gttonftft, 21. April, «ach hier eingetroffenen Meld- vnqen sollen die Türken Larissa besetzt haben. Eine Bestätigung von anderer Seite liegt noch nicht vor.
Berlin, 22. April. Ein Zengniß-Zwangßver- fahren ist gegen den Herausgeber der „RetchShauptstädti- scheu Correspoudeuz", Schriftsteller Dr. Hörn, eingeleitet worden. Es handelt fich darum, feftzustelleu, ob eine den Abschluß der Boruntersuchung gegen den Criminalcommiffar von Tausch betreffende Nachricht durch Bruch deS Amts- geheimniffeS tu die Tageßpreffe gelangt ist. Die Beröffeut- lichung der betreffenden Nachricht erfolgte bereits vor sieben Wochen.
Berlin, 22. April. Fürst Ferdinand von Bulgarien wird heute Abend die Rückreise nach Sofia antreten.
Nom, 22. April. Heute gingen von Neapel nach Ereta 600 Mann Bersaglierie, 173 Mann Infanterie und 120 Mann GedirgS-Artillerie auf Transportschiffen ab.
London, 22. April. Nach Telegrammen anS Larissa wurden die Einwohner von Btgla durch die Griechen bisher nicht belästigt.
Cavdia, 22. April. BaschibozukS bestürmten ein in der Nähe von 6anbia belegeneS, 10,000 Seelen(?) zählendes Dorf. ES wurde ein äußer st erbitterter, blutiger Kampf geführt. Auf beiden Seiten waren starke Verluste zn verzeichnen.
Sloffona, 22. April. Die Griechen behaupten fich noch auf dem Berge SoSfacki nördlich von Turnavo; sie beginnen jedoch, von Infanterie und Artillerie angegriffen, fich zurückzuziehen. Grumkow Pascha nimmt an der Leitung des Gefechts theil. Bei Kozkoi kämpft eine Division. Bom Blockhause bei Karadere laufen günstige Nachrichten ein.
Cocale» ttitö ptooitijieat»
Gießen, den 22. April 1897.
• • Militärdienstnachrichtea. Seitz, Hauptm. und Comp.- Chef im Juf.-Regt. Nr. 168, zum BeztrkSoff. in St. Wendel, Peytsch, Hauptm. und Eomp.-Chef im Juf.-Regt. Nr. 117, zum BezirkSoff. in Friedberg ernannt; v. Kurnatowski, Major und Bat..Eommaudeur vom Juf.-Regt. Nr. 116, unter Beförd. zum Oberftlieutenant als etatSmäß. StabSoff. in das Jnf.-Regt. Nr. 71, v. Blankenburg, Major und Bat. Commandeur vom Füf.-Regt. Nr. 34, in das Juf.- Regt. Nr. 116 versetzt.
• • Radfahren. Für die in letzter Zeit fich mehrenden Unfälle, welche' durch Radfahrer veraulaßt werden, ist ein wiederholtes Verwarnen und Hinweis auf so oft ertheilte Lehren sehr am Platze; sehr eindringlich gehalten ist eine vom Großh. Polizeiamt Darmstadt veröffentlichte Bekanntmachung, die wir besonderer Beachtung empfehlen und nachstehend zum Abdruck bringen: „Die Radfahrer werden wiederholt an langsames und vorsichtigeS Fahren innerhalb der Straßen der Stadt erinnert. ES darf innerhalb der Straßen niemals rascher als in der Geschwindigkeit eines kurz trabenden Pferdes gefahren werden; an Straßeuwend- ungen und Kreuzungen ist die höchste zulässige Geschwindigkeit die einer rasch gehenden Fußgängers. Bon einer Anzahl Radfahrer, namentlich von solchen, die noch in jugendlichem Alter stehen, wird oft in einer, dem Publikum gegenüber rücksichtslosen Weise Rad gefahren, eö werden insbesondere, trotz vieler Ermahnungen und zahlreicher Strafanzeigen Seitens der Schutzmannschaft, die Vorschriften über das langsame Fahren in den Straßen und an den Straßenübergängen, sowie auch über das rechtzeitige Signalgebeo außer Acht gelaffen. Bei einer Fortsetzung dieses GebahrenS find wir genöthigt, für den Rad- fahrerverkehr in der inneren Stadt auzuordueu, daß nicht rascher als ein Fußg äuger geht, gefahren werden darf. Im Jntereffe aller, auf die polizeilichen Vorschriften achtenden Radfahrer liegt es, die Schutzmannschaft bei ihrem Vorgehen gegen solche, die Vorschriften ntcht achtende Personen zu unterstützen und diese nöthigenfallS den Polizeiorganen namhaft zu machen, damit nicht die Mehrzahl der besonnenen und ruhigen Radfahrer unter den Ausschreitungen der anderen leiden muß. Aber auch an daS Fußgänger- Publikum richten wir die Mahnung, bei dem Überschreiten der Strahenübergänge besondere Achtsamkeit auf da- Vorbeifahren von Radfahrern und die von denselben abgegebenen Signale zu richten. Namentlich ist eine solche Vorficht an Sonntagen, an denen ein sehr starker Verkehr auswärtiger Radfahrer hier stattfindet, geboten. Darmstadt, den 20. April 1897. Großherzogliche» Polizeiamt Darmstadt, gez. Fey.
* * Bieberthalbahn. Man schreibt uns aus Heuchelheim: Am 26. d. MtS. steht Termin bet der Großh. Bürgermeisterei Gießen wegen der Bieberthalbahn an. Unsere Gemeinde hat s. Zt. fich bereit erklärt, baß Gelände zum Bahnbau, soweit Gemeinbeeigeuthum dabei in Frage kommt, unentgeltlich herzugeben, wenn unser Dors eine Station bekommt. Nun ergibt aber der jetzt ausliegende Plan der Bieberthalbahn, daß wir zwar eine Haltestelle bekommen, die für uns auch bequem liegt, bereu Anlage aber aus Gießener Gebiet geplant ist, wodurch der Gemeinde Heuchelheim die communalen Zuschläge der Einkommensteuer, zu der die Bahn heranzuziehen ist, entgehen würden, denn diese würden fraglos der Stadt Gießen zufallen, auf deren Gebiet die Station errichtet werden soll. Dieser Grund ist eS aber nicht allein, der unsere Einwohner und, wie wir wohl annehmen, auch unseren Gemeinderath gegen den Bahnbau, so wie er geplant, einntmmt. Vielfach ist nämlich bei den Ju- tcreffenten die Befürchtung verbreitet, daß nach Fertigstellung der Bahn diese Schwierigkeiten haben werden, um auf ihre Lecker zu gelangen. Wir verkennen ja keines Falle» die mannigfachen Vortheile dieser Bahnverbindung für unseren Ort, find aber der Ansicht, daß wegen der beiden angeführten nachtheiltgen Punkte Vereinbarungen getroffen werden müßten, schon im Jntereffe der Gerechtigkeit und um unsere OrtS- bewohner nicht zu benachteiligen und diese so für baß Unter
nehmen freundlich zu stimmen. — (Air find betreffs der Besteueruugßfrage der Ansicht, daß die Stadt Gießen aus dem Umstand, daß ihr Gebiet, welches bis vor die Thore Heuchelheims reicht und daher seiner Lage wegen und viel- leicht auch auß technischen Gründen fich zur Anlage der Station besonders gut eignet, fich keinen Sondervortheil schaffen wird. Unsere städtische Behörde wird in diesem Punkte gewiß der Gemeinde Heuchelheim in liberalster Weise eutgegenkommen, wenn sie darum angegangen wird. Aehn- lich liegende Fälle kommen bei Bahnbauten sehr oft vor und werden immer durch Vereinbarung zwischen den betreffenden Gemeinden geregelt. Was nun den zweiten Beschwerdepnukt betreffs der Ueberwandlung betrifft, so können die betreffenden Interessenten ganz außer Sorge sein. Nach unserer Information ist an eine Belästigung ober Erschwerung beß Verkehrs durch das Bähuchen — denn um ein solches handelt eS sich ja nur — gar nicht zu denken. Die Praxis wird lehren, daß man fich nach dieser Richtung in den betreffenden Kreisen ganz falschen Vorstellungen hingibt.)
• ♦F. Vortrag. Auf Veranlassung der Gießener Ruder-Gesellschaft wird im Laufe der nächsten Woche im „Hotel Einhorn" der in Sportkreisen wohlbekannte Arzt Herr Dr. Kolb einen Vortrag über „Daß Training" halten. Auf Grund seiner Untersuchungen, die er au den Trainiugß- Mannschaften beß Berliner Ruberclubs anstellte, war Herr Dr. Kolb bereits im Jahre 1887 in der Lage, als Quelle der Mutkelleiftungeu einzig und allein die Kohlehydrate, (also Knochen und Fett) zu bezeichnen. Damit fiel endlich die alte Lehre vom Elweißverbrauch bei Muskelarbeit und mit ihr die sinnlose Nachäfferei des englischen Trainings burch. Dr. Kolb dehnte bereits damals in seinem Werke „Physiologie maximaler Muskelarbeit-, erschienen bei Braun u. Co., Berlin, feine Beobachtungen auf alle athletischen SportSarten aus, sodaß der zu erwartende Vortrag auch für Radfahrer, Turner, Touristen u. s. w. von großem Jntereffe sein dürfte. Neuerdings find seine Ansichten auch den Untersuchungen zu Grunde gelegt worden, welche die Oberstabsärzte Villaret und LeitenSdorfer über „das Training deS Militärs" angestellt haben. ES zeigen diese Forschungen unwiderleglich, wie gerade beim Militär auß Unkenntniß oft an den Mannschaften entsetzlich gesündigt werden kann, sie zeigen aber auch auf der anderen Seite, auf welche Weise dies in Zukunft zu vermeiden ist. Dr. Kolb gedenkt in diesem Vortrage eingehend Über die Fortschritte der mebicinischen Forschung während der letzten 10 Jahre zu berichten.
• • DaS LehrlingSheim in Dillenburg, von dem in diesem Blatte schon mehrfach berichtet wurde, will einem auch von unserer städtischen Armenverwaltung schon lange als sehr dringend empfundenen Bedürsniffe abhelfen, indem eß Gelegenheit bietet, Knaben, die in Rettungshäusern und Erziehungß- anftalten unterbracht waren, auch während ihrer Lehrzeit unter sorgfältige Aufsicht und gute erzieherische Einflüsse zu stellen. Biß jetzt find darin elf Zöglinge aufgenommen, mit denen durchaus günstige Erfahrungen gemacht worden find. Von diesen elf Zöglingen find sieben aus Heffen. Einerder ersten war aus Gießen. Natürlich kann eine solche Anstalt nicht ohne Unterstützung bestehen. Die Regierung hat daher eine HauScollecte zu ihrem Besten bewilligt, die in diesen Tagen durch Collecteur Münz auch hier in Gießen eingesammelt wird. Diese Collecte wöge um beß wichtigen Zweckes willen den Bewohnern unserer Stadt recht dringend empfohlen sein.
• • Der «eueralsuperinieudeut der Rheinprovinz, Herr D. Baur, über dessen in Codlenz erfolgten Tod wir in voriger Nummer berichtet, war zu Lindenfels im Odenwald geboren, woselbst heute Nachmittag auch die Beisetzung in der Familiengruft erfolgt. Er entstammte einer berühmten Theologenfamilie; von seinen zehn Geschwistern, deren männliche Mitglieder sich alle in hervorragenden Stellungen befanden, sind ihm neun tn den Tod vorausgcgangen. Der einzige überlebende Bruder ist der practischc Arzt und Privat- bocent Dr. H. Baur hier in Gießen. Nicht unerwartet kam Baur» Ende; er litt an einem Herzübel, baß zu jeher Zeit seinen Tob herbeisühren konnte. Grade vor einem Jahre trat sein Selben plötzlich auf, so baß er zu seinem großen Bedauern darauf verzichten mußte, nach seiner Gewohnheit am Charfreitag und Ostertag zu predigen. Zwar brachte die Kur in Nauheim und ein längerer Aufenthalt in seinem Geburtsorte Lindenselß im Odenwald ihm Erleichterung und Stärkung, doch konnte er auch nach der Rückkehr nach Cobleuz im Herbst 1896 seine amtliche Thätig- kett nicht wieder aufnehmen. Mit schwerem Herzen entschloß er fich vor einigen Wochen, sein ihm so theureß Amt niederzulegen und zunächst vom 1. Mai ab um Urlaub und vom 1. Juli ab um Entlassung auß seinem Amt einzukommen. Schon hatte er die Vorbereitungen getroffen, um wieder nach Nauheim zu gehen und dann nach Lindenfels Überzufiedeln. Noch einmal durfte er zu seiner großen Freude in dm Festtagen des Amtes als Prediger des Evangeliums und als Seelsorger walken, indem er der fürstlichen Familie von Wied auf Segenhauß das heilige Abendmahl spendete. Mit großer Frische verkündete er dort daß Evangelium von Christo dem Gekreuzigten. Zwar kehrte er am Abend beß stillen SamStagß sehr, ermübet nach Coblenz zurück, boch ahnte Niemand einen schlimmen AuSgang. Noch am Abend des ersten OstertageS war er fröhlich und wohl. Kaum ober hatte er sich zur Ruhe gelegt, so hörte seine Gattin ihn auffallend athmen und fand ihn, alß sie hinzueilte, in den letzten Zügen. Ohne jeden Schmerz hauchte er seine Seele auß. Dr. Baur ist am 16. März 1826 geboren. Nach Beendigung seiner Studien in Gießen und Friedberg war er Pfarrer In Ettingshausen, Ruppertsburg, Hamburg, Hof- und Domprediger tn Berlin (von 1872 ab), Dber- Confistorialrath, Probst beß Stift» zum Heiligen Grabe und seit 1883 General-Superintendent der Rheinprovinz. Baur war ein glänzend begabter Mann, ein leutseliger Charakter und ein Überau» wirk amer volk»redner, wovon vor Allem seine Hamburger und Berliner Erfolge tn der Inneren Mis
sion zeugen. Al» Theologe gehörte er zu der Richtung bet positiven Union. Außer mit ben Predigtsammlungen „Christus und die Gemeinde" und „Predigten über freie Texte" be- thätigte er fich litterarisch in zahlreichen Werken, u. A. in „Geschieht»- und Lebensbilder aus der Erneuerung des religiösen Leben» in den Befreiungskriegen", „Da» d utsche en. Pfarrhaus", „Daß Leben des Frhrn. v. Stein", „Friedrich Christoph Pertheß", „Ernst Moritz Arndt» Leben", „Leben»- bilder auß der Geschichte der Kirche und de» Vaterlandes", „Prinzeß Wilhelm v. Preußen", „Bon der Liebe, ein Zeug- niß für lebendige» Cbristenthum". Mit Kögel und Frommei, welche ihm beide im Tode vorausgegangen sind, gab er die „Neue Chrlstoterpe" heran». In Wilhelm Baur verliert die evangelische Kirche einen ihrer treuesten Bekenner, da» Vaterland einen thatkräftigen Patrioten, das Kirchenregiment einen seiner liebenswürdigsten Beamten und die christliche LlebeSthLtigkeit einen unermüdlichen Heiser, dessen reiche Erfahrung und intime Keuntniß unsere» Volksleben» jederzeit zu Gebote stand. Seine sympathische Gestalt, fein anfeuern- beß Wort wird man auf vielen Congreffen und Conferenzeu schmerzlich vermissen. Er ruhe in Frieden!
• • Kündigung resp. Convertirnug der Sproceut. Hessische« LubwigSbahn-Prioritäten von 1874. Die Großh. Heffische StaatSschuldenoerwaltung offeiirt den Obligatlonen-Jnhabein statt der Baarauszahlung den Umtausch in 3procenlige Staatsschuldenverschreibungen und zwar mit einer baaren Auszahlung von 5 pCt. auf den Nennwerth der eingereichten Obligationen. Da die Zinsen der 3proc. Heffischen Obligationen vom 1. Juli er. laufen, so entfallen auf je 600 Mk. dieser 4proc. Heffischen Ludwigsbahn-Prloritäten außer den 600 Mk. neuen 3proc. Hess. Staatsobligationen noch 30 Mk. Conversionsprämie und zwei Monate 3 pCt. Zinsen mit 5.50 Mk., zusammen also noch eine Baarvergütung von 35.50 Mk. Den beim Umtausch zu entrichtenden Schlnßschein- stempel trägt die Staatskaffe. Der Umtausch kann nach Wahl in Darmstadt, Frankfurt a. M. ober Berlin geschehen und beginnt am 26. April. Die Frist zur Convertirung erstreckt fich vom 20. April bis 15. Mai er., doch gesteht die Großh. Staatsschuldenverwaltung die baare Auszahlung von 5 pCt. nur „biß auf Weitere»" zu. Dieser Vorbehalt ist anscheinend in der Erwartung gemacht, baß Aufgeld von 5 pCt. bald verringern zu können, da der Abschluß der LudwigSbahn-Verstaatlichung von ben beiden Finanzministerien wohl kaum mit einer Converfionßprämie von 5 pCt. für die Prioritäten gerechnet wurde. Damals notlrten 3pcoc. Heffen ungefähr 99 pCt., ihren Tiefstand hatten sie inzwischen mit 95.90 und vergangenen SamSlag befestigten sie sich wieder mit 96.10.
Für ©rlefmatfenfam»ler dürfte die Meldung von Jvtereffe fein, daß die Königin von Holland ... die Kinderschuhe auSgezogen hat. Wie Amsterdamer Blätter nämlich melden, hat die junge Königin sich darüber mißfällig geäußert, daß sie auf den Briefmarken immer noch al» Kmd bargestellt ist. Auf ihren Wunsch wird daher eine Ausgabe neuer holländischer Briefmarken vorbereitet.
Wetterbericht. Ein ausgedehnte» DepressionSgebiet mit einem Centrum zwischen Stockholm und Riga bedeckt den ganzen Osten deS Erbtheil». Ein neue» Minimum ragt vom Dccan her gegen die britischen Inseln herein. Von Süd- westen her versucht zwar hoher Druck keilsörmig Über Central- Frankreich und baß Alpengebiet vorzubringen, boch wird dessen Herrschaft nicht zur Geltung gelangen. Die Witterung wird daher ihren dißherigen unbeständigen Character vorerst noch beibehalten. — B oraußslchtliche Witterung: Fortdauer der unbeständigen Witterung.
-1- AnS der Rabenau, 21. April. (Verspätet.) Arn Charfreitag-Nachmittag sand in der Mutterkirche zu Londorf eine von der Muttergemeinde und ben umliegenden Orten zahlreich besuchte liturgische Passionsseier statt, bie alß eine wohlgelungene und erhebende bezeichnet werden darf. Die Liturgie umfaßte 23 Nummern und bestand lu Berlesvng bezüglicher Bldelstellen, Gesang der Gemeinde, Vortrag mehrerer Chöre deS Kirchengesangvereinß und der Schulkinder. AlS Liturg funghte Herr Geh. Kirchenrath Prof. Köstlia auß Gießen. Derselbe hielt auch die Ansprache. DaS do» dem ersten OrtSgeiftlichen Herrn Pfarrer Weber gesprochene Gebet mit dem daran sich anschließenden Lied der Gemeinden „Erscheine mir zum Schilde" und der Segen bildeten den Schluß der würdigen Feier.
-f- Nidda, 21. April. Die am 14. und 20. dß. Mts. dahier stattgefundene Pferdemusterung hatte daß erfreu- liehe Resultat, daß eine Anzahl Arbeitß. und Reitpserde aus dem sür ausgezeichnet befunbenen Pferbeschlag unsrer Gebirgsgegend seitens der Commission vorgemerkt wurden. 6i waren im Ganzen über 1600 Thiere, darunter die prächtigsten Ackerpserde, zur Beschau vorgesührt.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch bU Agenten Carl Loo» und I. M. Schulhof.
Bremen. 21. April. (Per transatlantischen Idcgrepb-J Da Postdampfer Dresden, Capitän O. Groß, vom Nordd. Aoyd tn Bremen, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Gottesdienst tn der Synagoge
Freitag, den 23. Avril und Samstag, den 24. April: Vaffahfest-Gnde.
7. Tack. Vorabend 7 Uhr. Morgen« 8* Uhr.
8. Da«. Vorabend 7 Uhr. Morgen« 8* Uhr. Nachmittag« 4 Uhr. FefteSauSgang 8" Uhr
Während btt Sommermonate beginnt >et «arge»' «otteSdienft am Sadbattz n« 8'/, Uhr.
«otteSdimst der israelitische« ReligiouSgesellschast.
Freitag, den 28. April und SamStag, den 24. April:
Vittsa-fast.
1. Tag. Borabend 7“ Lhr. Vormittag» 8 Uhr.


