war und starke griechische Detachement» schon weiter alS Halbwegs Arta-Jannina vorgedrungen waren, konnte nunmehr die Pforte — unzweifelhaft mit Fug und Recht — den Botschaftern in Konstantinopel erklären lasten, daß zur Zeit keine griechischen Truppen mehr in EpiruS stehen. Denn der Erfolg der türkischen Waffen in Thessalien ist erst durch die Lreigniffe der allerletzten Tage vollständig geworden: nachdem DomokoS noch in letzter Stunde von türkischen Truppen genommen und so gut wie ganz Theffalten in die Gewalt der Türken hiermit gelangt ist; eS ist die» eine bittere Erfahrung und Lehre sowohl für die Griechen selbst al» auch für alle die, welche Griechenland zn diesem wahnsinnigen Borgehen angespornt haben und als solche seien besonders die französischen Griechenschwärmer erwähnt, die vor AuSbruch des griechisch-türkischen Krieges auf die französische Regierung eine thörichte Pression auSzuüben suchten.
WaS nun die von Seiten der Türket gestellten Bedingungen anbetrifft, so dürfte angesichts besten, daß solche durchweg als exorbitant bezeichnet worden find, eine Einigung sobald noch nicht zu erwarten sein. Wenn auch Griechenland einige strategische Grenzbertchtigungen bewilligt, so ist andrerseits an eine Cesfion Theffaliens, wie fie vom Sultan unter anderen Bedingungen verlangt wird, nicht zu denken- dies hieße die ganzen Päffe und Berge daselbst den Türken preiSgeben, mit einem Worte Griechenland der Türket über- liefern. Ganz abgesehen davon, daß die europäischen Mächte eine Vergrößerung deS türkischen Gebiets nie zulasten würden und es weit mehr im Jntereffe Deutschlands und des europäischen Gleichgewichts säge, dem zerrüttenden Lande, nach der Lehre, die ihm ertheilt worden, thunlichft wieder aufzuhelfen.
Von der ferner geforderten Kriegsentschädigung von 10 Mill. türk. Pfand wird die Türket wohl ein Drittel, wenn nicht die Hälfte, nachlasten müffeu. Hierzu sei bemerkt, daß noch eine AnzahlJahre vorübergehen werden, ehe Griechenland, selbst wenn unter europäische Coutrole gestellt, im Stande sein wird, seinen Gläubigern mehr als bisher zu bezahlen,- um so schlimmer würde daher die Auferlegung einer allzuhohen Entschädigungssumme für Griechenland jetzt sein. Ein Punkt, der indeffen noch schwieriger zu erledigen sein wird, ist die Regelung der kretischen Angelegenheit selbst. Kreta bildet aber keinen Gegenstand der Verhandlungen der beiden kriegführenden Staaten, sondern darüber wird die Türkei sich lediglich mit den Großmächten auseinandersetzen. Endlich schwebt über Griechenland und seiner Dynastie noch die größte Gefahr. Wenn nämlich vollständig demobilifirt sein wird und die Mannschaften mit ihren Offizieren in die Heimath zurück- kehren werden, so wird Athen der Tummelplatz turbulenter Elemente sein, die sich gegen daS Königshaus kehren dürften, und die mit Recht von den europäischen Mächten befürchtet werden. Am ungerechtesten ist die öffentliche Meinung gegen den Kronprinzen, der bis zum letzten Augenblick vom Krieg abrieth, die überhitzten Patrioten im Zaum zu halten suchte, die Mißerfolge voraussah und jetzt für die Nieder- lagen verantwortlich gemacht wird. Der Waffenstillstand ist wohl abgeschlosten, der Friede somit wohl auch gesichert, trotzdem wird daS unruhige griechische Volk Europa noch einige Zett im Athem halten und noch manche diplomatische Note deswegen auSgetauscht werden.
Wolff» telegraphische« Eorrespondoy-BxrÄM».
Berlin, 21. Mat Die „Statistische Correspondenz" beziffert den Saatenstand für Preußen von Mitte Mai wie folgt: Wtnterweizen 2,5, Sommerweizen 2,6, Winterspelt 2,5, Winterroggen 2,6, Sommerroggen 2,7, Sommergerste 2,6, Hafer 2,7, Erbsen 2,8, Kartoffeln 3,0, Klee 2,5, Wiesen 2 6, wobei 1 sehr gut, 2 gut, 3 mittel bedeutet.
Potsdam, 21. Mat. Ihre Königliche Hoheit die Prin- zesstn Heinrich von Preußen traf heute Nachmittag kurz nach 1 Uhr, von Rußland kommend, zum Besuche Ihrer Majestät der Kaiserin auf der Wildparkstation ein.
Wtrfchkowitz, 21. Mat Seine Majestät der Kaiser wurde bet der Wärterbude 20 vom Grafen Hochberg erwartet und fuhr direct von dort zur Pürsche nach Tschotschwttz und Jdahoi. Das Gefolge Seiner Majestät begab sich nach Wtrschkowttz
Sybilleuort, 21. Mat. Der Kaiser traf um 1 Uhr 40 Min. hier ein. Er umarmte und küßte den König von Sachsen und begrüßte den Generaladjutanten Generallteulenant v. Mtnckwitz, sowie den Landrath Grafen Kospoth. Alsdann erfolgte die Fahrt zum Schlöffe. Am Eingänge des Schlosse» wurde der Kaiser von der Königin von Sachsen, sowie dem Erbprinzen und der Erbprinzesfin von Meiningen empfangen. Um 2 Uhr begann die Frühstückstafel.
Köln. 21. Mat. Bet der gestrigen Reichstags- Ersatzwahl in dem Wahlkreise Bergheim-Euskirchen wurde, wie die „Kölnische Volkszeitung" au» Euskirchen meldet, der Candidat des Centrums, Gutsbesitzer Breuer (Groß Mönchhof) mit großer Mehrheit gewählt.
Straßburg, 21. Mai. DaS in Paris im Verlage von Pion erschienene Werk „L'armee frangaise* wurde durch da» retchSländtsche Mintstertum für Elfaß-Lothriugen ver- boten.
Pest, 21. Mai. Amtlicher TaateostandSberich t vom 15. Mat: In der ersten Hälfte des laufenden Monat- Hat e- beinahe beständig geregnet. Der FrühjahrSanbau ist infolge deffen zurückgeblieben, so daß die bebaute Fläche be- deutend geringer sein wird als im Vorjahre. Infolge des uaffen Wetter» trat auch Rost und Brand auf. Da aber während der Abfaffung dieses Berichte- da- Wetter sich gebessert hat, wird hoffentlich die Verwüstung nicht auf da- ganze Land sich au-breiten. Wegen des abnormen Wetter- kann von dem jetzigen Saateustand eine ziffernmäßige Schätzung cher ErnteauSfichten nicht gefolgert werden. Soweit fest
stellbar ist, steht Weizen größtentheilS befriedigend. Durchschnittlich bietet Winterweizen, wenn er vom Rost nicht zn sehr beschädigt ist, Aussichten auf einen Mittelerrrag. Sommerweizen steht zur Hälfte gut, zur Hälfte kaum mutet. Roggen verspricht durchschnittlich einen Mlttelertrag. Wintergerste steht befriedigend, Sommergerste infolge de- schlechten Wetter- theilweise schlechter. Die Ertragsaussichten find heute noch ungünstig. Der Anbau de- Hafer- ist durch da- schlechte Wetter behindert worden. Diese Tetreideart steht durchschnittlich mittel. Rap- steht durchschnittlich schwach mittel, stellenweise gut mittel.
Pari», 21. Mat. Der Minister des Innern, Barthou, empfing heute im Ministerbotel alle Diejenigen, welche sich bet den RettungSardetten gelegentlich deS Brande» de» WohlthätigkeitS-Bazar- tn der Rue Jean Goujon ausgezeichnet hatten, um denselben die ihnen verliehenen Auszeichnungen zu überreichen. In seiner Ansprache hob der Minister rühmend hervor, daß sämmtliche Anwesende ohne Rücksicht auf Rang, Stand und Geschlecht, Männer und Frauen, Reiche und Arme gleiche Pflicht der thättgen Nächstenliebe erfüllt Härten und daher auch alle die gleichen Ansprüche auf Anerkennung zu wachen hätten. Niemals habe eine Versammlung besser als die gegenwärtige, unbekümmert um allen trennenden Parteihader, die moralische Einigkeit der französischen Nation, ihre Uneigennützigkeit und ihre Größe bewiesen. Zum Schluß überreichte der Minister einem Kutscher daS Kreuz der Ehrenlegion, indem er seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß er das den Helden gebührende Kreuz auf die Brust eines ächten Kindes des Volkes heften könnte.
Konstantinopel, 21. Mai. Die Etumüthigkeit, mit der die Presse aller europäischen Länder fich über die Unannehmbarkeit der türkischen FrtedenSbedtugungen ausgesprochen hat, machte in hiesigen Regierungskreisen einen tiefen Eindruck, so daß gegenwärtig bereit- Berathungen über eine Ermäßigung der Bedingungen stattfiadeu, obgleich seitens vieler einflußreicher Offiziere und Ctoilbeamten dagegen Oppofitiou zu machen versucht wird. Auch in türkischen VolkSkretsen wird für die Ablehnung einer jeden Vermittelung beim Frtedensschluß, und zwar auffallender Weise bisher ungehindert, Stimmung gewacht.
Depeschen de- Bureau „Herold.*
Berlin, 21. Mat. In der heutigen Sitzung des Herrenhauses brachte Minister Thielen einen ihm zugegangenen Bericht über da- Eisenbahn-Unglück bei Hille-Heim zur Kenntniß. Derselbe bestätigt die im Wesentlichen bereit» bekannten Mittheilungen. Getödtet find 10 Personen, verletzt im Ganzen 40. Einige leichter verletzte Soldaten find bet ihren Truppentheilen verblieben. Die Untersuchung nach einem etwaigen Verschulden de- Bahnpersonals wird fortgesetzt. Der Minister gab seinem Bedauern über diesen Unfall Ausdruck, dem folgenschwersten, der seit Jahrzehnten vorgekommen sei.
Berlin, 21. Mai. Der „Post" zufolge wird die zweite Berathung der Novelle zum VeretnSgesetz im Plenum deS Abgeordnetenhauses nach den bisherigen DtS- Positionen am nächsten Mittwoch stattfinden, nachdem der Bericht in der Commisfion am nächsten Montag festgestellt sein wird.
Berlin, 21. Mai. Heute Abend um 6 Uhr findet im Reichstag daS alljährliche Diner statt, das oct Gesammt- vorstand zu Ehren des Präfidenten gibt.
Berlin, 21. Mai. Der „RetchSanzeiger" veröffentlicht das Gesetz wegen anderweitiger Bemessung der Wittwen- Und Walsengelder vom 17. Mai 1897.
Wiesbaden, 21. Mat. Der Kaiser hat, wie der amtliche „Wlesbadener General-Anzeiger" meldet, dem Oberbürgermeister Dr. v. Ibell al» äußeres Zeichen seines Wohlwollens für die Stadt Wiesbaden eine goldene AmiS- kette verliehen. Gestern Abend, während der zweiten Aufführung des „Burggraf", empfing der Monarch den Verfasser des Stückes, Hauptmann Lau ff und überreichte demselben den Kronenoiden dritter Klaffe.
London, 21. Mai. Die „Times" meinen heute, wenn der Sultan fich bet den Friedensverhandlungen bc^ zügltch der Kriegsentschädigung und der Gebietsforderungen gefügig zeige, so würden ihm die Mächte in der Frage der Capitulation entgegenkommen.
Bukarest, 21. Mai. Kaiser Franz Joseph erkundigte sich telegraphisch nach dem Befinden de» Kronprinzen. Der König antwortete, daß der Patient fast jetzt schon tn der Besserung fich befinde und er nur einen leichten Malaria- Anfall gehabt habe.
Kiel, 22. Mai. Prinz Heinrich trifft mit seinem Geschwader heute von der Norosee hier ein.
Münster i. W., 22. Mai. Der MittagS-Personenzug nach Rheine entgleiste gestern bei der Ausfahrt aus der hiesigen Station. Es wurde jedoch Niemand verletzt.
Athen, 22. Mai. Nach einer Privatmeldung Über da» Attentat gegen den Admiral Pottier, auf welchen vorgestern Nachmittag während eines Spazierganges von BaschtbozukS fünf Schüsse abgegeben wurden, die allerdings ihr Ziel verfehlten, find die Insurgenten gegen die Admiralität erbittert, weil diese nicht gestatten will, daß die von DassoS zurückgelassenen Geschütze im Besitz der Insurgenten bleiben.
Athen, 22. Mat. Die Regierung glaubt, daß die Friedensverhandlungen binnen vierzehn Tagen beendet sein werden und die Kriegsentschädigung auf fünfzig Millionen Francs herabgesetzt werden wird. Die Blätter melden, Rußland werde die Kriegsentschädigung für Griechenland zahlen und die Türkei außer einigen Stationen an der Grenze auch Aktium fordern, um den ambrosischen Golf ganz zu beherrschen. ______
H. WorriShvfeu. 22. Mai. DaS Gerücht, Pfarrer Kneipp sei gestorben, ist n i ch t b e ft ät ig t, doch bat Kneipp selbst die Hoffnung auf Wiedergenesung aufgegeben.
Gießen, den 22. Mai.
** BierprocentigeS StaatSanlehea. Im Allerhöchsten Auf- trag Sr. Kgl. Hoheit deS Großherzogs hat daS Großh. Ministerium der Finanzen einen Gesetzentwurf, die Kür», digung und Umwandlung 4procentiger Staats- anlehen betr., nebst Begründung den Siänden des Groß- herzogthums — und zwar zunächst der Zweiten Kammer — zur verfassungsmäßigen Berathung und Beschlußfassung mitgetheilt.
*• Sektion Gießen des Deutschen und Oesterreichische, AlpenvereinS. In der letzten Monatsversammlung sprach Herr Professor Dr. Hansen über die Flora der Alpen. Einleitend wurden die Gründe unserer Begeisterung für die alpine Flora gewürdigt und auf die Wirkung drS Contrafte« mit der vorherrschenden DegetationSlosigkeit, auf die relativ größere Blüthe der Alpenpflanzen, ihre Neigung, einen zusammenhängenden Rasen zu bilden, ihre voiliete für blaue und rothe Blüthe gegenüber dem Gelb unserer Wiesen- blumen hingewiesen. Nach eingehender Darstellung der Lege- tationSzonen in den Alpen besprach der Herr Vortragende den Ursprung der auS einer relativ kleinen Anzahl von Familien zusammengesetzten alpinen Flora und ihre auffallende Aehnlichkeit mit den arktischen. Außerordentlich lehrreich waren die Darlegungen über die Beeinflussung der Pflanzengestalt durch niedere Temperaturen, intensive Belichtung uuö wechselnden Feuchtigkeitsgehalt der Luft. Zum Schluß verpflichtete der Herr Redner die Versammlung noch sehr zu Dank durch seine Ausführungen über die (Sukut der Alpenpflanzen.
• *F. Das für daS Bersammlungßzimmer „Der Wanderer", Gießener Radfahr-Gefellschaft, von Herrn Kunstmaler Otto Fritz gemalte Wanderer-Wappen ist von heute an in den Schaufenstern der Möbelfirma August Oßmann ausgestellt. Für die Rennen am 30. Mai ist ein weiterer herrlicher EhreopreiS gestiftet worden und zwar von Herrn Ingenieur Herdt, Theilhaber der Firma Srraßheim und Comp tn Frankfurt a. M., welche die Cemevtarbeiten auf der neuen Rennbahn auSgeführt hat. Sämmtliche für die Rennen au»- gesetzten Ehrenpreise werden Anfangs kommender Woche in den Schaufenstern der Koch'schen Buchhandlung am Kirchen- platz ausgestellt werden, worauf wir schon j-tzt aufmerksam machen.
• • OeffentlicheS bommerfest bei WohllhätigkeitSvereivS Contevtia. Morgen Sonntag findet auf der „Schönen Aussicht" das erste Sommerfest obigen Vereins statt. Wie au» dem Jnferatentheil und den Plakaten ersichtlich, bietet das Programm allerlei Unterhaltungen. Besonders fei auf den 5 Meter hohen Luftballon aufmerksam g macht, dessen Ausstieg um 5 Uhr Nachmittags stattfindet. W r wünschen dem Verein, welcher den humanen Zweck verfolgt, unbemittelte Kinder aller Confessionen, welche daS erste Mal die Schule besuchen sollen, zu kleiden, am morgigen Tage eine gute Einnahme und gutes Wetter.
* * Das städtische Freibad an der Lahn, welche» irit ca. 14 Tagen geöffnet, und wieder, wie int vergangenen Jahre, unter der Beaufsichtigung deS Schwimmmeisters Weidmann steht, erfreute fich in den letzten Tagen starker Frequenz. Gestern badeten 183 Personen.
* * Hagelschaden. Die Kreisämter machen die KreiSo gehörigen wiederholt auf die sich ihnen durch die bestehendsn Anstalten darbietende Gelegenheit zur Versicherung ihrer Felderzeugniffe gegen Hagelschaden aufmerksam und wird ihnen die Benützung dieser Anstalten zur Bewahrui g vor Schaden durch Hagelschlag unter Hinweisung daran» empfohlen, daß fie einen Ersatz hierfür durch Lollectenver- anftaltungen nicht mehr zu erwarten hätten.
*♦ Aufhören der Saison Ausverkäufe vor Weihnachten und Pfingsten bei den Mauufacturtsteo. von dem Wunsche ausgehend, die vielen unsoliden Ankündigungen von An»- Verkäufen einzudämmen, hat der Verein der Manufacu- risten in Hamburg sich bemüht, durch Umfragen und Sammlung von Unterschriften bet seinen Mitgliedern und Berufsgenossen dahin zu wirken, daß fernerhin Saison-Ausverkäufe vor Pfingsten und vor Weihnachten nicht mehr statt- finden sollen. ES liegt ja auf der Hand und muß Jedem einleuchten, daß ein wirklich reeller Ausverkauf nur ftat » finden kann „nach der Saison", da in der Saison Keiner zu und unter Einkaufspreisen verkaufen kann und jeder Kaufmann zur Zeit des Bedarfs fich Verdienst schaffen muß. Ist ihm dieses zur Saison gelungen, so liegt e» allerdings auch in seinem Interesse, den Rest der übrig gebliebenen Waaren billig abzustoßen, um Platz für die neue Waare zu schaffe'!. Gelingt eS, diese Maßregel durchzuführen, dann hat aber auch daS kaufende Publikum die Gewähr, daß eS fürberhn nicht getäuscht wird, und daß eß wirklich vortheilhaft kaufen kann und wird. Der Verein richtet an da» kaufende Publikum die Bitte, ihn in feinem Bestreben, daS Geschäft wieder in solide Bahnen zu leiten, zu unterstützen.
** Wetterbericht. Der Luftdruck hat heute über gaoz Europa etwa» abgenommen, doch ist von dem BiSkaya-See her ein schwache- Minimum herein gerückt, lieber Central- Europa besteht aber noch die gleiche Luftdruck-Bertheiluog fort und dürfte zunächst daselbst der allgemeine Witterung»- Eharacter noch wenig Aenderung erfahret'. In Süddeutsch« land fanden auch gestern wieder vielfach Gewitter statt. Die Morgen-Temperaturen lagen etwa» tiefer als gestern. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch Fortdauer des herrschenden Witterung»-CharacterS.
-f- Nidda. 21. Mai. DaS Dienstmädchen eine» hiesigen Brauereibesitzers an der Bahnhofstraße wurde vorgestern Abend, als es im Begriffe stand, auSzugehen, von zwei jungen Männern im HauSgange Überfällen, worauf Einer derselben da» Mädchen in der rohesten Weise mißhandelte. Die Helden, welche unter dem Schutze der Nacht dem ahnuog»-


