Handel und Schifffahrt seitdem genommen hätten. Mit Freuden heißt er schließlich die deutschen Gäste im Stadthause der Schrldeftadt willkommen. Auf die Begrüßung antwortete Oberbürgermeister »dicke».Frankfurt, indem er den Dank der fremden Festtheilnehmer für den warmen Empfang auS- sprach. Er erinnerte an die wechselvolleu Schicksale der Stadt Antwerpen, die sich aber immer wieder emporgerafft habe, Dank der Tüchtigkeit ihrer Einwohner, die heute ihr (Semem- wesen zu einer Blltthe gebracht hätten, die alle frühere Bedeutung hinter fich Uffe. Er wie» besonders auf die groß- artigen Straßeoaulagen hin, die mit der Stadterweiterung geschaffen wurden, sowie auf die Leistungen auf dem Gebiete der Kunst. Der Redner schloß mit einem Hoch auf die Stadt Antwerpen. Nunmehr machten die Festtheilnehmer einen Rundgang tu den prachtvollen, in elektrischem Lichte strahlenden Sälen des RathhauseS und bewunderten die historischen FreSkogemälde de» Baron Ley» und anderer Antwerpener Künstler. Gegen 9 Uhr begann ein von Dilettanten ausgeführtes, von Jan Block» geleitete» Bocal- und Instrumental-Concert, in dem nur vlämische Korn* Positionen dargeboten wurden. Gegen 10^/z Uhr war die Empfangsfeier zu Ende. Alle Thetlnehmer verließen die Feier sehr befriedigt. Morgen früh erfolgt die Besichtigung der Hafenanlagen, an die fich ein Frühstück auf dem Lloyd- Steamer „Bremen" reihen wird. \ (Franks. Ztg.)
Wolff» telegraphische» Lorrespondmz-Bureau.
Berlin, 21. October. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Ihre Majestät die Kaiserin Augusta Victoria vollendet morgen ein Lebensjahr. Mit dem kaiserlichen Gemahl, den Kindern de» hohen Paare», dem gesammten königlichen Hause und allen befreundeten Fürstengeschlechtern vereinigen fich da» preußische, da» deutsche Volk in den wärmsten und aufrichtigsten Glückwünschen für die Kaiserin. Alle verehren in der LandeSmutter daS Muster und Vorbild einer deutschen Fran und Fürstin. Erst in den letzten Monaten und Wochen haben die Tage am Tegernsee nicht minder wie die in Schlesien» Überschwemmungsgebieten beredte» Zeugniß von dieser alle Schichten durchdringenden Verehrung abgelegt. Wo immer Ihre Majestät erscheint, gestaltet fich der Tag zu einem Festtage, nicht zum wenigsten sür die Nothleidenden und mit Sorge Beladenen. ES gibt daher nur den Gefühlen eines ganzen, von Dankbarkeit erfüllten Volke» Ausdruck, wenn an ihrem Festtage heiße Gebete zum Himmel steigen, um Glück und Segen für die Fürsttn zu erflehen, auf deren Haupt die Kaiser- und Königßkrone nur al» ein Schmuck ihrer hohen Tugenden erscheint.
Berlin, 21. Octoder. Der „Berlin. Eorresp." zufolge drückte der Kaiser dem Minister der öffentlichen Arbeiten seine große Befriedigung Über die Leistungen der preußischen StaatSeisenbahnen anläßlich der diesjährigen Truppenübungen au»- insbesondere im Bereiche der Kaiser- manöver ermächttgte er den Minister, allen betheiligten Be- amten und Arbeitern seine Anerkennung für die bewiesene treue Pflichterfüllung und seinen Dank auSzusprechen.
Berlin, 21. October. Der BundeSrath ertheilte heute dem mündlichen Ausschußbericht über den Nachtragsantrag Preußen», betr. die Ausführung des Börsengesetzes vom 22. Juni 1896, die Zustimmung.
Berlin, 21. October. Den Abendblättern zufolge ist der Direktor des Geologischen Instituts am Müggelsee, Profeffor Fränkel, infolge eine» Unfalles heute gestorben.
Frankfurt a. M, 21. October. Die Senckenbergische uatursorschende Gesellschaft hat Profeffor Virchow, welcher derselben seit dem 23. October 1847 al» correspondirendeS Mitglied angehört, zum correspondirenden Ehrenmitgliede gewählt.
München, 21. October. Im Finanzausschüsse erklärte aus verschiedene Anfragen der Staatsminister Freiherr v. Erailshcim, daß da» Befinden beß Königs Otto im Wesentlichen unverändert geblieben fei, ferner, daß der Priozregeot eine Aenderung der Regentschaft nicht wünsche und an den gegenwärtigen Verhältniffen nicht» geändert sehen wolle. Auf eine weitere Anfrage Dr. Ratzinger», wie fich der Minister zu der Frage einer Verfassungsänderung während der Regentschaft stelle, erwiderte Minister v. Crailsheim, daß er die Möglichkeit einer VerfaffungSänderung nur sür besondere dringliche Fälle, die sorgfältig zu prüfen feien, anerkenne.
Depesche» de» Bureau , Herold.*
Berlin, 21. October. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge ist die Ernennung deS Botschafters v. Bülow zum Staatssekretär des Auswärtigen Amte» und zum Staats- Minister gestern vom Kaiser vollzogen worden.
Berlin, 21. Oktober. Der Untersuchungsrichter am hiefigen Landgericht I macht heute durch Säulenanschlag bekannt, daß auf die Ergreisung deS Schuhmachers Josef Go euch, de» mnthmaßlichen Mörder» der Wittwe Schultze und ihrer Tochter, eine Belohnung von 1000 Mark au»gesetzt ist.^
Berlin, 21. October. Der gegenwärtig in Berlin weilende türkische DivifionSgeneral und Ehrenadjutant des Sultans, Ahmed Aftf Pascha, Chef der General-Jnteo- dantur in Konstantinopel, ist hierher gekommen, um sich mit den deutschen verhältniffen vertraut zu machen.
Frankfurt a. M, 21. October. Der „Franks. Ztg." wird au» Madrid telegraphirt: Einer Cabelmeldnng au» Manila zufolge hat eine schreckliche Katastrophe die Philippinen-Jnseln Leyte und Samar, südlich von Luzon gelegen, mit seiner Gesarnmtbevölkerung von rund 600 000 Seelen am 12. d. M. heimgesucht. Sin surchtbarer Taisun, begleitet von einer berghohen Sturzwelle, ist über die gesammten Inseln gekommen. Die östlichen Küsten haben besonder» schwer gelitten. Viele Ortschaften, deren Wohn- ungeu auS Bambusrohr und Flechtwerk bestanden, find fast
gänzlich zerstört. Die Stadt Tacloban bildet einen Trümmerhaufen. Ueber 400 Leichen wurden bereit» au» dem Schutt und Schlamm gefördert. JnSgefammt dürften über 3000 Menschen, sämmtlich Eingeborene, umgekommen sein. Der angerichtete Schaden ist enorm. Weitere Einzelheiten fehlen noch.
Kiel, 21. Oktober. Die Leiche des mit dem Torpedoboot S 26 verunglückten Oberfeuermeistersmaat Riechert ist unweit Weffelburen an den Strand getrieben und in der dorttgen Leichenhalle anfgebahrt worden. Die Beerdigung findet unter Betheiligung der Krtegervereine heute Nachmittag statt.
Slbing, 21. October. Der „Elb. Ztg." zufolge wurde auf Verfügung des KrtegSmintfterinmS der Pfarrer Steffen in Marienwerder von der Seelsorge für die katholischen Mannschaften der dortigen Garnison enthoben, weil er beim letzten Geburtstag des Kaisers, gelegentlich de» Fest- gotte»dienste» für die katholischen Mannschaften, de» Geburt»- tageS mit keinem Worte Erwähnung gethan hatte.
Karlsruhe, 21. Oktober. Der Kaiserliche Extra zu g ist pünktlich um 10 Uhr hier eingelaufen. Großer Empfang unterblieb. Am Bahnhofe waren znm Empfange anwesend: der Großherzog, die Prinzen Max und Karl von Baden, der preußische Gesandte v. Eisendecher, der cornmandirende General v. Bülow und der Stadtcommandant v. Brösigke. Der Kaiser trug die Uniform der Garde-Kürasfiere. Die Fahrt vom Bahnhof nach dem Schlöffe erfolgte im offenen Hofwagen. Der Kaiser wurde überall lebhaft begrüßt. Um 12 Uhr wird der Kaiser da» am 18. d. Mt». enthüllte Kaiser-Wilhelm- Denkmal befichtigen. Bei dieser Gelegenheit wird der Oberbürgermeister eine Ansprache an den Kaiser richten.
Karlsruhe, 21. October. In seiner Erwiderung auf die Ansprache des Oberbürgermeisters bei der Besichtigung des Kaiser-Wilhelm-Denkmal» sprach der Kaiser seine Freude darüber auS, daß die Stadt ein solch herrliche» Denkmal errichtet hat. So wie der Kaiser in Erz gebildet vor unseren Augen dasteht, ist er uns ein Paladium, das unS Allen neuen Muth schafft und sür große Ziele stärken soll. AlS Kaiser Wilhelm noch lebte, gab e» in Berlin eine sehr hübsche VolkSfitte. Jeder Arbeiter, Bürger und Soldat ging, wenn er an fein Tagewerk schritt, am Palais deS Kaisers vorüber und wenn er meinen Königlichen Großvater an seinem Schreibtisch sitzen sah, so schöpste er neuen Muth zur Arbeit. Er ging mit um so größerer Freude seinen Pflichten nach. So möge Jeder und vornehmlich die Jugend, wenn sie an dem Denkmal vorüberzieht, in dem Standbilde des großen Kaiser» eine Aufforderung freundlicher Pflichterfüllung erblicken. Ich hoffe, daß der gleiche patriotische Sinn, wie ich ihn hier jeder Zeit gefunden habe, auch in jeder anderen Stadt be» Reiche» nicht lässiger anzutreffen fei. Die wir den hohen in Gott Ruhenden gekannt haben, werden un» de» hohen Herrn auch so erinnern. Aber spätere Generationen möge diese» Standbild des großen Kaisers aneifern und Jeder, der an dem Denkmal vorüber an fein Tagewerk geht, möge in diesem Anblick eine Mahnung zur freudigen Erfüllung feiner Pflichten finden, zum Wohle der Stadt und de» ganzen Vaterlande». Der Kaiser schloß mit einem Hoch auf den Großherzog und die Großherzogin.
Budapest, 21. October. Die Grauer Comitat-Ver- waltung hatte eine HuldigungSadresfe an den deutschen Kaiser beschloffen und dieselbe dem Ministerium de» Innern zur weiteren Beförderung übergeben. Die Adresse wurde jedoch mit dem Bemerken zurückgesandt, daß eine derartige Huldigung fremden Monarchen nicht dargebracht werden dürfe.
Lemberg, 21. October. Nach Blättermeldungen au» Warschau ist dort da» Gerücht von der Verbannung de» römisch-katholischen Bis ch ofe» in Petersburg Dr. Simon verbreitet und zwar infolge eine» an die Geistlichkeit gerichteten Circular» über die Abhaltung de» Gottesdienste» in polnischer Sprache. Die bereits angekündigte Kongregation der neuen polnischen Bischöfe in Rußland soll bis zur Rückkehr des Zaren verschoben sein.
Athen, 21. October. Im Finanzministerium fand eine Berathung des Präsidenten deS Areopag» und mehrerer Juristen über die bei der ausländischen Finanz- controle in Betracht kommenden rechtlichen Fragen statt. — Nach einer Blättermeldung ist ein holländisch-belgische» Syndikat gegen bestimmte Garantien zu einer Anleihe von 160 Millionen Franc» bereit.
Darmstadt, 22. Oktober. Kaiser Wilhelm reiste gestern Abend um 9 Uhr 45 Mtn. wieder ob. Der Großherzog geleitete ihn zur Bahn.
Berlin, 22. Oktober. AuS Madrid wird dem „Berl. Tagedl." telegraphirt: Die Absendung neuer amerikanischer Freibeuterschiffe nach Cuba verschlechtert erheblich die spanisch-amerikanischen Beziehungen. Im gestrigen Ministerrath schlugen mehrere Minister die Absendung einer großen Rote nach Washington vor, wovon Sagasta jedoch adrieth. Die Regierungsblätter erklären, die offene Unterstützung de» kubanischen Aufstande» durch Nordamerika vereitele die Durchführung der Autonomie. Die Lage ist wieder sehr gespannt.
Wien, 22. Oktober. Dem „Neuen Wiener Tageblatt" zufolge soll eine Staat»steuer für Radfahrer eingeführt werden.
Rom, 22. Oktober. An» Aden wird berichtet, daß ein französischer Messagerte-Dampfer in Gibuti 40000 Graß- Gewehre für König Menelik anSschiffte.
Cocales unb proohtjicHes*
Stehen, den 22. Oktober 1897.
* * AuSzeichnnng. Seine König!. Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigft geruht, dem Wiegemeister Johanne» Jäger in Hirzenhain da» Allgemeine Ehrenzeichen I mit der Inschrift „Für treue Arbeit" zu verleihen.
• • Rilttardieustuachrichteu. Kreuter (Eduard), i 1« suite de» Infanterie-Regiment» Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess) Nr. 116 und Compagnieführer bei der Untero'fizier- schule in Biebrich, al» Comp Chef In da» Ins. Regiment v. Grolman (1. Pos.) Nr. 18 versetzt- — befördert ist zum Sec.-Lieutenant der Port.-Fähnrich Wolf vom Inf.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116
• • Fruchtpresse, mitgetheilt von der PreiSnotirungßstelle de» hessischen LandwirthschaftSrath» am Fruchtmarkt zu Frankfurt o. M.: Per 100 Kilogramm gute marktfähige Waare, je nach Qualität, loco Frankfurt a. M.: Weizen, hiesiger 18.75 bi» 19 Mk., Roggen, hiesiger 14.25 biß 14.50 Mk., Gerste, hiesige 17.75 bi» 19 Mk., Hafer, hiesiger 13.50 bi» 14.25 Mk.
* * Petition. Eine ausführlich begründete, wohl von allen auf Widerruf angestellten Staatsbeamten de» Großherzogthum» unterzeichnete Vorstellung, in welcher die Gesuchsteller um definitive Anstellung unter Anrechnung der Dordienstzett bitten, ist, lt. „Darmft. Tagdl." nunmehr an die Erste und Zweite Kammer sowie an sämmtliche Ministerien abgegangen. Die Petenten geben fich der Hoffauvg hin, daß Großh. Regierung und Landstände der Vorstellung wohlwollende Beachtung schenken und die vor 77 Jahren eingeführte, nicht mehr zeitgemäße widerrufliche Anstellung der Gesuchsteller in eine definitive verwandelt werde.
• • Lehreriaueuprufuug. Der diesjährigen Prüfung für SchulamtSaspirautinnen in Alzey unterzogen fich 19 Damen,, sieben davon bestanden baß Examen. Dieselben dürften auf Anstellung in den nächsten Jahren schwer rechnen, da in Hessen ein großer Ueberflnß au Lehrerinnen herrscht. Sc harren noch Damen ihrer Anstellung, welche im Jahre 1891 ihre erste Prüfung bestanden.
• •EL btadttheater. Ueber die Berechtigung beß Titel» „Renaissance" de» gestern Abend ausgesührten Lustspiel» von Franz v. Schönthan und F. Koppel-Ellseld ist schon rnehrsache Controversia yerbonun, wie der im Stück auf» tretende Magister sagen würde, geführt worden. Die Meisten sehen darin bis heute und wohl ferner noch einen Wider' sprach, eine Anmaßung, durch seinen Inhalt einen Vergleich mit der kühnen, großen, prachtvollen Reuaissaoce, dec Zeit eines Cesare Borgia und Michel Angelo, zu wagen. Woh: die Wenigsten Haden im Sinne der Verfasser den Titel „Renaissance" bloß al» leitenbeß Motiv der in der Handlung einerseitß fich vollziehenden, neuerstehenden Liebe der Marchesa Sansavello zu dem Maler Silvio erkannt, andererseits aber auch in der Erklärung des PaterS: „Wenn wir uns Menschen noch so sehr belauschen, all unser Können, Wachsen, Blüh'» unb Reifen: Wir fühlen stets, baß wir bte Hüllen tauschen unb können, wie'S geschieht, boch nie begreifen." Immerhin muß auch bie Mehrzahl ber Tabler doch zugeben, daß el noch weit schlechtere, inhaltlosere unb über einen Theater abenb weniger leicht hinweghelfenbe Stücke gibt, al» biefe», das trotz seiner sentimentalen Scenen doch auch solche er freuenden Humor» unb Uebermuth» oufzuwessen hat und ein nicht zu anspruchsvolle» Publikum besten» unterhält. Tadeln ist so leicht, sowohl über ben Inhalt eine» Stücke», al» auck über dessen Darstellung. Literaturkunbige, Aesthetiker, Kritiker unb noch viele Anbere vergällen sich oft bte Freude über ein keinen Anspruch auf gelehrte» Urtheil machende» Stück, da» eben als das genommen Werden muß, maß eS ist: Heitere Muse für ein paar Stunden. — Das Lustspiel erlebte vorige» Jahr dahier ein paar erfolgreiche Aufführungen. Auch die gestrige erfreute fich wieder eine» guten Besuch» und lebhafter Beifallsbezeugungen. Die Darstellung war im Ganzen lobenSwerth, in einigen Scenen sogar ausgezeichnet. Frl. Würdig al» Marchesa war in Haltung unb Ton ganz die vornehme Italienerin- ihr Bemühen eine» StimmauS- gleich» bei ben wechselnbeu Gefühlsausdrücken war erfolgreich, so baß ber seither störeub bemerkbare Contrast aus- gehoben würbe. AlS Maler Silvio bet Herr Frttzfchler, gleich im Vorjahre, eine gute, künstlerisch burchgesührte Leistung. Den jugenblichen Bittorino gab Frl. v. Winter^ stein voll Frische unb Lebendigkeit. Im ersten Act, bei der Lobrede des PaterS über die Männlichkeit und Tugenden diese» jungen Edelmanne», traf fie weder in Mimik noch Haltung da» Richtige, fie bot eine Karikatur, doch im zweiten und dritten Act wurden diese Fehler in bester Weise gut- gemacht. Der Pater Bentivoglio, diese im Rahmen ber Handlung so stimmungsvolle Figur, sand in Herrn Forsch einen tüchtigen Vertreter, der durch seine Ruhe, seine verklärende Heiterkeit sympathisch wirkte. Einen possenhaften Magister stellte Herr Dos er, eine flotte, kokette ÜRirro Frl. Nathusiu», sowie eine anmuthig-schalkhafte Coletta Frl. Berner, welche nur einen Fehler, ben be» allzuraschen Sprechens kunbgab. — Regie, Ausstattung nnb Jnsceuirunß verdienen lobende Erwähnung. Der BeleuchtungSeffect eine» „herrlichen Abeudroth»" am Schluß des letzten Acte» mißlang dagegen vollständig.
• • Kriegerdenkmal. Die Jury zur Beurteilung der eingegangenen Entwürfe zu einem Kriegerdenkmal für ben Marktplatz unserer Stabt konnte bislang wegen Be- Hinderung be» Professor Schaper-Berlin, ber bekanntlich Mitglied de» PreiSrichter.Collegium» ist, nicht zusammen- treten. Al» Zeitpunkt ber Erledigung dieser Aufgabe Haden die Mitglieder ber BeuriheilungS Commisfion Tube November vorgesehen.
• • FechiVerei» Waisenschntz. Am 6. November findet i» Saale von „LonhS Bierkeller" ein Familien-Abend des Hessischen Fechtverein» „Waisenschutz" Verband Gießen statt, zu dem auch Nichtmitglieder de» Vereins eiogeladen find.
* • Muster ohne Werth. Unter der Bezeichnung „Muster ohne Werth" werden vielfach mit der Post von Seiten der Fabrikanten unb Geschäftsleute Gegenstände verschickt, welche einen Saufwerth haben und deshalb keinen Anspruch aus die ermäßigten Briefsätze machen können. Neuerdings gehen I oun die Postverwaltungen, insbesondere die franzöflscheo, gegen derartige Fälle der Portohinterziehung streng vor und senden alle Waarenproben, welche irgend einen HandelSwerth


