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Samstag deu 18. December
Nr. 297
Erstes Blatt
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2lmund 2ln$eiaeblatt für den divers ^6iefzen.
chralisöeitage: Hießener AamilienSlätter
Mcker,
Wieviel Geschwister
Erzeugt
am Leben | gestorben
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8?
7.
6.
5.
4.
3.
2.
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Unterrichtet
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Bemerkungen-
taub geworden
18.
17.
16
14.
10.
»olff« telegraphische« »orresponöruz-Burraü.
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ÄÄÄÄSS rat SS. u«°, «g.bw.
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Nachdrücklich wüste der laut gewordenen Ansicht widersprochen werden,
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr.
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1
Ungefähres Vermögen der Eltern
Umfang der Taubheit
der
Vater
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Veranlastung der Taubheit
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wurde es wo?
von wem?
wird es wo? von wem?
Namen der Eltern und ihre Beschäftigung
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Ge- burtS tag
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Mit was jetzt beschäftigt?
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DaS wievielte Kind?
rzanis
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Namen der Taubstummen
taub geboren
11.
und Arbeitgeber könne man nicht allein durch ein Reglement fest- setzm, ein gewisses Pietätsverhältniß müsse bestehen. (S-Hr richtig! rechts). Die Regierung werde demnächst über die Kostenverthetlung der socialpoltlischen Einrichtungen eine Vorlage machen. Aber die Regierung verwahre sich gegm den Vorwurf, daß sie einen Stillstand der Soctalgesetzgebung anstrebe. . . , .
Abg. Rickert (frs. Vg.) erklärt, daß er auf ein Eingehen in die politischen Verhältnisse verzichte. n ni t
Abg. CegielSki (Pole) dankt dem Abg. Dr. Lieber für sein Eintreten zu Gunsten der Polen.
Aba Paasche (nl.) wendet sich gegen die gestrigen Aeußer- ungen des Abg. Bebel, den Abg. Paasche betreffend, worauf
Abg. Bebel (Soc.) erwidert, er fei gegen Herrn Paasche n cht gehäsfig gewesen; wenn irgend ein Schmutzfink gegen die Social- demokratte ein Pamphlet schreibe, dann sei es die Partei deS Abg. Paasche, die dasselbe in Hunderttausenden und Millionen ""^Nachdem noch Abg. Förster (Antts.) die österreichische Angelegenheit nochmals erwähnt, wird die DiScussion geschlossen.
Es erfolgt die Verweisung eines Thetles des Etats an die
Hpecialttat: alle flrtra LeM.
15.
ob in Ihren Gemeinden taubstumme Kinder vorhanden find, i wrlche daS zur Aufnahme in eine Taubstummen - Anstalt erforderliche Alter erreicht haben. Die Kinder müffen das 8. Lebensjahr erreicht, dürfen aber das 12. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben.
Sollten sich aufnahmefähige taubstumme Kinder in Ihren Gemeinden vorfindeu, dann wollen Sie stch über die Ver- hältnisie der Extern der Kinder ausführlich äußern und sich hierbei des nachfolgend abgedruckten Formulars, deffen einzelne Rubriken forgfältig auszufüllen find, bedienen.
v. Gagern.
al§ ^Reichskanzler Fürst Hohenlohe nimmt nochmals daS Wort, um zu erklären, daß im Bundesrathe, wo Meinungsverschiedenheiten darüber bestanden hätten, man die Frage des Reservatrechts offen gelassen. Die preußische Regierung wünsche lebhaft, diese MeinuogsL Verschiedenheiten in freundlicher Weise auszugletchen.
Abg. v. Hertling (Centr.): In Bauern werde an der Vorlage vornehmlich die ungenügende Ausgestaltung der Oeffmtlichkeit und des VertheidtgungSwesens und die ungenügende Heranziehung des richterlichen Elements beklagt. Das Centrum halte an dem bayerischen Reservatrecht bezüglich des obersten Gerichtshofs fest und wolle, daß dies auch in diesem Gesetz zum Ausdruck komme.
Das Haus vertagt sich hierauf auf morgen 12 Uhr.
Tagesordnung: Fortsetzung der ersten Lesung der Militär- strafprozeßordnungsresorm, vorher Rechnungssachen.
Schluß S8/« Uhr.
vierteljährig« Jtfounemeidsprd»! 2 Mark 20 Pfg. eit vringerlohn. Durch die Post bezog«, 2 Mark 50 Pfg.
Nedaction, Lppcditioa und Druckerei:
Kchukstrahe "»t.V
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Alle Amronccn-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgege».
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13.
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8.
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9.
Berlin, 16. December. Die Geueralsynode nahm den Gesetzentwurf, betreffend daß Dienstetukommen der Geistlichen, mit allen gegen zwei Stimmen an. Mittag- wurde die Synode nach Verlesung einer Allerhöchsten Ordre durch den Oberktrchenraths.Präsidenten Barkhanseu mit einem vom Synodal.Präfideuten Grafen Schlieffeu-Schwertu ausgebrachten Hoch auf den Kaiser geschloffen.
«leiwitz. 16. December. Der „Oberschl. Wanderer" bringt heute solgrude amtliche Mrlduug der königlichen Eisen- bahndtrrction Kattowitz: Heute Morgen gegen 5‘/8 Uhr fuhr der vonMorgeuroth kommende Güterzug 1814 durch das auf »Halt" stehende Abfchlußfigual des Bahnhöfe« Kattowitz und auf den Schluß des im Bahnhofe haltende» Güterzuges 1812 auf. Personen wurden nicht verletzt. 17 Güterwagen entgleisten, 10 Güterwagen wurden stark, eine Locomotive und sieben Güterwagen leicht beschädigr. Infolge der Entgleisung wurden beide Hauptgeleise gesperrt. Der Betrieb wird über das dritte Geleise geleitet. Die beiden Hanptgeleise werden voraussichtlich bi« morgen früh wieder frei sein. Der Unfall ist vermuthlich durch Glätte der Schienen und dadurch verminderte Bremsstärke hervor» gerufen. Inwieweit das Persoval eine Schuld trifft, wird
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1897.
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n werden in eigen« : und aufs @ewiffe» rantie au-geführt. luacher, Grund).
Der Oietzener Anzeiger erscheint täglich, eilt Ausnahme deS Montag-.
Die Gießener ^^miliendtätler werden dem Anzeiger »Lchentlich dreimal beigelrgt.
Vemtscher Uerchsta-.
Sitzung vom Donnerstag deu 16. December 1897.
Am Bundesrathsttsche: Kriegsminister v. Goßler und Staats- ^^^Nach^dem Antrag? der Geschäftsordnungscornmisston wird das OTnnhrtt heR Aba. Dr. Paafche (nl.) als durch dessen Berufung Z etatsmäßigen Professor an die Technische Hochschule zu Berlin für rE ^lgt^Fortsttzung der ersten Lesung des Etats.
Der Präsident Frhr. v. Buol bemerkt, daß dieser Gegenstand beute bereit am ^sechsten Tage das Haus beschäftige und noch e n wichtiger Gegenstand vor den Wethnachtsfertrn der Erledigung in "st" »ba^Erster (Antis.) spricht sein Bedauern darüber auS, daß der BunkeSrath so weni die Wünsch- des Hauses b^ückstchtige so der VtotsectionSfrage, der Dtätrnftage, betreffs Erhöhung der farmenmti»nnehälter auch bezüglich des Ouebrachozolles und des ^mn twanae^ Jn S-chen der österreichischen Deutschen hätten ihn dt^ Wmtt der Adgg. Zimmermann und Hasse mit großer Genugthuung -v E und er hoffe? daß die jetzige Regierung in kräftiger und wLrd S-r Weise d,m AuSlemde gegenüber die d-ulsch-n Interessen <»rtre?en werde. Infolge einiger wetteren, bet der Unruhe im fcaufe auf der Tribüne unverstanden gebliebenen Bemerkungen des
5 km«« Präsident Krbr. v. Buol, der Vorredner habe Redner , Abgeordneten, den Herrn v. KoSctelski, hochverräthe- rtfSer Sebe Md;ulbt6L Er bitte, gegen einen Abw-,enden an’4uSn««t8l«tX'ÄiUofen --lucht gleich dem St.-IS- . nh,a Oh.amnrtiaen Amts sich nicht tn die inneren Angelegen- lÄtn .IMS SÄMTV -erbünd-ien N-chb-rft--.-« |u mt'<6e5ba Lieber (Eentr.) wendet stch vor Allem gegen die Seitens . Jr®' und Bebel dem C-ntrum gemachten Vorwürfe, kLa^ihe das Flottengesetz einer wohlwollenden Prüfung unter-
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52. «rMt h« Mnber und bald werde eS noch einen Antrag ein- ta «Sn?auf bie Beruf«wretae. Redner führt weiter aus, SÄWÄ“Ä'*öäÄ‘-
SS.:
^^s'ba^Gra?'Limburg (conf.) meint, die Deutschen in Oesterreich hätten vielfach die Sünden einer früheren Generation zu büßm. ®'e ®Äec"eil?eb.äbÄ gegen-
Zurückgche/auf bnBahn^dn Äalglsitzgebmig ,ufpr?chm°Er Kik*Mibgriffen gewarnt. Das Vnhttltntb ,milchen Arbeiter
Gießener Anzeiger
Kmeral-Mnzeiger.
Nunmehr beginnt die erste Lesung der Vorlage betreffend Reform des MtlttärstrafverfahrenS.
Reichskanzler Fürst Hohenlohe führt aus: Dem vorjährigen Versprechen, daß dieses Gesetz auf der Grundlage des modernen Rechts beruhen foll, entspricht die Vorlage. Sie wündttches Verfahren, trennt den Ankläger, den Vertheidtger und den Richter, fie gibt dem Richter daS Recht der freien Beweiswürd gung und fie gibt daS Recht der Berufung und der Revision. Die Richter bestimmen selbstständig über die Thatfrage, die Stellung der Gerichte ist in hohem Maßegewährleistet. Die Verh-ndlun^n sind öffentliche. Ausschließung der Öffentlichkeit erfolgt nur aus Rücksichten des allgemeinen Wohls. Ein oberster Gerichtshof fichrrt die einheitliche Anwendung de« Gesetzes. Eine weitere Annäherung an die Formen der büraerlichen Rechtsprechung verbietet das Jntereffe der Armee der Disciplin. Die verbündeten Regierungen glauben, die richtige Losung getroffen zu haben. Ich bitte Sie um Ihr Wohlwollen gegenüber der Vorlage. Dieselbe hätte nicht zu Stande kommen können, ohne daß mit Rücksicht auf den großen Zweck die Contingentsherren auf große Rechte verzichten
M eine Dmtt.gung der
und da« Buüanbetommen ,u hindern. Die mehr fei ihm der ge- messenste Befehl geworden, die Vorlage fo schnell wie möglich zu fördern. Allerdings hätten dann die Verhandlungen mtt ben SBunbeS» staaten Schwierigkeiten verursacht. Mau habe namentlich auch verlangt, daß auch das Einführungsgesetz vorgelegt werde, ehe sich di- Einzelregierungen entschließen könnten. Bayern hätte darauf «ruf- merksam gemilcht, daß eS auf Grund des Versailler Vertrages das Recht für sich beanspruche, ein besonderes Oberlandesgericht einzu- setzm und man habe stch deshalb dazu entsch>offen, die Frage nach der Einrichtung eineS obersten RetchsmMLrgertchtS »MM
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als solle die Vorlage jetzt als Vorspann für die Flottenvorlage b«- nutzk werden. Das sei eine völlig unberechtigte Auffassung. Desgleichen sei unrichtig, was man von einem angeblichen Zwielpul über die Vorlage in leitenden Kreisen gesagt habe »llerdinaS> habe sein Amtsoorgänger Bedenken gegen die Einzelheiten der Vorlage gehabt. Die Vorlage sei durchaus logisch gearbeitet und »etchne sich durch Klarheit und Einfachheit aus. Sollten die Grundlagen der Vorlage verschoben werden, dann werde man dieselbe der Armee nicht octroiren können; die Regierung würde sie in-diesem Fall-; ablehnen müffen. Die Verantwortung des.HauseS s« eine flW. Durch Erledigung deS vorliegenden Entwurfs würde stch der Reichs, tag ein dauerndes Denkmal setzen. m
Abg. Gröber (Ctr.) betont, die Freude seiner Partei über die Vorlage s-t bei deren näheren Prüfung sehr getrübt worden, weil fie schwerwiegende Abweichungen von dem bürgerlichen Verfahren enthalte. Wenn, was Redner nicht erwarte, der Entwurf in dieser Form Gesetz werde, dann würde daS z. B. für Bayern ein starker Rückschritt sein. Wichtige Amderungm an der Vorlage seien vor- zunehmen. Ohne solche könne das Eentrum da« Gesetz nicht an- nebtren. Redner geht nunmehr in längerer.Ausführung auf die Einzelheiten der Vorlage ein, wobei er wiederholt bemerkt, daß einige Punkte derselben viel zu weitgehend seien. Das bayerische Reservatrecht bezüglich des obersten Gerichtshofes erkenne daS Eentrum an; eS werde in der Commission einen entsprechenden Antrag einbringen. Die Frage der Vertheidigung bezeichnet Redner alS für seine Partei ungemein wichtig; desgleichen fei die Berufung ein Fortschritt, der noch nicht einmal im bürgerlichen Verfahren zu sind« sei, aber auch sie enthalte leider Mängel. Unter -Um Umständen brauche man Garantien nicht gegen dm ungerechten Richter, sondmc gegm ben irrenden Richter, beim Militä.strafverfahren eben so gut, wt^e beim bürgerlichen. Die Vorlage müsse gründlich' umgrarbeiM werden; zu diesem Zwecke beantrage das Cmrrum Verweisung au eine Commission. (Beifall.)
Abg. v. Puttkamer-Plauth (conf.) gibt der Hoffnung Ausdruck, daß sich die verbündetm Regierungen weder durch eine Majorität des Reichstages, noch durch die fog. öffenlliche Meinung von ihrem Standpunkt abbringen lassen werden. Die Armee sei für seine, Redners, Partei ein noli me tangere, auf ihr beruhe die rzukunft des Vaterlandes. Den Conservativen wäre eS üdrigmS viel lieber gewefm, wenn die Vorlage üverhaupt nicht gemacht worden wäre. (Hört, hört! und Gelächter links.) Die Vorlage gehe mehrfach zu weit. Aus dm Kreisen der Armee fei auch die Anregung zur Vorlage nicht gekommen. Im Gegmtheil, maßgebende mUitärische Stimmen, auch Fürst Bismarck, hätten gewarnt.
Abg. Schröder (freis. Vg.) bezeichnet die Vorlage alS einen wesmtltchen Fortschritt, und deshalb wünsche seine Partei, daß «B zu einer Verständigung kommen möge. Ein Vorwurf sei^der Vorlage nicht zu ersparen; fie schaffe geradezu einen Gegensatz »wischen miltiärtscher Disciplin und guter Justizpflege. Die Vorlage bekunde auch ein gewiffes Mißtrauen gegen die Juristen, welche« stch nicht rechtfertigen lasse. Durchaus zu verwerfen seien die Bestimmungen über die bedingte Zulassung von Ciotlvertheidigern. Redner drückt schließlich nochmals den Wunsch aus, daß eine Verständigrmg gelinge.
Bayerischer Bevollmächtigter Graf Lerchenfeld führt au«, daS bayerische Reservatrecht sei im Bundesrathe weder bestrittm, noch anerkannt worden. Daher fei der AuSweg des § 33 gewählt worden. In der Commission werde stch besser darüber redm laffen,
wann? । 12.
Amtlicher Theil.
Gießen, den 15. December 1897. Betreffend: Die Aufnahme der taubstummen Kinder in die Taubstummen-Anstalten deS Landes.
Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen
an die Schulvorstände de- Kreises.
Unter Bezugnahme auf unser AuSschretben vom 7. September 1857 sehen wir Ihren Berichten darüber entgegen,


