Ausgabe 
23.2.1897 Erstes Blatt
 
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I

Feuerwehr, welche zuerst falsch figualifirt war, überfuhr an der Perusastraße einen älteren Herrn, der sofort lobt war. Weiter würbe von einem Reqnifitenwagen ein Milchwagen tn eine Labenauflage geschleudert und endlich sollen einem jungen Manne beide Beine abgefahren worden sein.

Paris, 22. Februar. Fritjof Nausen wird hier am 24. März eintrrffeu und am Bahnhofe von der geographischen Gesellschaft, einer Delegation der Akademie und den Notabtli täten der scandinavischen Colonie empfangen werden. Am 25. März findet offizieller Empfang im Trokadero statt, wo Nansen einen Vortrag über seine Nordpolretse halten wird. Nansen bleibt vorausfichtlich bis zum 24. April hier und reift dann direct nach Stockholm zurück.

löst hatte. Dieses war schon ein überwundener Standpunkt, Liebknecht, Engels und Genoffen hatten schon begonnen, im Gegensatz zu Schweitzer eine Organisation zu schaffen, uud waren auch auf dem Nürnberger Arbeitercongreß der alten Richtung Herr gewordeo. Auf der anderen Seite eine

MF Wege« Raummangel mutzten verschiede«« SotaV Artikel fät die nächste Rummer -urü<k-estellt werde«.

Eingesandt.

Wietze«, den 22 Februar 1897.

»r. Nr. 40 derHessischen Landeszettunft" vom 17. Februar enthält eine Kritik über Oie Leistungen des hiesigen TheatervereinS die, gelinde gesagt, hart an der Grenze dessen steht, was der journa­listische Anstand gestattet und gebietet. Herr A. so nennt sich der Verfasser stellt Concert- und Theaterverein einander gegenüber Jener läßt sich bet Aufstellung seines Programms von idealen Ge­sichtspunkten bestimmen diesem gegenüber würde es eine plumpe Schmeichelet fein, wenn man ihm nachsagen wollte, daß er überhaupt nach Grundsätzen handle. Jener gestattet dem Herrn A. in Beet­hoven zu schwelgen dieser muthet ihm den Genuß einer litera­rischen Drehorgel zu. Ob es uns bei dieser Reproduction gelungen ist, die Antithesen so anmuthig zu formuliren wie Herr A., vermäßen wir nicht zu sagen, klipp und klar aber ist jedenfalls der Gegensatz, von dem wir spnchm. Er lautet: «iachkenvt«ttz «nd Wach««, fm«t«i6. Und indem wir eS Herrn A. überlasten, zwischen ben beiden Gliedern dieser Alternative nach eigenem Wissen und Gewissen zu wählen, ersuchen wir ihn um mägltchst präcise Auskunft darüber ob er sich jemals an der Leitung eine- TheatervereinS nach Ärt des hiesigen betheiligt hat.

I nach Eisenach und der Wartburg, auf Einladung der dortigen Collegen.

* Warnung. Ja verschiedenen Blättern findet man seit letzter Zelt häufig als Inserate PrelS-Bexirbilder. Als Prämie für die richtige Lösung soll Derjenige, welcher 35 Pfg. in Briefmarken etnsendet, ein schönes Buch er­halten, welches einen LadenpriS von 1 Mk. 50 Pfg. besitze. Einsender dieses machte den Versuch und erhielt postwendend ein Heftchen mit einigen komischen Borträgen, durchweg in Plattdeutsch. DasBuch" hat höchstens einen Werth von 10 Psg-, kostet aber den Heretngefallenen 45 Pfg Da die Firma noch die Kühnheit hot, auf das Titelblatt den angeb­lichen Ladenpreis (1 Mk. 50 Pfg.) zu fetzen, der zu de« Werthe des Heftchens tn absolut keinem Verhältnisse steht, so sei vor diesen PreiSlöiungen gewarnt.

** Wetterbericht. Die Herrschaft deS hohen Druckes über Central- und Südeuropa besteht fort, doch weicht der Kern des Maximums unter langsamer Abnahme seiner In- teufität nach Südosten zurück. Ueber den äußersten Norden des ErdtheilS ziehen fortgesetzt Depressionen in östlicher Richtung hin. So liegt heute wieder ein neues Minimum bei den Lofoten, von welchen eine Furche niederen Druckes sich über das Nordseegebiet und Süd-Englaud bis zum Ca- nale erstreckt und auf letzterem Gebiete trübe und regnerische Witterung veranlaßt. In Sübdeutschland dauert das meist heitere, unter Tags milde Wetter an, nur Morgens tritt vielfach Nebelbildung auf. Voraussichtliche Witter­ung: Im Norden wolkiges, im Süden ziemlich heiteres und mildes Wetter.

andere Partei, selbst das Product eines tausendjährigen Kampfes zwischen römischer Kirchengewalt und deutscher ftaat- licher Centtalgewalt; sie ersocht einen augenblicklichen Erfolg: die absolutistische Verfassung der römischen Kirche wurde deu deutschen Bischöfen aufgedrängt. Diesen doppelten Kampf gegen die Socialrevolutionäre und gegen die HerrschaftSbe- ftrebungen der katholischen Kirche haben wir Jahrzehnte hindurch führen müssen. Diese Feinde haben unS leider nicht zu größerer Einigkeit genöthigt. Der schwerste Vorwurf gegen den politischen RadtcaltSmuS ist der, daß er von vornherein Centrum und Socialdemokraten als gleichberechtigte Bundes­genossen bei Wahlbündnissen angesehen hat. Aus ehrlichem Doktrinarismus bekämpfte die Linke die Bestrebungen, einen erträglichen modus vivendi zwischen Regierung und Parlament zu erkämpfen. RetchSverfassung, Rechtsgrundlage, Armee- Verfassung wußten gegen die radikale Linke erkämpft werden. Gingen wir in diesen Fragen mit der Regierung, so wurden wir der Characterlofigkeit Bismarck gegenüber beschuldigt; berücksichtigten wir die wirthschaftlichen Lagen,suchten wir für unser Gewerbe Einrichtungen zu schaffen, die von einer Durchlöcherung der Gewerbefreiheit weit entfernt waren, so wurde dies als zünftlerisch hingestellt. Sorgten wir für die Landwirthschaft nach Maßgabe der Nothwendigkeit, so I wurden wir als Kettenträger der Agrarpartei hingestellt.

Der Kampf für die Soctalreform wie die colonialpolitischen Besprechungen fanden wieder denselben doctrinären Gegner | tat Wege. Für eine finanzielle Ordnung im Reiche ist der liberale RadicaltsmuS gar nicht zu haben; wer dabei practisch mitzuwtrken strebt, gilt von vornherein als Volks- ' feind. Auch hier finden wir ihn Schulter an Schulter mit

Zentrum und Socialdemokratie in der Bekämpfung dieses großen nationalen Zieles, eine gesicherte Finanzwirthschaft im Reiche herzustellen. (Schluß folgt.)

** D et aikli st eu Verein. Es ist nicht zu verkennen, daß in dem jungen Verein eine gewisse Rührigkeit vorhanden ist. So hat der Vorstand tn letzter Sitzung beschlossen, allmonat­liche DiScusstonSabende für feine Mitglieder in ab­wechselnden Localen abzuhalten und findet der erste nächsten Mittwoch deu 24. Februar, Abends 9 Uhr, im Cafe Ebel (Neubau) statt. Diese Vereinigungen der Geschäftsleute, in ungezwungener Weise beim Schoppen ihre Meinungen auS- zutauschen und sich über die tn der Praxis erweisenden ! Uebelstände im Detailhandel mit seinen Collegen auSzu- sprechen, werden wohl ihren guten Zweck nicht verfehlen. Es ist die Pflicht eines jeden Kaufmanns, heutzutage, wo Gesetz­gebung, Handelskammern und sonstige Corporationen fort­während wichtige Fragen deS Kleinhandels behandeln, mit diesen vertraut zu werden. Dies soll in erhöhtem Maße durch diese DiScusstonSabende erreicht werden, damit in ge- gegebenen Fällen bei maßgebenden Behörden und Körper­schaften, die berufen find, die Handelstateressen zu vertreten, nicht nur die Meinung eines Vorstandes, sondern auch die Erfahrungen und Wünsche eines jeden Einzelnen zum Aus­druck gebracht werden können. Es ist zu wünschen, daß ein Verein, der sich eine so wichtige Aufgabe, die Interessen des Kleinhandels zu vertreten, gestellt hat in einer Zeit, wo sich alle Berufsklassen zusammenschaaren und dafür arbeiten, ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten, auch in den kaufmännischen Kreisen die ernste Würdigung findet, die er verdient.

* Der Lande! Pferde Zuchivereta wird am 7. März im Hotel Prinz Carl hierselbft eine Versammlung halten, in welcher der practische Thierarzt Seid er er einen Vortrag halten wird.

Schiffsirachrkhterr.

Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch die Agent« Carl LooS und I. M. Schulhof.

Bremen, 20.Februar. (PerttansatlantifchenTelegraph.) Der Schnelldampfer Spree, Eapirän A. Meter, vom Nordd. Lloyd ta Bremen, ist gestern 11 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.

MvchlicheAnzeigen der» evangGesnein-e.

Montag, den 22. Februar, Abend? 8 Uhr: BiMflttttbt tm Confirmandensaal der Johanneskirche. MarcuS Cap. 14: Der LeidenSkamps Christi. Pfarrer Dr. Naumann.

Dienstag, den 23. Februar, Abends 6 Uhr: Confirmandinnen- oeretntguug der LucaSgemetnde. Pfarrer Dtngeldey

Lyon, 22. Februar. Gestern hielt hier der griechische Priester Ephraim einen Vortrag über die Bereinigung Kretas mit Griechenland. Nachher durchzogen etwa zwei­hundert Studenten die Straßen mit den Rufen:Hoch Griechenland! Nieder mit dem Sultan!" 13 Studenten wurden vuhaftet.

London, 21. Februar. Nach einer Meldung aus Kanea fingen englische Torpedoboote einen kleinen Handelsdampfer der griechischen Gesellschaft, mit Lebensmitteln für die Auf- ständischen an Bord, auf und brachten ihn in den Hafen.

Athen, 22. Februar. 700 griechische Soldaten sollen mit Geschützen bei Klffasseo auf Kreta au Land ge­gangen sein.

WB. Athen, 22. Februar. (HavaSmeldung.) Gestern Vormittag begann das Gewehrfeuer in der Umgebung KaneaS, welches sich nach Mittag verstärkte. Um 5 Uhr begannen die Kriegsschiffe daS Bombardement auf das Lager der Aufständischen, eS wurden etwa 40 Kanonenschüsse ab- gegeben. AIS daS Feuer aufhörte, wehte die griechische Fahne in der Höhe deS Lagers.

WB. Athen, 22. Februar. Der KreuzerKaiserin Augusta" ist gestern Vormittag vor Kanea eiugetroffen, er landete 95 Matrosen. Auf der Festung wurde die deutsche I Flagge gehisst.

Die Orientalin wird stets wegen ihres wunderbaren Teints Dirkende Ebemtkatten^wie^ bei^uns^"sönbern coSmetische Mittel. Ein solches ist auch daS Myrrholin Aus blefem beruht bie eigenartige, wohlthuenbe unb milbe Wirkung der Patent- Myrrholta-Seile, wie sie von Professoren unb Aerzten anerkannt wurde. Allen Damen, welche ihren Teint aus naturgemäße Weise pflegen wollen, sollten zum täglichen G'brauch'dte Patent-Mvrrholin- Seise, welche überall tn ben Apotheken zu 50 Pfg. erhältlich be­nutzen und scharfe, der Gesundheit schädliche Mittel weglaffm ' 45

17. Februar. Depesche von Herrn Elaar: Räuber wegen Er­krankung von Fräulein Lanbort fraglich.

19. Februar. Depesche von Herrn Elaar: Räuber am 25. un­möglich. Nathan der Weise an demselben Tage offerht.

20. Februar. Depesche an Herrn Elaar: Nathan angenommen.

20. Februar. Zwei Depeschen von Herrn Elaar: Wegen meh­rerer Erkrankungen jede Vorstellung anr 25. unmöglich.

20. Februar. Depesche an das Darmstädter Holtheater: Können Sie tm Laufe der nächsten Woche hier spielen-' Mägltchst clasfisches Stück.

20. Februar. Depesche von dem Darmstädter Hoftheater: Am Mittwoch ober Freitag Renaissance ober Emilia Galottl.

20. Februar. Depesche en das Darmstädter Hoftheater: Mitt­woch Emilia Galotlt dankend accepttrt. Erbitte umgehend Rettet

(Zettel geht am 21. Februar ein.)

_ .21. Februar, Abends 8>/, Uhr. Depesche von dem Darmstädter Hoftheater: Wegen Todesfalls Verschiebung nöthtg.

Sapienti eat. Auch Herrn 8L?

Verkehr,anb* unb üolNuHrtbfetjaft,

rfinkri, 20 Februar. Frachtpreise. Wetzen x. 16,08 Korn X 13,90, Gerste X 00.00, Hafer X 00,00, Erbsen X 00 00 Linsen X 00.00, Wicken X 00,00, Lein x 00.00, Kartoffeln X 0 00 Samen X 00,00.

CocuUs «nd protHnsfcllc*,

Gießen, deu 22. Februar 1897.

* Militärdieustuachrichten. Frhr. v. SenarclenS- Grauch, Oberftlteutenant und Flügeladjutant des Groß- Herzogs von Heffen und bei Rhein Königlicher Hoheit, der Rang eines RegimentScommandeurS verliehen. Frhr. Rie- defel zuEifenbach, Unteroffizier vom 1. Großh. Hessischen Jofanterie.(Leibgarde-)Regtment Nr. 115, zum Portepee- fähnrich; Fresenius, Vlceseldwebel vom Landwehrbezirk Gießen, zum Secondelleutenant der Reserve des 4. Großh. Hessischen Infanterie-Regiments (Prinz Karl) Nr. 118 be- fördert.

Oeffentliche Versammlung bei oationalliberalen Vereins. Der Vorsitzende, Herr Dr. Fuhr, führte in seiner Be- grüßungSansprache aus, daß baS deutsche Bürgerthum noch nicht abgewirthschastet habe; eS brauche sich nicht in feiner Gefammthelt Immer wieder deshalb beschimpfen zu lassen, well Einzelne Besitz haben, ohne zu arbeiten. Das Vor- handensein socialer Schäden leugne Niemand. Schön und gut sei es, daß, wer sich der Armen und Elenden annehme, das Herz des deutschen BürgerthumS habe; aber man dürfe nicht zu sehr dem Zug des Herzens allein folgen, sondern sich auch besonders die Thatsachen vorsühren. Wer practische Politik treiben wolle, müsse Dinge und Menschen nehmen, wie sie sind, nicht, wie sie sein könnten, vielleicht aber nie­mals sein werden. 200 Millionen jährlich würden von den Unternehmern an Renten, Entschädigung rc. aufgebracht, eben- soviel betragen bie Armenlaften, die Lebenshaltung und die Löhne find fast überall gestiegen. Das deutsche Bürgerthum in Stadt und Land wird für die Weiterbildung der Social­gesetzgebung sorgen, wie es dieselbe freiwillig begonnen, ein Beweis socialen PfllchtbewuhtseioS, dessen Gleichen kaum tn der Geschichte zu finden sein werde. Eine Zersplitterung durch Gründung neuer Partetchen warmherziger Gebildeter, besorge nur die Geschäfte der Reaction und deS CentrumS, das jetzt schon der entscheidende Factor geworden ist. Ander- feitS sind die brennenden Momente innerhalb der liberalen Parteien viel geringer geworden, nachdem das unverfälschte Manchesterthum zu Grabe getragen worden ist. Der Einfluß des gemäßigten Liberalismus habe sich glänzend bet der Be- feitigung des Schulgesetzes gezeigt. Herr Generalsecretär Patzig führte aus: Leider zögen sich sehr Biele vom öffeut- Uchen Leben zurück, Idealisten, denen der Widerstreit mate­rieller Interessen zuwider sei, Pessimisten, die überhaupt den Kamps verloren geben, ferner die wirtschaftlich Berärgerten. I Dadurch, daß wir in einem Bundesstaat leben, ist eS aus- geschlossen, daß cäsaristische Neigungen, wie in Frankreich I emporkommen. Wenn solche Tendenzen vorhanden waren, so I wären wir ihnen bei der Zerfahrenheit unseres öffentlichen Lebens rettungslos preisgegeben. Wir, das deutsche Bürger- thum, find die jüngste politische Macht, im Besitz eines demo- kratischen Wahlrechts, wie eS kaum einem anderen Lande ge- I «eben ist. Wir müssen uns tagtäglich diesen Einfluß gegen- über den alten Gewalten erkämpfen und erwerben. Unsere Regierungen haben ein solches Maß von VolkSfreundschast daß sie die Schwäche des BürgerthumS nicht ausbeuten Wenn unsere Parteien jetzt schon am Ende wären, dann wäre unsere ganze politische Arbeit der letzten drei Jahrzehnte eine große Lüge gewesen. Die Grundlagen unserer national- liberalen Partei waren vaterlandsliebend, monarchische Ge- sinnung, die mit uns innerlich verwachsen ist, und die herauSgewachsen ist auS einer tausendjährigen Geschichte Künstliche Gegensätze find zu den natürlichen Gegensätzen zwischen liberaler und conservativer Weltanschauung hervor- getragen worden. An der Schwelle deS Reichs sinb wir einer gährenden Gesellschaft begegnet, die sich socialdemokra- tische Arbeiterpartei nannte und sich über ihre Ziele noch nicht klar war, sich aber von Lassalle schon entschieden loSge- I

Daß Schänthan'sLetztes Wort" kein Meisterwerk ist, geben wir berufenen Urtheilern gerne zu. Gewählt wurde daS Stück auch nicht, um bem Geschmack« des hiesigen Publikums entgegenzukommen, sondern einfach beshalb, weil das vorgesehene andere in letzter Stunde von Herrn Dtrector Dr. Hauch wegen Erkrankung seiner ersten Dar­stellerin abgesagt wurde. Das gleiche Schicksal hat der Theaterverein während dieses Winters drei» ober viermal erfahren, unb zur Illu­stration der von Herrn A. aufgestellten Behauptung, baß es im Grunde Niemand leichter habe alfl der Vorstand des TheatervereinS, geben wir nachstehend einen kurzen Auszug des gerade in diesen Tagen gepflogenen DepeschenwechselS. Zum Verständnisse sei nur voraufgesandt, daß für ben 25. Februar eine Vorstellung derRäuber" durch bas Frankfurter Ensemble unter Mitwirkung von Stubirenben geplant wa>, unb baß bereits vier Proben, bret unter Leitung beS Herrn OverregisieurS Roll unb eine unter Leitung beS Herrn Juten banten Elaar, ftattgefunben hatten.

Veteranen Verein Gießen. Die am 20. b. M. ab» gehaltene Generalversammlung wählte als Vorstanb bie Herren: Petri III., erster Vorfitzenber, Fischbach, zweiter Vorsitzenber, Hosse, erster Schriftführer, Georg Schneiber, zweiter Schriftführer, Nau, Rechner, unb als Beisitzer: Zetter, Euler, Köhler, Bourgeois, Ho- r e y s e ck. -

"Herr Anguß Zuukermaun, beffeu Reuterabende hier so glänzenden Erfolg hatten, hat sich entschlossen, aber­mals einen Vortrag zu veranstalten, welcher am 3. März im Pesellschaftshause ftartfiuden soll. Da der beliebte Künstler hierfür ein vollständig neues Programm gewählt hat, dürfte auch diesmal ein volles Haus zu erwarten sein und alle Freunde und Verehrer seines großen Talentes an diesem Abend versammeln.

* Nächtlicher Unfug uud Rohheit haben sich in letzter Zeit in bedenklicher Weise wiederholt. So wurden vor einigen Tagen, abgesehen vom Einschlagen von Gaslaternen, in einer Hosraithe in der Bahnhofstraße eine Anzahl Fensterscheiben mit Steinen eingeworfen, auch in der Sonnenstraße wurde eine Fensterscheibe eiugeschlagen. Die Krone wurde alldem in der Samstag Nacht aufgesetzt, wo am UniverfitätSgebaude und an den zum ,Casv Leib" gehörigen Gebäuden, während im Saal ein Maskenball stattfand, nicht weniger als 30 Fenster­scheiben zerschlagen wurden. In allen diesen Fällen find die Thäter soweit festgestellt uud wegen Sachbeschädigung an- gezeigt.

' Deutscher GastvirthStag. Für den am 14. und 18. Juni d. I. in Gotha ftattfindenden 24. deutschen GastwirthS- tag ist daS Festprogramm wie folgt festgesetzt: Montag, 14. Juni, Empfang der Gäste, Abends gewüthlicheS Bei­sammensein der Delegirten und Feftgäste; 15. Juni: Dele- girtenversammlung, Festbanket,BegrüßungScommerS, 16. Juni: Morgenconcert, Versammlung, Promenadevconcert, Besichtig­ung des Museums und deS RefidenzschlosseS Friedenstein, Abends großes Gartenfest mit Illumination uud Feuerwerk in den Gartenanlagen desParkpavilloa"; 17. Juni: Ber- sammlung, Ausflug in die Umgebung Gothas, theatralische Festvorstellung tm Sommerrefidenziheater zur Steinmühle, Gartenfest und Tänzchen daselbst,- 18. Juni: früh Ausflug