Ausgabe 
25.12.1897 Erstes Blatt
 
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Nr. 303 Erstes Matt Samstag de» 25. December

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Der

Gießever Anzeiger erscheint täglich, «rit Ausnahme btl Montag».

Die Gießener

A«»itte«ßtä1ler werden dem Anzeiger Mächentlich dreimal beigelegk.

Gießener Anzeiger

Kenerat-Anzeiger.

viertelt ihrig« Avonnemeutspretsr 2 SRart 20 Pfg. «N vringerlohu.

Durch die Post bezogt 2 Mark 50 Pf^

«edaction, ExpediN« und Druckerei:

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Asnts- unÖ 2ln3^i^^blatt für den Tireis tßiefzen.

Hratisöeilage: Hießener Aamilienökälter.

Rnnahmc von Anzergen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr.

Alle Annoncen-Bureaux de» In- und «uslaude» ne^m* Anzeigen für denGießener Anzeiger" <*t*e®,et'

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Lausenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter in allen Orten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der

interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeitig wie

Nr. 53 de» Reichs-Gesetzblatt, au-gegeben am 18. d. M., enthält:

(Nr. 2435.) Bekanntmachung, betreffend die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Ziegeleien. Vom 16. December 1897.

Gießen, den 22. December 1897.

Großherzogliches KreiSamt Gießen.

v. Gagern.

Zum Bezug desGietzener Anzeiger" für das 1. Vierteljahr 1898 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird derGießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrichten- Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem

ort hat.

2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen.

3. Das Gesuch mutz von dem Betreffenden selbst geschrieben fein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird.

4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen:

a. Geburtszeugniß;

b. Sinwilligungs Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein-

c. ein Uubescholteuheitszeuguiß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde aus­zustellen ist-

d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf.

5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, La­teinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will.

6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prü­fung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Ünbescholtonheitszeugniß beizulegeu.

Heber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 Regierungs-Blatt Nr. 27 von 1894) Aufschluß.

Bezüglich des Prüfuugstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf specielle Ladung kann nicht gerechnet "^Darmstadt, den 10. Dec-mber 1897.

Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Kayser.

Möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, des­gleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des An Zigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- rverthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück­sichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch Äie Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, Hausrnrthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuille­ton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff I bieten. Inhaltlich werden wir denGießener An­zeiger" vom 1. Januar 1898 ab in der Weise erweitern, daß derselbe einschließlich derGießener Familien­blätter" täglich mindestens 8 Seiten (2 Bogen) umfaßt. DieGießener Familienblätter" werden vom gleichen Tage ab wöcheutlich 4mal (Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntags) erscheinen und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unter­haltungsstoff aus dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswirthschast bringen, und somit namentlich int Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten.

Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. Januar den Anzeiger kostenfrei zu- gestellt , wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, tote seither, bett Anzeiger weitersenden und den Abonnements­betrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht aus­drückliche Abbestellung erfolgt.

dieser Prüfung ..... , spätestens bis zum L Februar 1898 Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die der unterzeichneten Commission einzureichen.

Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe-> ciellen das Folgende bemerkt:

1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfung« - Com- Mission nur dann einzureicheu, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthalts-

Hochachtungsvoll

Verlag desGießener Anzeiger"

Brübl'sche Univ.-Buch- u. Stemdruckerei (Pietsch & Scheyda).

Bekanntmachung, betreffend ote Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1898.

Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Frühjahr 1898 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses von

Bekanntmachung.

Nach Beschluß der Generalversammlung des laudwirth- schastlichen Bezirk-Vereins Gießen soll der Dezug von Thomas- phoSphatmehl und Kainit durch den aadwirthschaftlichen Bezirk-Verein, jedoch ohne jegliche Garantieleistung durch den Verein, vermittelt werden. ES wird dies unter dem Anfügeu int öffentlichen Kenntniß gebracht:

1. Daß bei Bestellungen von Mitgliedern de- laudwirth- ' schastlichen Bezirk-Verein-, die den Betrag von 40 Mk. nicht übersteigen, die Kosten des Transports der künst­lichen Dünger per Bahn bis Gießen, Grünberg, Hungen, Lollar, Lang-Gön- aus die BezirkSverein-kaffe über«

2) Daß*Bestellungen von Laudwirtheu, welche nicht Mit- Glieder des landwirthschaft'.icheu BeztrkSveretuS sind, ebenfalls au-geführt werden. Dieselben haben aber, wenn sie nicht vorher noch Mitglieder des laudwirth. schastlichen Bezirk-vereivS werden und sich zu diesem Brhufe bei dem Unterzeichneten anmelden sollten, den vollen Kostenbetrag für Au-sührnvg ihrer Bestellungen zu vergüten.

Amtlicher- Theil.

Bekanntmachung.

hiermit zur Kenntniß gebracht, daß für die

SS

Stellvertretern ernannt worden find.

Gieße«, den 22. December 1897.

Großherzogliche- KreiSamt Gießen.

v. Gageru.

3. Daß zur Au-sührung der Bestellaugen rc. eine Com­mission gebildet werden wird.

4. Daß Bestellungen bei dem Unterzeichneten bi» längsten» 15. Januar 1898 einzureicheu sind. m

5. Daß die Zahlung deS Dünger» bei Empfang der Maare alsbald zu erfolgen hat.

6. Daß bet Bestellung eines Waggon- (200 Ctr.

10 000 Kgr.) angeboten find :

a. Thoma-schlackeumehl

in 300 Mk. für 15pCt. Gesammtpho-phorsäure mit 75pCt. SittatlöS- lichkeit und 75pCt. Frtnmehl,

320 w , ISpCt. dto.

, 840 , , 17pCt. dto.

pro Waggon von 10000 Kilo iucl. Sack.

Die Fracht kostet von Oberhausen bi- Gießen 46 Mk. pro Waggon. Rabattvergütuug von 10 Mk. pro Waggon ist zugrstchert.

b. «ainit pro 100 Kgr. 1.50 Mk. bet Bestellung eine- Waggons. Die Fracht kostet von Staßfurt bt- Gießen pro Waggon 62 Mk. Für den Sack L 100 Kgr. find 40 Psg., für den Sack ä 50 «gr. 25 Pfg. zu vergüten.

Die Herren Bürgermeister werden ergebenst ersuch», vorstehende Bekanntmachung tu ihren Gemeinden zu ver­öffentlichen, Anmeldungen entgegeuzunehmeu und längsten« bi- zum 15. Januar an den Unterzeichneten einzuseuden.

Gießen, den 22. December 1897.

_______C. Jost, Reairrunfl-rath i. P., Rechtsanwalt.

~ Mechnachten^

Fröhliche Weihnachten l Da« sei heute unser Gruß an unsere Leser.

Das Kirchenfest, das von allen am meisten zum Volksfest fich gestaltet hat, daS Fest der christlichen Gemeinde, da« ein rechte- Fest des deutschen Hause- geworden ist, bringt Fröhlich­keit und Glücksgefühl mit, und löst bei Jung und Alt, bet Reich und Arm so manchen Baun der Sorge in heiterer FeiertagSfreude aus. Es ist etwa- Großes, wenn jede- Jahr einem ganzen Volke eine solche Festzeit bringt, in der da» uuabläsfige Getriebe de- täglichen Geschäftes und der harten Berufsarbeit vergrffen ist und den Herzen Raum bleibt, ihrem reinsten Empfinden, ihrem schönsten Triebe nachzugeben, Liebe zu üben, fich Liebe erweisen zu lassen, Freude zu bt- reiten und in der Mitfreude an der Freude der Andern fich selbst wahrhaft froh zu fühlen. Und eS ist etwas Große-, daß dieser mächtige Strom der Festfreude, der zu Weihnachten durch unser Volk htndurchwallt, eine Gemeinsamkeit und Einig- keit des SiuneS erzeugt, die wir sonst ost so schmerzlich vermissen. Nicht in den trauten vier Wänden deS eigenen Hause» schließt die Liebe sich ein, nicht au der Freude, die den Hausgeooffen aus den Augen strahlt, läßt sie fich genügen, sie ruft unter den glänzenden Lichterbaum die Heimathloser» und die Einsamen, sie führt au den sorgsam beretteteo Gaben- tisch die Armen und Bedrängten- die himmlische Kunde: Friede auf Erden", in diesen Tagen de» Feste» findet sie trotz allen Unfriedens, der die Menschheit spaltet, eine sicht­bare Bestätigung.

Woher aber stammt die Gewalt, mit der dieses Fest die Gemüther der Menschen umfängt? Bon der alten und ewig neuen Geschichte, die einst auS EngelSmuude den Hirten ist erzählt worden, vou der frohen Botschaft, daß das Herz de» himmlischen BaterS in seinem eingeborenen Sohne fich de« | sterblichen Geschlechte zugenetgt und mit der Welt, die ta Argen lag, Frieden gewacht hat. Zu diesem Quell aller WethnachtSfreude müssen wir uo» hin wenden, wenn wir recht fröhliche Weihnachten erleben wollen. Da» Herz, da» mit der Gewißheit von der ewigen Liebe, die unS hält und trägt, durchdrungen, da» Herz, da» dankbar fich an des Heiland» Krippletn gestellt, und dort das kostbare Unterpfand der ver- söhouog Gotte» und der Welt, der Vermählung vou Himmel und Erde, der Erlösung auS den Banden der Sterblichkett und au» der Knechtschaft der Sünde erkannt hat, da» ist recht bereitet, da» hohe Fest der himmlischen Liebe S» feier«. Gott aber schenke uo» allen zu Weihnachten solch fröhliche» und aläubiae» Herz!---------- --

Politische Wochenschau.

Die Lage tu Ostasten hat fich im Lause dieser Woche insofern weiter entwickelt, al» Rußland nun auch Beran affuug genommen hat, tu die Actiou etozutreteu, indem e» ein Ge- i schwader tu den Hafen von Port Arthur riulaufen ließ. Wir