iesuche.
hsen
5 Simmet, gabhtet,
tot
*«&•
43
S^nasr ÄÄ» r ssn
®»&S I« ÄtjJ'. neu
I 2 lfl neu h»ö^tr »<t S lT^e in^mittben.
ätÄtbT^ L^- fcuÄl'*
U15 panölutt^ 14 aent
weivrtrsgk, Pieß- leine, Heschränir, a|Inn||e«,gteppfli- on, Hfennntnltß- •Innung. ,
Mw, »<1 «•
ttmaterialien mit:
Mgyps, Ml" 4t und hochieutMe ttea, Kolz-Lc°>"l tten, Schilfrohrs
481
nariuS
loiihnitt, 5”l6a* jmtylirtH ikplatteu
Maßt-
.rtikel
UJ( m#*
>6'*' U"
Ickalk
W«**' m) M« .
ei««1
:jen b‘cg,ltLulir nl#”' mtgftfpP6®' f||rinP
Rr. 147 Erstes Blatt Samstag de» 26, Jmi
189»
Der
^Ujentr Anjeiger erscheint täglich, »it Ausnahme drS Montags.
Dir Gießener Aa«itie«vtä1ter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.
Gießener Anzeiger
Kmerak-Wnzeiger.
vierteljähriger Aöonaementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.
Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Hlr.7. Fernsprecher 51.
Asnts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren.
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr.
Gratisbeilage: Hießener Kamilienötätter.
Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehm« i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger* entgeg«.
vom
zur
Ge-
Ge-
Poiizetgefinnung, von der auch die Soctaldemokraten angesteckt sind. (Heiterkeit, Widerspruch Singers.) Ja, Sie wollen ein schneidiges Aastreten der Polizei nicht gegen sich selber, aber gegen Andere, gegen die Arbeitgeber! (Heiterkeit.) Gegen die Unternehmer kann Ihnen die Polizei nicht schneidig genug sein! t „
Abg. Friedberg wendet sich ebenfalls gegen Singer, demselbm eine anständigere Art zu reden empfehlend. (Unruhe links.)
Präsident v. Buol erblickt hierin den mittelbaren Vorwurf der Unanständigkeit und ruft den Vorredner hierfür zur Ordnung.
Der Antrag Auer wird theils abgelehnt, theilS zurückgezogen.
Die Commission hat noch zwei Resolutionen beantragt, eine brtr. Geldunterstützung für die Innungen zur Aussührung der ihnen obliegenden Aufgaben. Die Annahme erfolgt debattelos. Die zweite Resolution will Einsührung des Befähigungsnachweises für daS Bau- und andere mit erheblichen Gefahren verknüpfte Gewerbe. Ein Amendement Hitze hierzu will dasselbe für alle Gewerbe. In dieser Fassung wird die zweite Resolution mit 166 gegen 126 Stimmen angenommen. Dafür Conservative, etwa die halbe Reichspartet, Antisemiten, Welfen und das Centrum mit Ausnahme v. Hertltngs. Die Polen stimmten mit der Linken.
Die Gesammtabstimmung über das ganze Gesetz wird noch ausgesetzt.
Es folgt die dritte Berathuog des Nachtragsetat für die Besoldungs Verbesserungen.
In der Generaldebatte plädirt
Abg. Dr. Schaedler (Ctr.) wieder sür warme Abendkost für die Soldaten. ____ ,
Schatzsecretär Graf PosadowSky: Mittel für die warme Abendkost werden in den nächsten Etat eingestellt werden. Die oer- bündeten Regierungen haben beschlossen, diesem vorliegenden Nachtragsetat in der Fassung, die er bet der zweiten Lesung erhalten hat, zuzustimmen. , ,
Abg. v. Kar dorff legt den Regierungen dringend ans Herz, endlich etwas für die Landwirthschast zu thun. (Gelächter links.)
Der Nachtragsetat wird unverändert in der Fassung zweiter ! Lesung bewilligt. , _ ,
Sodann wird die Servistaris-Vorlage ohne General- l discussion en bloc angenommen, unter Ablehnung zweier Lotzen und Mtlitsch betreffenden Anträge.
Nunmehr erfolgt die Gesammtabstimmung, die eine namentliche ist, über die Handwerker-Vorlage. Dieselbe wird mit 183 gegen 113 Stimmen angenommen. Mit nein stimmten Freisinnige, Soctaldemokraten, süddeutsche Volkspartet, Antisemiten, Polen, ein kleiner Thetl der Nattonalltberalen, Metzner vom Centrum, Prinz Alexander zu Hohenlohe und v. Dallwitz.
Morgen 12 Uhr: Dritte Lesung der noch unerledigten Nach- I tragSetat?. Schluß 41 < Uhr. _____________________________
zur Kenntniß der Interessenten, daß die Abstimmung am 30. Juli l. Js. nicht auf dem Rathhause zu Bellersheim, sondern auf dem Rathhause zu Utphe stattfindet.
Gießen, den 24. Juni 1897.
Großherzogliche- Kreisamt Gießen, v. Gagern.
Deutsche» Reich.
Berlin, 23. Juni. Der Verband der deutschen SittlichkeitSvereine wird in diesem Jahre seine Allgemeine Conferenz in der Zeit vom 20. bir 22. September ia Hamburg abhalten. Es find Vorträge über die Gefahren und Mißstände des Seemannslebens, über die Mißstände unserer Specialitäten- und Variete Bühnen, über das Familien« leben der Großstadt, über die sociale Stellung der Frau in ihrer Bedeutung für die Sittlichkeit u. A. in Aussicht genommen.
— „Made in Germany“, das Zeichen, da- mau in England für alle deutschen Maaren anordnete, um sie womöglich unverkäuflich zu machen, — den Kainsstempel, wie sich ein englisches industrielles Blatt ausdrückte — ist zu einem Ehrenzeichen ersten Ranges geworden. Einen drastischeren Ausdruck aber hätte, so schreibt die „Voss. Ztg.", die Ueberlegeuheit des „Made in Germany“ nicht finden können, als durch die heute eiugetroffene Jubiläumsbeilage der „Times". Das Weltblatt bringt seinen Lesern einen prächtigen Farbendruck, die Königin Victoria darstellend. Als wir schon der englischen Kunst unsere Anerkennung zollen wollten, fanden wir unten den Vermerk: „Painted by Ino J. Offord.“ Und an der rechten Seite: „Otto Troitzsch, Royal Art Institute Berlin.“ Also die Jubiläumsbeigabe der „Times", von der eS ausdrücklich am Kopfe deS vorzüglichen Bildes heißt: „Presented with The Times of June 21th 1897“ ist tu Berlin angeferttgt. Nebenbei er- wähnt sei noch, daß der größte Thetl der JubiläumS-Er- tnnerungsartikel, die jetzt in London verkauft werden, in deutschen Fabriken gearbeitet wurden. Auf telegraphische Bestellungen wurden von Berlin auS in vierzehn Tagen unter Vertragsstrafe zehutausende von bestimmten Exemplaren eines Artikels nach London geliefert, während eine englische Fabrik es als unmöglich erklärt hatte, vor dem JubiläumStage den Auftrag auszuführen.
— In seinem neuesten Bericht bedauert der englische Consul auf Samoa, daß der Handel zumeist durch coloniale Firmen besorgt wtrd, die entweder Deutsche find, oder doch als Commtsfionäre für den deutschen Handel arbeiten. Wie er versichert, würden geeignete Maßnahmen der britischen Ausfuhrhändler diesen Firmen bald die Macht nehmen, den britischen Handel zu beeinträchtigen. Dabei behauptet er, eS seien englische Firmen, die durch deutsche Vermittler englische Erzeugnisse seit Jahren zu beziehen glaubten, nunmehr zu der Einsicht gelangt, daß sie durch unmittelbaren Verkehr mit den englischen Großhäusern nicht nur wirklich eng- lische Maaren, sondern auch bessere Erzeugnisse zu günstigeren
Bekanntmachung,
»etr.: Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft Be- und Entwässerung in den Fluren 1 bis 7 der rnarkung Feldheim und eines Theiles der Flur 8 der
markung Bellersheim. Unter Bezugnahme auf die in rubricirtem Betreffe 18. L Mts. erlassene Bekanntmachung bringen wir hiermit
Deutscher Netch»t«g
236. Sitzung. Donnerstag, den 24. Juni 1897.
Am Bundesrathstische: Staatssecretär v. Bötticher. I
Die Berathung der Gewerbenooelte (Organisation des I Handwerks) wird fortgesetzt bei Artikel 10, welchen ein Antrag Auer neu einzusügen beabsichtigt. Der Antrag will die Bestimmungen der dem Reichstage noch vorliegenden, bet der Geschäftslage aber | atcht mehr zur Erledigung kommenden, durch die Vethältntffe in I der CsnfectionStndustrie veranlaßten (zweiten) Gewerbenovelle in die vorliegende Novelle aufnehmen. r c er . _ .
Präsident o. Buol macht vorweg darauf aufmerksam, daß der I Antrag Auer demgemäß ja auch Abänderungen des Krankenver- I sicherungSgesetzes vorschlage, was jedenfalls mH dem Rahmen der naenwärtigen Vorlage nicht zu vereinigen set. (Rufe: Sehr richtig!) I 368 tarier Debatte hierüber wtrd zunächst in bie Debatte Über S H4a etngetreten, demzufolge der BunbeSrath für bestimmte I Gewerbe Lohnbücher oder Arbettszettel solle vorschre den können. I in denen Art und Umsang der Arbeit, Lohnsätze, Bedingungen für I Lieferung von Werkzeugen und Stoffe rc^zu beurkunden sind. I
Nachdem Abg. Molkenbuhr den Antrag empfohlen, erklärt I Aba. Frbr. v. Hertltng, er wolle nicht in die Materie ein- I treten. Die Commission für die zweite Gewerbenooelle habe eS ebenfalls für richtig gehalten, angesichts der Geschäftslage diese I Materie nicht noch zu berathen. Die Regierungsvorlage wäre er selber geneigt gewesen, pure anzunehmen, und er glaube, dasselbe jon seiner Partei sagen zu können. Aber der jetzige Antrag Aue,: mt- halte doch Manches, was man ablehnen müsse. Und da sei eS das Beste, nicht erst Einzelnes herauSzugreifen, sondern für jetzt den An- lrag Auer abzMhnem^ H^rrnSheim schließt sich dem an, dabei noch ausführend, daß der Antrag Auer in vieler Beziehung den Wünschen der Arbeiter selbst nicht genügen wurde. Seine Freunde lebnten es auch ab, in so überstürzcnder Weise vorzugehen.
Abg.Gamp erklärt sich gleichfalls gegen den Antrag, weil se ne | Freunde keinesfalls dem Bundesrath so weitgehende Vollmachten «eben wollten. .
Abg v Levetzow äußert sich ebenfalls gegen Vornahme der Berathung dieser Materie bei der jetzigen Geschäftslage.
Aba. Singer spricht sein Bedauern darüber aus, daß die anderen Parteien nicht ihre Sehnsucht nach den Sommerfellen noch ein v-ar Tage unterdrücken könnten. Den Gründen namentlich des Herrn von Hevl werde Niemand im Lande Glauben schenken, denn man wisse zur Gmüge, wie die Nattonalltberalen jedem gesch- geberischen Fortschritt auf socialem Gebiete hinderlich seien. So lanae auf diesem Gebiete Stumm Trumpf set, musie man für die Arbeiter Alles zu retten suchen, was irgend gerettet werden könne. Wer wisie denn, wie der BunbeSrath später denke, wenn erst für Herrn v. Bötticher die Scheidestunde geschlagen haben werde.
Aba Richter: Die Soctaldemokraten besitzen einen Glauben an die Heilkraft solcher etnschränkenden Bestimmungen, den wir durchaus nicht theilen können. Mit solchen Vollmachten für den Bundesrath können Sie den Arbeitern unter Umständen mehr schaden, als nützen. Und da sollten wir jetzt im letzten Augenblicke so wichtige Beschlüsse überstürzt fassen? Nun sagt freilich Herr Sinaer: Stumm set Trumpf; ja, wenn das wahr wäre, dann würde ia Herr Stumm doch nicht von diesen Vollmachten Gebrauch machen (bäterkeit), denn um Vollmachten handelt es sich ja überhaupt nur, und nicht um bindende Vorschristen. In solchem Augenblicke, bet solchem Kladderadatsch innerhalb der Regierung gibt man überhaupt keine Vollmachten. (Heiterkeit.)
Abg. Friedberg (n.-l.): Singer meint, im Lande glaube man Herrn v. Heyl nicht. Ja, Ihre Soctaldemo raten im Lande freilich nicht, die sind ganz urthetlslos geworden (Lachen und Beifall). Die ganze Rede Singers sei lediglich ein agitatorischer Vorstoß gewesen und zeuge nur von völligem Mangel an politischer 9trt^e Abg H?tze"(Ctr.) fragt die Soctaldemokraten, ob sie denn, fall« ihrem Wunsche stattgegeben w-rde, dann für dieses ganze Gesetz stimmen würden. (Große Heiterkett. Rufe "nks . Nein!) * Abg. Singer verlangt Aussetzung der Schlußabsttmmung über das ganze Gesetz bts zur Erledigung der Materie deS Antrages Auer/ (Gelächter im Centrum und rechts.) Richter babe mit seinen Ausführungen gegen die Vollmachten darin Recht, daß der Reichstag ebenso klug sei wie der Bundesrath. (Richter: Keine Schmeichelei für den Reichstag! Heiterkeit.) Aber auf soctalpolitischem Gebiete traue er dem Bundesrath jedenfalls viel mehr Verstandntß zu als 6er ^Abg."Httze?^Mt't dnn^Antrage Auer wtrd anscheinend nur bezweckt, die Zahl der Gegner deS ganzen Gesetzes zu vermehren und «s dadurch zu Fall zu bringen. .
Abg. Richter: DaS Verlangen nach Vollmachten für den BunbeSrath ist nur ein Ausfluß der in Deutschland verbreiteten
Bedingungen erlangen können. Diese Behauptung bei britischen EonsulS überschreitet die Grenze deS Völkerrecht- lichen Anstandes. In demselben Bericht spricht der Consul auch die Ansicht auS, daß mit nur geringer Anstrengung der Haupthandel im Stillen Meere von englischen Fabrikanten in Beschlag genommen werden könnte, falls zu diesem Zwecke alle fünf bis zehn Jahre HandelSmtsstonen veranstaltet werden von Agenten, die den Händlern ihre Muster vorlegen und die Erfordernisse auf den verschiedenen Inselgruppen prüfen.
Neriepe
WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Berlin, 24. Juni. Dem „Reichsanzeiger" zufolge ist der Saatenstand im Deutschen Reiche von Mitte Juni folgender: Winterwetzen zu 2,2, Sommerweizen 2,6, Winter- spelz 2,2, Sommerspelz 1,0, Winterroggeu 2,3, Sommerroggen 2,4, Sommergerste 2,4, Hafer 2,6, Kartoffeln 2,6, Klee 1,9, Wiesen 2,0, wobei 1 sehr gut, 2 gut, 3 mittel bedeutet. DaS in der Berichtsperiode eingetretene warme Wetter begünstigte die Entwicklung der Feldfrüchte und Wiesen sehr. DaS günstige allgemeine Urtheil gilt nicht in gleicher Weife sür alle Bezirke, da in manchen Gegenden die Ernte- auSfichten durch Nachtfröste, Wolkenbrüche und Hagelwetter geschädigt find.
Bern, 24. Juni. Unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Bundesversammlung ermächtigte der BunbeSrath den schweizerischen Gesandten in Parts, mit Vertretern anderer der lateinischen Münzunion augehöreuden Staaten einen Zusatzvertrag zum Zwecke der Erhöhung des Kontingent» von Silberscheidemünzen zu unterzeichnen.
Brufiel, 24. Juni. Der unabhängige Congostaat stellt in aller Form die von der „Reforme" verbreitete Nachricht in Abrede, wonach die Expedition D'HaniS gänzlich niedergemetzelt worden sein sollte. Der Congostaat hat vielmehr im Widerspruch zu der Meldung der „Reforme" keine Nachricht über diese Angelegenheit erhalten.
Loudon, 24. Juni. In Uebereinsttmmung mit dem von der Prinzessin von Wales angeregten Plane wurden heute an verschiedenen Stellen der Stadt 300 000 arme Leute, darunter viele Kinder gespeist. Die Prinzessin von Wales erschien selbst an den Stellen, wo Speisungen stattfanden. „
Windsor, 24. Juni. Die Lords der Admiralität trafen heute Vormittag hier ein, um der Königin ihre Auf- Wartung zu machen und begaben sich unter Regen und heftigem Sturm in geschlossenen Königlichen Wagen nach dem Schloß. Etwa zu gleicher Zeit trafen von Portsmouth aus die Admirale der in Spithead vor Anker liegenden fremden Kriegsschiffe ein und begaben sich zum Frühstück bei der Königin nach dem Schloß. Die in Portsmouth in Garnison liegenden Marinesoldaten mit dem Mufikcorps des Schiffes „König Wilhelm" bildeten die Ehrenwache. Nach dem Frühstück im Schloß wurden die fremdländischen Admirale, die große Uniform mit den Ordensauszeichnungen angelegt hatten, der Königin vorgestellt.
Windsor, 24. Juni. Die Königin Victoria fuhr heute Vormittag mit der Prinzessin Heinrich von Battenberg nach Frogmore, wo sich Ihre Majestät Kaiserin Friedrich den Herrschaften anschloß. — Heute Nachmittag wurde die SchiffS- capelle des „König Wilhelm" von der RegimentSmusik der zweiten Coldstream Garde mit klingendem Spiel in daS hiesige Schloß geleitet, wo erstere vor der Königin in Gegenwart Ihrer Majestät Kaiserin Friedrich, Sr. König!. Hoheit Prinzen Heinrich von Preußen, des Herzogs von York und der Lords der Admiralität spielte.
Bukarest, 24. Juni. Heute begannen die Confereuzeu von Vertretern der deutsch - österreich-ungarisch- rumänischen Vereinigung von Eisenbahnen zur Berathung von Tariffragen.
Depeschen deS Bureau »Herolds
Berlin, 24. Juni. Im Abgeordnetenhause ist heute von der gejammten conservativen Fraetion und anderen Mitgliedern deS Hauses eine Interpellation eingebracht worden mit dem Wortlaut: „Ist die königliche Staatsregierung be- reit, Mittheilungen darüber zu machen, aus welchem Grunde die Berliner Getreide-Frühbörse weder als Börse, noch im Sinne deS Gesetzes als Markt behandelt wird." Von der Einbringung einer gleichen Interpellation auch im Reichstage wird man absehen, da man allgemein der Ansicht ist, daß sich ein beschlußfähiger Reichstag nicht mehr lange zusammen- halten läßt. T ipp ,,,
Berlin, 24. Juni. DaS Landgericht I veröffentlicht nunmehr einen Steckbrief gegen den Schriftsteller Ernst


