Ausgabe 
21.2.1897 Zweites Blatt
 
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heit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen.

Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist, und find deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen.

Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet

Mittwoch den 10. März in der RestaurationZum Lahnstein" (Nordanlage) zu Gießen, Dienstag den 16. März im Rathhaus zu Lich, Freitag den 19. März im Gasthau s zum Rappen zu Grünberg,

die Claffifieirung der Mannschaften der Reserve, der Landwehr ersten und zweite« Aufgebots und der Grfatz-Reserve rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt.

Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehr­männer ersten und zweiten Aufgebots, sowie die Ersatz. Reservisten, welche im Falle einer Einberufung auf Zurück­stellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Morgens 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen.

Gießen, den 19. Februar 1897.

Der Civil-Vorfitzende der Ersatz-Commisfion des Kreises Gießen. Dr. Wallau.

Citoramr uttO Kaufte

Hraoz Schubert! Wie beginnt c6 zu fingen und zu klingen, wenn wir den Flamen des gefeiertenÜttbcrfürfien" nur lesen! Auch Bücher und Bilder erscheinen in Mafien; sie alle find der Erinnerung an den Meister gewetbt und verdienen Seiten- jedes Geblideten, speciell aber jedes MufikfreundeS, Beachtung. Dor Allem ist hier ein Porträt hervorzubeben, das aus der Kunst Anstalt G. Freytag u. Berndl, Wien VII/1, hervorgegangen, schon den Ruf der Firma für fich hat. WaS G. Freytag u. Berndt machen, ist gut, das beweist auch deren neueste- Bild wieder, weites die Fortsetzung der Tondichter Serie von den bisher Richard Wagner und Fran, L'-tt (fc 5. W. st 1 20 --- Mk. 2.-) erschienenen bildet.

Kunst-Ausstellung, SfiÄ nähme des SamstagS, von 11 vis 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. SountugO unualerbrochtu vo» 11 btS 8 Uhr. Eintrittsorers für Nichtmtlglteder an Werttageo 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg.

[BehördN^

Aufgebot.

Für den Lorenz Lemmer von Großen-Buseck, geboren am 12. December 1806 als Sohn des Gottfried Lemmer und der Anna Eulalte, geborenen Steinmüller, seit langen Jahren unbekannt wo ab. wesend, wird bei dem unterzeichneten Amtsgericht eine jetzt 282 Mark 56 Pfg. betragende Sparkasseneinlage curatorisch verwaltet.

Auf Antrag der Maria, des Johann Heinrich Philipp, des Georg, des Wilhelm und der Katharina Schmandt, alle in Steinberg, beide letztgenannte wegen Minderjährigkeit vertreten durch ihren Vater Johannes Schmandt VII. von da, als nächste Vrrwandten des Loreuz Lemmer, wird der Letzt­genannte oder etwaige Leibeserben desselben, sowie alle sonstigen Per­sonen, die etwa Ansprüche an das fragliche Vermögen bilden zu können glauben, aufgefordert, sich bezw. ihre Ansprüche spätestens im Aufgebots­termin :

Montag den 21. Juni l. Js.,

Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte an­zumelden, widrigenfalls der Lorenz Lemmer für todt erklärt und das fragliche Vermögen den gemeldeten und dem Gericht bekannten nächsten Erb. berechtigten überwiesen werden wird.

Gießen, den 12. Februar 1897.

Großherzogliches Amtsgericht.

__________Schm idt. 1690

Submission.

Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen sollen pro 1897/98 auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden:

a. Die Lieferung von:

1. Backwaaren

2. Fleischwaaren

3. Specereiwaaren und Unter­haltungsgegenständen

4. Kaffee

5. Butter und Eier

6. Milch

7. Bier

8. Schreibmaterialien

9. Maschinenöl und Putzwolle

10. Bürstenwaaren

11. Seife

12. Kornstroh

13. Eis in Eimern

14. Porzellanwaaren,

b. die Reinigung der Wäsche für das Dienstpersonal,

c. die Reinigung des Heerdes und der Oefen,

d. die Entleerung der Kehrichtgrube, e. die Abgabe von Knochen, ®e-

spül, leeren Oel- und Wein« fässern und leeren Flaschen.

Die Bedingungen können auf dem Verwaltungs-Bureau der neuen Kli. niken an den Wochentagen Nachmit­tags von 35 Uhr eingesehen werden.

Proben der unter a 3, 4, 7, 8, 9, 10, 11 u. 14 bezeichneten Gegen­stände sind nebst den verschlossenen Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum

Freitag de« 5. März 1897,

Mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben.

ZuschlagSfristbiszuml2.März!897.

Gießen, den 16. Februar 1897. Großh. Verwaltungö < Direction der 1638 neuen Kliniken.

Bekanntmachung.

1702

Der Stadtrechner: Doepfer.

Das 6. Ziel Gemeindesteuer pro 1896/97 sowie Schulgelder pro 4. Quartal 1896/97 find innerhalb 8 T bet Meldung des Beitreibungsoerfahrens zur hiesigen Stadtkaffe zu beza Zahltage: Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Gießen, den 19. Februar 1897.

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Dienstag den 23. Febr. 1897,

Vormittags 10 Uhr, versteigere ich im PrivatwaldKorn berg bei der Ganseburg nach- verzeichnetes Holz:

A. Bau- und Werkholz:

348 Fichtenstämme, 1429 cm Durchmesser, bis 15 rn lang = 105,93 fm,

ca. 600 Derbstangen, ca. 70 fm haltd.

B. Brennholz:

25 rm Eichen- und Nadel-Knüppel, 71 Nadel-Stockholz,

4500 Nadel-Wellen.

Die Zusammenkunft ist auf der Ganseburg 20 Minuten von Station Großen-Buseck.

Gießen, den 19. Februar 1897.

1696 Hch. Adami.

Holzversteigerung.

Mittwoch den 24. Februar,

Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewald nach- oerzeichnetes Holz versteigert werden:

31 Eichen-Stämme mit 8,53 fm, 39 Nadel Stämme, von 514 m Länge 9,00 fm,

876 Nadel-Derbstangen mit

18,42 fm,

4 rm Buchen Scheit,

14 Elchen-

15 Buchen-Knüppel,

244 Eichen- (unter welchen 14 rm von 3 und 4 m Länge),

50 rm Nadel-Knüppel,

300 Buchen-Wellen,

3250 Eichen-'

1670 Nadel- .

67 rm Eichen- und Nadel-Stöcke.

Zusammenkunft am Schindanger. Leihgestern, den 17. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern.

Heß. 1678

Holz - Versteigerung.

Dienstag den 23. Februar l. I., des Vormittags um 10 Uhr beginnend, sollen in hiesigen Gemeinde­waldungen nachstehende Holzsottimente versteigert werden, als:

7 rm Buchen-Scheit,

34 , Knüppel,

4 Stöcke,

1700 Buchen Wellen,

22 rm Eichen-Scheit,

11 Knüppel,

8 Stöcke,

700 Eichen-Wellen,

12 rm Nadel-Scheit,

119 Knüppel,

24 Stöcke,

4600 Nadel-Wellen,

64 Eichen-Stämme mit 20,dÖ fm,

44 Stangen 3,00 ,,

84 Nadel-Stämme 21,89

256 Derbstangen 13,86

638 M Reisslängen 13,21

Bemerkt wird, daß 'die Nadel- Wellen größtentheils Durchforstung- Wellen sind und unter dem Nadel- Stammholz sich Stämme befinden, welche eine Länge von 18 Meter haben.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martinitag 1897 gestattet.

Der Anfang ist im District Berg­wald, oberhalb bei Ottes, am Ein­gang des Waldes.

Rödgen, den 18. Februar 1897.

Großh. Bürgermeisterei Rödgen.

Jnderthal. 1684

1595

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Dhhliß-Dkrsikigkrllng Obersörsterei Brandoberndors am Donnerstag den 25. Fe­bruar, Morgens 10 Uhr, im Deutschen Hause zu Brand- oberudorf.

1. Schü^bezirk Cleeberg, Diftttct Streitwald, Einhäuserfeld, Bonroth, Aulbachswald, Tnebachs- Heck. Eichen: 279 Stämme 3. und 2. Kl. mit 123 fm, 262 krumme Abschnitte, 2,2 und 2,5 m lang mit 12 fm, 151 Stangen 1. Kl., 31 rm Rutz-Knüppel. Weichholz: 36 Stämme 3. Kl. mit 7,5 fm, 18 rm Nutzknüppel. Nadelholz: 15Stämme 2. Kl. mit 10 fm, 170 Derbstangen und 95 Reiserstangen. 1651

2. Schutzbezirk Hasselborn, Distr. Saukhardt, Gönsrodt Eicheu: 70 Stämme 2. und 3. Kl. mit 62 fm, 73 Derbstangen. Nadelholz: 18 Stämme 2. und 3. Kl. mit 8 fm, 234 Derbstangen, 1086 Reiserstangen.

Frühkartoffeln

Pauls-Juli, ist gelb mit flachen Augen und gelbem Fleisch, reift Mitte Juli, wird um diese Zeit sehr gerne gekauft, weil als Speisekartoffel an- erkannt. Wird abgegeben ä 100 Kilo 6 Mark.

Saathsftr

Pototo liefert in den mir bis jetzt bekannten Sotten die höchsten Er­träge, entwickelt sehr starkes Srtoh und kräftiges Korn, Reife mittelfrüh, ä 100 Kilo 15,50 Mk. ab Hof ober gegen Nachnahme per Bahn, wirb abgegeben bei

J. Schuch,

Hof Schleifeld bei Nibba.

Säcke werden, wenn nicht einge- geschickt, zugegeben, für den Selbst- ostenpreis berechnet, aber nicht zurückgenommen. 1644