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in bekannter Liebenswürdigkeit seine mühsam gesammelten Alterthümer: Lanzenspitzeu, Streitäxte unb dergleichen aus früheren Jahrhunderten, zeigte, belohnten ihn in der Weise, daß sie die werthvollsten Gegenstände entwendeten. Frühzeitig genug entdeckte Herr Mauer seine Verluste und die sofort angeftellte Verfolgung der Diebe ergab als günstiges Resultat die Verhaftung der beiden auf dem Bahnhofe, als sie eben im Begriff standen, abzudampfen.
* Ihre eigene Polizei wollen die Berliner Bäckermeister sein. In der letzten Sitzung der Bäcker MoabitS wurde lebhaft darüber debattirt, ob die Meister mit den Gesellen zur Besprechung von Fachangelegenheiten gemeinschaftliche Versammlungen abhalten sollen. Beschlossen wurde, daß der Moabiter BeztrkSveretn demnächst mit den Gesellen tagen soll. Alle von den Gesellen gegen die Meister vorgebrachten Beschwerden sollen einer gemilchten, unparteiischen Commission überwiesen werden. Dieselbe soll die Sache untersuchen und dann auf Abstellung der vorhandenen Mißstände dringen.
* Betreff« bet Zulassung von Krauen -um Apothekerberuf wird dem preußischen Apothekerrath, der über diese Frage sein Gutachten abzugeben hat, der Berichterstatter nachstehende Resolution zur Beschlußsaffung unterbreiten: „Frauen sind im pharmaceutischen Betriebe allgemein und mit Erfolg nicht zu verwenden, dagegen ist gegen ihre Zulaffung alS Elevinnen und Pharmaceutinnen an den Dispenfiranstalten der Kranken- Häuser und ähnlicher Institute nichts einzuwenden."
• Ans Farbenblindheit wurden im Deutschen Reiche im letzten Jahre 903 Seeleute untersucht. Es fanden sich vier grünblinde und zehn vollständig farbenblinde Seeleute.
• Klansenbnrg, 21. April. Von einem bei der Ortschaft Dank liegenden Berge löste sich ein etwa 30 Hectar 6*oßeS Stück des Abhanges und riß einen großen Thetl der Ortschaft mit sich fort. Alles, was im Wege lag, Häuser, Menschen und Thiere, wurde unter den Erd« massen begraben.
* Brüssel, 17. April. Einem ingeniösen Verfahren, nm ein und dieselbe Briefmarke mehrere Male zu ver- wenden, ist man Hierselbst auf die Spur gekommen. Dasselbe besteht darin, daß der Absender eines Briefes auf die von ihm benutzte Briefmarke ein ganz dünnes und durchsichtiges Stückchen Papier klebt, und dieses Papier, auf welches der Poststempel gedrückt wurde, hat der Empfänger nur zu entfernen, um wiederum eine völlig intacte Marke fa Händen zu haben. Dieses Verfahren soll besonders bet
den werthvolleren Marken von i/2 bis 5 Francs in sehr ausgedehntem Maße zum Schaden des FtScuS zur Anwendung gelaugt sein.
* Die größten französischen Stabte nach ihrer Einwohnerzahl werden im „Journal officiel“ nach der letzten Volkszählung zusammengestellt,- eS werden 61 Städte mit einer Einwohnerzahl von über 30000 aufgeführt. (Wir fügen den Zuwachs seit der letzten Volkszählung im Jahre 1891 in Klammern hinzu.) An der Spitze steht Paris mit 2 536 834 (+ 88 877), dann folgt Lyon mit 466 028 (+ 49 999), bann Marseille, da- Lyon sehr nahe kommt, mit 442 239 (+ 39 490), ferner Bordeaux 256 906 (+ 4491), Lille 216 276 (-s- 15 065), also fünf Städte mit über 200000 Einwohnern- weiter Toulouse 149 963 (-s- 171), St. Etienne 136 030 (+ 2587), Roubaix 124 661 (+ 9744), Nantes 123 902 (-s- 1152), Havre 119 470 (-s- 3107), Rouen 113219 (+ 867), Reims 107 963 (-j- 3772), also zwölf Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern. Mehr als 50 000 Einwohner haben noch folgende 22 Städte: Nancy, Toulon, Nizza, Amtens, Limoges, Angers, NimeS, Brest, Montpellier, Tourcotng, Rennes, Dijon, Orleans, Grenoble, TvurS, Le Mans, Besanyon, Calais, Versailles, St. DentS, TroyrS, Clermont-Ferrand.
SchiffsirachrLchterr.
Der Postdampfer „Westernland" ,der „Red Star Line" tn Antwerpen ist laut Telegramm am 21. April wohlbehalten in New-Aork angekommen.
2Cird?lid?e Anzeiger* der Stadt Gietzen.
Svangelifche 6eeetubt.
Sonntag den 25. April. Quastmodogeniti.
GotteSdieuk.
I« der Ariedhofseapeve.
Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
I« Eonstrmavdenfaal, Neustadt 6t.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MarcuS gemeinde. Pfarrer Dr. Grein.
I« der Johauaesktrch«.
Samstag den 24. Avril.
Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Dingeldey.
Sonntag den 25. April. Quastmodogeniti.
Vormittags 91/? Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Konfirmation der Kinder aus der Lucas, und der Militär- gemeinde. Feier des heil. Abendmahls.
Nachmittags 2 Uhr: Kinbergottesbienst für bie Johanne«- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.
Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Collecte für die Armen.
Sonntag den 2. Mai, Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung unb Prüfung der Eonfirmanden aus der Johannetzgemetnde.
Katholische Semeinbe.
Samstag, den 24. April:
Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte;
Sonntag den 25. April. 1. Sonntag nach Ostern.
Weitzer Sonntag.
Vormittags von 6*/s Uhr an Gelegenhett zur hl. Beichte;
, um 6Va Uhr erste hl. Meffe;
„ um 7i/g Uhr Austheilung der hl. Communton;
„ um 8 Uhr zweite hl. Meffe;
„ um 9«/2 Uhr Hochamt mit Predigt; Aster der ersten heil. Eommuuio« der Kinder;
Nachmittags um 3 Uhr Andacht mit Segen;
Montag den 26. April, um 8 Uhr: Amt für die Erst- communtkanten.
Hagelversicherung. Die Zeit ist gekommen, wo an jeben Landwirt«, bie Frage w<gen Versicherung seiner Feldfrüchte gegen Hagelschaden herantriti. Diese Frage: ob versichern ober nicht, ist zweifellos mit Ja zu beantworten, dagegen ist die Frage: Wo zu versichern, schon schwerer, namentlich für den mittleren und kleinen Landwtrth, welcher mit den einschlagenden Verhältnissen nicht so vertraut ist, wie der Großgrundbesitzer. Der Landwtrth hat in diesem Falle die Wahl zwischen Gegensettigketts- und Actten-Gesellschaften. Die Gegenseitigkeits-Gesellschaften erbeben meist eine mäßige Vorprämie und müssen in hagelreichen Jahren, wo diese Vorprämie nicht ausreicht, einen sogenannten Nachschuß bis zur Höhe der Deckung aller Schäden, Verwaltungskosten rc. erbeben. Entfällt nun die Versicherungsnahme auf Jahre mit wenig Hagelschäden, so kommt der Versicherte billig weg; entfallen aber auf bie Jahre seiner Versicherung viele Hagelschäden, so wirb ihm bie Versicherung iheuer. Die Zahlung der Entschädigung kann bei Einziehung von Nacbschüssen oft erst nach längerer Zeit erfolgen. Die Actien-G'esellfchaften erheben eine feststehende Prämie, nach deren Zahlung jede weitere Verpflichtung für den Versicherten weg- fällt uno das Fehlende die Gesellschaft zu zahlen hat. Die Zahlung der Entfchädigung erfolgt bedtngungsmähig innerhalb 4 Wochen nach der Taxe, meist aber fchon in 14 Tagen. Wir rathen bm Herren Landwirthen jebenfalls zur Versicherungsnahme, unb wenn biefdbe bei einer Gegenfeitigkeits Gesellschaft genommen werden soll, zu einer an Umfang größeren Gesellschaft, weil sich hier die Gefahr mehr vertheilt und daher voraussichtlich die Beiträge nicht fo hohe fein werden wie bei einer kleinen Gesellschaft; will der Landwind aber im Voraus genau wisien, was er an Prämie im Ganzen zu zahlen hat, so empfiehlt sich die Benutzung einer Actien-Gesellfchaft. 4013
BekarmtMschrmg.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß dem Großh. Steuerasseffor Bangel die Verwaltung der Districts Einnehmern Hungen für die Dauer der Beurlaubung des Großh. Districts.Einnehmers Stiehl er rom 25. April bis 25. Juni 1897 übertragen worden ist.
Bingenheim, den 22. April 1897.
Großh. Rentamt Nidda.
______________Schäfer.______________________4040
Kaufmännischer Verein Gießen.
Samstag den 24 April, Abends 9 Uhr, im Vereinslocal (Postkeller):
Ordentliche General-Versammlung.
Tagesordnung:
1) Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 1896/97.
2) Vorlage des geprüften Rechnungs-Abschlusses und Entlastung des Vorstandes.
3) Neuwahl des Vorstandes.
4) Wahl von zwei Revisoren zur Prüfung der laufenden Rechnung, sodann solche des Aufnahme-Ausschuffes und des Ausschusses für Unterrichtswesen und Lehrlingsheim.
5) Berathung und Feststellung des Voranschlages für 1897/98.
6) Anträge der Mitglieder in Gemäßheit § 50 der Satzungen.
Um zahlreiches Erscheinen bittet 3699
____________Der Borstand.
Die Union,
Allgemeine deutsche Kagek-Werficherungs-Hesellschaft r« Weimar
--------- gegründet im Jahre 1853 ---------
mit einem Grundcapitale von 9 Millionen Mark, wovon 5,019 Actten mit .... 7,528,500 Mark begeben find.
Reserve ult. 1896 ...... 4,186,900 „
Gefammtgarantie Capital .... 11,71s,400 Mark
Prämien-Einnahme in 1896 . . . 1,863,767 „
13,579,167 Mark.
Die Union versichert Feldfrüchte zu feste« mLtzige« PrLmie« ohne Uachschutzverbinblichkeit, so daß also eine Nachzahlung auf dieselben niemals Kattfinden kann- Bei Versicherung auf mehrere Jahre wird ein namhafter strümien Rabatt gewährt-
»esondere Erleichterungen werde« für kleine Versicherungen bewilligt, namentlich für Sammel-oliee«.
Die Vergütung der EchLdea gelangt spätestens binne« Monatsfrist, in der Reael aber früher, zur vollen und haare« Auszahlung.
Weitere Auskunft wird erthetlt und Versicherungen werden vermittelt durch die Agenten:
Louis Wittich, Kaufmann in Gießen.
Julius Walter, Kaufmann in Großen-Linden.
Julius Karl, Sparkassenrechner in Grünberg.
Karl Emmel, Sparkassenrechner in Hungen.
Wilhelm Heller in Lang-GönS. 4013
Heinrich Walz, Svenglermeister in Lich
Johs. Schüler IX., Wagnermeister in Steinberg.
Heinrich Bölzel 11., Kaufmann in Wieseck, sowie Weitz u. Ggerrolf, General-Agenten in Darmstadt.
Visitkarten
in jeder beliebigen bohriftart und Kartomiorte werde» tu massigen Preisen angefertigt in der Brübl’schen Üniv.-Drnckerei (Pietsch AScheyda'i Schuletrawe 7.
[ßehördlicheAnzeigen
Die auf Samstag den 24. d. Mts., Nachmittags 2‘/a llbr, ausgeschriebene Versteigerung der den Erben der Wilhelm Kühler Eheleute« gehörigen Hosraithe nebst Grabgarten findet nicht statt.
Gießen, den 23. April 1897.
Großh. Ortsgericht Gießen-
I. A-: Bogt.4038
Versteigerungen, t
Holzverkauf in der König!. Oberförstern Krofdorf Dienstag den 4. Mai 1897, Vormitt. 10 Uhr, „auf der Schmelz" bei Salzböden. Schutzb. Waldhaus aus dem Forstorte Lindenschied:
A. Buchen-Nutzholz (Windwurf):
7 Stämme — 7,98 fm.
B. Buchen Brennholz:
Distriet 59 (Durchforstung) — 4 rm Knüppel, 315 rm Reiser.
Distrikte 53, 54, 55a b, 56, 57a und 58 (Windwurf) — 77 rm Scheiter, 4 rm Knüppel, 87 rm Reiser.
Nähere Auskunft durch den Königlichen Förster Storck zu Waldhaus.
Der Königliche Oberförster: 4010 Busold.
Statt. Schlachthaus.
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