Ausgabe 
28.2.1897 Erstes Blatt
 
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Gestern Abend fände« wiederum neue philhelleutsche Kundgebungen statt.

Rom, 26. Februar. Die Note der Mächte wurde gestern Griechenland und der Türkei osficiö» mitgetheilt. Die Antwort der Pforte lautete zustimmend und wenn auch Griechevlaud noch nicht geantwortet hat, so ist mau doch auf der Consulta überzeugt, daß Griechenland gewiß die billigen Forderungen der Mächte zu erfüllen suchen werde. Rudini scheint der gleichen Anficht zu sein, denn er sagte zu einem befreundeten Abgeordneten, daß die Kreta-KrifiS als beendet zu betrachten sei.

Konstantinopel, 26. Februar. Die Fortsetzung der Rüstungen für dteLaudarmee und die Flotte wird eifrig betrieben.

München, 27. Februar. DieMünch. Neuest. Nachr." melden aus Berlin: Für den Druck der Großmächte auf Griechenland sei nicht die Form deS Ultimatum-, sondern die der Sommat ton gewählt worden. Die Sommalton gilt al- die diplomatisch mildere Form und entspricht viel- leicht einer letzten freundlichen Vorstellung. Man nimmt an, daß fich Griechenland dem Willen der Mächte fügen werde. Die Entstehungsgeschichte der markanten Betheiligung Deutsch« lands an dem Vorgehen der Mächte wird hier so dargestellt, daß Deutschland als die am wenigsten interesfirte Macht die übrigen Großmächte in einem Rundschreiben auf die Gefahr eines großen Krieges aufmerksam gemacht hat, die bet einem Gewährenlafien der Griechen unvermeidlich gewesen wäre. Deutschland hat also gewiffermaßen daS Signal zum Sam­meln gegeben und Rußland hat dann die Führung über­nommen, wie es ihm als der zunächst betheiltgteu Macht ge­bührt. Der Blockade-Gedanke hat fich von Anfang an im Programm der Mächte befunden.

Wien, 27. Februar. Aus Athen wird gemeldet, man erwarte dort die Ueberreichung der Note mit dem Ultimatum der Mächte unter der Voraussetzung, daß mit der Durch­führung des Ultimatums Oesterreich betraut werden soll.

Paris, 27. Februar. DaS erste Concept der an Griechen­land gerichteten Note enthielt die Forderung der Räumung Kretas binnen drei Tagen, widrigenfalls die griechi­schen Schiffe vor Kreta in den Grund gebohrt werden würden. Dieser PaffuS ist gestrichen worden, doch bleibt er sehr wahr­scheinlich einer nothwendtgen zweiten Note Vorbehalten.

London, 27. Februar. Nach hier vorliegenden Athener Privatdepeschen soll der König erklärt haben, er wolle sich der Aufforderung der Mächte unterwerfen. Diese- Gerücht ist vorläufig uncontrolirbar.

W. Paris, 27. Februar. DerGaulotS" veröffentlicht eine Depesche au- London von 8 Uhr Abend-, wonach, namentlich infolge der sehr energischen Haltung Rußland- der König von Griechenland die Bedingungen der Mächte anzunehmen erklärt.

WB. Athen, 27. Februar. Delyannts erklärte eine« Berichterstatter derTime-", der Beschluß Griechen­land-, die Truppen auf Kreta zu belassen, sei un widerruflich. Griechenland werde der Türket nur dann den Krieg erklären, wenn die Türken in Theffalten einrückten, oder die Mächte die Lage der griechischen Truppen auf Kreta unerträglich machten.

WB. Kauea, 27. Februar. Außer den türkischen Truppen befinden fich 8000 schwer bewaffnete Mohamedaner in der Stadt, welche die Straßen durchziehen. Die Mächte verfügen demgegenüber nur über 800 Mann.

Gießen, den 27. Februar.

* * Auszeichnung. Seine Königl. Hoheit der Groß- Herzog haben der Badewärtertn Frau Karoltne Will, geb. Kirchner, zu Bad-Nauheim in Anerkennung ihrer über 40 Jahre treu geleisteten Dienste das Allgemeine Ehren­zeichen mit der InschriftFür treue Arbeit" Allergnädigst zu verleihen geruht.

Prüfougs Resultate. Die Schüler aus dem Dr. Kübel- schen Institut, die sich im Frühjahr d. I. Prüfungen (Ein­jährig-Freiwilligen Prüfung, MaturitätS-Examen) unterzogen haben, sind bestanden.

Parlamentarisches. DaS Plenum der Zweiten Kammer wird voraussichtlich am 9. März zur Berathung der bis dort, hin spruchreifen Gegenstände zusammentreten. Den Land- ständen ist eine Vorlage wegen Errichtung einer Lehr-Werk- stätte für Handweberei in Lauterbach zugegangen.

* Kuastvereiu. Die Kunstausstellung am Brand ist von DienStag den 2. März an wieder geöffnet. Zu­gleich wollen wir noch an dieser Stelle bemerken, daß die Mannfeld'schen Pastelle und Radirungen nur 14 Tage, ein­schließlich zweier Sonntage, in der Kunstausstellung verbleiben.

Theater Beretu. Der Bericht über die gestrige Vor- stellung kann, da unser Berichterstatter an der Au-arbetluug verhindert wurde, erst in nächster Nummer erscheinen.

* Stadttheater. Die Wiedereröffnung unseres Stadt­theater», unter der Direction Kruse-Helm, erfolgt am Mittwoch den 3. März a. c. mit dem beliebten Moier Schön- than'schen LustspielKrieg im Frieden". DaS erste Gastspiel ist bekanntlich da» des Kgl. Preußischen Hof- schauspielerS Adalbert Matkowsky, des berühmten Heldendarstellers am Kgl. Schausptelhause in Berlin.

* * Bauplatz-Verkauf. Der Herrn Bauunternehmer Wtun gehörige ca 650 Quadratmeter große Eckbauplatz an der Bruch- und Bletchstraße ging heute für den Preis von 11,50 Mk pro Quadratmeter in den Befitz des Schreiner- metsterS Kinkel über, welcher auf dem Gelände zwei Wohn- gebäude errichten lasten wird.

* Der Aufsichtsrath der Bank für buddeutschlaob hat beschloffen, der am 24. März stattfindeoden Generalversamm« lung der Aktionäre die Vertheilung einer Dividende von 4Vi Procent = 12,75 Mark pro Actie für daS Geschäft-- fahr 1896 vorzuschlageo.

Colomalwaarenhandlungen zu b ziehen.

2006

M in diesem Monat aeeignete N«ttLstt»ett für Etaare, Meise« und RothschwLvzchen an! Lchone ave Hecke« a« Raine«, »Ssch««ge« u«d ZL««e« fftr die nützlichen Heckenbrüter!

»et»-irdene.

Februar: 19 Margarethe Martern, geb. Walz. 85 Jahre alt, Wittwe von Bankbeamten Johann BaUhaser Martern dahier. 20. Marie Christ, geb. Schmidt, 62 Jahre' alt, Wittwe von Kutscher Johannes Christ dahier. 21. Elisabeth Mootz, 9 Jahre alt, Tochter von Bahnwärter Christoph Mootz dahier. 23. Friederike Noch!,, geb. May, 63 Jahre alt, Wrltwe von M.tzzer Jacob Noetzly, dadter. 24. August Heß, 64 Jahre alt, Rentner dahier. 25. Peter Becker, 57 Jahre alt, Maurer von Nieder-Obmen.

MatrtU.

MarkuSgemetnde.

Den 21. Februar. Dem TaglSbner Johanne» Schteferstetn eine Tochter, Eltsabethe Susanne, geboren den 31. Januar.

Denselben. Dem Fabrikarbeiter Friedrich Menz ein Sohn, Karl Wilhelm, geboren den 5. Januar.

Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich Oestreich ein Sohn, Andreas Heinrich, geboren den 5. Februar.

Denselben. Dem Müller Wilhelm Gröschner ein Sohn, Heinrich Adam Wilhelm, geboren den 2. Februar.

LukaSgemeinde.

Den 21. Februar. Dem Locomotioheizer Ewald Behm eine Tochter, Johanna Luise, geboren den 26. Januar. .

Denselben. Dem Kaufmann Karl Georg Kleinhenn eine.Tochter, Else Marie Natalie, geboren den 20. November.

Militärgemeinde.

Den 21. Februar. Dem Feldwebel August Theodor Ernst ein Sohn, Gustav Wilhelm, geboren den 31. Drcember.

sPMtöiau.

MatthäuSgemein de.

Den 23. Februar. Marte Christ, geb. Schmidt, Wittwe de» verstorbenen Kutschers Johannes Christ, 61 Jahre alt, starb den 20 Februar.

MarkuSgemeinde.

Den 21. Februar. Margarethe Wallbott, geb. Möser, Chesrau deS Maurers Johanne» Wallbott, 47 Jahre alt, starb den 19. F br.

Denselben. Elisabeth« Martern, geb. Walz, Wittwe deS ver storbenen Bankbeamten Johann Balthasrr Martern, 87 Jahre alt, starb den 19. Februar.

Den 26. Februar. Friederike Noetzly, geb. Mai. Wittwe de» verstorbenen Jacob Noetzly, 63 Jahre alt, starb den 23. Februar.

Lukasgem ctnde

Den 23. Februar. Elisabeth Mootz. Tochter de» Bahnwärter» Christoph Mootz, 9 Jahre alt, starb den 21. Februar

JobanneSgemetnde.

Den 26. Februar. August H ß, Rentner zu Gießen, 64 Jahre alt, starb den 24. Februar.

Alte Mode!

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PreiSgek'önt mit goldenen Medaillen, Ehrenkreuzen rc. im In- und Ausland. 1599

Der Bereit» deutscher Zeichenlehrer hält seine 24. Haupt­versammlung über Pfingsten in Karlsruhe ab.

* Großbetrieb. Wie demConfectionär" von an­scheinend gut unterrichteter Seite mitgetheilt wird, hat die Firma A. Wertheim in Berlin im letzten Jahre einen Umsatz von 31 Millionen Mark erzielt, was gegen da» Vorjahr ein Mehr von 9 Millionen Mark bedeutet. ES soll indessen in Berlin Detailgefchäfte geben, welche noch weit größere Umsatzztffern erzielen.

Arbeiterwohunugeu. Maa schreibt unS: Be­kanntlich dürfen die Invalidität»- und AlterSverficherungs- anstalten ihr Vermögen bi» zu einem Viertel in Grundstücken anlegen. Don dieser Befugniß haben btS Eade 1895 die Versicherungsanstalten für Bayern, Württemberg, Branden­burg, Pommern und Posen noch keinen Gebrauch gemacht. Die übrigen Anstalten zusammen haben 9,2 Millionen in Grundstücken angelegt/ so die sächsische 1,7 Millionen, die schlesische 1,2 Millionen, die hannoversche 0,8 Millionen, die ostpreußische 0,7 Millionen. Diese beträchtlichen Summen find zum weitaus größten Thetl zum Bau von Arbeiter­wohnungen verwendet worden.

* * Reclame oder unlauterer Wettbewerb! Man schreibt derFranks. Ztg.": Der Verein der Detaillisten hatte gegen den Kaufmann E. Arousteiu Klage wegen unlauteren W.tt- bewerbe- erhoben, weil A. Anzeigen erlaffen hatte, in denen er mittheilte, er werdedemnächst" einenTotal-Ausverkauf" veranstalten und verkaufe einstweilen bestimmte Maaren zu angegebenen Preisen. In den Anzeigen erschien das Wort Total-AuSverkaus" in ausfällig großen Lettern, während die übrigen Angaben kleineren Druck aufwiesen. Hierin und in der ganzen Anordnung der Anzeigen erblickte der Verein den Thatbestand deSunlauteren Wettbewerbs". DaS Gericht erster Instanz hatte die Klage des Vereins abgewiefen. Da» Oberlandesgericht hob indessen das Erkenntniß auf und ver- urtheilte den Verklagten zur Unterlassung derartiger An­zeigen. ES erblickte in der Anordnung der Anzeigen mit dem scharf hervortretenden WortTotal Ausverkauf" eine Ver­anstaltung, die darauf berechnet und geeignet fei, unrichtige Angaben tatsächlicher Art zu ersetzen und den Anschein eine» besonders günstigen Angebots hervorzurufen.

Wetterbericht. Das DepresfionS-Centrum hat zwar eine nordöstliche Bahn etngeschlagen und befindet sich heute | vor der mittleren norwegischen Küste, indessen entsendet daS- 1 selbe einen Ausläufer über Skandinavien bis nach den russischen Ostseeprovinzen. Auch nach dem Contiuent zu hat der niedere Druck an Raum gewonnen und weicht dabei daS Maximalgebiet nach dem Süden zurück. Am höchsten ist der Barometerstand heute über dem Südwesten Europa-, von wo aus ein beträchtliches Gefälle gegen Norden besteht, so daß vielfach unruhiges und trübe- Wetter eingetreten ist. Die Temperaturen find allenthalben bedeutend gestiegen. Ganz außerordentlich stark ist ihre Zunahme am Nordfuße der Alpen. Voraussichtliche Witterung: Unruhige-, zum Thetl trübe-, aber milde- Wetter mit Niederschlägen.

Auszug an» den Kirchenbüchern

Der Stadt Giesse«.

Eoaugelifche Seeeiule.

»dtitttU.

Matthäusgemeinde.

Dm 23. Februar. Jakob Frey, Lackirer zu Gießen, und Wilhelmine Müller, Tochter deS Zimmermanns Heinrich Müller zu Usmborn.

LukaSgemeinde.

Dm 20. Februar Johann Paul Hennig, Tapezier, und Luise Ernestine Gerndt, Tochter de» verstorbenen StationSasfistentm Adolf Gerndt zu Gießen.

Dm 23. Februar. Dr. Fritz Seiderer, Arzt zu Obernzell, und Luise Bähr, Tochter deS SteuerrathS Karl Bähr zu Gießen.

JobanneLgemeinde

Den 20. Februar. Johannes Rausch, Fuhrmann zu Gießen, und Wilhelmine Bill, Tochter de» verftorbmm Fuhrmann« Christian Bill zu Seck.

Denselben. Jakob Siegel, Kutscher zu Gießen, und Katharine Jacob, Tochter des verstorbmen LandmannS Johanne» Jacob V. zu Wilsbach.

Vermischte».

* Marburg, 25. Februar. Eine ländliche Ehe­tragödie fand heute in dem benachbarten Ronhausen ihren Abschluß. Bor einiger Zeit verließ die Frau deS Häu-lerS Männchen mit einem Liebhaber den Gatten. Der Mann machte einige Habseligkeiten zu Geld und fuhr der Ungetreuen nach Zürich nach. Es gelang ihm auch, die Flüchtige zu ver­anlassen, mit ihm zurückzukehren. DaS Edeleben scheint fich aber nicht glücklicher gestaltet zu haben. Heute erschoß der Mann die Frau und versuchte fich dann zu entleiben. Er wurde noch lebend in die hiesige Klinik übergeführt.

Verkehr, Canb* unb Volkswirthschaft.

itfcm , 27. Februar. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochemnarkl kostete: Butter pr. Pfd. X 0,93-1,00, Hühnerettr pr. 6t 00 X 2 St. 10-13 X Enteneier V X 2 St. - ( X Gänse eiet pr. @L 0000 X Käse pr. St. 5-7 X Käsematte pr. St. 3 H Erbsen pr. Liter 16 H, Linsen pr. Liter 27 X Tauben pr. Pear X 0,90 biS 1,00, Hühner pr. Stück 1,20 bis 1,40, Hahnen pr. Stüc. X 1,801,50, Entm pr. Stück JL 1,702,00, Gänse pr. Pfund * 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 X Kuh- und Rindfleisch Pt. Pfd. 60-66 X Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bi« 66 X Schweim- fleisch, gesalzm, pr. Pfd. 70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-54 X Hammelfleisch pr. Pfd. 50-65 4. Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 00 btt 5,00 v*, Weißkraut pr. Stück 000 H, Zwiebeln pr. Cenlnn X 5,506,60, Milch pr. Liter 16 X

Auszug <m> bett Stanbescuntsregifter» der Stadt etofcau

Februar: 22. Johanne» Peter Minke, Küfer dahier, mit Anna Margarethe Wißner, geb. Stein, Wittwe von Wirth Heinrich Wißner dahier. 22. Karl Eduard Ludwig Heuser, Kaufmann zu Offenbach, mit Johanna Lyncker zu Schiffenberg 22. Johann Heinrich Christian August Schaumburg, Locomotioheizer zu Marburg, mit Bertha Rörig dahier. 22. Friedrich Mattner, Vicefelbwebel zu Dortmund, mit Katharine Rosenbecker zu Steinfurth. 25. Joh. Christian Göttlich, Schneider zu Lollar, mit Elisabeth Holland Wi't-ve, geb. Kleinhenn, daselbst. 25 Philipp Schlitz, Fabrikarbeiter zu Offenbach, mit Helene Elisabeth Emma Luise Kuhlmann daselbst.

«dasidtteHttttsatt.

Februar: 20. Johann Paul Hennig, Tapezier dahier, mit Luise Ernestine Gerndt Hierselbst. 20. Johannes Rausch, Fuhrmann dahier mit Wilhelmine Bill hierselbft. 20. Jakob Siegel, Fuhrmann dahier, mit Katharine Jacob Hierselbst. 23. Dr Friedrich Seiderer, pract Arzt zu Obernzell, mit Louise Auguste Bähr Hierselbst. 23. Jakob Frey, Lackirer dahier, mit Wilhelmine Müller von Usenborn.

Mottm.

Februar: 16. Dem Drechsler Emil Krämer ein Sohn, Emil Ferdinand Friedrich. 17. Dem Werkmeister Jakob Heinrich Dewald eine Tochter, Paula Katharina. 19. Dem Buchhalter Wilhelm Josef Dittrich eine Tochter, Hildegard Anna Margarethe. 20. Dem Schreiner Karl Peter eine Tochter, Marie 20. Dem Bureauoorsteher Friedrich MöbuS ein todtgeboreneS Kind männlichen Geschlechts. 20. Dem Feldwebel Georg Ritz eine Tochter, ElOabethe Kälbchen Luise 22. Dem Weißbinder und Lackirer Adam Wagner eine Tochter. 22. Dem Anwaltsgehülsen Heinrich Fourier ein Sobn. 23. Dem Locomotioheizer August Trebing eine Tochter. 23. Dem Spengler Emil Ludwig Dörr ein Sohn. 24. Dem Schlosser Konrad BonariuS eine Tochter. 24. Dem Kaufmann Carl Gerbode ein Sohn. 25. Dem Metzger Ernst Fleck ein Sohn, Paul Otto.

Lingesanbt.

e. Gieße«, 26. Februar 1897.

Dem Herrn Einsender in Nr. 48 dieses Blatte», welcher sich anderes" Mitglied des TbeatervereinS nennt da er seinem Schluß­sätze nach vielleicht nahe Beziebungen zum Vorstand hat, so wäre auch die Benennung ,Vorstands"-Mitglied am Platze sei kurz Folgende» entgegnet.

1) Da der Theaterverein in erster Linie natürlich seinen Mit­gliedern, im weiteren Sinne aber der ganzen Stadt die Annehmlich­keit guter Theatervorstellungen verschaffen soll, da also die ganze Bürgerschaft ein Interesse an dem Verein besitzen muß, so ist die Behandlung einer den Verein betreffenden principiellen Fraae in einem öffentlichen Blatte durchaus gerechfertigt. Außerdem findet die Generalversammlung zu einer Zeit, nämlich im Hochsommer, statt, zu der das Interesse für Theater auf seinem tiefsten Punkt steht.

2) In dem ersten Eingesandt wurde nur das System, noch welchem der Theaterverein arbeitet, angegriffen- Da» leitende Princip de» Vereins, nur auswärtige Kräfte zu den Vorstellungen heran- zuziehen, wurde in der constituirenden Versammlung vor 6 Jahren von einer ganz geringen Majorität ausgestellt, an ihm hat man bi» jetzt festgehalten. Der augenblickliche Vorstand bat eS von seinen Vorgängern einfach übernommen. Eine Abänderung diese» Princip» wird aber sowohl von vielen Mitgliedern des Verein» gewünscht, als auch von außerhalb deS Vereins Stehenden, die, wie man häufig hören kann, ihren Eintritt in den Verein von einer Aenderung dieses PrincipS abhängig machen.

Ein Extract aus der Kuhmilch, diesem natürlichsten und gesündesten Nahrungsmittel, in der Form eines leicht löslichen Pulvers, ist die von den Höchster Farbwerken in Höchst am Main Fabrikanten des rühmlichst bekannten Migränin hergestellte Nutroie- Ueberall da, wo die peinlichste Schonung eine« geschwächten VerdauungSapparates geboten ist, ist die Verwendung der Nutrose, die daS Fleisch an NSHrkraft weit übertrifft, angezeigt. Löslichkeit in allen möglichen Flüssigkeiten, wie Mttch, Cacao, Kaffee usw., leichte Verdaulichkeit, Billigkeit sind ihre unbestrittenen Vorzüge. Nutrose, diese« vorzügliche Eiweiß- Präparat, daS in Bezug auf leichte Verdaulichkeit, NSHrkraft und Billigkeit das Fleisch weit üoertrifft, ist in Probeschachteln (k 100 Gr.) zum Preise von 2 Mk. durch alle Apotheken, sowie Droguen- und