schrot deS Weiteren: Fest steht da» Ausscheiden de- Staat-, seeretärs Bötticher, der zunächst in den Ruhestand treten, später aber ein Oberpräfidium übernehmen dürfte. Daß eS Nicht da- jetzt vacante von Schleswig-Holstein sein wird, liegt enf der Hand, da zu dem Bereiche desselben FrtedrtchSruh gehört. Fest steht ferner, daß Miquel Bicepräfideut de- preußtschen Staat-Ministerium- wird und bei den vorhandenen Schwierigkeiten scheint eS, daß die Waage sich zu Gunsten der Uebernahme auch der Stellvertretung de- Reichskanzler- darch Miquel, der alsdann da- preußische Finanzministerium »Ü de« Reichsamt de- Innern vertauschen würde, neigt. Mit Herrn v. Marschalls Rückkehr au die Spitze de- auswärtigen Amtes wird offenbar nicht wehr gerechnet. Mau hört bereit- mehrere diplomatische Vertreter deS Reiches im LuSlande nennen, welche für diesen StaatSsecretärpoften in Betracht kommen. Die Ernennung des SchatzsecretärS Posa- dowSkt zum Finauzmtnister ist höchst wahrscheinlich.
Bielefeld, 18. Juni. Heute Vormittag 9 Uhr traf das Kaiserpaar auf dem Bahnhose Brackwede ein, wo der Regent deS FürsteuthumS Lippe, Prinz Adolf von Schaum« burg-Ltppe, deffeu Gemahlin und die Spitzen der Behörden zum Empfange anwesend waren. Der Kaiser begab sich «it dem Prinzen Adolf zu Wagen nach der Bodelschwingh'schen Arbeitercolouie Wilmersdorf, während die Kaiserin mit der Priozesfio die Anstalten tu Bethel aufsuchten, welche eingehend besichtigt wurden. Um 11 Uhr traf hier auch der Kaiser ein, worauf wehr al- 1500 Posaunenbläser und etwa 6000 Sänger Lieder vortrugen. Um IV/a Uhr zog sodann da- Katserpaar in Bielefeld ein, wo feiten- der Vertreter der Stadt die feierliche Begrüßung erfolgte. Der Kaiser nahm, nachdem ihn der Oberbürgermeister mit einem Hoch empfangen, den gebotenen Ehrentrunk an und wandte sich dann in einer markigen Ansprache an die Versammelten, sie zum Kampfe gegen alle Umsturzbestrebuugen auffordernd. Er gedachte sodann der Wirksamkeit de- Pastor- v. Bodelschwiugh und trank auf da- Wohl der Stadt Bielefeld und der Pro- vtnz Westphalen. Sodann erfolgte eine Rundfahrt durch die Stadt und ein Besuch bei Geheimerath Hinzpeter. Um 2 Uhr 30 Miu. fuhr da- Kaiserpaar nach Köln weiter.
Frankfurt a. M, 18. Juni. Einem Telegramm der „Franks. Ztg." au- Mainz zufolge ist dort der langjährige Mitinhaber der bekannten katholischen BerlagSfirma Franz Kirchheim infolge eine- Schlaganfalles gestorben.
Graz. 18. Juni. Der Hauptschacht de- Kohlenbergwerk- Polfiogbrunn der Graz-Vöölauer Bahn ist ein gestürzt. Eta Arbeiter wird vermißt, die andern beiden, die sich in dem Schacht befanden, find gerettet.
Barcelona, 18. Juni. Gestern wurden in Valencia und Gellra drei Bomben, jede 21/, Kilo schwer, auf- gefunden. Die Nachricht rief in Barcelona die größte Aufregung hervor.
Pari-, 19. Juni. Ein Wirbelsturm hat in der Nähe von Paris großen Schaden angertchtet. Soweit bi- jetzt festgestellt ist, find fünf Personen gerödtet und eine große Anzahl mehr oder weniger verletzt worden. Gerüchtweise spricht man sogar von fünfzig und mehr Opfern deS CyklonS. Der Wirbelsturm dauerte nur 20 Secunben, er richtete aber tu ASniere, BotS-ColombeS und anderen Orten der Pariser Umgebung enormen Schaden an. Zwei Männer, welche mit Gartenarbeit beschäftigt waren, wurden 20 Meter weit weg- geschleudert. In ASniere, wo gerade Jahrmarkt war, wurden lärnrntliche Verkaufs- und Schaubuden wie weggeblasen und fünf Personen getödtet, zwanzig verwundet. Wett beträchtlicher ist die Zahl drr Opfer tn BoiS-ColombeS. Dort wird die Zahl der Tobten auf 50 angegeben.
Kauea. 19. Juni. Laut Nachrichten aus dem Innern ist eine Meinungsverschiedenheit unter den Anführern der Insurgenten au-gebrochen. Die einen wollen die Autonomie Kretas unter der Bedingung annehmen, daß die türkischen Truppen zurückgezogen werden, die andern ver- langen entschieden die Annexion Kreta- durch Griechenland.
W.B. Berlin, 19. Juni. Den Morgenblättern zufolge gedachte der Kaiser im „Gürzenichsaale" zu Köln auf den Trinkspruch deS Kölner Oberbürgermeister- der Zeit, wo sein Großvater und Vater unter den Bürgern Köln- geweilt, er dankre der patriotischen Bürgerschaft und rühmte Köln- Aufschwung. Der Kaiser versicherte, er wolle die Bahnen seine- Großvater- wandeln, den Frieden erhalten, der existirt, seit ein deutscher Kaiser da ist, die deutschen Rechte vertreten, die deutschen Absatzgebiete erhalten.
CocoXes rrnd provinzielle».
Gießen, den 19. Juni 1897.
* • Gießener BolkSbad. Die auf gestern anberaumte General-Versammlung mußte in letzter Stunde auf Montag den 12. Juli vertagt werden und wird alsdann im Sitzungssaal deS BürgermetstereigebäudeS Vormittags 11 Uhr beginnen.
• • Brandwache. Von morgen ab wird regelmäßig Sonntag-, und zwar tn der Zett von Nachmittags 3 b>S Abend» 8 Uhr, eine au» einem Obmann, 2 Steigern und 4 Sprttzenleuten bestehenden Abtheilung der freiwilligen Feuerwehr im Thurmhaus am Brand anwesend sein, um im Fall eines Brande» während der Zett, in welcher dte Einwohnerschaft Ausflüge unternimmt, sofort eingreifen zu können.
• * A»f OSwaldS Garten find Sonntag und über die Markttage lebende Photographien tm Edison-Theater za sehen. Die Eintrittspreise sind so gestellt, daß e» auch dem Wentgbemittelten möglich ist, diese wunderbaren Vorstellungen in Augenschein zu nehmen. (S. Inserat.)
* ’ Uneivgelöße Banknoten. Bon den auf Gulden- Währung lautenden Noten der Bank für Süddeutfchland find Noten im Betrage von 90,947 Mk. 16 Pfg. noch nicht zur Rückzahlung präsentirt.
* • Ueber den Obst- «ad Weiadan im Großherzogthum Hefseu und seine Erträgniffe tm Erntejahr 1896 geben dte »Mittheilungen für Lande» statistik" folgende Ausschlüffe: In 1896 war die Zahl der tragbaren Obstbäume (in rundea Zahlen) 2,133,500 (Starkenburg 860,000, Oberheffen 770,100, Rheinheffen 503,300),und derWerth derObsterote2,322,000Mk, wovon auf Starkenburg 962,300 Mk., auf Oberheffen 537,200 Mk. und auf Rheinheffen 822,400 Mk. entfallen. Rechnet man hierzu den Werth der Tafeltrauben mit 90,700 Mk. und daS auf 13,384,300 Mk. geschätzte Srträgotß der Weinberge, so ergiebt fich für das Großherzogthum ein Gefammt- ertrag aus Obst« und Weinbau von 15,787,170 Mk. — Im einzelnen partizipieren an der Obsternte 792,200 Aepfel- bäumemit l,363,000Mk.,302,200Birnbäumemtt 210,000Mk., 825,600 Pflaumen- und Zwetschenbäume mit 297,600 Mk., 117,500 Kirschbäume mit 147,000 Mk., 28,700 Aprikosen- und Pfirfichbäume mit 93,200 Mk., 892 Kastauienbäume mit 3100 Mk., 66,300 Nußbäume mit 207,752 Mk. — Steht man, so bemerkt hierzu der ^Darmst. Tgl. Anz.", diese trotz der vorjährigen nur mittelmäßigen Obsternte noch immer stattlichen Z ffern an, und bedenkt dabei 1. wie wenig Mühe und wte viel Freude jeder Obstbaum seinem Besitzer bereitet, 2. daß bet keinem anderen laudw. Betriebszweig das angelegte Capital auf Menschenalter hinaus eine so nachhaltige, stet- steigende Rente bringt, wte beim Obstbau, 3. endlich aus dem Obstverkauf der Bauer baareS Geld tn dte Hand bekommt, zu einer Zeit, tn der er eS am nöthtgsteu braucht, 4. aber an eine Uederproduction tm Obstbau gar nicht zu denken ist, so muß immer wieder der Mahnruf laut werden: „Ihr Landwtrthe Pflanzt Obstbäume!"
* • Bom Hagelschlag find im vergangenen Jahre in Hessen in 50 Gemarkungen etwa 8747 Hektar Gelände getroffen, davon etwa 1829 Hektar beschädigt worden. Der entstandene Schaden wurde auf 92,574 Mk. veranschlagt. Von den durch Hagelschläge beschädigten Flächen waren 255 Hektar mit 112,350 Mk. versichert, wogegen von den VerficherungSgesellschafren im Ganzen 14,284 Mk. Entschädigungen bezahlt wurden.
• * Mit Zuckerrüben waren laut „Darmst. Tägl. Anz." im Jahre 1896 in Hessen 5849 Hektar Gelände bestellt, von denen 1,848,143 Doppelcentner Zuckerrüben geerntet wurden. Am intensivsten wurde der Zuckerrübenbau tu den Kreisen Friedberg, Worms, Groß-Gerau und Dieburg betrieben. _____________
Offenbach, 17. Juni. Ein hiesiger älterer Mann stürzte im Keller kopfüber in einen Zuber Wasser, konnte sich nicht mehr heraushelfen und ertrank.
* Nürnberg, 18. Juni. Nach dem „Fr. Kurier" beläuft sich das Deficit der vorjährigen bayerischen Landes- Ausstellung nach der Schlußabrechnung auf Mk. 130,000. Damit find 12% pCt. des Garanttefonds zu zahlen.
* Selb (Overfranken), 18. Juni. Heute früh 3 Uhr ist die große Porzellanfabrik von Rosenthal u. Comp. vollständig ntedergebrannt. Gegen hundert Arbeiter find brotlos.
* Nordpol-Expedition. Das Marine-Ministerium der Bereinigten Staaten har dem bekannten Polarforscher Lieutenant Peary einen fünsjährigen Urlaub ertheilt. Peary gedenki einen neuen Vorstoß nach dem Nordpol zu unternehmen und will die ersten drei Jahre zur Vorbereitung der tm vierten Jahre geplanten Expedition benutzen. Er will, von sechs Eskimos und einer Anzahl guter Hunde begleitet, zunächst eine Reihe von Proviantstationen errichten und dabet soweit wte möglich gen Norden Vordringen, um dort eine feste Wohnstätte zu gründen. Von diesem nördlichsten Punkte au- hofft er im vierten Jahre, von nur einem Eskimo und den besten Hunden begleitet, tn schnellem Marsche den Pol erreichen zu können. Sollte der Vorstoß mißlingen, so würde er nach der Station zurückkehren und, sobald dte Berhält- niffe günstig find, den Versuch, den Pol zu erreichen, nochmals unternehmen.
* Schilda, berühmt durch seine tollen Streiche, hat tn dem württembergischcn Orte Ofterdingen einen Nebenbuhler gefunden. Dieser Tage ließ, dem „Beob." zufolge, der Ortögewaltige durch die Ortsschelle den 1600 Einwohnern kund und zu wissen thun, daß allen ledigen Frauenzimmern künftig bet 1 Mk. Strafe untersagt sein soll, fich nach ein- getretener Dunkelheit noch auf der Straße ohne Laterne blicken zu laflen. So fieht man denn an allen Ecken und Enden des Orts aufgeregte weibliche Gestalten, die eifrig die „Laternenfrage" erörtern. Bet Nacht aber huschen sie schüchtern über die Straße, gleich einem JohanneSwürrnchen, ihren Pfad mit einer Laterne beleuchtend. Die Wirkung deS so weislich auSgeheckteu Erlasse» ist insofern eine günstige, alS durch diese Art von Straßenbeleuchtung die Dunkelheit auf den Gaffen erhellt wird und dte auf den Brunnenstöcken befestigten Laternen, denen da» ganze Jahr, mit Ausnahme deS Sylvefterabend», entweder Oel ober Docht ober betbeS, meist auch die Scheiben fehlen, nun ganz überflüssig geworden find, der Gemeinde hieraus also ein ökonomischer Vortheil erwächst, sofern sie künftig nicht mehr für zerschlagene Scheiben und da- Oel am Sylvesterabend aufzukommen hat. Der eigentliche Grund zu diesem Vorgehen wurde verschwiegen, doch ist fast als sicher anzunehmen, daß die Hebung der Sittlichkeit dem Dorfgesetzgeber als Endziel vorgeschwebt hat.
Schiff-nachrichten.
Norddeutscher Lloyd, tn Gießen Der treten durch btt Agenten Earl Loo» und I. M. Schulhof.
Bremen, 18. Juni. fPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Roland, Eapitän I. Janßen vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, ist gestern 6 Uhr Nachmtitag» wohlbehalten tn Baltt- nwre angekommen.
Bremen., 18 Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Topptlschraubenpostdampfer Bremen, 6-tp. W. Reimkasten, oomRsrdb.
Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr Morgen» wohlbehalten in Newyork angekommen.
an» de« ftan&oamtmftiftam der Stadt Siehe».
flofllHtt.
Juni: 12. Bruno Felix Karl Büttner, Kaufmann dahier, mit Helene Schröder zu Neuwied. 14. Ernst Albert R-Hneseld, Wirth dahier, mit Katharine Dieter von Fauerbach v. d. Höhe. 14. Karl Philipp Enz. Etlendreher dahier, mit Katharine Eltsabethe Wetnbardt bierselbst. 15. Carl Martin Allgeter, Schneider dahier, mit Anna Margarethe Bebling Hierselbst. 16. Karl Wilhelm B'ühl, Kaufmann dahier, mit Phtltppine Leonore Margarethe Eltsabethe KaroltneBob Hierselbst. 17. JustuS Becker, Taglöhner dahier, mit Eltsabethe Wtnnecker, geb. Theiß, Wtttwe deS Weißbinders Earl Wtnnecker hierselbst. 17. Ludwig Mehl, Bergmann zu Dutenhofen, mit Luise Köppchm hierselbst.
Juni: 12. Seibert Möhl, Schneider dahier, mit Henriette Schäfer hierselbst. 12. Christian Ludwig Pfeil, Schretnermetster dahier, mit Sophie Wilhelmine Mohr hierselbst. 12 Friedrich Feldmann, Kaufmann zu Wiesbaden, mit Katharine Maroarethe Elise Sophie Philippi hierselbst. 12. Anton Karl Wilhelm Hehner. Restaurateur dahier, mit Pauline Schultheis hierselbst.
Juni: 6. Dem Glaser Johann WUHelm Räuber eine Tochter 7. Dem Bahnarbeiter August Fourier eine Tochter 7. Dem Instrumentenmacher Ernst Robert Hopf eine Tochter, Amalia Anna Lina. 8. Dem Taglöhner Konrad Röhrig ein Sohn. 9. Dem Taglöhner Ludwig Baumann ein Sohn, Friedrich. 12. Dem Schlosser Max Hugo Nttzsche ein Sohn. 12. Dem Chemiker Dr. Adolf Winther ein Sohn. 13. Dem Lacktrer Georg Bellos eine Tochter. 14. Dem Schretnermetster Karl Wacker eine Tochter. 15. Dem Cisenbahn- fecretSr Wilhelm Kesting ein Sohn, Carl Maria. 18. Dem Fuhrmann Philipp Diehl eine Tochter.
timt
Juni: 12. Marie Keßler, geb. Sturm, 74 Jahre alt, Wittwe von Kammmacher Friedrich Keßler dahier. 13. Sophie Balser, geb. WallmselS, 79 Jahre alt, Wtttwe von Buchbtndermetster August Balser dabter. 13. Henriette Kurz, 33 Jahre alt, Ehefrau deS Schuhmachers Wilhelm Kurz zu Laimbach. 14. Anna Schnabel, geb. Frey, 21 Jahre alt, Ehefrau deS Arbeiters Wilhelm Schnabel dahier. 14. Johannes Mole«, 72 Jahre alt, Landwirth von Heinzenberg. 14. Anna Maria Weller, geb. Döring, 58 Jahre alt, Wtttwe von Taglöhner Earl Weller zu Burkhardsfelden. 15 Anna Margarethe Bender, geb. Dörr, 64 Jahre alt, dahier, Ehefrau von Taglöhner Christian Bender. 15. Christian Friedrich Focken, 63 Jahre alt, Landwirth von LükmShof. 17. Wilhelm Schröder, 27 Jahre alt, Ziegler von Wilmenrod, Bezirk Wiesbaden 17. Nicolai von Essen, 38 Jahre alt, Gutsbesitzer von Cabbil in Rußland.
Auszug aus de« Airchenbücheim
Ver Stadt (Bitfcetu Evangelische Gemeinde.
Getraute«
MarkuSgemeinde.
Den 12. Juni. Seibert Möhl, Schneider zu Gießen, und Henriette Schäfer, Tochter de» Ackermanns Hermann Schäfer zu Rüdingshain.
Denselben. Anton Karl Wilhelm Hehner, Restaurateur zu Gießen, und Pauline Schultheis, Tochter deS verstorbenen Lehrer- Wilhelm Schultheis zu Rudingshain.
Denselben. Christian Ludwig Psetl, Schreinermeister zu Gießen, und Sophie Wilhelmine Mobr, Tochter de» verstorbenen ©teuer= einnehmerS Peter Bernhard Mohr zu Frankfurt a. M.
Jobannesaemeinde.
Den 12. Juni. Friedrich Feldmann, Kaufmann zu Wiesbaden, und Katharine Margareshe Elise Sophie Philippi, Tochter de» verstorbenen Bierbrauers Heinrich Philippi zu Friedberg.
Gaiaafva.
MattbäuSgemeinde.
Den 13. Juni. Dem Schuhmacher Friedrich Weisenbach et» Sohn, Georg Ludwig, aeboren den 24. März.
Den 14. Juni. Uneheliche Zwillinge, eine Tochter, Marie, und ein Sohn, Friedrich, geboren den 14. Juni.
MarkuSgemeinde.
Den 13. Juni. Dem KretSkassenrechner Adam Kauß ein Sohn, Johann Peter Reinhard, geboren den 15. Mai.
Denselben. Dem Kaufmann Georg Wallenfel» ein Sohn, Georg Wilhelm Max, geboren den 14. April.
Den 15. Juni. Dem Taglöhner Peter Schneider ein Sohn, Reinhard Christian, geboren den 31. October.
LukaSgemetnde.
Den 13. Juni. Dem Oeconom Georg Simon eine Tochter, Johanna Mathilde Henriette Auguste, geboren den 9. Mai.
Denselben. Dem Kaufmann Heinrich Boller ein Sohn, Karl Anton Heinrich, geboren den 13. April.
Den 14. Juni. Dem Lokomotivheizer Georg Beltng eine Tochte', Elisabeth Käthchen Emilie Jobannetle, geboren den 11. April.
Den 15. Juni. Dem Restaurateur Philipp Kleiß ein Sohn, Jean Jakob, geboren den 10. Mai.
JohanneSgemeinde.
Den 12. Juni. Dem Material-Verwalter Carl Bix ein Sohn, Carl Ludwig Christian, geboren den 23. Mai.
Den 13 Juni. Dem Kaufmann Fritz Roth eine Tochter, Gertrud Elisabeth Helene Agne», geboren den 7. Mai.
MattbäuSgemeinde.
Den 16. Juni. Anna Christine Schnabel, geb. Frey, Ehefrau des Fuhrmanns Wilhelm Schnabel, 21 Jahre alt, starb den 14. Juni.
MarkuSgemeindt.
Den 10. Juni. Elifabethe Lerch, Tochter des SteinhauerS Heinrich Lerch, 16 Jahre alt, starb den 17. Juni.
LukaSgemetnde.
Dm 15. Juni. Sophie Balser, geb. Wallenfels, Wtttwe bet Buchbindermeisters August Balser, 79 Jahre alt, starb dm 13. Juni.
Den 16 Juni. Anna Margarethe Bender, geb. Dörr, Wtttwe de» Taglöbner« Christian Bender von Grüningen, 64 Jahre alt, starb dm 15. Juni.
Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeßen am 19. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag»: Wasser 13°, Lust 6°.
Rübsamen'sche Badeanstalt.
CanN nn5 Dottwiribfä^aft
Gieße«, 19. Juni. Marktbericht. Huf dem heutigen Wochenmarst kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0.95, Hühnereier pr. 6L 6 4, 2 ©t 11-00 X Enteneier 2 St 11-12 X Gänse eier pr. St. 00-11 H, Käse pr. 6t. 5-8 X Käsematte pr. Gt. 3 4s. Erdsm pr. Liier 18 H, Linsen pr. Liter 27 X Taub« pr. Paar X 0,70 M8 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bi» 1,30, Hahnen pr. Stück X 1,20-1,50, Enten pr. Stück X 1,60-1,80. Gänse pr. Pfund X 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 X Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 X Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bi« 66 X Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 56- 60 X Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,60 Mi 6,50 X, Weißkraut pr. Stück 0- 00 4, Zwiebeln vr. Centner X 8,00—9,00, Milch pr. Liter 16 X Kirschen pr. Pfd. 30 u. 85 X Spargel pr. Pfd. 40 u. 50 Psg.


