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21.1.1897 Erstes Blatt
 
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Die Abhaliu-i

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Morbus Basedowii.

Folgeube Bontag! Fränkel (Berlin) nnl unb anatotnifit Mil- err ö. fäii (Prag): ^hlehhbralstoffwkch/r/F.

Mr bti motowa l. U. LvM UMtyiltn. - Hin Hmiföt Btbtutung t;t thnapmtifchm ®«ir< rltn): Zur Patholvgi'. irbianhöeo- mit Dernau Sbadev): Zur Setiolozi: - Herr Rumpf (N1 Sehanüluog chronisch« Inger (Brrsiv): Z-u IacqarS Mayer (W sichen Alter. Weiten er ständige Secreiar d-k -Sbabea, Friedrichftr. 4, 3 unb Demonfttoiiontn tbtiaüta; «M° »" t Ira Smzrch ift ein: ippnatin, J°st'»m°t-'. ft M« Hilf «toflMn ifltauniicomltel, $« nigl. 46* »d» d» w«ef, Hn- JtegHMM< R*8' rDra-°*°°-°" r$«i M*

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alSdauu die Bildchen nur in der etwa die Mitte deS Brief- Umschlags treffenden Spitze der Verschlußklappe angebracht werden und über die Verschlußklappe selbst nicht hinausgehen.

* Ehemalige Soldaten wird folgende Nachricht tvteres- streu:Für den Festzug der Berliner Bürgerschaft am 23. März gedenkt da« Comits für die Hundertjahrfeier zum Gedächtniß Kaiser Wilhelms I. eine besondere Gruppe zu bilden für die Inhaber des Militär Ehrenzeichens erster Klaffe und des goldenen Verdienstkreuzes aus den Jahren 1864 und 1866, sowie der Ritter deS Eisernen Kreuzes erster Klaffe vom Feldwebel abwärts. Diese Corn- battanten sollen auS allen Provinzen eingeladen werden, um auf Kosten des CornitörS zwei Tage in Berlin zu verweilen und an dem Festzuge tyeilzunehmen. Auch soll für dieselben freie Eisenbahnfahrt bei dem zuständigen Herrn Minister be­antragt werden. An alle Inhaber der genannten Auszeich­nungen, vom Feldwebel abwärts, ergeht hiermit die Aufforde­rung, falls fie der Einladung folgen wollen, möglichst um­gehend, spätestens aber bis zum 1. März d. I., sich unter Angabe ihres ehemaligen Militärstandes zu melden bei der Geschäftsstelle für die Hundertjahrfeier am 22. März 1897, Berlin W., Leipziger Straße 4.

4- Nidda, 19. Januar. In unserem Städtchen beab­sichtigt eine Gesellschaft die Errichtung eines EleetricitätS- werkeS und hat daS Project bet den Jnduftrietreibenden u. s. w. schon guten Anklang gefunden. Die neu er r chtete Molkerei in dem nahen Ulfa liefert eine aus- gezeichnete Butter, welche in J/r und i/z Pfund-Packeten zum Preise von 1 Mk. 12 Pfg., bezw. 56 Pfg., dahier erhältlich ist und sich eines guten Abganges erfreut.

8. Nonneuroth, 17. Januar. In brutaler Weise wurden an der KretSstraße von hter nach Hungen 2 5 Drück junge Obstbäume und etwa 10 Wildlinge durchHandwerks- durschen" beschädigt. DeS Weges kommende Korbmacher sahen, daß die Handwerksburschen mit auSgerissenen Baurn- stützen die Bäume bearbeiteten und machten dahier Anzeige. Die Frau des dahier wohnenden Straßenwärters machte sofort ihrem Manne, der bei Hungen mit Steinklopfen be­schäftigt war, Mittheilung, und konnten die Burschen, drei Mann, mit Hülse der Gensdarmerie alsbald ermittelt und auf der Herberge zu Hungen verhaftet werden. Zwei der- stlben, welche in angetrunkenem Zustande waren, haben die 2 hat etngestanden, der dritte will nichts gemacht haben. Eine Frau, die den Handwerksburschen auf dem Wege begegnete, xiebt an, daß sie von denselben sicherlich in unangenehmer Weise belästigt worden wäre, wenn nicht einer von den Dreien die Anderen abgewehrt und gesagt hätte:Laßt doch die Frau gehen."

Aus dem Großherzoglhum Hessen, 19. Januar. Einen Präceoenzsall von weitgehendem Jntereffe bildet nach dem 91. M. Anz." gegenwärtig die Besetzung der katholischen Pfarrstelle zu Ilbenstadt in Oberheffen. Nach dem Tode des seitherigen Pfarrers ist die Stelle neu zu besetzen unb steht dem Grafen Leininoen-Westerburg, einem Prote- s! inten, daS Präsentationsrecht zu. Nach kirchlichen und staatsrechtlichen Gesetzen steht aber dem Bischof von Mainz tnc Befvgniß der Besetzung sämmtlicher Pfarrstellen in seiner DHkefe zu. Der Präsentator schlug dem Bischof einen fremden Priester vor, der aus dem Verbände der Diöcese Limburg entlaffen, aber von der bischöflichen Behörde in Mainz aus unbekannten Gründen nicht angenommen wurde. Trotzdem beharrt der Graf auf feinem Präsentationsrecht. Der Graf wies den derzeitigen Pfarrverwalter an, das Pfarr­haus sofort zu räumen, da der von ihm ernannte Pfarrer elnziehen werde. Auf den diesbezüglichen Bericht deS Pfarr- vicarS an die bischöfl'che Behörde in Mainz kam die Ant­wort, zu bleiben, und erst der Gewalt zu weichen. In diesem Falle ski der von dem Bischof n-.cht angenommene Priester, falls er von der Pfarrei Besitz ergreife, öffentlich zu ex e.immuniciren. Trotz dieser Maßregel beharren die Be- cheiligten auf ihrem angeblichen Rechte.

WormS, 19. Januar Die hiesige Metzger-Innung, welche sich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken trug, i.re sämmilichen Mitglieder bei einer soliden Haftpflicht­versicherungs-Gesellschaft zu versichern, hat diesen Ent­

schluß in ihrer gestrigen, zahlreich besuchten Versammlung zur Ausführung gebracht.

A Mainz, 19. Januar. Aus den KciegSjahren 1870/71 ruhen auf dem hiestgen Friedhof in verschiedenen Gräbern die Gebeine von 982 französischen Soldaten, die hier als Kriegsgefangene verstorben sind. Seitens der städti­schen Verwaltung ist nun die Beisetzung der Gebeine in zwei Maffengräber beschloffen worden. Die Ueberführuug soll mit einer Feier verbunden werden, zu welcher man die französische Regierung einladen will.

A Vom Rhein, 19. Januar. Ein auf verschiedenen Rheinschiffen systematisch betriebener Zollsckmuggel ift von der Zollbehörde in Emmerich ausqespürt worden. Nachdem vor Kurzem aus dem DampferMathilde" unter Asche sorgsältig verborgen, eine Anzahl geschmuggelter Maaren entdeckt wurde, ist gestern wieder aus einem zur Bergfahrt bestimmten Schiffe eine große Quantität Tabak, welcher un­versteuert über die Grenze gegangen war, vorgefunden worden.

Marburg. 18. Januar. Auf unserer neuen Halte­stelle hat sich bereits ein ganz bedeutender Verkehr ent­wickelt. Am Samstag sah man, daß ganze Schaaren von Bewohnern der Umgegend den Zug benutzten. Am gestrigen Sonntag, trotzdem gerade nicht so einladendes Wetter herrschte, wanderten viele hiesige Elnwohner nach dem Haltepunkt, manche fuhren auch wohl mal zum Vergnügen bis an den Hauptbahnhof. ES ist eben jetzt noch was Neues.

* Dortmund, 18 Januar. Beim Schlittschuhlaufen find hier zwei Knaben ertrunken.

* Die Stellenvermittlung des Allgemeinen Deutschen Lehreriuneuvereins ift in stetem Wachsen begriffen. Im Jahre 1896 vermittelte sie 567 Stellen gegen 508 im Vor­jahre. Besonders erfreulich ist die Thatsache, daß selbst die Behörden verschiedener großer und kleiner Städte sich immer häufiger an dieselbe wenden. Bewährte Schulvorsteherinnen und Lehrerinnen haben die Stellenvermittlung als Ehrenamt übernommen. Sie erhalten täglich zahlreiche Gesuche um Stellen, sowie um Lehrerinnen und Erzieherinnen. Daher sind sie auch im Stande, den Suchenden geeignete Vorschläge zu machen. Die Stellenvermittlung ift über ganz Deutsch­land verbreitet und hat zahlreiche Verbindungen mit dem Auslande. Die Centrallitung befindet sich in Leipzig, Pfaffendorferstraße 17.

* liebet den Werth und die Zuverlässigkeit der Milch- zeicheu bet Kühen. Prof. Dr. Löwe in L eipzig hat nach derThierbörje" neuerdings eingehende Untersuchungen an- gestellt. Demnach kann die Beschaffenheit von Haut, Be­haarung, Hörnern und Klauen bei Beurthcilung der Milch­ergiebigkeit wohl mit zu Rathe gezogen werden- eine un­bedingte Verläsfigung ist ihr allein aber nicht zu schenken. Der Milchspiegel ift in vielen Fällen kein zuverlässiges Kenn- zrichen, indem gerade einzelne Kühe mit sehr schönem Milch­spiegel sich alß schlechte Milchnerinnen erwiesen, und andrer­seits eine vorzügliche Kuh, welche in den letzten Monaten 17 Liter Milch gegeben, einen Milchspiegel besaß, der nur unter die schlechteste Klasse hätte gebracht werden können. Als ebenso unzuverlässige Kennzeichen erwiesen sich die Milch« adern. Die Untersuchungen ergaben ferner, daß, wenn ein Euter, wie durch Befühlen leicht zu bestätigen ist, neben großem Umfange zugleich massenhaft entwickeltes Drüsen« gewebc kein überflüssiges Fett- und Bindegewebe eben so wenig krankhafte Entartungen aufweist, solches stets einem milchreichcn Thiere angehört. Es können aber gute Milch- thiere eine nur mittelgroße ober gar eine kleine Milchdrüse besitzen. Dann wird aber sicher stets fast nur Drüsengewebe deren ganzes Innere ausfüllen, welch letztere Erscheinung aber nie zu beobachten :ft beim großen Euter einer milch- armen Kuh. Auch die Anforderung, daß ein milchreiches Euter nur mit feinen flaumartigen Haaren besetzt sein soll, erwies sich nicht in allen Fällen als zutreffend, indem sechs milchergiebige Kühe kleines Euter mit starker Behaarung zeigten. Auch die Bedeutung des Brustumfanges für die Milchcrgiebigkrit wird überschätzt. Demnach kann man auf die angeführten Milchzeichen sich nicht unbedingt verlaffen,

wenngleich sie ein hohe- MilcherzeugungSvermögeu vermuthen laffen. Nur durch vorheriges, möglichst langes Probemrlken, durch zuverlässige Auskunft über die Eltern und Voreltern des Thieres, durch Lesen der Milchregister, wenn solche ge- sührt wurden, kann man sich möglichst sichern, beim Handel nicht betrogen zu werden.

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Berlin. Die Verwaltung seines liiterarischen Bureaus hat der Deutsche «cheiflsteller Derbanv, wie dessen Vorsitzender, Herr Jul,us Wolff, soev-n tn einem Rundschreiben ametyt, der Verlagsbuchhandlung und Buchdruckerei I. Harrwitz Nachfolger (E. Th. Kebibach) in Berlin SW., Lindenstr. 43, übertragen. Ss wird beabsichtigt, das Institut, das auch fernerhin unter der Leitung seines Mitbegründers Dr. W. Wendlandt stehen wird, erheblich zu erweitern. Zu den Aufgaben des Bureaus gehören insbesondere die Entgegennahme schriftstellerischer Arbeiten jeder Art zur Vor­prüfung und Veröffentlichung derselben in den Zeitschriften, Zeitungen und im Buchverlag; ferner die Vermittelung von Ausfütrungen dramatischer Werke, die Vermittelung von Redacteurstellen, sowie die Ueberwachung unbefugten Nachdrucks und unbefugter Aufführ­ungen. Die obengenannte Firma theilt übrigens in einem Circulare mit, daß sie eingelieferte Arbeiten rc. käuflich gegen Baarzahlung zu erwerben bereit ist, sofern dieselben nach Prüfung des litterarische» Bureaus sich für den ZeitungSabdruck bezw. Buchverlag als besonders geeignet erweisen. Zum Ankauf werden auch Manuscripte von Schriftstellern, die nicht dem Verbände angehören, entgegengenommen. Die Begründung einer größeren Familien-Correspondenz ist eben­falls beabsichtigt.

Unsere Pelzlieserante«. Auf dem Gebiete der Winter­mode ist in den letzten Jahren der Pelz unumschränkter Herrscher geworden, nicht nur als wärmende Hülle, als Mantel und Umhang, sondern auch als Verbrämung des Kleides, als Hut, ja sogar als Verzierung des Fächers ist Pelz außerordentlich beliebt, und nicht allein die elegante Damenwelt, auch die Herren der Schöpfung tragen ihn mit Vorliebe. Aber so bekannt auch die Pelze selbst sind, so wenig wissen die meisten ihrer Besitzer, woher fie stammen und welchem Thiere sie die weiche, wärmende Hülle zu danken Hal en. Alles Wissenswerthe auf diesem Gebiete bringt das neueste Heft der erfolgreichen illustrirten FamilienzeitschriftZur guten Stunde" (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Preis deS Vierzehntagheftes 40 Pfg.) in einem hochinteressanten Aufsatze, dem sich eine Fülle anderer glänzend illustrirter Aufsätze anschließt. Unter Anderem wird der werthvolle ArtikelWie ich Doctor wurde" aus der Feder eines weiblichen Doctors beendet, der in leichter, praclöser Form die Mittel und Wege zum weiblichen Universitätsstudium an­gibt; ebenso der Aufsatz überFleischconservirung", der unsere Haus­frauen gleicherweise wie die Producenten durch neue Winke inter- esfiren dürfte. Die AbtheilungFür unsere Frauen" erweist sich durch practische Winke zum Sparen sm Haushalt, wie durch gehalt­volle Belehrungen auf dem Gebiete der Gesundbeitspflege, Haus- und Zimmergärtnerei, Hausthierzucht, Frauenarbeit usw. wiederum als eine zuverlässige Rarhgeberin und macht in Verbindung mit den geradezu sensationellen RomanenDie Sandgräfin" von G. Frensse^ undEin Meteor" von Hanna Brandensels auch dieses Heft der gefeierten Zeitschrift zu einer Perle der deutschen Journallitteratur, welches außerdem noch durch seine GratisbeilageJllustrirte Klassiker- Bibliothek", die ShakespearesRomeo und Julia" zu Ende führt, die Familienbücherei um ein Week von dauerndem Werthe bereichert. Nicht vergessen wollen wir zu erwähnen, daß dieses Heft dem Character der Zeit entsprechend ein weihnachtliches Gepräge trägt und durch seinen besonderen illustrativen Schmuck in der ersten Reihe der Festgaben steht.

WöchmMche Neberfichi der Todesfälle i« Gießen

3. Woche. Vom 10. bis 16. Januar 1897.

Einwohnerzahl: «ngenormnen zu 23 000 (tnd. 1600 Mmm Militär).

Sterblichkettsziffer: 11,30, nach Abzug der Ortsfremden 9,040/»,.

Kinder

ES stardrn an: Zmsrmrren: Erwachsme:

im

vorn

1. Lebensjahr:

2.-15.3*br

Gehirnicklagfluß 2 2

Lungenentzündung 1 (1) 1 (1)

Tuberkulose der

Gehirnhäute 1

1

Asthma 1 -

1

Summ-r: 5 (1) 3 (1)

1

1

A nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit «us van auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

feder Art. fofote Smnmlc,-Plüsche il. Beweis U-fcra an yriuate.

im Muster unter flnqaDe deS Orivii: »!e«. von Eiten & Keussen, Fabrik und Handlung, Crofcid-

Versteigerungen.

Holzversteigerung

in der

krrihttrl. Vberförsterei Knbftiiiu.

Montag den 25. I. Mts., nach Zusammenkunft in der Eichwald- wtese am Canal, Vormittags 10 Uhr, aus District Eichwald:

Scheiter: 526 rm Buchen 1. Kl., 2 rm 2. Kl.; 2 rm Eichen 1. Kl., 2 rm 2. Kl.; Knüppel: 77 rm Buchen, 4 rm Eichen; Reiser: 762 rm Buchen, 14 rm Elchen; Stöcke: 178 rm Buchen, 2 rm Eichen.

Papiermühle, 19. Januar 1897. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau.

Schwörer. 790

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