Loudon, 17. Juni. Das Unterhaus nahm einen Antrag Balfour an, daß daS Hau» am nächsten Sonntag dem aus Anlaß des Jubiläums der Königin in der St. Margarets - Kirche zu veranstaltenden Dankgottesdienst in corpore beiwohnen möge. William Redmond protestirte gegen den Antrag und bemerkte, die Iren könnten sich an der Feier nicht betheiligen.
Depefchen de« Bureau .Herold."
Berlin, 17. Juni. Der Kaiser empfing heute Vormittag den Staatssecretär o. Bötticher und hierauf den Prinzen Albrecht von Preußen mit dem zu den Jubiläumsfeierlichkeiten nach England gehenden Gefolge und der Abordnung de« 1. Garde-Dragoner-Regiments Königin Victoria von England.
Berlin, 17. Juni. Wie der „Reichsanzeiger" nunmehr amtlich meldet, ist Admiral Hollmann in Genehmigung feines Abschiedsgesuches von der Stellung als Staatssekretär des Reichsmarineamts entbunden und Contreadmiral Tirpitz zum Staatssekretär des ReichSmarineamtS ernannt worden. Die „Nordd. Allg. Ztg." theilt ergänzend mit, daß Staatssekretär Hollmann mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt ist und auch ferner ä la suite des SeeosfiziercorpS in den Listen der Marine zu führen ist.
Berlin, 17. Juni. Anfang nächster Woche kehrt Major v. Wißmann nach Berlin zurück und unternimmt dann mit Dr. Bumiller die geplante sibirische Reise bis zum Baikalsee.
Berlin, 17. Juni. Der neuernannte Staatssekretär Tirpitz hat der „Post" zufolge heute Mittag die Geschäfte seines Refforts übernommen. Er ließ sich gegen 12 Uhr die Vorstände der verschiedenen Decernate des ReichSmarineamtS sowie die zu demselben commaudirteu Seeoffiziere und die höheren Beamten der Marineverwaltung vorstellen. Bei dieser Gelegenheit wurde zuerst amtlich bekannt, daß die EabtnetSordre, durch die der Wechsel stattgefunden hat, vom 15. d. Mts. datirt ist. In einigen Tagen beabsichtigt der neuernannte Staatssekretär einen Erholungsurlaub von etwa zwei Monaten anzutreten, während welcher Zeit er die Geschäfte von seinem jeweiligen Aufenthaltsorte ans leiten wird. Für die Zeit der Abwesenheit des Staatssekretärs von Berlin ist der Direktor des Marinedepartements, Contre-Admiral Büchsel, zur Vertretung des abwesenden Staatssekretärs ernannt. Erst Anfang September wird der Staatssekretär Tirpitz seinen ständigen Wohnsitz in Berlin nehmen.
Berlin, 17. Juni. Der bisherige Vorstand der nautischen Abtheilung des ReichSmarineamtS, Contreadmiral Plüdbemann, ist zur Disposition gestellt. Ein Nachfolger für ihn ist, der „Poft" zufolge, noch nicht ernannt.
Berlin, 17. Juni. Der „Boss. Ztg." geht die Meldung zu, daß der Kaiser daS Entlassungsgesuch de» Präsidenten des R^ichSverficherungSamtS, Dr. Bödtker, genehmigt hat. Als Nachfolger kommt in erster Linie Geh. Ober-Regierung«- rath im ReichsverficherungSamt Gaebel in Betracht.
Berlin, 17. Juni. Zu der gestrigen Feuersbrunst in der Spandauerstraße 16 ist weiter zu berichten, daß jetzt auch die Frau des Schneiders Pinkalla, welche gestern Abend in bewußtlosem Zustande gerettet wurde, an den Folgen der Ranchvergiftung gestorben ist.
Berlin, 17. Juni. Das Krönungsjubiläum der Königin Victoria wurde von den in Berlin lebenden Engländern gestern Abend durch ein glänzendes Banket im Kaiserhof gefeiert. Die Mitglieder der englischen Botschaft, an ihrer Spitze der Botschafter, sowie etwa 400 Damen und Herren englischer Nationalität nahmen an dem Feste Theil.
Elberfeld, 17. Juni. Heute Nacht brach in einem in der Gerberstraße gelegenen Möbellager Feuer aus, wobei zwei Personen (Großvater und Enkel) in den Flammen umkamen. Ein Mädchen, welches sich durch einen Sprung au« dem Fenster zu retten versuchte, erlitt schwere Verletzungen.
Hamburg, 19. Juni. Heute Mittag hat hier die feierliche Eröffnung der 11. Wanderausstellung der deutschen LandwirthschaftS-Gesellschaft durch den Präsidenten, den Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg,
macht man sich eine warme Seifenlösung mit Soda und reinigt Kämme und Bürsten von den anhaftenden Pilzen und Schuppen und wiederholt dies wöchentlich mindestens einmal, damit nicht eine neue Ansteckung ftattfinden kann. Auch den inneren Ledcrrand des Hutes möge man öfters mit einem Seifenlappen abwaschen. Bei längerer täglicher Fortsetzung der abendlichen Waschungen mit Theerseife wird in den meisten Fällen dieses unangenehme Leiden beseitigt werden. Nach und nach können die Waschungen auch seltener werden. Besonder« empfehlenswerth für eine solche Radikalkur ist daS vorherige ganz kurze Abschneiden der Haare, wie eS ja jetzt bei den Herren im Sommer vielfach Mode ist. Sollte sich aber keine Befferung zeigen, dann wasche mau jeden Abend den Kopf mit folgender Lösung, die man in der Apotheke oder Droguenbandlung Herstellen läßt:
Natr. bicarbon. 5,0
Aqu. dest 200,0 Spir. levand ad 250,0 M. D. 8. Kopswaffer.
Werden die Haare sehr trocken, so setze man jede Woche einmal die Waschungen au«, um an diesem Tage die Kopfhaut mit süßem Mandelöl einzufetten.
Diese BehandluugSweise, energisch und lange genug durchgeführt, wird sich wohl stets ebenso gut bewähren, wie rS bei mir selbst und vielen Anderen der Fall war. Sollte aber die Wirkung auSbleiben, so ist wahrscheinlich eine schwerere Erkrankung der Kopfhaut oder Ueberwucherung mit Pilzen daran schuld, und man möge sich aldann möglichst bald an einen Specialarzt für Hautkrankheiten wenden.
stattgefunden. Anwesend waren die Vertreter der Stadt, die Spitzen der Militär- und Civilbehörden und zahlreiche andere hochgestellte Persönlichkeiten. Nach der @töffnunp6- rede des Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg hielt Bürgermeister Woenckeberg eine Ansprache, der ein Hoch auf die Gesellschaft und auf den Herzog Albrecht folgte. Darauf fand ein Rundgang durch die Ausstellung statt.
Wien, 17. Juni. Das Leichenbegängniß der Charlotte Wolter gestaltete sich zu einer imposanten Trauerkundgebung. Die Theilnahme war eine außerordentlich große. Der Oberhofmeister des Kaisers und zahlreiche Vertreter der besten Kreise der Künstlerschaft, der Schriftsteller- welt und massenhaftes Publikum gaben der Heimgegangenen daS letzte Geleit. Am Grabe hielten Director Burckard, Oberregiffeur Tonnenthal, Regisseur Stoll und der Präsident des Journalisten- und Schriftstellervereins „Concordia", Ferdinand Groß, der Künstlerin ergreifende Nachrufe.
Brünn, 17. Juni. DaS ReichS-KriegSministerium hat den hiesigen socialistischen Führer Dr. Ludwig Czech, Lieutenant der Reserve, auf Grund eines Osfizier-EhrenrathS- BeschluffeS seiner Offizier-Charge für verlustig erklärt und denselben als Reserve-Infanterist dem 8. Infanterie-Regiment überwiesen. In den Gründen heißt eS, daß Dr. Czech als Soeialistenführer sich Über die Regierung und HeereSeinrichtung wegwerfend geäußert und dadurch die OffizierSstandeSehre verletzt habe.
Budapest, 17. Juni. In Tiozafoeldrar find große Unruhen unter den Feldarbeitern auSgebrochen, sodaß Militär schleunigst nach dort requirirt werden mußte.
Paris, 17. Juni. An wetteren Einzelheiten über die gestrige Bomben-Explosion wird noch gemeldet: Zunächst stürzten Personen, welche sich vor dem Regen unter die Arkaden de« Marineministeriums geflüchtet hatten, hervor, um die Ursachen der Explosion zu ermitteln. Polizei- Agenten, welche ebenfalls dazu kamen, constatirten, daß der untere Theil der Statue der Stadt Straßburg in geringem Maße beschädigt war. Die Polizei verhörte bisher sieben Zeugen, doch stimmen die Aussagen nicht überein. Die einen wollen gesehen haben, daß ein Individuum ein Packet in weißem Papier vor die Statue geworfen habe, andere dagegen sagen aus, ein Mann in einer weißen Blouse habe an der Statue ein Streichholz angezündet. Der Mann ging selbst zum Lommiffar, wo er seine Unschuld betheuerte. Auf seine Glaubwürdigkeit hin wurde er wieder entlassen. Man ist überzeugt, daß die Bombe mit einer Lunte versehen war.
Paris, 17. Juni. Hier verlautet, daß der ehemalige schweizerische Bundespräsident Numa Droz von allen Mächten als Gouverneur Kretas in Aussicht genommen sei. Numa Droz gilt als der beste Diplomat der Schweiz.
London, 17. Juni. Dem „Standard" zufolge bestellte die türkische Regierung bei englischen Manufacturen 200000 Uniformen. In den türkischen Arsenalen werde Tag und Nacht an der Herstellung von Geschützen und Munition gearbeitet.
Petersburg, 17. Juni. Die junge russische Großfürstin Tattana wird am nächsten Sonntag in Peterhof feierlich getauft werden.
Athen, 17. Juni. Infolge dringenden Ansuchens de« Königs, den vollständigen wirthschaftlicheu Ruin Griechenlands durch schnellen Abschluß des Friedens zu verhindern, fand eineBerathung der hiesigen Vertreter derGroß- mächte statt, in welcher beschlossen wurde, sofort den Regierungen Bericht zu erstatten und die Ansprüche de« Königs zu befürworten, weil diese den Thatsachen entsprechen. — In diplomatischen Kreisen wird versichert, daß einige Griechenland wohlgesinnte Mächte nunmehr energisch in Konstantinopel gegen die beabsichtigte Verschleppung deS Friedensschlusses auftreten werden.
Berlin, 18. Juni. Der Kaiser hat gestern Abend kurz nach 11 Uhr von der Wileparkstation auS mittelst SonderzugeS die Reise nach Bielefeld angetreten.
Berlin, 18. Juni. Wie aus FriedrichSruh gemeldet wird, hat Fürst Bismarck die Absicht ausgesprochen, die landwirthschastliche Ausstellung in Hamburg zu besuchen, wenn ihm die« sein Gesundheitszustand nicht etwa noch im letzten Augenblicke vereitele.
Berlin, 18. Juni. Einem Kabeltelegramm der „Berl. Neuesten Nachr." auS Prätoria zufolge schloß die Transvaal-Republik gestern mit dem Oranje-Freistaat ein Schutz- und Trutzbündniß ab. Die erste und wesentlichste Bestimmung dieses Vertrages lautet: ES soll zwischen beiden Staaten ewiger Frieden und ewige Freundschaft bestehen.
Athen, 18. Juni. Die Räumung Thessaliens soll hiesigen Blättern zufolge bestimmt im September erfolgen. Die Regierung erhielt über den Gang der Friedensverhandlungen günstige Nachrichten.
Schwurgericht.
W. Gießen, 18. Juni.
Heute Vormittag wurde gegen den 19 Jahre alten Schreinergesellen Johannes Weppler von Schlitz wegen Versuchs der räuberischen Erpressung verhandelt. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Koch. Als Vertheidiger ist Herr Rechtsanwalt Metz erschienen. Es find sieben Zeugen zu hören. Angeklagter ist unbestraft. Am Sonntag den 7. März war Angeklagter in der Wirthschaft von Schnell in Lauterbach und will dort scharf getrunken haben, da begegnete ihm der Knecht Schniermund, der vom Angeklagten eingelaben wurde, mit ihm noch Bier zu trinken. Der Angeklagte verfügte aber nur über 7 Pfg. Schniermund wurde von ihm angegangen, ihm noch 7 Pfg. dazu zu geben, damit er für Beide zusammen zwei Maaß Bier bezahlen könne; dieser hatte aber nur 2 Pfg., die er auch hergab. Beide Burschen gingen nun nach der Stumpf'schen Wirthschaft, hier begegnete ihnen Hrch. Sterz, der von Weppler angeredet und ersucht wurde, ihm 5 Pfg. zu geben, worauf Sterz erklärte, er sei jenem
keine 5 Pfg. schuldig. Weppler forderte noch ei» Mal 5 Pfg. mit dem Bemerken, er würde de« Sterz am andern Tage 20 Pfg. geben, er erhielt hierauf eine schnodderige RedenSarr von diesem, worauf er dem Spötter eine Ohrfeige verabreichte. Schniermund sowohl, als auch der geohrfeigte Sterz wollten jedem Streit aus dem Wege gehen. Der Letztere mußte über die Brücke deS Lauterbach«, der durch den vorher niedergegangenen Regen angeschwollen war, gehe», um nach Hause zu kommen. Kurz vor der Brücke wurde er gepackt und ins Wasser zu stoßen versucht. Sterz rief um Hülfe, worauf Schniermund herbei kam und die beiden auSeinander- brachte. Der Angeklagte erklärt, er wisse von dem Vorgang so gut wie nicht«, denn er sei betrunken gewesen. Hrch. Sterz schildert die ganze Affaire, wie sie die Anklage behauptet. Er habe dabei daS Gefühl gehabt, daß der Angeklagte ernstlich den Willen gehabt habe, ihn tu« Wasser zu werfen, wenn er die 5 Pfg. nicht herauSrücke. Der Zeuge will bei dem Angriff da« gewaltsame Drängen seine« Gegner« gefühlt haben. Auch der Zeuge Schniermund will wahrgenommen haben, wie Angeklagter seinen Gegner nach bem durch eine Barriere geschützten, an dieser Stelle sehr steilen Ufer des WafferS gedrängt hat. Nachdem Sterz zu Hause gegangen, brachte der Zeuge auch den Angeklagten Weppler nach Hause, wobei derselbe mit dem offenen Messer in der Luft fuchtelte und erklärte, eS sei ihm ganz egal und wenn zwei Mann kommen. Auf Befragen de« StaatSanwaltS erklärt dieser Zeuge, gekört zu haben, daß Wcppler zweimal gerufen: Gieb 5 Pfg. her, sonst werf ich Dich ins Wasser. Durch Vernehmung deS Gendarmen von Lauterbach wird festgestellt, daß der Angeklagte al« streitsüchtiger Mensch bekannt ist, daß weiter da« Wasser in dem Lauterbach nicht so hoch gewesen, daß ein Mensch leicht hätte darin umkommeo können, wohl aber sei daS User, wo die Attaque stattgefunden, mindesten« 2 Meier hoch und sehr steil, so daß ein dort herabstürzender Mensch sich leicht da« Genick brechen kann. Die weitere Beweisaufnahme ist ohne Belang.
Den Geschworenen werden folgende Fragen vorgelegt: 1. Ob der Angeklagte schuldig bc« Versuch« ber räuberische» Erpressung. 2. Ob mildernde Umstände vorhanden seien. Auf Antrag des BertheidigerS wird für den Fall der Verneinung der Frage 1 an die Jury noch die Frage gestellt: Ob in der That des Angeklagten ein grober Unfug zu er- blicken sei. (Schluß folgt.)
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Gieße», den 18. Juni.
Bo» bet Universität Der hiesige Privatdocent Dr. H. Finger folgt nach Ablauf de« Semesters einem Rufe an die technische Hochschule in Darmstadt, als außerordentlicher Professor für organische Chemie.
•• Zusammenkunft. Am Sonntag findet die alljährliche beliebte Zusammenkunft der Docenten der drei Uni# verfitäten Göttingen, Marburg und Gießen diese« Mal hin- selbst statt.
•• Die GerichtSferien beginnen lt. „Darmst. Tgl. Anz “ am 15. Juli und endigen am 1 5. September. Während derselben werden nur Mahn-, ZwangsvollstreckungS-, Con- curs- und Feriensachen (nämlich: Straf-, Arrest-, Meß- und Markt-, Wechsel- und Bausachen und Streitigkeiten zwischen Bermiethem und Miethern), sowie die aus Antrag wegen besonderer Beschleunigung als Feriensachen erklärten Sachen bearbeitet.
•*-g- Stein« Garten. E« ist gewiß onerkennenswe'th, wenn der Besitzer dieses Concert-Elabliffement«, Herr C. Stein, es sich angelegen fein läßt, bem concertltebenben Publikum Abwechslung durch Heranziehung guter auswärtige' Musikcapellen zu bieten. So hatten wir gestern Abend bc« Vergnügen, die Capelle des Kgl. daher. 18. Infanterie-Regt«. „Prinz Ludwig Ferdinand" unter der Direktion des kgl. Mufikdirigenten Herrn Alex. Löwe zu hören, und eS fei von vornherein covstatirt, daß der Abend sich zu einem recht genußreichen gestaltete. Da« Programm war reichhaltig, abwechslungsvoll und wurde von der tüchtigen Mufikerfchaar in nur lobenSwerther Weife epcutlrt. Eröffnet wurde dasselbe mit einem Überaus schneidigen Marsch „Frisch gewagt" von Hahn, der als officieller Leipziger AusftellungSmarsch angenommen und mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Der Walzer, „Erinnerung an Amerika" von Saro fesselte durch feine eigenartige amerikanische Characteristik. BizetS Intermezzo und Tanz auS „L'Srlefienne" wurde gut wiedergegeben, entschädigt jedoch eine Blasmusik nicht für die daraus verwandte Mühe, da es durch Streichinstrumente vortheilhafter zur Geltung gelangt. Die Ausführung der norwegischen Rhapsodie von Svendsen, Beethoven« Scherzo der 4. Symphonie, sowie aus Rich- WagnerS „Rienzi", Chor der Friedensboten muß al« ganz vortrefflich bezeichnet werden. Besonderen Beifall fand auch daS historische Potpourri „AuS vergangenen Zeiten" von vättge, sowie von den mit Benutzung altdeutscher Instrumente vorgetragenen drei Märschen der „Fehrbelliner Reiter- marsch". Dom letzten Theil diS Programm« sei erwähnt die Racokzh Ouvertüre von Keler-Bela, das „Brautlied" oui der Symphonie Ländliche Hochzeit von Goldmark, sowie der den Schluß bildende „Schützeomarsch mit Gesang", compo- nirt von dem tüchtigen Dirigenten der Capelle, Herrn A. Löwe- letzterer ist von vorzüglicher, ansprechender Wirkung und wird sich wohl überall die Sympathien der Schützen und Jäger erobern. Die Capelle erntete für ihre guten Leistungen reichen, anhaltenden Beifall Seiten« deS zahlreich erschienenen Publikums und darf deß gewiß sein, vaß sie hier in bester Erinnerung bleiben wird.
•• Bon ber Feuerwehr. Die Vorstände der beiden hiesigen freiwilligen Feuerwehren waren am vergangenen Dienstag Abend im „Wiener Hof" versammelt, um sich von bem seitherigen Branddirector, Herrn Stadtbaumeister Schmandt, zu verabschieden und den Nachfolger im Amte, Herrn Hauptlehrer Traber, In sein Amt einzuführen. Ja


