nennnng eine! GenetalgouverneurS, der jedoch türkischer Aaterthan fein muß, durch den Sultan, Garantie für das Leben und Eigenthum der muselmanischen Bevölkerung, Aufrechterhaltung der türkischen Garnison und der türkischen Kriegsschiffe.
Penta, 25. Oktober. General Eanevaro hat mehreren Mitgliedern der kretenfischen Versammlung erklärt, daß die kr et en fische Frage binnen einem Monat gelöst sein «erde. Gr hat ihnen die verficherung gegeben, daß die Insel eine vollständige Autonomie erhalten werde.
Rewyork, 25. Oktober. Der Expreßzug von Mil- wauke nach Newhork ist verunglückt. Lokomotive und fünf Wagen fielen in den Hudsonfluß. 28 Personen find ertrunken. Die Ursache deS Unglücks ist in dem Einsturz einer Mauer zu suchen.
Berlin, 26. Oktober. Ueber eine Strafexpedition der achten Compagnie der Schutztruppe für Deutsch Ostafrika in da» Hinterland von Lindt und Mtkindani hat der Führer der Expedition, Premier-Lieutenant Engelhardt, einen Bericht erstattet. Nach demselben wurde der Zug ausgeführt, um künftigen Einfällen der Wangoni vorzubeugen. Bet den Verhandlungen mit den Häuptlingen mußte zur Verhaftung der- felbeu geschritten werden, da auf gütlichem Wege die Herausgabe der in den letzten Jahren geraubten Menschen und Güter nicht zu erreichen war. Die am meisten schuldbeladenen fünf Aktda» bezahlten einen Fluchtversuch aus dem Lager mit dem Leben.
Wie», 26. Oktober. Erzherzog Franz Ferdinand ist gestern Abend nach der Riviera abgeretst.
Petersburg, 26. Oktober. In der ganzen Stadt graffirt die Diphteritis. In einigen Wochen erkrankten 203 Personen, wovon 73 starben.
*n6 prwinjicU«
«ieße», den 26. Oktober
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 28. Oktober 1897, Nachmittags 3»/, Uhr pünktlich: 1. Ueberficht über fern Bestand der städtischen Schulen (als Mittheilung). 2. Die Prüfung der Löber'schen Stiftsrechnung pro 1896/97. 3. Der Voranschlag derselben Stiftung pro 1897/98. 4. Erläuterung ^__^kvifiouSbemerkangen zur Rechnung der Armenkaffe für 1895/96; hier: RevifiouSbemerkung Nr. 6. 5. Die Auf- "ahme des Ernteertrages pro 1897; hier Kostendecretur. 6. Umänderung von Straßevcandelabern in der Moltkestraße und in der Südanlage. 7. Voranschlag der katholischen Kirche für 1898/99. 8. Gesuch des Fritz Teigler um Er- laubniß zum Wtrthschastsbetrieb im Hause Rodheimerstraße 2. 9. DeSgl. des Friedrich Lehrmund für das HauS Liebig- straße 64. 10. Die Eanaltsation der Stadt Gießen.
**H. Stadttheater. Ein recht auSgelaffener Schwank, eigentlich schon wehr eine tolle, mitunter derbe Burleske war es, die hier gestern Abend unter dem Namen „Bock- fprünge" über die Bretter ging. Nach französischen vor- bildern haben die Berfaffer (P. Hirschberger und E. Kraatz) ein überaus gewagtes Motiv ziemlich ungenirt verarbeitet; die Gefammtwirkung des Stückes ist jedoch auf lachlustige Leute eine außerordentlich starke, fo daß wohl überall damit ein durchschlagender HeiterkeitSerfolg erzielt wird. Als Kernpunkt der ganzen Mache, die ja weder literarische noch künstlerische Ansprüche erfüllen will, muß daS wissenschaftliche Problem von der Bluttransfusion herhalten, welches in seiner Anwendung geschwächte und alterSmüde Personen zu ver- jüngen, heißblütige dagegen abzukühlen im Stande ist. Ein amerikanischer Profeffor kommt nach Berlin und übt diese Kunst der Bluttransfusion an zwei Versuchsobjekten: Herr Rentier Grünewald, ein tugendsamer alter Pantoffelheld auS Treuenbrietzen, dem der Profeffor das Blut eines jungen Ziegenbocks einimpft, verliert daS bequeme Phlegma deS Alters und hüpft wie ein Böcklein unternehmungslustig-verliebt herum, umgekehrt wird das zweite Object, ein feuriger, eifer- süchtiger Ungar in seiner Liebesraserei gezähmt durch Ein- impfen einiger Tropfen Schafblut, so daß er nun friedfertig und sanft einherschreitet. Die Tochter des Rentier Grünewald, der in seinen alten Tagen Bocksprünge machen lernt, hat sich mit einem jungen Berliner Maler verlobt. Da nun ber biedere Treuenbrietzener Schwiegerpapa in spe vom Berliner Künstlerleben durch Romanlectüte curiose Begriffe gewonnen hat, nach welchen jeder Künstler ein „verhältniß" haben muß, fo darf der künftige Schwiegersohn, ein nüchterner, arbeitsamer Mensch, nicht eher heirathen, bis er in Gegenwart fce« aus seine RomanweiSheit verseffenen Alten die Liaison mit seiner Geliebten gelöst hat. Ein Freund deS Malers, Schauspieler Felix, findet Rettung durch Unterschiebung einer talfdjen „Pouffade" mit einer leichtlebigen Operettendiva, die sich der höheren Kunst widmen will. Im Beisein deS Alten spielt ne mit dem Maler die gerade studitende Scene ander Gamelienbame, wo Marguerite von ihrem Armand scheidet. Der Treuenbrietzener nimmt jedoch daS Spiel für Ernst, ist gerührt und erklärt, daß solch ein Liebespaar, wie der Maler und sein „verhältniß" nicht getrennt werden darf und seine Tochter verzichten müffe. Diese verblüffende Scene im Boudoir der Ehansonettenfängerin und da» dort sich ab- spielende Hin und Her der Personen, die wahllos bald herein- stürmen, bald hinausfliegen, entscheidet den vollen Sieg des Schwankes. In diesem zweiten Act geht alles so auSgelaffen lustig zu, daß man über die Unwahrscheinlichkeiten der Situationen unter Lachen hinweggetäuscht wird. Im Schluß- act folgen die unausbleiblichen Aufklärungen, Versöhnungen und Verlobung. Da» Ganze ist gepfeffert mit erlaubten und gewagten unerlaubten Wortwitzen und Späffen. — Der Darstellung gelang c», den Ubermüthigrn Ton der Handlung mit Glück festzuhalten. Herr Liebscher als Rentier Grüne- wald war von wirksamer Komik und ansteckender Lustigkeit doch darf da- eingeimpfte Meckern nicht in „mäh — mäh" a» Wirkung verlieren. Als deffen Frau Auguste war Fräu
lein Natusiu- vorzüglich im Spiel, nur gelang ihr nicht, mitunter mit Ernst die tyrannifirende Hausfrau glaubhaft zu machen. Fräulein Budowöka al- Tochter Annie war keine natürlich muntere Naive, ihr fehlten die Molltöne der Liebhaberin. Herr Fellner zeigte sich gestern als Advocat Häufer von besserer Seite. Ein MehrauSfichherauSgehen in Sprache und natürlichem Spiel und feine Gantöre wird gesichert fein. Herr Böhm al- Maler Freimann, sowie Herr Janson al- Schauspieler Felix waren in ihrem Fach im richtigen Fahrwaffer. Als tranSfufionirender Profeffor Löwenstrom war Herr Forsch, al» Kunsthändler Klettke Herr D o s e r von bester Wirkung. Eine pikante Chansonettensängerin war Fräulein Würdig; ein temperamentvoller heißblütiger Ungar Herr Fritzschler, der in Extase aller« dingS die Worte im höchsten DiScant, wie am Spieß steckend, herauSpreßte. Eine etwas pathetische, sonst wirkungsvolle Schwiegermutter gab Frau Kruse. Die übrigen Rollen waren durch Fräulein Berner, Fräulein viotti, Fräulein Winterstein und den Herren Albrecht und Keßler ver» treten. Der Beifall äußerte sich nach jedem Act in stürmischer Weise. Eine Wiederholung wird auf alle Fälle ein volle- HauS sichern.
• • Stadttheater. Heute, Mittwoch, wird „Bocksprünge", welches am Montag einen durchschlagenden Erfolg erzielte, wiederholt. Donnerstag findet das Gastspiel de- Herrn Georg Hacker vom Darmstädter Hoftheater statt. Derselbe gastirt in Goethe- „ßgmont" in ber Titelrolle.
• • Verhaftete vaukdiebe. Die „®off. Ztg." meldet au- Hannover: Bei dem versuche, 4000 Mark Serbische amortisable Anleihe zu verkaufen, wurde in einem hiesigen Bankhause ein Mitglied einer internationalen Diebesbande verhaftet. Derselbe führte für ca. 100000 Mk. weitere gestohlene Werthpapiere mit sich; er weigert sich hartnäckig, seinen Namen anzugeben.
• • Spott. Herr Karl Keil, Mitglied de- Ersten Gießener Stemm- und Ring-Club, Besitzer der Meisterschaft von Heffen im Wett- und Dauerlauf, errang am verflossenen Sonntag zu Bornheim nach schwerer Coucurrenz den ersten PreiS im Wettlauf.
Da» Präsidium de» Landesverbandes ber Krieger- vereine in Hessen hat beschloffen, bie alljährliche ver- theilung ber ConfirmattonSgeschenke ber Victoria-Melitta- Stiftung statutarisch zu regeln und mindesten- 19pCt. Volks- Waisen zu berücksichkigen. — Die Nachricht, daß auch im nächsten Jahre eine veteranenlotterie in Hessen veranstaltet werden sollte, ist unrichtig. Da- Präsidium der „Hasfia" erklärte es für unthuulich, bereits im nächsten Jahre wieder mit einem Lotterie Gesuch vorstellig zu werden.
•• Oberhesfische Bahnen. Den „N. Heff. Volk-bl." wird aus Oberhessen, 21. October geschrieben: Aus der Bahn« linie Gießen—Fulda, die ein wichtiges Verbindungsglied nach Thüringen bildet, soll ein zweite- Gelei- gelegt werden, da sich der Verkehr auf dieser Strecke seit Uebergang in die hessisch.preußische Verwaltung mehr wie verdoppelt hat. Ob auch die Linie Gießen—Gelnhausen, die den Verkehr nach Bayern vermittelt, ein zweites Geleis erhält, ist noch nicht bestimmt, wohl auch schwierig, weil aus dieser Linie mehrere größere Tunnel- sich befinden. Wie verlautet, soll im Lause de- nächsten Jahre- die Perronsperre auch aus den ober- hessischen Linien eingeführt werden.
•• Die erste Bernttheilnng eines Detailreifenden, ber bie Kundschaft „ohne ausdrückliche Aufforderung" besucht hat. Der Geschäftsreisende einer Firma in Osnabrück hatte drei Privatpersonen in Lemförde ohne Aufforderung zweck- WaarenverkaufS besucht. Freilich hatte der Reisende angefragt, ob sein Besuch genehm ist, worauf aber eine Antwort nicht erfolgte; der Besuch ist aber auch thatsächlich nicht gewünscht worden. Auf die Anzeige eines Concurrenten beim Centralverbaude für Handel und Gewerbe in Hannover stellte dieser Strafantrag bei ber kgl. Amtsanwaltschaft in Diepholz, woraufhin ber Geschäftsinhaber in Osnabrück vom Schöffengericht in eine Geldstrafe von 25 Mk. und zur Kostentragung verurtheilt worden ist.
** Zum Capitel „Gesauguißarbeit" gab bie „Darmst. Ztg." dieser Tage folgende Erklärung ab: „Unter der Überschrift „Zur Hebung des Mittelstandes" ober „Zur Coucurrenz ber Gefänguißarbelt" unb ähnlich haben vor einiger Zeit mehrere hessische Zeitungen Artikel gebracht, bereu wesentliche Behauptung darin bestand, daß die Ber- waltung deS hiesigen GefängniffeS die daselbst hergestellten Bürstenwaaren zu Schleuderpreisen in Vertrieb bringe und durch diese Unterbietung der freien Arbeit den Mittelstand in empfindlichster Weise schädige. Die hierüber gepflogenen Ermittelungen haben ergeben, daß die für die Bürstenwaaren de» GefängniffeS angesetzten Engrospreise zum Theil höher, jedenfalls aber nicht niedriger sind, als die Engrospreise der einheimischen Bürsteu-Fabriken, daß also von Schleuderpreisen nicht die Rede sein kann. Insbesondere ist eS unrichtig, daß, wie die- in einem der Artikel angegeben war, die Gesang- nißverwaltung Darmstadt fast bei allen Submissionen den Zuschlag erhalte. Insoweit in dem fraglichen Artikel besonder- Lieferung von Bürstenwaaren für die hiesige Garnison- Verwaltung und die Irrenanstalten in Heppenheim und Hofheim angeführt waren, hat sich ergeben, daß für die Garnison-- Verwaltung hier und die Irrenanstalt in Heppenheim die Ge- fängnißverwaltung überhaupt noch keine Bürstenwaaren geliefert hat. Die Versendung von PreiSverzeichniffen ber Bürstenwaaren an Privatpersonen, bie keinen Bürstenhanbel treiben, war ohne Kenntniß ber AuffichtSbehörbe erfolgt und ist für bie Zukunst untersagt worben."
*• Ein solch wunderbar schone» Herbstwettet, wie wir e» zur Zeit noch haben, gehört fürwahr tu die Zeitungen. Man hat schon mehr schöne- Octoberwetter gehabt, ober baß eS so warm unb so anhaltend schön gewesen, deffen wiffeu sich nach unserer Information wirklich die ältesten Leute nicht zu erinnern. Don größter Bedeutung ist diese einzig gute Witterung für die Herbstbestellung ber Felber. Alle Stoppelfelder vermag ber Laubmann umzupflügen und wie ganz
ander- liegt da- Ackerfeld im vergleich zu de» naßkalten Herbsten anderer Jahrgänge. Daß aber diese gute Cultur deS Boden- für bie fommenbe Saat bie erste Bebingung ihre- GebeiheuS bilbet, ist zweifellos. „ES ist eine Lust, In diesem Herbste im Felde zu arbeiten", sagte un- ein bejahr- ter Landwirth, und der Mann hat Recht. Würden nicht die früh hereinbrechende Dämmerung, die kahlen Bäume unb der in allen Schatttruogeo leuchtende Wald un- mahnen an dazu Ende gehende Jahr, man könnte sich in den Sommer versetzt glauben. Kein Wunder, daß bei solchem Wetter die Erdbeeren von Neuem anfaogen zu blühen und bie Gänse- blümchen frisch auf ben Triften sprießen. WaS der naßkalte September un- vorenthaltev, der October zahlt e» reichlich beim. Wiesen und Kleefelder bieten infolge des warmen Wetter- reiche Weide und letztere- gibt Gelegenheit für da- Dieh, sie gut au-zuniitzen. Wenn die Wetterregel: wie der October — fo der März, wahr bleibt, so haben wir für da- kommende Jahr endlich wieder einmal einen echten FrühlingSmonat zu erwarten.
•* Wetterbericht. Das barometrische Maximum behauptet seine Herrschaft über dem größten Theile von Europa unb hat sich fein Kern von Scanbinavien südwärts noch etwa» ausgedehnt. Relattv nieder Druck lagert über ber BiScaya- See unb dem Mittelmeer. Da» Weiter ist in Central- Europa meist heiter, aber ziemlich kühl. — voraussichtliche Witterung: Fortdauernd heiter und kühl.
Friedberg, 26. October. Am Sonntag den 31. Oktober findet die Grundsteinlegung des wiederherzustellendeu Theile» unserer Kirche statt.
Offenheim, 25. October. Heute feierte Herr Gemeinde- rechner Maul zu Offenheim in voller Rüstigkeit feinen 80. Geburtstag. Vor 27 Jahren wurde ihm daS Amt eine» Gemeinderechners für Offenheim und Bauernheim übertragen, welches er in dieser langen Zeit pflichttreu verwaltet hat.
Harbach. 26. October. (Telephonmelduug.) Bei der ■ gestern stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde ber seitherige Bürgermeister, Herr Georg Münch III., ein- stimmig wiedergewählt. Gewiß ein Zeichen ber Beliebtheit, deren sich ber Wiedergewählte unter feinen Mitbürgern erfreut.
□ Ruppertenrod, 25. October. Daß da» Kleehüter. immer noch eine gefährliche Sache ist für da» Rindvieh trotz der vorgerückten Jahreszeit, beweisen zwei neuerding» hier vorgekommene viehunfälle. In dem einen Fall wurde eine Kuh, die tagsüber auf dem Klee geweidet hatte, während der Nacht so dick, daß sie gestochen werden mußte; sie scheint aber wieder aufzukommen. Schlimmer verlief ber anbere Fall. Auch hier hatte die Kuh auf dem Klee geweidet, am Abend drohte dieselbe zu zerplatzen, so stark zeigte sich bei ihr der Windfang. Die Kuh mußte geschlachtet werden, immerhin für einen Mann, der auf zwei Fahrkühe angewiesen ist, ein bemerkenswerther Verlust.
§ Grebenhain, 25. October. Dem Jagdpächter ber hiesigen Gemarkung wurde ein Wildschaden angtmelbet. Ein Obstbäumchen bes Adam Ufinger soll, obwohl mit Schutzvorrichtung versehen, von Rehen entrindet worden fein, so daß e» zu Grunde gehen wird. Im Sühneversuch konnten fich beide Parteien nicht einigen, und ist bie Sache an bie Sachverständigen-Commission gegangen. Uftnger beansprucht 25 Mk. für ba» Obstbäumchen. Man ist in den Kreisen der Waidmänner gespannt auf den Ausfall dieser Entscheidung.
Lauterbach, 25. October. In diesen Tagen wurde die Wirthschaft in Eisenbach wieder eröffnet und ist damit ein ersehnter Wunsch vieler Lauterbacher, welche immer gerne uach ber so herrlich gelegenen Stammburg ber Freiherren Riedesel wanberten, um bort zu kurzer Rast einzukehren und einen kühlen Trunk zu nehmen, in Erfüllung gegangen.
-h- Altenstadt, 25. October. Ein sehr trauriger Fall ereignete sich gestern Abeub am östlichen Eingang unsere» OrteS. Ein junger, kräftiger Maun im Alter von erst einigen zwanzig Jahren, welcher zu Beginn ber Herbst- arbeiten aus dem Odenwald hergekommen war, um fich al» Taglöhner bet dem hiesigen Gastwirth Rahn einige Mark zn verdienen, wollte bei feiner Rückkehr von der Rübenzucker- Fabrik Stockheim während ber Einfahrt in den Ort von bem Wagen vorn absteigen, kam aber hierbei infolge eine» Fehltrittes, wie ber Betreffenbe selbst später aus feinem Schmerzenslager bem Arzt noch angeben konnte, zu Fall, und bie Räder des mit Rübenschnitzelu schwer beladenen Wagens rollten ihm über den Unterleib. In bewußtlosem Zustande wurde er in die Behausung seiner Herrschaft verbracht, wo ihm sofort durch Herrn Dr. Kullmann die mögliche Hilfe zu Theil wurde. Außer unverhältnißmäßig starkem Blutverlust und einer Zertrümmerung der Beckeuknochen auf ber einen Seite, constatirte ber Arzt so schwere innere ver- letzungen, baß er von vornherein jebe Hoffnung auf Wiede» - Herstellung des Patienten aufgab, unb noch in berfelben Nacht um 3 Uhr ist denn auch ber Bemitleiben-werthe bereits seinen fürchterlichen Qualen erlegen. Gestern gebuchte er wieder in sein Elternhaus nach Weiten-Gesäß zurück- zukehren.
□ Darmstadt, 25. October. Der zweite Vortrag de» Herrn 0r. Ferdinand Noack am heutigen Abend galt dem großen griechischen Bildhauer PheidiaS und seiner Schule, vordem erwähnte er in kurzen Zügen den Maler Polygnot, auf den die ersten Ansänge zur griechischen Landschaft-Malerei zurückgehev und der durch eine Anzahl neuer Typen die Kunst bereichert hat; et versteht, in seinen Darstellungen die Freunde bi- zum stummen, thränenlosen Schmerz ebenmäßig zum Ausdruck zu bringen. PheidiaS selbst schuf seine Werke In dem damals die erste Seemacht im Mittelmeer bildeoben, auf dem Höhepunkt ber politischen Macht befindlichen Athen, in bem Athen de- Euripides, AeschyloS, Sophokles unb anderer großer Dichter. Sein Zeus von Olympia läßt in den betreffenden Münzbildetw unb bet Beschreibung des Pausania» — bei den Au-grabungev
11 OW1' _ Phtidio nahmt/ bei Olympia, MUtde die ta Parthe PheidiaS I tm Boden sehen. Z> Vedaillov! da- i° erinnert.
Lemoia r eine -kl» ptt Ka-tb S-logna be| »itfelung de in einer ? -artheno der Forschn wohl von v Lompofiiior punkte biete 6er tlgentli e'ner Zelt, geschaffen u namentlich ersterer mi Urania nsn schon den 1 sogen. Orpl verfeinert derer bei Peloponnes mit diese hc lebte Bortra
-k- Ar früheren Jak angeordnet, deutschen Re solle. Gewi genommen; tag fällt, hc lichen Raffe: Tamitag bi kenrhe Gerniheime braudt vo
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