schäft, ferner die Vereine von Bad-Nauheim, LaunSbach, . Ufingeu, Rauschenberg, LaSphe, Lollar, Wteseck, Lich, Anspach, Heuchelheim, Daubringen, Biedenkopf, Rodheim a. d. Bieber, Friedberg, Hungen, Nidda, Butzbach, Wölfersheim, Srüuberg, Lauterbach, Alsfeld mit im Ganzen 29 Vereinen. Preise erhielten: 1. Adolph Schäfer, M.-T. B. Gießen, 31 Punkte. 2. Karl Kreiling, Wteseck und Otto Beckel, Marburg, 29 P. 3. A. Eger, T.-B. Gießen, 28'/, P.
4. Wtlh. Weigel, Biedenkopf und Karl Schweighöfer, Usingen, 28 P. 5. Hrch. Staut, Wetzlar, 27 P. 6. Frtedr. Kltukel, M.'T.'B. Gießen, Hrch. Leib, Krofdorf und Hrch. Erle, Ufingen 26'/2 P. 7. Hrch. Pieper, T.-V. Gießen, 26 P. 8. Hrch. Schmidt, T.-B. Gießen und Gerhard Groh, Wetzlar, 25'/, P. 9. Moritz Oppenheimer, Anspach, 24'/, P. 10. Th. Ernst, Anspach, Hrch. Peter, T.-V. Marburg, Karl Hörr, LaunSbach, Wilh. Löbe, T.-V. Marburg, und Karl Wagner, Nidda, 24 P. 11. Gustav Mühl, M. T.-V. Gießen, 23'/, P. 12. W. Brühl, T.-V. Gießen, Rudolf Hahn, M.-T.-B. Gießen, Max Engelbrecht, T.-V. Marburg, und Heinrich Schmidt, Grüuberg, 23 P. 13. Fritz Kolb, T.-V. Marburg, 22'/, P. 14. Ferdinand Hein, Friedberg, Just. Bromm, Rauschenberg, Joh. Müller, Wetzlar, und Karl Erb, T.-B. Gießen, 22 P. 15. Emil Wahl, Butzbach, atud. Gchnedter, A. T.-B. Marburg, und Ehr. Livsenmeyer, Wetzlar, 21'/, P. 16. Gottlieb Kujus, T.-V. Marburg, und Wtlh. Hörr, LaunSbach, 21 P. 17. Hch. Brauer, T.-B. Marburg, 20'/, P. 18. Friedrich Roth, Lasphe, und Wilh. HeneS, Bad-Nauheim, 20 P. Bet Ueberreichung der Diplome bemerkte Gauturnwart Schneider-Marburg, daß man bei der hohen Anforderung der deutschen Werthung und ungünstigen Terratnverhältnisse deS Krosdorfer Turnplatzes bei der PreiSvertheilung um fünf Punkte habe heruntergehen müsse»- er forderte die PreiSturner auf, fleißig zu üben, damit in Biedenkopf und Homburg der Gau zeigen könne, daß Tüchtiges geleistet werde.
• • Aerzte Berfammlung. Am Dienstag den 8. Juni d. I. findet in Marburg die diesjährige Versammlung mittel- rheinischer Aerzre statt.
* * Gesellschaft für Volksbildung. In der letzten, in Berlin stattgehabten Sitzung des CentralauSschusseS der Gesellschaft für Volksbildung unter Vorsitz deS Abg. Rickert wurde der Jahresbericht festgeftellt. Danach zählt die Gesellschaft zur Zeit 1115 körperschaftliche und 2963 persönliche, zusammen 4078 Mitglieder. Das Vermögen der Gesellschaft beläuft sich auf rund 300,000 Mk. Im Berichtsjahre sind 120 Vorträge auf Kosten der Centralstelle gehalten und 206 Bibliotheken durch unentgeltliche Zuwendung von 8088 Bänden begründet und unterstützt worden. Außerdem hat die Gesellschaft in der bisherigen Weise durch ihre Zeitschrift und Broschüren die freiwillige Btldungsarbett gefördert. Die Hauptversammlung der Gesellschaft findet am 8. und 9. Juni in Halle a. S. statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: 1) Volkshochschulen, Berichterstatter: Dr. Max Hirsch Berlin, UnioersitätSprofesior Dr. Uphues-Halle a. S. 2) Elternabende, Berichterstatter: Schulinspector Trebst-Halle a. S. 3) Der Lehrplan der Volksschule und seine Reform, Berichterstatter: Lehrer I. TewS-Berltn. 4) Dichter- und Tondichter-Abende, Berichterstatter: Dr. Raph. Loewenfeld- Berlin. Der Ausschuß beschloß, der Hauptversammlung ein Preisausschreiben zur Reform des Volksschullehrplans vorzuschlagen. Der Gesellschaft find im Laufe deS Jahres 1896 6561 und feit Januar 1897 bis jetzt 3216 Bände und Hefte unentgeltlich zugewandt worden. Da ein Theil dieser Bücher für Volks- btbliotheken nicht geeigvet ist, so wird beschloffen, diese Bücher strebsamen Volksschülern der oberen Klaffen und Fortbildungsschülern durch ihre Lehrer zuzuwenden. Schullesebücher, Lehrbücher und Leitfäden für den Schul- und Selbstunterricht sind der Gesellschaft für diesen Zweck hoch willkommen.
* * Man schreibt uns: Der Cougreß für innere Medici» wird in diesem Jahre unter dem Präsidium deS Geheimrath v. Leyden nach langer Pause wieder in Berlin abgehalten, wo er zum letzten Male vor 13 Jahren zusammengetreten ist. Die Verhandlungen werden sich über eine große Zahl von Thematen erstrecken, denen die höchste wiffenschaftliche und praclische Bedeutung zukommt- ganz besonderes Jntereffe werden die beiden, auf Aufforderung deS Vorstandes gehaltenen Vorträge des Geheimrath Liebreich über die Ziele der modernen medtcamrntöfen Therapie und des Geheimrath Behring über experimentelle Therapie finden. Auch die Referate über aktuelle und wichtige Fragen, wie fie auf jedem Congreffe für innere Mission erstattet werden, erfordern Beachtung: so über den chronischen GelenkrheumatiS- muS, über Epilepsie, über Basedow'sche Krankheit- und unter den mehr als fünfzig betragenden angemeldeten Vorträgen ragen viele durch die Wahl des Stoffes und die Persönlichkeit der Vortragenden hervor. Die diesmalige Tagung des Son- greffeS wird fich von früheren dadurch unterscheiden, daß eine eigene „Demonstrations-Sitzung" stattfindet, in welcher ausschließlich seltene Krankheitsfälle und besondere experimentelle Demonstrationen oder wiffenschaftliche Präparate vorgeführt werden- so wird Herr Profeffor Ewald (Straßburg) dieselben Thiere sowohl vor als nach Großhirnoperationen demonstriren. Des wetteren wird mit dem Congreffe im Archttectenhaufc eine Ausstellung von wiffenschaftliche» In- strumenten, Krankenpflegeapparaten, Arzneipräparaten und Krankennahrungsmitteln verbunden sein, welche unter Leitung der Herren Geh. Obermedtctnalralh Schaper und Privat- docent Mend elf ohn gerade die Berliner Leistungen auf diesen Gebieten vorzuführen sich bestrebt. Auch hat das Berliner Localcomitä durch Herrn Privatdocenken Pagel, den bekannten medtctnischen Historiker, eine Festschrift: „Die Entwicklung der Medictn in Berlin" abfaffen lassen, welche, mit authentischen, zeitgenössischen Porträt- der Hauptvertreter der medtcinischen Vergangenheit Berlins geschmückt, eine ' bisher noch nicht vorhandene Darstellung des Entwicklung-- I gange-, welchen die Medictn in Berlin genommen hat, gibt, und den Cougreßtheiluehmeru al- Festgabe überreicht werden '
soll. So bietet dieser Congreß, für welchen Einladungen au eine Reihe hochgestellter Persönlichkeiten ergangen find, deren Theilnahme zu erwarten steht, vieles BemerkenSwerthe darund besonderer Dank gebührt auch noch der Generalinteudanz der Königlichen Schauspiele, welche in einer eigenen Festvorstellung im Neuen Königlichen Operuhause (Kroll) die auswärtigen Gäste begrüßen wird.
• * Die Sillfuhruag ermäßigter Tarife für frische- Obst ist in den letzten Jahren wiederholt gefordert worden. Wir erwähnen nur den vorjährigen Beschluß deS Bezirks-Eisen- bahurathS Frankfurt, den Antrag Knebel uud Genossen im preußischen Landtage, den s,f8jat)rigen Beschluß deS Landes- Oeconomte Collegiums. Die Forderungen richteten fich aber zumeist auf Erleichterung des Obst-Versandtes innerhalb Norddeutschlar ds nach den großen Städten und Jnduftriebeztrken. Die Handelskammer Wiesbaden hat in ihrer letzten Sitzung auf Antrag des Hrrrn Cowmerzienraths Koch tu St. Goarshausen nunmehr beschlossen, beim Minister der öffentlichen Arbeiten die Einführung von Ausnahmetarifen für frisches Obst nach Württemberg zu befürworte». Württemberg bezieht wohl von allen deutschen Gebieten verhältniß- mäßig am meisten frisches Obst. Der Empfang von deutschem frischen Obst und Gemüse belief fich 1894 in Württemberg auf 40013 Tonnen, 1895: 35231 Tonnen, von ausländischem frischen Obst und Gemüse 1894: 29 758 Tonnen und 1895: 29 347 Tonne». Eine Frachtermäßigung würde den Versandt von mittel- und norddeutschem frischen Obst nach Württemberg sicherlich bedeutend hebe» können. Vor Allem könnten das Großherzogthum Hrffen und die Provinz Heffrn- Naffau, auch die Rheinprovinz daraus Nutzen ziehen, geht doch die Hauptmasse des aus Heffeo-Naffau versandten Obstes schon jetzt nach Württemberg (1893 von 11 693 Tonnen allein 4448 Tonnen, 1894 von 14039 Tonnen allein 7924 Tonnen, 1895 von 7253 allein 2300 Tonnen).
* • Hessische Jäger. Alle ehemaligen Jäger, welche im 1. Gr. Hess. Jäger-Bataillon gedient haben, werden ersucht, ihre Adreffen umgehend dem Vorstand des Veteranen- und Militärvereins in Friedberg mittheileu zu wollen. Die alte Garntsonstadt Friedberg rüstet sich, um mit ihren Jägern ein Wiedersehen zu feiern. Eine große Zahl ehemaliger Jäger hat bereits ihr Kommen zugesagt, um mit den Waffen- brüderu nach langer Trennung die Erinnerung an gemeinsam verlebte ernste und frohe Stunden wach zu rufen, und die treue Kameradschaft, welche in der Garnison oder auf den Schlachtfelder» geschlossen wurde, zu erneuern. Der Veteranen- und Militärverein hat die Vorbereitungen in die Hand genommen, und in Verbindung mit seinem füuund- zwanzigjährigen Stiftungsfest, und dem Bezirksfest wird die Feier am 18. und 19. Juli lfd. IS. mit der Vorfeier am 17. Juli Abends stattfinden. Als Festplatz ist der ehemalige Exerzierplatz, die Seewiese in Aussicht genommen. DaS große Fest-Comitö hat vor einigen Tagen feine erste Sitzung im Hotel Trapp abgehalten, in welcher die Vorfitzenden der einzelnen Commiffionen Berichte über ihre seitherige Thätig- keit erstatteten, au- denen hervorgtng, daß man wacker an der Arbeit ist, um den Gästen einen herzlichen Empfang und frohe Stunden zu bereiten. DaS Ehrenpräfidium haben die Herren Geh. Reg.-Rath Dr. Braden, Bürgermeister Stein- häußer und Major Laukhard übernommen.
* • Wetterbericht. Das Barometer ist über Europa noch weiter ziemlich rasch gefallen und weist die Luftdruck- Bertheilung bei im allgemeinen geringen Druckunterschieden zahlreiche kleinere Unregelmäßigkeiten auf. Unter dem Einfluß solcher kleiner Theil-Depresfionen hat sich der Himmel bet uns stark bewölkt und treten namentlich i» den Westalpen Niederschläge auf. Die Temperaturen haben fich in Centraleuropa gegen gestern wenig geändert. — Voraussichtliche Witterung: Bei wechselnder Bewölkung mildes Wetter mit stellenweise» Niederschläge» und einzelnen Gewittern.
4- Nidda, 23. Mai. Am 9. Juni, Mittwoch, findet in den Räumen des Gasthauses „zum GambrtnuS" dahier, von 11 Uhr Vormittags ab, die diesjährige Hauptversammlung des Vogelsberger HöhencubS statt- nach derselben werden fich die Mitglieder zu einem gemeinsamen Mittagsmahl in der „Traube" versammeln. Don 6 Uhr ab findet im Garten der Kraft'schen Brauerei Concert statt, zu welchem auch Nichtmitglieder willkommen sind.
-§- AuS dem Vogelsberg, 21. Mai. In viele» Orte» treten in diesem Frühjahre öfter- Erkrankungen des Rindviehes, besonders der Kühe, auf, die aber nicht mit der Maul- und Klauenseuche Bezug haben. Diese Erkrankungen bestehen zur Hauptsache in Verdauungsstörungen, Blähungen, die das sogenannte Dickwerden im Gefolge haben. So mußten mehrfach Kühe gestochen werde», um das Zerplatzen derselbe» hintan zu halten. Jedenfalls sind diese Erkrankungen auf den Wechsel in der Fütterung zurückzuführen. Die schlechte Beschaffenheit deS DörrfutterS im Winter im Verein mit der nun begonnenen Grünfütterung, sowie die extremen WitterungSverhältuiffe mögen hier die Ursache sein. — Unter den Leuten grasfirt in dem jetzigen Mai die Influenza in einer Ausdehnung, wie fie wirklich als auffallend bezeichnet werden muh. Dabei ist der Character der Krankheit ein entschieden bösartigerer, als wie in den vorauSgegangenen Jahren mit Ausnahme des Jahrgangs, in dem fie zum ersten Mal auftrat. Die Dauer der Erkrankung ist meist eine längere- wochenlang währt es, bis die Erschlaffung des gesummten Organismus wieder behoben erscheint. Auch find der Seuche schon Personen zum Opfer gefallen. Unter de» Kindern tritt die Krankheit gleichfalls auf, nur find hier ihre Folgen keiueSfollS fo nachhaltig und angreifend, anders würde auch der zartere Organismus der Kinder weniger sich standhaft erweisen.
D Darmstadt, 21. Mai. In großem Leichenzuge, vor allem durch die Mitglieder der Freimaurerloge gebildet, trug man heute de» ehemalige» Hostheaterdirector, Geh. Hofrath Wü»zer zur letzte» Ruhestätte auf dem alten Friedhöfe. Logetmngehörige trüge» auch den Sarg zur überaus reich mit Blume» und Kränzen geschmückten Gruft. Die Grabrede
hielt »ach Choralmufik und Chorvortrag durch den Hoftheaterchor Licentiat Dr. Diehl über daS Wort deS Propheten JeremiaS „Ein Weiser rühme fich nicht seiner Weisheit usw.", dessen Wahrheit fich jetzt wieder tn erschütternder Weise erwiesen habe und schilderte Wünzer als einen allezett hohen, ideale» Zielen gehuldigt habenden trefflichen Künstler, als tüchtigen Character und gläubigen Christen. Nach Beendigung der religiösen Feier begann unter entsprechenden Ansprachen die Niederlegung von prächtigen, mit Inschrift versehenen Kränzen NamenS des Großh. HoftheaterS, der Hofmufik, deS HoftheaterchorS, der hiesigen Loge Johanne- der Evangelist zur Eintracht, der Großloge zur Eintracht, des MufikvereinS, in welch letzterem Wünzer am 16. d. M. zum letzten Male mit Vortrag eines Prologs öffentlich aufgetreten war. Hostheaterdirector Werner meinte, daß als Künstler von dem Dahingegangenen da» Wort gelte: „Er war ein Man», nehmt Alles nur in Allem . . .** und rühmte dessen hohe Verdienste um daS Hoftheater, namentlich auch sein großes Organisationstalent. Kaufmann Egenolf widmete NamenS der hiesigen Loge dem Heimgegangenen, treuen Bruder, einst Meister vom Stuhl, herzliche Abschiedsworte und warf ihm, nach Spendung eines Kranzes, nach maurerischem Brauche drei Rosen (Glaube, Liebe, Hoffnung) in die Gruft nach. Seiten- der Großloge zur Eintracht sprach Justizrath Dr. Weber von Offenbach, da- Wirken des Verstorbenen um ihre Sache in hohem Maße anerkennende Worte. Die würdig-ernste Feier war mit einer Ansprache seitens des Präsidenten des Musikvereins Otto WolsSkehl, der die allezeit gern durch Wüozer gewährte künstlerische Bethätignng im Verein dankend anerkannte, zu Ende.
Worms, 20. Mai. Die hiesigen Großh. Directione» der höheren Schulen machen bekannt, daß ihrem Anträge auf Einführung der früheren Ferienorbnug stattgegedeo ist. Die Schulen haben Ferien vom 6. bi- 9. Juni, vom 4. Juli bis 1. August und vom 26. September bis 10. October. Damit ist auch der Wunsch vieler Eltern erfüllt.
Klein Bieberau, 21. Mai. Wenn es seither den Anschein hatte, als ob die Seelenzahl des benachbarten kleinen Ortes Webern im Rückgang begriffen sei, so ist diese Befürchtung jetzt gegenstandslos geworden, indem innerhalb eines Vierteljahres in dem nur neun bewohnbare Gebäude besitzende» Orte der Storch in drei Familie» Zwillinge gebracht hat.
X. A»8 dem Odenwald, 23. Mai. Die Generalver- sammlung des Odenwald-SlubS fand heute in Michelstadt unter einer Betheiliguug von an 370 Club- Mitgliedern statt. Michelstadt war in einen Birken- und Fichtenhain mit wehenden Fahnen verwandelt. Der Club zählt jetzt 50 Sektionen mit Über 3500 Mitglieder»- seine Sache ist in stetigem Wachse» begriffen.
17. Hessischer Feuerwehrtag.
nn. Heppenheim, 22. Mai 1897.
In dem an der Bergstraße so herrlich gelegenen Heppenheim fand heute der 17. Hessische Feuerwehrtag statt. AuS diesem Anlaß hat die Stadt ihr schönste- Fest- gewand angelegt. Sämmtliche Straßen prangen tn Fahnenschmuck und Tannengrün und auf dem prächtig inmitten ber Stadt gelegenen Festplatz, der Raum für mehr al- 3000 Festgäste umfaßt, find eine Reihe von Ehrenpforten für den würdigen Empfang der Feuerwehrmänner Heffens, die jederzeit bereit find, mit ihrem Leben für den Schutz unsere- materiellen E'genthum- einzutreten, errichtet. In der Nähe des Fest- platze-, in dem Hof des'Realschulgebäude-, ist eine Au-- Rettung von Feuerwehr-Requisiten veranstaltet, die durch ihre Reichhaltigkeit und Solidität der Ausführung daS Auge bt« Fachmannes und deS Laie» in reichstem Maß: fesselt.
Um 12 Uhr begannen im Gasthof zum H'rsch die ver- Handlungen des LandeS-AuSschusseS unter dem Vorsitz de- BranddirectorS Pricken-Mainz, wobei Organisationsfragen u. f. w. die Tagesordnung bildeten.
DaS Hauptinteresse des heutigen Tage- bildete die Delegirten-Dersamwlung, die Nachmittags um '/,3 Uhr unter dem Vorsitz deS BranddirectorS Pr icken-Matnz tm Gasthaus zum Hirsch stattfand. Erschiene» waren die Vertreter von 48 Feuerwehren auS Starkenburg, auS Oberhessen 13 und auS Rheinhkffen 21. Außerdem waren noch anwesend Herr KreiSrath v. Grancy, Geh. Rath Hechler, Bürgermeister Höhn und KreiSamtmann v. Wer »her. Vor Eintritt in die umfangreiche Tagesordnung brachte der Vorsitzende et» dreifaches Hoch auf Se. König!. Hoheit den Großherzog au», das begeisterten Widerhall fand. KreiSrath v. Granctz begrüßte die Versammlung NamenS der Großh. Regierung mit trefflichen Worten, dabet den Wunsch ausdrückend, daß die heutigen Verhandlungen zum Segen der hessischen Feuer- wehren dienen möchten. Bürgermeister Höhn begrüßte die Delegirten im Namen der Stadt Heppenheim und hieß dieselben von ganzem Herztn willkommen.
Nach Mittheilung des Vorsitzenden wird der nächste deutsche Feuerwehrtag im Jahre 1898 zu Charlottenburg abgehalten. Ferner habe die BrandverficherungSkammer zur Deckung der Kosten für die Herausgabe einer Statistik über die hessischen Feuerwehren den Betrag von 800 Mk. bewilligt, wofür derselben Dank ausgesprochen wurde. Ein Antrag der rheinhessische» Feuerwehren betr. die Thättgkeit der KreiSfeuerwehr-Jnspectoren in Bezug auf Förderung deS freiwilligen LöschwesenS rief eine lebhafte Debatte zwtsche» den Feuerwehr Jnfpectoren Schmuck- Oppenheim und Keller- Mainz hervor, weil Ersterer die Pflichtfeuerwehren den frei- willigen Wehren vorzog und mit dieser Ansicht daß Mißfalle» der Versammlung erregte. Beschlossen wurde, öfter al» seither KretSfeuerwehrtage abzuhalten. Eme Anfrage über die Erfahrungen beim Umbau von Druckspritzen zu Saug- und Druckspritzen wurde dahin beantwortet, daß hiervon wegen der Unsicherheit de- Erfolge- und der verhältnißmäßig hohen Kosten möglichst abzusehen sei.
Ein Antrag der Feuerwehr Michelstadt, bei Großh. Regierung dahin zu wirke», daß auch die Lehrer zur Pflicht-


