherungsanstalten würden ja wobl die Ansichten auseinander- man damit einverstanden, denn jetzt müffe der Osten Lasten tragen sür die Arbeiter, die ihre Kräfte in den Jndustrie- h 0cbr rc^t ¥4? Durchaus beseitigen müffe man das *!e ^"unde batten daher auch einen eigenen der eine anderweitige Aufbringung der Mittel bezwecke, Jedem die Rente gewähre, der den Nachweis erbringe, vf(t 8 2!t6f*ea deschästigt gewesm zu fein, und der außerdem eine Einheitsrente schaffe und nur Denen eine erhöhte Rente gewähre, welche die Versteuerung ihres Arbeitseinkommens nachweisen können' b«rfel jedenfalls die Vertheilung der die Sicherstellung der Zukunft des Arbeiters ein eminent staatliches Interesse sei, so müßten auch die Lasten auf die Gesammt- beit der Steuerzahler übertragen werden. Dabei sei es jedem Bundes­staat zu überlassen, wie er den Bedarf aufbringen wolle. Für Vreußen habe er es sich so gedacht, daß Zuschläge zur Einkommen- fcW Theben feien. Das fei nicht socialistisch, wie man seinem Vorschläge vorwerfe und jedenfalls weniger gefährlich, als wenn man den Mittelstand zu Grunde gehen laste. Er befürchte allerdings, ®<ton doch nichts zu Stande komme. Für die Land- "'rthschaft sei bisher auch mit kleinen Mitteln wenig geschehen, selbst das Börsenreformgesetz sei ja nicht einmal durchgeführt worden, wie man aus dem Fortbestände der Feenpalast-Versammlung ersehe.

Abg. Rösicke (lib.): Wäre die Arbeiterversicherung heute noch ein unbeschriebenes Blatt, so würden wir den Weg, den wir mit dem bestehenden Jnvaliditäts-Verficherungsgesetz beschritten haben, heute wohl nicht beschreiten. Gegen alle aus Zusammenlegung der oer- uytevenen Zweige des socialen Versicherungswesens gerichteten Anträge habe er namentlich das Bedenken, daß sie mehr im Interesse der Arbeitgeber als in dem der Arbeitnehmer gemacht seien. Er könne rin Bedürfniß nur anerkennen bezüglich Vereinfachung des SchiedS- gerichtswesens. Dieses sei viel zu vielgestaltig, für die drei Ver- ftcherungszweige nicht weniger alS 1600 Schiedsgerichte in Deutsch­land! Der Antrag Ploetz fei unausführbar und solle wohl auch nur ein Agitationsmittel sein. Leider pflege aber der Bundesrath vor Wünschen des Bundes der Landwirthe leicht zurückzuweichen. Der Antrag diene den Interessen des Großgrundbesitzes. Da nicht in allen Einzelstaaten Einkommensteuer bestehe, so fehle es vor Allem dem Anträge an der nöthigen Grundlage. Der Antrag sei thatsächlich socialistisch, denn er wolle Alles aus dem großen Staatssäckel nehmen Ganz im Einklänge damit hätten ja auch s. Z. die Socialdemokraten eine starke Erhöhung des Reichszufchuffes verlangt und Ausbringung der Mittel durch eine Reichseinkommensteuer. Wie könne man fordern, daß alle die zu den Kosten der Versicherung beitragen, die keine Arbeiter beschäftigen! Gerade den gewerblichen Mittelstand würde der Antrag Ploetz belasten, dagegen den Großunternehmer mit zahlreichen Arbeitern stark entlasten. Ebenso den Großgrundbesitzer. Bei der Aufbringung der Mittel dürfe man am wenigsten an indirekte Steuern denken, denn das würde heißen, daß die Arbeiter die Kosten dieser ganzen, zu ihren Gunsten beschlossenen Versicherung selber aufbringen müßten. An der Vorlage billigt Redner die Verbesse­rungen im Markenkleben für größere Zeiträume nur eine Marke

von höherem Werth ferner die Aenderungen, wonach auch der nicht dauernd erwerbsunfähige Versicherte, der ein halbes Jahr (statt bisher ein Jahr) ununterbrochen erwerbsunfähig war, für die weitere Dauer seiner Erwerbsunfähigkeit Invalidenrente erhalten soll. Er empfiehlt seinen Antrag, diesen sowie einige andere Punkte aus der Vorlage herauszugreifen und sich auf deren Annahme zu beschrävken. Namentlich erklärt sich Redner gegen die Vorschläge der Regierung in Bezug auf anderweitige Vertheilung der Lasten: Tragung jeder Rente nur zur Hälfte durch die nächstbetheiligte Versicherungsanstalt, zur anderen Hälfte dagegen durch alle Anstalten gemeinsam. Wie könne man dem Reichstage mit einem solchen Vorschläge kommm zu Gunsten beispielsweise der ostpreußischen Anstalt, in deren Jahres­bericht es heiße: daß vielfach unrichtige Bescheinigungen zur Ge­währung von Rente geführt hätten. Was müßten bei dieser Anstalt für laxe Zustände herrschen!

Geh. Rath v. Woedtke hält beide Anträge für unannehmbar. Den Antrag Ploetz wegen seiner finanziellen Consequenzen. Die Bestimmung, stets schon bei dem Nachweis vierjähriger Arbeitsdauer das Recht auf Invalidenrente zu gewähren, habe sich früher als Uebergangsbestimmung nicht bewährt. Herr Ploetz könne ja auch selber die finanzielle Tragweite seiner Vorschläge nicht übersehen und wolle deshalb auch eine Herabsetzung der Renten zugestehen. Aber was geschehe dann mit denen, die sich das Recht auf höhere Rente bereits erworben hätten? Herr Rösicke erkenne einige gute Körnchen der Vorlage an und wolle, daß man sich auf diese beschränke. Aber wenn man überhaupt an einer so wichtigen Materie etwas ändere, so sei es doch vortheilhafter, dies nicht auf zwei Sessionen zu ver- theilen, sondern mit einem Male erschöpfend vorzugehen. Auch liege doch wirklich ein Bedürfniß vor für anderweitige Vertheilung der Lasten im Interesse der nothleidenden Anstalten. Und wenn auch vielleicht bei der ostpreußischen Anstalt anfänglich einige Fehler vor­gekommen seien, so erkläre das doch nicht allein die ungünstige Lage diesn Anstalt. Ein Ausgleich müsse geschaffen werden, entweder durch Zusammenlegung der Anstalten ober durch andere Vertheilung der Lasten. ö

abg. Gamp (Rp.) erklärt, seine Partei hege für den Vorschlag Rösickes gar keine Sympathien, um so weniger als, wenn man dem­selben folge, die Neigung de« Reichstages oder der Regierung, eine gründliche Revision be« Gesetzes vorzunehmen, hinterher ganz schwinden würde. Jedenfalls müsse als Ziel die Vereinfachung der gelammten socialen Versicherung im Auge behalten werden. Die Nothlage der ostpreußischen Versicherung sei eine dauernde, der unter allen Umständen abgeholfen werden müffe. Redner vertheidigt weiter sehr entschieden den Antrag v. Ploetz.

Weiterberathung Morgen 2 Uhr. (Schluß 6 Uhr.)

Deutsche» Reich.

Berlin, 27. April. DerReichsanzeiger" veröffentlicht eine Verordnung über die Führung akademischer chLttel, deren hauptsächliche Bestimmungen folgendermaßen lauten: § 1. Preußische Staatsangehörige, welche einen akademischen Grad außerhalb des Deutschen Reichs erwerben, bedürfen zur Führung des damit verbundenen Titels der Genehmigung des Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medictnalangelegenheiten. § 2. Für nichtpreußische Reichs- angehörige und Ausländer, welche einen akademischen Grad außerhalb des Deutschen Reichs erwerben, gilt die Be­stimmung des § 1 mit der Maßgabe, daß eS, sofern sie sich nur vorübergehend oder im amtlichen Auftrage und in beiden Fällen nicht zu literarischen oder sonstigen Erwerbszwecken in Preußen aufhalteu, genügt, wenn sie nach dem Recht ihres HeimathSstaateS zur Führung deS Titels befugt find.

Berlin, 27. April. Vor der 9. Strafkammer des Land­gerichts I wurde heute gegen den Redacreur Kurt Et Sn er und den Herausgeber der WochenschriftKritik", vr. W r e d e, wegen MajestätSbeletdtguug, begangen durch einen Artikel ia derKritik", überschrieben:Ein diplomatischer Neujahrs- empfang" verhandelt. EiSver wurde zu neun Monaten Ge- fäugntß, vr. Wrede als Verleger und Redacteur zu sechs Monaten Festungshaft verurtheilt. Der Gerichtshof führte aus, daß in dem Artikel unbedingt schwere MajestätSbeleidi- gungen enthalten seien.

Zur preußisch-hessis chen Eisenbahnge­meinschaft und das hessische Budget schreibt die M. Allg. Ztg.": Es ist schon wiederholt darauf hiugewiesen worden, in welch hohem Maße die finanziellen Wirkungen der preußisch-hessischen Finanzgemeinschaft dem hessische» Staatshaushalt zu Gute kommen werden. Die Fertigstellung deS Budgets ist allerdings durch fie verzögert worden und ein Theil der Kammer hat darob gewaltig die Stirn runzel» zu müssen geglaubt- die Stirnen werden sich aber ohne Zweifel glätten und die gestrengen Herren Parlamentarier nachträglich gern Indemnität ertheilen, wenn erst der finan­zielle Erfolg des Staatsvertrags klar und greifbar in de» Ziffern des Staatshaushaltsetats vorliegt. ES wird dann unwiderleglich bewiesen sein, daß Hessen mit dem Vertrag ein ganz vortreffliches Geschäft gemacht hat. DaS Organ desnationalsocialen Vereins", dieZeit", schrieb unlängst in dieser Angelegenheit: Der preußisch-hessische Staatsvertrag wurde von den hessischen Particularisten und auch von vielen Christlich-Socialen unter Führung des Herrn v. Schenk, eines Freundes der welfisch-kurhesfischen Rechtspartei, schon oft heftig angegriffen und dazu benutzt, beschränkte Köpfe und Gemüther aufzuregeu und von den nationalgefinnten Männer» zu trennen, welche den Vertrag für heilsam hielten und auch richtig zu handeln glaubten, wenn sie denselben zur rechten Zeit unter Dach und Fach brächten und dadurch retteten. Diese echt nationale Handlungsweise hat sich schon jetzt glänzend bewährt. Zum Beweise hierfür citirte das Blatt folgende Mittheiluug desDarmst. Tägl. Anz.":Das hes- sische Staatsbudget 18971900 ist noch nicht aufgestellt, wohl aber weiß man, und durch die Mitlheilungen des Hrn. Finanzministers in der letzten Sitzung der Zweiten Kammer ist es bestätigt, daß die kühnsten Erwartungen übertroffen werden. Abgesehen von der gedeckten Verzinsung wird als Reineinnahme aus der Eisenbahngemetnschaft eine jährliche Summe von ca. 1,800,000 Mk. eingestellt werden können, gegen 36,000 Mk., welche seither den Einnahmeüberschuß der hefsischen Eisenbahnen darstellten! Ist dies nicht ein gewal­tiges Wort und gegenüber unsrer directen Steuerlast (fast der höchsten in ganz Deutschland) ein Treffer von der größten Bedeutung? Große Aufgaben treten auch im kleinen Staat immer stärker heran, sie fordern Geld, Geld, Geld? Ohne diese Etsenbahneinnahme müßte wesentliche Erhöhung der directen Steuern die unausbleibliche Folge sein! Wird diese gewünscht? Oder sollte man nicht Gott danken, daß diese,

Feuilleton.

Frankfurter Theaterbrief.

(Originalbericht für denGießener Anzeiger".)

(Nachdruck verboten.)

vr. M. Im Schauspielhause find verschiedene Novitäten in den letzten Wochen einander rasch gefolgt, ohne daß es einer gelungen wäre, sich über die Bedeutung eines Theaterabends von Durchschnittswerth hinauSzuschwingen. Weder derAbend" von Paul Lindau, nochMareelle" dva Sardou, am allerwenigsten jedoch derRoman einer Soubrette" von Frl. Sophie König, beschäftigten Ver­standes- und Gemüthskräfte in ausreichendem Maße. Das letztgenannte Schauspiel, das einen recht bescheidenen Inhalt, ker sich vielleicht in einem E'nacter pointirt und ltebeuS- würdig ausgenommen haben würde, für vier Aufzüge auS- nnanderdehnt, verdankt seine Aufnahme in den Frankfurter Spielplan wohl in erster Linie dem Umstand, daß seine Autorin ein langjähriges und sehr beliebtes Mitglied der Artigen Bühne ist und daß man von ihrer Popularität die Wirkung erwartete, welche daS Stück seinem eigenen Werth oach unmöglich erzielen konnte. DerRoman einer Soubrette" zeigt vielmehr, daß man recht viel Theater »leben, in der Couliffenwelt vollständig zu Hause sein kann, »hree deshalb schon die Fähigkeit zu besitzen, ein kunstgerechtes Drama bauen zu können. Und gerade in unserem kritischen Zeitalter, wo sich die Ansprüche nach dieser Richtung so un- »dlich verfeinert und complicirt haben, wo selbst eine Birch-

Pfeiffer der naive, starke Wagemuth verlassen würde, muß es die Frau, wenn sie sich mit der Kunst einläßt, doppelt ernst nehmen und darf sich nicht an Mittelwaare genügen lassen.

An den Herren Sardou und Lindau konnte man es immer rühmend hervorheben, daß fie sich, wenn nicht alS Poeten, so doch als Bautechnikcr gut auf ihr Fach verstanden. Die Stücke, die wir aber letzthin von den Beiden in Frankfurt zu sehen bekamen, zeigen auch in diesem Punkt einen merk- lichen Rückschritt an.

Sardou spinnt bereits die Fäden seines Altweiber­sommers.Marceile" hat zwar noch einige gelungene Bühnencoups, aber die Führung der Fabel gemahnt im Ganzen doch nur schwach an den flotten Sardou desLetzten Briefs" oder den packenden SensationSschriftsteller der Fedora".

Paul Lindaus goldene Tage war das Jahrzehnt unmittelbar nach dem deutsch.französischeu Kriege. In dem Berlin der Gründerzeit wollte man sich des Abends im Theater erholen, amüfiren und lachen um jeden Preis. Eine Zeitfrage oder ein actuelleS Ereigniß durfte wohl auch mit hineingezogen werden, aber beileibe nicht zu wuchtig, zu schwer! Für diese Bedürfnisse war gerade Paul Lindau der rechte Mann, und er war schließlich noch immer gediegener als so und so viele neben und um ihn, welche nm daS Ziel mit weit unedleren Mitteln rangen. Aber nachgerade ist man auch in Deutschland wieder ernst und tief geworden. Lindau hat und das muß ihm angerechnet werden mit allen Kräften versucht, die Bewegung mitzumachen und für seine

Person den Anschluß nicht zu versäumen.Der Andere". "Die Erste" undDer Abend" find solche Versuche, aber in der redlichen Absicht ihres Autors liegt ihr Haupt- verdienst.Der Andere" dürfte unter ihnen immerhin als das bedeutendste dastehen.

Im Opern hause hat man eine neue Operette von Fritz BaseltDer Sohn des Peliden" aufgeführt. Manchmal scheint eS so, als könne dieses Kunstgenre noch zu einer neuen Blüthe gelangen, aber die Hoffnungskeime sterben ebenso rasch wieder dahin. Fritz Baselt ist ein Componist von Talent, er besitzt Melodieen-Erfindungsgabe, ja letztere scheint ihm nach unserer subjektiven Auffassung weit eher die Bahnen der lyrisch-senttmentalen alS die der burlesken Musik zu eröffnen, aberDer Sohn des Pelt den" wird über Frankfurt kaum htoausdringen. Die Musik läßt sich ihre Richtschnur geben von einem Textbuch (Franz Steller ist bei Verfasser), baß die alte Sage von dem in Weiberkleidern versteckten und unter Mädchen verborgenen griechischen Ach'll parodistisch wendet und auf seinen Sohn, den jungen Neop- tolem, überträgt. Man sieht, eS ist ein Offenbach'scher Ein- fall, doch weder Componisten noch Librettisten ist eS ge­lungen, ihn amüsant zuzuspitzen und das Publikum durch die Komik der Situationen zu bezwingen. Die Hörer, die kurz vorher mit unverminderter Begeisterung dem Humperdinck'- scheu MärchensptelHänsel und Gretel" gelauscht hatten, konnten zu dem Baselt'schen OpuS keine Stellung finde».