Ausgabe 
26.9.1897 Drittes Blatt
 
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Aufruf

1.

2.

der Löwe der Rennbahuen wurde.

eiu lebensprühendes unb fesche» Buch bekannt ist, wird dm Lesern derRomanwelt" ein Stück italienischen Lebens vorplaudern. Sine Reibe von Werken anderer guter deutscher Autoren sind theilS schon für daS neue Quartal erworben, theilS in Aussicht gestellt, so von Ludwig Fulda, Han» von Hopfen, Emil Prinz von Schönaich- Carolath, Ernst von Wildmdruch, Ludwig Hevesi, Leo Hilbeck u. A. m. Als eine außerordentliche Verbesierung bearüßm wir die Erweiterung des Feuilleton- der .Romanwett". Bei der vortreff» lichm Auswahl, mit der ihre kurzm Erzählungen bisher zusammen- gestellt warm eine Auswahl, die uns zu der Anerkennung nötbigt, daß die .Romanwelf gegenwärtig der Brmnpunkt für die Pflege diese- Genres in Deutschland ist, dürfen wir annrbmen, daß auch die wiffenschastlichen Feuilletons eigenartig, werthooll und aus die reifsten Kreise des deutschen DolkeS zugeschnitten sein werden. Wir glauben deshalb, daß dieRomanwelt" sich für Jeden eignet, der eine UnthaltungSlectüre sucht, die frei von den Fesseln der Back­fischliteratur das Lebm der Gegenwart in künstlerischer Form ver- werthet und boneben wissenschaftliche Streiflichter auf unsere Zu- stänbe unb unsere Errungenschaften wirft.

zu verhinbern, daß die Mittel d'S großen Jnvalidensond» zu anderen Zwecken als für Versorgung der Krtegs-Jnva- liden verwendet werben;

baß bie Penfionen sämmtlicher Jnvaliben erhöht werbm; daß bie Pensionen ben anerkannte Invaliden nicht wieder

entzogen werden;

daß die Wittwen und Waisen der Jnoalidm nicht ohne Fürsorge bleiben;

5. daß alle Invaliden über ihre Ansprüche und die Wege zur Erlangung von Penfionen, Gnadenpenstonm und Unter­stützungen aufgeklärt werden;

6. daß die Militär dienstzett der Invaliden und Anwärter im Civilbienstoerhältniß bei Bestimmung ber Gehaltsstufen in Anrechnung kommt

unb anbere Punkte mehr, welche gegenwärtig die Wahrung berechtigtrr Jnterestm erfrischen oder in Zukunft eintreten mögen.

Wenn alle Jnoalidm und Anwärter und die leibenben, aber noch nicht als Invaliden anerkannten Veteranen zusammenstehen, sich unseren bestehenden Vereinen anschließen, bezw. neue Vereine gründen, so wird eS der vereinten Kraft rascher gelingen, dir obigen Ziele zu erreichen, als bet interesselosem Verharren.

Darum fordern wir auf zum Beitritt in die bestehenden Vereine unb zur Gründung neuer Vereine und bitten alle patriotisch gesinnten Zeitungm, die ein Herz für die nothleidenden VaterlandSoertheidiger habm, diesem unseren Aufruf Aufnahme in ihren Spalten zu gönnen.

Insbesondere soll zu Gteßen am 10. October d. I., Nach­mittags 2 Uhr, auf Lonys Bierkeller eine constituirende Ver­sammlung stattfindm, auf welcher zur Gründung eines Verein« für Oberhessen geschritten werden soll und laben wir hiermit alle In­teressenten dringend ein, bet dieser Versammlung nicht zu fehlen.

öen unlauteren Wettbewerb von Interesse fein. ES soll tu letzter Zeit häufig vorgekommen sein, daß die er­wähnten Aufschriften auf Schaufenstern und LadenthÜren ganz unberechtigt, lediglich zum Zwecke der Reclame, ange­bracht wurden. In fremden Ländern ist dies stehende Sitte. Go kann man in Italien täglich die Erfahrung machen, daß bei der Nachfrage nach dem angeblich deutsch redenden Kaufmann oder Angestellten stets erwidert wird, die betreffende Person sei augenblicklich nicht da. Bei unS ist einem derartigen Schwindel nunmehr ein Riegel vorgeschoben, denn die Auf­schriften find strafbar, wenn weder bet Inhaber bei Ge­schäfts, noch eine der darin beschäftigten Personen der be­treffenden fremden Sprache mächtig ist. Es wird durch eine derartige fälschliche Angabe den Fremden eine leichtere Kauf­möglichkeit vorgespiegelt und ein Vergehen begangen im Sinne del Gesetzes alsunrichtige Angabe über geschäftliche Ver- hältnifse".

an die Mi l i t ä r - I n v a l i d e n und -Anwärter in Oberhessen.

Der Verband ber Militär-Jnoaliben- unb Anwärter-Vereine zu Darmstadt, zu welchem über fünfzig durch ganz Deutschland ver­breitete Vereine gehören, hat sich zur Aufgabe gestellt, die Lage der Mtkitär-Jnoaliden auS Kriegs- und Friedenszeit und der Militär- Anwärter zu Heden. Zu diesem Zwecke werden von dem Verbände alljährlich Petitionen an den Reichstag eingereicht, welche bezwecken:

Der Berba«d»vorssa«d del devtsche« »Uitär-Invalide«- uud -Anwärter-Vereins zu Darmstadt.

Glück untreu geworden zu sein, tingekerkert.

dritte Kind Martins. Wittwe Hofmann kam zu Martin, um eine Bestellung zu machen. Martin packte die nichts Ahnende unb würgte sie, so daß ihr der Athem ausging. Zu Wirth Bechtel äußerte er dann, er glaube an Hexerei, er verrathc aber nicht, woher er seine Weisheit habe. Seit et die Hof- manr gewürgt, sei sein Kind beffer. Martin stand gestern vor dem Schöffengericht wegen Körperverletzung im Sinne von § 223 a R.-Str.-G. Das Gericht erkannte unter An­nahme mildernder Umstände auf 40 Mk. Geldstrafe, indem es erwog, daß der Angeklagte bet der That ein Opfer des Hexenglaubens gewesen sei. Darmst. Ztg.

A Mainz, 24. September. Ueber den in der ver- floffenen Nacht zwischen den Stationen HeideSheim und Budenheim stattgehabten Zusammenstoß deS Kölner Personenzuges mit einem Güterznge wird von der Eisenbahndirection Mainz witgetheilt, daß der Personenzug auf den vor dem Abschlußfignal bet Station Budenheim auf einen in demselben Geleise haltenden, für Mainz bestimmten Güterzug aufgesahren sei. Infolge dessen ist die Vorspann- maschine des Schnellzuges entgleist. Von dem Güterzuge find durch den Anprall mehrere Wagen entgleist und be­schädigt. Verletzungen von Reisenden seien nicht eiogetreteo, ebenso sei daS Zugpersonal bis auf einen Locomotivsührer unbeschädigt, der beim Abspringen von der Lokomotive fich eine Verletzung am Bein zugezogen. Ueber die Ursache deS Zusammenstoßes sagt die amtliche Darstellung, daß es noch der wetteren Untersuchung bedürfe, ob bie Schuld allein den diensthabenden StationSbeamten treffe, welcher den Schnellzug abgenommen, obwohl der Güterzug über das auf Halt gestellte Abschlußfignal hinaus stand. Noch in der Nacht hat sich Eisenbahnpräfident Breidenbach mit einem Extrazug an die Unfallftelle begeben, von welcher zu mitternächtlicher Stunde zum Glück sich nicht bestätigende Gerüchte von zahlreichen Verletzungen von Paffagteren hterhergelangt waren. Abgesehen von einigen unbedeutenden Eontufiouen find letztere mit dem Schrecken davongekommen. Der verletzte Lokomotivführer, d-ffen Name Schüler ist, wurde noch in der Nacht in das Rochusspital verbracht. Seit heute Mittag sind beide Geleise an der Unglücksstelle wieder frei.

W. AnS der Wetterau, 24. September. Im Obst- geschäft ist es lebendig geworden, besonders find Tafel- äpfel sehr begehrt, für die je nach Güte 20, 25 und 30 Mk. geboten werden. Wer Glück hat und einige wohlbehangene, In geschützter Lage befindliche Aepfelbänme befitzt, nimmt erkleckliche Summen ein Der große Segen des Obstbaues zeigt fich tn Jahrgängen mit kleinen Erträgen besonders deutlich. Auch Zwetschen find sehr gesucht und werden gut bezahlt.

R. Reichelsheim, 24. September. Ein kaum fünfjähriges Knäbchen der Familie N. hier hat fich heute Vormittag schwer verbrannt. Der Kleine kam mit seinen Kleidern dem Feuer zu nahe, fie wurden von den Flammen ergriffen und diese züngelten im Nu empor. Brust, Hal» unb Wangen beS Kindes wurden entsetzlich verbrannt. Aerztliche Hilfe erschien sogleich,- das Kind wurde in das Spital nach Fried- berg gebracht. Man hofft eS zu retten. Hütet die Kinder!

AnS ben Ohmthal, 24. September. Gegenwärtig, wo die Dampfdreschmaschinen in voller Thätigkeit stehen, zeigt fich erst ganz der diesjährige reiche betreibeertrag. ®er Landwirth bekommt durchschnittlich den doppelten Körner- und Strohertrag gegen voriges Jahr. Infolge dieser Ergeb- mffe haben die Dreschmaschinen doppelt so viel Arbeit und bie Maschinen-Genoffenschaften und -Besitzer machen nach jahrelangem schlechten Verdienst wieder einmal befferen. Nicht blos daß der einzelne Landwirth durch die gute Getreide- ernte der Dreschmaschine länget bedarf, auch Landwirthe, die sonst mit dem Flegel druschen, laffen durch ben outen Ernte- außfon ihre Frucht Maschinen. Wohl wird Über die seit fünf Wochen anhaltende Regenzeit viel geklagt, aber es bleibt doch dabei, daß Heu- unb Getreideernte in bestem Zustande unter Dach gekommen find. Das Grummet ist allerdings schlecht gemacht worden, aber sein Ausfall kann da» Haupt- ernteergebniß nicht beeinflussen. Die letzte Ernte des Jahres, die der Erdgewächse, beginnt. Boran stehen hierbei die Kartoffeln. Für fie war das Wettet entschieden zu naß und namentlich viele faule Knollen finden sich bei den Früh- kattoffeln. Dessenungeachtet aber find die diesjährigen Kar­toffeln sehr mehlreich unb schmackhaft. Die Übrigen Erd­gewächse, wie Dickwurz und Kohlrabi, find vortrefflich ge» Melden. Wer bet ihnen künstliche Dünger angewendet, braucht es nicht zu bereuen.

-i- Heisters, 23. September. Für das zu erbauende neue SchulhauS in hiesiger Gemeinde hat die oberste Staatsbehörde den bedeutenden Zuschuß von 5300 Mark bewilligt, welche Summe in aller Nähe zur Auszahlung kommt. Man kann fich denken, daß die Einwohner nuferes Ortes, der nicht bemittelt ist, über diese Beihülfe eine lebhafte Genugthnung empfinden.

Lorsch, 22. September. Man sollte am Schluffe deß IS. Jahrhunderts eS nicht sür möglich halten, daß es noch Menschen gibt, die an Hexen glauben. Dem Schreiner Jos. Martin V. in Viernheim waren in kurzer Zeit zwei Kinder gestorben. Im Dorfe hieß, die Wittwe fcofmann habe fie behext. Im Juni d. I. erkrankte daS

bemerkte natürlich später seinen Verlust, aber er pflegt in seiner nobel nonchalanten Art über derartige Kleinigkeiten keinen Lärm zu schlagen. Nach einer anderen Quelle sollen ihm die Wahrheit und näheren Umstände der Wette und der Name deSKünstlers^ mitgetheilt worden sein, worauf der Prinz gelacht und die Verfolgung deS Gaunerß nicht gewünscht haben soll.

Nicht so gut tief ein zweites, wie man sagt, noch schwerere» Meisterstück, daß der Langfinger versuchte, ab, dem Baron Hirsch auf der Rennbahn zu Derby daß Taschen­buch auS der Tasche zu holen. lag diesmal auch keine Wette der That zu Grunde, die gänzlich mißlang. Baron Hirsch kannte Fred de Winton von Paris aus nur zu gut. Al» er die Finger de» Gauner» in seiner Nähe sah, wendete er fich lächelnd zu Fred um und sagte:

Mein lieber Fred! Sie kommen zu spät! Ich habe eben all mein Geld auf denFavorite" verloren! Ich glaubte sicher, er würde gewinnen, statt deffen ist er letzter geworden. Beehren Sie mich doch ein ander Mal, aber, wohlverstanden, ehe das Rennen beginnt!"

Sehr wohl!" erwiederte Fred mit gleicher Kaltblütig­keit, zog in gewohnter, vornehmer Weise seinen Hut und verschwand. Don diesem Tage an war e» mit ihm au». Er zog sich von Allem unb Allen zurück unb mietete fich in einem Dachstübchen der Vorstadt ein. Hier verfiel er der Schwermuth. Nicht, daß sein Gewiffen fich bei ihm gemeldet hätte. Dazu war er zu hart gesotten. Aber er fühlte, daß sein Stern erloschen war, und hatte keine Lust, fich durch neue Mißerfolge in» Zuchthau» zu bringen. Doch die alten Tage seines Glanzes, da er der Genoffe der Vor» nehmen war, konnte er nicht vergeffen, und an diesem Kummer ist er gestorben.

3.

4

Eingesandt.

Gießen, den 24. September 1897. Geehrter Herr Redakteur!

Ich bitte höflichst um Veröffentlichung folgender Mtttheilung: Von Gießen aus gehen auf ben Strecken ber Qderhesiischen Bahnen Morgens 8 Uhr 15 Mtn. ein Zug nach Nibba-Gelnhausen unb 8 Uhr 20 Min. ein solcher nach Al-feld-Fulda. Diese btiben Züge stehen vor ber Abfahrt dicht aneinander, io daß man sie für einen Zug hält, im zweiten Geleise, ein leerer Zug auf dem erstm Ge­leise versperrt den Zugang, man mutz ihn überklettern, um die ab­gehenden Züge zu erreichen ; so soll, wie ich bore, jeden Tag sein. Jemand, der diese Strecken öfter fährt, wird Bescheid wissen, ich, der diese Bahn selten benutzt, wende mich nad lieberfleigen des vorderen Zuge» an den Zugführer:Nach Lich", da heißt eS: Steigen Sie nur ein", als aber der Schaffner bie Btllete prüft, konnte er mir gerabe noch erzählen, baß brr Zug nach Lich im Moment abfahre. Auf diese Weise versäume ich einen halben lag, da ber nächste Zug erst 12 Uhr 25 Min. absährt. Achnltch wirb auch schon Anberen gegangen sein unb hoffe ich, daß dies ge­nügt, die Direktion zu veranlaffen, Remedur zu schaffen. A. H.

kirchliche Anzeigers Se*. Stabt Gietzen.

Katholische Gemeinde.

Gottesdienst

Samstag ben 25. September.

Nachmittags nm 4 Uhr unb Abend» um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte;

Sonntag den 26. September. 16 Sonntag nach Pfingsten.

Vormittag» von 61/« Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte;

, um 67> Uhr erste hl. Messe;

* um 7*/t Uhr AuStheilnng ber hl. Counnunion;

um 8 Uhr zweite hl. Messe;

um 9Vi Uhr Hochamt mit Predigt;

Nachmittags um 2 Uhr: Andacht für die Abgestorbenen.

Abend» um 8 Uhr: in SteinS Garten ktzamUie« «de«d, wozu die ganze katbolifche Gemeinde eingtlaben ist.

Freitag, ben 1. Oktober, AbenbS 6% Uhr: Rofenkranz- andacht.

Fred hatte einem Offizier eine große Summe Gelbe» ge­stohlen unb eine Dame hatte bie That gesehen. Waren aber ihre Augen scharf gewesen, Fred» waren noch schärfer. Er hatte bemerkt, daß die Dame ihn ertappte. Um nun burd) einen Act der GeisteSaegenwart die Sache zu ver­tuschen, ging er flugs zu demOifizler, der noch keine Ahnung Bon feinem Berinfte hatte, reichte ihm da« gestohlene Porie fen lle unb foflte ddflich:Mein Herr, Sie haben Ihr T-fchenbuch verloren! Überrascht, erfreut, stammelte ber fcfWjy Dankesworte. Fred glaubte sich gerettet ver­gebens! Schon hatte die Dame die Agenten benachrichtigt. Fred wurde verhaftet, auf die Wache gebracht und damit war seine Pariser Laufbahn zu Ende. Er erhielt zwei Jahre Gefängnih. 0 v * 1 * *

Zotteöbieust in der Synagog'

Montag, ben 27., unb Diene tag, den 28. September Neujahrsfest.

1 Tag. Vorabend 6 Uhr, Morgens 7* Uhr, Predigt nm 9 Uhr, Nachmittags 4 Uhr.

2 . Tag. Vorabend Uhr, Morgen» 7*> Uhr, Schrift- erklärung vm 9 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, FesteSauSgang 7 Uhr.

Nicht jeder verträgt

Milch und doch läßt sich diese sehr nahrhafte Speise bedeutend leichter verdaulich machen, wenn mit Brown u. Polfons Mondamin 5 biS 10 Minuten durchgekocht, eben nur so viel von diesem, daß sie ein wenig seimig wird. Mondamin besitzt den Vorzug, das Gerinnen der Milch im Magen zu verhindern und wirkt außerdem durch seinen eigenen Wohlgeschmack anregend zum Genießen. Zusatz von etwas Salz und Zucker, wie auch Citrone, Vanille ic., je nach Belieben erhöhen den Geschmack. Für die gute Qualität bürgt am besten daS mehr denn bOjährige Bestehen dieser weltbekannten, schottischen Firma. ES ist zu haben in Packeten k 60, 30 u. 15 Pf.

Engro« bei Türk u. Pabst, Frankfurt a. M. 3134

Citeratur unb

Im Verlag von Baumert u. Rouge, Großenhain, erschien Terheeg." ES sind keine nach allgemeiner

lyrischer Schablone zusammengereimten Verse, sondern bekunden ein starkes,, feinen eigenen Weg gehendes Talent. Die Formenschönheit

ü"?!c, der Gedanken, der große Schatz darin niebergelegter Lebenserfahrung, die wechselvollen Bilder gehabter Reiseeindrücke und Erinnerungen: Das Alle« macht das Lesen von Terbergs Versen

zum Genuß und sichert dem Dichter ein allzeit gutes Gedenken, -g.-

®i< M Hochwassers treten UN» in ihrer

ganzen mitleiderregenden Größe entgegen beim Betrachten der zahl- loscn Illustrationen, welche da» soeben ausgegebene 5. Heft bet großen illustrtrten FimMenzeilschriftFür Alle Welt" (Deutsches Verlagshaus Bong L Co., Berlin W., Preis des VierzehntaghefteS 40 Pfg.) veröffentlicht. Zerstörte Häuser, Rettungsscenen und Portrait» von tobeSmuthigen Rettern zeigen unS bie Gewalt deS Elements unb die Aufopferungsfähigkeit echter Menschenfreunde tn der Stunde der Gefahr. Außerdem enthält dieses Heft einen sen- n Artikel Im Zuchthause" aus ber Feber eines ehemaligen PolizetoffizierS, eine durch Illustrationen erläuterte Abhandlung Über Damenturnen" und eine sehr lehrreiche ArbeitWie wird ein Telegramm befördert?" aus der Feder eines höheren Telegrapheu- Beamten.

- Die Ro»a«we« (Berlin W. 50, Herausgeber Felix JLorbert unter allen literarischen Unterhaltungsblättern, deren nächstes Quartalsprogramm uns bekannt geworden ist, unsere besondere Aufmerksamkeit heraus. Dieses vor fünf Jahren mit noch unvergessenem Erfolge von der klassisch.n Colta'schen Firma ins Leben gerufene Blatt kündigt auch unter der neuen Leitung zum October eine Reihe von Beiträgen an, die diesen ihren fünften Jahr­gang jenem ersten ebenbürtig erscheinen lassen. Wir finden u. A. Beitrage von Karl Spttteler:D-r schwarze Sonntag auf Herrlt». Dorf. Von den retchsdeutschen Autoren, deren Erzählungen ange- kundigt werden, nennen wir Lon Andreas Salomv, Helene Böhlau und Hans Hoffmann mit den Erzählungen:Feuitschka,"Daß Brullerlager" undEin Schreckensmahl". Arthur Schnitzler, der durch sein Schauspiel .Liebelet" rasch in die Reihen unserer ersten ttterarischen Namen aufgerückt, erzählt eine offenbar hinter den Couliffm spielende Novelle, und des Italieners Gerolamo RovettaS RomanDer Ulanenlieutenant", der unS aus dem Original als

il.fi R* i ' n X 8tn,tel* lür fmmtt den Rücken und ließ fich in Conbon nieder, wo er, wie einst in Part», bald der Löwe der Rennbahnen wurde. In Epsom war wo |reb daß Me^erstück seines Lebens machte: Er stahl dem Prinzkn von Wales daS Portefeuille auß der Tasche Seine That war diesmal da» Resultat einer Wette zwischen ftreb und feinen intimsten Freunden. Und Fred gewann sie ge- wann fie unter den schwierigsten Verhältnissen. Nur der Umstand, daß der englische Thronfolger die Rennbahnen stets al» einfacher Gentleman besucht, daß keine besonderen Dettctive» ihn bewachen, daß de» Prinzen und aller Welt Augen auf die spannendsteRace", die sich eben abspielte gerichtet waren, erleichterte Fred das Kunststück. Der Prinz

QaiJamaIaCa garantirt solide, W^iußnStOtl® »SÄÄÄ

verlange Muller mit »Inga:* d. Gewünschten. on VrioaU. Mou

von Eiten & Keussen,hJSiJS1 CrefelcL

. Atzung Allier Strafe ging Fred nach Nizza rmb Monte-Earlo und lebte dort von dem Ertrag seiner °u«w«» «hm s-'n

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