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24.8.1897 Erstes Blatt
 
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zu thu» hat unb Wiitil iten angclviefen, die nitti ern btiugenb nöl big finb, id in fchletbien mflglitbil , dafi dcd laflclöoiieii wbiflfttn Mwtflbtbinb fluörnib« bleibt nur bei ilt die ']kuaiildia(tuv.f ci\. Geht nurrbtx ^ro; r Mann nW \eben w: nb verlumyt die Farnil gesegnet ist, so betrat sie vielleicht noch cinw! Heu zu, baß nur ja n vohnen bleibt, bamil m janbetfamilie aber 18 m e teieber au« hnulmi rbeitcr von jung fllor labt ober den jnbutnie* mben8erbien|lminbt|ltn«

bat hier unb da auf feinem Meter niedrige Stellen, auf denen da- Korn febkdrt wächst wo aber allerlei Wiesenkräuter von selber fort- kommen. Diese Stellen können bem Tagelöhner zur Heugewinnung nigeiviffcn werben, bannt er eine Kuh ober eine Ziege halten kann Sornmergräsuitg fmbet sich in beit im Walde ober im Rain und Walb wachsenbett Gräsern unb Krätttern ober sie kann an den Ge­ineinbewegen gehütet werben. Hat ber Tagelöhner eine Kuh, |o kann er auch ein Schwein halten Der Dünger von den Hauöthieren wirb auf ba- Laub bcS Bauern gefahren, unb ber Tagelöhner be­kommt bie erste Frucht, welche danach wächst, unb sät für den Sommerbttng Roggen. für bett Winterbuug Sommerkorn ober Kartoffeln ober beide-. Bon den Mehren, bie beim (Saibenlnnben auf bem Felde liegen bleiben unb bie späterhin »Usammengeharkt werben, kann ber Tagelöhner einen Theil bekommen: er hat bann wenigsten- etwa- Futterkorn. Hält ber Bauer eilte Schasheerbe, so ist e- für ihn kein Opfer, auch für feine ständigen Tagelöhner ein Schaf zu gräfen, ebenso wenn er selbst einen Walb ober ein Tors» moor hat, bem Tagelöhner Feuerung frei ober zu einem niedrigen Pretie zu geben. Man sieht, wa- hier für bett Tagelöhner gesorbert wirb, ist nicht wenig, fobalb Alle- in Gelb umgerechnet wirb. Für den Bauer aber sind gleichwohl die Opfer uidit grost, ba er bem Tagelöhner in den meisten Fällen nur Abfälle gibt, b- h. Dinge, bie für ben Bauern in feiner Wirthfchaft nur einen minitnalen Bierth haben. Denn daS ist eben bei dieser Art unb Weise der Löhnung daS Schöne: WaS für bett Bauern nur einen minimalen'2Bertb bat, kann bem Tagelöhner von größtem Werthe werden, Er bekommt selber Milch unb Butter, kann selber ein Schwein schlachten, kann selber fein Brot unb Ftttterkorn haben u. f. w. Soll er das Alles für ben baaren Groschen kaufen, so ist bafflr ein Lohn erforderlich, ben er gar nicht verdient, und ob fehlt bann in der Haushaltung leidii an allen Ecken unb Enden. Durch Gewährung von Natural­löhnen schützt matt am sichersten den Arbeiter vor jenem Grabe ber Verarmung, den man mit Berlumpung bezeichnet. Natürlich wird ein mit Naturalien belohnter Arbeiter and) Gelblohtt haben müssen, aber er braucht ihn natürlich nicht in der gegenwärtigen Höhe. Der tagelöhner bekommt in der Thal ben höhern Tagelolm, ohne den er mast mehr leben kann, ba er nicht jeden Tag Arbeit findet, aber er bekommt ihn in einer Form, die auch den Vanbinann nicht drückt.

* Aus btr Reich-Hauptstadt. Bor der Markthalle. Urei« Sechser die (llhoiie In Groschen btt Bukett, mein Herr I Scheene Reuige, Nadiefer, Madamken? Frisch sind se noch, die Bicklinge, sechs Dreier die janze Halde Mandel! Zwirn, Kuvppe, Hosenträger? Zwee Groschen dieser Rrriesen-Spickaaal! .... Brr! öfl gibt entschieden herrlichere Geuüsie, als tagtäglich mehr als zweimal zwischen den Damen vor ber Halle Dptehrnthen zu lausen. Ader was

i -ut man nicht alle- ber Wissenschaft unb eines bequemen Weges halber I Als Berlin in seinem Häusermeer noch keine Markthallen auszuweisen hatte, kannten bie Berliner um so Irffcr bie sogenannten Hökerweiber unb ihre gefürchtete Zunge. Dann kamen jene städtischen Gebättbtcvlosse, welche bas Bcr- k ufen unb Einkäufen zum wahren BerguUgcn gemacht habet», unb aus den Marktfrauen würben unter bem wohlthuendeu Einfluß mobeiner Umgebung ziemlicher Sauberkeit unb ge- «gelten Verkehr» liebenswürdige GrobstabthLndltrinuen. Nur vor ber Markthalle herrschen zum Thril noch wirkliche Damen der Halle", bieHaare auf den Zähnen" haben uib mit beißendem Berliner Witz wahrhaftig nicht sparsam umgehe». Wehe bem armen Sterblichen, ber sür seine paar Plmperlinge" etwa noch an der Waaremäkeln" will ober e* sich gar deisallen läßt, zu uzen, ohne was kaufen. Da ziehen die zwanzig, dreißig Händlerinnen unb Händler einen (Heang, trotz aller sonstigen Eoncurrrnz unb schlagen ben Feind mit einer Fluth von Worten aus dem Felde, bie im Knigge" vergebens zu suchen sind. Schönen Frauen nimmt man wohl auch einmal häßliche« nicht allzu Übel, aber hier vor ber Halle scheint bie Schönheit verpönt zu sein. sind saft burchweg berbc, verwitterte, wohlbeleibte Frauen- gestalten, bie mit bem charakteristischen Henkelkorb hart am

le Attentäterin thränenben Auges ben Umstehenben ihre

GesangvereinGermania" beging daS Fest seiner Fahnenweihe In ber üblichen Weise. Auch zwölf Ehrenjungfrauen wirkten

schwand unter bem Tuche beS Apparates. Und e» ging los! litt fürchterlichem Krachen brachen die Bretter des Podium» rnirch unb Beine, Arme, Köpfe, weiße Kleiber unb bunte JnierrÖrfe bildeten ein wüstes EhaoS. Zum Glück blieben -öle Knochen heil unb nur verschiedene Schrammen unb Beulen fhb den Betheiligten al» Erinnerung an bie verkrachte Auf­nahme geblieben.

Köln, 20. August. Heute Vormittag wurde bie Frau

tla«» TaglöhnerS von Sterlingen glücklich entbunden, i Quartett ist weiblichen Geschlechts.

flZfie®tbele\uW d "bei mit unb zur Erinnerung an ben denkwürdigen Tag icen ilt flöhet?ltbfitCI wollten sich die reichgeschmückten Schönen photographiren .zÄrb-'ter^ llntiptnn ffen. Auf einem hohen Podium nehmen sie Platz, der Photograph arrongirt die Gruppe wirkung-voll. Noch einen ätzten prüfenden Blick, dann ruft er bedeutungsvoll:Recht \28et^lin'B f eunbHdb meine Damen, jetzt geht « los!" Sein Kopf ber»

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beschichte von bem vertrauerten Liebesglück erzählte. Dann siiiig bie Unglückliche mit ihrem Kinbe auf dem Arm unbe­helligt von dannen.

Recht freundlich, meine Damen!" Man schreibt der ,Frkf. Ztg." aus Betzdorf vom 20. ds. Mts.: Der hiesige

Bürgersteig in Reih unb Glied stehen. Nachbarin, euer Fläschchen! Nicht dem Ginne, doch bem Buchstabe» nach kommt einem bieS Schlagwort in» Gedächtniß, wenn mau sieht, wie im Sommer kalter Kaffee, im Winter der untier- metdltchc Alkohol kreist, um, je nachdem, in glühender Sonnen- Hitze den Durst zu löschen ober ben erstarrten Körper zu loärtnen. Wer weiß, ob nicht auch dies Stück Berliner sieben mit bem heurigen Sommer sein Ende erreicht hat! Denn bekanntlich ist eine Polizeiverordnung in Sicht, bie ben Straßenhandel vor ben Markthallen verbieten will.

(tin schwarze» Attentat. Ein schwarze« Attentat ist, rne aus Berlin berichtet wird, am Sonntag gegen eine festlich geschmückte Braut in ber SwinemÜnberstraße bei ber Rückkehr von ber kirchlichen Trauung verübt worden. Ein Rädchen mit einem Kinde, die frühere Braut des Neuver- leählteu, überschüttete das weiße AtlaSkleid ihrer Wider- acherin, al« diese eben den Waget» verlieh, mit schwarzer Linte. Da« junge Paar brachte sich schleunigst vor ben eiteren Angriffen ber Verlassenen in Sicherheit, währenb

e dei der Abfahrt vom Kyffhäufer zu Tobt gekommen ist am Sonntag ein Radfahrer. Er verlor bei der Ab­fahrt von der steilen Nordseite dc« Kl)ffhäii!er« die Pedale und raste in Folge deffen hiflo« nach Gittendorf hinab. Brirn Umbicgen um ba« neue HotelZum Klrffhäuser-Denk mal" kam ber Unglückliche derart zu Falle, daß er am Kopse schwere Verletzungen erlitt. (Sin Auge hing weit heran» und die Backe war ansgeriffen. Der Verunglückte hatte so­fort di, Besinnung verloren. Ungeachtet sosortiger Hilfe seiien« zweier Aerzte, von denen der eine Universität»- Professor aufl Halle war, starb der Verunglückte, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, im Krankenhaufe zu Nohla. Er war brr 81 Jahre alte einzige Sohn bc» Fabrikbesitzer» Minder in Halberstadt, verheirathet und Vater dreier Kinder. Der Leichnam wurde nach Halberstadt Überführt.

Die Kruppsche Armee. An« Essen wird derBerl. Ztg." geschrieben: Die Gesammtarbeiterzahl der lkrupp'schen Gußstahlfabrfk betrug nach bem Ha>tbel»kammerbericht sür das Jahr 1896 durchschnittlich 18 728 (1895 17 127), die ber jugendlichen Arbeiter zwischen 1-1 unb 16 Jahren durch- fdiuittlid) 617 (1895 190). Da« Gesammtgewicht an Fertig. producten au« Eisen unb Stahl betrug im Fahre 1890 295 421 882 Kilogramm (1895 245000000).

* Sammelwut!» eine! Poftkartenfreunde». Einen amüsanten Beitrag zu der auf dem Gebiete ber Ansichtöpofikarten gegen­wärtig herrschenben Sammelwuth liefert folgende, in einem sächsischen Blatte erschienene Annonee:Wer mir am 14. August zu meinem G-burtStage eine Anstcht»postkarte seines Ortes sendet, erhält eine solche von hier. F. Danen- Hahn, Chemnitz, Nene DreSdenerstraße 5, 8. Str."

München, 28. August. Bei deut heutigen 100 Kilo- meter-Nadwettfahren auf der Rennbahn im Münchener Stadt­garten stürzte ber Weltuieisterschastfahrer Fischer bei der 70. Rttude und mußte schwer verletzt vom Platze getraut werben.

«ul dem Fremdenbuch der Hütte auf bem Großen Mythen theilt derEinsiedler Anzeiger" einige Pocsien mit. Da schrieb sich z. B ein Züricher mit folgendem, den nationalen Erdgont nicht verleugnenden Spruch ein:An­fang» war die Aussicht gar >nchl ilhcl, Doch halb fllttl Petrus an« den Wasserkübel, Draus machten wir beim Weine einen Jaß, Wa« ein echter Zürichbieter ja nicht unterlaß'." Ein au»sicht«begeisterter Bayer leistete sich folgende Verse: Heil dir Helvetia, in deinen Bergen möcht ich verträumen meinen ganzen Verstand." Unter diesen Spruch schrieb eine boshafte Hand:Ist bald gescheh'»." Edensall« aus Bayern dürste der Versaffer folgcnben brastischen Verses sein: //Ansi- kraxelt! Nebel troffen, G'seffen zwoa Stund', Rausch g'soffen. Sonst aber g'snnd! Abighaxelt."

* Muttern zu ähnlich. Küizlich war, wie dasKl. I." erfährt, ein Dieb Nacht« in Berlin tu ein Hau» ein» gedrungen, um einen Einbruch zu verüben, aber seine Stiesel knarrten bedenklich, al« er die Treppen hinansslieg. Da hörte er zu seinem Schrecken eine weibliche Stimmi', die ihn, wie e« schien, aufl einem Schlaszimmer mit folgendrii srennd- Uchen Worten aiircbete:Wie kannst Du, oller Ochse, in det Wetter mit Deine schmierigen ©liebeln de Treppe ruffommen. Uss de Stelle jehste runter unb ziehst se aufl, sonst siebt et wat ans be Armenkasse." Beschämt schlich ber Einbrecher die Treppe hinunter und sagte zu seinem Kameradep, ber unten Wache staub:Der Frau kann ick nischt Beeset bhun. Sie erinnert mir zu sehr an Muttern!"

Studenten und Gläubiger. Man schreibt derFranks. Zeitung": Musen söhne, die ihre Gläubiger in artiger Weise durch Zeitungsiuseratc einladen, ihnen die Ehre ihre« Besuch« zu erweisen, um ihr Geld in Empfang zu nehmen, sind gewiß eine Seltenheit. Ob unser Gäculnm solche liebens­würdige Studenten gesehen hat, wissen wir nicht, aber gegen Ende des vorigen Jahrhundert», gerade vor hundert Jahren, haben sie existirt, wenigstens wissen wir von zwei E-emplaren dieser merkwürdigen Art, von denen Bekanntmachungen Kunde geben, die 1797 und 1798 im Anzeigentheile des Jenaischen wöchentlichen Anzeiger«" (Jenaische Zeitung) er schienen sind. Die erste dieser Bekanntmachunge», die einen kleinen, nicht ganz uninteressanten Beitrag zu der Geschichte des Gtudentenlebens um Schluß de« vorigen Jahrhunderts geben, lautet:Da ich EndeSunterschriebener meinem Ent­schluß zufolge willen« bin, binnen drey Wochen von Jena ad- zureifen, so werden hiermit sämmtUche Herren, die an mich größere ober kleinere Schulbsorberungen zu thun haben, gebethen, sich währenb bieser Zeit in meinem Vogifl bei Mftr. Weller in der JohanniSgasse zu melden. Da der Reisetermin mit Fleiß ziemlich weit hinauikgesetzt worden ist, so wird der zn spät komntenbe Gläubiger e« aus Rechnung seiner Nach­lässigkeit schreiben mllffen, wenn er nach Verlaus diese« Termin« seine Bezahlung nicht erhalten kann. In diesem falle aber wird ihm Stillschweigen auserlegt. Ehristian fardinand Hi ecke, Mod. Studio», a. Lützen in Ehnrsachen." tbenso rücksichtsvoll gegen seine Manichäer, wie dieser Musen- ohn an« dem Sachsenlande, der so manchen Pump angelegt zu haben scheint, zeigt sich ber Studirenbe Georg Heinrich v. Hagen au« Hamburg:Daß ich innerhalb 4 Wochen die hiesige Akademie verlassen werde, zeige ich Denen, ioelchen daran gelegen sein möchte, ergebens! an, und wünsche, daß dieselben in ben nächsten 8Tagen sich bei mir eitifinbett mögen." Solchen höflichen Einlabungen hat gewiß kein Gläubiger wiberstehen können. Bemerkt sei noch, daß sich in den Jahr­gängen 1797 unb 1798 de» oben genannten Blatte» weitere Bekanntmachungen dieser Art nicht befinden, der Drang, die Gläubiger zu befriedigen, scheint demnach damal» bei den Söhnen der alma miiter nicht ganz allgemein gewesen zu sein.

* Radlerlatei«. Doctor: Wie sind Sie zu der reichen Erbin gekommen? Radfahrer: An« Dankbarkeit. Ich uhr, al« sie mit ihrer Frau Mama spazieren ging, hinter ihr her. Plötzlich kam ein Windstoß unb hob ihren Gommer- Hut hoch empor, lieber tzäuserhöhe blieb er an Telephon- brühten hängen. Ich l;ge mein Bicycle auseinander, stelle '

alle Speichen senkrecht aufeinander, klettere daran empor, kriege den Hut und die Hand btr Erbin."

* Wa» er thun würbe. Tiddfl: Sie ist nicht allein ein Irin hübsches Mäbchsu sondern l:a( auch 80000 Pfund eigene» Vermögen, wie sie sagt. Wa» würdest Du thun, wenn Du so eine zur Frau haben könntest ? V a iv c o n : Nicht» I

* In der Schule. Mehrer (oortragenb):Wie einfach und doch wie erhaben ist die herrliche Schilderung, die uns Plinius der Jüngere von feinem Hanfe gibt!" Ein Schüler (pfiffig): ,Ör wollte e» wahrscheinlich verkaufen."

* tfr kennt feine Fran Mädchen:Öle suchen eine SHldilnP* Hanflfran:Die Stelle ist leider besetzt!" Hauflherr (einwerfend):Ja, ja, die Stelle ist besetzt . . Kommen Sie nächste Woche mal wieder!"

* An! Ehristian: No Karl, wo geht mer dann heut hin, Idi hab kann Pfennig Geld mehr. Karl: (11 ufffl Schützefest, da kriest Dtt wafl vorgeschoffe.

Oefonutai«Onnfl.

Auffch'tft btt Voststnduȧsn.

fi"< Gkchtrnna fchntUer Vefflrdttuna enb

bei VoBfrnbunom inüffen aus denfetden v mpsilng« unb Ve|UumiungK- nt so genau bezeichnet sein, dast jebev Nngeu'lfchelt aoigeheuat wird Tabei ünd namentlich folgende Punkte zu beachten:

1. Bei Posifendimaen nach fli8|ieien Orlen ist in bet Anffchrist bie Wohnung be« Em»'sönge>S möglichfi genau aniiiflebew. Auch ist e» ooii ANchtigkeit, bull bie Wobuungflangabe fiele an derselben ®teile der Aufschrift, nämlich unten recht», unmittelbar unter bet Angabe btfl Veftimmunaflorte», et folge

* Auf ben nach Vertin bestimmten Dettbnngen Ist, äuget ber Wohntmu befl Empfängers, bei Postbezirk (O., NO. ic.) iu welchem die Wohnung sich befhibet, hinter bet Ortflbe »eichmmg ,WtrHne zu vermerken.

li. Gibt efl mit bem veftiuiittiiugflorle gleich ober ähnlich 001 << fa Ist bem Ortenamrn eine zusätzlich, ^"tichuu..» beizusügeu. Welche Zusätze sür bie Oitflnameh tm Post verkehr all »utsigebenb uuzufehen flnb, ergibt sich an» dem .Vetzeichuttz gleichnamiger ober ähnlich lauienbet Post ortr, ba» zum Welse von 10 Pf. bmch Vermittlung lebet Reich» »wHanjlült l'ezogen tuetben kaim.

4. ^Uenn der im Reich» Poftgedlet belegene Vestimmunglort zwar mit einer Pollanstalt versehen, besfeuunge.tchiei aber nicht al» allgemein bekannt anzunehmen ist, fo empfiehlt e» sich, bl« Mage bc« Ort» in der Auffchrist der L-cnbung noch be» n* l* 1/11 *" bezeichnen. Zu beiat Ilgen Bezeichnungen eignet s'ch bie Angabe beflfdaaie» unb bei grägeren Staaten be» politischen Bezirk» (Prooittz, Regie, ungNbezlrk u. f in.), In welchem der Beftimmuimfloit belegen ist, »bet auch bie Augab- ooit grötzeien Flüssen [(Obct), (Elbe), (Rhein), (Main) .e s, oder von Gebirgen l(Harz), (Rieseimebirge) k.| Richt ...Inbe, fi'lb zusätzliche Bezeichnunaen, wie l(Thürlngen), (Altmark). (Lausitz) ic.l sür den _Hu»r<f geeignet.

b. Aus Poftfenbuugen nach Ortschaften ohne Poslanflatt ifi auNer bem eigenittchen Bestimmungsorte noch biejenIae Pof^ an ft all anzugeben, von uu-lcher aus bie Bestellung der Sendung an den Emvsänget bewirkt tuet ben bez. bie Abholung et folgen soll.

6. Wenn der Beftlmmuiigflort einet Sendung In einem fremden Postgeblele belegen unb zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ifi, fo Ist außer dem Ortenamfu noch da» beitesten»« Land bei. der LaudefliheÜ aus der ©enbiing anzugeben.

Die Beachtung dieser Punkte wird lur z)etbeifühtnng einer fchlenttigen Ueberkunft der Sendungen an den Empfänger wefenillch »riitngen. und e» liegt daher im eigenen Interesfe bei Ablende, bw Nukfchristen der Sendungen hiernach genau anzuferstgert.

IhtiiKrfihü»«llod)rid)kn.

Jena, 20. August. Heute beginn bet bekannte Gelehtte, Klrchenrath Prof. Adolf Hilgenfeld, bet Denlo, unterer theo logilch,n flacultät, ba« dOjährlge Jubiläum feiner 2ehithätlgkeil an der ihütlngifchen Hvchfchuir, an der et flch am 20. Auguft 1H47 al» Prlvatdoe>nt habllitlrte. Htlgenfeld ifi neben Bauer bet Begtttnbet unb Trüget der hifiotlfcheir Kritik Im Reuen Jeflaniriit.

I)r. (Vt iuIii v. 0 tZ march, ein «Lohn den jrielet (Chirurgen brfini eiltet <^he, Ist zum otdenlltchen L.. UZ.bl, in

an der Unlvetflillt ff önIgflberg ernannt luotben.

Gießen, den 22. August 1807.

Die Kr leger kamera dich »ft Glesien feierte bekanntlich ben t&tinnerungOiag von (Mianelotte diese« '^ahr auf Vonijfl Bierkeller. Hiernach wutde berichtet in der Nr. HM b. BI., haft bei mufikalisch« Theil von Herrn Mufikdtrector ff rauhe executlit winde. Ilniei zeichneter sieht sich bähet veranlasit, blei mit auNzusprechen, daß btr betreffenden Musikvotltäge nicht von Hettn Musikdirertor fftuufie, sondern vom Restaurateur und Inhaber befl stoni-n 'Nietkeilet vollsühtt wurden. Vtuhcrbrm lukfl Het t Pfarrer l>» Ra umaun auf den ^Diletlantlflniuft' und regen Runflfinn, bet im Bereit, gepflegt würde, hin Auch diese» alfl Verwechselung zu bezeichnen, wurden die beiden Blolln-Solofl nicht von «inem Dlleitaiiten, sondern von einem ausübenden ffüusilet vorgetragen.

W. Krnfe, Hofmusiker, z. Z. in Giessen.

lliircflelmäfMflfriteii beim Aufltragen brfl Blatte«, Insbesondere auch späte Znfiel- lung durch unser Trägerpersonal bitten wir gefälligst sofort auf unserem Bureau anzelgen zu wollen, damit wir für Ai« hülfe besorgt sein können.

Die bed (ttieszener Nuzeiger.

taube nnö üalbuHrt^aft

lünMtfl. 21. August. Fruchtpreise Weizen JL 19.02, «orn X Hl,00 Gerste X 18,54. Hafer X 13.58, tt'tbfen X 00,00 Linsen X 00,09, Wicken X 00,00, Vein X 00,(K), Kartoffeln X 0,00, Warnen .M. 24,50.

Temperatur der Lahu unb Luft nachReaumur gemessen am 23.August, zwischen I I und 12 Ubr^IlOtag*l «»aller 150, Vuft M Rübsamen'sche Badeanltolt

Unsere Lieblinge essen gern.

Ein nahrhaste» und liebliche» Gericht lässt sich leicht durch ein fadjefl Kochen bet Milch mit M ondamI n der eiten. Oti'f lol'be Nahrung ist leicht verdaulich und reizt durch bin eigenen Wohl­geschmack be» Mondamin Kinder und Kranke zu äffe' tn Genus«, ifc» ist so ergiebig, bah nut wenig Mondamin zu nehmen tfl m b stellt sich daher nicht tl-eurer al« gewöhnliches. tlJItbl. Bel Nahrung für Kinder und Kranke ist diesero.thett btloiiher» gut äugeln acht Mondamin ist Überall zu haben In Packeten 00, 30 u. 15 Pf

tengro» bei Türk u. Pabst, yranksurt a. M. 3I.H