Ausgabe 
28.7.1897 Erstes Blatt
 
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gelb (5.) ausgeschloffen. Neben dem auf Grund des Reichs- gefetzeS vom 13. Juni 1895, betreffend die Fürsorge für die Wittwen und Waisen gewesener Soldaten deö RetchsheereS und der Kaiserlichen Marine vom Feldwebel abwärts, zu- ftändigen Waisengeld kann jedoch ein Thetl deS Pflegegeldes bis zur Erreichung der Beträge von 90 und 108 Mk sl. 2)j bewilligt werden. 7. Die Bewerbung um die Wohlthateu ist an daS Directorium der Pot-damschen Großen Militär- Waisenhauses In Berlin (Wtlhelmstraße 82/85) zu richten. Dem Gesuch find betzufügen: 1. die Militärzeugniffe deS Vaters, 2. die Sterbenrkunde des Vaters und bei Doppel­waisen auch der Mutter, sowie die Geburtsurkunde deS Kindes, 3. eine amtliche Bescheinigung der Bedürftigkeit. 4. ein amtlicher Ausweis über das zuständige Waisen- oder Er« ziehungr-Geld.

e Eine alte Kriegsveteranin ist in Neubrandenburg^zur letzten Ruhe bestattet worden. ES ist dies die 84jährtge Frau Buchhändler Friederike BrünSlow, die fich im deutsch-französischen Kriege durch hervorragende opferwillige Pflege der Verwundeten auf den von den Kugeln des Feindes bestrichenen Schlachtfeldern hervorthat und hierfür von Kaiser Wilhelm I. mit dem Eisernen Kreuz am weißen Bande und dem Berdtenstkreuz ausgezeichnet wurde.

Koblenz. 26. Juli. An der Südspttze der Insel Oberwerth trieb gestern die Leiche eines Mannes an, welche eine große Kopfwunde trug, die anscheinend von einem Meffersttche herrührt. Nach der Kleidung zu urtheilen die Leiche trug einen blauleinenen Anzug ist es ein Schiffshetzer, btn man gelandet hat. Die Leiche wurde zum diesigen Friedhöfe gebracht, wo heute die gericht-ärztliche Obduction stattfindet.

* Bei den Grabungen am Limescastell Alteburg bei Holzhaus en a. d. Heide ift vor einem der Thore ein großer Theil einer prächtigen Inschrift gefunden worden. Sie besteht aus vergoldeten Bronzebuchstaben, die in fünf Zeilen auf einer etwa 3 Meter langen und 90 Centimeter hohen Kalksteinplatte mit filbernen Stiften angeheftet find. Soweit der Zusammenhang fich bis jetzt erkennen läßt, han­delt es sich um eine im Jahre 213 n. Ehr. errichtete Ehren- Inschrift für den Kaiser Caracalla, gestiftet nach deffen Sieg 'über die Alemannen. Von dem vortrefflich erhaltenen Castell find die vier Thore fast vollständig freigelegt.

Ein Erbstück eigener Art befindet fich, wie dieKönigs­berger Allg. Ztg." schreibt, in der Familie I. zu Lappieuen. ES ist daS eine Schiefertafel, welche das Datum 10. Juli. 1791" auf den Rahmen trägt. Es haben auf der Tafel die Urgroßmutter, die Großmutter und Mutter deS jetzigen Inhabers ihre ersten Schretbversuche gemacht.

Der Tag des hundertjährigen Bestehens des Erbstückes wurde durch ein Kinderfest in finniger Weife begangen.

* Aberglauben. Ein Apotheker in Tilsit erhielt von einem Bewohner aus der Nähe der rnfftschen Grenze ein Schreiben, welches, ins Deutsche übersetzt, folgenden Wort­laut hat:Lieber Herr! Könnte ich von Ihnen solche Tropfen oder ein anderes Mittel zum Augenverblenden erhalten, daß die Russen mich an der Grenze nicht sehen können? Be­komme ich solches Mittel, bann treibe ich das Geschäft (den Schmuggel) wieder so wie früher. Lieber Herr! Sollte zu bekommen sein, dann bitte, mir durch diesen Mann einen kleinen Brief zu senden, was eS kosten soll, und wie eS ge­macht wird, dos darf der Mann nicht wissen. Um die Preise macht mir gar nichts. Lass' kosten, wie viel eS kostet, wenn man zu bekommen wäre."

* «u8 Altenburg wird berichtet: Die Bogelsamm- lung des bekannten Naturforschers Brehm, die in Reuthen- dorf aufbewahrt wurde und größtentheilS von dem alten Pfarrer Brehm, dem Ornithologen, zusammengestellt worden war, ift von Baron Rothschild angetauft und einem Lon- doner Museum als Geschenk überwiesen worden.

* Schlau. Bei Doctor Merker wollte fich der erste Patient durchaus nicht sehen lassen. Da erließ er folgende Anzeige:Gestern find bei mir in der Sprechstunde fünf Stöcke und sechs Damen-Sonnenschirme stehen geblieben. Dr. August Merker, pract. Arzt, M.gasse 6." Vier Wochen später hatte der Doctor alle Hände voll zu thun.

Universitäts - Nachrichten.

Kiel, 26. Juli. In Universitätskreisen verlautet, Professor Döhle habe den Syphilis-Bacillus festgestellt.

Aus Halle wird berichtet: Der Director der Francke'schen Stiftungen, vr. Wilhelm Fried, ist zum ordentlichen Honv'ar- professor an brr Univexsilät Halle ernannt worden. Damit wäre die vor einiger Zett in Aussicht gestellteProfessur für practtsche Pädagogik" geschaffen.

Canfc» nnd Vottswirthschaft-

27. Juli. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,901,00. Hühnereier pr. St. 6-7 4, 2 St. 00 Enteneier 1 St 700 Gans" eter pr. St. 0012 H, Käse pr. St. 5-8 Käsematte pr. St. 3 A Erbsen pr. Liter 18 Linsen pr. Liter 27 A, Tauben pr. Paa, v4L 0,70 btS 0,90, Hübner pr. Stück 1,10 bis 1,30, Hahnen pr. ©tüd JL 0,90-1,30, Enten pr. Stück X 1,501,70, Gänse pr. Pfurü * 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 H, Kuh- und Rindfleisä pr. Pfd. 6066 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 A, Schweine I fletsch, gesalzen, pr. Pfd. 76 A. Kalbfleisch pr. Pfd. 56-60 A

Hammelfleisch pr. Pfd. 5066 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,(0 6il 7,00 JL, Weißkraut pr. Stück 000 A. Zwiebeln pr. Centner .< 8,009,00, Milch pr. Liter 16 A. Kirschen pr. Pfd. 15-23 A, Gurken per 100 Stück 1,502,50^

Ilmenau tu Thüringen. Das hiesige Thüringische Technikum eine höhere und mittlere Fachschule für Maschinen­bauer und Electrotechntker wird tm Sommer-Semester 1897, im 6. Semester seines Bestehens, von 518 Technikern besucht, im Winter- Semester 1896/97 besuchten 438 Techniker die Anstalt, mithin stellt sich die Jahresfrequenz tm 3. Schuljahre auf 956 Besucher Es gibt kein Technikum, das eine ähnliche günstige Entwickelung aufwetsen kann.

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Bekanntmachung.

Die Lastwaage auf dem Seltersberg ist wegen vorzunehmender Reparaturen an derselben am Donnerstag und Freitag, den 29. und 80. dieses Monats außer Betrieb gesetzt. Wir bringen dies mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntniß, daß Verwiegungen an diesen beiden Tagen auf der städtischen Waage am Neustädterthor vorgenommen werden können.

Gießen, den 27. Juli 1897.

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