Professor vr. Albrecht Dieterich zu Marburg zum ordeut. ltchen Professor tu der philosophischen FacultLt der Landes- Universität für daS Fach der klassischen Philologie mir Wir- kung vom 1. April l. I. an zu ernennen und in der gedachten Eigenschaft zu berufen.
•* Parlamentarische« Der Bericht deS Ersten Aus. schnsseS der Zweiten Kammer über die Vorlage Großherzog- itchea Ministerium» der Finanzen, Abtretung von Straßen- gelinde in der Gemarkung Inheiden betreffend, den der Abg. Dr. Schröder erstattete, kommt zu dem Anträge, die Kammer wolle ihre Zustimmung zu der unentgeldlichen Ab- rretnug vou in der Gemarkung Inheiden gelegenen überschüssigem Stratzeugeläude, bezeichnet mit Flur I Nr. 468y10, 1443 Quadratmeter groß, in der Voraussetzung ertheileu, daß die Gemeinde Inheiden sämmtliche Kosten des Besitz- wechsele übernimmt und anerkennt, daß dem Staate fernerhin ketnerllt UnterhaltungSpflicht an dem abzutretrndeu Gelände o6Iiegt. — Den Bericht des Ersten Ausschusses der Zweiten Kammer über den Antrag deS Abg. West er nach er, die Uebernahme der durch gesetzliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Maul- uud Klauenseuche entstandenen Kosten auf die Staatskasse betreffend, erstattete der Abg. Köhler. Der genannte Ausschuß beantragt: 1. die Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, 1) zweimal im Jahre durch die Großh. KreiSämter die Großh. Bürgermeistereien aufzuforderu, auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen: a. wie sich die Bevölkerung beim AuSbruch von Viehseuchen zu verhalten hat, b. welche Lasten dabet der Diehbefitzer, welche der Staat zu tragen hat; 2) diese Bekanntmachung sofort nach AuSbruch irgend einer Viehseuche in der Gemarkung zu wiederholen- 2. den hier vorliegenden Antrag des Abg. Westeruacher damit für erledigt zu erklären.
•» WohnuugSgeldzuschuß. Die Offiziere, Aerzte und Beamte deS Reichsheeres uud der Kaiserlichen Marine sowie die etatSmäßtg angestellten Reichsbeamten und Unterbeamten ausschließlich der Beamten der Reichseisenbahnen in Elsaß- Lothringen beziehen, wenn sie ihren Wohnsitz im deutschen Reiche haben, auf Grund des Gesetzes vom 30. Juni 1873 „Wohnungsgeldzuschuß", der zu denselben Zeitpunkten zahlbar ist wie daS Gehalt. Die Höhe diese» Zuschusses ist verschieden und richtet sich nach dem Range deS Beamten sowie der Einwohnerzahl und den TheuerungSverhältnissen des dienstlichen Wohnorts. Demgemäß beziehen die Beamten au Orten, wo Lebensmittel und Wohnungen verhältnißmäßig billig find, weniger WohuungSgeld wie an Orten mit>heuerem Lebensunterhalt. Bezüglich des WohnungSgeldeS sind daher etngetheilt: „Die Beamten nach ihrem Range in 6 Kate- gorten, und die Orte nach den TheuerungSverhältnissen resp. tn die 6 Klassen A, 1., 2., 3., 4., 5., welche man Servt». klaffen nennt. Die Kategorien 1 bis 4 umfassen die höheren Beamten, zur Kategorie 5 gehören die mittleren Beamten und zur Kategorie 6 die Unterbeamten. Der Zuschuß be- trägt jährlich tn den ServtSklaffen:
A. 1. 2. 3. 4. 5.
für die Kategorie 5: Mk. 540, 432, 360, 300, 216,180, (mittl. Beamte)
für die Kategorie 6: Mk. 240, 180, 144, 108, 72, 60. (Unterbeamte)
In Klasse A find nur einzelne Großstädte, tu den Klassen 1 und 2 Badeorte, größere und mittlere Städte, 3., 4. kleinere Orte, 5. Landorte. Gießen gehört beispielsweise zu Klasse 2, Friedberg zu 3 und Frankfurt a. M. zur Klaffe A. Diese Klasseneintheilung der Orte erfolgt durch RetchSgesetz und unterliegt von zehn zu zehn Jahren einer allgemeinen Revision, welche auch in diesem Jahre stattfindet. Der Kaiser ist ermächtigt, unter Zustimmung deS BundrsratheS bet hervortretendem Bedürfntß die Versetzung einzelner Orte aus einer niederen Klasse tn eine höhere anzuordnen. Bet der diesjährigen Revision handelt es sich nun nicht nur darum, einzelne Orte tn höhere Klassen zu versetzen, sondern es bleibt auch zu prüfen, ob eS erforderlich, die Sätze der einzelnen Klaffen der Jetztzeit entsprechend zu erhöhen, weil die heutigen Verhältnisse doch wesentlich verschieden find von den Verhältnissen der Jahre vor 1873, die s. Z. maßgebknd waren, für die Klasseneintheilung der Orte uud die Festsetzung der Höhe des WohnungSgeldeS tn den einzelnen Klaffen. Namentlich für die wirthschaftltchen Verhältniffe der Unterbeamten uud mittleren Beamten mit niederem Einkommen trifft dies in erster Linie zu- denn je geringer daS Einkommen, um so weniger verbleibt zur Bestreitung der Woh- uungSmierhe. Nun herrscht aber infolge des vertheuerten Baugrundes, der hohen Baukosten und deS Zuzuges von Familien mit geringem Einkommen tn den meisten Städten ein fühlbarer Mangel an kleinen und mittleren Wohnungen. (£ln Thetl der mittleren Beamten bezieht daher Wohnungen, die im Vergleich zum Einkommen zu theuer find. Biele andere dagegen begnügen fich mit kleinen Wohnungen, deren Mirthpreis den bewilligten WohnungSgeldzufchuß gar nicht, oder nur wenig übersteigt, und trägt so mittelbar, durch die vermehrte Nachfrage, zur Bertheuerung der kleinen Wohnungen bei. Die Folge davon ist, daß einfache kleine Wohnungen verhältnißmäßig theurer find wie die mit allen Annehmlichkeiten auSgestatteten größeren und ganz großen Wohnungen. Eine Erhöhung des WohnungSgeldzuschuffeS der Unterbeamtrn wäre daher in erster Linie am Platze. Eine Erhöhung deS Zuschusses der mittleren Beamten nicht nur erwünscht, sondern auch gerechtfertigt insofern, als ein beträchtlicher Theil der mittleren Beamten, sobald er sich durch den erhöhten Zuschuß in die Lage versetzt sieht, mehr für seine Wohnung aufwenden zu können, voraussichtlich auf kleine Wohnungen Verzicht leistet und durch diesen Verzicht eine nicht unerhebliche Zahl kleiner Wohnungen frei werden würde, waS wiederum ganz besonder» im Interesse so Vieler liegt, die durch ihr Einkommen auf kleine Wohn- ungen angewiesen sind. Aufgabe deS Staates aber ist eS, das Interesse der wirthfchaftlich schlecht Gestellten in jeder Beziehung zu wahren.
— vnerkenutmg treuer Mitarbeit. Die General-Brr-
sammlung deS Papier-Judustrte-VereinS beschloß am I 15. Mai 1896, einer Anzahl in der „Papterzeitung" benannten Firmen für ihre mitgenannten Beamten und Arbeiter ein \ Diplom für treue Mitarbeit zu verleihen. Die Diplome tnb nunmehr den Betreffenden unter GlaS und Rahmen zugesandt worden. In Gießen wurde die Firma I. Barnaß ür den seit 19. März 1883 beschäftigten Arbeiter Ludwig Zuh ausgezeichnet.
* • vieberthalbahu. Um fich klar zu machen, welcher bedeutende Nutzen durch die zu erbauende Bieberthalbahn und die dadurch bedingte Entlastung unserer Straßen herbei- geführt wird, dürften nachstehende Zahlen über die Eisen- und Kalkstein-TranSporte pro 1896 von allgemeinem Interesse sein. ES gingen von Bieber—Rodheim, theilS auf ireußischen, theilS auf hessischen Straßen, bis Abendstern ca. 15 000 Fuhrwerke, bis Gießen ca. 6000 Fuhrwerke, bi» Lollar 1500 Fuhrwerke, zusammen also 22 500 Wagen beladen, welche dieselben Strecken geleert zurückzufahren hatten. Die Belastung dieser Wagen schwankt zwischen je 40 bis 80 Centner. Alle diese Lasten werden nach Fertigstellung der Schmalspurbahn mittels dieser ihren Weg nehmen. Welcher große Vortheil daraus den WegeunterhalrungS-Ber- pflichteten erwächst, dürfte selbst für den Laien nicht schwer ein, einzusehen. Am 26. d. M. find die Interessenten der Bieberthalbahn zu einem Termin nach der Bürgermeisterei Gießen geladen. ES wäre sehr zu wünschen, wenn dem Unternehmen von keiner Seite Schwierigkeiten gemacht würde, damit mit dem Bau der Bahn schleunigst begonnen und vorangegangen werden kann.
Preissteigerung der vaumaterialieu. Vor Beginn der Bausaison berichteten wir bereits über einen PreiSaufsch'.ag für Kalk. Dem Steigen der Kalkpreise find nun die Preise für Backsteine nachgefolgt. Diese» Baumaterial ist um 2—2y, Mk. pro Tausend theurer geworden als im Vor- ahre. Dabet find Backsteine ungeheuer knapp, so daß ein weiteres in die Höhe gehen hierfür nicht ausgeschlossen ist. Die Backsteinmacher nehmen selbstverständlich die für sie überaus günstige Conjunktur wahr und find mit ihren Accord- forderungen für die bevorstehende Arbeitsperiode, um 1 bis 2 Mk. pro Mille Steine zu formen, ebenfalls tn die Höhe gegangen. Dieser Mehrerlös der Ziegelarbeiter ist diesen auch von Herzen zu gönnen, da nicht zu verkennen ist, daß bet den früheren gedrückten Löhnen diese schwer arbeitenden Leute knapp ihr Durchkommen hatten.
• • Aufruf au alle deutsche» Buchhalter! Behufs Begründung eines „Vereins Deutscher Buchhalter", der neben der materiellen vornehmlich auch die geistige Hebung dieses für die Geschäftswelt nützlichsten Standes bezweckt, werden in allen Handels- und Jndustrteplätzen die Berufsgenossen aufgefordert, ihre Adresse an Director Reil, Berlin-Friedenau, zur weiteren Veranlassung einzusenden.
• • Für die junge» Leute, welche zu Ostern die Schule verlassen, um einen Lebensberuf zu ergreifen, ist eS eine Pflicht, fich der Schäden bewußt zu bleiben, welche der Aufenthalt in dumpfer Stuben- und Werkstattluft, sitzende Lebensweise, geistige Anstrengung und zu wenig Bewegung in frischer Luft an ihrer Gesundheit Hervorrufen können. Um hier ein genügendes Gegengewicht bieten zu können, ist der Besuch der Turnstätten dringend erforderlich. Nur in einem gesunden Körper können sich Frohsinn, Lebensmuth und Schaffensfreudigkeit in dem Maße entwickeln, wie es zu dem Kampfe ums Dase.n erforderlich ist. Die vielfach auSge sprochene Ansicht, die Arbett in einem schweren Berufe gebe genug Gelegenheit, die Kräfte zu stählen, ist nicht richtig, denn die BerufSthätigkeit ist nur einseitig und biwirkt keine harmonische Ausbildung der gesummten Muskulatur. Das aber wird erreicht durch fleißiges Turnen mit seinen mannigfachen Bewegungsformen, Turnspielen und Turnsahrten. DaS Turnen b etet dem Heranwachsenden Jüngling eine Quelle so vieler, reiner Freuden, innerer Befriedigung uno körperlichen Wohlbefindens, daß er stets gern und regelmäßig an den Hebungen auf dem Turnplätze theilnehmen wird.
*• eine Aendernng in der Ferien Ordnung in den Volksschulen soll nach der „Darmst. Ztg." vom nächsten Jahre ab eintreten. Die seitherigen Schluhferien (letzte Aprilwoche) kommen nämlich in Wegfall, und das neue Schuljahr soll, wie an höheren Schulen, om Montag nach Ostern beginnen; eS endigt dann mit den Osterferien. Seither begann das Schuljahr der Volksschulen am ersten Sonntag im Mat. Infolge dieser Aendernng soll die an vielen Orten noch zu Pfingsten stattfindende Konfirmation auf Sonntag nach Ostern verlegt werden.
** Wetterbericht. Ganz Europa, mit Ausnahme des äußersten Südens, steht unter der Herrschaft niederen Druckes. Das gestern bereits über der Ostsee lagernde Minimum behauptet auch heute noch mit unveränderter Tiefe seine Lage. Dasjenige, welches fich im Westen deS Canals ankündete, ist ostwärts über Westdeutschland hereingerückt, wobei in ganz Central Europa der Luftdruck erheblich abgenommen hat. Die Witterung ist neuerdings unbeständig geworden und haben sich vielenorts Niederschläge eingestellt. Am Nordsuße der Alpen machte fich Morgens leichter FöhmEinfiuß geltend und waren daselbst Morgens die Temperaturen bedeutend höher als gestern. — Voraussichtliche Witterung: Un- beständiges, unruhiges Wetter mit Niederschlägen.
Lollar. 19. April. Heute Nachmittag wurde hterseldst die Leiche eines etwa 30 Jahre alten Mannes aus der Lahn gezogen. Es wird vermuthet, daß man es mit einem seit einiger Zelt vermißten Einwohner von Wißmar zu thun hat.
Butzbach, 20. »April. Dem „Drmstr. Tagebl." wird von hier geschrieben: AuS dem benachbarten Marienschloß wird nnS gemeldet, daß der zur Zeit daselbst inhastirte berüchtigte Ein- und Ausbrecher Klotzbach mit noch drei Gefangenen einen Fluchtversuch unternehmen wollte. Die Thüre seiner Zelle war schon so weit auSgesägt, daß ein schwacher Druck genügt hätte, durch dieselbe aus den Korridor
zu gelangen. Nach Aussage deS Klotzbach beabsichtigten die Verbrecher die im Hose aufgestellte Wache zu überrumpeln, dieselbe unschädlich zu machen uud fich de» Gewehr» zu bemächtigen. Die Reisegelüste der vier Verbrecher dürsten durch eine schwere Schließung für immer vereitelt worden fein.
-r Oberbreidenbach b. Romrod, 20. April. Durch rin größeres Schadenfeuer sanken heute Nacht drei Hos- ratthen tn Asche. Der Brand kam bei Wirth Johs. Wenzel, wo gerade Tauzunterhaltung war, zwischen 1 uud 2 Uhr in einem Nebengebäude zum AuSbruch und griff bald auf die Gebäude von Konr. Hofmann 2. uud Hrch. Rahn 3. über. Alle benachbarten Wehren waren zur HÜlfeleistung herbei- geeilt. ES bedurfte großer Anstrengungen, um daS Feuer zu bewältigen bezw. etu weitere» Umsichgreifen zu verhüten. Zum Glück war Windstille und hatte der fett mehreren Tagen herrschende starke Sturm etliche Stunden vor AuSbruch deS Brandes fich gelegt, sonst wäre ein große» Unglück die Folge gewesen. Uebtr die Entstehung des Feuer» finden eben Erhebungen durch die Gendarmerie statt; die Abgebrannten sind versichert.
Darmstadt, 19. April. Am Lindenberg hat fich gestern der GerichtSaffeffor Lin deck, ein Sohn de» verst. Geheimen Finanzrath» und HauptstaatSkaffendirectorS, erschossen.
Bow Odenwald. 20. April. In Affolterbach liegt der Fall vor, daß Vater und Sohn wegen eines Küchen- Heerde», bezw. wegen der zu benutzenden Kochlöcher einen Proceß miteinander haben. Der Vater, der die Bewirth- schaftung seinem Sohne übergeben hat, verlangt als Auszügler, daß ihm das vordere Kochloch gehöre, während der Sohn sich mit dem hintersten zu begnügen habe. Der Sohn aber sagt, ihm gehöre da» vorderste Kochloch, weil doch er jetzt Haushaltungsvorstand fei u. f. w. Kurz, der Vater hat die Sache bei Gericht anhängig gemacht und find bereit» vom Gerichte Experten ernannt, die den Sachverhalt einzusehen und zu begutachten haben.
Mainz. 18. April. Heute Nachmittag unternahmen drei junge Leute eine Vergnügungsfahrt mit einem Segelboot rheinaufwärts. Das Boot kenterte infolge deS Sturme» oberhalb der Eisenbahnbrücke. Die Jnsaffen stürzten in den Strom. Zwei davon ertranken, der dritte rettete sich an» Ufer.
Mainz. 18. April. Ueber die wahlweise Benutzung ter Rücksahrkarten auf der recht»- und linksrheinischen Strecke herrschte bisher beim reisenden Publikum vielfach Un klarheit. Die Linien Mainz—Bingerbrück und Kastel— Rüdesheim waren auch von dieser Vergünstigung au-geschloss'n. Eine von der hiesigen Eisenbahndirection herauSgegebeue Verfügung hebt diese Ungleichheit auf und beseitigt auch d,e bisher bestandenen Zweifel. DaS Schriftstück besagt: „Sämmtliche Fahrkarten ohne Ausnahme, als einfache Fahrkarten, Rückfahrkarten, Fahrscheine usw., die zur Fahrt auf der rechten oder linken Rheinseite berechtigen, können für die Folge nach Belieben der Reisenden zu rechtsrheinischen oder linksrheinischen Zügen benutzt werden, gleichviel, ob die Fahr- karten rc. einen entsprechenden Ausdruck tragen oder nicht. Für den Fall, daß vor Beendigung der Fahrt in Kastel ober Mainz ober anderen rheinabwärtS gelegenen Wechsel- ftattonen als RüdeSheim, Bingerbrück, St. Goarshausen, St. Goar uf®. ein Wechsel in den beiden Rheinufern statt- findet, so ist stete auf derjentgeu Station, von welcher der Wechsel nach der anderen Rheinseite vorgenommen werden soll, die Fahmuterbrechung auf den Fahrkarten von den GtationSbeamten bescheinigen zu lassen."
W • !Wilhelm8haven. 20. April. Der 83jährige kranke Bauer Michels ist bei einem in Egels bei Aurich aul* gebrochenen Brande um» Leben gekommen.
SdHffsnad?rid?ten*
Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch die Agenten Kerl Loo» und I. M. Schulhof.
Bremen, 20. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Da Postdampser Dresden, Kapitän O. Groß, vom Nordd. Lloyd tn Bremen, ist am 17. April, 12 Uhr Mittags, wohlbehalten tn Philadelphia angekommen.
Bremen, 20 April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Roland, Kapitän Zurbonsen, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 3 Uhr Nachmittag« wohlbehalten in Galveston angekommen.
SrankfntUt «tedttheater.
Der berühmte italienische Sänger Tamagno, welcher eine kurze Gaftspiel-Tourns unternommen hat und soeben mit außerordentlichem Erfolge an der großen Oper in Paris ausgetreten ist, wird nach einer Vereinbarung mit der hiesigen Intendanz »nfong« Mai an zwei Abenden im hiesigen Opernhause gastiren.
Wöchentliche Ueberstcht der TodeSMe tu Gieße».
16. Woche. Vorn 11. April bis 17. April 1897. Einwohner zahl, angenommen zu 23 700 (tnci. 1600 Mann MilitS ). SterblichkeitSziffer: 26,32, nach Abzug der Ortsfremden 10,970/».
Kinder
»e ft erben an: Zusammen: Erwachsene: ta vom
* n ° 1. LedenSj.hr: 2.-15.Jab:
Bösartiger Neubild.
2
2
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Lungenschwindsucht
4 (1)
3
—
1 (1)
Lungencatarrh
2
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2
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Lungenentzündung
2
1
1
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Lungen erweiterung
1
1
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Herzleiden
2
1
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1
Krämpfen
3
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2
1
Liphtheritis
1 (1)
—
1 (1)
Croup
1
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1
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Wochenbettfieber
1
1
—
Summa: 19 (2)
9
6
4 (2) .
«nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebe» an, wtc viele
der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit aut von
auSwärt« nacy
Gieße» gebrachte Kranke kommen
SÄns,offe“.
Wifi Jin B M Mau schreib« um SJlufitt ui« J W ■ W w ■ B Angabe des tSewünschtrr». <5 von Elten & Keussen, Fabrik und Handlung, Crefeld-


