Schumann, genannt Normanu-Schumauu, «egen wiederholter MajestätSbeleidigung.
Berlin, 24. Juni. I« Herrenhause wurde heute die BeretuSgesetz - Novelle au eine Eommisfion von 15 Mitgliedern, welche sofort im Plenum gewählt wurde, verwiesen. Im Laufe der Debatte erklärte Minister v. d. Recke, die Regierung lege den größten Werth darauf, die Vorlage zum Abschluß zu bringen und würde noch iu dieser Sesfiou die Vorlage zur auderwetteo Beschlußfassung 'dem Abgeord- neteuhause vorlegen, wenn daS Herrenhaus eine Aenderuog im Sinne der Regierungsvorlage beschließt. Nächste Sitzung Samötag. «leine Vorlagen.
Berit«, 24. Juni. Wie die „8off. Zig." hört, ist Finaozmioister v. Miquel heute nach RUI abgereist, wohin er vom Kaiser berufen ist.
Berlin, 24. Juni. Zu dem Essen beim HaudelSminister Brefeld hatten sich, wie die Blätter melden, gestern Abeud in Folge der ergaugeuen Einladung gegen 200 Gäste ein- gefunden. Auch der Reichskanzler und viele active höhere Würdenträger des Reichs und Staats waren erschienen. Im Laufe der geselligen Unterhaltung wurden die verschiedensten Themata der commerciellen Politik berührt. DaS Gespräch wendete sich namentlich dem Schicksal der Novelle zum Ver- eiuSgesetz zu. Vertreter der StaatSregieruug befürworteten in den Unterredungen mit hervorragenden Mitgliedern des Herrenhauses die Wiederherstellung der Regierungsvorlage und ließen durchbltcken, daß die Staatsregierung andernfalls die Vorlage zurückziehen werde. AuS dem Schooße des Herrenhause- wurde diesem verlangen entgegeugetreteu und nur die Eoocesfion gemacht, daß auf die fretconservattven Anträge deS Abgeordnetenhauses eine Mehrheit sich vereinigen lassen werde. Ein anderes Gesprächsthema bildete daS Börsengesetz. ES erweckte den Anschein, als ob dem Minister Brefeld eine Besprechung im Parlament nicht unerwünscht sein würde. Zugleich gewann mau die Neber- zeuguug, daß Minister Brefeld mit der verfügten Schließung der Börseuversammlungen im Feenpalast völlig einverstanden sei. ES scheint ausgeschlossen, daß die StaatSregieruug die Abficht hege, die unterbrochenen Verhandlungen mit Vertretern der Landwirthschaft und der Börse wieder auf- zunehmeu.
Berlin, 24. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet auS Wien: Nach einer bet dem htefigen Naturheilvereiu eiogetroffeuen Nachricht ist der Pfarrer Stöckle iu WSrriS- Hofen zum Universalerben des großen vermögens KneippS bestellt worden. — Dasselbe Blatt meldet aus Wien: Nach auS Kissamo hier aulangenden Nachrichten beginnen die Insurgenten neuerdings aggresfiv vorzugeheu.
Wiesbaden, 24. Juni. DaS Eudergebutß der gestrigen ReichStagS-Stichwahl stellt fich, in runden Zahlen ausgedrückt, wie folgt: Wiutermeher (frf. vp.) 13,600, Frhr. v. Fugger (Ctr.) 8800 Stimmen. Wiutermeher ist somit gewählt.
Weißenfels, 24. Juni. Auf 15 Gruben striken bis jetzt 1500 Bergleute. Einige Bergwerke mußten geschlossen werden, da die nothwendigen Arbeitskräfte fehlen. Die Bewegung nimmt immer größere Dimeufionen an.
Wien, 24. Juni. Wie der „Neuen Freien Presse" aus Trtkala gemeldet wird, haben die Türken sämmtlicheS Getreide weggenommen und der Stadt eine schwere Son* tributiou auferlegt. In einer Proclamation wird von ihnen angedcoht, daß daS Etgenthum sämmtlicher geflüchteter Einwohner, die bis zum nächsten Tage nicht zurückkehren, con- fiScirt werden soll. Die türkischen Truppen seien im An- marsch auf Kardttza und Kalamboka. Die griechische Regierung protestirt gegen diese Verletzung deS Waffenstillstandes.
Budapest, 24. Juni. Die Regierung trifft alle Vorbereitungen, um den Gefahren eines ErntestrikeS vorzubeugen. Die Regierungsarbeiten an den Flüssen Theiß und KöröS wurden eingestellt, damit eine genügende Arbeiterreserve iu Bereitschaft steht. Weiter verlautet, daß diejenigen Arbeiter, welche fich an dem Erutestrike bethetligen, nicht mehr von der Regierung au den Strom-RegulirungSarbeiteu angestellt werden.
Brussel, 24. Juni. Die gestrige Interpellation über die Rede deS Königs vom 13. Juni hat seftgestellt, daß die Regierung nur eine platonische Vorliebe für die persönliche Wehrpflicht hat, jedoch kein diesbezügliches Gesetz einbringen und vielmehr die Vorlage betreff» Abschaffung deS LoSkaufS-System» bekämpfen wird. Der Militarismus ist vollständig besiegt. BeachteoSwerth ist die kategorische Art und Weise, mit welcher der CabinetSchef die Verdächtigungen der Pariser Boolevard-Blätter, welche von einer Verschwörung mit Deutschland sprachen, abfertigte.
Antwerpen, 24. Juni. An Bord eines von Newyork nach Hongkong segelnden Schiffe» brach auf hoher See Feuer au». Die Mannschaft mußte daS Schiff hretSgeben und konnte fich nur mit knapper Roth selbst retten.
London, 24. Juni. Die fremden Admirale, welche gestern der Flottenschau beiwohnten, wurden später tu Windsor von der Königin empfangen. Dem Empfange wohnten anßerdem bet Prinz Heinrich von Preußen und der Herzog von Aork. Heute sollen 300,000 Arme gespeist werden.
London, 24. Juni. „Standard" meldet au» Konstantinopel, der Frieden»schluß werde am Sam»tag erfolgen.
Athen, 24. Juni. Nach hier au» Konstantinopel eiugrlangten Meldungen ist der Stand der Friedens- Verhandlungen ein äußerst günstiger. Der prältminarische Friede dürfte bereits am SamStag unterzeichnet werden. Der Sultan hat in Bezug auf die Kriegsentschädigung seine Forderungen bedeutend ermäßigt. Mau spricht von hundert Millionen, welche in mehreren Jahresraten bezahlt werden sollen.
Berlin, 25. Juni. Wie aus Petersburg gemeldet wird, fieht man am dortigen Hoflager dem Besuch des deutschen Kaiserpaares für den 7. August entgegen.
E» verlautet, das Zarenpaar habe gebeten, den Kronprinzen und den Prinzen Ettel Fritz «ttzubringeu, doch soll eine end- gülttge Entscheidung hierüber noch nicht getroffen sein.
Berlin, 25. Juni. Der „Localaoz." meldet auS PeterS- bürg: Die „Nowoje Wremia" will aus bester hiefiger Quelle wißen, Präsident Faure werde am 20. Juli n. St. auf dem Dampfer „Depuy de Lome" mtt kleiner Begleitung tu Peterhof eintreffen. Die Nachricht ist an auf- fallender Stelle in gesperrtem Druck wtedergegebeu. Der franzöfische Botschafter sagte, Präfident Faure werde nicht vor Mitte August seinen Zarenbesuch machen können, da die Kammern erst im August geschloffen würden, und Faure während der Session nicht außer Landes sein würde. DaS rnsfische Hofministerium erklärt, Definitives sei noch nicht bestimmt. Da Faure unter allen Umstanden eine Begegnung mit dem dentschen Kaiser aus See vermeiden will, was bei einer Reise Mitte August vielleicht nicht möglich wäre, klingt die Nachricht der „Nowoje Wremia" nicht unwahrscheinlich.
Kiel, 25. Juni. Auf einem schwedischen Schooner brach eine Meuterei au», die Mannschaft wollte den Steuermann erstechen. Der Bedrohte sprang hinter FriedrichSort über Bord und wurde durch ein Lootsenfahrzeug gerettet.
Hamburg, 25. Juni. Der Arbeit er-Ausschuß nahm einstimmig deu von der Handels- und SchtffahrtS-Deputation ausgearbeiteten erhöhten Lohntarif für StacttSquai-Arbeiter an. _____________
B. Mainz, 25. Juni. Wegen Ueberlastung ist die hie- fige Militärschwimmanstalt gesunken und fortgetrieben. Unter Verlust der Kleider retteten fich sämmt- liche Anwesenden und zahlreiche Mannschaften.
WB. Helgoland, 25. Juni. AIS Siegerin des Jachtrennens um den JubilämSpokal des Kaisers paffirte 7 Uhr 34 Mtn. früh „Lemonia", Besitzer Lord Jviagh, vier Minuten später „Ariadne".
CocaUs unb provinzieller.
Gießen, den 25. Juni 1897.
• • Militärische». Unser Regiment rückt heute Abend gegen 8 Uhr auS iu daS Gelände in der Richtung nach Marburg zum Zwecke einer Nacht-Felddienstübung gegen die Marburger Jäger. DaS Regiment wird morgen jedenfalls hinter Lollar Biwak beziehen und Abends in die Garnison zurückkehren.
* • Kunstvereiu. In der Gemälde-AuSstellung im ThurmhauS am Brand find im Laufe dieser Woche wieder 45 Gemälde neu htnzugekommeu, sodaß die gegenwärtige Ausstellung bereits 120 Gemälde faßt. Gleichzeitig wollen wir auch noch an dieser Stelle bemerken, daß die zur Zeit hier ausgestellten Gemälde nur kurze Zeit hier verbleiben, da voraussichtlich von Mitte deS nächsten MonatS ab die Ausstellung auf einige Wochen geschloffen bleibt.
* • Omnibusverkehr Schiffenbergerwald. Infolge der vor- gerückten Jahreszeit fahren die Sommerwagen der OmnibuS- gesellschaft vom kommenden Sonntag ab erft von3Ubr ab nach dem Wald, und von 7 Uhr Abends ab, zurück. An Wochentagen verkehrt nach wie vor ein Wagen um 3 und 3*° Uhr ab Marktplatz nach dem Wald- eingegangenen Wünschen der Bewohner des Süd- und Nordendes der Stadt entsprechend, hat der Vorstand beschloffen, daß im Vorverkauf nach dem Wald gelöste Fahrscheinhefte zur Benutzung jeden fahrplanmäßigen Wagen» in der Zett zwischen 2>/t—3V> Uhr bi» zum Marktplatz ohne besondere Bezahlung berechtigen.
• •F. Die Gießener Ruder-Gesellschaft hat anläßlich der am 11. Juli stattfindenden Emser Kaiser-Regatta zu folgenden Neunen gemeldet: 1. Vierer, Preis der Stadt EmS. 2. Vierer, KatserpreiS- Wanderpreis, gestiftet von Sr. Majestät dem hochseligeu Kaiser Wilhelm I. 3. Einer, Preis von der Bäderlah. 4. Achter, Preis deS Deutschen Ruder-VerbandeS- Wanderpreis. Gestern Abend find die Boote unserer Rudergesellschaft nach Frankfurt a. M. abgegangen. Heiße Kämpfe find kommenden Sonntag und Montag dort zu erwarten, denn die ersten Mannschaften Deutschlands, wie „Mainzer Rudervereiu", „Berliner Ruderclub" und „Ruderclub Favorite-Hamonia Hamburg" u. s. w. werden fich mit unseren Ruderern in friedlichem Wettkampf meffeu. Aber gerade deßhalb ziehen die Gießener Mannschaften mtt froher Zuverficht in den Kampf, wollen wir hoffen und wünschen, daß eS ihnen vergönnt sein möge, siegreich daS Ziel zu pasfiren, damit der im deutschen Rudersporte schon so oft gefürchtete Name „Gießen" fich von Neuem seines Ruhmes würdig zeige.
* * Weinstatistisches. Die Weinernte im Großherzog- thum Hessen ist für da» Jahr 1896 mit 705,607 Hectoliter Weinmost im Werthe von 13,384,390 Mk. berechnet. Den Löwenantheil beansprucht davon natürlich Rheinhessen mtt 682,708 Hectoliter und 12,980,789 Mk. Werth. Starkenburg verzeichnet 22,731 Hectoliter und 400,552 Mk. Werth - Oberhrssen nur 168 Hectoliter mit 3050 Mk. Werth. Der Hectoliter ist im Einzelnen mtt 14 bt» 30 Mk., im Durchschnitte 19 Mk. berechnet. Die mtt Weinbergen bestandene Fläche beträgt 11,950,6 Hectar, davon entfallen auf Rheinhessen 11,272,,, Starkenburg 665,5 und auf Oberhessen 12,i Hectar.
*♦ Berichtigung. Die Gießener Handelsgärtner- Verbindung theilt uoS mit, daß nach den vorjährig gemachten Erfahrungen von einer diesjährigen Gartenbau« Ausstellung, tote im „Gießener Anzeiger" angegeben, keine Rede sein kann.
n. Friedberg, 24. Juni. Von unfern 72 Kreisgemeinden find noch 22 mit älteren Kriegsschulden belastet, die in manchen Gemeinden noch recht bedeutend find. ES war hauptsächlich unsre Gegend, die am Ende de» vorigen und am Anfang dieses Jahrhunderts sehr viel von den durch- marschierenden Heeren zu leiden hatte. Der Zuschlag zu den Gemeindesteuern betragt hier und da in diesem Jahr sür die Aufbringung der Zinsen für diese Schuld über 4 Pfg. auf
die Mark Normalsteuercapital. Sämmtliche 72 Gemeinden heben auch tn diesem Jahr Lommunalsteuer. Am höchsten ist der Ausschlag in Bodenrod, wo er 75^ und am niedrigsten tn Nieder-RoSbach, wo er 3,UI Pfg. auf 1 Mk. Normalsteuer- eapital beträgt. Nur in vier Gemeinden beträgt et über 60 Pfg.
n. Sin ler Nidda, 24. Juni. In vielen Orten bei nur hat die Heuernte erst begonnen. Die sehr noth- wendigen Hackarbeiten an Kartoffeln und Zuckerrüben ließen bei dem Mangel an Arbeitskräften einen früheren Anfang nicht zv, und aufgeschoben konnten diese Arbeiten auch nicht werden, weil sich jene Pflanzen bei der günstigen Witterung so üppig entwickelten, daß man, ohne Schaden anzurichten, eben kaum noch mit der Hacke daran arbeiten kann. Auch hier fällt die Heuernte quantttativ und, wie eS den Anschein hat, auch qualitattv sehr gut auS. Bei den Versteige- rungen wurden sehr hohe Preise erzielt. Der Centn er Dörr- futter stellt fich ohne Arbeitslohn auf 2 Mk., stellenwesse noch bedeutend höher.
Schotte», 22. Juni. In der Nacht vom Montag auf Dienstag ist in hiesiger Dampfbrauerei ein schwerer Unfall vorgekommen. Ein in derselben beschäftigter Arbeiter tft Nachts tn lebhaftem Traum auS dem Fenster feine» im vierten Stockwerk liegenden Schlafzimmer» gesprungen. Der Unglückliche fiel zunächst auf eine am Hause stehende Leiter und dann zur Erde und erhielt einen doppelten Armbruch und mehrere sehr schwere Verletzungen im Becken. Wäre durch die Leiter nicht die Wucht de» Abfalle» gemindert worden, so hätte der Unfall leicht den Tod zur Folge haben können. Der Verunglückte wurde in di: Klinik nach Gießen gebracht.
• Der 20. Deutsche FleifcherverblmdStag in Leipzig faßte, wie die „Internationale Fleischer-Zettung" (Leipzig) berichtet, In Sachen deS WurstfärbenS folgende Resolution: „Der Verbandstag steht auf dem Standpunkte, daß die Anwendung von unbedentenden Quanten unschädlicher Farbstoffe tn der Wurstbranche dem Gebrauche der übrigen Nah- rnngSmittelbranche entspricht. Die heute weitverbreitete An- Wendung hat fich im Laufe der letzten 40 Jahre allmählig herauSgebildet und zwar in Folge der fortgesetzt fich steigernden schnellen Ausmästung sowie de» ausgesprochenen nicht zu beseitigeudeu Verlangens des cousumtrenden Publikums nach fleischrother, daS schöne Aussehen im Anschnitt haltender Waare. Eine thatsächliche Erhöhung de« wirklichen Werthe» iu Bezug auf Geschmack, Geruch und Nährwerth kann durch Farbzusatz nie erreicht werden, anderseits können dadurch die Verwendung von schlechtem mtnderwcrthigeu Fleische im Sinne des NahrungSmittelgesetzeS sowie die Folgen unsauberer Behandlung weder verdeckt noch aufgehalten werden. Die Anwendung geschieht nicht, um der Wurst einen über ihren wirklichen inneren Werth hinauSgehenden Werth zu verleihen, sondern um derselben daS ihr zukommende ihrem inneren Werth entsprechende gute Aussehen zu erhalten. Einem etwa zu erlassenden Verbote von Farbstoffen müßte gerechterwaßen ein Verbot der Anwendung sogenannter Kunstfuttermittel, d. h. ein Verbot der zur Zeit üblichen Schnellmast voraus- gehen. Einen etwa zu erlassenden DeclarattonSzwang hält der Verbandstag für praktisch undnrchführbar und in seinen Folgen für die gesummte Nahrungsmittelbranche höchst bedenklich."
Univerfttäte - Nachrichten.
Marburg. Herr Dr. Oldenberg, bisher Assistent de»Pros. Schmoller in Berlin, ist nunmehr als Prosessor an die hiesige Universität berufen worden, nachdem für Herrn Paasche eine Professur am Polytechnikum in Charlottenburg eingerichtet worden tft. Eine frühere Meldung von dieser Berufung war seiner Zeit dementirt worbat. .
— Lic. theol. 8lb. Deifomann, Pfarrer zu Herborn (Nassau) erhielt an Stelle deS im Januar verstorbenen Kirchenrathe» Piofessor D. Karl Holsten einen Ruf al« ordentlicher Professor für neu- testamentliche Exegese an die Universität Heidelberg. Abgesehen von mehreren Beiträgen und Kritiken in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichte Teißmann seither folgende Schriften: 1) Die neutestamentliche Formel „in Christo Jesu*, untersucht 1892; 2),Joh. Kepler und die Bibel, ein Btttrag zur Geschichte der Schriftautorttit 1894; 3) Bibelstudien. Beiträge, zumeist aus den Papyri und Inschriften, zur Geschichte der Sprache, de« Schriftlhum» und der Religion deS hellenistischen Judenthums und de» Urchristenthum», zwei Bände 1895 und 1897.
— In Berlin hat am Freitag eine Studenten v er samm- lung „mit aller Ehrerbietung, aber mit größter Er.lschie^nhett Protest gegen die unberechtigten Bevormundungsbestrebungen Seiner Magntficenz detz Herrn Rectors der Universttät (Geheimrath Brunner), wie sie in dem Verbot des Vortrag» de» Fräulein Lange, tn der Entfernung der. socialistischen Zeitschriften au» der Lesehalle und in der versuchten Unterdrückung der Ehrengerichtsbewegung zu Tage getreten find, eingelegt-. — Die Versammlung verlief, obwohl der Vorsitzende um Ruhe bat, well mit Magnisicen» nicht zu spaßen sei, sehr stürmisch Als ein Redner für den Rector eintrat, wurde er mit Hallelujahrufen und Ausdrücken wie .Quatsch , Raus! Raus! unterbrochen. „ m Qw
Straßburg, 22. Juni. Die „Straßburger Post meldet. Dr. Theodor Ludwig hat sich in der philosophischen Facultät für Geschichte de» Mittelalter» in der Neuzeit babilitirt.
Schiffsnachvichten.
Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch die Agenten Earl Loo» und I. M. Schulhof.
Bremen, 24. Juni. (Per ttanSallanttschen ^legr-Ph.j Der Schnelldampfer Lahn, Eapt. E. Pohle, vom Norddeutsch« Lloyd tn Bremen, ist heute 4 Uhr Morgen» wohlbehattm tn Newyork angekommen.
kirchliche Anzeiger» 6er Stadt «Siehe«.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 27. Juni. 2. Sonntag nach Trinitati» Gottesdienst.
Vormittag» 9»/, Uhr: Pfarrer Dingeldey.
vormittag» um 11 Uhr: Kinder gotteSdienst für die Luca»- gemeinde. Pfarrer Dingeldey.


