Ausgabe 
21.7.1897 Erstes Blatt
 
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Nach dem Appell faul Nachmittag- um 21 izer Thor und mögc tziMny batan Thit >ax btt Lhrenplah In vgstaurn geleitet, noi- immen Schritt bint die on den Einwohnern ml*, frühere Exereierplatz, iit Zefiplatz und nach Eiv elbe als zu klein. Da! ingstigend und besonder« zukommen. BezirkScon* rüßte auf dem FrfiPlaf ager auf dai hrrM' iestüt bin Kaffer an«, ! die mit großem Beis°l MSvortröge der Fried- ulld Illumination m vom herrlichsten Wetre.

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schtedene Geschäftsleute zu dem G'auben, die Zeltuug sei ein weitverbreitetes Blatt und zu Insertionen besonders geeignet. Thatsächlich sind eine Reihe von Firmen darauf hinein» gefallen, indem sie ivserirten und der Höhe der angeblichen Auflage entsprechende Preise zahlten. Das Landgericht Stettin hat den angeklagten Verleger wegen Betrugs verurtheilt, und daS Reichsgericht hat dies bestätigt.

* De» in das Ausland gehenden deutschen Kriegs­schiffen wird für die Folge mit der Tropenausrüstung zugleich ein Farbstoff zum Dunkelfärben je eines ArbettS- anzugeS der Mannschaften des LandungScorpS mitgegeben werden. Der Zweck des Färbens ist, bei Landungsexpedi» tionen in den Tropen, besonders im Buschkriege, dem Arbeite- anzug eine den Träger möglichst verbergende Farbe zu geben. Der Farbstoff wird in der Weife hergestellt, daß Ctchorie mit Geewaffer gekocht und dann der erkaltenden Flüssigkeit reines Chlorophyll zugesetzt wird. Betreffs der Wiederent­fernung des Farbstoffes aus den Anzügen ist folgende In­struction erlassen worden: Nach dem Gebrauch werden die Anzüge erst in Wasser gründlich gespült, um den im Wasser löslichen Theil der Farbe zu entfernen. Erst hiernach findet daS Waschen mit Marineseife und kaltem Wasser statt.

* Der König der Restaurateure. Der höchstbesteuerte Restaurantbefitzer Deutschlands ist zur Zett der Traiteur Rudolf Dressel in Berlin. Ec ist in diesem Jahre mit riuem Jahreseinkommen von 170000 Mark eingeschätzt wor­ben, welche Summe dem Besitz eines Vermögens von fünf Millionen Mark entsprechen würde. Da Herr Dressel diese, seiner Erklärung nach völlig unbegründete Einschätzung ledig­lich auf die Gerüchte über seine Einnahmen bei der letzten Gewerbe-Ausstellung zurücksührt, hat er gegen die Einschätzung Widerspruch erhoben.

* Ein großmuthiger Räuber. Reisender (der ausge- plündert wird, wehmüthig):Die silberne Tabakbose ist noch ein Andenken von meinem seligen Vater." Straßenräuber (gerührt):So? Na, dann schnupfen Sie nochmal d'raus."

* Das ist etwa» Anderes. Student (im Bette liegend): Zum Donnerwetter, welcher unverschämte Kerl will schon so früh zu mir?" (Stimme von außen):Der Geldbrief­träger." Student:O bitte, mein Herr, kommen Sie nur herein!"

Universität- - Nachrichten.

Berlin, 17. Juli. Der bekannte Handelsrechtslehrer an der hiesigen Untversttät, Professor Goldschmidt, ist gestern in Wtl- helmshöhe gestorben.

Der wissenschaftliche HülfSarbeiter an der Landwirthschafts- kammer für die Provinz Schlesien Dr. Otto Anhagen ist der «Kreuzztg." zufolge zum außerordentlichen Professor der Staats- wissenschaftm an der Universität BreSlau ernannt. Dr. Anhagen 'st vor einigen Jahren von der rechts- und staatswisstnschasiltchen Facultät in Straßburg zum Doclor promovirt und hat sich durch eine Reihe wissenschaftlicher Deiöffentltchungen, unter denen vor allem seine kürzlich erschienene SchriftZur Kenntniß brr Marsch- wtrthfchaft" hervor,uheben ist, bekannt gemacht. Nach seinen bis­herigen Arbeiten ist anzunehmen, daß er seine Lehrthättgkeit vor­zugsweise den agrar - wissenschaftlichen Aufgaben zuwenden wird. Der Landwirthschaflskammer wird rr auch weiterhin als Hülfs- arbeiter angehören.

_ München, 19. Juli. Der Laryugologe Unioersttätsprofessor Dr. Max Joseph Oertel ist gestorben.

Literatur uud Uunst.

Unter dem Titel »ttnfttte Bögl-i« Roth" hat die be­kannte Münchener Schriftstellerin Anna Mayer-Bergwald eine Frage, die in den weitesten Kreisen Besorgniß erregt, die Vertilgung unserer Vögel, in einem CycluS von Gedichten be­handelt, in welchen die frische Naturanschauung und Gemüthstiefe dieser Dichterin so recht zum Ausdruck kommen. DaS Büchlein kann vom Berliner Thierschutzverein (Berlin, Königgrätzerstr. 108) bezogen werden: 1 Stück 30 Pfg., 10 Stück 2 Mk.

DaS Jllastrirte GonntagSblatt, redigirt von Rudolf Elcho, bringt spannende Romane, Novellen, Humoresken, populär­wissenschaftliche Abhandlungen, technische Mittheilungen, Hausfrauen- Album, Rebus, Räthsel rc., durchweg Original-Beiträge namhafter Schriftsteller. Mit zahlreichen künstlerischen Illustrationen versehen, bietet das beliebte Jllustrtrte Sonntagsblatt auf 20 Seiten pro Nummer eine Fülle interessanter Lectüre zur Unterhaltung und Be­lehrung. Jede Woche erscheint eine Nummer. Preis pro Quartal Mk. 1.25 oder ä Nummer 10 Pfg. Probenummern gratis und franco durch alle Buchhandlungen, sowie dtrect vom Verlag des Jllustrirten Sonntagsblatt, Berlin W., Lützowstr. 105.

Verkehr, Larrd- rrnd Volkswirthschaft^

Uten, 20. Juli. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochmmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0,951,15, Hühnereier pr. St. 6 4, 2 St. 1300 H, Enteneier 2 St. 1112 4, Gänse der pr. St. 00-11 4, Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr. St. 3 4 Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 27 4, Tauben pr. Paai X 0,70 bis 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,30, Hahnen pr. Stüö X 1,201,50, Enten pr. Stück X 1,601,80, Gänse pr. Pfurfl

X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 4, Schweine« fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 74 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 56-60 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,CO bi« 7,00 vH., Weißkraut pr. Stück Ü--00 4, Zwiebeln pr. Centner X 8.009,00. Milch vr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd. 1215 4, Gurken per 100 Stück 35 X

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 20. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag»: Wasser 17</8°, Luft 22".

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Ueber Nutrose.

von Lrztlicher «eite wird geschriebene

Nntrose wird selbst in größeren Mengen anstandslos ge­nommen und vertragen, im Gegensatz zu Prplon und anderen Präparaten, die wegen ihrer darmretzenden Wirkungen selbst in kleineren Mengen auch vom gesunden MagendarmtractuS nicht ver­tragen werden." Sämmtltche ärztliche Beobachtungen betonen die intensive Nährkraft und die leichte Verdaulichkeit der Nutrose. Sie ist besonders geeignet zur kräftigen Ernährung von Neconvalescenten, schwächlichen Kindern, Blutarmen, Magenkranken rc. In Schachteln & 100 Gr. ausreichend für etwa 15 Mahlzeiten durch alle Apotheken, sowie Droguenhandlungen u. s. w. zu beziehen. Einzige Fabrikanten: Farbwerke, Höchst a. M. 5346

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Bekanntmachung.

Wir bringen hiermit zur Kenntniß der Interessenten, daß die Ver­gütung der Quartierträger für die bisher ftattgefundenen Einquartirungen von jetzt ab an den gewöhnlichen Zahltagen bei der Stadtkasse erhoben werden können. Bis zum 1. k. Mts. nicht abgeholte Beträge werden den betr. Quartierträgern gegen eine Gebühr von 10 Pfg. durch den Stadt- kaffediener zugestellt.

Gießen, dm 19. Juli 1897.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

6938 Gnauth.

BehördlicheAnzeigen

Submission.

Die Lieferung von Weißzeug, Bett- iverk und Krankenkleidern für die Großherzoglichen neuen Kliniken in Gießen soll auf dem öffentlichen Sub­missionswege vergeben werden.

| |2)ie Lieferungsbedingungen und Musterstücke sind auf dem Verwaltungs­bureau genannter Anstalt an den Wochentagen Nachmittags von 3 bis 5 Uhr einzusehen.

Offerten mit der AufschriftLiefer­ung von Weißzeug" sind verschlossen bis zum

Donnerstag d. 5. Ang. 1897, Mittags 12 Uhr,

unter Beifügung von Stoffmustern an die G-roßh. Verwaltung der neuen Kliniken einzureichen.

ZuschlagSfrtst bis zum 12. August 1897.

Gießen, 20. Juli 1897.

Großh. Verwaltungs - Direction der 6922 neuen Kliniken.

Arbeitsversteigerung.

Samstag den 24. d. Mts., Skachmittags 7 Uhr, sollen nach folgende, zur Herstellung eines Pissoirs id der Schule nöthigen Arbeiten Sifentlich auf hiesigem Rathhause an dm Wenigftnehmenden in Accord ge- grben werden:

im Voranschlag zu X s) Maurerarbeit .... 339.94 b) Zimmerarbeit .... 20.66 cj Schreinerarbeit . . . 19.40 d) Weißbinderarbeit . . . 69.80 e) Lieferung von Effengegen-

ständen.....14.68

Summa: 4 64.48

Der Voranschlag liegt zur Einsicht bei Unterzeichnetem offen.

Hausen, den 19. Juli 1897.

Großh. Bürgermeisterei Hausen.

Müller. 6931

Verdingung.

Die Lieferung von 6300 cbm Basalt- Kleinschlag zur Geleisunierhaltung für die Strecken Friedberg Lollar und GießenLauterbach soll öffentlich ver­dungen werden- Termin am 11. August 1897, Vormittags 10 Uhr, in den Ge, schäftsrSumen der unterzeichneten Be, triebs'Jnspection. Angebote mit Auf­schrift : Angebot auf Lieferung von Bafalt-Sleinfchlag sind verschlossen bis zum obengenannten Termin postfrei einzusenden- Die Bedingungen können bei der Betriebs Jnspection 1 eingesehen, auch gegen kostenfreie Einsendung von 50 Pfg. von da bezogen werden.

Zufchlagsfrist 2 Wochen. 6942 Gießen, den 16. Juli 1897.

Großherzogl. Hess. Eisenb.-Betr.-Jnsp 1.

Samstag den 24. l. M.,

Mittags 121/3 Uhr,

sollen in der Gemeinde Rödgen nachbenannte Arbeiten und Liefer­ungen öffentlich in Accord gegeben werden:

veranschlagt zu X Pflaster-u. Chaussir-Arbeiten 1134.25

Steinlieferung .... 532.50

Steinsetzen ..... 25

Eisen- und Cernentröhren-

Lieferung.....30.80

Maurerarbeiten .... 19.83

Kieslieferung .... 50.

Gießen, den 20. Juli 1897.

Der Kreisstraßenmeister.

Senßfelder. 6930

Arbkitsverßeigkrung.

Die zur Restauration des Kirchen­daches in Holzheim nothwendigen Arbeiten sollen Mittwoch, den 28. lfd. Mts., Vormittags 9 Uhr, durch Versteigerung im Rathhause vergeben werden. Die Versteigerungs- bedingungen liegen auf der Bürger­meisterei zur Einsicht offen. 6914

Holzheim, den 19. Juli 1897.

Der Kirchen-Vorstand.

Mrosen-Kartoffelu per 50 Kilo 8 Mark mit Sack franco Bahn Friedberg, liefert unter Nach­nahme (Wagenladungen billiger) 6933 I. Wertheimer, Friedberg (Hessen).

Versteigerung.

Eine Partie altes Eisen, so­wie alte Hanfschläuche und 210 Stück kleine Tauerwasser­krüge sollen

Freitag den 23. d. M., Vorm. ll'/z Uhr, auf dem städtischen Lagerplatz am Oswaldsgarten meistbietend verstei­gert werden.

Die Bedingungen werden beim Termin verlesen.

Gießen, den 19. Juli 1897. Das Stadtbauamt.

________Schm andt._____6950

Lohholz-Verkauf

in brr Kiinigl. NdtrMerei Krostorf

Dienstag, den 3. Ang., Vor­mittags IO1/2 Uhr, werden in der Schmidt'schen Wirthschaft aus dem Kirschenwäldchen, aus dem Tchutz- bezirk Stoppelberg, Distr. 851, 90X11 und Totalität: 1050 rm Eichen-Reiser 3. Klasse, sowie 11 Fichten-Stämme 3,52 fm, öffentlich meistbietend verkauft. 69S2

Der Königliche Oberförster.

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