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des Arztes als Nerven» und GemüthSsorgerS, der Arzt habe also eine psychologische, aber auch eine pädagogische Aufgabe hier zu erfüllen,- nur das Beherrschen aller In Betracht kommenden Factoren seitens des Arztes könne zum Ziele der Heilung htnsühreu. — Der Vortrag war außerordentlich stark von Damen und Herren besucht. Weitere Vorträge sollen da» Ohr, die Ernährung, die Bacterien, die Wundbehandlung, Wohnung und Kleidung behandeln.
über die auS der ca. vier Morgen großen Hofraithe und 100 Morgen Acker« und Wiesenland bestehenden Liegenschaft übertragen erhielt. Wir hören, daß in Kürze da» ganze Besitztum verkauft werden soll, womit endlich die Möglich« kett gegeben, daß durch rationelle Bebauung der Hofraithe zwischen Neustadt und Sradtbach (vachgaffe) an dieser Stelle der Altstadt Luft, Licht und zeitgemäße Verhältnisse geschaffen werden.
** Wetterbericht. Das HauptdepresfionS«Centrum ist auch heute im äußersten Norden Europas und hat sich der Einfluß deS niederen Druckes über die ganze Osthälfte de» Erdtheiles auSgebreitet. Auch im Mutelmeer-Gebtet ist da» Barometer beträchtlich gefallen. Dagegen hat sich der hohe Druck nach Westen zu weiter verstärkt und zugleich wieder einen Vorstoß gegen Centraleuropa gemacht, so daß bei un» da» Barometer neuerdings gestiegen ist. Im Großen und Ganzen zeigt sonach der Luftdruck ein von Westen nach Osten gerichtetes Gefälle und ist iu Centraleuropa wieder unbeständige Witterung mit zeitweisen leichten Regen oder Schnee« fällen eingetreten. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch unbeständige Witterung und dann von Westen her Befferung.
Berlin, 23. Februar. Zum Untergang der „Elbe" wachte der Geheime Regierungsrath Donner vom Reichsamt deS Innern in der gestern begonnenen Tagung des deutschen | 0an9 Pn^en- nautischen Vereins eine Mittheilung, welche die Schuld des
+ Geiß Nidda, 21. Februar. Die gegen unsere letzte Bürgermetsterwahl von der unterlegenen Partei verfolgte Reclamation wurde in vorgestriger Sitzung des KretS- auSschuffeS Büdingen unter Belastung der Beschwerdeführer mit der erheblichen Kostenzrche verworfen, da durch die Aussagen der zur Abhör gekommenen, über 40 Zeugen stichhaltige Anfechtungsgründe nicht bewiesen worden find. Hiernach dürfte Herr Adolf Lind in Kürze seine Bestäti«
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Steuermannes und des AuSguck-ManneS deS englischen Dampfers „Crathie" außer allem Zweifel stellt. Ein Matrose, welcher zur Zeit der Katastrophe am Ruder der „Crathie" stand, hat ein diesbezügliches Geständniß abgelegt.
Athen, 23 Februar. In der ganzen Stadt herrscht eine unbeschreibliche Aufregung. Die WuthauSbrüche der Bevölkerung richten sich gegen d.'e Mächte, hauptsächlich gegen Deutschland, weil eS bekannt geworden, daß daS deutsche KliegSschiff mit Granatbomben auf die christlichen Insurgenten geschossen hat. Abends fanden in den Hauptstraßen stürmische Demonstrationen statt. Die Polizei ordnete die Schließung aller Geschäfte an. Der Minister deS Aeußeren protestirte mündlich bei den Gesandten einiger Mächte gegen die Beschießung der Stellung der Ausständischen.
Deutsche» Reich.
Darmstadt, 22. Februar. Ihre Königlichen Hoheiten der Grobherzog und die Großherzogin find, wie der „Darmst. Ztg." gemeldet wird, nach guter Reise Samstag Vormittag 11 Uhr 40 Min. in Bukarest angekommen und auf dem Bahnhof, wo eine Ehrenwache vom 4. Roschiori- Regiment des Prinzen Ferdinand aufgestellt war, von Ihren Majestäten dem König und der Königin empfangen worden. Die Herrschaften fuhren unter Eskorte der Leib-Eskadron nach dem Königlichen Palais, woselbst eine Ehrenwache von der Infanterie aufgestellt war und daS Frühstück bet Ihren Majestäten servirt wurde. Ihre Königlichen Hoheiten begaben Sich hierauf nach dem Palais Catroceni de» Prinzen Ferdinand, wo Allerhöchstdieselbeu wohnen werden. — Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin empfingen noch vor der Abreise die Herren Dr. Kolb, Chefarzt, und Dr. Collatz, dtrigirender Arzt deS DtacontssenhauseS Elisabethenstift.
; I X Unter Schmitten, 21. Februar. In den schön ge- schmückten Räumen des Gasthauses „ChauffeehauS" hielt der BezirkS-Kriegerverband Nidda heute seine Jahre». Versammlung ab, welche trotz deS ungünstigen Wetters ziem-
I "ch gut besucht war. Unter Anderem wurde auch die Veranstaltung einer würdigen Feier der 100 jährigen Wieder- kehr des Geburtstags weiland Kaisers Wilhelm I. beschlossen.
M. Groß Sichen, 21. Februar. Der Unfall, welcher fich am 16. d. Mt». auf dem zwischen Ilsdorf und Groß Eichen I gelegenen Etsensteinbergwerk zugetragen, wobei ein Berg- mann schwer verletzt, ist nicht, wie der Artikelschreiber an- giebt, auf die WitteruugSverhältuiffe zurückzuführen, sondern
I QUf eine in dem Eisenerzlager häufig vorkommende unsichtbare Lösung, wodurch plötzlich eine ca. Vi Lbm. große Srzmaffe
I von keilförmiger Beschaffenheit abrurschte und infolge der I ungünstigen Stellung, welche der Verletzte hinten einem ge I füllten Förderwagen tune hatte, so schwer getroffen wurde. I Ein gänzlich Verschüttetwerden war, da sich bet Tagebau keine I lose Erdmassen, wie in dem Artikel angegeben, über dem- I selben befanden, vollständig ausgeschlossen. Auch ist der I WarnungSruf deS Kameraden: „Lauf" nicht erfolgt und wa^r- I scheinlich mit dem SchreckenSruf deS Verletzten verwechselt, I da das Hereinbrechen der Eczmaffen plötzlich erfolgte. Un- I glückSfälle find bei derartigem Betriebe, wenn die Arbeiter I vorsichtig sind, eine Seltenheit.
X. Darmstadt, 22. Februar. Richtige Belehrungen practtscher Natur auS dem Gebiete der Heilkunde von fach« I verständiger Seite können gewiß nur Nutzen stiften und von I diesem Gefichtspuncte darf ein auf sechs Abende berechnete»
Vortrags-Unternehmen des Alice Frauen-Verein» für I Krankenpflege freudig begrüßt werden, das heute Herr I Dr. med. H- Birnbaum mit einer populären Darlegung über gesundes und krankes Nervensystem eröffnete. Er schilderte zunächst das gesunde Nervensystem in seiner Fruc- tionirung, in dem die Ganglienzellen gleichsam die electrischen Elemente zur Erzeugung deS Stromes Larstellen, bezeichnete die vorhandenen vier Arten von Nerven, die alle unter sich, entweder direct oder indircct mit Gehirn oder Rückenmark verbunden find, und nannte als die Hauptpunkte zur Erhal-
1 tung eines gesunden Nervensystems eine gesunde Ernährung und ein richtiges Haushalten mit der Nervenkraft. Der Schlaf müffe zur Arbeit und zur Erholung im richtigen Verhältniß stehen- heutzutage werde dagegen die Arbeitskraft des Einzelnen weit über das Maß angestrengt. In Betracht kämen ferner als ungünstig das vielfache Schwinden der Ideale, die Lockerung der Sitte u. s. to.; eine Hauptursache für spätere „kranke" Nerven feien aber die mangelhafte Erziehung sowie die oft fehlende Selbstrrziehung. Für glückliche Ehen sei Voraussetzung, daß keines der beiden Theile erblich belastet mit geistiger oder körperlicher Krankheit sei. Alkohol in Menge und gewohnheitsgemäß genommen, sei schädlich, und die betreffenden Ausschreitungen brächten der Nachkommenschaft Schaden. Alle EmancipationSbestrebungen der Frauen feien nur der „Ausdruck der nervösen Ueber- reiztheit unserer Zeil" und man solle sie daher nicht unter- stützen. — Zur Heilung der „kranken" Nerven — nicht die Nerven find in den in Rede stehenden Fällen krank, sie functioniren nur falsch — bedürften die Kranken vor Allem
L*lff» telegraphische» Sorrcspondenr-Burea«.
Berlin, 22. Februar. Die „Voff. Ztg." meldet auS Moskau: Der Schachmeister Wilhelm Steinitz ist am SamStag gestorben.
Berlin, 22. Februar. Im Laufe des gestrigen Tages oder in der Nacht wurde tu dem Juweliergeschäft von Luckwaldt, Leipzigerstrabe, ein Brillantendiebstahl vrr« übt. Die vermißten Brillanten sollen einen Werth von 100,000 Mk. haben.
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| zu ertheilen, die Insel Kreta zu pacificiren und zu verwalten, bis eine endgültige Lösung der Dinge gefunden ist. Tonlos, 22. Februar. Gestern trafen 225 Marine- Offiziere und Soldaten zur Verstärkung deS Mittel- meergeschwaderS aus Brest hier ein.
Kopenhagen, 22. Februar. König Georg von Griechenland telegraphirte fernem Vater, dem König von Dänemark, er habe beschlossen, nach Kreta abzureisen und daS Commando des Heeres zu übernehmen.
Athen, 22. Februar. Die Truppenverstärknngen gegen die türkische Grenze werden fortgesetzt.
Athen, 22. Februar. Gestern fand ein von mehreren tausend Personen besuchtes Volks-Meeting statt. Nach Beendigung desselben zog die Volksmenge vor daS Königliche PalaiS, um dem König ihre Beschlüsse zu übermitteln. Der König dankte vom Balkon für die Sympathie Bezeugungen.
Athen, 22. Februar. Ein offictelle Depesche des Obersten Dassos meldet die Einnahme deS Fort» Vukoli», die am 19. Februar erfolgt ist. Ein Offizier wurde verwundet und sieben Soldaten getödtet.
Berlin, 23. Februar. Die m Paris lebenden Türken sandten an Kaiser Wilhelm ein Dank-Telegramm für deffen Verhalten in der kretenfischen Frage.
Berlin, 23. Februar. Das „Berl. Tagebl." meldet aus Weimar: In der hiesigen Kaserne erkrankten nach dem Genüsse von Kartoffelsalat 200 Mann unter Der- giftungS-Erscheinungen. ES wurde dieserhalb eine Untersuchung eingeleitet.
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* Königsberg i. Pr., 18. Februar. Der Laudbrief- träger Redat ist am 16. d. M. auf seinem Berufsgange in derNähe der Stadt im Schneesturm umgekommen Die Leiche wurde heute gefunden. Redat hinterläßt Frau und vier Kinder.
* Haslach im Kinzigthal, 17. Februar. Gestern hielt hier ein Brautpaar Hochzeit, da» auf einen 30jähriaen Brautstand zurückblickt. ’ 8
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Gießen, den 23. Februar 1897.
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordueten« Versamuüuug Donnerstag den 25. Februar 1 897, Nachmittags 34 * * */2 Uhr pünktlich, nötigenfalls mit Fortsetzung am Freitag, den 26. Februar: 1. Baugesuch der u,rmo Brüder Schmidt für den Seltersweg. 2. Asphaltt- I run9 deS Bürgersteigs der Löberstraße zwischen Bismarck« I und Bleichstraße. 3. Berathung des städtischen Voranschlages I für 1897/98.
I ** Stenographie. Der Gabelsberger Stenographen- Verein beschloß gestern Abend in seiner Versammlung, dem« nächst einen neuen UuterrichtScursuS zu eröffnen. Näheres aus den in Kürze erscheinenden Anzeigen.
** Der Vorstand bei Kuratorium! der Rennbahn Gießen 1897 und der Vorstand der „Wanderer", Gießener Radfahrer- Gesellschaft", erlaffen gemeinschaftlich an die Sportskameraden des Nordbezirks des Gaues 9 des Deutschen Radfahrer- BundeS, sowie an die Vereine des Nachbargaues ein Rundschreiben, wonach der Sportplatz an der Hardt am 30. Mai d. I. mit einem großen Rennen eröffnet werden soll. — Das nähere Programm wird noch später bekannt gegeben.
vienenzüchterverein. Nachdem am 15. Februar eine । Ausschußsitzung des Oberhessischen Bienenzüch- I ter-B ereiuS in der Restauration PH. Bauer hierselbst stattgefunden, hielt am betroffenen Sonntag der Zweig- verein Gießen und Umgegend seine erste diesjährige auswärtige Versammlung ab. Dieselbe wurde im „Gasthaus zur Clnbez bei der Haltestelle Großen-Liuden abgehalten. I Der ungünstigen Witterung war es wohl zuzuschretben, daß I bie Versammlung nicht so zahlreich besucht war. Herr Lehrer Schlierbach zu Kinzenbach, Miiglieb der hiesigen Section, wirb I auch in diesem Frühjahr wieder echte „Krainer Bienen" in sogen. Originalstöcken, von welchen meistens zwei bis drei Schwärme zu erwarten sind, kommen lassen. Diese Bienen sind durchaus nicht stechluftig, haben fich tu hiesiger Gegend gut bewährt und find ganz besonders den Anfängern der edlen Imkerei zu empfehlen.
•* In Steinl Eaalbau findet nächsten Freitag Abend ein Militär-Concert statt, ausgeführt von der Capelle des Dragoner-Regiments Frhr. v. Manteuffel (Rhein.) Nr. 5. Sine recht ergötzliche Abwechslung ist in dem ohnehin reichhaltigen Programm vorgesehen durch daS Auftreten des be- rühmten Mimikers Herrn G. RokoSka- Ro g ge, welcher I ^sichen dem 1. und 2. Theil Darstellungen berühmter Per« sönlichkeiten giebt. (S. Inserat.)
•• Ovation. Bei dem letzten Sonntag-Nachmittag-Concert in Steins Garten verlangte nach der zweiten Pause baß Publikum den neuen Marsch von Julius Dorfelder aus Mainz und ruhte nicht eher, bis Herr Musikdirector Krautze bereit war, ihn spielen zu laffen. Nach stürmischem Beifall wurde er da capo gespielt und Herr Dorfelder dankte, auf die Bühne gerufen, durch zahlreiche Verbeugungen dem Publikum. °
•• Etbregnlirvng. Heute Vormittag fand auf dem Amts« gericht eine Auseinandersetzung der Erbintereffenten an der Lö berschen Hofraithe in der Neustadt statt, deren . Wefultot war, datz die Wittwe Löber das Verfügungsrecht
Berlin, 22. Februar. Da» Schiff „Kaiserin Augusta" meldet aus Kanea von gestern 9 Uhr 50 Min. Abends: Gegen die unter griechischer Flagge von Osten auf Kanea vorrückenden Insurgenten wurde gemäß der Abmachung der commandirenden Offiziere im Verein mit den Oester- reichern, Ruffen und Engländern von Bord gefeuert. „Kaiserin Augusta" gab als Flügelschiff den ersten Schuß ab.
Gotha, 22. Februar. Die Leiche Mitterwurzers ist heute um 4 Uhr verbrannt worden. Angehörige waren nicht anwesend. Hofschauspieler Grube-Gotha sprach für baß h'estge Hoftheater und für die abwesenden Angehörigen. Anwesend waren einige hiesige Theatermttglteder.
Paris, 22. Februar. In einer Depesche des Admirals Pottier aus Kanea heißt es: Die fremden Admirale haben ihren Regierungen berichtet, daß die Anarchie auf Kreta fortwährend zuntmmt und haben erklärt, sie könnten für eine Vermeidung von Conflicten nicht mehr gutiagen, wenn sie nicht ermächtigt würden, jede» Landen von Lebensmitteln zu verhindern, falls die Mächte nicht bei Griechenland die Rück- berufung feiner Truppen und feiner Flotte durchsetzten. Im Laufe deS gestrigen Tages haben trotz de» wiederholten Einspruches der Admirale die Vorposten der Aufständischen ihren Vormarsch fortgesetzt und Gewehrfeuer auf die türkischen Vor- posten in Kanea eröffnet. Nach einer unter den Admiralen getroffenen Vereinbarung eröffneten die englischen, die öfter- reichisch-ungarischen, das deutsche und ein russisches Kriegs- I fdjiff Feuer aus die Aufständischen und stellten dasselbe erst I ein, »wchdem die griechische Flagge niedergeholt worden war.
Paris, 22. Februar. Der Senat hat ohne Debatte die Vorlage, betreffend die Errichtung vierter Bataillone bei den Infanterie-Regimentern, angenommen.
Athen, 22. Februar. HavaSmeldung. Anläßlich der Kundgebung einer Volksmenge von 30,000 Per- tonen auf dem Palaisplatze erschien der König aus dem ^äußerte' daß er das Mandat des gesummten Volkes ausführe. Er dankte für die ausgedrückten Gefühle und wünschte, Gott walle Griechenland schützen und die gemein- samen Anstrengungen stärken.
ii s. fl°nea' ?2, Februar. Meldung der „Agence HavaS". Ueber die Eröffnung de» Feuers auf die Stellung der I n meldet: In einer Versammlung, an der
fammtliche Admirale theilnahmen, wurde beschlossen, daS Feuer erst zu eröffnen, wenn die Aufständischen fich weigern würden, dem ausdrücklichen Befehle, ihren Vormarsch ein- zustellen, nachzukommen. Der Befehl, baß Feuer einzustellen, ~“tbc gegeben, ohne daß bie französischen und italienischen Schiffe, bie im äußersten Westen der Schiffslinie vor Anker £0Cn' neo??löenbt0 &atten' an der Kunbgebung theilzunehmen. Die Ausstanbischen sollen keine Verluste an Tobten gehabt, Ladern nut Sachschaben erlitten haben.
Man sollte fich doch vor solchen Projecten hüten angesichts der betrübenden Erfahrungen mit der Uiambarababn.
Abg. Hasse (nl.) wünscht ebenfalls die Anlage einer Eisenbahn und regt die Erhebung einer Grundsteuer in Südwestasrika an.
Nach kurzen Auseinandersetzungen zwischen dem Abg. Hasse (nl.) und dem Abg. Richter (frs. 93p.) wird auch dieser Etat genehmigt.
Nächste Sitzung morgen 1 Ubr. Erste Lesung des Schuldentilgungsgesetzes (Verwendung überschüssiger Reichseinnahmen); dann Vorlage betr. Beschlagnahme von Arbeitslohn; Etat deS Jnoaliben- FondS. (Schluß 6i/4 Uhr.)
Depeschen deS Bureau „Herold."
.22e Sebtuar. Beim französischen Bot- A 7 ^ute SU Ehren des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe eine größere Tafel statt. ° 1 * *
Berlin, 22. Februar. Die Morgenblätter melden auS Breslau: Professor So mb art von der hiesigen Universität Beschluß der philosophischen Facultät der Uni- Nburg an jene Hochschule berufen werden. DaS badische Ministerium hat indetz mit Rücksicht auf bie social- bic ber Promot vertritt, feine Zustimmung
za dieser Berufung nicht ertheilt. 8
verli», 22. Februar, ffite die ,P°st" hört, schweben
jur Zett zwischen den Großmächten Berhandiungen über sernere gemeinsame Schritte betreffend Kreta. ISan, be anders wirdzwische-ithii-n die Frage einer gemeinsamen
Blockabe griechischer Hasen weiter erwogen.
Pari» 22. Februar. Dem „Gaulois" wird aus London
gemeldet, daß die Mächte einig find, Italien den Auftrag


