Ausgabe 
28.3.1897 Zweites Blatt
 
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Heute weisen wir auf die noch viel, viel größeren Verluste hin, di der Laadwtrthschast durch daS Entweichen deS Stickstoffs und das Wüthen der Maul- und Klauenseuche verursacht werden. Der Gyps schafft Abhilfe. Nun sind wir begierig, ob Behörden oder Privatleute der riesig wichtigen Sache näher treten.

Unsere Stahlfeder ist inzwischen stumpf geworden. Wir legm sie mit dem Bewußtsein nieder, ein Wmtges zur Aufrüttelung unseres Bauernstandes beigetragen zu haben, so daß wir von unserem Standpunkte aus auch sagen dürfen: Hier ist gegypst.

tücrotur rsrrd Arrnst.

Nicht schöner und nützlicher lassen sich die langen Winter­abende autzfüllen, als indem man beim traulichen Lampenschetn um den Familtentisch gemächlich versammelt die vornehmsten Erzeug- niffe der Weltliteratur genießt. »Meyer« »olUbfttiet*, treu ihrem Princip, autz allen Lttteraturen das Beste zu geben, haben in ihrer eben erschienenen Wtnterserte (Nr. 1171 bis 1190) daS deutliche Bestreben an dm Tag gelegt, jenem Bedürfniß durch ebenso gediegene wie spannende Unterhaltungslectüre in bester Weise nach­zukommen. Dabei wird diese wahrhaft volksthümliche Sammlung von der Verlagshanblung, dem Bibliographischen Institut in Leipzig und Wien, zu einem Preis geboten (jede Nummer geheftet und be­schnitten, in handlichem Format und eleganter Ausstattung kostet

nur 10 Pf.), der kaum f» hoch ist wie die Gebühr der Leihbibliothek. Dm Eingang der neuen Srmmlung bildet die dmkbar billigste Ausgabe von Friedrich Rückerts sonnig - heiterem LiedercpcluS Liebesfrühling" (Nr. 1171 biS 1173), durch den der unerschöpfliche Sänger der Liebe für alle Zeiten im Herzen seines Volkes fortleben wird. ES folgt das nach E. T. A. Hoffmanns berühmter gleich­namiger Novelle meisterhaft aufc-ebaute Drama Otto Ludwig-DaS Fräulein von Scuderi" (Nr. 1174, 1175), daS gerade in dm letztm Jahren durch wiederholte Aufführungen auf unfern Bühnen zu neuem Leben erweckt worden ist. Drei der bedeutendsten Autoren englischer Zunge sind mit trefflichm oolkstbümlichm Erzählungen vertretm: John Habberton mit seiner mtzückenden, über die ganze Welt verbreiteten Kindergeschtchte:Helenens Kinderchen" (Nr. 1176, 1177), Charles Dickens mit seinem in Deutschland neuerdings durch die gleichnamige Oper zu actuellem Jnteresie gelangten Hausmärchen: Das Heimchen am Herde" (Nr. 1178, 1179) und Bret Harte mit seiner spannmden Erzählung:Ein Gcheimniß des Telegraphm- hügels" (Nr. 1180). Francois Coppöe und Guy de Maupaffant zählen zu den bedeutmdsten und vielqelesensten Autorm des modernen Frankreich. Von ersterem enthält die Sammlung die ergreismde ErzählungDie Rivalinnen" (Nr. 1181), von letzterem eine Aus­wahl seiner gelungenstmNovellen" (N-. 1182), die auch für unsre einheimischen Dichter von jeher als Musterwerke ihrer Gattung ge­golten haben. Der Name Giovanni Vergas wurde durch die

Caraleria rusticana weltberühmt und die der Oper zu 'Grunde liegende Skizze ist mit andern nicht minder gelungenen vereinigt ju dem Novellenkranze derSicilianischm Dorfgeschichten" (Nr. 1183, 1184). Die besten schwedischen Erzähler, wie Geijerstam, H-nSsov, Hedberg, Hedenstjerna, Slrtndberg u. A., haben Beiträge geliefert zu dem Sammelbändchen derSchwedischen Novellm" (Nr. 1185. 1186), dem bald ähnliche Sammlungm au3 dm übrigen nordischen Lttteraturen folgen werdm. Koloman Mikszäth ist einer der belieb­testen Erzähler des beutigen Ungarn, und der gcmüthvolle Humor seinerErzählungen" (Nr. 1187, 1188) wird auch in deutschem Ge­wände seine Wirkung sicher nicht verfehlen. Die Wiedergabe des Abschnittes über die Rinder ausBrehms Thierleben" (1189, 1190) wird gewiß allseitig mit Freuden begrüßt werden, da fo daS groß' artige Werk in den Hauptzügen auch dm weitesten Kreisen unsres BolkeS zugänglich wird.

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Die-bei den Feldbereinigungsaussühr- ungen in rubr. Gemarkung noch erforder­lichen Arbeiten und zwar:

1) Wegplanirungsarbeiten Loos I.

2) Grabenarbeiten Loos II, III und IV. 3) Chausfirungsarbeiten LooS V.

4) Fuhrleistungen Loos VI und VII sollen auf dem Wege schriftlichen An­gebots vergeben werden.

Voranschlag und Uebernahmebeding- ungen liegen auf Großh. Bürger­meisterei Rutter«hause« offen. An­gebote, welche in Procenten deS Voran­schlags zu erfolgen haben, sind ebendahin verschlossen und portofrei bis Montag, de« 29. d. Mt«., Borm. 9>/s Uhr, einzureichen, zu welcher Zeit die Eröff­nung der eingelaufenen Offerten auf Großh Bürgermeisterei Ruttershausen stattfindet. Später eingereichte Offerten können keine Berücksichiigung finden.

Gießen, am 25 März 1897.

Großh Culturinspection Gießen.

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Gutachten.

DaS Haarwasser von Retter ent­hält der damit angestellten Analyse zu­folge durchaus keine den Haaren nach­theilige Materien; ihre Bestandtheile find vielmehr solcher Art, daß von dem Gebrauche des Mittels eher ein wohl- thätiger Einfluß auf das Wachsthum der Haare zu erwarten ist und stebt daher ihrer Anwendung keinerlei Bedenken ent­gegen. 722

München, 7. September 1867.

(L. 8.) Dr. K. ß. Mittlern.

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