wurden Petitionen erledigt. Ein LeatrumSantrag auf För- I derung des Fachschulwesens der Innungen wird au die Budget-Commission verwiesen. Morgen: Zweite Lesung der Handelskammer-Novelle. — Im Herrenhause wurden kleine Vorlagen erledigt.
verlin, 24. Mat. Die Meldung, Finauzminister v. Miquel empfinde krankheitshalber da» BedÜrfniß, fich von der Bürde der Amtsgeschäfte zu entlasten, wird von der „9?orbb. Allg. Ztg." als unbegründet bezeichnet.
Berlin. 24, Mat. Der Colonialra rh trat beute Morgen 10 Uhr unter Borfitz deS EolontaldtrectorS Frei- Herrn v. Richthofen zusammen. Nach der Begrüßung wurde tn die Tagesordnung eingetreten und zur Besprechung der Vorlage über die Giusührung der direkten Steuern in Deutsch- Oftafrika geschritten, zu welcher zunächst Major v. Wißmana oaS Wort ergriff. Nach einer eingehenden Gel.eral-DiS- caffion entschied sich der üolonialrath im Princtp für eine Besteuerung der Eingeborenen. Nach 1 Uhr trat eine Pause in den Berathungen ein.
Berlin, 24. Mai. Die „Voss. Ztg." erhält die ver- bürgte Nachricht, daß der Plaa, wonach den russischen Herbftmanövern der deutsche und der österreichische Kaiser beiwohnen sollten, nicht zur AuSsühruug kommt.
Hamburg, 24. Mat. Heute Morgen 6 Uhr fand in der Nobel-Dynamitfabrik von Krümmel eine furchtbare Explosion statt, bet welcher vier Arbeiter tn die Luft ge- flogen find. Es wurde von ihnen k-tn Atom wiedergesehen. Die Explosion, welche tn dem Gemengeschuppen erfolgte, pflanzte sich auf einen anderen Schuppen fort, in welchem 5600 Pfund Dynamit lagen. Ein dritter Schuppen wurde gleichfalls vom Erdboden wegrafirt. 25 Arbeiter erlitten schwere Verletzungen.
Wie», 24. Mai. In einer Versammlung der österreichischen Agrarier wurde beschloffen, bet der Regierung dahtn zu wirken, daß behufs deS Schutzes der einheimischen landwirthschastlichen Produkte gegen die erdrückende ausländische Concurreuz sämmtliche Handelsverträge gekündigt, hohe Schutzzölle eingesührt, die AuSnahmetarise der Bahnen für ausländische Produkte aufgehoben und der Anschluß der Agrarier an die bimetallistische Agitation empfohlen werden sollen.
Rom, 24. Mat. Der Fremdenzufluß zu der am Donnerstag tn der Peter-ktrche ftanfiadeuden Feier ist schon j-tzk ein enormer. 60,000 Personen dürften derselben beiwohnen, lieber 200 Bischöfe find schon etngetroffen, darunter viele österreichische,- von den deutschen diejenigen von Mainz, Freiburg, Eichstätt und Straßburg.
London, 24. Mai. „Standard" meldet, Griechenland müffe eine Kriegsentschädigung von 8 Millionen Pfund Sterling zahlen. Davon erhalte die Türket 2 Millionen und Rußland die übrigen 6 Millionen als Abschlagszahlung auf die von der Türket noch zu fordernde KrtegSkoften- Entschävigung.
Athen, 24. Mat. In der Nähe von Zavarda kam es zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen „ita» lteoischen Freiwilligen und Bürgern, wobei zwei Personen getödtet und zehn verwundet wurden. Die Italiener wurden nunmehr unter EScorte zweier anderer Schiffe nach Ihrer Heimath zurückgeschickr.
Belgrad, 24. Mat. Die Unsicherheit in Alt- Serbien rümmt gefährliche Dimensionen an. Plünderungen und Ermordungen christlicher Grundbefitzer durch Arnauten nehmen in erschreckender Weise zu.
Berlin, 25. Mat. Dem „Localanzeiger" zufolge haben fich beim Pfarrer Kneipp zur AlterSichwäche ein Nierenleiden, sowie ein Blasenleiden gesellt, so daß nach wie vor keine Aussicht aus Genesung besteht.
Erfurt, ,24. Mai. Die Bauunternehmer haben wegen deS lange andauernden Strtkes der Zimmerleute alle Bauten gesperrt. 500 Maurer sind arbeitslos.
Proceß v. Tausch-Lützow.
Berlin, 24. Mai.
Bor dem Schwurgericht des Landgerichts I hterselbst begann heute Vormittag 9 Uhr der Proceß gegen den früheren Crimtnal'Commtffar v. Tausch. Die Vorbereitungen, AuS- loosuog der Geschworenen rc. nahmen zwei Stunden tn Anspruch. Unter den auSgeloosten Geschworenen befindet sich auch der Dtrector deS Wolff'schen Telegrapheu-BureauS, Dr. Mantler, der indeß von der Verthetdigung abgelehut wurde, da er im Proceß Zeugntß ablegen soll. Darnach begann die Vernehmung der Angeklagten, welche voraussichtlich den ganzen heutigen und morgigen Tag tn Anspruch nehmen wird. Zu dem großen SchwurgertchtSsaal herrschte schon lange vor 9 Uhr ein großer Andrang. Die EtngangSthuren sind stark von Polizei besetzt. Nur Inhaber von Einlaßkarten erhalten Zutritt zum Zuhörerraum, welcher daher nur schwach besetzt ist.
LandgerichtS-Director RoeSler, welcher den Vorsitz sührt, bittet die Geschworenen, alles bisher Gehörte und Gelesene bezüglich dieses ProceffeS ganz unberücksichtigt zu lassen, und den Spruch nur nach dem in der Hauptverhandlung Wahrgenommenen zu fällen. Ebenso wird v. Lützow dringend ersucht, der Wahrheit voll die Ehre zu geben. Von den 40 geladenen Zeugen ist Frhr. v. Marschall für heute entschuldigt. Dagegen sind die StaatSminister v. Köller, v. Goßler, Bron- sart v. Schellendorf, Polizei-Präfibent von Wtndheim und Geh. RegierungSrath Friedheim sowie der ReichStagS-Abge- ordnete Bebel und der LandtagSabgeordnete Bueck erschienen. Die Zeugen werden zu Dienstag und Mittwoch wieder ent- laffen. Besonderes Jntereffe erweckt die Anwesenheit deS Zeugen Gtngold Stärk.
Der Vorsitzende beginnt zunächst mit der Vernehmung des Angeklagten v. Tausch, welcher seine Bekundungen mit fester, ficherer Stimme macht und sich für nichtschuldig erklärt. Er gicbt zunächst Aufschluß über die Functionen, welche er hatte. Er habe eine selbstständige Stellung gehabt und dem
Polizei Präsidenten direkt unterstanden. Er habe selbstständig Agenten annehmen können. Der Präsident befragt ihn über Normann'Schumann und beleuchtet dessen verwerfliches Treiben. Davon w ll Tausch erst später erfahren haben, waö sich ge- legentlich eines Artikels der „Saale-Zrg." herauSgestellr habe. Im Jahre 1893 sei Normarn, der der Polizei coloffale Dienste geleistet habe, auSgeschieden. Er selbst, Tausch, habe niemals politische Artikel inspirirt, und er bestreite, Normann- Schumann Auftrag ertheilt zu haben, Artikel oder Notizen über die vom Angeklagten geleitete Untersuchung in dem Spionage Proceß Schoren zu veröffentlichen und dem Nor- wann die Flucht tnS Ausland ermöglicht zu haben. Weitere Bekundungen über Normann macht v. Tausch nicht, weil er dem verstorbenen Polizei Präsidenten von Rtchthofeu sein Wort gegeben habe, keinen Ausschluß darüber zu geben, und uia,tö davon in die Oeffentlichkeit zu bringen.
Oberstaatsanwalt Drescher legt drei Briefe von Nor- mann-Schumann vor, in welchen der Briefichretber im November v. I. an Tausch schreibt, daß seine Tage bald gezählt seien und anfragt, ob er noch bleiben soll. Ein Darlehen will er dem Angeschuldigten niemals gegeben haben. Seit dem 7. December v. I. ist nach Angabe des Angeklagten, Normann verschwunden. Daun verhört der Präsident weiter über den Besuch TauscbS bei dem Journalisten HanS Krämer, bei welchem über daS Befinden des Kaisers gesprochen worden sei. Den Artikel über den Gesundheitszustand deS KatsrrS hält von Tausch nicht für einen politischen, sondern nur für einen Hofbericht, der von dem Mitangeklagten v. Lützow erfunden sei. In derselben Angelegenheit sagt v. Lützow aus: Im September v. I., einige Tage nach den Manövern habe ihm v. Tausch gesagt, daß der Kaiser in Ostpreußen ge- wesen sei, wo sich daS Ohrenleiden wieder eingestellt habe. Auch von anderer Seite habe er hierüber verläßliche Nach- richten. Er, Lützow, habe Auftrag erhalten, diese Nachricht unter großer Vorsicht in die Presse zu landren, über den Zweck vermöge er nichts avzugeben. Er habe felsenfestes Vertrauen zu Tausch gehabt. Tausch habe erklärt, der Kaiser sei mit einem Krebsletdeu behaftet, ererbt von seinem Batet. Dasselbe beeinflusse den ganzen Geisteszustand des Kaisers. Er, Lützow, habe fick dieserhalb an verschiedene Zeitungen vergeblich gewandt, v. Tausch bestreitet sämmtliche Angaben, obwohl der Vorsitzende ihn darauf aufmerksam macht, daß v. Lützow jetzt kein Jntereffe mehr daran haben könne, ihn unwahrer Weise zu belasten. Um 12>/zUhr wird eine halb- stündige Pause gemacht.
Nach Wiederaufnahme der Verhandlung wird ein Artikel deS „Berl. Tagebl." vom Jahre 1893 über das Kaiser- manöver in Elsaß Lothringen, den v. Tausch inspirirt und v. Lützow geschrieben haben soll, verlesen. Der Artikel geiselt die Schwierigkeiten, die den Besuchern der Manöver seitens der Polizei bereitet worden seien, und die angeblichen Mißgriffe der Sicherheitspolizei.
Angeklagter v. Tausch erklärt, er habe diesen Artikel nicht veranlaßt, den Artikel halte er für einen feuilletonisti- schen und nicht für einen politischen. Auf die Bemerkung deS Vorsitzenden, daß ein Brief des v. Tausch au» Köln bet den Acten sei, tn dem v. Lützow aufgefordert werde, ihn, dem v. Tausch und seine Thatigkeit herauszustreichen, betont v. Tausch, er sei vollkommen zufrieden gewesen mit seiner Stellung und hätte keinerlei Jntereffe daran gehabt, durch Kleinlichkeiten andere Beamten herabzusetzen. Angeklagter v. Lützow erklärt, er sei von dem Mitangeklagten v. Tausch beauftragt worden, ein Augenmerk auf die Thätigkeit der politischen Polizei tn den Reichslanden zu richten und ihm darüber zu berichten, was er auch gethan habe. Als er nach Berlin zurückgekehrt sei, habe v. Tausch gesagt, eS ist gut, ziehen Sie nur ordentlich über die dortige Polizei her. Den Artikel werde ich dem großen Generalstabe unterbreiten. ES sei unwahr, wenn Herr v. Tausch bestreite, dem Artikel näher zu stehen. Der Artikel sei ein militärtsch-politischer. Zur Verlesung gelangt hierauf ein Artikel der „Deutschen Warte", der fich über die Vergangenheit deS Grafen Grtebenow de Paderno ausläßt, der seine StandeSauSzeichnung aus San Marino bezogen und nun als coburgischer Kammerherr Hof- chargendtenfte thue. v. Tausch erklärt bezüglich dieses Artikels, er habe einmal dem Angeklagten v. Lützow eine Abschrift au» einem humoristischen Artikel de» „Berl. Tagebl." über die Ordensverleihung des Grafen Grtebenow gezeigt, v. Lützow habe sich daraus Notizen gemacht. Die Art kel halte er für keinen politischen. Betreffs eines Artikels tn der „Welt am Montag" betitelt „Krisengerüchte", desien Bersaffer v. Lützow war, bestreitet v. Tausch, den Artikel vor seinem Erscheinen gekannt zu haben.
v. Lützow behauptet immer wieder, er habe stets geglaubt, die ihm von Tausch gegebenen Informationen seien die allerbesten und er diene den SraatSinteressen, wenn er sie zu Artikeln verarbeite. ES folgt noch die Verlesung mehrerer Artikel, darunter auch eine» solchen, der den Abgang deS Freiherrn von ßce und seinen Ersatz durch den Chef deS Mllitär Cabinets von Hahnke behandelt und in der „Tägl. Rundschau" erschienen war. v. Tausch behauptet auch bei diesem Artikel, demselben fern zu stehen, während v. Lützow erklärt, die Informationen dazu von Tausch erhalten zu haben. Auch ein Artikel über Koschemaim, versaht von dem Journalisten Gtngolf Stärk im „Berl. Tagebl." wird verlesen - die beiden Angeklagten geben auch hier dieselbe Erklärung wie bet den anderen ob. Betreffs des Artikel» deS Gingolf Stärk im „Tageblatt", daß Fürst Hatzfeld Reichskanzler werden soll, welche Nachricht v. Lützow gehört haben wollte und von Tausch bestätigt erhielt, erklärt letzterer auf die Frage deS Vorsitzenden, ob er die verschiedenen Artikel mit Stärk besprochen habe, nach langem Besinnen, er könne eS nicht sagen. Nachdem noch v. Tausch über seine Beziehungen zu dem Agenten Sebald vernommen, macht Rechttanwalt Dr. Sello den Gerichtshof darauf aufmerksam, daß v. Tausch ganz erschöpft sei und der Verhandlung nicht mehr folgen könne. Die Sitzung wird abgebrochen und auf Dienstag Vormittag 9 Uhr vertagt.
CoceUs «nd prot>ht$kll^ T
Gieße», den 25. Mai
♦* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Berfammlnng Freitag den 2 8. Mai 1897, Nachmittags 3'/, Uhr. 1) Gesuch des Johann ReuschUng ih Heuchelheim um Erneuerung eine» BackstciahäuSchenS im Neustädterfeld. 2) DeSgl. des Jean Dem zur Aufführung eines Gartenhäutchens auf dem Hamm. 3) DeSgl. de» Georg Bichler zur Vergrößerung der Waschküche auf der Hardt. 4) DeSgl. des Peter Heinrich Michel zur Errich- tung eines NebenbaurS an der Franksurterstraße. 5) Baugesuch der Baugenoffenschaft de» evang. Arbeiterverein» für die Straße nach den Kohlensträngen und die Crednerstraße. 6) Desgl. deS Peter Senßfelder für die Srephansttaße. 7) DeSgl. des Heinrich Winther für die Eichgärten. 8) Benutzung von Vorgärten; hier: durch I. Atzbach. 9) Gesuch des Apotheker» Dr. Juliu» Cäsar um Verwiethung eine»- Raumes tnt alten Schloßgebäude zum Trocknen von Arznei- kräutern. 10) Decretur von Kostenrechnungen. 11. Erhöhung städttscher TrottotrS- hier: in der Südanlage. 12) Benennung von Straßen. 13) Fahrplan der Main- Weserbahn; hier: Verbefferung der Vormittag - Schnellzug- Verbindung zwischen Caffel und Frankfurt a. M.
Schenkung an die Großh. UaiverfitätS vibliothek. Der leider so vorzettig htngeschiedene Profeffor de» SanSkrit und der vergleichenden Sprachwissenschaft an der Lande« -Universität, Profeffor Dr. von Bradke (gest. am 7. März d. I.), hatte durch letztwillige Verfügung den sprachwiffenschaftlichtn, über 1000 Bände umfassenden Theil seiner Bibliothek der Großh. UniverfitätSbtbltothck vermacht. Nachdem die erforderliche landesherrliche Bestätigung eingetroffen, ist die Sammlung in den Besitz der Universitätsbibliothek übergegangen, die durch diese hochfinnige Stiftung eine äußerst, werthvolle Bereicherung erfahren hat.
Mtlitardienstnachrichteu. Hof, Oberstlieutenant und etatSmäßiger Stabsoffizier im Jnf.-Regt. Nr. 138, zum Obersten des Inf. -Regts. Nr. 140 ernannt. Freiherr v. Eynatten, Major vom 1. Großh. Heff. Jnfanterte- (Letbgarde )Regtment Nr. 115, unter Stellung zur Disposition mit Pension, znm Commandeur de» Landw.-Bezirk- Friedberg ernannt Freiherr van der Hoop, Sec.-Lt. vom Füs.-Regt. von GerSdorff (Heff) Nr. 80, in daS 5 Großh. Heff. Jnf.-Regt. Nr. 168 versetzt. Kempff, Sec.-Lt. der Reserve deS Rhein. Train-Bat. Nr. 8, früher tn diesem Bataillon, vom 1. Juni d. I. ab auf ein Jahr zur Dienstleistung bei dem Infanterie-Regiment Nr. 140 commandirt.
*• Ueberteagen wurde am 19. Mai dem Lehrer an der Gemeindeschule zu Rockenberg Friedrich Joseph Gröhe die Stelle eines Lehrer» an der Zellenstrasanstalt Butzbach, unter Belassung in se ner Eigenschaft als Volksschullehrer.
Ernannt wurde am 19. Mai der Fußgendarm Johann Georg Baum in Nidda zum Amt»gerichtSdiener am Amtsgericht Gernsheim, mit Wirkung vom Tage feines Dienstantritts an.
OmnibnSverkehr am HimmelfahrtStage. Um den Früh- ausflüglern Fahrgelegenheit von und nach dem Schiffen-- berger Wald zu bieten, läßt der Vorstand bereit» Morgen» früh einen feiner Sommerwagen von und nach dem Schtffen- berger Wald verkehren. Und zwar fährt derselbe je um bk halbe Stunde vom Marktplatz ab und um die ganze Stunde vorn Wald ab:
früh ab Markt 6'/, 7'/, 8'/, 9i/2 Uhr |
„ „ Wald 7 8 9 10 „ i
Arn gleichen Tage Nachmittag» geht alle V< Stunde ein Wagen von 2i/i Uhr ab vom Markt und Abend» von 6 Ui r ab vom Wald. Der Stadtverkehr wird Nachmittag» tn gewohnter Weise beschränkt. Der Abend-Wagen 6 Uhr 15 Min. nach Wieseck fällt Sonn- und Feiertag» bei günstiger Witterung au».
Evang. Lund. Auch im Leserkreise de» „Gießener Anzeiger" wird eS Viele interessiren, daß, wie verlautet, daS Jahres- und Lande-fest des hessischen HauptvereinS de» evangelischen Bunde» Sonnt:g, den 20. und Montag, den 21. Juni d. I. zu Offenbach a. M. gefeiert werden soll. Offenbar ist diese Stadt für diriek Fest gewählt worden, weil dieselbe für die Bewohner Starken- burgS, OberheffenS und Rheinhessens gleich leicht zu erreichen ist, und daher die Versammlung vorauSfichtlich eine sthc besuchte werden wird. Hoffentlich werden demnächst Sn- labungen mit bestimmten unb ausführlichen Angaben in Betreff biefe» Festes ergehen.
Nachträgliches vom 17. Hessischen Fenervehrtag in Heppenheim. An ben Verhandlungen des Landesausichusse» am SamStag nahm n Theil lie Herren: Pricken - Mainz, Keller- Mainz, Moller- Wöllstein, Fischer- Darmstadt, Damm-Friedberg, Feller-Lollar, Gail-Gießen, Zi- bulSki-Kletn-Steinheirn, P t er oth-Groß-Umstadt. Eut- schuldigt waren: Vetzberg er-Nidda, Müller-Offenbach, May er-Ober-Ingelheim. De Delegirten-Versammlung fand Nachmittags 2'/z Uhr statt und waren berirtt-.n in derselben 88 freiwillige Wehren. Am Festzug am Sonntag betheiUgten fich außer hesfischen auch badische unb bayerische freiwillige Feuerwehren, im Ganzen 110 freiwillige Wehren mit 14 MufikcorpS. — Herr Bürgermeister Höhn überreichte auf dem Festplatz 27 Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr Heppenheim Diplome für 15jährige Dienstzeit. Die Betheiligung an dem Feste war ungemein groß.
•• Wetterbericht. Der Luftdruck ist in Central- und Süd-Europa noch weiter gesunken und treten auf diesem Gebiete zahlreiche kleine Depressionen auf. In Folge dessen ist daS Wetter für Deutschland milde bei stellenweisen Regenfällen und einzelnen Gewittern. Der hohe Druck lagert über dem Norbosten Europas. — Voraussichtliche Witterung: Fortbauer bes bisherigen Witterungs Charakters.
Bad-Ranhei«, 24. Mai. Gestern Nachmittag fiel eiv kleines Mäbchen auf ber Ostfeite be» großen Teiche» b>


