Bertheilnng der Rechte und Pflichten sich glänzend bewährte, zu consolidiren. Redner nahm kürzlich In Monza volle Heber« einsttmmung in der Auffassung und Behandlung der politischen Fragen wahr. Rednerhebtsodanndieerfreulichr AusgestaltungdeS Verhältnisses zu Rußland hervor. Die loyale Aussprache führte die @rf<nntni§ herbei, daß keine bei gutem Willen unausgleichbare Differenzen bestünden. Conftatirt wurde, daß beide Reiche die Schaltung des Status quo anstreben. Beide seien ent» schlossen, die Unabhängigkeit und daS Selbstbrsiimmungsrecht der Balkanstaaten ohne präpoudrrtrende Einflußnahme auf die inneren Geschicke derselben zu respectiren. Hierdurch sei die Erkenntntß geschossen, daß beide allen Gründ haben, zusammenzuhalten, um die Ausartung auftretender Bewegungen zu hindern und dem bisherigen Treiben speculativer Geister am Balkan, welche Oesterreich-Hagarn und Rußland gegen einander auszuspielen versuchten, ein Ende zu bereiten. „Unter der Voraussetzung strenger Einhaltung dieser Prin» zlpien werden wir jederzeit daS engste Einvernehmen mit Rußland pflegen uno erblicken hierin eine neue mächtige FrtedenSbürgschaft. Die besten Freundschaftsbeziehungen dauern zu Frankreich und England fort. Die ablehnende Haltung Englands in den Einzelfragen rief keinerlei Verstimmung und keinerlei Benachtheiligung der vortrefflichen Beziehungen hervor. Die vertrauensvollen FreundschaftS- bez'ehungen zu Rumänien bekundete der jüngste Besuch des KöniqspaareS in Budapest. Für die übrigen Balkanftaaten hegen wir Sympathie und Freundschaft, soweit jene selbst bestrebt sind, die Beziehungen freundlich und entgegenkommend zu gestalten." Redner rühmt deren Befolgung der Rathschläge der Mächte in der jüngsten Krise. Graf GoluchowSki schloß mit einem Ausblick auf das 20. Jahrhundert, welche« alS Epoche deS handelspolitischen Ringen- die Völker Europas nöthigen werde, Schulter an Schulter den materiellen Existenzkampf gegen die gemeinsame Gefahr zu kämpsen.
Lemberg, 20. November. Der Rector der Universität und bekannte Historiker Professor Balzer veröffentlicht im „Slowa PolSki" einen Aufruf auTheodorMommsen, in welchem er die bekannten Schriften desselben gegen die Cultur de- SlaventhumS vom historisch -wiffenschaftlichen Standpunkte aufs heftigste bekämpft.
Monza, 10. November. Die Abordnung des Marburger Jäger-BataillonS „Königin von Italien" (Hessische«) Nr. 11 unter Führung deS Premierlieutenants auS'm Weerth tras heute Vormittag auf dem hiesigen Bahn- Hofe ein und wurde von drei Flügeladjutanten König Humbert» empfangen und in daS königliche Schloß geleitet. Die Königin empfing alSbald die Abordnung, wobei Premierlieutenant auS'm Weerth das vom OsfizierScorpS M elften Jägerbataillons gewidmete Gemälde überreichte. Die Königin nahm das Geschenk huldvoll dankend mit Aeußerungen lebhafter Freude entgegen.
London, 20. November. Nach weiteren Berichten über die gestrige Feuersbrunst wurden mehr als 180 Häuser vollständig zerstört; zwei Straßen, in denen sich 40 große Magazine befanden, wurden gänzlich vernichtet. Die Hamselstraße ist nur noch ein Schutthaufen. Der Schaden wird auf 120 Millionen geschätzt. Der AuSbruch des FeuerS ist einer Gas-Explosion zuzuschreiben. DaS Feuer breitete sich so schnell aus, weil sich in diesem Stadttheile viele Fabriken befinden, welche Leuchtgas gebrauchen.
Loadon, 20. November. „Daily Telegraph" meldet aus Wien, daß dem türkischen Gesandten seit mehreren Monaten kein Gehalt auSbezahlt worden sei.
Madrid, 20. November. General Weyler richtete an seine Anhänger eine Ansprache, in welcher er hervorhob, daß die von der Regierung geplanten Reformen auf Euba die Vernichtung deS Handels in Corunna, Cadix, Barcelona und Santander zur Folge haben müßten, weil der Handel auf Cuba von den Amerikanern monopolifirt werden würde. Der General bezeichnete die Nachricht als falsch, wonach er Pläne von Cuba mitgenommen habe und sich hätte militärische Ehren erweisen lassen wollen. Er wolle fich nicht, so bemerkte er, mit Politik befassen.
Athen, 20. Novbr. Deputirtenkammer. Minister- prästdelit ZaimiS gibt der Hvffaung Ausdruck, in etwa acht Tagen dem Hause den endgiliigen Friedensentwurf unterbreiten zu können- in den ersten Tagen des Dccember würde dann die Vorlegung deS Entwurfes über die Finanzcontrole folgen. Am Schluß seiner. Rede ersucht Zaimt« das Haus, die Sitzungen bis zur Beendigung der FrieoenSverhandlunzen einzustellen. Nach einer lebhaften Verhandlung über einen Antrag der UntersuchungScommisston für die Vorgänge im letzten Kriege vertagt die Kammer die Beschlußfassung darüber. Im Laufe der Beralhung erklärt sich Delyanni« bereit, die Bilbung eines Ausschusses zur Ermittelung der für den Krieg und für die Art seiner Führung verantwortlichen Personen zu übernehmen. Die Regierung bewahrt demgegenüber eine neutrale Haltung. Jndeß erklärt der KriegSminister General SmolenSki im Laufe der Verhandlung, daß der Krieg in übereilter Weife herbeigesührt sei und daß die Kriegs- rüst an gen die beklagenSwerthesten Mängel gezeigt hätten. Swolenski versichert auf sein Ehrenwort, daß der König der Eiste sei, der die Bestrafung der Schuldigen wüniche. Die Deputaten, welche die Bildung diefe« Untersuchungsausschusses beantragt hatten, schließen fich ohne eine MißbllligungS- Sußeruog dem gegenwärtigen Ministerium an.
Kanea, 20. November. DaS österreichische KriegSsch'ff „Tiger", welches 30 Mann türkische Truppen auS KiffamoS an Boro hatte, wurde vom Cap Spada auS von Stuf* ständischen beschossen, ohne daß es Verluste erlitt.
$olfft lelegraphstchcS Eorresponbmz-Vvre«.
Graz, 21. November. Bei den gestrigen AuS- Stellungen sind auch fünf Wachleute, darunter zwei schwer, verwundet worden. Zehn Personen wurden wegen Aufruhrs verhaftet, von den beiden für heute einberufenen
socialdemokraiischen Versammlungen ist die eine ohne Zwischenfall verlaufen, die andere, in welcher der Arbeiterführer Pichler daS allgemeine Wahlrecht mit Bezug auf die Gemeinde besprechen sollte, wurde wegen der gestrigen Vorgänge verboten und die vor dem betreffenden Locale angesammelte Menge zerstreut. ES fiad vorkehruogeo zur Auf- rechthaltuug der Ruhe getroffen.
Melbourne, 21. November. In einer der Hauptstraßen deS Stadtcentrums brach heute früh einer der größten Brände auS, die je in Australien vorgekommen find. Bei dem herrschenden starken Winke verbreiteten sich die Flammen über ein ganzes Häusergeviert, welches vorwiegend Textil- waarenlager enthielt, und legten dasselbe fast vollständig in Asche. Der Sachschaden wird auf eine Million Pfund Sterling geschätzt.
Deoeschm bei «uretu .Herold.*
Graz, 21. November. Anläßlich einer Versammlung der Christlich-Socialen kam e- zu einem Rencontre mit den Socialdemokraten. Das Militär mußte einschreiten und ein Arbeiter wurde durch einen Bajonuetstich getödtet.
Budapest, 21. November. Bei einem Zusammenstoß zwischen einem elektrischen Straßenbahnwagen und e nem Lastwagen wurden vier Personen schwer und acht leichter verletzt.
Nizza, 21. November. Wie au» Monte-Carlo gemeldet wird, beging dort die Comteffe Lagrange einen Selbstmordversuch. Sie wurde in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Die Unglückliche hatte am Spieltisch ihr ganzes bedeutendes Vermögen verloren.
Athen, 21. November. Nachdem hie Frage über die Stellung der griechischen Consuln zur Türkei geregelt ist, wird die Unterzeichnung des Friedens für nächsten Donnerstag erwartet.
Konstantinopel, 21. November. Die russische Bot- schäft richtete an die Pforte eine Note, in welcher sie an eine Erklärung deS Botschafters Sinowjew vom 12. d. M. anknüpft und hervorhebt, daß Rußland fich während der letzten schwierigen Lage der Pforte enthalten habe, die rückständigen Beträge der türkischen Kriegsentschädigung einzufordern, jetzt aber, da die Pforte fich zu Rüstungen anschicke, welche nicht der gegenwärtigen Lage entsprächen, auf Zahlung der Rückstände im Betrage von P/a Millionen Pfund ober doch mindestens eines TheileS derselben drängen müffe und zwar in der gleichen Weise wie Oesterreich-Ungarn in seiner jüngsten Reklamation in Betreff der Orientbahnen seine Forderungen gestellt habe.
Berlin, 22. November. Gestern Abend um 11 Uhr fuhr der Kaiser nach Kiel.
Berlin, 22. November. Gestern Morgen wohnten der Kaiser und die Kaiserin dem Gottesdienste in der FriedenSkirche zu Potsdam bei, nachdem da« Kaiserpaar vorher einige Zeit im Mausoleum Kaiser Friedrich« verweilt und daselbst einen Kranz niedergelegt hatte.
Rom, 22. November. Nach einer Meldung der auS dem Vatikan sehr gut unterrichteten „Italic" hat eS daselbst böses Blut gemacht, daß das Straßburger Blatt, welches den Text der CanifiuSEncyclica enthielt, confiscirt worden ist. Der Papst hat darin einen feindseligen Act gegen die Kirche erblickt.
Paris, 22. November. Im „Quartier Latin" fand gestern Nachmittag eine antisemitische Studentenversammlung steht, in welcher der Kammerdeputirte Vicomt d'HuegS eine Rede gegen die verbrecherische Bande hielt, die den Capitän Drehfus befreien wolle. Auch der Herausgeber der „Patrie", Millevoye, erklärte in längerer Ansprache, daß diese Campagne eine von Deutschland inscenirte Campagne sei, dazu bestimmt, die Würde der französischen Armee zu unterfiroben.
Locales mtfc provinzielles
Gießen, den 22. November 1897.
* • Empfang. Seine König!.Hoheit der Großherzog empfingen am 20. November u. A. den Secondlieutenaot L la suite Erbprinz Wolfgang zu Asenburg und Büdingen, den Geheimen RegierungSrath Dr. Braden von Friedberg, den Geheimen RegierungSrath Klietsch von Büdingen, den Oberförster Hoffmann von Butzbach.
Der gestrige, den lobten gewidmete Sonntag stand unter dem Zeichen günstigen Wetters und derjenigen Stimmnng, die nicht nur der November an sich hervorruft, sondern auch der dem Andenken an die Entschlafenen angemessenen. Der Gottesdienst in den verschiedenen Kirchen war Vor- und Nachmittags stark besucht. Besonders stark aber war der Besuch deS Friedhofes, wohin alle Diejenigen wanderten, die ihren verstorbenen Angehörigen und Verwandten einen Augenblick stillen Angedenkens weihen wollten. Die Spenden an Kränzen und sonstigen Blumenbindereien waren dieSmalS besonders groß, und unsere Gärtner hatten seit mehreren Tagen alle Hände voll zu thun, um der Nachfrage entsprechen zu können.
* *H. Etadttheater. Angepaßt dem ernsten Character der gestrigen Tages, des Todtenfest-Sonntags, wurde Seitens der Direckion das Schauspiel „Schule des Leben-" von E. Raupach gewählt und mit Erfolg aufgeführt. Es ist ein selten zu sehende- Stück, da- wohl blofl deshalb weniger auf dem Spielplan erscheint, weil eö an Romantik Ueberschwäng- l che- bietet und die fünf Aufzüge an dramatischer wirksamer Gliederung leiden. DaS Ganze bedarf, um daS inhaltlich Gute auch äußerlich sormgerechter zu machen, einer Umarbeitung, bei welcher dann vier Acte genügen. Das Leitmotiv der Handlung ist die ideale wahre Liebe deS Weibe-, welche die Königstochter lieber zur Bettlerin werden läßt, al- ihrem Herzen Zwang aufzuerlegen ober bem geliebten Mann die Treue zu brechen. Ein dramatische« Empfinden überwiegt in dem Werk deS Verfasser«, von bem namentlich der vierte und fünfte Aufzug beredte- Z-ugniß ablegen. —
Die Darstellung war recht tüchtig, einige ©eenen von grcß- artiger und ttefergrdfenber Wirkung. — Frl. Würdig alS Königstochter Donna Jsanra, verstand e«, mit außerordentlich feiner, künstlerischer Eingebung alle Phaien der E • probung der Liede Zug für Zug zu einem vorzüglich ichilder, - den Gesamrntbild zu bereinigen. Die gestrige Leistung der geschätzten Künstlerin war einwandfrei und zeigte 'hr her- vorragendeS Können, da« früher gerügte Fehler sogar mit Bemühen überwunden, auf- Beste. Ihr künstlerische- Verdienst fand auch Würdigung und Ehrung durch eine Ur überreichte Lorbeerkranz-Spende und die lebhaften BeisallSkond» gebungen deS gut besetzten HauseS. Ihr Partner, Herr Fritzschler, participirt in gleichem Maße an den Ehren deS Abend«. Sein Goldschmied Sancho Perez, al- welcher fich Don Ramiro, der König von Navarra, verkleidet und da- Handwerk al- Bürger betreibt, war in festgehaltener Charakteristik prächtig durchgeführt. Alle übrigen Mitwirkenden, die wir beschränkter Zeit wegen diesmal nicht einzeln anfführen können, entledigten fich der ihnen zugetheilten Aufgaben fast durchweg in bester Weife. Die sorgfältige Regie des Herrn Fritzschler, sowie die gesammte fluflflQttung. verdient lobend erwähnt zu werden.
• • Eladttheater. Am Mittwoch Abend wird ein berühmter Reuter-Darsteller, Herr Hofschauspieler Richard auS Stuttgart, al- „Onkel Bräfig- hier gastlren. Die. „Münch. N. Nachr." schreiben über seine Darstellung Folgerndes: Da- Gastspiel von Herrn Emil Richard, kgk. roüittemb. Hofschauspieler, brachte un« Dienstag Abend wieder einmal daS gemüthliche Lebensbild „Onkel Bräfig", daS dem Rowan „Ut mine Stromtid" von Fritz Reuter entnommen ist. Die unendlich sympathische, kerndeutsche Figur deS wackere» „Zacharias Bräfig", die schönste Schöpfung de- großen plattdeutschen Dichters, ist zugleich auch die populärste Gestalt ia seinen Werken, und wir brauchen unseren Leiern Über sie eben so wenig zu berichten, wie über daS Stück, in dessen Mittelpunkt fie steht. Herr Emil Richard ist, nach seiner Leistung al« Onkel Bräfig zu urtheilen, ein Reuter-Darsteller par excellence. Wie er die tiefe Seelengüte, die breite sichere Behäbigkeit, die treuherzige, mannhafte Derbheit de« prächtigen alten Mannes wiedergad, wie er die zahllosen sprachlichen Pointen, mit welchen die Rolle auSgestattet ih, zur Geltung brachte, das Alles gab ein Ensemble, das Junker - maunS berühmter Leistung in dieser Rolle kaum nachsteht: Herr Richard stattet feinen Bräfig zudem mit einer ®ärmc des Tone« auS, die wahrhaft zwingend auf die Gemüther der Zuhörer wirkt und seine Erscheinung paßt auch ganz eminent zu der Figur des trefflichen AllerweltSonkei«, wie wir fie in unserer Vorstellung hegen. Bei offener Seche und nach jedem Aktschluß erntete der vorzügliche Darsteller, dessen Leistung auch rein physisch genommen, enorm war, stürmischen, andauernden Applaus und viele Hervorrufe. Da« HauS war gut besucht und die Stimmung darin b S zum Ende so onimtrt als möglich.
• • Der^ Vorstand des vezirkßverbaud« der Kretfinnigen Volkspartei für die Provinz Oberhessen tagte gestern im Hotel Victoria hier. Zum führenden Wahlkreis wurde der dritte oberhessische Reich-tag-wahlkrei» bestimmt und der Vorsitz dem Rechtsanwalt Reh-AlSfeld übertragen. ES wurde beschlossen, am 9. Januar nach Schotten einen Provinzim Parteitag einzuberufen.
• • Sine Schlägerei zwischen zwei jungen Leuten fand in der SamStag Nacht in der Bahnhofstraße statt, wobei einer derselben eine Kopfwunde davontrug. Anzeige ist erhoben.
• • Die elektrische Gondelbahn auf Oswald« Garte,, bildet Abend« einen großen Anziehungspunkt, woran allerdings die schönen BeleuchtungSeffecte viel dazu beitragen. Gestern amüfirte sich dort Jung und Alt vortrfflich, bil Schluß gemacht wurde. Daß eine große Menge Neugieriger stet« dabei war, ist selbstverständlich
* * Einen Anflans verursachte gestern Abend in der oberen Bahnhofstraße ein Mann dadurch, daß er in betrunkenem Zustande die Leute beschimpfte. Da eine Ecmahnuno zur Ruhe erfolglo« blieb, muhte er in da« Haftlocal geichaffr werden, wobei er sich widersetzte.
* * Brandstiftnng. Nachdem in der Nacht von SamStag auf Sonntag an zwei verschiedenen Stellen der Stadt Feuer angelegt worden war, jedoch durch rechtzeitige- Eingreifen gleich abgelöscht wurde, wurde in verflossener Nacht wieder in einer Hofraithe am Tiefenweg eine Chaise io Brand gesetzt und beschädigt. Hierbei gelang c« der Schutz- Mannschaft, den Thäter abzufassen. Es ist der schon mehrfach im Verdacht der Brandstiftung gestandene Weißbinder Karl Keil von hier.
* • Verhaftet wurde am vorigen SamStag ein dahier tr. Diensten stehender Knecht wegen Vergehens gegen § 176 deS ReichS-Strafgefetze«, und eine Frau wegen mehrfache Diebstähle.
• • Ladendieb. In einem Laden am Neuenweg ent wendete vorigen Srmstag ein Unbekannter in unbewachtem Moment aus einer Blechbüchse den Betrag von 10 Mark.
’* Wetterbericht. Heber Westeuropa und über ce. Biscaha See ist daS Barometer noch weiter gestiegen un‘ weist über England der Kern de« Maximum« eine Intensität von nahezu 780 Millimeter auf. Bon dort nimmt der Lust druck nach Nordosten hin sehr rasch ab und liegt da« (Sentruu der Depression heute über Lappland mit unter 735 Millimeter Barometerstand. Diese sehr erheblichen Luftdrnckunterschirb! bedingen über Skandinavien und über der Ostsee stürmisch« nordwestliche und westliche Winde. Auf unserem Gebiete war da« Wetter am Morgen ruhig und vielenorts nebelig — Voraussichtliche Witterung: Veränderliche Bewölkaoz namentlich für den Nordosten uib etwas kühler.
Holzheim, 20. November. Gestern Abend gegen 11 Uhr wurde die hiesige Einwohnerschaft durch den Ruf „Feuer' aus der Nachtruhe aufgeschreckt. In dem Hinterhaus bei Herrn Wirth Sarnes war au» bis jetzt unaufgeflörtr


