(2410 bis 3250). — Verwalter der Gefängnisse 2100 bis 3500 (1870 bis 3000) — Registratoren bet den Lollegial- geraten 2000 bis 3200 (bis 3000). — Lehrer an den Strafanstalten 1850 bis 3000 (2 zu 1650 bis 2500, 1 zu 1650 bis 2410, 2 zu 1650 bis 2200). — Verwalter der Vrovtnzialarresthäuser 2100 bi- 2900 (1870 bis 2305). — Hülf-gericht-fchreiber bei den Amtsgerichten und zwei Staats- anwalrsgehülfeu 1700 bis 2900 (1200 bis 2200). — Werk- meister bet den Strafanstalten und zwar zwei in Butzbach und einer in Martenschloß 2000 bis 2800 (einer zu 2200 bis 3200, einer zu 1800 bis 2620, einer zu 1870 bi» 2315). — Werkmeister an den Gefäugniffen in Darmstadt und Mainz ebensoviel (einer zu 1600 bis 1870, einer zu 1650 bis 1870). — Cauzlisten bet den Tollegialgertchten 2100 bts 2700 (bis 2305). — HülfSgerichtSschreiber bet den Untersuchungsrichtern 1400 bis 2200 (durchschnittlich 1540). — Crimtnalschutz- männer 1500 btS 2000 (1430 bis 2000). — Canzleigehtlfeo bet den Landgertchteu 1000 bi» 1600 (1000 bis 1600). — Eanzleidteoer bei den Collegialgerichteu 1500 bi» 1700 (1484). — HauSbeschließer der Justizgebäude ebensoviel (1200). — Gefangenaufseher und Gefangeowärter, Oberaufseher: zwei in der Zellenstrafanstalt, einer in dem LandeSzuchthauS, einer in dem Haftlocal Offenbach 1650 bis 1950 (l265 bis 1600); Aufseher und Wärter: 30 in der Zellenstrafanstalt, 18 im LandeSzuchthauS, 18 in den Gefäugniffen, 20 in den Pro- vinztalarresthäusern, 3 in den Haftlocaleo zu Offenbach und WormS 1300 bis 1700; Wärter tn den Haftlocalen (außer Offenbach und Worms) 900 bis 1050 (600). — Gefangen, aufseherinnen und Gefangenwarteriuoen: a. eine Oberauf. fehertn im LandeSzuchthauS uud eine Gefaogenaufsehrrin im Gefängntß zu Mainz 900 bi» 1200 (800 und 770); b. zwei Gefangenwärterinneo im LandeSzuchthauS und stebeo in den Vrovtnzialarresthäusern und dem Gefänguiß Mainz 700 bi» 1000 (500 bi» 700). — AmtSgerichtSdiener 900 bis 1200 (710 bi» 930). — Director der Zellenstrafanstalt 6500 (5000 bi» 6000). — Director des LandeSzuchthause» 5000 (bi» 4720). — Arzt bei beiden Anstalten ebensoviel (2000 bi» 4000). — Evangelische Geistliche bei denselben ebensoviel (3500 bi» 4800, 2000 bis 4400). — Katholischer Geistlicher bei der Zellenstrafanstalt 3600 (2400 bi» 3200). — Revisoren des Kastenwesens 4000 (bis 3886). — HtlfSgerichtSschretber bei den Kammern für Handelssachen in Darmstadt und Mainz 3250 (bis 3250). — Htlfsdiener bei den drei Staatsanwaltschaften und den Amtsgerichten Darmstadt II und Mainz 1400 (1200).
D. Ministerium der Finanzen. Räthe im Finanz. Ministerium (Geheime StaatSräthe und Miristerialräthe) 7500 bis 9500 (6850 bis 8850). — Vortragende Räthe 5800 bi» 7200 (5350 bis 6350). — Dtrector der Haupt- staatSkaffe ebensoviel (6350). — Vorsitzende- Mitglied der Dtrectton der Main-Neckar-Eisenbahn ebensoviel (7350). — HauptstaatSkassier 5800 bi- 7000 (6350). — Oberforstmetster 5200 biß 6200 (4825 bis 5425). — Vorstand de- Erb» schaftSsteueramts 2800 bis 6200 (3775 bis 5850). — Hilfsarbeiter bei dem Ministerium und Ministertalfecretäre 2800 bis 5800 (2725 bis 5350). — Secretär bei der Abtheilung für Bauwesen ebensoviel (2800 bi- 5200). — Obersteuer- ivspectoren ebensoviel (4720 bis 5140). — Steuercommiffäre ebensoviel (4300 biß 5140). — Obereionehmer und Reut, amtmünner ebensoviel (3700 bi- 4500). — Oberförster eben« soviel (2725 bi- 5100). — Hoch- und Wasserbau Jnspectoren und etat-mäßig angestellte Bauaffefforeu ebensoviel (2800 biß 5200, 3775 bi» 5500). — Eisenbahnbau- und Betrieb». iospector ebensoviel (4825). — Secretär bei der Direction der Main-Neckar-Eisenbahn 2800 biß 5000 (4384). — Eontrollvorsteher bei der Main Neckar-Eisenbahn ebensoviel (4384). — Maschineuinspector (Werkstättevorsteher) bei der« selben ebensoviel (4500). — Hauptsteueramtßrevisor in Mainz 2800 biß 4600 (3880). — Steuercommissariatßassistenten uud Obereinnehmeretasfistent 2600 biß 3400 (2620 biß 3040). — Forstassistenteu ebensoviel (2620 bi» 2725). — Hauptsteuer, amtßrendanten, mit Au»nahme der Stelle am Hauptsteueramt in Mainz 3600 bl» 4600 (3880). — Saline- und Bergrentmeister in Bad Nauheim ebensoviel (3040). — Haupt- «agazinSverwalter bei der Main-Neckar-Eisenbahn 3300 biß 4200 (3460). — Ingenieur bet der Main Neckar-Eisenbahn 2000 biß 4200 (3775). — Registratoren uud Registratur- assistenten beim Ministerium ebensoviel (durchschnittlich 3250). — Revisionßgeometer (Vermeffungßrevtsoren), Geometer bei bem bautechnischen Bureau der Sbtheilung für Bauwesen nad Zeichner bei demselben ebensoviel (durchschnittlich 3040). Revisoren, Calculatoren und Assistenten beim Ministerium und zwar: 1) bei der Ministerialbuchhaltung, 2) beim Cataster- wit, 3) bei der Abtheilung für Eisenbahnwesen, 4) bei der Staatßschuldeoverwaltung, 5) beim ForstvermessungSbureau, 6) bei der Hauptstempelverwalmng, Buchhalter und Calcu- laroreu bei der HauplstaatSkasse 2000 biß 4000 (1870 biß Assistenten beim Erbschaftßfteueramt ebensoviel (2410 bi» 3880), (1870 biß 3565). - DistrictS-Einnehmer ebenfooiel (2305—3355, 4300). — Hauptsteueramtßrevisor in Mainz ebensoviel (3880). — Hauptsteueramtßcontrolleur ebensoviel (3040 und 3565). — Niederlageverwalter und Revifionßinspector ebensoviel (3250). — Steueramtßrendanten (in Bcnßheim und Wimpfen) ebensoviel (2305-3355). — Äeotforen bei der Main-Neckar-Bahn, Secretär beim Ober- betriebßinspector daselbst, Hauptkaffeasfistent daselbst, ein ^Q7n “ohJx*1 Registraturassistenten daselbst ebensoviel (18 i0 biß 3565). — Canzleiinspector beim Ministerium 3200 bi» 3800 (3145 bi» 3565). - RevisionScontrolleure 2000 biß 3400 (2830). — Steuercontrollrur ebensoviel (2620 und 2830). — Cataster.Jngenieure, BezirkSgeometer, Wafferbaugeometer 2000 biß 3500 (durchschnittlich 2882.50, 2200 biß 3400, 2600 biß 3000). - Stationßvorsteber (der seitherigen 1. und 2. GehaltSklaffe) 2600 biß 3200 (biß 2714 bezw. bi» 2935). — Hauptsteueramt» - Assistenten, Steueramtßcontrolleure und Steuereinnehmer 2000 biß 3100 (1870, 2305 und 2620). — Werkführer (Werkmeister) bei der Main-Neckar-Eisenbahn 2250 biß 3000 (biß 2800). — I
Eauzleiinspector bei der Hauptstaatßkaffe 2300 biß 2900 (2305 biß 2620). — Eanzlisten beim Ministerium 2200 biß 2800 (durchschnittlich 2360, 1700). — Eanzlist bei der Hauptstaatßkaffe 2100 biß 2700 (bi» 2305). — Ein Werk- zeichner und neun Cauzlisten bei der Main-Neckar-Eisenbahn ebensoviel (di» 2473, 2098, 2368, 2233). — Canzltst bei dem Erbschaft»fteueramt ebensoviel (1650 bi» 2305). — Station»asfisteutev (seither Ttationßvorsteher 1., 2., 3. Klaffe), Bahuhofßaufseher, Telegraphisten 1800 biß 2700 (bi» 2400, 2800). — Buchführer bet der Main-Neckar-Eisenbahn ebensoviel (biß 2368). — Bahnmeister ebensoviel (bi» 2504). — Brückenmeifter (zugleich Brückeogelderheber) in Oppenheim und Gernsheim ebensoviel (1540 biß 2200). — Dammmeister, Hochbauaufseher, Salinenbauaufseher (Bad-Nauheim), Control- leur ebensoviel (1760 biß 2200). — Brückenmeister in Worm» 2300 bi» 2600 (2410). — Gradier« und Werkmeister, Bademeister und Hausverwalter, Siedemeister (Bad-Nauheim) Werkführer für das ElectricitätSwerk daielbst, Schichtmeister in Ludwig-Hoffnung 1800 bi- 2500 (1760 bi- 2200.) — Obersteiger und Bergkaffier daselbst, ebensoviel (1540). — Locomotlvführer 1600 bis 2400 (bi- 2172). — Baggermeister, Oberbrückenwärter in Worm-, Capitän, Maschinist, Schleusen- und Hafenwärter 1600 bis 2100 (1980, 1760). — Zugführer 1450 bis 2000 (bis 1811). — Lade- und Bodenmeister 1500 bis 1900 (btS 1720). — Canzleidiener beim Ministerium und Kaffediener bei der HauptstaatSkaffe 1500 biß 1700 (1474 biß 1562, 1518, 1474). — Haupt- steuerawtßdiener 1300 biß 1700 (1188 biß 1232). — Steueraufseher 1200 biß 1700 (1232, 1320, 1408). — Brücken- Wärter in Worm» ebensoviel (1320, 1430, 1540). — Bureau- und Hauptkafsediener bet der Main-Neckar-Eisenbahn 1200 biß 1600 (biß 1478). — Stationßdiener, Heizer und Packer bei derselben ebensoviel (1478 und 1530, 1000 biß 1350). — Hauswärter bei dem Ministerium und Canzlei- wärter bei der Hauptstaatßkaffe 1200 biß 1500 (1210, 1100). — Heizer in Nauheim und Diener bei dem Hoch- bnuamt Darmstadt ebensoviel (1200). — Haltestelleuaufseher luOO biß 1500 (900 biß 1500). — Schaffner ebensoviel (biß 1355, 1000 biß 1300). — Wagenwärter und Bremser ebensoviel (biß 1360). — Dammwärter 1100 biß 1400 (1100, 1210, 1320). — Brückeuwarter in Mainz, Oppenheim und Gernsheim ebensoviel (1320 und 1210). — Weichensteller 1000 biß 1300 (biß 1225, 800 biß 1100).— Forstwarte 950 biß 1300 (924 biß 1144). — «teiger in Ludwigßhoffnung ebensoviel (1100). — Kunstwärter und Uutererheber in Salzhausen ebensoviel (1000). — Wiesenwärter ebensoviel (924 biß 1144). — Bahnwärter 900 biß 1150 (biß 1094, 700 bis 900). — Gärtner in Salzhausen ebensoviel (900). — Parkaufseher in Bad-Nauheim ebensoviel (800). — Kurhausverwalter (Kurhaußaufseher) ebensoviel (1000). — RentamtSdiener 900 (715). — TalineaMtSdiener ebensoviel (650). — Ober-BetriedSinspector der Main Neckar- Eisenbahn (6200 bis 5950). — Vorstand der Ministerialbuchhaltung 5800 (5220). — Vorstand deß KatafteramtS ebensoviel (4300 btß 5350) — Vorstand des bautechnischen Bureaus bei der Ableitung für Bauwesen ebensoviel (3250 biß 4825). — Berg- und Salinentnspector ebensoviel (5100).— Vorstand der Ministerialregistratur 5200 (durchschnittlich 3250). — HauptsteucramlSrendant in Mainz 4800 (4510). — Secretär und Oberbuchhalter der Hauptstaatßkaffe 4600 (4300). — Buchhalter bei der Ministerialbuchhaltung 4600 (4090). — Stationsvorsteher der Station Darmstadt der Main- Neckar-Eisenbahn 3900 (biß 3775). — Stationsvorsteher der Stadt Isenburg der Main-NeckarEisenbahn 3500 (biß 3400.) — Zeichner bei dem eisenbahnbautechnischen Bureau 3200 (3040). — Zeichner bei dem Forstvermeffungß- und Taxa- tionßbureau, und Assistent bei dem Oberbetriebßinspector der Main-Neckar-Eisenbahn ebensoviel (biß 3040). — Billetdrucker bei der Main-Neckar Eisenbahn 2200 biß 2098). — Pfandmeister 1300 (1060).
CoceUs renS proHnjkKkß.
Gießen, den 18. September.
Wetterbericht. Daß nördliche Minimum hat sich durch einen Zuzug vom nordwestlichen atlantischen Ocean noch vertieft und zugleich seinen Einfluß weiter südlich auß- gebreitet. Die gestern bereits erwähnte Furche niederen Druckes besteht auch heute noch und ist innerhalb derselben die Luftdruckvertheilung sehr unregelmäßig geblieben. Barometrische Maxima liegen im Nordosten und Südwesten Europas und entsendet letzteres noch einen schwachen Rücken relativ höheren Druckes über Central-Frankreich und die Alpen nach Süd-Bayern herein. Die Witterung ist in Süddeutschland trüb, kühl und regnerisch. — Voraussichtliche Witterung: Andauernd trüb, kühl und regnerisch.
H- Ridda, 17. September. Herr Bürgermeister Rullmann dahier, welcher fast 30 Jahre im Nebenamte die Stelle eines Rechners unserer Bezirkssparkasse bekleidet, hat mit Rücksicht auf sein Greisenalter um Entbindung von dieser Nebenstelle mit Wirkung vom 1. Januar 1898 nachgesucht; die Versetzung tn den Ruhestand ist mit einer JahreSpenfion von 1000 Mk. für Herrn Rullmann verbunden. Da die gedachte Rechnerstelle gut dotirt ist und der künftige Johaber Dienstwohnung im neuen Sparkassen- gebäude erhalten soll, fehlt eS an Candtdaten für den vacant werdenden Vertrauensposten nicht.
△ Bellmuth, 17. September. Bon einer selbstfahrenden Dreschmaschine wurde heute hier ein bei derselben beschäftigter Arbeiter überfahren. Derselbe ist schwer verletzt und eß wird an feinem Aufkommen gezweifelt.
- ck. AlSfeld, 16. September. Die diesjährige Kreis- conferevz der Lehrer unseres Kreises fand gestern im Saale deß „Deutschen Hauses" dahier unter nahezu vollzähliger Betheiligung statt. Der Vorsitzende, Herr Kreis« rath Dr. Melior, begrüßte in herzlichen Worten die zahlreich Erschienenen und wünschte, daß die Couferenz sich zu einer recht erfolgreichen gestalten möge. Hierauf erstattete
Herr Kreißschulinspector Math eß Bericht über den Stand deß Schulwesen» im verflossenen Schuljahr. Danach bestehe» in unserem Kreise 76 Volksschulen mit 103 Klassen, wovo» 58 Schulen einklassig, 14 zweiklaffig, 3 dreiklassig und eine achtklassig. Hierzu kommen noch die erweiterte Volksschule zu Homberg a. O-, die zu einer höheren Bürgerschule erhoben worden ist, und die Privatmädchenschule zu AlSfeld. Die Schülerzahl in diesem Schuljahre beträgt 5962, gegen 6019 im Vorjahre, mithin eine Abnahme von 57 Schülern, gleich 0,95 pEt. Der Confession nach find 5498 evangelisch, 319 katholisch uud 145 israelitisch. Die Fortbildungsschule» des Kreises, deren 71 vorhanden, zählten 948 Schüler, worunter 902 evangelisch, 34 katholisch und 12 israelitisch. Die Fortbildungsschulen bestanden au» 74 Klassen, nämlich 69 einklassigen, einer zweiklaffigen und einer dreiklafligen. Die höhere Bürgerschule zu Homberg a. O. wird besucht von 29 Schülern — 24 Knaben und 5 Mädchen — hiervon find 21 evangelisch und 8 israelittsch. Die Privatmädchenschule zu AlSfeld zählt 56 Schülerinnen, davon find 46 evangelisch, 3 katholisch und 7 israelitisch. An den Volksschulen wirken 102 Lehrkräfte, nämlich 79 Lehrer, 1 Theologe, 22 Schulverwalter und 3 Schulgehilfen, an der höheren Bürgerschule zu Homberg a. O. 2 ordentliche und 1 außerordentlicher Lehrer, an der Prtvatmädchenschule zu AlSfeld 3 Lehrerinnen, 2 Hilfslehrer und 1 Lehrerin für weibliche Handarbeiten. Schulgeld wird in 49 Schulen erhoben, 27 Schulen find ohne Schulgeld. Zur Förderung der methodischen Ausbildung der Lehrer wurde der Kreis tn 11 Couferenzbezirke getheilt und in diesen Bezirken die sicherlich segensreiche Einrichtung von Lehrproben getroffen. Dem gleichen Zwecke dient neben dem der allgemein wissenschaftlichen Ausbildung die im Kreise bestehende Krei-lehrerbibliothek, die seit November v. I. sich in Circulation befindet. Nach Erschöpfung deß geschäftlichen Abschnitts, dem sich noch die Mitteilung schuldienstlicher Verfügungen anreihte, wurde in die eigentliche Tagesordnung eingetreten und al» erste» Thema behandelt: „Nothwendigeß und UeberflüffigeS im Grammatikunterricht der Volksschule", Referent Herr Lehrer Gaub zu AlSfeld. Ju sehr ausführ- ltchem Vorträge und fleißiger Bearbeitung führte der Referent aus die Hauptfactoren, welche das Verftändniß der Muttersprache herbeiführen, die nothwendigen Momente, die in den Sprachunterricht hereingezogen werden müssen und die rechte Gestaltung des Unterricht» durch Plan und Methode. Eine lebhafte und interessante Di»cuffion, in deren Verlauf Herr KreiSschulinspector MatheS treffliche methodische Winke einstreute, reihte fich dem Bortrage an. Da» zweite Thema behandelte „Die Anwendung der Zahlenbilder im Rechenunterrichte", Referent Herr Lehrer Rudolph zu AlSfeld. In fünf klargefaßten, präciS au»gedrückten Thesen entledigte fich der Bortragende seiner Aufgabe in recht zufriedenstellender Weife. Auch über diese» Referat wußte Herr Kreiß- schulinspector Mathe» eine sehr anregende DiScussion hervorzurufen, die methodische Zweifel klärte und methodisch richtigen Gang feststellte. Mit einigen herzlichen Worten de» Danke» für Die fleißigen Arbeiten beider Referenten schloß der Vorsitzende den amtlichen Theil der Conferenz. Eine gemeinsame Mittagstafel im großen Saale de» „Deutschen HauseS", woran fast alle Erschienenen Theil nahmen, folgte. Herr KreiSrath Dr. Mellor forderte in deren Verlauf, die Gäste auf, den Gefühlen der Liebe und Verehrung für Se. Kgl. Hoheit den Großherzog Ernst Ludwig, der ein warmes Herz für die Pflege der Volksschule und die Wohlfahrt Ihrer Lehrer habe, Ausdruck zu verleihen in einem dreimalige« Hoch. In heller Begeisterung stimmte die Versammlung ein in diese» Hoch. Ein Toast auf Großh. KreiSschulcowmiffion, auSgebracht von Herrn Oberlehrer Wetffenbach, würzte den weiteren Gang de» trefflichen MittagSmahle», da» durch seinen Verlauf dem Conferenztage einen würdigen, schönen Abschluß gab.
Dieburg, 16. September. Ein sechs Monate altes Kind einer hiesigen Familie spielte mit einer Uhrkette und verschluckte dieselbe in einem unbewachten Augenblicke. Der Bügel verhinderte baß vollständige verschlucken, während der bereits in den HalS hinabgelangte Haken fich dortselbst fest- gehakt hatte. DaS Kind mußte zur Vornahme einer Operation nach Darmstadt verbracht werden, woselbst eß der ärztlichen Hilfe gelang, die Kette alßbalb auß dem Halse zu entfernen. Trotzdem ist da» arme Kind heute Nacht gestorben.
♦ *„ Bad Salzschlirf. Gegen Gicht und RheumatiSmuti wird eine solch große Anzahl Bäder angeprieien, daß dem Leidenden die richtige Wahl oft recht schwer wird. Jene Krankheiten beruhen ebenso wie Nieren-, Blasen-, Leber- und Magenleiden auf Stoffwechselstörungen. Alß wirksamstes Mittel, diese zu beseitigen, gelten die natürlichen Mineral- quellen und von solchen wieder diejenigen, welche zufolge ihre» Gehalt» an Lithium die Fähigkeit besitzen, die sich im Körper bildenden harnsauren Ablagerungen (Harngrieß, Sand und Stein) wieder aufzulösen und außzuscheiden. Bon allen be- kannten Mineralquellen besitzt nun der Salzschlirfer Boni- faciußbrunnen den höchsten Lithiumgehalt und wird er deß- halb und wegen seiner thatsachlichen Überraschenden Heilerfolge von allen ärztlichen Autoritäten de» In- und Auslandes empfohlen. Alß weiter hervorragende Rurmittel i kommen die hiesigen stark kohlmsäurehaltigen Soolbäder und eisenreichen Moorbäder, sowie die Stahl- und Schwefel-Quelle in Anwendung.
Wozu dient vorzugsweise die Doerings Seite mit der Eulef Sie dient alß bewährtes Waschmittel für die Jtl imo Kleinsten; sie dient alß probates Mittel zur Pflege der Haut wegen ihrer Reinheit und reichen Fettgehalte»; sie dient — und das beweisen Hunderttausende durch ihren Gebrauch — als bevorzugte Toilette-Seise für die Damen zur Erhaltung der Echönheit, der Feische und der Zartheit der Haut. Daher benützet Xoieiegß Seife mit der (HU zu eurer Toilette. Für 40 Pfg. ist sie überall erhältlich. 2094


