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30.3.1897 Erstes Blatt
 
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Verk-H-, £anö. and vslr,u>irtbschaft

Die am in den 3 Gemeint Holzverstri

Treis a. Großh. 3125

in Teilzahlungen von monatlich 8 Mark oder vierteljährlich 9 Mark liefere ich an solide Leute ohne Aufschlag ew dem von der Verlagehandlung festgesetzten Preie franko per Poet die neueet«, mit ea. 10,000 Abbildungen im Text und auf ungefähr 1000 Tafeln, darunter 188 Farbendrucktafeln

,undS90 Kartenbeilagen, geschmückte neueste, fünfte Auflage ton

§ dlus Daubriugeu, 28. März, erhielten wir folgende Zuschrift: Vor einiger Zeit weilte auch hier die Eisenbahn- bau-Commisfion für die Baustrecke LondorfLollar und hatte Vorbesprechung mit dem hiefigen OrtSvorstanb bezüglich der Uebergänge, Wegverlegung rc., and do hat sich denn zu großem Verdruß unserer OrtSeinwohner herauSgestellt, daß die Bancommisfion nicht gewillt ist, an hiesige« Platze emea Bahnhof zu errichten, vielmehr denselben noch einige Minutea oberhalb der Mainzlarer Brücke nach TreiS zu auf die sogen. Pfingstweide zu legen gesonnen ist. Unsere Ein­wohnerschaft glaubt umsomehr Anspruch auf einen Bahnhof am hiefigen Platze erheben zu können, als 1) alle Orte an öcr Lumda (die mitunter lange nicht so bedeutend wie der unsrige), welche die Bahnlinie berührt, einen solchen be­kommen, 2) der hiesige Ort an Bevölkerungszahl und indu­strieller Beziehung den Nachbarort Mainzlar bedeutend über­ragt und 3) seinerzeit einePetition unterzeichnet, von fast allen erwachsenen Personen unseres Orter, um Erbauung dieser Bahnlinie eingereicht worden ist, 4) auch btn Einwohnern aus Wiesrck und dem anliegenden Busecker Thal, welche man so häufig den Postkarren und anderes Fuhrwerk von hier aus nach der Rabenau zu benutzen sieht, Rechnung getragen wird, 5) auch mehr im Interesse der Stadt Staufenberg liegt und 6) find gewiß in Betracht zu gellen die vielen Industriearbeiter, welche von hier aus in Lollar, Gießen und. den noch mehr südlich gelegenen Städten Beschäftigung finden und die Bahn täglich wohl be­nutzen würden, was wohl nicht der Fall ist, wenn diese Leute erst eine gute Strecke entgegengesetzter Richtung gehen müßten und im Falle sie den Zug versäumten, gut fitzen würden, 7) alle die hier auf Wahrheit beruhenden Punkte den wenigen leicht zu überwindenden Terrainschwierigkeiteu nicht hintanzusetzen find, wenn eine Secundärbahn das sein soll, wozu sie bestimmt ist. Erfreulicher Weise verlautet, daß unser hochlöblicher Ortsvorstand die nöthigen Schritte thun wird, um das zu erreichen, was im Interesse unserer Einwohner zu fordern wohl berechtigt ist.

E. Schzell. 28. März. Herr LandwirthschaftSlehrer Andrae hält hier seit einiger Zeit einen UnterrichtScursuS für Obstbau ab, woran sich eine größere Anzahl von jungen Leuten betheiligt.

demnächst aufzusührenden VolkSschauspielSMartin Luther" (nicht zu verwechseln mit dem f. Z. hier gegebenen kirchlichen Festspiel von Herrig) stattfinden wird, zu welcher Diejenigen, welche sich für die Veranstaltung selbst iuteresfiren und be­sonders die zu darstellerischer Mitwirkung freundlichst bereiten Herren unserer Bürgerschaft um thuolichft frühzeitiges Er­scheinen gebeten werden. ES sollen hier die Hauptscenen deS Schauspiels, zu deren wirksamer Ausführung auf die dar­stellerische Mitwirkung bürgerlicher Kräfte gerechnet werden muß, durch Herrn Regiffeur Hertel zum Vortrag gelangen, welcher die Jnsceuirung des Werkes leitet und gleichzeitig die Eiozelproben mit den zur Unterstützung des hiesigen Per­sonals gewonnenen Herren vornehmen wird. Anmeldungen zu freundwilligbereiter Mitwirkung werden an Ort und Stelle

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nnb thunlichst bis zum 1. April bet der Theaterdirection, bezw. bei Herrn Regisseur Hertel imHotel Einhorn" erbeten.

♦H. Eladttheater. Wenn ein vor einem Jahrzehnt ge­schaffener Schwank sich immer noch auf dem Repertoir mit gleich gutem Erfolg und als beliebtes Zugstück zu halten vermag, so müssen es schon ganz besondere Vorzüge sein, welche dazu verhelfen. Diese Bedingungen erfüllen sich nun in dem von den Gebr. v. Schönthan geschaffenen Schwanke Der Raub der Sabtnerinnen" auf« Vortheilhafteste. Das Stück, das an unserer Bühne schon mehrere Auffüh­rungen erlebte, fand auch bet der gestrigen Wiedergabe wiederum ein gut besetztes Haus und großen Erfolg, letzteren alleroingS wohl auch dem Umstand zufolge, daß Herr Director Helm, als Benefiziant des Abends, in der Glanzrolle des biederen Schmierendirectors Emanuel Striese auftrat. Das flotte Zusammenspiel steigerte die Beifallsfreudigkeit von Act zu Act. Der Löwenantheil des Beifalls fiel jedoch Herrn Helm zu, welcher diesen Emanuel Striese mit überwältigen- der, unvergleichlicher Komik und glänzender, vollendeter Mimik in großartiger Weise verkörperte. Kein Wunder, daß PublicuS bis zu Thränen lachte und den Darsteller selbst bei offener Scene mehrmals mit stürmischem Beifall bedachte. Von den übrigen Mitwirkenden seien erwähnt: Herr Kunert, der im ersten Act seinen Professor Gollwitz natürlich und ansprechend, in den folgenden Acten jedoch übertrieben carricirt daritellte. Frau Kruse, als Frau Professor, erfreute durch wirkungsvolles Spiel. Frl. v. Winterstein und Frl. Egger entzückten durch ihre Frische und Lebhaftigkeit. Frl. Diener als dienender Geist bet Prof. Gollwitz war ganz allerliebst,- durch ihr ungemein natürliche«, den richtigen Ton in verständntßvoller Weise erfassendes Spiel bot fie wiederum eine vorzügliche Leistung. Seinen Dr. Neumetster stattete Herr Fritzschler wirkungsvoll und in fein angelegter Weise ous. Herr Schuller als Weinhändler Groß wurde erst im letzten Act diesem Character entsprechend lebhafter. In vergnügter Stimmung traten die Theaterbesucher den Heim- weg an. *

für die ® KataUIonS I bis Ende werben- Mr.'um

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oi mA; N den 30. Mälz: Margaretbe.. Mittwoch den 31. März. Das Modell. Donnerstag den I. April: KöniaS- Freitag den 2. April: Wilhelm Tell. Samstag dm LApril: Der Prophet. Sonntag den 4. April: Königskinder- agontag den 5. April geschlossen. Dienstag den 6. April las a i r u r e.

Krankenkasse-Auflösung. Laut Beschluß der General- Versammlung löst sich die hier bestehende Kaufmännische Kranken- und Begräbvißkasse (eingeschriebene Hilfs- lasse) anf.

* Das vranperfonal der «ttieudranerei Gießen hielt am SawStag Abend in Steins Garten ein gut besuchtes Concert mit darauffolgendem Ball ab.

♦♦ Zur Probe»usterung für den Mobilmachung-fall patten sich am Samstag Vormittag auf der Straße nach Wieseck etwa 1500 Pferde aus dem Kreise Gießen eingefunden, darunter aus der Stadt Gießen allein 560 Stück. Gegen­über der Dvrfeld'schen Wirthschaft hatte die Musteruogs- Commisfion ihren Standort gewählt. Daß DorführungS- geschäft ging im Allgemeinen flott vor sich. Nach dem, waS wir in stundenlanger Beobachtung wahrnahmen, verfügt unser Kreis hauptsächlich über tüchtiges Pferdematerial belgischer Rasse, zum Zug geeignet. Neben einer Anzahl gut gehaltener Thiere waren leider auch solche zu sehen, die in der Pflege sehr vernachlässigt waren. Diese Thiere waren mit Wunden und Beulen behaftet, welche durch schlecht passende Geschirre

hervorgerufen zu sein scheinen. Der Thierschutzverein hätte hier eine dankbare Aufgabe, im Jntereffe der geplagten Thiere etnzuschreiten. Die Landbevölkerung zeigte bei dieser Pferde« schau, daß im Allgemeinen wesentlich besseres Pferdematerial im Kreise vorhanden ist, als dies bei früheren Musterungen der Fall war. 8

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I + jungen, 28. März. Gestern feierte Herr Buch- bindermetster Ehr. Sch au er mann mit feiner Gattin bat seltene Fest der goldenen Hochzeit, bei welcher Gelegen heit dem greisen Paare manch ehrende Erinnerungszeichen zu Theil wurden. Der 84jährtge Jubilar tft einer der von den Gründern des hiesigen GesangvereinsEintracht" noch lebenden drei Mitgliedern und gehört sowohl dem Kriegerverein, als auch der freiwilligen Feuerwehr dahier an. Dem Jubelpaare tourbe deßhalb am Abend eine schöne Ovation dargebracht.

4- Nidda, 28. März. Der im Februar v. IS. con« stituirte VereinKr ankenpflege" hat nach dem in vor- gestriger Generalversammlung erstatteten Rechenschaftsberichte für 1896 ein reines Capitalvermögen von 1200 Mk. bet über 300 Mitgliedern, so daß jetzt schon die Ausbildung einer Krankenpflegerin in Aussicht genommen ist. Bet der zum Schlüsse der Versammlung erfolgten Vorstandswahl wurden die seitherigen Mitglieder wiedergewädlt.

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Schauspieldaus.

Dienstag den 30. März: 1812. Mittwoch den 31. März- Der vuttenbesitzer. Donnerstag den 1. April: Alt-Frankfurt. Freitag den 2. April geschlossen. Samstag den 3. April: Der Abend Sonntag den 4. April, Nachmittags 3Ve Ubr: 1812

,7. J^r: ®cr Abend. Montag den 5 April: Der Sohn des Peltden. Hierauf: Der Mikado.

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** Stadttheater. Wie man uns aus dem Theaterbüreau mittheilt, ist es der Direction Kruse-Helrn gelungen, Fräulein Josehine Dora und Herrn George Worlitzsch vom Berliner Adolf-Ernst-Theater für ein zweimaliges Gastspiel hier zu gewinnen. Die beiden Gäste, welche augenblicklich in Frankfurt a. M. die größten Triumphe feiern, treten hier am Mittwoch und Donner-tag auf; damit schließt die dies­jährige Thea'ersaison. Das Gastspiel Dora-Worlitzsch findet außer Abonnement statt. Die wenigen noch auSstehen- den AbonnementbilletS wolle man daher in der heute zum ^Enefiz für Frl. Dellmar stattfindenden Aufführung von ^°^erkö^ ig", der letzten diesjährigen Abonnementvorstellung,

**F. Die Gießener Ruder-Gefellschaft eröffnet kommenden Sonntag, den 4. April, ihre diesjährige Rudersaison. Schon ist man mit Eifer daran, Bootsplatz und Bootshaus aus dem Winterschlaf zu erwecken und fie zum Empfang der Ruderer würdig herzurichten. Auch der Bvvttpark der Gesell- schäft wird in diesem Jahre eine ganz bedeutende Ergänzung und Verbesserung erfahren. Konnten wir doch schon vor einiger Zeit berichten, daß ein Renn-Vierer und ein Renn- Achter sich im Bau befinden und ersterer schon in einigen Tagen, letzterer Mitte Mai hier eintreffen wird. Die ganz bedeutenden Kosten für diese BootS-Neuanschaffungen wurden durch die Opferwilligkeit der activen und passiven Mitglieder der Gesellschaft aufgebracht, ein erneuter Beweis, wie großer Sympathien sich die Rudergesellschaft erfreut. Wenn wir schon heute über die Zusammensetzung der Rennmannschaften etwas be­richten wollen, so sei hier nur erwähnt, daß die Aussichten auf eine besonders rege sportliche Thätigkeit die denkbar besten find. Haben sich doch die altbewährten Renn-Ruderer der Gesellschaft, unterstützt von einigen neuen tüchtigen Kräften unb ausgerüstet mit dem besten Material, ohne Ausnahme bereit erklärt, wieber zu trainiren; wollen wir hoffen, baß es ihnen gelingen möge, bas sieggewohnte roth weiß-rothe Banner zu neuen Siegen zu führen.

* Freiwillig- Gail'fche Feuerwehr. In ber am SamStag abgehaltenen General-Versammlung wurde ber bis- berige erste Hauptmann, Herr KreiSfeuerwehrinspector Martin Loo», einstimmig als solcher wieber gewählt, ferner würben wieder gewählt die Herren Kalbfleisch als zweiter Haupt- mann; Th. LooS als Adjutant- Robert Sattler als Rechner- Schuhbecker al« erster, Lang als zweiter Ob- mann der Stcigermannschafl- Walter als erster, Ger- bardt al« zweiter Obmann des HydrantenzugeS- Schäfer °l« erfier Obmann Der Sp.ltz.nm°nn[ch°ft, jn d-r-n ,»eiter Obmann Lindenstruth neu gewählt wurde. Als Beisitzer wu-b-n gewählt: Ph. Mootz, G g. Atzbach, C. Häuser uno no r o er.

_ . ®länner.Tutn.$etei« [pleite gestern auf dem Trieb in diesem Jahr zum ersten Mal Sqleuder- und Sch lag ball. Diese turnerischen Spiele werden bei autem Wetter jeden Sonntag geübt.

«18 weiterer Bewerber bei zu besetzenden «abbinatB bet Provinz Oberheflcn stellte sich am Samstag Rabbiner L>r San der-Karlsruhe der hiesigen israelitischen Gemeinde tu der Synagoge vor.

u. Ditallllstku.C-nf-ri-^ Im Hotkl zumDarmstädter Hof zu Darmstadt fand gestern Morgen um 11 Uhr die 4. Detaillisten-Coufereuz des Verbandes sübwest- deutscher Kaufleute statt. Vertreter aus den Städten Frank- furt a. M., Worms, Mainz, Mannheim, Köln, Hanau, Gießen und Darmstadt waren zahlreich erschienen und auch die Großh. Regierung war durch Ministerialrath Emmer- ling und Regierungrath Feh vertreten. Auch blr Reichs- tagSabgeordnete Dr. Osann, sowie Landtagsabgeordneter Dr. Schröder hatten sich zu den Verhandlungen ein» gefunden. Es erfolgte zunächst eine eingehende Bericht- erstattung durch Herrn Hugo Hirsch selb-Frankfurt a. M. über bie Erfahrungen mit dem neuen Gesetz gegen ben unlauteren Wettbewerb in ber Praxis." In vortrefflicher Weise berichtete Rebner, wie der Verein der Detaillisten zu Frankfurt a. M. sogleich nach Erlaß des Gesetzes gegen die Auswüchse in der unlauteren Concurrenz, insbesondere von dem § 3 Gebrauch gemacht und, unterstützt von der Staatsanwaltschaft und den Gerichten, eine ganze Anzahl von Verurtheilungen herbeigesührt habe. Er em- pfiehlt aber, den Kampf gegen den unlauteren Wettbewerb nicht einzeln, sondern in der Gesammtheit der Vereine zu führen, weil nur dadurch der Einzelne von dem Vorwurf des ConcurrenzneideS geschützt sei. Er empfiehlt den Kaufleuten ttnrnüthige« Zusammengehen, um dazu beantragen, daß den ©egnern gezeigt werden könne, daß im Kaufmannsstande der öegriff von Treu und Glauben noch nicht geschwunden sei. ! Der zweite Gegenstand der Tagesordnung betraf die Stellung« "ahme zu der Resolution der Budget-Commission des Reichs tageß (Antrag Lingen«) wegen Einschränkung de. Postverkehrs an Sonntagen. Von sämmtlichen Rednern wurde sestgestellt, daß dieser Antrag Lingen« aus Beschränkung des PacketverkrhrS an Sonntagen eine schwere Schädigung des Detailhandel« bedeuten würde. Wolle man bei der Poft bie Arbeitszeit am Sonntag reorganisiert, so I mö0e bfefe für die Zeit von 11-1 Uhr festgesetzt werden, wie dies für den Kaufmann durch da« Gesetz der Sonntag«- I ruhe vorgeschrieben sei. Bezüglich der Kündigungs- fristen und der Concurrenzclausel im neuen I Handelsgesetzbuch sprach sich die Versammlung dahin aus, daß das neue bürgerliche Gesetzbuch genügende Hand- habe biete, um Verletzungen nach dieser Richtung hin zu I treffen. Eine Stellungnahme zur gesetzlichen Regelung des Ladenschlusses wurde abgelehnt, dagegen soll der Versuch, eine freie Vereinbarung herbeizuführen, durchgeführt werden. Der vom Centralverband Deutscher Kaufleute vorgeschlagene Entwurf zu einem Gesetz, betreffend die Erhebung einer Betriebssteuer der großkapitalistischen Detailgeschäfie, gab zu längeren Debatten Veranlassung. In lebhafter Weise trat besonder« ber Mannheimer unb Kölner Vertreter für ben Erlaß eine« solche« Gesetze« ein, welche« geeignet sei, bie schweren Schäbigungen de« Detailhandel« durch die wie Pilze aus der Erde wachsenden Verkaufchäuser einiger- maßen zu paralysiren. In scharfer Weise traten die Der- treter von Frankfurt und Darmstadt dem Anträge entgegen, der au« blasser Concurrenzfurcht entsprungen sei. Frei müsse sich der Kaufmann entwickeln können und jede Besteuerung seiner Concurrenzsähigkeit sei verwerflich unb schädlich für benfelben. Die Versammlung beschloß, den Antrag auf Erlaß eine« solchen Gesetze« abzulehnen und nicht dafür einzutreten. 7" 3»ei weitere Fragen wegen Ermäßigung der Fern- sprechgebühren und Erhebungen zum Schutz befl Kleinhandels kamen nicht mehr zur Verhandlung. Um d Uhr war ?te umfangreiche Tagesordnung beendigt, nachdem noch Wiesbaden als Ort der nächsten Conferenz festgesetzt war. Für Gießen, das sich ebenfalls gemeldet hatte, war keine Sympathie vorhanden. Nach ber Conferenz fand ein I gemeinschaftliches Mittagsmahl statt, an dem sich sämmtliche Vertreter betheiligteu.

Wetterbericht. Das nordwestliche Minimum ist etwa« nordostwärts vorgedrungen, doch hat sich zugleich der Einfluß des niederen Drucke« sowohl in südlicher al« südöstlicher Richtung in den Kontinent herein aufigebreitet. Ueber dem ©üben Europa« besteht hoher Druck fort, der Kern desselben lagert im äußersten Südwesten. Da« Druckgefälle gegen Norden ist ein ziemlich beträchtliche« und ist infolgedessen in Central-Europa neuerdings unruhiges und zeitweise stürmisches Wetter eingetreten. An den Hochstationen haben die Tempe- raturen wieder bedeutend zugenommen. Voraussicht- lt$e Witterung: Unbeständige«, zeitweise noch unruhiges Wetter. 7 0

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Heute Nm, W ladenrein Faselt ladenrein

rfittfrert, 27. März. Fruchtpreise. Weizen X 16,00, Urn 1 SM Geiste X 14,10, Hafer X 13,30, Erbsen X 18,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 4 50, «amen x uu.oo.

Verurrschtes.

Augsburg, 27. März. Heute NachmMag geriethen in ber Vorstadt Wertach sieben Kinber beim Spielen unter einen einstürzenben Holzstoß- ein Kinb würbe getöbtet, brei tödtlich verletzt- die anberen brei trugen leichtere Ver­letzungen bavon.

* Augsburg, 26. März. Heute Nachmittag stürzte in ber Schießgrabenstraße ein Canal ein. Zwei Arbeiter, die in einer Tiefe von 3 Metern barin arbeiteten, wurden von ben einstürzenden Erbmassen verschüttet unb waren sofort tobt.

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Meyers Konversations-Lexikon