berechnung für die Ehefrau auf dem gemeinschaftlichen Couto der Ehegatten. 5. Eine gesonderte Ablieferung und Lohn- aozahlung, sowie die gesondert zu tragende Verantwortung für die Beschaffenheit der zu fertigenden Maaren.
§ «ul dem Ohmthal, 24. Mat. Die Laudwirthe führen lebhaft Klage wegen der ungewöhnlich schweren Be« bauung des Feldes zur Frühjahrsbestellung. Nicht nur, daß der Boden wegen dem Uebermaß der Niederschlage schwer zu bearbeiten ist, die Ackerfelder find auS gleicher Ursache auch sehr stark vergrast. Mo man zur Gerstensaat vor einiger Zeit daS GraS untergeackert, kommt es jetzt beim Ackern zur Saal wieder unverwest zum Vorschein. Auch die Kartoffeln konnten keineswegs nach dem Wunsche des Land« mannß geletzt werden. Wenn die Sommerbestellung unter solch ungünstigen Umständen bewerkstelligt wird, da muß das Wetter besonders günstig sich gestalten, wenn die Ergebnisse der Ernte befriedigen sollen. Der Raps hat recht gut ab- geblüht, er läßt auf guten Ertrag hoffen. Bemerkenswerth bleibt daS Nichtauftreren des RapSkäferS, dem seit mehreren Jahren die RapSblüthe zum Opfer fiel. Wenn von anderen Gegenden das starke Auftreten von Obstfeinden, namentlich des Apfelwtcklers, gemeldet wird, so können wir für unsere Gegend ein weniger starke- Auftreten diese- Ungeziefer- melden. Die Obstbäume haben gut abgeblüht, der junge Fruchtansatz ist reichlich vorhanden, sodaß die Hoffnung auf Obst ihre Berechtigung hat.
-r. Herbstein, 24. Mai. Heute fand die landeS- polizeiliche Prüfung der Eisenbahnlinie Lauterbach- Grebrnhain-Gedern statt. ES find mehrere hohe Beamte aus dem Finanzministerium in Darmstadt und der Kgl. Eisen« bahnverwaltung in Frankfurt a. M. hier anwesend. Wie verlautet, wird mit dem Bahnbau ficher nächste- Frühjahr, vielleicht auch schon diesen Herbst begonnen.
-11- Rixfeld, 20. Mai. Bei der heute stattgefundenen Wahl eines Bürgermeister- entfielen auf Herrn Gast« wirth Heinrich Weiß 40 und auf Herrn Andreas Buch« Haupt, Sohn de- seitherigen verstorbenen Bürgermeisters, 18 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. Von 80 Stimmberechtigten hatten fich 58 an der Wahl betheiligt.
Steinfurth, 22. Mai. Gestern Abend fiel ein Knabe von 10 Jahren beim Wetdenschneiden in die Wetter und ertrank, ehe man ihm Hilfe leisten konnte.
♦ Wie zehn Millionen auf die Sttaße geworfen wurdeu, erfahren wir in Bild und Wort au- der soeben erschienenen, glänzend au-gestatteten fünften Lieferung de- erfolgreichsten der neueren patriotischen Werke: Deutsche Helden aus der Zett Kaiser Wilhelms de- Großen, Ernste- und Heitere- aus der Vaterländischen Geschichte von Hans Krarmer (Berlin, Deutsche- BerlagShauS Bong & Co., 15 Hefte A 50 Pfg.) Neben einer Fülle anderer interessanter Episoden auS dem Leben der berühmten Feldherren York, Bülow und der Tapferen ihrer CorpS erzählt der Verfasser auch folgenden merkwürdigen Vorfall aus dem Jahre 1812: Beim Rückzug der Großen Armee nach dem Brande von Moskau hatte Napoleon den Marschall Ney beauftragt, die Kriegskasse in Sicherheit zu bringen. Nicht weniger als zehn Millionen waren noch, in Fässer wohlverpackt, übrig. Unter starker Bedeckung begann der Transport nach der Grenze, aber bald hinter der Stadt Wilna blieben die Wagen in einem Hohl- weg stecken; e- schien unmöglich, fie auch nur eine Meile weiter zu bringen. Ney befahl daher, die Fässer zu zer« schlagen und da- herausrollende Gold den Soldaten preis« zugeben, damit es den Kosaken nicht in die Hände fiele. Und so geschah eS, in Hausen lag das blinkende Gold auf der Straße- aber nur wenige von Denen, die ihre Tornister damit füllten, vermochten die Last bi- zur Grenze zu schleppen, das Gold wurde ihr Verderben.
♦ Kiel, 23. Mai. Auf dem Torpedodtvifionsboot D 9 wurde heute die Schiffskasse um einen Betrag von ungefähr 27000 Mk. bestohlen. Der That verdächtig ist der entflohene DivtsionSschreiber.
♦ Schuhe ohne Brandsohlen werden nach dem an Hugo Bremer in Neheim ertheilten Patente in der Weise her- gestellt, daß das Oberleder des SchuhwerkeS nach seiner Fertigstellung nur eine Obersohle, aber keine Innen- oder Brandsohle besitzt, indem baß Oberleder auf eine nur hierzu dienende Jvnensohle ausgezwickt, sodann aber die Jnnensohle »itsammt den Aufzwicknqgtln nachträglich, mit Ausnahme eines schmalen Randes, welcher die Außensohle mit dem Oberleder verbindet, herauSgeschnttteo wird. Zum Abtrennen der Jnnensohle dient eine Vorrichtung, die au» einem Stoß
messer besteht, welches parallel zum Schnitt in schneller Folge auf« und abgeführt wird, sodaß, wahrend der Schuh parallel zum Messer geführt wird, die einzelnen Stoßwirkungeu einen laufenden Schnitt ergeben. (Mitgetheilt vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Reichest, Berlin NW. 6).
• Wien, 24. Mai. Gestern brannten auf der hiesigen Radfahrbahn die Hofloge und die beiden mittleren Tribünen ab. Infolge dessen mußten die projectirten Wettfahrten unterbleiben. Der Schaden ist bedeutend. Man glaubt an Brandstiftung.
• Zum Abfaren der Räuber von Spiegelscheiben benutzt Maxime Johannet in Parts eine Maschine, bei welcher zwei vor den Enden der Glasscheiben stehende und durch Einstellung mittelst Mikrometerschrauben gegen die Scheibe genau einstellbare BergleichSapparate in Anwendung kommen, von denen ein jeder aus einem in ein Kästchen eingelegten Hebelund Zeigerwerk mit Scala und einem in der Kopfwand des Kästchens gleitbareingesetzten und mit dem Hebelwerk drehbar verbundenen Gleitklötzchen mit vorstehender Stahlspttze besteht. Durch Anlegen der letzteren an die Scheibe wird eine sehr geringe Querverschtebung der Scheibe bestimmt, sowie die Einstellung der Kante des abzufaxenden Randes parallel zur Oberkante des Lineales ermöglicht. (Mitgetheilt vom Inter« nationalen Patevtbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6).
• Ei« besonderer Begriff von Freiheit. Zwischen Paris und Calais, so erzählt eine französische Wochenschrift, machten zwei Reisende, ein Südfranzose und ein Engländer, nähere Bekanntschaft. Selbstverständlich kam der heißblütige Franzose bald auf die Freiheit zu sprechen, wie fie die Groß- Väter im vorigen Jahrhundert mit der Erstürmung der Bastille errungen hätten. Der Engländer hörte ruhig zu. Wußte er doch, daß man in Frankreich ebenso wie in England und überall nicht- weniger al- ein „freier" Mensch ist. Al- eö ihm zu bunt wurde, sagte er kurz und bündig: „Freiheit ist nur ein falscher Begriff von Abhängigkeit — kein Mensch ist frei, rin Jeder hängt von Anderen, von Dingen, von Umständen ab. So zum Beispiel kann ich meine Cigarre nicht rauchen, weil ich und Sie kein Feuer haben — folglich bin ich Sclave eine» Umstande- und muß noch eine volle Stunde auSharren — denn vor Calais halten wir nicht nnd" . . . „WaS?" rief der Franzose. „Ein freier Mann sollte sich fügen müssen? Niemals! Wozu standen unsere Großväter auf den Barrikaden, um die Menschenrechte zu erkämpfen? Ich werde thun, waS Mtrabeau an meiner Stelle gethan hatte —" und in diesem Augenblicke riß er die Signalschnur im Waggon durch. Sofort hielt der Zug an. Nach zehn Srcunden stürzte der Schaffner herein, um nach der Ursache zu forschen. Der Franzose fragte nun mit aller Ruhe den aufgeregten Schaffner: „Haben Sie nicht zufällig Streichhölzer bei fich. Dieser Herr muß seine Cigarre anbreonen l" — DaS Gericht in Calais verurtheilte den Mann der Freiheit zu acht Tagen Gefängntß. Wenn Mtrabeau das erlebt hätte . . . . !
Cttttain* uub ICanft.
Bad und Reise stehen jetzt im Vordergründe des Interesse», und diesem Umstande trägt auch die soeben zur Ausgabe gelangte Juni-Nummer des im Verlage von John Henry Schwerin, Berlin W. 35, erscheinenden herrlichen, reichillustrtrten SpectalblatteS »«Übergarderobe^ mit Schnittmusterbogen und zwei BeUagen, „Für die Jugend" und „Im Reiche der Kinder", volle Rechnung. Der Abonnementspreis für „Kindergarderobe" beträgt nach wie vor nur 60 Pfg. vierteljährlich. Für Uebersendung eines Schnittes nach Körpermaß sind 35 Pfg. (meine Selbstkosten) etnzusenden. Abonnements bet sämmtlichen Buchhandlungen und Postanstalten; Gratts- Probenummern durch erstere und den Verlag.
Als sechster Band des sechsten Jahrgangs der Veröffentlichungen des .Vereins der Bücherfreunde, Berlin", erschien soeben: „GlüekS- tinbe«*# Roman von Valeska Gräfin Bethusy-Huc (Moritz von Reichenbach). Umfang 224 Settm. Preis geheftet 3 Mk., gebunden 4 Mk. Der Roman ipielt auf dem von der Verfasserin stets bevorzugten Boden von Oberschlesien und man merkt es dm Personen und dem Local-Eolorit an, daß sie nach der Natur gezeichnet wurden und daß die Verfasserin Menschen und Verhältnisse, die sie schildert, auch genau kmnt. — Held und Heldin des Romans sind „Glückskinder", deren auf äußerlichen Combinationen beruhendes „Glück" für beide Conflicte heraufbeschwert, die dieses „Glück" gefährden, ja zum Theil vernichten, während bei einer dritten Person des Romans bas auS innerer Grundlage und einfachen Verhältnissen heraus erblühende „Glück" zu voller Entfaltung gelangt. In tbells ernster, theUS humoristischer Art weist die Verfasserin auf die Gefahren hin, welche für ein mit Herz und Gemüth begabtes Mädchen daraus erwachsen, wenn eS über daS elterliche Bildungsniveau erzogen wird, dadurch vereinsamt und deS natürlichsten Anschlusses beraubt bleibt. Gerade dem unklaren und übrrtriebenm „Bildungsdrange" unserer Zett gegenüber scheint eS beherztgenSwerth, daß die Verfasserin ihrem „Tischler Baumert" die Worte in dm Mund legt: „Wenn über dm Thüren unserer Gymuasim angeschriebm stände, wie viele Jabre ein studirter Mann braucht, ehe er sich nur sein tägliche» Brod erwerbm kann — wie viele Väter würden da ihre
Jungm lieber ein tüchtiges Handwerk erlernm Ionen !N Weitere Auskunft über den .Verein der Bücherfreunde" rrtheitt jede Buchhandlung, sowie die GeschäftSleitung, Schall & Grund, Berlin W. 62» Kurfürftmftraße 128.
Gänge zu machen.
Fünf Parieie« ans einem »ruudstü», bei jeder, weil Hausbriefkasten fehlen, wenig gerechnet, «vr 8« Minute« ««- «SthigeS Wartenr «rtzibt bei 8 Häusern 30 Miaute«Zeitverlust bei einer Bestellung, bet viermaliger Vestestvng volle Alles natürlich zum RachiheU der
Die Reurastdenie und ihre naturgemäße Behandlung. Ein Ralhgeber für Nervenkranke. Don vr. med. Ralf Wtchmann, dirtg. Arzt der Kuranstalt in Ilmenau. Mil !) Abbild. Preis 2 Mk. Verlag von Otto Salle in Berlin W. 30. — Der durch seine für Laim bestimmten Schriftm „Die Wasserkuren" und .Das Wesen der Nervenkrankheiten" schnell bekannt gewordme Nervenarzt und KuranstallS-Leiter übergiedt hiermit auf vielseitig geäußertm Wunsch dm zahlreichen Neromkrankm eine wettere Schrift, die fich speci,ll mtt der Nervmschwäche und Nervosität befaßt und die Wege angibt, auf denen sich eine Heilung durch einem Irden zugängliche natürliche Mittel erzielen läßt. In eingehmder, einem J«dm verständlicher Weise gelangen zunächst kurz die Ursachm der Nervenschwäche, alsdann derm Behandlung und Heilung durch die verschiedensten Formen zur Besprechung — durch naturgemäße Ernährung, durch baß Klima, durch Bäder mit und ohne Zusätze, durch Etnpackungm, Wickelungen, Abreibungen usw., durch Heilgymoafttk und Massage, Electrtctlät, psychische- und hypnotische- Verfahren, M.dicammte. Angesichts der weiten Verbreitung der Neurasthmie dürfte dieses neue Buch, daS auS langjähriger nervenärztlichtr Praxis heraus entstanden ist, vielm Neroenletdmden willkommen und etneS Erfolges sicher sein; dasselbe ist durch jede Buchhandlung wie auch dircct durch dm Verlag von Otto Salle in Berlin W. 30 zu beziehen.
2 Stunden auf de« Tag! übrige« Bewohner des Briefträgerrevte'S, di« um so t>itl länger
Hausbriefkasten.
Bei dem außerordmtlichen Umfange, den der Briesoer kehr seit Jahrm angenommen hat, gestaltet sich die Briefbeftellung, namentlich in den größeren Städlm, durch das Anschwellen der Bevölkerung und die zunehmende Zahl der Stockwerke in Vorder- und Hinterhäusern immer schwieriger. Die Briefträger sind häufig nicht im Stande, die Bestellung in der ihnen zugemessmen knappen Zeit aus- zusührm. Kommm sie aber bei dem Publikum nicht stets pünktlich zur gewohnten Stunde, so wird sofort über die Verzögerung Beschwerde geführt. Die Postoerwaltung ist dabet meist nicht in der Lage, Abhülfe zu schaffen, dmn mit einer Vermehrung der Zahl der Briefträger allein ist nicht geholfen.
DaS einzig wirksame Mittel zur Beschleunig««- der Bestellung hat daS Publikum selbst in der Hand und die« besteht i« der «ubringuug von HauSbriefkaste« a« de« «in- gänge« der Wohnungen, wie sie in England und Belgien bereits vielfach, bet uns aber erst in sehr beschränkter Zahl vorhandm sind. Wenn jeder Besitzer und jeder Miether an seiner Wohnung einen solchen Briefkasten anbringm läßt, in dessen Oeffnung der Briefträger die gewöhnlichen franktrten Briefe, Postkarten und Drucksachen bineinsteckt, so liegt auf der Hand, daß eine große Beschleunigung der Bestellung zu erzielen ist. Den« nicht nur das Warten dcS Briefträgers auf das Oeffnm der Thür, da« wiederholte Klingeln x. fällt weg, sondern es sind auch in dm Fällen, wo Niemand zu Hause angetroffm wird, fernerhin keine doppelten und dreifachen
auf dm Eingang ihrer Briefe warte« wüste«.
Wettere Portheile, die der Hausbriefkasten gewährt, sind folgende: es könnm in denselben auch andere, als solche Correspon- dmzen, welche der Briefträger überbringt, gelegt werden: Visitenkarten, Notizzettel, Zeitungen usw. Der Schlüsselverschluß deS Briefkasten- verhindert, daß die Briefe und Postkarten zuvor durch die Hände des Dienstpersonals oder anderer Personm pasfirm, wodurch manchmal zu Jndiscretionen Anlaß gegeben wird. Etlso auch daS Briefgeheimniß und da- GeschästSgeheiwni» ist besser gewahrt.
Die Hausbriefkasten werden aus >weSmütz1gjle«tm Inner« der Woh«««ge« unter Herstellung etnts Spalte- in dem Entrer- abschluß angebracht, sie können aber auch außen, etwa neben dem Klingelzug, angebracht werden. Eine einfache Vorrichtung gestattet, die Briefkasten-Oeffnungm zu sperren, z. B. wenn Reifen angetreten werden und Niemand in der Wohnung bleibt.
Noch viel besser und für den Bestelldimst voriheilhaster wäre es allerdings, wenn, ohne Rücksicht aus die Lage der Wohnung, Briefkasten zu ebener Erde, im HauSflur angebracht würden. In Frankfurt (Main) brfindm sich in mehr als dem vierten Theil aller Wohnhäuser die Briefkasten der HauSbewvhner zu ebener Erde, Ic daß den Briefträgern in diesen Häusern daS Ersteigen der Trepp, n zu Gunsten der Beschleunigung der Bestellungen erspart ist. Doocn, daß Briefschaften in die Briefkasten hinetngrlegt worden sind, werden die betreffenden Empfänger jedesmal durch die Klingel in Renntn'6 gesetzt. «S würde sich sehr empfehle«, wenn bei jede» Be«ba« oder Umbau eines Hauses Seitens der Archileclen die »«• bring««- vo« SavSbriefkasten für alle Wohnungen gleich ins ««ge gefatzt würde. m
Nach den Verabredungen mit dem Herrn Spenglermeilter Faber würde sich der Preis für einen solid und dauerhaft gearbeiteten, mit gutem Schlosse versehmen Hausbriefkasten auf 1.80 Mk. stellen. Der Lieferant würde auch die Anbringung des Kasten? gegm eine besondere Vergütung von 25 Pfg. übernehmen.
Durch Anbringung solcher Kastm würde einem langgefuhlten Bedürfniß Rechnung getragen und es wäre darum zu wünschen, daß auch in unserer Stadt recht Viele dem Beispiele Frankfurts folgten und diese Neuerung zur Einführung brächten.
Der AnschaffungSpleiS ist gegenüber dem Vortbeil, welcher erzielt wird, ein so geringer, daß sich wohl kein HauSwirib oder Miether scheuen wird, sich in den Besitz eines solchen HauSbrsif- kastms zu setzen.
«iso an jede Wohnung bald einen Briefkasten!
Bekanutmschung.
Die diesjährige öffentliche Impfung der Erstimpflinge wir-, beginnend mit Mittwoch den 2. Juni, im Jmpflocale (Altes Rath, haus) für die nächsten 5—6 Wochen jeden Mittwoch von 2—3 Uhr abgehalten werden.
Jmpfpflichtig im laufenden Kalenderjahre sind die im vorigen Jahr geborenen Kinder, sowie die Rückständigen früherer Jahrgänge.
Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich find. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung feines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschluß auf feine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres zur Nachholung der Impfung eine vierwöchentliche Frist unter Strafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden in den Terminen auch Kinder, welche erst im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft.
Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen.
Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden.
Die Kinder müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden.
Die Impfung wird nur an einem Arme vorgenommen mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut Darmstadt.
Gießen, den 24. Mai 1897.
Der Oberbürgermeister: I. V.: Wolff.
5193
Borde
Ihnen
■ besseren Geschlft
aufgedruckte Name nachgewiesen
Vorwerk’s Velour-Schutzborde, bekanntlich das Beste und Beliebteste, was existirt, ist nur
MAGGI5
Suppenwürze in Original-Fläschchen von 35 H an ist zu haben bei 4332
Rod. Schlabach ML
[BehördlicheAnzeigen
„Das 1. Bataillon 168 beabsichtigt, im Herbste b IS. »wetjührig Freiwillige, welche gelernte MufilerMd, einzustellen, da- Instrument wäre mitzubringen.
Anträge unter Angabe der Körpergröße und des zu spielenden JnstrumeMes sind an daS 1. Bataillon Jnsanterie-RegimeMS Nr. 168 in Butzbach einzureichen. ES wollen sich nur unbestrafte Leute melden 5117 Dom merich.
Empfehlungen.
Die so beliebten
Kattunkleider
find wieder eingetroffen.
G-eschw.Heerz
Neuenweg 7. 4974


