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25.8.1897 Erstes Blatt
 
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für Hessen genügen. Ob der Anschluß au den Offenbacher Verband der deutschen Genossenschaften oder nach dem Muster Preußen« an eine staatliche Eentralstelle geschehen soll, wird auf einer noch vor der Gründung etnzuberufenden General« Versammlung entschieden. Es sollen demnach über da« er« wähnte Thema in allen Landesthrilen Heffen« belehrende und auskiärende Borträge gehalten werden.

** Die Kroßh. Hesfifchen Steuer-Aufseher haben unter Darstellung ihrer Lage und unter Hinweis aus ihre in den anderen Bundesstaaten günstiger gestellten College» ein ein« gehend motivirteS Gesuch an die Zweite Kammer gerichtet, worin fie bitten, ihnen analog den GehaltSverhältniffen der übrigen, ihnen im Bildungsgrad gletchstehenden Beamten: 1) einen penfiouSfähigen Gehalt, anfangend mit 1200 Mk., welcher alle drei Jahre um 100 Mk. bis zum Höchstgehalt von 2000 Mk. steigt, so daß sie nach Ablauf einer 24jähr. Dienstzeit ihren Höchstgehalt erreichen werden; 2) Tage­gelber für außerhalb ihrer Stationsorte vorzunehmende Dtenstverrichtungen entweder die Hälfte der Diätensätze der Gr. Tteuercontroleure oder je nach Gröhe der Bezirke ein jährliches Diäten-Aversum von 300 bis 500 Mk. zuzubtlltgen. (Hohe Regierung werde solch' gerechtfertigten Bitten bet guter Fürsprache und Vertretung deS hohen Hauses sich gewiß nicht länger mehr «erschließen und denselben völlig Rechnung tragen, zudem ja auch die Finanzen deS hessischen Staate« nach Versicherung Seiner Excellenz de« Herrn Finanz« Minister« nur gute zu nennen sind".)

* Da« Grohh Gendarmerte-Lorp« ist zur Zeit, außer den Offizieren und Oberbeamten, 240 Mann stark, näm­lich 7 Oberwachtmeister und 233 Wachtmeister und Gen« Lärmen. Nach dem neuen Staatsbudget ist eine Vermehrung mm acht Mann, allo auf 248 Mann, beabsichtigt. Von dieser Vermehrung entfallen, lt.Darmst. Tgbl.", zwei berittene «Gendarmen auf Mai^z. Mit den sechs neu zu bestellenden Kußgendarmen sollen im Rodgau und in Seckmauern je eine neue mit zwei Mann zu besetzende Station gebildet, dann die Stationen in Neu-Isenburg und Schöllenbach, welche zur Zett aus nur je einem Mann bestehen, auf je zwei Mann erhöht werden.

Wetterbericht. Ganz Europa wird heute von niederem lehr unregelmäßig vertheiltem Luftdruck bedeckt. Hebet Skandinavien lagert das Ceatrum einer ausgedehnten De« p'ression. Vom westlichen Mittelmeerbecken auslaufend zieht gleichzeitig eine Furche niederen Druckes am Südfuße der Alpen vorüber gegen Galizien und Polen. Innerhalb der- klben ist in der Po-Ebene wieder ein Theilminimum vor­handen. Die Witterung ist allenthalben trüb und regnerisch und sind bereits am Nordfuße der Alpen beträchtliche Nieder- Ichläge gefallen. Die Temperaturen sind gesunken. Zu- l achst noch meist trllbeS Wetter mit Niederschlägen, zumal für den Süden und Osten.

-ö- Altenstadt, 23. August. In dem benachbarten Dorfe Oberau wurde in der verflossenen Nacht in einem Hause tingedrochen und sechszig Mark au« der Kaffe gestohlen, «ährend die betreffende Familie sich bet dem Tanzvergnügen t er Kirchweihe belustigte. Die Auflesäpfel sind in den I-tztcn Tagen tnfolae gegenseitiger Ueberbietung zweier hiesiger Käufer bis zum Preise von lech« Maik per Doppelcentner gestiegen.

§ Au« dem Ohmthal, 23. August. DaS Feld wird bald her, nur vereinzelte Aecker sind noch mit Gerste und Hafer d-kstanden. Da« Erntewetter muß beim Ende der Ernte al« tln äußerst günstiges bezeichnet werden. Nicht eine Aehre ißt auf dem Felde ausgewachsen und doch ist der Regen, wenn auch manchmal etwas verspätet, nicht auSgeblieben. Da« Getreide ist denn auch durchschnittlich recht gut in den

Speicher gekommen. Das beste Ergebntß hat die Winter- frucht, Korn und Weizen, geliefert- auch mit der Gerste kann der Landwirth zufrieden sein, nur der Hafer ist theil« weise dünn im Stande und kurz im Halm geblieben. Alle« in Allem, über den Ausfall der diesjährigen Ernte braucht der Landwirth nicht zu klagen. Ebensowenig die Hausfrau über die Gartenproducte. Größere Mengen an Bohnen und Gurken hat sie wohl selten gepflückt, alö in diesem Sommer. Und wo sie fehlen, da sind namentlich die Gurken zu einem Spottpreise zu kaufen. Nur da» Frühobst fehlt hier gänz« ltch- gibt weder Mirabellen, noch irgend eine andere Sorte von Pflaumen. In der Wetterau und anderen süd­lich gelegenen Gegenden sind auch diese Obstsorten, wie unS eine Tour durch genannte Gegenden zeigte, reichlich gediehen. So kaufte man in der Markthalle zu Frankfurt a. M. baß Pfund Mirabellen im Korbe zu nur 12 und 14 Pfg., Aepfel gibt es auch bei uns noch weniger, wie in der Wetterau, aber die Birnbäume hängen voll. Der Obfthonig wird dem­nach nicht mangeln, wohl aber der Bienenhonig!, da die Imker eine thatsächltch sehr schlechte Honigernte zu ver­zeichnen haben.

A Ulrichstein, 28. August. Ein Maurergeselle von Ruppertenrod hatte baß Unglück, wahrend des Löschen- von Kalk auSzugleiten und in die Kalkgrube zu stürzen. Er fiel mit dem Kopfe zuerst in den Kalkbret. Man zog den Weißgefärbten heraus und brachte ihn auf einem Wagen nach Hause, da die erhaltenen Wunden doch ernsterer Natur waren.

Eilleben, 23. August. Bon einem gräßlichen U n - glück weiß derHall. Zentral-Anz." auS Btschossrode zu berichten. Ein dortiger GulSarbeiter hatte sein vierjährige« Kind mit auf da« Feld genommen, wo er mit der Mäh­maschine Getreide schneiden sollte. Da« Kind versteckte sich, ohne daß der Vater eine Ahnung davon hatte, in daS abzu- erntende Getreidefeld. Plötzlich vernahm der Vater bei der Arbeit einen entsetzlichen Schrei! die Messer der Maschine hatten dem Kinde beide Hände und Füße abgeschnitten. ES starb bald darauf.

* Nadler Weifen nach klassischen Mustern veröffentlichen MeggendorserSHumoristische Blätter": (Schiller.) Kühn in Bausch und Bogen Durch da« fernste Thal, Kommt die Maid geflogen Auf dem Roß von Stahl. Stolz ist ihr Gebühren, Freudig strahlt ihr Blick, Träumend von Gefahren Hofft sie auf ihr Glück. Herzen zu bezwingen Sucht sie alleweil- Mög' ihr gelingen, Fröhlich zuAll Heil!" (Heine.) Du bist, o tapfre Dame Der Radler Königin, Ich sehe Dich au und Wehmuth Kommt lei« mir in den Sinn Mir ist, al« ob ich zum Himmel Sollt beten für Dein Glück, Auf daß von jeder Ausfahrt Stets heil Du kehrst zurück! (Goethe.) Freudvoll, vor Lust toll Sitzt sie auf dem Rad, Eile ohn' Weile Fährt sie auf dem Pfad, Denken unnöthig, Die Fahrkunst nur adelt, Glücklich allein ist Die Jungfrau die radelt l (Rich. Wagner.) Radle nur redlich, Du rosige Maid, Freiheit und Frohsinn führst Du im Geleit, Wandre nur wonnig durch Wald und durch Feld, Grüße die große, die glorreiche Welt!

Universität- - Nachrichten.

Professor OSkar Loew, der vier Jahre lang die Professur für Agricultuichemte an der Universität Tokio verwaltet hat, ist nach D.u'.schland zurückgekehrt. Er nimmt seine Lehrthätigkeit an der Universität München wieder aus. Zu seinem Nachfolger in Tokio ist wiederum ein Deutscher autzer sehen worden. Die Prosessur übernimmt Dr. Bieler, bisher Assistent am agriculturchemischen Laboratorium in Halle.

Jena. Der bisherige außerordentliche Prosessor an der medicinischen Faculiät, Dr. Richard 'Neumeister, ist an6 seinem Lehramte au-geschieden.

verkehr, Ca»ö- «nd V»U»«-irthschast.

Gieße«, 24. August. Marktbericht. Hut dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfb. X 1,20-1.26, Hühnereier pi. St. 6-7 2 St. 13 4, Enteneier 1 St. 7-00 H, Gänse-

eier pr. St. 00-12 X Käse pr. St. 6-8 Käsematte pr. 6t. 8 * Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 27 4, Tauben pr. Paar X 0.66 bi« 0,76, Hühner pr. Stück 0,90 bi« 1,10, Hahnen pr. Stück X 0,60-1,00, Enten pr. Stück X 1,60-1.80, Gänse pr. Pfund X 0,000,00, Ochsensteisch pr. Pfd. 66- 74 H, Kuh und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 Schweinefleisch pr. Pld. 64 bi« 72 4, Schweine« fleisch, gesalzen, pr. Ptd. 76 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 68 60 X Hammelfleisch pr. Pfd. 50 66 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 610 bis 8,00 X, Weißkraut pr. Stück 0- 00 4, Zwiebeln pr. Gentner X 6,008,00, Milch pr. Liter 16 4-

«Vas lehren uns Via dtesiährigen schweren Hagel» schiäge in «üddeutschlandl In groben Tbeilcn Süddeutsch' landS, namentlich Würtlembergß und beß Elsas«, sind im Juli über­aus schwere Hagelwetter niedergegaugeu, welche ungeheuren, nach vielen Dutzenden von Millionen zu schätzenden Schaden an den Feld' srüchten, in den Obst- und Rebenanlagcn angerichtet haben. Die Hagclschläge in Württemberg sind desrbalb ganz besonders lehrreich, als sie in einer sogen,hagelsichcren" Gegend niedergegangcn sind, in welcher sich die überwiegende Mehrzahl der Bauern darauf ver­lies«, das; dortnicmalß" hageln wird.

Die Folge der schrecklichen Verwüstungen auf dftOOO Hcctar württembergischen Landcß ist, das; nun unzählige Landwirthe, die ihre Pflicht der Hagelversicherung verabsäumt haben, mehr oder- weniger vor ihrem R««in stehe«; und nun zum Hagelbettel greisen müssen, nm sich über Wasser zu halten. Auch «in Elsas; sind fast alle geschädigten Landwirthe nicht versichert gewesen.

Wen«; der Appell an die öffentliche Wohlthätigkeit zur Unter- stühnng der vielen schwer geschädigten sogen. Zlvergwirthe auch sehr augemeffen erscheint, so liegt doch für die gröberen Bauern der betr. Gebiete eine schwere Dcmülhigung darin, das; sie nun als Folge ihrer schwere«; Pflichtversäumnis; ein Almosc«; vo«; ihre«; Mitbürgern annehme«; müssen.

Hoffentlich wird die i«t de«; schweren Schäden dieses IahrcS liegende harte Lehre a««ch in; weiteste,; Umfang beherzigt und wende«; sich auch die Landwirthe jener Gegende«; der Hagelversicherung zu, welche bißher alshagelsicher- galten.

ES gibt eben absolut keine hagelsicheie Feldmark in Deutsch land und je länger eine Gegend vom Hagel verschont gebliebe»; ist, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, das; bald em um so schwerer Schaden sie treffe«; wird. Die diesjährige«« Schäden Württembergs liefern einen neue«; Beweis für die Richtigkeit dieses Ersahrungß- satzcß, den«; gerade die an; schwerste«; betroffenen Gebiete sind solche, für welche die Statistik vißhcr eine«; Hagelschade«« nicht auf- weisen konnte.

Gerade jetzt, angesichts der argen Verwüstungen, sollten alle hierzu Berufene,; durch Wort und Schrift der landbautreibeuden Be völkeruug, welche der Hagelversicherung noch fern sieht, den unend­lichen Segen derselben vor Augen führen und namentlich Alles aus bieten, um den Glauben an die sogen.Hagelsicherheit" einer Gegend ju zerstören, da diese in das Fabelreich gehört.

In Deutschland giebt keine Feldmark, welche nicht dem Hagelschlag ausgesetzt wäre!

Temperatur der Lahn und Lust «mchReaumur gemessen am24.August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag«: Wasser 14'/,», Lust 14".

Rübsamen'sche Badeanstalt.

lieber Nutrose.

von ärztlicher «eite wird geschrieben;

Es hat sich Resorption und Ausnutzung der Nutrose al« sehr vollkommen gezeigt. In kelnem Falle wurden üble Weben« Wirkungen irgend welcher Art beobachtet, insbesondere ketnerlet Reizung dev MagenS oder Darms, was um so höher tnS Gewicht fällt, als die Patienten, bei denen Äntrof« verwendet wurde, durch­weg an Erkrankungen der BerdauungSorgane litten." Rutrose ist besonders geeignet zur kräftigen Ernährung von Recouvalevcenten, schwächlichen Kindern, Blutarmen, Magenkianken rc. In Schachteln i\ 100 Gramm ausreichend für etwa 16 Mahlzeiten durch alle Apotheken, sowie Droguenhandlungen usw. zu beziehen. Einzige Fabrikanten: Farbwerke Höchst i. M. 6846

Prospekt.

Mk. 1,000,000. 3lA%ige Anleihe der Provinzial- Hanptstadt Gießen vom Jahre 1897.

Auf Grund de« Beschluffe« der Stadtverordneten vom 24. Juni 1897 und der Genehmigung de« Großherzogiich Hessischen Kreisamts Gießen -- ertheilt am 2. Juli 1897 hat die Stadt Gießen zur Rückzahlung eines 4°/yigen Anlehens von «X 500,000. v. I. 1887 und zur Bestreitung außerordentlicher Ausgaben des Rechnungsjahres 1897/98 ein Anlehen von JL 1,000,000. in 31/2°/ot0en, auf den Inhaber lautenden Schuld­verschreibungen ausgenommen.

Dieselben sind eingetheilt in

St. 200. Lit. V. M 100.. JL 20,000..

150. W. 200.. 30,000..

400. X. 500 200,000.-.

450. Y. 1000.. 460,000.-.

150. Z 2000.. 300,000..

X. 1,OOO,OUO. .

Die Tilgung der seitens der Gläubiger unkündbaren Schuldverschrei­bungen erfolgt, am 15. Mai 1903 beginnend, mit jährlich 2 vom Hundert befl Nennwerth« des Anlehens. Die heimzuzahlenden Schuldverschreibungen werden durch Ausloosung bestimmt, welche jeweils im Monat Januar z uerst im Januar 1903 ftattfindet und jeweils vor dem 15. Februar e rstmals vor dem 15. Februar 1903 bekannt gemacht wird. Die Stadtgemeinde Gießen ist berechtigt, vom 15. Mai 1903 an die Tilgung z:u verstärken oder das ganze Anlehen nach vorhergegangener, mindestens dreimonatlicher Kündigung zurückzuzahlen.

Das Ergebniß jeder Ausloosung, etwaige Kündigungen sowie alle sonstigen das Anlehen betreffenden Bekanntmachungen werden im Deutschen Reichs- und Königlichen Preußischen Staatsanzeiger, in der Frankfurter Zeitung, dem Gießener Anzeiger und der Darmstädter Zeitung veröffent- iücht. Für die Sicherheit der Anleihe haftet die Stadt Gießen^mit ihrem gegenwärtigen und zukünftigen Vermögen und mit ihrer Steuerkraft. Worzugsrechte dieser Anleihe gegenüber früheren Anleihen der Stadt Gießen o''der umgekehrt bestehen nicht.

Die am 15. Mai und am 15. November, erstmals am 15. Mai 1898 fälligen Zinsscheine, sowie die verloosten bezw. gekündigten Schuldver­schreibungen, werden bei der Stadtkaffe Gießen und den unterzeichneten Banken bezahlt, bei welchen auch die kostenfreie Erneuerung der Ztnsscheine seiner Zeit erfolgt. Ausgelooste und gekündigte Anleihescheine verjähren in 10, fällige Ztnsscheine in 5 Jahren vom Tage der Fälligkeit an gerechnet. Die Stadt Gießen besitzt nach dem genehmigten Voranschlag für 1897/98 ein Vermögen von «X 7,513,160.98 und Schulden im Be­trage von 6,299,409.89.

Gießen, 30. Juli 1897.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.

I. Die unterzeichneten Banken haben obige Jl. 1,000,000. 3'/,°/o* Anleihe der Provtnzial-Hauptstadt Gießen vom Jahre 1897 über­nommen , durch Bekanntmachung vom 12. Juli 1897 den Besitzern der Obligationen des 4%tgen Aülehens von 500,000. vom Jahre 1887 den Umtausch in Obligationen obiger Anleihe angeboten und legen jetzt den Restbestand unter nachstehenden Bedingungen

-- am 28. August 1897 =:

zur Zeichnung auf.

Der Zeichnungspreis ist auf 100,50 für Hundert Mark Nominal festgesetzt abzüglich 3*/^ % Stückzinsen vom Tage der Abnahme der Stücke bis zum 15. November 1897 und zuzüglich Vz Schlußscheinstempel.

Die Zutheilung wird von den Zeichnungsstellen nach freiem Ecmeffen bestimmt.

Die Abnahme und Zahlung der zugetheilten Obligationen hat am 2. September 1897 bei der Zutheilungsstelle zu erfolgen.

Die Anleihe wird an der Börse zu Frankfurt am Main zur Rotirung gebracht.

II. Die für obige Anleihe im Umtausch gegen Obligationen de« 4% Anlehens von 1887 bereits ausgegebenen Jnterimsscheine werden vom heutigen Tage ab bei den unterzeichneten Stellen in definitive Stücke umgetanscht.

Frankfurt a. M., den 23. August 1897.

Deutsche (tzcuossenschaftSbank Mitteldeutsche (Kreditbank, v. Soergel, Parrisius IX Co.

Cowmandite Frankfurt a. M. 7905

Der von mir untern; 4. August 1897 gegen den Korbflechter (Yeorg Klein von Marburg erlaffene Steckbrief wird hiermit als erledigt zurückgezogen. 7906

Limburg, den 21. August 1897. Der Erste Staatsanwalt.

Versteigerungen.

Versteigerung.

Mittwoch, den 1. September, Nach­mittag« 2 Uhr, versteigere ich im Pland- local SelterSweg 11 gegen Baarzahlung:

Klavier, Verticow, GlaSfchrank, Sopha und2zweithür Kleiderfchränke-

Gießen, den 24. August 1897.

7910 Vtald), VtoUUebnnaabeamter.

AM. Schlachthaus.

Freibank. 7894

Heute und morgen:

Zchmeineffelsch nicht ladenrein, per Pfd- Vffl» Pumpernickel '°U«' «. A W. Wallenfels, 892

Markt 21. Telephon 46.

Behördliche Anzeigenl