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19.1.1897 Erstes Blatt
 
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Dienstag den 19. Januar

Nr. 15

Zlints- und Anzeigsblatt für den Atrsrs Gießen.

Hratisöeikage: Hießener Kamikienökätter.

Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für beit folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr.

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Die Gießener

Iamitiellblätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.

Der

Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags.

Erstes Blatt.

Gießener Anzeiger

Kenerat-Wnzeiger.

Deutscher Reichstag.

154. Pleuarfitzuug. Samstag den 16. Januar 1897.

Bet Anwesenheit von vielleicht 40 Personen beginnt das Haus die Berathung des Antrages Lenzmann betr. die Patienten in Heil­anstalten für Geisteskranke.

Abg. Lenzmann (fr. 93p.): Daß auf dem Gebiete des Jrrenwefens Mißstände herrschen, haben neuere Vorkommnisse auch dem Laten einleuchtend gezeigt. Es find Leute eingesperrt worden, die nicht verrückt waren, wenn auch vielleicht ein 6/a aller Fälle, wo Jemand sich für zu Unrecht eingesperrt hielt, sich herausgestellt hat, daß der Betreffende wirklich verrückt war. So sei eine Frau von ihrem Manne ins Irrenhaus gebracht worden, weil sie Medictn habe studieren wollen. Später, nach ihrer Freilassung, habe sie ihre Abficht mit bestem Erfolg ausgeführt. Der Oberbürgermeister Hegelmayer in Hetlbronn sei wegen Irrsinns etngesperrt, später aber, als ein anderer Minister ans Ruder gekommen sei (Heiterkeit), wieder entlasten worden, weil er überhaupt nicht als geisteskrank befunden wurde. Ein Mann sei eingesperrt worden, dessen Frau mit dem betreffenden Arzt ehebrecherischen Umgang hatte. Redner gedenkt dann des AlexianerprocesseS. Forbes sei auf die oberfläch­lichste Untersuchung hin eingesperrt worden. Im Proceß zeigte er sich vollständig getstesklar. (Zuruf.) Nein, Herr Schmidt-Warburg, wenn sein Zustand sich gebessert hat, so kann dies sicher nicht im Jrrenhause geschehen sein. Jetzt amtirt Forbes in Frankreich wieder als katholischer Geistlicher, denn er hat zu seiner Kirche ein rührendes Vertrauen bewahrt. Ein gewisser Feldmann ist auf Ver- aiilastung seiner ehebrecherischen Frau auf Jahre ins Irrenhaus gebracht worden. Während dessen brachten die Frau und der Hämmerling das Vermögen des Mannes durch. Im bayerischen Abgeordnetenhause hat Ratzinger über den -Fall des Arbeiters Lorenz Mittheilung gemacht. Lorenz hatte Erfindungen betreffend H Holzpflasters gemacht, sich dieserhalb an den Fürsten Bismarck gewandt, als die vielen Reclamen über das Bttzmarck'sche Holz­pflaster erschienen. Er verlangte nur als einfacher Arbeiter in Bismarcks Fabrik angestellt zu werden. Graf Herbert steckte den Brief einfach bet Seite. Als Fürst Bismarck wegen der Hochzeit d.s Grasen Herbert in Wien war, warf Loeenz seine Acten dem Fürsten Bismarck in den Wagen. Wegen dieses fürchterlichen Attentats" wurde Lorenz als geisteskrank eingesperrt. Noch fort­gesetzt kommen Fälle vor, in denen Gesunde eingesperrt werden. Im Mittelalter habe man Die Irren für vom Teufel besessen gehalten, (Widerspruch im Centrum) und das sei noch heute in gewissen Kreisen der Fall. Habe doch ein Arzt in Aachen selbst die Hyynose für von Dämonen herrührend erklärt. Die Unfehlbarkeit der Aerzte fei auf diesem Gebiete um so gefährlicher, als gerade die Jrren- Srzte selber meist nervös feien. Wie unberechtigt der Unfehlbarkeits- gleube der Irrenärzte sei, ergebe sich aus einer Broschüre, welche einer der bedeutendsten Irrenärzte, ein Freund von ihm selbst, über die Fälle Forbes, Fcllmann und einen Fall Weber geschrieben habe, und in welcher biete drei ganz ohne Grund für zweifellos geistes­krank erklärt wurden. Das Reich sei auch auf diesem Gebiete wieder in der Nachhut; alle anderen Culturstaaten, nur Rußland ausgenommen, seien uns mit einem Jrrengesetz vorangegangen. Redner entwickel schließlich die Grundsätze, auf denen er sich daS Reichsgesetz ausgebciut denkt: vor Allem größere Garantien bei der Aufnahme und für ihren Verkehr mit der Außenwelt. Entehrende Strafen, wie im französtschen Gesetz, für Unterschlagung eines Briefes eines Irren an Jemand außerhalb der Anstalt. Er und seine Freunde würden so lange ansetzen, bis der Baum falle.

Abg. Jacobskoetter (c.) erklärt, seine politischen Freunde würden dem Antrag Lenzmann zustimmen, zögen ihn aber in der Fassung Kruse vor, wonach in dem von Lenzmann beantragten Ge­setzentwürfe die Grundsätze für Ausnahme rc. von Geisteskranken sestgestellt werden sollen.

Abg. Kruse (nl.) begründet diesen seinen Antrag. Er legt dm Schwerpunkt auf die dauernde Ueberwachung des Aufenthalts eines Irren in der Anstalt und auf Regelung der Voraussetzungen für die Entlassung. Die Grenze, wo die Geisteskrankheit beginne, sei nicht jederzeit so leicht festzustellen. Es gebe Leute, die zunächst für excentrisch gelten, bet denen aber die Excentricität sich schließlich darin äußere, daß sie durch excessive Speculationen z. B. das ganze vermögen, das sie und ihre Angehörigen besitzen, vergeuden. In keinem der von Lenzmann angeführten Fälle sei nachgewiesen, daß die Einsperrung eine widerrechtliche sei.

Abg. Stadthagen (Soc.) bestreitet dies. Die Psychiater ftien eigmthümliche Leute, wenn reiche Leute stehlen, nennen sie das Kleptomanie, eine ganz neue Art von Irrsinn. Redner sührt eben- salls eine Reihe von Fällen an, wo das Gutachten des Arztes sich als unzutreffend erwiesen habe. In mindestens 50 pCt. aller Fälle liege entweder überhaupt keine Getsteskrankhett vor, oder doch kein Srunb zur Einsperrung.

Abg. Schmidt-Warburg (Ctr.) gibt dem Anträge Kruse den Lorzug, würde aber, wenn derselbe nicht eingebracht wäre, den An­trag Lenzmann annehmen. Jrrthümer über die geistige Qualifica- tion von in Irrenhäusern Gebrachten seien in der That erwiesen- Lenzmann habe gerügt, daß das Centrum so wenig zahlreich hier sei, aber es scheine, als ob auch die Herren Freisinnigen mehr draußen beim Kaffee als hier wären. (Heiterkeit.) Den Fall Forbes anfangenb, so fei zu bemerken, baß Forbes ja freiwillig in bte An­stalt gegangen sei. Herr Lenzmann habe wohl eine Spitze in bas Zentrum schicken wollen. (Heiterkeit.) So auch mit der Bezug­nahme auf bas Mittelalter. Aber da sei doch viel für Jrren- ' anftalten aufgewendet worben; man möge also bas Mittelalter nicht gar zu schlecht machen! (Heiterkeit.)

StaatSsecr. v. Boetticher: Mit bem Verfahren bei derAuf- nähme von Irren in Anstalten haben sich die Regierungen der ein­zelnen Staaten neuerdings schon mehrfach befaßt, so Preußen, Bayern, Baden, Württemberg. Alle diese Staaten haben neuerliche Verordnungen erlassen, wobei das Bestreben dahin ging, größere Sicherheit dadurch zu schaffen, daß man sich für die Aufnahme in Irrenanstalten nicht mit dem Gutachten privater Aerzte begnügt, sondern solche von beantwortetm Aerzten vorschreibt. Den Antrag Lenzmann anlangend, so weiß ich nicht, ob die Landesregierungen picht ihre Anordnungm für ausreichend halten. Sollten diese nicht

ausreichen, so würde ich allerdings befürworten, den Weg der Reichs- gesetzgebung zu beschreiten. Es ist auf diesem Gebiete viel gesündigt worden, und es ist gut, die bessernde Hand anzulegen.

Abg. Förster (Ref.-P.) tritt für den Antrag Lenzmann bezw. Kruse ein- .

Abg. Graf Bernstorff-Lauenburg (R.-P.): Wir sind der Regierung für ihre neueren Anordnungen dankbar. Durch dieselben sind aber noch nicht alle Mißstände gehoben, und wir werden deshalb gut thun, diesen Antrag Kruse anzunehmen.

Nachdem Abg. Lenzmann seinen Antrag zu Gunsten des Kruse'schen zurückgezogen, wird letzterer einstimmig angenommen.

Das Haus erledigt dann noch einige Petitionen. Dabei wird von einem Commissar des Schatzamts die Erklärung abgegeben, über die Reform des Postzeitungslarifs sei eine Einigung erfolgt. In der nächsten Session werde voraussichtlich eine bezügliche Vorlage "^^Montag 1 Uhr: Etat (Schatzamt, Justizamt.) (Schluß 5 Uhr.)

Deutsches Reich»

Berlin, 16. Januar. DieNordd. Allg. Ztg." meldet, der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe-SchillingS- sürst und die Frau Fürstin werden am 16. Februar daS Fest ihrer goldenen Hochzeit im engsten Familienkreise begehen. Von der Absicht, die Familienfeier in Schillingsfürst zu begehen, hat daS fürstliche Paar in Rücksicht auf die vielfachen dringenden Geschäfte, welche den Herrn Reichskanzler hier in Berlin festhalten, abgesehen.

Berlin, 15. Januar. Die Feier vom 18. Januar 1896 im Weißen Saale des königlichen SchloffeS hat ein Coloffal- gemälde zum Gegenstände, mit dessen Entwurf und Aus­führung der Maler Pape betraut worden ist, welchem für seine Arbeiten ein Atelier im Schlöffe zur Verfügung gestellt ist. Das Gemälde, welches nahezu vollendet ist, ist gestern vom Kaiser besichtigt worden. DaS Gemälde zeigt den Weißen Saal in dem Augenblick, als der Kaiser nach Ab­legung des bekannten Gelübdes die Worte sprach:Ein Reich, ein Volk, ein Gott.-

Berliu, 15. Januar. Wie aus Kiel gemeldet wird, wird die Kaiserin, welche mit dem Kaiser unb der Kaiserin Friedrich an der Tauffeierlichkett des jüngsten Sohnes des Prinzen Heinrich thetlnehmen wird, gegen Ende des Monats den Prinzen in Plön einen Besuch abstatten.

Frankfurt a. M., 16. Januar. DieFranks. Ztg." meldet auS Parts: Die Regierung unterbreitet der Kammer einen Gesetzentwurf, durch -welchen die Controlmaßnahmeu bezüglich der in Frankreich wohnenden Ausländer verschärft werden.

Xteuefte NnchrHchtesso

SSolffS telegraphische« Lorrefpondenr-GursaA.

Frankfurt a. M., 17. Januar. Der wegen Zeugniß- Verweigerung in Haft genommene Redocteur derFrankfurter Zeitung", Alexander Giesen, ist heute Mittag auS der Haft entlaßen worden.

Köln, 17. Januar. Das aus Anlaß einer den Fall Brüsewitz geißelnden Rede erlaffene Verbot des Gouverneurs an sämmtltche Olfizirre, die Sitzungen der beiden großen CarnevalS-Gesellschasien zu besuchen, ist wieder aufgehoben und der fernere Besuch gestattet worden.

Newyork, 17. Januar. In dem Waisenhause in DallaS (Texas) brach Feuer aus. 15 Mädchen kamen in den Flammen um, 9 erlitten Verwundungen.

Depeschen des BureauHerold."

Berlin, 17. Januar. Die Feier deS Krönungs- und Ordensfestes hat heute Vormittag im hiesigen königlichen Schlöffe in Üblicher Weise stattgefunden. Nachdem die neu­ernannten Ritter und Inhaber von Orden dem Kaiserpaare im Rittersaale vorgestellt, begaben sich die Majestäten mit den Prinzen und Prinzessinnen deS königlichen Hauses nach der Schloßcapelle, wo die Neudecorirten bereits Platz ge­nommen hatten. Sodann begann der Gottesdienst. Nach demselben fand Tafel statt, bet welcher der Kaiser den Toast auf das Wohl der neuen unb der älteren Ritter ausbrachte. Die Kaiserin Friedrich nahm an der kirchlichen Feier und an der Tafel Theil.

Berlin, 17. Januar. In Charlottenburg wurden gestern drei Personen verhaftet, welche verdächtig find, falsche Ein- und Zwei-Markstücke und 20-Pfennig- Stücke angefertigt und verausgabt zu haben.

Frankfurt a. M., 17. Januar. Der gestrige Abend brachte für das Frankfurter Theater ein großes Er- eigntß: Ibsens neues SchauspielJohn Gabriel Borkmann" erlebte auf der Bühne des Frankfurter Schauspielhauses seine erste Aufführung in Deutschland. Die packende Dichtung des großen Norwegen wurde vom Publikum, welches das HauS bis auf den letzten Platz füllte, begeistert ausgenommen.

Das Jbsen'sche Werk war durch Oberregiffeur Quineck vor- tresflich infcenirt; die Aufführung darf als eine mustergiltige bezeichnet werden, so daß dieselbe den zahlreich anwesenden Vertretern auswärtiger Bühnen als Vorbild dienen konnte. Arthur Bauer, welcher zum erstenmale eine ausgesprochene Characterrolle darstellte, führte die Titelrolle glänzend durch. Der Künstler hatte in Fräulein Kathi Frank alsElla" eine würdige Partnerin, außerdem darf noch Fräulein Boch alsGunhtld" genannt werden.

Bozeu, 17. Januar. Eia auS Pergine kommender Per­fon enzug entging nur durch außerordentliche Geistesgegen­wart des LocomotivführerS einer furchtbaren Katastrophe. Kurz vor dem Vorbetfahren des Zuges löste sich ein großer FelSblock und stürzte auf daS Geleise. Der Loeomotivsührer brachte den Zug zum Stehen, doch wurde die Loeomotive stark beschädigt, während die Passagiere unverletzt biieben.

Paris, 17. Januar. Der Akademiker Proseffor Proust verlas gestern in der Akademie einen Bericht über die Beulenpeft und bedauerte, daß die internationale Pariser Eonferenz von 1894 nicht von allen europäischen Staaten gutgeheißen werde. Ec beantragte sodann, eine internationale SanitätS Union inS Leben zu rufen gegen.Verschleppung von Seuchen. ___________

Pietz, 18. Januar. Zu dem an dem Bankier Kohn verübten Raubmorde wird noch bekannt, daß fich die Mörder in der Nacht nach dem Morde nach Guhrau begaben, wo dieselben fich vier Tage aushielten und bei dortigen Schmugglern einen Theil ihrer Beute hinterlegten. Die aus sieben Personen bestehende Schmugglerbande wurde verhaftet. Bei einer vorgenommencn Haussuchung wurde nichts von KohnS Papieren gefunden.

Rom, 18. Januar. Ein Zusammenstoß der Der­wische mit den Italienern wird in militärischen Kreisen für unvermeidlich gehalten, wenn nicht Mangel an Lebens­mittel die Derwische zum Rückzüge zwingt. Die Derwische werden auf 15,000 geschätzt. Die OpPofitionSpreffe verlangt die Rückkehr BaldifferaS nach Maffaua.

Paris, 18. Januar. DemSolei!" zufolge liegt die Wittwe CarnotS im Sterben.

Paris, 18. Januar. Heute werden die Soctaltften den Bautenminister interpelliren Über mangelhafte Gruben- infpectton der Kohlenreviere des Departements Pas deS Calais.

PattS, 18. Januar. Die hier eingelaufene Petersburger Nachricht, daß der Zar an den Nachwirkungen der auf seiner Japan Reife erhaltenen Kopfwunde krank sei und durch Pro- feffor Bergmann-Berlin operirt werden solle, erregt hier große Bestürzung.

Marseille, 18. Januar. Die Hafenbehörde dementirt in formeller Weise die Meldung englischer Blätter, im Hafen Marseilles sei die Pest auSgebrochen.

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Gießen, den 18. Januar 1897.

* Ordens-Verleihungen. Anläßlich des Krönungs- unb Ordensfestes erhielten u. A. folgende Auszeichnungen die nach­benannten Personen: den Stern zum Rothen Adler­orden zweiter Klasse mit Eichenlaub: Baron v. CollaS, Commandeur der 22. Division- den Rothen Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub: v. Hol- wede, Generalmajor und Commandeur der 49. Infanterie- Brigade; den Rothen Adler-Orden 4. Klaffe: De ter, Hauptmann und Compagnie-Chef im Infanterie. Regiment Kaiser Wilhelm (Nr. 116), Freiherr v. Gagern, Kreisdirector in Saargemünd, v. Geppert, Hauptmann im 4. Großh. hessischen Ins. Regt. Nr. 118, v. Hahn I., Hauptmann im Großh. hessischen Feldartillerie-Regt. Nr. 25, v. Madei, Hauptmann im 4. Magdeburgischen Jns.-Rcgt. Nr. 67, v. Meibom, Hauptmann im hessischen Jägerbat. Nr. 11, Mülberger, Justizrath und DivisionS Auditeur bei der 25. (Großh. hessischen) Division, v. Regel ein, Landrath in Marburg, Dr. Paasche, orbentL Proseffor an der Universität Marburg, Poppelbaum, Amtsgerichts- rath in Marburg, v. Prittwitz unb Gasfron, Haupt- mann im 4. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 118, v. Scheven, Hauptmann im Inf. Regt. Kaiser Wilhelm (Nr. 116); ben König!. Kronenorden 1. Klasse: v. Roon, Commandeur der 21. Division; den Königl. Kronen­orden 2. Klasse mit dem Stern: Perthes, Com­mandeur der 44. Infanterie-Brigade; ben Köni gl. Kronenorben 2. Klasse mit Schwertern am Ringe: v. Kehler, Oberst unb Commandeur beß ersten hessischen Jnf.-RegtS. Nr. 81; den Königl. Kronen-