sich im Mai mit Millionen kurzgestielter, wohlriechender Blüthen, denen erst später das schön entwickelte, lebhaft grüne Laub, da- zur Herbstzeit sich lange grün erhält, folgt.
In einem wonnigen Cedernhain, völlig versteckt und abgeschieden, ließ Leo XIII. sich einen Pavillon errichten, in dem er au-rubt von seinen Spaziergängen und in völliger Abgeschiedenheit und allein, ungestört und unbelauscht sinnt, notirt und arbeitet. Höchst einfache Möbel erblickt man durch die Gla-thür und die Fenster sind mit grünem Tuch verhangen
Des Papstes Freude sind die Weingärten, deren er mehrere anlegte und selbst leitete. Der Weingarten Pius IX. ist verschwunden. Diese Weingärten sind in der That mustergültig gepflanzt und gepflegt und man sieht, wie sehr sie ihm ans Herz gewachsen sind, denn sie strotzen von Gesundheit und sind vollbehangen mit schwellenden Beeren. Es werden viele Tafeltrauben, aber auch Weintrauben, gezogen, an Spalieren, an Borden, in Strauchform und an der sehr langen, schönen und sauberen Pergola. Die Sorten, welche hier gezogen werden, blieben mir leider ein Geheimniß. Wundervolle Obstpyramiden-Gärten und saubere Gemüse- abtheilungen vollenden diese modernen, hochvornehmen und geschmackvollen Anlagen, die eine Zierde Roms, leider wenig zugänglich sind.
Friedlich senkte sich die Nacht hernieder über die Riesenpaläste, feierliche Stille ringsumher, denn das Getöse der Weltstadt dringt kaum bis zu diesen Höhen und blauer und violetter Nebeldunst lag auf den Hügeln Roms, als die Thore des Vatikans sich hinter dem dankbaren Wanderer schlosien.
Cocales rsird prooinjieHts
Gießen, den 23. November 1897.
•• Heilanstalten in Großherzsgthum. Nach einer soeben veröffentlichten Zusammenstellung der Centratstelle für Lande-- statifnk gab es tm Jahre 1896 in Heffen 32 öffentliche und 13 Privat Krankenhäuser, in letzteren find nur die Privat- onftalten inbegriffen, welche 11 und mehr Betten haben. Bon den 32 öffentlichen Heilanstalten entfallen 16 auf Starkenburg, 9 auf Oberheffeu und 7 auf Rheinheffen. An Privatanstalten hat Starkenburg 2, Oberheffeu 8 und Rheinheffen 3. Die Zahl der Betten betrug in sämmtlichen Krankenhäusern einschließlich der Privatanstalten 2699. Verpflegt wurden daselbst 11761 männliche und 9333 weibliche Personen. Die BerpflegungStage der männlichen Kranken betrugen 321 231 und die der weiblichen 276 688. Entbindungsanstalten (allgemeine) hat Hessen zwei und zwar je eine in Gießen und Mainz. Letztere Anstalt besaß 1896 36 Betten und eine Frequenz von 276 Entbundenen, erstere 59 Betten und 406 Entbundene. In beiden Anstalten wurden in genanntem Jahre 693 Kinder geboren, davon rodtgeboreu 43 und gestorben 35. Die Zahl der Irrenanstalten betrug in Hessen drei (Privatanstalten keine) mit 1423 Betten und 812 männlichen und 760 weiblichen Irren. Die Zahl der Verpflegung-- tage betrug 235284 für männliche und 222326 für weibliche Irren.
h. Burg-Grafenrode, 21. November. In der gestrigen Nacht gegen 3 Uhr wurde die hiesige Feuerwehr abermals durch Feuerlärm aufgeschreckt. Es war diesmal die Scheuer des Konrad Hieronymus, welche nebst Inhalt in Asche gelegt wurde. Nachdem erst am 17. ds. MtS. die Hofraithe des Georg Kcß, wie bereits gemeldet, zum großen Theil niedergebrannt ist, dürfte die Vermuthuug einer böswilligen Brandstiftung sehr nahe liegen.
X. Darmstadt, 22. November. Im BerkehrSgebiete der ehemaligen Hessischen LudwigSbahn gibt eS eben sehr viel bessernd und ausbauend zu thun. Auf der vielfrrqueu- litten Strecke Darmstadt-Mainz werden gegenwärtig GeleiS- umbauten vorgenommen, die zusammen 6,8 Kilometer GeleiS umfassen. In Stetnheim, dem EmgangSpunkk in den vorderen Odenwald, ist ein stattliches neues Stationsgebäude im Aeußereu in der Hauptsache vollendet.
□ Darmstadt, 22. November. In daS Gebiet der peloponuestschen Bildhauerkunst von Polhklet bis Lysipp führte unS der heutige Vortrag de» Herrn Dr. Ferdinand Noack. Poliklet von ArgoS, dessen künstlerische Thäiigkett zwischen 440 und 390 v. Ehr. fällt und der in der Ueberliefecung des AlterthumS dem PhidiaS gleichgestellt erscheint, hat nach allgemeinen Proportionen für die Darstellung des menschlichen Körpers gesucht und seine Ergebnisse in einem „ftanon* niedergelegt. Bon seinen Werken find nur Gopten auf unS gekommen, so eine römische der Statue des SpeerträgerS oder DoryphoroS, jetzt im Museum zu Neapel, der die genaueste Abwägung der Körper-Proportionen zeigt, ferner eine bei den französischen Ausgrabungen in DeloS gefundene des DiadumenoS, des die SiegeSltnde um daS Haar sich legenden Jünglings- auch einige Amazonen- Statuen, der sog. Jdolino in Florenz usw. steden unter der Einwirkung deS erstgenannten Hauptwerkes PolhkletS. — Lysippos, um 368 bis 334 v. Chr. künstlerisch thätig, sagt selbst, daß der „DoryphoroS" sein Lehrmeister gewesen, aber seine Kunst ist anders geeigenschaftet, als die des Polyklet. Ihm schreibt man namentlich zu den Apoxhomene», den nach den Hebungen in der Ringschule von Oel und Gand sich reinigenden Jüngling (Marmor Eopie im Vatikan), der erkennen läßt, daß Lysipp bei Beobachtung der Polyklet- scheu Regeln bestimmten Effrct, besonderen seelischen Ausdruck zuzusügen wußte. Unter dem Elvflusse der Lhfipp'schen Kunstweise stehen wohl ein Silen mit dem jungen Dionysos, ein trauernder Herakles, der sog. Farnesische Herakles in Neapel, auch wohl die Büste des Zeus von Octricolt u. a. m. Such der Apollo von Belvedere tm Batican (Eopie), der nebtnbem in der Auffassung an die idealtfirende Richtung von Praxiteles und SkopaS erinnert, wird hier eingereiht, ferner der Kopf eines bärtigen Kriegers (Ares oder MenelaoS) und betr. Wiederholungen. Lyfipp genoß überhaupt den Ruf des größten Portraitbildner» der Griechen. Bon einem
weiteren solchen, KresilaS, wird namentlich ein Kopf des PerikleS bewundert, bei dem d'.e geistige Potenz energisch hervortritt. — Auch die sog. Athena von velletri im Louvre zu Pari» hat man tu bie Polhklet'sche Schule gesetzt usw. In theilweise vergrößerter Darstellung wurden schließlich eine Reihe hervorragender PortraitS und JdealportraiS griechischer Herkunft gezeigt, des LeopareS und LysikratoS als Meister gedacht und auf daS große Kunstwerk deS AlexandersarkophagS in Konstantinopel hingewirfen, das noch einmal den Glanz der griechischen Kunst tm 4. Jahrhundert v. Ehr. conceutrirt, aber auch schon vorwärts auf die Kuustweise des HrlleuiSmu» hindeutet. — Seine anreguugSvolle und hochiustructive Bor- tragSrethe wird Redner über 8 Tage mit der Behandlung des Themas „Die griechische Kunst wird Weltkunst" zum Abschluß bringen.
△ Mainz, 21. November. In den Bauabtheiluogen der Elseubahndirectioueu Mainz und Frankfurt herrscht zur Zeit eine fieberhafte Thätigkeit und find die Beamten dieser R<ssort» derart mit Arbeiten überhäuft, daß zahlreiches Hilfspersonal eingestellt werden mußte. Neben den Erweiterungen der Geleise- und GüterbahohosSanlagen an den Strecken der vormaligen Hessischen LudwigSbahn sind eS hauptsächlich die mit dem BahnhofSuwbau in Wiesbaden im Zusammenhang stehenden großen Bauprojekte auf der rechten Rheinsette zwischen Wiesbaden, der Amöneburg und Kastel, deren Bearbeitung gegenwärtig in ungewohnt raschem Tempo erfolgt. Wie mau unS von unterrichteter Seite mit« theilt, sind die Pläne für die auf der Jenieite de» Rhein» projectirten Anlagen, wozu auch die Ueberdrückung des Rheins oberhalb der Amöneburg und die Erweiterung der Bahnhöfe der Stationen Kastel und Eurve gehören, im großen Ganzen fertiggeftellt und werden eben in Berlin einer Prüfung unterzogen, und zwar von einer Abiheilung aus dem Eisenbahn- Ministerium, deren Mitglieder vor einigen Wochen in hiesiger Gegend waren, um an Ort und Stelle über die Projekte ein Unheil zu bekommen. Die rasche Art und Weise, wie im Allgemeinen an den belegten bahnbaulichen Projekten gearbeitet wird, läßt darauf schließen, daß von oben her etwa» Dampf in die Sache gebracht worden ist.
veU«rschte».
* Elberfeld, 19. November. Sehr leichtsinnig handelte der Anstreicher Peter Schmitz von hier. Auf der Fahrt nach Altendorf flog ihm der Hut zum Fenster hinan». Er sprang ihm au» dem in voller Fahrtgeschwindigkeit befindlichen Zuge nach, brach hierbei das Genick und starb sofort. Auch wurden ihm vom Zuge beide Beine und der linke Arm abgefahren.
* Aachen, 20. November. Der vom Duisburger Schwurgericht zum Tode vernrtheilte Raubmörder H u p p e r tz ist ans dem dortigen Gefäugniß auSgebrocheu und soll sich nach Aachen gewandt Haden.
• Mannheim, 20. November. Der Stadtrath beschloß die Aufhebung der städtischen Verbrauchssteuer auf Mehl, Brod und billige Fische.
* Paris, 18. November. Ein unternehmungslustiger Pariser hat, so berichtet die Aurore, das neue Blatt Ele- menceauS und VaughangS, des früheren Mitarbeiter» Rochefort» am Jutranfigeant, bei dem Stadtrath von Pari» das Gesuch eingereicht, in dem Raume, der da» Innere de» Sockel» der Statue von Straßburg bildet, ein Panorama einrichten zu dürfen. Natürlich würde da» Panorama den Besuchern nur patriotische Bilder vor Augen führen. Wenn eine» Tages, so meint die Aurore, der Patriotismus erlahmen und mau den Weg zur Statue von Straßburg vergessen sollte, so würden dank diesem Panorama die Besucher da sein und man würde ewig wenigstens die Einbildung patriotischer Kundgebungen hegen können. Indessen zum Unglück für den Unternehmer sei es wahrscheinlich, daß der Stadtrath durch diesen großartigen Gedanken fich nicht werde verleiten lassen und daß nach wie vor die Besen und Gießkannen der Straßenkehrer im Innern die Stätte entweihen würden, die außen mit so vielen Kränzen und Erinnerungszeichen an die verlorene Stadt geschmückt ist.
• Al- achte Berliner haben fich die Mitglieder der „Schwedischen Matrosencapelle vom Kriegsschiff Orion I." entpuppt, welche in letzter Zeit in Barmen eoncertirte. Durch die Anzeige eines Eoncurrenten wurde die Polizeibehörde auf die schwedischen Matrosen aufmerksam gemacht und stellte zunächst durch direkte Anfrage bei der schwedischen Botschaft fest, daß die Barmer Musikanten niemalt in Diensten der schwedischen Marine gestanden haben. Darauf wurden den Mitgliedern der Capelle die Massen abgefordert. Mit diesem Mißgeschick wich der Nimbus von der schwedischen Matrosencapelle und sie machte immer schlechtere Geschäfte. Schließlich hielt eS der Capellmeister Schneider für da» Geratenste, sich schleunigst au» dem Staube zu machen. Da er vorsichtigerweise den ohnehin nicht allzu hohen Kaffenbeftand, sowie einen Theil der Uniformen und Instrumente mitgenommen hatte, biteben die Musiker tm größten Elend zurück. Nun stellte fich heran», daß He schwedischen Matrosen mit Ausnahme eine» einzigen „alten Schweden", von dem wohl die Idee ausgegangen, sämmtlich au» Berlin und Umgebung stammen.
• Das Geschütz ohne Flamme und Schall. Der Erfinder de» Pulver», der doch, wie sprichwörtlich bekannt, ein weiser Mann war, würde seine ursprüngliche Eifindung gegenwärtig kaum wieder erkennen. Vor einigen Jahren erfolgte die Entdeckung de» rauchlosen Pulver», die an und für fich eine Umwälzung in der KrtegStechnik bedeutet; die neuesten militärtechnischen Blätter Frankreich» wissen bereit» von einem „Geschütz ohne Flamme und Detonation" zu berichten. Die ersten versuche wurden vor Kurzrm im Versuchsraum der Fabrik Hotchkis» unter der Leitung de» Erfinder», Oberst Humbert, angestellt und ergaben ein so günstige» Resultat, daß der französische Arttllertestab beschloß, die Experimente auf Staatskosten fortzuführen. Sollte
fich die E findung bewähren, so müßten die Propheten bei ; ZukunflSkrt-geS ihre Visionen wesentlich modifictren, und die . unverbesserlichen Optimisten könnten daraus neue Hoffaun-: schöpfen, daß der nächste Krieg sich durch seine entsetzliches Verwüstungen selbst ad absurdum führen wird. Dai Schlachtfeld würde zum Schaup'.atze eine» sonderbaren Blindekuhspiel» werden; unsichtbare lautlose Geschosse würden bie Kämpfenden dahinraffen; der lärmende, streitbare Kriegigott wäre zum stillen Würgengel geworden. Die Erfindung bei Obersten Humbert ist im Prinzipe sehr einfacher Natur. Woher entsteht die Flamme bet den gegenwärtigen Geschützen? Offenbar durch die entzündeten Gase, welche unmittelbar nach dem Projektil die Mündung verlassen. Worauf ist die laute Detonation zurückzuführen? Ebenfalls auf die plötzliche Ausdehnung dieser Gase, welche die Luft in heftige Schwingungen versetzt. Man verschließe den entzündeten Gasen den AuSgang unmittelbar, nachdem da» Geschoß ben Lauf verlassen hat, man vernichte ihre lebendige Kraft durch einen elastischen Widerstand und lasse sie durch Seiten» Öffnungen langsam auiftrömen — und man wird sowohl Flamme al» Detonation vermieden haben. Die» ist tatsächlich da» Prinzip der Humbert'schen Vorrichtung. Die Pulvergase bringen selbst während ine» Laufe» in einen Seitengang und verschließen durch eine blockförmige Klappe die Oessnung de» Ge chütze» gerade in dem Momente, all das Projektil b:e Mündung verlassen hat - durch ein Sieb kleiner Deffaungen treten sie dann au» dem Block seitlich in» Freie, nachdem ihre lebendige Kraft durch entsprechend angebrachte Widerstände bedeutend abgeschwächt worden ist. Es bleibt vorläufig abzuwarten, ob fich da» günstige Ergebniß der ersten versuche durch die weiteren Erfahrungen bestätigt finden wirb.
* Der Kronungsmsntel bet Zarin. Au» Pari» wirb der „Frankf. Ztg." von einem Mitarbeiter geschrieben: Lisch kürzlich über den Boulevard de» Eapuctne» schlenderte und au» langer Weile in da» Mus6e Oller (WachSstguren- cabinet) eintrat, war ich höchst erstaunt, tm Lataloge bei btt Nr. 18 die Krönung de» Zaren in Mo»kau, folgende groß gedruckte Notiz zu lesen: „Die Kaiserin ist mit dem berühmten Mantel bekleidet, der von der Schneiderin Äparutti hergestellt worden ist." Und darunter stand in besonder- großen Lettern : „Dieser kaiserliche Mantel, der 70,000 Frc«. gekostet hat, ist von dem MusLe Oller erworben worden." Da ich nie davon gelesen hatte, daß die russische Zaren- samilie in so schwere finanzielle Verlegenheiten gerathen sei, daß die Kaiserin zum verkaufe ihre» Rrönung»mantel» gezwungen gewesen wäre, so bereitete mir die Notiz etwa» Kopfzerbrechen, um so mehr, al» der Mantel doch nicht ganz nach 70,000 FrcS. aaSsah. Meine erste Frage an eine bei der Kasse beschäftigte Dame, ob da» wirklich der bei der Krönung verwendete Mantel fei, wurde bejaht und erst all ich unter Bezugnahme auf meine Eigenschaft al» neugieriger Journalist meine Frage mit einem gewissen Nachdrucke wiederholt, um jede» Mißverständniß auszuschließen, ward mir eine etwa- compliclrte Auskunft, die etwa dahin lautete: da» feil allerdings nicht der wirklich gebrauchte Mantel, sondern der zuerst für die Kaiserin angefertigte, aber au» irgend einem Grunde nicht abgesandte Mantel; daraufhin fei dieser von dem Museum erworben worden I Natürlich wohl kaum um 70,000 Frc».! ES machte mir übrigen» Spaß, noch einigt Zeit vor dem „unächten" KrönungSrnantel zu verweilen und die mehrfachen Aeußerungen der Verwunderung darüber za regiftriren, daß die russische Kaiserin so rasch ihren Krön- ungflmantel „verklapst" habe, denn so wurde die Notiz von allen harmlosen Gemütheru aufgefaßt.
Universität- - Nachrichten.
— Der bekannte Laryngologe Geheimrath Prof. Dr. loboll vollendete am 22. November in geistiger und körperlicher Frisch« sein 70. Lebensjahr. Geboren zu Flatow in Wcstprrußen, erhielt ti > seine ärztliche Ausbildung in Berlin, wo er vor nunmehr nahe,u 40 Jahren seinen besonderen Zweig brr medicinischen Wissenicha'! begründen hals. Seine Forschungen auf dem Gebiete der Kehlkopf krankheiien legte er hauptsächlich in dem „Lehrbuch der Laryngoscevi^ i und in der „Klinik der Kehlkopfkrankheilen" nieder, welche Wnke auch bald in fremde Sprachen übersetzt wurden. Die ärztliche Bdi verdankt ihm eine Reihe von Beleuchtungs-Apparaten und Jnstru menten für die Zwecke dieses Faches. Al» Lehrer an der Berliner Universität bereicherte Professor Tobold die Anschauungsunterricht*' Methode durch eine seltene Sammlung vorzüglicher plastischer Aach e bildungen der krankhaften Zustände des Kehlkopfs. Bekanntlich M hörte er auch zu ben Aerzten des Kaisers Friedrich; seit 1890 ist Mitglied der Laryngologtschen Gesellschaft.
Citcratur uub Arsnst.
— Eolleetiorr Harllebe». Eine Auswahl der Herrn ragendsten Romane aller Rationen. Dierzrhniägig erscheint «w Band, elegant gebunden 40 fr. — 75 Pfg. =■ 1 Fr«. 6. Jahrgaos (fl. Hartlebens Verlag in Wien.) Die „Collection Hartlrdw erscheint im sechsten Jahre ihre« Bestandes. Rach wie vor wirb ri ihr Streben sein, durch abwechselungSretches Programm die Lein zu fesseln, Freunde zu werben, indem jeder GcfchmackSriäMk Rechnung geiragrn wird, jede Ration zu Worte kommt. Gute, !<’ diegene belletristische Lectüre in handlicher Form, sowie hübsche Ausstattung und zu billigem Preise Jedem zugänglich zu mache» wird auch fernerhin ihr Bestreben fein. DaS Programm der erster Hälfte deS sechsten Jahrganges der Collection Hartleben um'N folgende Romane: I.—III. Werthen, S., Opfer der Liebe- "1 IV.—V. Benthky-öajza, Helene v., Die Bürde der Schönheit. ' e VI. Mairet, Jeanne, Marca. — VII.-VIII. Wasserburger, £tM| Die Aloeblüthe. — IX.—X. Pont-Yest, Ren^ de, Claudia. ' XI.—XII. Sienkiewiz, Heinrich, Quo vedis? — XIII. Serao, Malh>^ Fahr' wohl, mein Lieb!
Dertopr, uwb UoUsrvirthscha^
Rach den statistischen Ermittelungen des Vereins b(utf»(I Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Rohessenproducst^ deS Deutschen Reichs (einschl. Luxemburg») im Monat October auf 611779 Tonnen; darunter Puddelrohrisen und Spiegelt^ 134158 Tonnen, Bessemerroheis51837 Tonnen, Thomaleoh«^ 317233 Tonnen, Gießereiroheisen 108551 Tonnen. Die ProdrrcA im September 1897 betrug 581674 Tonnen, tm October 554402 Tonnen. Vom 1. Januar bis 31. Oktober 1897 wv^ productrt 5674487 Tonnen gegen 5263596 Tonnen tm gleichen raum de» Vorjahres.


