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besitzen, nach dem Aufgabeort zurück. Die deutschen Post- anflalten find daher angewiesen worden, alle aufgelieferten Waarenprobeu sorgfältig zu prüfen, ob fie den Bestimmungen de» WeltpostvertrageS entsprechen.
** Zn Amerika verstorbene Hessen. Newark, N., (Siemen» Hoffmann, 93 Jabre alt, aus Bechenheim. Buffalo, N. U., Pastor Conrad Bodenbender, 74 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. New Aork, Frau Emilie Ried geb.Koch, au» AlSfeld. Baltimore, Md., Heinrich Petri, 59 Jahre alt, au» Ortenberg. Ebenda. Jacob Wittich', 50 Jahre alt, an» Lauterbach. MaScoutah, Jll., Frau Margaretha Preß geb. Rau, 83 Jahre alt, au» Pfungstadt.
•* Wetterbericht. Der Kern de» barometrischen Maximum» hat sich nunmehr vollständig nach dem Nordwesten und Norden verlegt. Bon hier au» dringt dasselbe noch nach Central-Europa herein, doch find die Luftdruckunterschiede g-gen Süden sehr erheblich geworden, nachdem sich über Italien und über dem Mittelmeergebiet eine Depression ge- btlbet hat. Infolgedessen gestaltet sich die Witterung um beständig und gingen die Temperaturen merklich zurück. — Voraussichtliche Witterung: Wolkiges und kühles Wetter. Im Süden und Osten theilweise Niederschläge.
e. Romrod, 21. October. Die Schnecken haben bei un6 diesmal ungleich größeren Schaden an der Roggen- iaat wie früher ungerichtet. Auf vielen Leckern ist die Ausstellung total vernichtet. Etliche Landwirthe haben diese Aecker wiederum mit Korn ausgestellt. Die leichten Fröste Anfangs October haben dem gefräßigen Ungeziefer so gut wie Nicht» geschadet, denn das Raubzeug verkroch sich in die Ackerkrume und fand so genügenden Schutz. — Aus fast allen Gegenden waren lebhafte Klagen Über da» schlechte Bienen ja hr zu vernehmen. Hier ist man so ziemlich zufrieden , die Tracht war durch guten Stand des WeißkleeS günstig beeinflußt. Sehr erfolgreich wurde die zweite Schur de» Rothklee» von den Bienen beflogen- vermöge deS trockenen Sommers war dieser gegen sonst im Wachsthum zurückgeblieben , blühte aber sehr schön und den Bienen war eS möglich, aus dm kleinen Blüthenköpfen reichlich Honig zu ziehen. In den Nachbarorten habere die Imker bezüglich de» Rothklee» dieselbe Beobachtung gemacht.
Rimbach, 21. October. Eine furchtbare Ueberraschung bekam die Familie Hamburger dahier. Von Saargemünd, wo der hoffnungsvolle Sohn in Garnison stand, kam die Nachricht, der junge H. sei tödtlich verwundet. AIS der Vater sofort nach Saargemünd eilte, fand er seinen Sohn nicht mehr am Leben. Ein Kamerad hatte ihm im Scherz mit dem Dienstgewehr eine Kugel durch den Kopf gejagt. H. lebte nur noch kurze Zeit, während welcher er hauptsächlich bat, seinen Kameraden nicht zu strafen, denn fie hätten zusammen gescherzt und nicht gewußt, daß das Gewehr geladen sei.
? An» dem nordwestlichen Vogelsberg, 21. October. Die letzten Früchte des Feldes, die jetzt heimgefahren werden, find die Hackgewächse: Kraut, Wirfing, Dickwurz und Kohlrüben. DaS ausgezeichnete Herbstwetter ermöglicht eS, daß diese Gewächse trocken in den Keller kommen, zu ihrer Erhaltung bekanntlich die Hauptbedingung. Der Ausfall der Hackgewächse ist im Durchschnitt ein recht guter. Wohl haben die Raupen am Kraut hier und da großen Schaden angerichtet, so daß dasselbe gut im Preise steht, anderseits aber zeigen vollendete Exemplare von Kohlhäuptern das Gedeihen dieser für die Haushaltung wichtigen Culturpflanze, nennt man doch die Deutschen die „Sauerkrauteffer". Beim Einmachen des Sauerkrautes, das jetzt geschieht, begeht man auf dem Lande vielfach den Fehler, daß zu viele Scheiben des harten Strunkes mitgehobelt werden, welche bann das Kraut rauh und grob machen. ES liegt dies daran, daß man hier keine Krautbohrer besitzt, mittelst deren man die Strunke sauber au» den Kohlhäuptern entfernen kann. Auch stehen die Krauthobel meist zu weit, so daß der Schnitt zu grobfaserig wird. Je feiner aber das Kraut eingeschnitten, desto leichter kocht es weich und desto besser istS im Geschmack. Das beweist daS Sauerkraut, das man in den Städten bekommt und dessen Schnitt fich zu dem auf dem Lande meist verhält wie ein Haar zu einem Zugstrang. Zur besseren Erhaltung des Sauerkrautes trägt es sehr bei, wenn man einen Stock von einer Birke mitten in das Kramfaß stellt.
nn. Darmstadt, 21. October. Für uns Darmstädter ist e» traditionell geworden, daß Kaiser Wilhelm einmal im Jahre unserer schönen Residenz, besonder» aber dem Großherzoglichen Hofe hier einen Besuch abftattet. Diese Annahme war für diese» Jahr um so sicherer, als auch Kaiser Nicolaus II. mit seiner liebenswürdigen Gemahlin, unserer Prinzessin Alix, schon seit einigen Wochen Erholung suchend, zum Besuche am hiesigen Hofe weilt. Und so war eS audj; denn gestern konnte der Besuch deS Kaisers Wilhelm als fest- stehen^ gemeldet werden. Punkt 5 Uhr 12 Minuten Nachmittags traf der Kaiserzug im Main-Neckarbahnhof ein, woselbst fich Kaiser NicolauS II., der Großherzog von Hessen, Prinz Heinrich von Preußen, die Prinzen Heinrich und Wilhelm von Hessen, sowie die Spitzen der Militär- und Civil- dehörden zur Begrüßung eingefunden hatten. AIS der Zug hielt, entstieg der Kaiser rasch seinem Salonwagen und eilte auf Kaiser Nikolaus, den Großherzog und Prinz Heinrich von Preußen zu, Jedem kräftig die Hand zum Gruße schüttelnd. Der Kaiser strahlte wahrhaft vor Freude, und man sah es ihm an, daß eS eine Luft für ihn war, hier in Darmstadt Einkehr zu halten. Eine besondere Begrüßung Seitens des Kaisers erfuhren die Prinzen Heinrich und Wilhelm von Hessen, mit denen er fich einige Zeit noch unterhielt. Nach der Vorstellung des beiderseitigen Gefolges begaben fich die beiden Herrscher durch den Fürstensalon zu den bereitstehenden Wagen, wo bei Sichtbarwerden des Kaisers dos nach Tausenden zählende Publikum in brausende Hochrufe auSbrach. Die beiden Kaiser fuhren im offenen zweispännigen Wagen und unter ständigen Ovationen des Publikums in» Großherzog
liche Palais, gefolgt von den übrigen Herrschaften. Dort fand eine Begrüßung der Kaiserin von Rußland und der Großherzogin statt. Abends besuchte der Kaiser da» Großherzogliche Hostheater und fuhr um 10 Uhr nach Berlin zurück.
GernSheim, 21. October. Heute Nachmittag entgleisten auf der Station Groß-Rohrhrim beim Rangiren zwei Wagen eines GÜterzugeS, in Folge dessen der Schnellzug Nr. 163 Basel-Köln (Über Mannheim) eine Verspätung von anderthalb Stunden erlitt. Auch andere Züge wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Mainz. 20. October. Der „M. Anz." schreibt: Auf der Suche nach ihrem Kinde, daS fett seiner Geburt vor 16 Jahren in der Klinik in Marburg in fremder Pflege erzogen wurde, kam die Mutter gestern von Amerika auS hierher. Sie war kurz nach der Geburt des Kindes nach Amerika auSgewandert und hatte fich dort später verheirathet- ihr Mann ist heute ein sehr reicher Gloßkaufmann in New- Uork. Jetzt nach 16 Jahren siegte die Mutterliebe und die Frau kam, um ihre Tochter zu holen, und zu fich zu nehmen. Als fie in daS Dorf H. in der Nähe von Frankfurt kam, wo die Pflegeeltern des Mädchens wohnen, erklärte man ihr, ihre Tochter habe fich auf Besuch hierher nach Mainz begeben. Mit Hülfe der Polizei ermittelte fie die Wohnung der Leute, bei denen ihr Kind angeblich auf der Kapuzinerstraße hier weilte. Dort kam die Amerikanerin aber auch wieder vergeblich hin, denn es hieß, vor ganz kurzer Zeit habe fich die Gesuchte entfernt, um nach H. bei Frankfurt zurückzukehren. Mit dem nächsten Zuge fuhr die Mutter in Begleitung eines Polizeibeamten nach der betreffenden Station, wo die Pflegeeltern wohnen. Beim Vrrlaffen des Zuges bemerkten fie noch im BahnhofSgebiet ein Mädchen im ungefähren Alter ihrer Tochter, daS denselben Zug benutzt hatte. Dem eigenen Gefühle, als ob daS ihre Tochter sei nachgebend, ließ fie den fie begleitenden Beamten nach deS Mädchens Namen fragen. Da ergab e,6 sich denn, daß Mutter und Tochter gegenüber* standen. Doch erklärte die Letztere nicht mit nach Amerika gehen, sondern bei ihren liebgewouneneu Pflegeeltern bleiben zu wollen. Bis zur Abreise des Beamten war eine Sinnesänderung bei ihr nicht zu erreichen. Wie aber inzwischen von H. mitgetheilt worden ist, soll daS Polizei-Präsidium von Frankfurt, daS um vermittelnde Hülfe angegangen wurde, es erreicht haben, daß daS Kind nun doch der Mutter nach der neuen Heimath folgt.
Mainz 21. October. Der „Mainz. Anz." schreibt: Vorgestern gaben wir ein Bild menschlichen Elends au» dem Hause Neuthorstraße 5 und heute find wir schon in der Lage, Über schnelle und, wenigstens für die nächste Zeit, ausgiebige Hilfe durch die allgemeine Mildthätigkeit berichten zu können. Vorher jedoch noch Einiges Über die Größe des jetzt gelinderten Elend». Die Familie ist vor etwa Jahresfrist von Höchst a. M nach hier verzogen. Der kranke Mann konnte nichts verdienen und der geringe Verdienst der Fran reichte für drei Köpfe nicht au». Ein Stück nach dem anderen vom HauSrathe mußte versetzt oder verkauft werden, um daS Nötigste zu bestreiten, bis nur noch das Allerunentbehrlichste vorhanden war. Auf die öffentliche Wohlthätigkeit hat die Familie hier keinen Anspruch, da fie daS Recht de» Unter- stützungSwohnfitzrs hier noch nicht besitzt und in Höchst um Unterstützung nachzusuchen, konnte fie fich nun einmal nicht entschließen. Am vergangenen Sonntag Morgen begab sich der Mann mit dem letzten, waS er für verkäuflich hielt, seinem Gebetbuch, in einen Laden der Himmelgasse, um eS zu versilbern- allein die betreffende Geschäftsinhaberin sah dem Manne die Noth an und schenkte ihm einen halben Laib Brod und etwa- Latwerg, womit fich die Familie bis zum Montag Abend ernährte. Am Montag Nachmittag war der durch Hunger, Kummer und Krankheit nicht mehr ganz zurechnungsfähige Mann auf daS Armenamt gegangen, hatte die vom Hausherrn eigenmächtig vollzogene Exmlffion geklagt und auch fofort 10 Mk. als Abschlagzahlung auf die Miethe erhalten, wovon er fich indeflen einen Strick kaufte und in seiner Verzweiflung einen Selbstmordversuch auf dem Fried- Hofe machte. Der Rest des Geldes wurde später bet ihm vorgesunden. Nach der Geburt deS in der Nacht von Montag zu Dienstag zur Welt gekommenen KindeS war es zunächst die Hebamme, Frau Rückert, welche mit unermüdlichem Eifer bei ihr bekannten Familien Gaben für die Bedürftigen eins sammelte, bis durch uns auch weitere Kreise auf das herrschende Elend aufmerksam gemacht wurden. Bereit» vorgestern Nachmittag trafen Eßwaaren, Weißzeug für die Wöchnerin und den jungen WelbÜrger, sowie Baargeld ein. Außerdem lagen noch verschiedene Bestellungen vor, welche den Mann zur Abholung von Gegenständen aller Art und Baargeld auf» forderten. Wahrhaft rührend ist die Opferwilligkeit der Arbeiter einer hiesigen Werkstätte, welche eine Sammlung unter fich veranstaltet hatten, vor Ablieferung des Betrages aber einen Vertrauensmann in die Wohnung der Armen schickten, um fich zu überzeugen, ob ihre sauer verdienten Groschen auch angebracht seien. Der betr. Arbeiter war beim Anblick der Noth derart ergriffen, daß er sofort 50 Psg. vor sich auf den Tisch legte, mit dcm Bedauern, nicht mehr zu besitzen. Die Stadt hat inzwischen dafür Sorge getragen, daß die Leute vorläufig wohnen bleiben können.
—11— Alzey, 21. October. Die Weinlese ist in unserer Gegend seit dieser Woche in vollem Gange. Hatten auch manche WeinbergSbefitzer seither noch gezögert wegen des sonnigen Wetters der letzten Tage, wo tägltch die Süßigkeit der Trauben noch fast um einen Grad zunahm, so hat die Bewölkung des Himmels nunmehr diese Hoffnungen beseitigt. Selten ist ja solch ein Wetter beim Traubenherbst, aber leider läßr die Ernte sehr zu wünschen übrig. Fast überall werden die Lesearbeiten rascher beendet als vorgesehen. Wir haben wiederholt die „Winzer und Winzerinnen" zeitiger heimziehen sehen, al» eS die Feierstunde gebot. Leute, die zwei Tage „lesen" wollten, waren in knapp einem Tage zu Ende. DaS Mostgewicht schwankt zwischen 70 und 90 Grad nach Oechsle, je nachdem die Weinberge geschützt waren oder nicht- denn für die nicht rationell behandelten Trauben hatten
die Sonnenstrahlen de» Octobers keine Wirkung mehr, da daS Laub längst gefallen. Die Qualität ist jedenfalls durchschnittlich zufriedenstellend, und auch die Preise find dementsprechend. Für ein Viertel, d. h. 16 Liter, werden 1,50—2 Mk. bezahlt, während tm Vorjahre kaum der Preis von einer Mark erreicht wurde. In den verschiedenen Localen wird dem „Süßen", „Bitzler" und „Bremser" schon reckt eifrig zugesprochen und erweisen fich die polizeilich angeordneten Laternen in den AuSgangSthüren als recht vortheilhas!.
Ober-Olm, 18. October. Wo find die Ochsen? Bor einigen Jahren wurden die bctbea hiesigen Gemeinde bullen, welche sich zur Zucht nicht mehr eigneten, penfio nirt und zum Verkauf gestellt, alS Etsatz wurden zwei neue Thiere angekaust. Bei Prüfung der Gemeinderechnung hat nunmehr die Abrechnungskammer zu Darmstadt zwar die Ausgaben für zwei neue Ochsen gebucht norgefunben, aber keine Einnahmen für die verkauften Thiere, auch kein Beleg war vorhanben. Auf eine RevifionSanfrage wußte Weber der Bürgermeister, noch ber Gemeinberath Auskunft zu geben, wo unb wann unb wie hoch unb an wen die beiden Ochsen verkauft worden find. Auch bis j-tzt hat über den Verbleit» der Thiere nicht» ermittelt werden können. Die Sache hat auch den KteiSauSschuß beschäftigt und nunmehr hat dcc Bürgermeister mit Genehmigung des KreiSamteS für die beiden verschwundenen Ochsen einen Betrag von 600 Mark erlegt.__
Z>€rmifd>tes.
* Cleve, 20. October. Aus dem benachbarten GoÄ wird gemeldet, daß unter dem Verdacht, einer internationalen Falschmünzer-Gesellschaft anzugehören, der in glänzenden BermögenSverhältniffen lebende Gutsbesitzer v. L. zu Niedermoermter verhaftet wurde. Man kam dem Verdachte dadurch auf die Spur, daß die Falschscheine meistens von unbemittelten Leuten ausgegeben wurden.
• VreSlan, 20. October. Dem „Breslauer General- Anzeiger" zufolge wurde gestern Abend nach 11»/, Uhr der Bahnwärter Josef Prauß aus Grabschen ungefähr 150 bis 200 Meter von seiner Wärterbude entfernt tobt auf- gefunden. Seine Verletzungen beuten barauf hin, baß er von einem Eisenbahnzuge überfahren worben ist.
• Kraustadt, 21. October. DaS Rittergut Oberheiers- borf ist von einer Feuersbrunst heimgesucht worben, bei welcher bie betben Kinder der Pätzolb'schen Eheleute verbrannten.
Bei der Redaction eingegangene Bücher re.
— Das Antiquariat Karl KrebS, Gießen, versendet soeben den Antiquarischen Anzeiaer Rr. 26, welcher einen The» der Btbltothet des verstorben'» Professors Dr. Buchner, Gießen, enthält unb Mathematik, Astronomie, Meteorologie umfaßt. Für Interessenten gratis.
Eingesandt.
Gießen, 22. October 1897.
Schon seit längerer Zeit werden die sonst so friedlichen Bewohner der Mäusburq fast allabendlich nach 10 Uhr durch das markerschütternde Spielen eines Clavier-Virtuofen in ihrer nächtlichen Ruhe gestört.
Im Interesse Aller möchte Einsender dieses darauf Hinweisen, daß es für die der Ruhe Bedürftigen nickt nur sehr störend, sondern auch Seitens des Spielers recht unpassend ist, eine solche Zeit für seine musikalischen Ergüsse zu wählen, zumal der Anschlag, je nach der Art des vorzutragenden Stückes, ein ungemein zarter (!?> und die Ausdauer beim Spielen eine geradezu bewundernswerthe zu nennen ist. So war man z. B. gestern Abend um 117z Uhr noch genöthigt seine Fenster fest zu schließen, um endlich von den verlockenden Tönen, welche verstimmend auf das Gemüth der Ruhenden wirken, befreit zu sein.
Selbst den Vorübergehenden fesseln die Klänge der Musik und erinnern ihn dabei an die Worte Hamlets: „Das ist's, das zwingt uns, still zu stehen" und das mit Recht, denn die Vorträge sind — bezaubernd! Schade, daß die Wächter der Ruhe dies noch nicht zu würdigen verstanden. Einer für Viele!
rLirchttche Anzeigen öet Stad» Oietzeu.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
Sonntag, den 24. October. 19. Sonntag nach Trinttcni-.
Air der Aoha««e»kir»e.
Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann
Nachmittas 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Montag den 25. October, Abends 8 Uhr: Bibelstrrrrde im Confirmandensaal der Johanneskirche. Die Psalmen, zunächst Psalm 1. Pfarrer Dingeldey
I« der KrtedhofSeapeLe.
Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Im «onfirmarrderrsaal, «evstadt 61.
Vormittags 11 Uhr: Klnderkirche für bie MatthäuSgemeinde. Pfarrer Schlosser.
Die Vorbereitung findet Samstag den 23. October, Nachmittags 3 Uhr. in der Stadtknabenschule statt.
Donnerstag den 28. October, Abends 8 Uhr, im Con- firmandensaal, Neustadt 61: Bibelstunde für die Matthäusgemeinde. 1. Brief Pauli an die Coriather, Kapitel 3 Pfarrer Schlosser.
Nächsten Sonntag, den 31 October: Rrformationsfest. An diesem Tage findet Beichte und heiliges Abendmahl für alle vier Gemeinden im Abendgottesdienst in der Johanneskirche statt. Anmeldungen vorher bei den Pfarrern erbeten
An demselben Tage wirb eine Collecte für die Gustav Adolf- Stiftung erhoben.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 23. October.
Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte:
„ um 671, Uhr: Rosenkranzandacht mit Segen.
Sonntag den 24. October. 20. Sonntag nach Pfingsten -
Vormittags von 67, Uhr an Gelegenheit zur hl Beichte;
. um 7 Uhr erste hl. Messe;
w um 8 Uhr zweite hl. Messe;
„ um 97, Uhr Hochamt mit Predigt;
Nachmittags um 57i Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranzandacht mit Segen.
An den Wochentagen ist täglich des Abends um 6 /, Uhr
Rosenkranzandacht mit Segen , . _ _ . .
Die Versammlung des Volks-VereinS wird erst Sonntag den ! 7. November, Abends 8 Uhr, in „Lonys Bierkeller stattfiaden.


