— Voraussichtliche Witterung: Meist
a. d. B., zu Darmstadt.
•• Militardlen-nachrichten. Fischer, vicrfeldwebelvom Landwehrbezirk Gießen, zum Sec.-Lieutenaut der Reserve des Infanterie-Regiment- Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff)
Nr. 116 befördert.
•• Kriegerdenkmal. Don dem Ausschuß für Errichtung eines Kriegerdenkmals in Gießen erhalten wir zu der Notiz in unserem vorgestrigen Blatte die Mittheilung, daß dieselbe einer Berichtigung bedarf. Durch Verhinderung deS
Aufführung.
• • Silberne Hochzeit Am 22. Octoder feierte der Loco- motivführer Hrch. Waag mit feiner Ehefrau da» Fest der silbernen Hochzeit im engsten Familienkreise. Möge e» dem Jubelpaare vergönnt sein, auch die „Goldene" zu feiern.
• • Verletzt. Zwei Passanten fanden in verflossener Nacht auf der MäuSburg einen jungen Menschen mit blutendem Kopf und brachten ihn zur Polizeiwache. Darüber, ob die Verletzung vom Hinfallen auf die Straße oder durch Schlagen entstanden, vermochte der verletzte keine Auskunft zu geben.
• • Eiabruch. In der Stephanftraße wurde in ver- floflener Nacht ein Etnb r u ch S d i eb st ah l verübt. Diebe haben das Fenster einer im ersten Stock eine» Hause» gelegenen Speisekammer gewaltsam geöffnet und aus derselben eine Parthie Eßwaaren sowie drei Paar Stiefel gestohlen.
• • Verhaftet Heute Vormittag wurde eine Frau wegen Hehlerei und Kuppelet und deren 19jährige Tochter wegen Diebstahl verhaftet.
• • «apirapparat für Kartendriese. Die „Offenb. Ztg. schreibt: Im Anschluß an die Bekanntmachung de» Reich»- Postamt», bett. Ausgabe der «atteudriefe, theilen wir noch
23. October. Zu Ehren de» nach 41 jähriger
1. November in Ruhestand tretenden Herrn
_ CecMt» tuet
Wietze», den 25. October.
m KmpflMg. SeineKöntgl.Hoheit der Großherzog empfingen am 23. October u. «. den Hauptmann Kreut er
Loudon. 23. October. Die Regierung gab, wie verlautet, im Einverstäudntß mit den übrigen Machten die Ge- uehmiguog zur Ernennung des Luxemburgischen Obersten Schoeler zum Gouverneur von Kreta.
Loudon. 23. October. Der Correspondent de» „Daily Telegraph"' in Petersburg sagt, daß tu der Unterredung Kaiser Wilhelm» mit dem Zaren in Wiesbaden da» gemeinsame Vorgehen zur Regelung der e gyptt scheu Frage beschloffeu worden sei.
Belgrad, 23. October. Da» neue Ministerium ist wie folgt -ebildet: Georgievic Aeußere», Adorvic Innere», Popovic Finanzen, Lhrifttc Bauten, Lazanovie oder Prostic BolkSwirthschaft, Losawtc oder Simic Unterricht und Oberst Hupkovic Kriegswesen.
Konstantinopel, 23. October. Die FriedeoS-Lonse- renzen werden von heute an täglich ftattfinden. Gestern wurde der Vertragsentwurf der Pforte den griechischen Bevollmächtigten vorgelegt.
Athen, 23. October. Aus Bolo wird berichtet, daß drei Divisionen der in Thessalien befindlichen türkischen Armee demnächst aufgelöst werden und sich bereit» nach Lariffa zurückziehen. Die Baschibozuk» wurden entwaffnet. Mehrere in Theflalieu ansässige türkische Familien verlaffen au» Furcht vor späterer Mißhandlung durch die zurückziehenden Griechen Theffalteu.
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wurden die 3500 Meter -lußland bei und brinen IribfineHfpn -ntbrechrn, <og sich ball «fiter in 8 (24. Draz) führte, siegt, Aeutenaat v. Äittmdfler c Dritter wutl siir Lhargen- preise bei l Interessante! iprung, rollt einander. H, Lieutenant l v. Öoienl (i (81. Jos.-Ri Iagbrenn Herzogs bem ual bntten ! Wt. über ble Sah« -ochs (24. Dro ichin wljtilt' P-oh sichert. ' Härder (23. (25. klrt,Rtx ^azbtenne Herzogin dem und Dritten, endigte bal 3 beginn bei g ^ejmen bei j 'e'aen Pferde bl'»b auf der ooscheiaeni ta Spital
tiu ^enaoschtveiji ( Ü1 vellerShrir ^rben 60m l •«’-nnen iu $ - 8ti, ber 6? j3 ^^bargenie ^°°"ftr°ße ^Segnenden ^Ueber.u 5(0(1 jwifch. ba: Ä" »»« . * 8«i»Qb «iS "«»nnbtr u,
6em lafanterietegiment 9?r. 18, ben zweiten »tamtm der I mit, baß e« einem Offenbm JnpalibiläiS- und Ältertvirstchernngs.Anstalt Oe, Stammler. recht brauchbaren Apparat
Kirchliche Dienstnachrichten. Ernannt wurden Psarr- I macht, auch die Karteubriefl vicar Hermann zu Lengfeld zum Pfarrverwalter in Offenbach, Decauat Offenbach- PsarramtScandidat Becker zu Reichenbach i. O. zum Pfattvicar in Lengfeld, Decanat Groß-Umstadt- Pfarrverwalter Erckmauu zu Steinbach zum Pfarrverwalter tu Maulbach, Decanat Alsfeld. — Die Schlußprüfung im August 1897 haben bestanden: Heinrich Becker au» Klein Guwpen, zu Reichenbach t. O., Ludwig Georgi au» Ehringshausen, zu Steinbach, Decanat Gießen, Friedrich Germer au» Klein Linden, zu Bad-Nau- hei«, Dr. Daniel Greiner au» Pforzheim i. B-, zu WormS, Emil Grünewald au» Laudenau i. O, zu WormS, Friedrich Heb däu- au» Dalsheim, zu Alzey, Gustav Mahr aus Eberstadt, Decanat Eberstadt, Ernst Amandu» Müller au» Kaiserslautern t. B., zuNierer RoSbact, Eugen S chrim p f au» Meiche», zu Butzbach, Carl Weber auS Zwingenberg
mit, daß eS eine« Offenbacher gelungen ist, einen anscheinend _ _^.r t zu contzruireu, der eS möglich
macht, auch dieSarteubriefe zu copiren. Die überraschend einfache Erfiadung ist bereits zu« Patent angemeldet worden-
•• PretSnotirungSstelle. Die am Frankfurter Fruchtmarkt vom hessischen LandwirthSschaftSrath errichtete Preis- notirungSstelle hat 144 Abnehmer für ihre Notirungen gefunden- davon kommen auf Oberheffeu 52, Rheinhessen 49 und Starkenburg 43. Die Landgemeinden stellen 59 Bro- eent der Besteller. Die Ausdehnung der Preisfeststellung auf andere Erzeugniffe bleibt Vorbehalten, da erst die Entwickelung der Sache adgewartet werden soll.
•• Setteidelagerhawser. Montag den 1. November, Rach, mittag- 31/3 Uhr, wird in der Novemberfitzung de- Elud» für Landwtrthe zu Frankfurt a. M. (Kulmbacherhof auf der Zeil) Herr Ingenieur Weismüller, dem seitens des preußischen Ministeriums der Bau von drei Lagerhäusern m Pommern übertragen wurde, einen Vortrag hierüber halten. Nachdem die Wichtigkeit der genoffenschaftlichen GerreidehauS- frage, sowie die Schwierigkeit der Durchführung genügend erörtert, ist e» nothwendig, den Bau und den technischen Bettieb eine» Lagerhauses genau kennen zu lernen. Um dieses Referat hat der Club Herrn WeiSmüller gebeten. Gäste und Freunde der Sache find willkommen.
•• Zur Arbeitllosen-Uater-ntznng. Der Vorstand de» Gaue» Frankfurt'Heffen im Verband der Deutschen einer «ertcvtigung oeoari. ^ura,. — .Buchdrucker hat beschloffen, Mitgliedern, die im Gau
bnrn Pr°f-ff°r Schaper tritt allerdings da« Preisgericht 26 Wochen ihre Beiträge entrichtet haben, zu J , tnäter mit boratfebtn in Tbäiigkkii: daiielbe wirb VerbandSunterstühung einen wächeniitchen Zuichuh bau -doch nicht!' wie angegeben^' erst Ende Nonewbe!, sondern 3,50 DH. ,u gewahren, so daß di. Arb..i.i°,--UEWHuog bereit« zu flnfang nächsten Monat«, und zwar am Sam«- in Zukunft 10,50 5Dit. betragt. Je nach der
tag den 6. November im Thurmhnufe am Brand tagen. Berbandtmitgliedschaft dauert Unterstatzung 10, 20
-°Da- Preisgericht besteht au« fünf Mitgliedern und zwar 40 Wochen, «erlauf hat der Gau
den Herren- Geh. Hofrath Profeffor Dr. Schäfer in den Gauen Mitteirhein und Hannover einen G-g-nf.itigkeilS
Darmstadt, Profeffor Schaper in Berlin, Königl. Baurath vertrag abgefchloffeu.
St üb ben, Beigeordneter in Köln a. Rh., Oberbürgermeister •• Gnadengesuche für »ent«« te. Da, Großherzogliche Inanth, Counnerzienrath Hey lig enstädt, Stellvertreter Ministerium hat b-tr. der Gnadengesuche au dieJ°st ib-HS'
Stadtv-rordn-t-r Kirch in Gießen. ein Au-schreiden erlast-n, dem wir Folgend,-^entnehmen.
-> jjamborg-Seitie. Ueber den rühmlichst bekannten Ist ein auf Strafaufschub g-richt-ie« Gnadengesuch oonbim
Wiener Clavierhumoristen Herrn O. Lamborg, welcher am Ministerium adschlaglich beschieden worden und wird dann ein
®™n,r.U8 «6“nT (a „@td"« @aat* «nctrtkt, äußern fich auf Strafaufschub (§ 488 d» Strasproz-ßordnung) fich
der „Münch. N. SR.": Der Claoierhumorift O Lamborg gab stützende« Gesuch eingeretcht, o ist da«selbe von der Staat«
im großen Museum Saale -in- humoristisch- Soirö-, anwaltschaftsofortzurachzuw-is.n lof.rnnich nu.Tba, mit ber er sich nunmehr auch in München auf do« Beste ein- fachen zur Begründung de« Gesuchs v°rgebracht werben. Ist g-sührt hat. Da« gewählte Publikum, welche« ben Saal bi« vor ber Einreichung ein,« auf ^rafauffchub gestützten «n auf ben letzten Platz füllte, kam während zweier Stunden trag« ein auf Straferlaß oder Strafumwanbiung gerichtete« au« b-m Lachen gar nicht mehr h-rau« nab zollt- namentlich Gnadengesuch vom Ministerium abgefchlagin ben Elauier-Numm-rn, welche zeigten, daß der Künstler die,,« die Staotianwaltfchaft ben ihrer Ent ch-idung unterbreite en Instrument In vollendeter Weise beherrscht, stürmischen Bei. Antrag auf Strafaufschub einer -anderen org a-üg e fall! Man wird nicht fehl gehen, wenn man Herrn Lamborg Prüfung in der Rtchwng zu unterziehen, ob d-rfelbe nich al« einen der besten Muflk.Hnmorist-n der Gegenwart b-. lediglich eine B-rfchleppung ber Strafvollstreckung be,we«t tddmet lumat er auch gesanglich unb beclamatorisch Tüch- nab dabei im Auge zu behalten, daß Gnadengesuch, s st «« leistet unb alle ferne Produ-tionen mit einer ebenso wenn sie nur in beschrankter Weise einen Gnadenart et it en einen, ai« durchdachten Komik gewürzt find. Den Glanz- stets von bem Ministerium nach Rich ungen geprüft punkt des Abend« bildete die „Wettstreit ber Melodien" be- und gewürdigt werden. Ist ""fSnabengesnch abfchlägige^ titelte Nummer bei welcher fich der Künstler vom Publikum Bescheid ergangen, bann ist, wenn die Strasvollfttecknng au« -ine große Zahl von Opern, Operetten, komischen unb Bolk«. gesetzt war, ben Bestraften ' ttebern f°w7e von Eomponist-n angeben ließ unb hieran« zu setzen, nach deren Ablauf Vorfü rung.- odet hafib-f, sofort mit virtuoser T-chntk ein große« humoristische« Pot- zu eriafiin ist, wenn fich bet Verurtheilte zum ©trafantri hnnrri tmürotilfirte Auch der ^Musikalische Familienabend" nicht aestellt hat.
erregte stürmische Heiterkeit, ebenso du« Finale au« der Oper - «'tt-rb-'icht. Der Kern de. b°r°m-'r scheu M°pimuw, Der zerbrochene Eid", d.e Parodien auf die italienische Op-r liegt noch immer im Norden, verlegt fich aber ollutalig weiter und ba« italienisch- Schauspiel, bie Spielereien auf bem gegen Osten, habe verliert dasselbe etoa« an Jutinfita. Elanitr sowie namentlich bie Schluhnummer, worin der BerhSitnißmäßsg niederer Druck besteht im Südea fort, doch Künstler eitten unserer modernen Claoi.r Birtaosen mit käst- find die Gradienten von Eeutrol.Suropa gegen d°« Mittelm-er. lichem Humor perfiflirte. Stürmischer Beifall nach jeder Gebiet schwacher geworbeo.Aus uns-remGebt-t-ftvieisach Nummer lohnten seine originellen heiteren Darbietungen. Ausklarung eingetriten, doch uM ber b<:itere ®lt
. Siaditheater. Ein beisallSsreubigeS Publikum unb charakter durch die vorherrschende frische östliche Luftbewegv g eine nach verühmten Mustern zugelchnittene Berliner Poffe, beeinträchtigt. - Borau-sichtliche Witterung. M st „Bummelfritze", die noch etwa« localifirt wurde, bildeten heitere«, aber kühle« Wetter, gestern die Signatur de» Theater-Abend». Auf den Inhalt de» Stücke» näher etnzugehen ist nicht nöthlg, da dasselbe Butzbach.
nock von frühereu Aufführungen her bekannt sein dürste und Dieostzrtt am . ,nt.
bann _ offen gesagt — kann man darin mit dem besten Forstmeister Reuß fand am Mittwoch Abend I« -^fischen Willen von einem °Jnhalt" nicht« h-rau«find°n. G-fpi-lt Hof" ein AbfchiedSefien statt. In ben verfchiedenften Re°ea mürbe reit ne« In erster Linie ist Herr Direetor Helm würbe Herr Reuß gefeiert und hierbei all ber guten S en- zu nennen^ weicher den weichlichen Tischler Rohrmann Wirkung«- schäften gedacht, bie brr elbe b-fitzt. N'-ht nur al« tücht ger voll darstellte- ferner Frl. Nathusiu», die eine sehr an- uud gewiffeohafter Forstbeamter hat er sich ^" bewiese , muthige Guste war und ihren GesangSpart entsprechend durch- sondern auch al» Förderer der Obstbaumzucht war er führte8 Nicht unerwähnt soll Frl. v. Winterst ein als figer Gegend unermüdlich thätig. Such auf de« Gebiete der chalkh'after Berliner Schusterjunge bleiben. Die übrigen Imkerei war Herr Reuß zv.Hau« und suchte auchhier durch Darsteller erledigten ihre Rollen zusrtedenftellend. seine reichen Erfahrungen den für unsere Landwtr hschaft so
•• btabttheater. Wie au» dem Theaterbureau gemeldet wichtigen Zweig der Bienenzucht zu fördern. Ku z, H wird, kommt Mittwoch Abend Gutzkows .Der KönigSlieu- Forstmeister Reuß zeigte fickl °l» Ma°n, der^e»^verdien^ ^enan " Donnerstag Abend Schiller» .Egmont" unter geehrt zu werden Möge hm die wohlverdiente Ruhe noch Heranziehung eine, ^gel^ten au,»artigen Künstler, zur | i. 22. O-iober. Der in Leib-
hecken niedergegangene Luftballon (vergl. Nr. 249 d. Bl.) wurde gestern von seinem Eigevthümer zurückgeholt. Er war am Freitag Mittag in Frankfurt im Scheffel-Garten dem Netz entschlüpft, hat also einen Weg von ca. 37 Kilometer zurückgelegt. Trotz der durch die Explosion entstandene, bedeutenden Verletzungen soll die Ballonhülle nach Aa»jage de» Luftschiffer» noch einen Werth von 500 Mk. haben.
-|- Ridba. 21. October. Am 10. November findet die feierliche Uebergabe de» für die Spar- und Leihekaffe Nidda neu erbauten prächtigen Dieuftgebäude» an der htefigew Bahnhofstraße statt, worauf dann die diesjährige Generalversammlung tu dem neuen Kaffengebäude abgehalten wird. Dieselbe hat bet dieser Gelegenheit auch über die Besetzung der in Kürze vacant werdenden Rechnerstelle endgiltig beschließen, für welche fich dem vernehmen nach schon gegen hundert Bewerber gemeldet haben sollen. Der zukünftige Rechner, sowie der Diener de« segensreichen Spar-JustitutS erhalten Dienstwohnung in dem schönen Kaffengedäude.
Darmstadt, 22. October. Die neueste Frucht gemeinsamer Arbeit der Herren Fr. v. Schönthan ual Koppel-Ellfeld in Berlin, das Lustspiel ^Helgas Hoch'
«olff« telegraphisches Lottesponbenz-Vureau.
Miestnhorst, 24. October. Amtlich wird gemeldet: Heute gegen 3 Uhr früh fuhr auf Haltestelle Miesterhorst infolge Nichtbeachtung des HalteffgualS der Eilgüterzug 802 in den dort überholten und in der Ausfahrt begriffenen Güt erzug 823. Beide Geleise find gesperrt. Eine Maschine und sieben leere Wagen sind beschädigt. Menschen wurden nicht verletzt. Der Betrieb wird durch Umsteigen aufrecht erhalten. Die Geleise werden voraussichtlich um 12 Uhr frei werden.
Depesche« bei vuream .Herold.'
Darmstadt, 24. October. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist gestern Abend hier etngettoffen und im „Hotel zur Traube" abgestiegen. Er wird voraussichtlich heute vom Kaiser von Rußland empfangen.
Darmstadt, 24. October. Der russische Minister de» Aeußeren, Graf Murawtew, trifft am Montag Hierselbst ein und wird zusammen mit dem Zarenpaar die Rückreise antreten.
Berlin, 24. October. In einer Versammlung der zur „Germania"-Jnnung gehörigen Bäckermeister Berlin» wurde einmüthig der Ueberzrugung Ausdruck gegeben, daß die Bäckermeister alle» daransetzen mühten, um da» Bartetet ■ gewerbe von der drückenden Last der BundeSrathS-Berordnung vom 4. März 1896 zu befreien. Obermeister Bernard gab in jener Versammlung gleichzeitig bekannt, daß bei der Audienz, welche die „Bereinigten JnnungSvorstände Deutsch- landS" kürzlich bei dem StaatSsecrerär Grafen v. PosadowSky gehabt haben, auch der Maximalarbeitstag im Bäckereibetriebe zur Sprache gekommen sei, und die Delegirten Gelegenheit genommen hätten, dem StaatSsecretär ouSeinanderzusetzen, wie durch die Verordnung da» frühere gute Einvernehmen zwischen Meiffer und Gesellen gestört worden sei und wie die Meister durch jene socialpolitische Maßnahme auch andere schwerere wirthschaftliche Nachtheile zu erleiden hätten.
Lübeck, 24.October. Hier tritt die Augengra>ulose auf- fie scheint von Canalarbeitern eingeschleppt worden zu fein. Die Schulbehörden treffen umfaffende Maßregeln.
Wien, 24. October. Baron Dipauli läßt durch da» „Vaterland" erklären, daß er trotz deS bisherigen Mißerfolges feine versuche, den Bölkerfrteden in Oesterreich wieder herzustellen, so lange fortsetzen werde, bis dieselben von Erfolg sein würden.
Rom, 24. October. Die beabsichtigte Gemsenjagd deS König» Humbert in valdteri ist durch einen furcht- baren Schneesturm unmöglich geworden. Die ganze Jagd- gesellschaft war infolge eine» Lawinenstürze» im Jagdschloß eiugeschloffen und konnte erst nach 24stündiger harter Arbeit freigemacht werden. Der König reiste dann ab.
Rom, 24. Oktober. Auf dem Adrtattschen Meere er- litten infolge heftiger Bora mehrere Schiffe Havarie.
Warschau, 24. October. Der Lultu»mintster hat entschieden, daß in den Schulen nunmehr da» Morgengebet in polnischer Sprache abgehalten werden soll.
Orau, 24. October, vorgestern Abend wurde hier ein starker Erdstoß von Osten nach Westen, welcher 4 Secunden dauerte, verspürt.
Koupanttuopel, 24.October. Die griechischen Dele- girten der FrtedenSconferenz finden die türkischen Forderungen von 10 Millionen Franc» sür den von der griechischen Flotte angerichteten Schaden übertrieben.
Darmstadt, 25. October. Reichskanzler Fürst Hohen- lohe und Gemahlin wurden gestern vom russischen Kaiser- paar empfangen und nahmen später an der Großherzoglichen Tafel Theil.
Berlin, 25. October. Der Kaiser wohnte gestern vormittag dem Gottesdienst in der Potsdamer Garntson»- kirche bei, während sich die Kaiserin zur Einweihung der neuen Kirche nach Erkner begeben hatte.
Wien, 25. October. Graf GoluchowSki hat fich gestern auf sechs Tage nach seiner Besitzung in Galizien begeben.


