den Professor Gymnasiallehrer Kutsch von Gießen, bett Gymnafialdirector $ en feil von Laubach.
* • Znfli-Personattea. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Butzbach Carl Wiener zum Amtfl- richter bet dem Amtsgericht Gießen, den OberamtSrichter Georg Muhl zu Groß-Gerau zum Borstand defl Erbschaft-» steueramtS mit dem AmtStitel „Finanzrath" unter Belastung des Ranges der etatSmäßigen Räthe zu ernennen.
• • Verseht wurden: der DistrictSeinnehmer der DistrictS» einuehmeret Bretzenheim Ludwig Höhler und der DistrictS» einuehmer der DistrictSeiunehmerei Grebenhain August Kreuder in gleicher Diensteigeuschaft tu die DistrictS» einnehmereien Mainz II bezw. Butzbach.
* • Ernannt wurde am 14. April der SchulamtSaSpirant Ludwig Ringshausen zu Nidda zum Elementarlehrer an der Obstbauschule und landwirthschastlichen Winterschule zu Friedberg.
* * Stfenbahnuufall. Der gestern Morgen 2% Uhr von Eitorf (Strecke Deutz-Gießen) abgehende Güterzug ist bet Kmtr. 31,1 auf einen andern Güterzug im Bahnhof Hamm a. d. Sieg aufgefahren. Entgleist find zwei Wagen, stark beschädigt die Maschine und 10 Wagen. Der Locomotiv- führer ist leicht verletzt.
• * Die hiesige katholische Studeute« - Berbtuduug „Hasso- Rheuauia" feierte am Oftermittwoch in den glanzvoll beco« ritten Räumen beS Casino zum „Frankfurter Hof" in Mainz ihren diesjährigen FeriencommerS. UeberauS zahlreich wurde den Einladungen aus Mainz selbst, wie auch aus der Um» gebung entsprochen. Active und Philister, sowie eine statt» liche Anzahl Cartellbrüder waren von Nah und Fern herbei» geeilt, um Haffo-Rhenania ihre aufrichtigen Sympathien ent» gegeuzubringen und einige vergnügte Stunden nach echter alter Burschenart zu verleben. Eine ansehnliche Zahl von Telegrammen und vom Ehrenphilister der Hasto-Rhenania Herrn LandtagSabgeordneten Dr. Porsch, Örefllau, kam zur Verlesung.
* * Montags - Concrte auf der Schönen Aussicht. Wenn dafl milde Wetter anhält, werden, bereit» mit dem nächsten Montag beginnend, die Garten-Concerte wieder ihren Anfang nehmen. Die Concerte fanden im vorigen Jahre beim mufikliebenden Publikum ungeteilten Beifall und steht zu hoffen, daß dieselben auch in diesem Jahre gut besucht werden. AuflgefÜhrt werden die Concerte wie auch im vorigen Jahre von der hiesigen Regimeutflmuflk.
* • 69. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte ie Brauuschweig, 20.—25. September 1897. Im Anschluß an die Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte wird in Braunschweig eine Ausstellung von wissen» ichaftlichen Objecten und Apparaten stattfinden. Von derselben sollen grundsätzlich schon bekannte und zur Zeit nicht besonders wichtige Dinge auflgeschloffen sein, so daß neue und bedeutsame Erscheinungen überall zur Geltung kommen werden. ES wird davon abgesehen werden, allgemeine Einladungen zur Ausstellung ergehen zu (affen. Nur die neu begründete Abtheilung für wissenschaftliche Photographie macht hiervon eine Ausnahme und wird versuchen, ein möglichst vollständiges Bild der Anwendung der Photographie in allen Zweigen der Naturwissenschaft und der Medicin zur Darstellung zu bringen. Aus den anderen Gruppen für chirurgische Instrumente, Gegenstände für Bac» teriologie, Demonstrationsapparate, physikalische und chemische Instrumente u. s. w. nimmt die Geschäftsführung Anmeldung neuer Objecte und Apparate bis spätestens 1. August d. I. entgegen.
* 12. Eougreß des Deutschen Touren Club, Allgemeine RadfahrerUnion, mit 1. Radtonristischer Ausstellung München, 17. bis 22. bezw. 15. bis 25. Juli. Die altehrwürdige Zacherlhalle (Salvatorkeller) auf dem Nockherberg, welche sonst nur im März während des Salvatorauflschankfl wenige Tage Gäste aufnimmt, wird sich Heuer ausnahmsweise inmitten des Jahres am 18. Juli den Congreßbesuchern anläßlich eines solennen Kellerfestes öffnen. Die geiäumige Halle wird in einer, dem Rad-Wandersport entsprechenden Weise decorirt werden- „Bom Fels zum Meer" lautet der touristische Wahlspruch. Beim Eingang in den Keller erb! cken die Festbesucher das Alpenland mit plastischen FelSgebilden, Almhütten rc., allmählig nach dem Hintergrund zu veranschaulicht die Decoration das deutsche Mittelgebirge einerseits, eine Rheinlandschaft andrerseits, den Abschluß bildet eine Marschgegeud mit Ausblick auf das Meer und das ferne Hel» golanb. Zur Abhaltung der 1. Radtouristischen Ausstellung hat der Magistrat der kgl. Haupt» und Residenzstadt München bereitwilligst einen Theil der städtischen Schrannenhalle zur Verfügung gestellt und dürfte diese Veranstaltung, welche in die Hände eine- such» und fachkundigen Comitöfl gelegt ist, daS Jutereffe der Congreßbesucher in hervorragendster Weise fesseln. Anmeldungen von Ausstellern nimmt da» Secre- tariat des Hauptconfulat München der A. R. U. Maffei- ftraße 4/1 entgegen.
* Geflügelzüchter Verein für Gießen und Umgegend. Am SamStag Abend hatten sich mehrere Herren zur Besprechung wegen eines Geflügelzüchtervereins für Gießen und Umgegend im Restaurant „Aquarium" eingefunden. Die Anregung, der zu gründende Verein möge auch die Stubenvogelzüchter in seinen Kreis aufnehmen und deren Interessen mit zu fördern suchen, wurde beifällig begrüßt. Es wurde beschlossen, am Mittwoch dieser Woche eine weitere Besprechung der An- gelegenheit im Restaurant Aquarium abzuhalten und sind hierzu alle Geflügelfreunde bestens eingeladen.
•• Sitzgelegenheit im Freien für die Sisenbahnpaffagiere. Man schreibt uns: Durch Einführung der Bahnsteigsperre auf dem Bahnhof der Oberhesfischen Bahnen ist den Paffagieren die Möglichkeit genommen, im Freien Platz nehmen zu können. Wie unangenehm und lästig der Aufenthalt mit» unter besonders den Reisenden 3. und 4. Klaffe in dem Über» füllten Wartesaal ist, wird Jedem klar sein, welcher Gelegenheit hatte, die darin zu Zeiten befindliche Luft zu athmen.
ES ist daher die Anregung am Platze, daß vor dem Bahn- Hofsgebäude in den dort befindlichen Anlagen Bänke aufgestellt werden möchten.
•* Sin neues Wappen. Die preußische und hesfische Eisenbahndirection hat fett der vollständigen Uebernahme der Hesfischen LudwigS-Eisenbahn in Staatsbetrieb die Zahl der Wappen um eins vermehrt. DaS neue Wappen ist nicht unschön zu nennen, eS vereinigt in sich Theile des preußischen und des hessischen Staatswappens. Recht» sieht man da» von der preußischen KönigSkrone überragte Schild mit dem preußischen Adler, welcher mit der rechten Klaue da» Scepter und mit der linken den Reichflapfel hält- das ganze Schild wird von einem rechts stehenden, wilden, mit einer Herkulefl- kenle bewaffneten Manne gehalten. Links in dem Wappen befindet fich das ebenfalls von der KönigSkrone überragte hesfische Wappenschild mit dem zehnmal quergestreiften doppelt- geschweiften Löwen, der in der rechten Vordertatze ein Schwert hält - dies Schild wird von einem gekrönten, doppeltgeschweiften und aufrecht stehenden Löwen gehalten.
•• Die Stempelung der Eisenbahn Fahrkarten, welche bis- her nicht nur mit der Angabe de» Datum», sondern auch der Stunde erfolgte, in der die Karte gelöst wurde, soll jetzt auf Verfügung de» Eisenbahnministers vereinfacht werden, indem die Fahrkarten nur noch den Datumstempel erhalten und die Zeitangaben fortfallen sollen. Das Publikum kann also in Zukunft die Fahrt unterbrechen, ohne die Fahrkarte prolongiren laffen zu müffen, und den Beamten wird auf zweifache Welse eine nicht unerhebliche Arbeit gespart.
*• Große» Mitleid und Interesse erregte gestern Nachmittag bei den vielen Waldbesuchern der Anblick eine» noch lebenden, schwer verwundeten Rehe». Daffelbe, von Hunden attaquirt und verletzt, raste in voller Flucht über den Bahnkörper hinter den Militär-Tchießständen in dem Augenblicke, al» der Zug der Oberhesfischen Bahn die Stelle pasfirte. Der Puffer der Maschine schleuderte das gehetzte, bereit» verwundete arme Thier an die Böschung, wo e» hilflos liegen blieb, bis daß ein erfahrener Jäger, der zufällig den Platz pasfirte, den Leiden des Rehes durch Abknicken ein Ende bereitete. — Wie wir hören, beabfichtigen die Jagdpächter der betreffenden Jagd, um den Reh-, bezw. Wildstand vor diesem unerlaubten Beunruhigen und Gefährden zu schützen, fortan auf jeden jagenden Hund zu schießen.
*• eine nationale Obst-Ausflellnng soll im October d. I. in Frankfurt a. M. abgehalten werden. Man will mit der Ausstellung vor allem der Einfuhr amerikanischen Obste» entgegenarbeiten.
**PA. Ein Handwerkertag für den Mittelrhein und Süd- Westdeutschland wird am Sonntag, den 2. Mai d. I». zu Mainz im „Frankfurter Hof" abgehalten werden. Die Veranstaltung geht aus von dem Verbände hesfischer Innungen und Berufsvereine in Verbindung mit dem Württem- berglschen Handwerker-LaudeSverband. Schon die Theilnahme der letztgenannten Corporation beweist, daß es sich keineswegs um eine im voraus berechnete JnnungSkundgebung, sondern darum handelt, allen Handwerkern des Mittelrheinfl und Südwestdeutschlands Gelegenheit zu geben, sich über das dem Reichstage vorliegende Handwerkergesetz offen auflzu- sprechen. Es dürfte von Werth fein, wenn gerade die Hand» werter derjenigen Staaten, auf deren Einfluß hin dem Gesetzentwurf seine jetzige Faffung gegeben worden ist, ihre Meinung über diesen Entwurf unabhängig von Berlin kund- geben. Der gewählte Tag — 2. Mai — fällt keineswegs zu spät, al» daß die Kundgebung nicht noch Beachtung bei der Commission, wie bei dem Plenum des Reichstages finden könnte.
Zur Verathuugde» Beamteugefetze» fanden in Darm» ftadt in den letzten Tagen mehrere Sitzungen der Corn» miffion für daS Beamtengefetz statt. Die Commission besteht au» den Herren: Geheime StaatSrath v. Werner, Geheime- rath Uftnger, Geheimerath Micheli und Ministerialrath Pückel.
** Der 8. allgemeine deutsche Turulehrertag wird in der Pfingstwoche vom 6. bi» 8. Juni zu Coburg abgehalten. Vorträge find u. A. zugesagt von Oberlehrer Dr. Gast- Leipzig : „Heber da» Turnen an den Universitäten" und von Turnlehrer Stolze-Frankfurt a. M.: „Der UebungSstoff im Keulenschwingen mit praktischen Darstellungen". Mit dieser Versammlung tagt gleichzeitig eine Vertreterverfammlung des deutschen Turnlehrervereln». Außer den Bereinflangelegen» Helten werden folgende Verbandsaufgaben behandelt: 1. M®e» fichtspunkte zur Ausgestaltung und Hebung des Schulturnen»" und 2. „Inwieweit sind amtliche ober amtlich empfohlene Leitfäden für den Turnunterricht von Nutzen?" Im Anschluß an die Verhandlungen ist ein gemeinsamer Auflflug nach dem Staffelberg vorgesehen.
** Zur Waruuug. Die Fachzeitung „Confectionär" theilt ihren Lesern Folgende» mit: Vorsicht bei Ertheilung von Reife-Aufträgen! Bor Kurzem wurde ein Schneidermeister in Fulda von einem Berliner Tuchreisenden besucht und In außerordentlich aufdringlicher Weise um Ertheilung eines Auftrages ersucht. Trotzdem sich der Meister vollständig ablehnend verhielt und mehrmals kurz und bündig erklärte, daß kein Bedarf vorliege, packle der betr. Reisende ruhig seine Muster aus und ersuchte, fich doch wenigsten» die Muster anzusehen und fein Urtheil abzugeben, ob die Sachen für hiesige Gegend paffen. Während der Kunde die Muster durchsah und feiner Frau gegenüber die» ober jene» Muster al» gut bezeichnete, machte der Herr Reisende unausgesetzt Notizen in fein Buch. Der Meister dachte fich nicht» Arges dabei, auch nicht, als zum Schluß der Reisende ihn bat, doch feine Adresse auf ein vorgelegte» Stück Papier zu verzeichnen, damit ihm später einmal Muster zugesandt würden. Bon einer Bestellung war also durchaus keine Rede, um so mehr erstaunte nun der Meister, als er nach einigen Tagen eine Rechnuog über rund 400 Mk. Stoffe erhielt. Auf seine sofortige Reklamation erhielt er zu seiner großen Heberrafchnng die Antwort, daß er ja den, seinem Reisenden, Herrn Oppenheim, erthellten Auftrag durch eigenhändige NamenSunterschrift bestätigt habe, also von Annulli»
rung keine Rede fein könne u. f. w. Selbstverständlich hat der betr. Meister sofort die nöthigen Schritte gethan, um derartige Manipulationen für die Zukunft zu verhüten.
M Wetterbericht. Der niedere Druck hat feine Herrschaft Über da» ganze Mittelmeergebiet und über den größten Theil von Central-Europa ausgedehnt. Sein Gentrum lag am Morgen über dem Golfe von Genua. Den Norden de» Erdtheils bedeckt hoher Barometerstand. Bei dieser Druck- vertheilung sind östliche und nordöstliche Winde vorherrschend und find die Temperaturen in Central-Europa noch weiter zurückgegangen. EigenthÜmlich gestalten fich die Witterungs» Verhältnisse im Alpengediete. Am Nordfuße der Alpen zieht fich eine sehr schmale Rinne niederen Drucke» hin, sodaß über der bayerischen Hochebene und in der Nordschweiz am Morgen bet mäßigen bis frischen östlichen Winden kühle Witterung herrschte, während in den höheren Lagen der Alpen südliche Winde bedeutende Temperaturzunahmen brachten. — Voraussichtliche Witterung: Im Norden wechselnde Bewölkung, im Süden trüb mit zeitweisen Niederschlägen Allgemein kühl.
△ Bon der Oh«, 23. April. In der verflossenen Nacht sank Da» Thermometer unter Null, Waffcrpfützen und Gossen waren mit einer Eisdecke überzogen, die Dächer weiß bereift. Da die Kirsch- und Pflaumenbäume bereits zu blühen anfangen, so kann eine solche Frostnacht leicht großen Schaden anrich'.en. Schon nähern wir uv» dem Mai und Immer noch tagsüber Feuer in den Oesen, dafl sieht fürwahr schlecht nach dem „holden Lenz" au». Den Bienen ist daß seitherige Wetter nicht» weniger al» günstig- schon blühen die Stachelbeersträucher, die sehr gerne von den Bienen besucht werden, und eine Menge von Frühlingsblumen, ja, der Wtntersamen, der unsere beste Frühjahrstracht liefert, beginnt fich gelb zu färben, aber die Bienen verwögen nur schwach oder gar nicht auflzufliegen. Wenn man zu diesem ungünstigen Moment noch das andere zieht, den Futtermangel der Völker in diesem Frühjahre, so muß der Verlauf de» letzteren für den Imker alß ein recht unvortheilhafter bezeichnet werden.
§ Groß-Felda, 23 April. Unser nach Ostern stattgehabter „Ost er markt" litt unter zwei erschwerenden Umständen: ungünstige Witterung und Ausfall de» vie. markte» wegen der leidigen Maul- und Klauenseuche. Der sonst namentlich stark befahrene Markt bot deßhalb ein viel schwächere» Bild, al» wie gewöhnlich. Die Krämer vermochten wegen de» Regenwetter» gar nicht aufzubauen, sie verkauften, al» in den NachmtttagSftunden dafl Wetter etwa» bester wurde, au» ihren Kasten heraus, allerdings wenig genug. — Für den vor Ostern fälligen „Osterwarkt" zu Grün berg, dessen V'ehmarkt ebenfalls wegen der Maul» und Klauenseuche ausgefallen war, fand am Gestrigen ein Ersatzmarkt statt. Dieser war mit Schweinen recht gut, mit Rindvieh weniger stark befahren. Die Preise sür die Jung- schweine, Ferkel, zeigten einen viel besseren Stand, al» auf den Herbstmärkten de» vorigen Jahre». Für da» Paar Ferkel erster Güte wurden 48 bi» 50 Mark durchschnittlich bezahlt, für ein solche» zweiter Güte 35—40 und 40—45 Mk. Im vorjährigen Herbste galten die Ferkel kaum die Hälfte. Mit diesen hohen Preisen für die Jung- schweine stehen die Preise für die Mastschweine in keinem Berhältniß- man bezahlt für deren Pfund Lebendgewicht nur 34 und 35 Pfennig, .v
+ OrleShaufen, 25. April. Die in Nr. 87, erstes Blatt, refertrtc Feier des bevorstehenden 50 jährigen Dienstjubiläums befl hiesigen Lehrers Herrn Dönges findet nach neuerer Festsetzung am 6. Mai — dem eigentlichen Jubi» läumßtagc — statt. Bei der großen Beliebtheit de» Ge» nannten ist eine zahlreiche Betheiligung an dem Feste zu erwarten.
X. Darmstadt, 24. April. Die schon in Ihrer Zeitung gemeldete Berufung des seitherigen Stadtbaumeiste»» von Worm», Baurath Karl Hosmann, al» Nachfolger von Heinrich Wagner auf dem Lehrstuhle für Architektur an der Technischen Hochschule (speciell für Entwerfen von Gebäuden, Bauführung usw.) wird heute amtlich bestätigt. Hofmann hat letzthin durch feine architektonische Mitarbeiterschaft bei« Straßenbrücke Project für Worm» — wobei da» treffliche Projekt „Civitati Vaepionum* von der Gustavsburger Brückenbauanstalt, Filiale Bauunternehmer Grün & Bilfinger io Mannheim, und Hofmann den ersten Preis erhielt — in Fachkreisen viel von sich reden gemacht- auch bei dem Essen- bahnbrücke-Project für WormS war er bei einem Preise mit- beteiligt. Hofmann hat da» moderne Worm», daS sich t« letzten Jahrzehnt sehr stark entwickelt hat, in baulicher Beziehung erst zu dem gemacht, wa» eß jetzt ist- davon zeugen feine bauliche Ausgestaltung de» Nibelungenringfl, die Lager» hauflanlagen, der große Wasserthurm, da» Denkmal für Groß- Herzog Ludwig IV. u. a., überall wußte er sich an die romanischen Formen defl frühmittelalterlichen WormS, wie sie noch im Dom und anderen Kirchen in die Erscheinung treten, auf» Glücklichste anzuschließen. Die Berufung eines solchen, lange Zett mitten in erfolgreichster Praxis gestandenen Manne» für unsere Hochschule ist ein großer Gewinn für die Anstalt, andererseits wird sein Wegzug in Worm» sicherlich schmerzlich empfunden werden. — Am Montag schließt b-e auch dieses Mal sehr ergiebige eigentliche Concertsaison mit Concerten beß Mozartverein» im Saalbau und defl Männer- chorS „Humanitafl" im Ka serfaal ab.
DertitifcN**»
* Al» empörend und schändlich bezeichnete der Vorsitzende der dritten Btraskammer de» Landgerichts I, Landgerichtfldirector Rößler, die Handlungsweise, welche gestern den Kans» mann Oßcar Waldemar Lange aus bte Anklag ebank führte. Es würbe gegen benfelben folgender Thatbestand festgestellt: Lange, ein 48 jähriger Mann, der über große Gewandtheit und Redegabe verfügt, ernährte fich durch Hei- rathflvermittlungen. Auf eine feiner Annoncen meldete fich


