Ausgabe 
18.11.1897 Erstes Blatt
 
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trifft, so können die Postabonnenten nur bei ihren Poftan- Halten reclamiren, schriftlich oder mündlich, unter Angabe der Umstände, welche zu der Beschwerde Veranlassung geben. Häufig wenden fich die Abonnenten, wenn ihnen die Zeitung unregelmäßig zukommt, dtrect an die Redaction oder au die Geschäftsstelle. Dar ist unrichtig. Denn nicht wir find t«, die öafl Blatt den Abonnenten liefern, sondern nur die Post. Die Geschäftsstelle erfährt den Namen der Post Abonnenten gar nicht.

Sin- und Zweizeiler. ImKleinen Journal" ver­öffentlicht Julius Stetten heim wieder eine ReiheEin- und Zweizeiler". Wir laffen daraus nachstehende folgen: Der Mensch unterscheidet fich dadurch unvortheilhaft vom Thier, daß eS für ihn keine Schonzeit gibt. Jetzt bilden mehr Künstler Schulen, als Schulen Künstler bilden. ES ist sehr zweideutig, wenn man sagt: Der Manu reicht dem Weibe seine Rechte am Altar. Die Kleinigkeitskrämer sollten mit der höchsten Gewerbesteuer belegt werden. Die Unfallchronik lehrt, daß da« Velociped ein Gefahrrad ist. Wer nichts als einen Stammbaum hat, kann auf keinen grünen Zweig kommen. In den alten Stücken siegte die Tugend, in den modernen siecht sie. Die frühere Mode machte den Damenfuß zu einer der intereffantesten Drucksachen unter Kreuzband. Der Schleier ist häusig nichts al» gewebte Schminke. Der Segen kommt von Loben, sagt der Schau­spieler. DaS weibliche Geschlecht ist noch nicht dem männ­lichen gleichgestellt, aber die Kameradlerschaft ist erreicht.

* Wetterbericht. Die Luftdruckvertheilung hat fich seit gestern sehr rasch geändert. Die Depression, welche über dem Skager Rack lag, ist nordostwärts bis in die Gegend von Petersburg gezogen. An der Westküste Irlands, wo gestern hoher Druck bestand, kündigt fich heute aus dem südlichen Westen die Annäherung einer neuen Depression an. Gleich­zeitig ist der hohe Druck von Südosten de« Erdtheils nach Centraleuropa vorgedrungen, sodaß ein Hauptkern heute das Rheingebiet bedeckt. Bei dieser Aenderung ist auch in Süd- deutschland da» Barometer seit gestern erheblich gestiegen. Läng» des nördlichen Alpenfußes verläuft ebenfalls eine schmale Furche relativ geringen Druckes, die für Süddeutsch« land Niederschläge gebracht hat. Voraussichtliche Witterung: Zunächst ruhiges zur Nebelbildung geneigtes Wetter, ohne erhebliche Niederschläge.

88 HartmannShain, 15. November. Heinrich Kaiser von hier, welcher heute im Oberwald mit Holzhauen beschäftigt war, erlitt einen Unfall dadurch, daß ihn ein umfallender Buchenbaum zu Boden schlug und den linken Arm zerbrach.

Mainz, 15. November. Zur UeberbÜrdung der niederen Bahnbeamten in dem Dienste deS EisenbahndirectionS« bezirks Mainz schreibt ein Bahnwärter einem hiesigen Blatt Folgendes: Wir Bahnwärter von Weisenau bis Oppenheim haben eine Diensteintheilung, von der ich glaube, daß eS nichts dergleichen mehr gibt. Wir haben einen halben Monat lang von Morgen» 4 Uhr bi« Abends 6 Uhr Dienst, gleich 14 Stunden, den anderen halben Monat von Abend« 6 Uhr bi« den anderen Mittag 12 Uhr, gleich 18 Stunden. Dann haben wir für einen freien Tag 24 Stunden Dienst, damit der Hilfswärter gespart wird. Die Hilfswärter haben tag- lich 1617 Stunden Dienst, sie gehen Vormittags 11 Uhr 30 Min. von Haufe fort und kommen erst am anderen Morgen früh 4 Uhr 80 Min. wieder heim. Ich glaube nicht, daß unsere höheren Vorgesetzten eine Ahnung von solchen Zuständen haben.

Frankfurt a. M., 16. November. Im Hause Seehof« straße 24 wurde in der vergangenen Nacht kurz nach 12 Uhr der Tapezier und Gemüsehändler Dito Schmidt, Kannegießer- gaffe 7 wohnhaft, von dem als Makler in der israelitischen Abtheilung des Schlacht- und Biehhofes beschäftigten Isaak Roß erstochen. Schmidt, ein übelbeleumundeter Mensch, der erst vor Kurzem eine Strafe wegen RaubvrrsuchS abgeseffen halte, unterhielt mit Roß'Tochter Rosa ein Verhältniß, daS dem Vater mißfiel. Als Roß gestern Nachts auch Haufe kam, fand er seine Tochter mit Schmidt an der HauSthür seiner Wohnung, eS entspann fich ein Streit zwischen den Männern, in deffen Verlauf Roß ein Meffer, wie es die Metzger weist in einer Scheide bei fich tragen, dem Schmidt Über dem Herzen in die Brust stieß. Schmidt hatte noch die Kraft, seinen Gegner zu Boden zu stoßen, und wollte sich dann, unterstützt durch einen gerade vorüberkommenden Droschkenkutscher, entfernen. Er konnte aber nur noch wenige Schritte gehen, sank dann zusammen und starb. Die herbeigerufene Polizei und der Arzt fanden bereits einen lobten. Rosa Roß ist sofort nach der That entflohen und noch nicht aufgefunden- sie allein kann sichere Auskunft über den Vorfall geben. Roß wurde gleich nach der That verhaftet.

Bochum, 15. November. Am Sonnabend ist in Ahr­weiler im Alter von 60 Jahren Dr. Carl Otto, der Be« gründer be« System« zur Coaks- und Ammoniakgewinnung, gestorben. Der Verstorbene war einer der angesehensten Männer de« Ruhrrevier«. Da« Otto'sche System hat eine rationelle Ausnutzung der in der Kohle enthaltenen werth­vollen Nebenproducte ermöglicht, und fast auf allen Zechen de« RuhrrevierS finden sich Dr. Otto'sche Coaksöfen. Auch im Ausland wird vielfach nach diesem System gearbeitet. In den letzten Jahren suchte Dr. Otto in einer Heilanstalt zu Ahrweiler Genesung von einem schweren Leiden.

* Humor vor Gericht. *@te waren wohl betrunken?" wandte fich im Laufe einer Verhandlung, die vor dem Ber- liner Schöffengericht stattfand, der Vorsitzende an den 45 Jahre alten Schuhmacher Bernhard Emil Ferd. Müller. «Aber ooch in't jeringste feene Ahnung, Herr JerichtShof!" lautete die sofortige Antwort-bet will ick ja nich streiten, bet ick etliche Weißen jenehmigt un unterschiedliche Kleenen drufjesetzt hatte, aber von wejen angekiebelt, al« wie tcke, ooch vich'o Schimmer." Bors.: Warum haben Sie fich aber nach der Aufforderung de« WirtheS au« dem Local

nicht sofort entfernt? Sie wissen doch, daß Sie sich dadurch strafbar gemacht haben. Angekl.: Aber, Herr JerichtShof, Sie waren doch bei den Krempel gar nich mal bei, un wenn Sie mir erst rejulär anjehört haben, ick traue mir balde zu jloobeu, Sie wer'a 'n janz andern schuld jeden un ihm in* stechen. Bors.: Sie wollen wohl sagen, daß Sie von anderen Personen gereizt worden find. DaS würde Ihr Ver­gehen in mildere« Lichte erscheinen laffen. Doch erzählen Sie den Vorfall. Angekl : Ick fitze so janz jemiethlich in de Destille un sichre en jebildet Jespräch mit'n anständijeu Herrn. Wissen Se, Herr JerichtShof, wat meene Seltste, die Inste iS, bet Mächen hat barbarisch ville Bilbnug Sie jlooben et nich, Herr JerichtShof, wat heitzutage die Jöhren allen« in'n Kopp nehmen müssen un die muß unS ufjn Abend öfter« wat vorlesen auS de Weltjeschichte, SchinderhanneS und die Bleidächer von Venedig un Karl Masch, der märkische Bandit un..... Vors. (unter­

brechend): Verschonen Sie un« gefälligst mit Ihrer Cectüre und kommen Sie zur Sache. Angekl.: Wir risk eren also eenen kiäftijen Ton un find jerabe bei bet Jahr von Anno Siebzig anjefommcn, un ick erzähle jerabe, wie Fritze Karl mit die Jarde Bnrbacki'n un die jaoze französische Armee in Metz jefangen hat. Denn Herr JerichtShof, bet weeß ick allen- janz uft jenauefte von meine Inste thr Ver­hältnis, wat eener von bie Maikäber i». Vors.: Aber kommen Sie doch endlich zur Sache. Weßhalb find Sie mit dem Wirth in Streit gerathen? Angekl.: Wie ick also so jemietlich bei't Erzählen bin, da kommt denn son richtiger Jrotzkotze auS Rixdorf zu, mit 'ne mächtige Angströhre ufn Deetz und flanzt fich an unsen Disch mit ran, wobei er sagt: «Mein Name iS Schmidt". Wie finden Sie bet, Herr Je- richtShos? Vors.: DaS ist bie Beobachtung einer Höflich- keitSform, beren Erwiederung die Sitte gebietet. Doch er­zählen Sie weiter. Angekl.: Na, ick bin doch nu ooch mehrschdeudeels vor Höflichkeet un Bildung un sage, wie't Mode iS:Schmidt iS jut!" Dadruf jlupt mir der mit seine KalbSoogen von be Seite an un brummt so wat vor fich hin, wat fich jerabe so anherte, als wenn eener sagt: «Son bummer Ochse!" Ick bin aber doch ooch Helle un wce« doch jleich, »obruf er raus kommt - ick lasse mir also uischt merken un rcbe janz ruhig von Burback.'n un Metz, un wat ick so von meine Inste ihren Maikäber gehört habe. Mit eenwal sagt der Bramfije un lacht so schasSbäm- lich:Erlauben Sie, Sie meinen woll nich Burbaki, fonbern Bazaine". Na, bet war mir ja nu jarnich schnuppe, aber wer mir vor dumm koost, ben koose ick mir denn aber doch. Ick sage also mitne gewisse Feinheit:Dadrtn können Se recht haben, lieber Mann, uff Deutsch heeßt bet Baßehn un uff Französch Burbaki." Nu fangt aber der Stiefel mächtig an zu lachen un frägt mir, von wen ick bet habe, un wie ick sage, von meine Inste ihren Maikäber, benn meent er un jtient so recht frech, ob wir meine Inste ooch schon mitn paar kleene Maikäber beschenkt hat. Js betne Benehmijung vor eenen anftänbijen Mann, Herr JerichtShof. Vors.: Die Aenßerung war allerdings nicht hübsch. Doch wa« be­gab sich nun? Angekl.: Det wurmte mir natierlich- aber wie ick so nach eenen Biljardkö fasse, indem det ick meine Ehre als Vater un al« Mensch, wodruf ick mächtig kitzlich bin, damit verdeffendiren will, da Herr JerichtShos, haben Se Worte? feffert mir son herjeloffenet Jnd fidibum ooch all 'n Ding int Jefichte, bet mir 'n Feuerstrahl auS de Dogen fliegen duhr, wo sich eener jnt un jerne een Zijarrn dran anstechen kann. AllenS wat recht iS, aber der Mann verstand fich uff bet Geschäft. Bors.: ES kam also zu einer Prügelei? Angekl.: Det nu woll eejentlich nidj, jerr JerichtShof. Ick war bei den Schpaß unaerm Disch zu liefen jefommen un bejehre nun mächtig uff und schreie nach den Wirth, indem bat doch son Budiker vor seine Jäfte uffkommen muß, nn et jab eenen großen Kuddel-Muddel, un iet janze ßacol stand um mir rum, un fie meenten alle, ick )ätte anjefangen von wejen den Biljardkö, un ick mißte rau«. Un toat meenen ©e, Herr JerichtShof, die undankbare Kreatur von Budiker setzt mir richtig an de Lust, wo son Kerl doch von unsereenS man leben duht, un ick in meine jänzliche Un- chuld war, indem ick doch janz alleene vertobakt bin. Vors.: Sie gerieten also mit dem Wirth in einen Wort­wechsel und wurden nach mehrmaliger vergeblicher Ausforde­rung, daS Local zu verlaffen, zur Thür hinausgeworfen. Jndeß würbe die Sache wahrscheinlich gar nicht zur Anzeige gekommen fein, wenn Sie nach Ihrer Entfernung nicht noch eine Scheibe im Werth von drei Mark zertrümmert hätten. Geben Sie das zu? Angekl.: Det war von wejen Noth- wehr, Herr JerichtShof. Dors.: Aufgeregt mögen Sie ge- wefen fein, von Nothwehr kann aber schon darum nicht öte Rede sein, weil die Scheibe erst mehrere Minuten nach Ihrer Entfernung zertrümmert wurde. Die Verhandlung endete lamit, daß Müller wegen Hausfriedensbruch und Sach- -efchäbigung zu 20 Mk. Geldstrafe oder vier Tagen Ge- angniß verurtheilt wurde.Wat", äußerte der verurtheilte nach der Publikation be« Erkenntnisse«,erseht jehörig ber« achelt un denn rauSgeschmiffen un denn noch 20 Mk ? Na, bet Geschäft möchte mir nu schon janz jewiß nich paffen."

* Kanadische Goldfelder. Der bekannte Fachmann William Dgilble, ber in Kanada für sehr zuverlässig gilt, hat fich dieser Tage in Dttawa einem Zeitung«berichterstatter sehr Vortheilhast über die Goldfelder d eS Kukon-BezirkS ausgesprochen. Klondike bildet nur einen kleinen Theil de« Vukon-BezirkS, der zu dem Nordweft-Gebiet von Kanada gehört. Dgilvie ist der Anficht, daß die Muthungen in Uukou ur Entdeckung eines der größten und reichsten Goldfelder )er Welt führen werden. Dieses Goldfeld erstreckt fich vorn 141. MittagSkrei» südöstlich bis nach Britisch - Columbien hinein. Vorgefundene Anzeichen deuten darauf hin, daß e« wenigstens 500 englische Meilen lang und stellenweise mehr als 100 englische Meilen breit ist. Diese Angaben stützen ich, nach der Aussage von Dgilvie, auf wirkliche Kunde und eineSweg« auf eine geologische Lehrmeinung. Reiche Quarz­stücke seien in der Nähe von GebirgSflüssen aufgefunden

worden und e« sei nur eine Frage ber Zeit, wann die ,n ber Nähe befindlichen Abern entdeckt werden würben, da das Gold und da» damit vorkommende Gestein an den bisherigen Fundorten keine Spuren einer Gletscherwirkung oder einer weiten Schiebung zeige.

* Fanler Zauber. Sie: Ach, wie reizend der Zauber­künstler arbeitet. Hast Da gesehen, wie er eben einen Hut in ein Goldstück verwandelt hat? Er: Da bist Du doch noch oiel bedeutender, Du kannst sogar Goldstücke in Hüte verwandeln!

* Katheberblnthe. AuS Prag wird geschrieben, daß dort ein Gywnafialpiofessor in der Logikstunde die Beendigung deS Capitels über den »Verstand" und den Uebergang zum Abschnitt überVernunft" wie folgt einleitete:Bi« Weih­nachten gedenke ich mit demVerstände" fertig zu fein und bann werde ich zurBernunit" kommen."

Citrratur unö ICnnft.

ftated)ilmn» be» gute« Ion» nnb bet feinen Bitte von Constanze o. Franken, 7. Auflage, Max Heises Verlag in Leipzig. Preis geb. Mk. 2.50. Einen nicht unbedeutenden 8n theil an ber raschen Beliebtheit des W-rkchens muß ber gesälligen Form und hübschen Ausstattung, sowie last not least seinem billigen Preis, der die Anschauung Jedem ermöglicht, zugeschrieben werden. Möge der alte Erfolg das Büchlein auch bei ber neuen Auflage begleiten, benn seine große Verbreitung kann nur reichen Segen stiften.

Eingesandt.

Sietzen, ben 17. November 1897.

Die unterEingesanbl" in Nr. 299 Ihre« geschötzten Blatte« besprochenen Uedelstände, welche bei den hiesigen Club Concerten herrschen, sind nur zu begründet, um weiier besprochen werden zu müssen und jedem Besucher der Concerte wohlbekannt. Schreiber dieses stehl aus dem Standpunkte, baß diese Uebdftlnbe bei gutem Willen sehr leicht zu beseitigen sind da der Clubsaal VentilationS- öffnungen in der Decke hat, diese müssen nur benutzt und von oet- ständiger Hand regulirt werden; in diesem Falle wäre die unertrflg ltche Hitze beseitigt. Daß bie Garderobeoerhäitnisse ebenfalls jammer volle zu nennen sind, bedarf wohl auch keiner weiteren Diecussion. Auch hier wäre leicht Abhilfe zu schassen, wenn bei Concerten, die ja nicht häufig sind, daS Weinzimmer im Erdgeschosse al» Garde­robe miibenutzt würde. Dasselbe hat Flügelthüren nach dem Ccmcert- saale und paßt überhaupt wahr zur Garderobe, als zu einem Wein- zimmer. Der Club besitzt noch große Räume, welche sehr selten benutzt werden, in ber oberen Etage, welche viel passender und ein­ladender zu einem Weinzimmer sind, als daS gegenwärtige dumpfe Kellerlocat. Jeder, der die Localitäten kennt, wird mit mir der Ansicht sein, daß bei gutem Willen und Interesse für die Sache sehr leicht die wohlbegründeten Mängel beseitigt oder doch zum Mindesten sehr verbessert werden tdnnten. Y.

Universität- - Nachrichten.

Auf die neuerrichtete Professur an der evangelisch theolo­gischen Facultät in Tübingen, deren Schaffung und Besetzung lebhaft erörtert wurde, ist nun laut Ernennung imWürtteni bergischen Staatsanzeiger" Dr. Schlatter von der Berliner Uni­versität ernannt worden. Der Professor Dr. Bernhard Rugier, der bekannte Historiker in Tübingen, ist auf sein Ansuchen in den Ruhe stand versetzt worden.

Araukfirrter Stadttheater.

Die berühmte Sängerin Frau Ltgrid Arnoldson wird im Franksurter Opernhause an zwei Abenden (am 22 und 24. November) als Gast austreten. Zunächst wird F au Arnoldson die Cai men tnger. Für dieses Gastspiel sind die normalen großen Preise in Straft Platzbestellungen werden von heute ab an ber Kasse be« Opernhauses entgegengenommen.

kirchliche Anzeigen 0er Stao. Bietzen.

Evangelische Gemeinde.

'V.v Im «onfirmandensaal, Neustadt 61.

Donnerstag den 18. November, Abends 8 Uhr: Bibel

stunde. Eo. Marci Cap. 9, 14 ff. Pfarrer Dr. Grein

Wnfthip dieses neue, aus reiner, f ischer Kuhmilch ge- wonnene, vorzügliche Eiwcißpräparat ist in großen Krankenhäusern und Kliniken der Universitäten in Bezug auf feinen Werth für Bleichsüchttge und Blutarme, Magenkranke, schwächliche, in der Ernährung zurückgebliebene Kinder, erprobt worden, lieber einstimmend lauten die Urthetle dahin, daß Nuttose al« ein Nähr­präparat allerersten Ranges gilt, ausgezeichnet d^rch intensive Nähr traft und leichte Verdaulichkeit und was auch in die Waglchale ällt durch seine Billigkeit. In Schachteln A 100 Gramm ausreichend für etwa 15 Mahlzeiten durch alle Apotheken, so­wie Droguenbandlungen usw. zu beziehen. Einzige Fabrikanten: Farbwerke, Höchst a. M. 9676

Wöchemitchk Uederstcht der Todessaüe tu Stete»

46. Woche. Vom 7. November bis 13. November 1897. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (tncl. 1600 Mann 3RUtt6<). SterblichkeUSziffer: 8,77, nach Abzug der Ortsfremden 6,58®/».

Kinder

E« starben an: Zusammen: Erwachse--e: tat vorn

l.LedenStahr: 2.-16.3«bi

Krebs des MagenS

1 (1)

1 (1)

Lungenschwindsucht

1

1

Lungenentzündung

1

1

Darmcatanh

1

1

Summa: 4 (1) 3 (1) 1

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auSwärt« nach Gießen gebrachte Kranke komme»

Verkehr, Caufr trat V-Uswirthfchaft.

Liuedua» 16. November. Frachtmarkt. Roth er Wetz« «* 16,61, weißer Weizen X 00.00, Korn X 11.01, Gerste X 10.98, Hafer X 6V9

»om Deutsche« La«dwtrthschaft»rath. Der Ständige Ausschuß des Deutschen LandwirthschastSrathS wird am 10. December b. I. in Berlin eine Sitzung abhalten, um über folgende Gegen­stände zu beratben: 1) Bisherige Thätigkeit des Deutschen Land- wirthschaslsrathS bei den Vorbereitungen für den Abschluß neuer Handelsverträge. 2) In welcher Weise ist die Thäligkett des Deutschen LandwirthschastSrathS «u organifiren, um den landwirthschastlichen Mitgliedern deS winhscha'tlichen Ausschüsse« daS ersot derliche Material an die Hand zu geben, welche Ausgaben sind dabei besonders in« Auge zu fassen. 3) Stand der Währungsfrage. 4) Entwurf der Civilproceß-Ordnung. 5) Verbesserung der Statistik: a. Verschul­dungsstatistik, b. Bestand an Gütern auf Niederlagen und Conteo. 6) Ausdehnung bes Fernsprechverkehrs auf das platte Land. 7) Vieh- verstcherung. 8) Zeitpunkt und Tagesordnung der nächsten 26. Plenar­versammlung de« Deutschen LandwirthschastSrathS.

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