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Bewegung unter dm Tchösserhof-Dret- -en letzten Tagen habe» )tn, in den zwar btn Atrike und allgemeinen r aber einstimmig die zehnstünbige flröeitS- fLtze bewilligt werde« x^xanttA \n MW ^n btt It^tn 8k- vW, welche aus der mit der Leitung dn Inhaber deS hiesigen ureauS „Hofmann k urde vorgestern wegen eingezogen. Früher»« wo der andere Theil- n Gerichten in ConD Mainz all Ort ihr«
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fand, aus dem Zimmer geschafft und im Keller im Sand verscharrt. Der Mörder ist vermuthlich jener angebliche Schuhmacher Josef Goeuczi, der einen Laden mit Wohnung beziehen wollte und sich vor 14 Tagen, als die beiden Damen noch da waren, den Miethern als neuer Verwalter des Grundstücks vorstellte. Der angebliche Goenczi erklärte damals, seine Frau sei mit der HauSeigenthümerin verwandt - da diese mit ihrer Tochter tu einen Vorort ziehen wolle, so habe fie ihm die Verwaltung übertragen. Hausbewohner wollen an jenem Tage in der Wohnung der Schultze Lärm gehört haben, ohne weiter darauf zu achten. Vier Tage später, al- man die HauSeigenthümerin und ihre Tochter bereits vermißt hatte, ließ der neue Verwalter durch zwei verschiedene sogen. Klamottenkutscher zwei Fuhren Sand anfahren, die vom Hofeingange aus in den Keller hinein- geschafft wurden. Der angebliche Verwalter erklärte das damit, daß er Wein einlegen wolle. Die beiden Frauen find an jenem Tage ohne Zweifel schon ermordet gewesen und gelegentlich, ohne daß Jemand etwas davon merkte, in der zweiundeinhalb Meter langen Kiste in den Keller hinein« gebracht worden. Die beiden Kutscher hat man noch nicht ermittelt. Der Mörder ist ein Mann von kleiner schwächlicher Figur mit dunklem Haar und Vollbart, am Halse hat er Narben, die von einer Krankheit herzurühren scheinen. Ob etwas geraubt ist und wie viel, steht noch nicht fest. Der Keller, in dem man die Leichen fand, hat nach der Straße ein großes Ltchtfenster. Die Polizei ließ Montag Morgen zunächst die Müllgrube auSräuwen und dann daS ganze Haus durchsuchen- erst dann fand man die Leichen im Keller. — Bon anderer Seite wird berichtet, daß ein Leichengeruch, der vom Keller au» die Nachbarschaft verpestete, und sogar den Hotelbetrieb deS am ASkanischrn Platze belegeneu Hotels gefährdete, Veranlaffung gab, den Keller zu öffnen. DaS HauS, in dem der Mord verübt wurde, ist ein modernes vierstöckiges Wohngebäude, Ecke Königgrätzer- und Bernburgerstraße am Askanischeu Platz. Gegenüber befindet fich der PalaiSgarten deS Prinzen Albrecht, unmittelbar daneben daS „Hotel Habsburg". In dem Hause befinden fich mehrere Lüden. Vor dem Hause ist ein Dcoschkenhalteplatz, der stets
Tag und Rächt gut besetzt ist. Montag Früh war daS Hau- polizeilich gesperrt, eine große Menschenmenge, die allerhand Erlebniffe der beiden Ermordeten eifrig erzählte und belauschte, belagerte die Mordstätte. In dem Laden über dem Keller, in dem die Leichen versteckt waren, befand fich früher eine Restauration, in der hauptsächlich Droschkenkutscher verkehrten. In der Wohnung der Ermordeten in der dritten Etage sieht eS wild aus- dem Anschein nach hat der Mörder alle Möbel und Kisten und Kasten durchsucht. WaS und wieviel geraubt worden ist, ließ sich noch nickt feststellen- auch hat man keinerlei Blutspuren la der Wohnung wahrnehmen können. Die Criminalpolizet gibt folgende Darstellung der Mordthat: Die 71jährige Wittwe Schultze und ihre 51jährige Tochter, Königgrätzer Straße 35 wohnhaft, wurden seit 14 Tagen nicht mehr gesehen. Man nahm an, daß fie verreist seien. Die Frau war sehr wohlhabend, besaß bedeutende GyPSbrüche, anscheinend auch mehrere Häuser, galt aber als geizig. Sie hatte z. B. den Portier entlassen und Haus- und Hofreiniguvg selber besorgt. Beide Frauen gingen höchst selten aus und unterhielten keinerlei Verkehr, weder mit Hausbewohnern noch sonst irgend Jemand. Dor einiger Zeit hatte ein Schuhwaarenhändler Laden und Keller im Hause gemiethet, war aber noch nicht eingezogen, sondern hatte blos die Ladeneinrichtung besorgt. In einer Kellerstube unter diesem Laden wurden heute die Leichen der beiden Frauen in Wachstuch eingewickelt und in Kisten verpackt vorgefunden. Die Kisten waren mit schwarzer Erde bedeckt. Die vorläufige Untersuchung der einen Leiche ergab, daß der Schädel zertrümmert und der Unterkiefer zerschmettert war. Die Erde soll vor acht oder zehn Tagen angefahren und von der Straße aus durch Arbeiter unmittelbar in das Kellerfenster geworfen setn.
Berit«, 24. August. Amtlich tst festgestellt worden, daß der Doppelmörder Gönczy am 18. d. M. nach Frank furt a. d. Oder gereist und von da wahrscheiulich nach Dresden weitergefahren ist. Er raubte zwei Brauhaus- actien, womit er die Ladeneinrichtung bezahlte, ferner neun Stück bprocentige Mex tarier vom Jahre 1893 über je 20 Lst. Die Nummern der Stücke find: 11307, 11308,
11309 und 11310, 10756, .7303, 9296, 9297, 9298. Gönczy hat eine kropfartige Narbengeschwulst an der rechten HalSsrite.
» Chemnitz, 24. August. Heute Nachmittag machte, wie das „ChemnitzerTageblatt" meldet, ein 19jähriger Commis im Hausflur eines Restaurant- einen Raubmordversuch gegen einen Geldbriefträger und verletzte denselben mit einem Dolchmesser schwer. Der CommiS wurde fest« genommen. (Nach einer weiteren Meldung ist der Ueber- fillene im Krankenhaule oestorben. Franks. Zw.)
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Städtischer Arbeitsnachweis Gießen.
Garteuftraße 2.
Aagevot bar Arbeitnehmer r 2 Bäcker, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Maschinenschlosser, 1 Bauschlosser, 1 Reisender, 1 Einkassirer, 2 Ausläufer bezw. Exporteure, 1 Kutscher oder Fahrknecht, 1 Kochfrau, 1 Nähfrau, 4 HauSburschen, 4 Dienstmädchen, 1 Köchin.
Nachfrage der Arbeitgeber r 2 Glaser (Rabmenmacher), 1 Weißbinder, 6 Bauschlosser, 14 Maschinenschlosser, 1 Schmied, 1 Wagenbauer für Luxuswagen, 2 Schuhmacher, 1 Hosen- und Wcstenschneider, 1 Rockarbeiter, 1 Schneider nach Auswärts, 3 Bau- und Möbelschreiner, 1 Kubschweizer, 3 Pferdeknechte, 1 Acker- knecht, 1 Taglöhner, 2 Handlanger, 2-3 Fabrikarbeiter im Alter von 1b—16Jahren, 2 HauSburschen, 1 Laufmädchen für den ganzen Tag, 11 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 RestaurattonSköchin.
Bekanntmachung.
Samstag, den 28. August l. Js., vou Nachmittags 4 Uhr an, sollen auf dem Vieh' Marktplatz links am Neustädterthor versteigert werden:
30 Pappelstämme,
19 Haufen Pappel-Knüppelholz 5 Haufen Pappel-Stöcke und
12 Haufen Reiser.
Gießen, den 25. August 1897.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Georgi. 7947
Versteigerungen
GrasmsteisttlUls.
Montag, den 30. d. Mts., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Grummetgras von den dem Narienstift Lich zustehenden, etwa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder- und Ober- lef fingen versteigert werden.
Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg.
Lich, am 20. August 1897.
Winheim. 7930
GrummetgraS- Bersteigeruug.
DaS diesjährige Grummetgras von dm Domantalwiesen wird Montag, Nn 30. August d. I. versteigert und war:
1) Vormittags halb 8 Uhr im Schloßhof zu Grünberg von 17,20 ha Wiesen der Gemarkung Grünberg.
2) Vormittags halb 11 Uhr bei HerrnGastwirtb HeinrScheppV. in Saasen von sämmtltchen in eigener Verwaltung befindlichen Domanial- wiesen der Gemarkungen Göbelnrod, Harbach, Ltndenstruth, Queckborn und Saasen.
Die betreffenden Wiesenwärter sind beamstragt, auf Verlangen die Grasloose vorder oorzuzeigen
«rünberg, den 23. August 1897. Erwßherzogliche Oberförsterei Grünberg.
Schober. 7929
Mobiliar-Verßkigttllug.
Freitag, den 27. August d. Js., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale, Neustadt 55 dahier, folgende Gegenstände gegen Baarzahlung versteigert:
1 ovaler Tisch, 1 Schreibtisch (eichener), 6 Polsterstühle, ein Actenregal, 1 vollständige, elec- trische Schelle, Tische, Stühle, Sessel, Commoden, Kleiderschränke, Betten, Weißzeug usw.
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