•ubbaeh *
■ Wtattek bti Mbdr.«
W bei Wchrhellirrfchmi.
-rzt und Lesttzer,
FT***
^^uh6omitete ^Stgurtr
iS,1 llkt"- ä"1 S '«• »HUB*
MnbZ '11 '«tÄ” «Wt £\H'' •I. ^,«'* *1 Ü*2&*
< fisr'
8ter Nährwerth.
Rh.
5758
_________________1
-ven-Fabrik
»ne. 3C Bäder.
Weilungm 3 W, w 5 M
KUUg.
M ml«
Dimmen wird von vir
! und Mt zu gtbtv
lllfbam ic. angebracht.
voll
enner 2.
“Ä*"
SZKL
S<S>
Ku9ela
MM»' ,f.i< jener*6™
1S9?
Freitag deu 18. Juni
-rr. 140
Erstes Blatt
Gießener Anzeiger
Kenerat-Mnzeiger.
Amts- und Zlnzeigeblatt für den ICvcts Gieren
Äebaction, Srptbttwe unb Druckerei: Kchulstrahe Ar.7.
Fernsprecher 51.
Vierteljähriger ^tbonuemcntspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Lriugerlohn.
Durch die Post bezogm 2 Mark 50 Pfg.
Die Gießener AamitienDlätter werben bem Anzeiger wöchentlich dreimal drigelegt.
Der Htehener Anzeiger erscheint täglich, Wit Ausnahme beS Montags.
1 Hratisöeitage: Hießen« Ilamitienölatter.
Alle Annoncen-Bureaux beS In- unb AuSlanbeS nehme» i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen.
Amtlicher Theil.
Gießen, den 16. Juni 1897.
Belr.: Einquartierung während der Heebstübungen 1897. Das Grotzherrogliche Kreisamt Gieße« an
die Grofth. Bürgermeistereien Albach, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Garbenteich, Groften-Livden, Gröningen, Haufen, Holzheim, Hungen, Laugsdorf, Leihgestern, Lich, Mufcheuheim, Obbornhofen, Ober- Hörgern, Steinbach, Trais-Horloff, Utphe und
Watzenborn.
Die Großh. Hess. (25.) Division hat das unten abgedruckte Schreiben nebst Anhang hierher gerichtet, von welchem wir Ihnen mit der Empfehlung Kenutniß geben, etwaige Bedenken gegen die beabsichtigte Einquartierung der Truppen mit Verpstegung, gegen eine tägliche Vergütung von 80 Pfg. pro Mann, bis spätestens den LI. Juni uns mitzutheilen, andernfalls das Einverständniß mit der Quartierverpflegung unterstellt wird.
Wir wollen dabei bemerken, daß die Leistung der Ver- pflegung seitens der Quartiergeber nur in deren eigenem Interesse liegt, da dieselben andernfalls ihre Feuerung, sowie Koch- und Eßgeschirr den Mannschaften gegen geringe Vergütung zur Verfügung stellen müssen. — Die Divistons- manöver finden Ende August statt und werden die einzelnen Orte unsere» Kreises nur 1, 2 oder 3 Tage mit Einquartierung belegt.
• Darmstadt, den 10. Juni 1897
Dem Großh. Kreisamt theilt die Division betreffs der Verpflegung während der diesjährigen Divisionsmanöver ergebenst umseitig den bis zur anderweiten gesetzlichen Regelung noch gütigen kriegsministeriellen Erlaß vom 14. Juni 1895 Nr. 736 4 B 2 mit, wonach die Verpflegung der Mannschaften in Kantonnements durch die Quartiergeber auf Grund freier Vereinbarung gegen Vergütung der Sätze der Marschverpflegung erfolgen kann.
Da die allgemeine Quartierverpflegung im Interesse der Bevölkerung und der Truppen nur erwünscht fein kann, wird Wohldasselbe ergebenst ersucht, die Erklärungen der in Betracht kommenden Gemeinden des dortigen Kreises darüber einzuholen und sobald als angängig hierher mitzutheilen, ob dieselben die Verpflegung der während der diesjährigen Brigade- und Divisionsübungen einzuquartierenden Mannschaften gegen die Vergütung von 80 Pfennig für den Mann und Tag zu übernehmen bereit sind.
Die Division bemerkt hierbei:
1. daß die Verpflegung aus Militär-Magazinen an allen Tagen beibehalten werden muß, an welchen die Truppen biwakiren, oder — nachdem sie im Freien abgekocht haben — enge oder Nothquartiere beziehen,
2. daß auf die allgemeine Quartieroerpflegung nur eingegangen werden kann, wenn sämmtliche in Betracht kommenden Gemeinden sich damit einverstanden erklären.
v. Müller, Generallieutenant und Division--Commandeur.
Berlin, den 14. Juni 1895. Kriegsministerium.
Durch den zweiten Nachtragsetat für 1895/96 sind die Mittel zur Bezahlung der bei Cantonnirungen von den Quartiergebern an die Mannschaften freiwillig verabreichten Verpflegung mit den Sätzen der Marschverpflegung bereit- gestellt worden. Es ist daher in allen Fällen, in welchen die Verpflegung der Mannschaften durch die Quartiergeber, sei es auf Grund des Naturalleistungsgesetzes ober im Wege der Vereinbarung in Anspruch genommen wird, solche mit den gemäß § 9, 2 des bezeichneten Gesetzes festgestellten Vergütungssätzen zu bezahlen.
Soweit die Anlage der Manöver es gestattet, wird die Unterbringung der Truppen während derselben, wie bei den Hebungen überhaupt, möglichst so anzuordnen sein, daß die Verpflegung der Mannschaften allgemein durch die Quartier# gebet erfolgen kann. Bis zu einer anderweiten gesetzlichen Regelung der Angelegenheit darf jedoch, wie bisher, die Verpflegung der Mannschaften bei Cantonnirungen den Quartier# gebern nur auf Grund einer vorherigen, unter Mitwirkung der betreffenden Civilbehorden zu treffenden Vereinbarung übertragen werden.
Kommt eine solche nicht zu Stande ober erscheint bie gute Verpflegung ber Mannschaften auf biese Weise nicht genügenb gesichert, so bleibt nur die Anwendung der Magazin- verpflegung übrig.
gez.: Bronsart v. Schellendorf.
Bekanntmachung.
Dom 5. Januar 1898 bis zum 9. Januar 1898 findet in Wien die 2. internationale Kochknrrft-Ans- ftellnng statt.
Wir bringen dies hiermit zur öffentlichen Kenutniß mit dem Bemerken, daß die allgemeinen Bestimmungen und Classification für die Betheiligung auf der diesseitigen Registratur eingesehen werden können.
Gießen, den 16. Juni 1897.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Gagern.
Bekanntmachung,
betreffend: Versammlungen über Obstbau.
Der Obstbautechniker deS Oberhesfischen ObftbauvereinS, Herr E. Metz aus Friedberg, beabfichiigt, nachstehend verzeichnete Orte deS Kreises Gießen zu besuchen und daselbst Vorträge über Obstbau zu halten unb an Obstbäumen Praktische Unterweisungen zu ertheilen:
Dienstag
den
22. :
Juni
in Hungen,
Mittwoch
n
23.
n
»
Inheiden,
Donnerstag „
24.
//
n
TraiS-Horloff,
Freitag
n
25.
//
H
Utphe,
Samstag
H
26.
//
//
Steinheim, Rodheim,
Sonntag
H
27.
//
n
Montag
n
28.
//
//
Langd,
Dienstag
//
29.
»
n
Rabertshausen.
Au Sonntagen beginnen die Versammlungen Nachmittag» 3 Uhr, an Wochentagen Abend» 9 Uhr, die praktischen Unterweisungen nach Maßgabe der den Obmännern der Localvereiue zugehenden besonderen Mittheilungen.
Im Interesse der guten Sache ist lebhafte Betheiligung erwünscht.
Gießen, den 14. Juni 1897.
Der Vorsitzende de» BereinSbezirks Gießen. Dr. Wallau, RegierungSrath.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenutniß gebracht, daß der Weg zwischen Alieestraße und Bleichstrafte, entlang ber Kauffmann' schen Lampenfabrik, für jeben Verkehr bis auf Weiteres gesperrt ist
Gießen, ben 17. Juni 1897.
Großherzoaliche» Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth.
Wolff» telegraphisches Korrespondenz-Bureau.
verli», 16. Juni. Der BundeSrath hat in seiner heutigen Sitzung die Vorlage betr. den Freundschafts- und Handelsvertrag zwischen dem Reiche und dem Oranje-Freistaat den zuständigen Ausschüssen überwiesen.
Liegnitz, 16. Juni. Der Kaiser traf heute zur Einweihung deS Kaiser-Wilhelm-Denkmals hier ein. Nach einer kurzen Ansprache de» Regierungspräsidenten v. Heyer trat der Kaiser an den Grundstein heran und führte drei Hamwerschläge mit folgenden Worten: „Den Heim» gegangenen zum Gedächrniß, den Lebenden zur Erinnerung, den Kommenden zur Nacheiferung." Darauf ergriff Oberbürgermeister Oertel das Wort, hob die Beziehungen der Stadt Liegnitz und deS Regiments zu einander hervor, dankte dem Kaiser für seinen Besuch und schloß mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm II. Nachdem der Kaiser dem Oberbürgermeister herzlich gedankt und an den Bildhauer Böse eine Ansprache gerichtet hatte, erfolgte die Abfahrt zur Parade. Der Kaiser stieg bei dem Schießhause zu Pferde und begab sich um l9/e Uhr auf das Paradefeld. Er hielt eine kurze Ansprache an daS Regiment, in der er der ruhmreichen Geschichte deS Regiments gedachte, ihm seinen Glückwunsch aussprach und ihm zum Zeichen seines Dankes die Säculär» fahneubänder mit der Jahreszahl 1897 verlieh. Der Oberst des Regiments brachte ein dreifaches Hurrah auf den obersten Kriegsherrn aus. Hierauf erfolgte ein zweimaliger Vorbeimarsch vor dem Kaiser, welcher sich alsdann an die Spitze ber Fahnencompagnie setzte. Darauf fanb im Osfiziercafino I ein Diner statt.
Leipzig, 16. Juni. Dem „Leipziger Tageblatt" zufolge
ist heute hier ein allgemeiner AuSstanb der Maurer ausgebrochen, an dem nach den bisherigen Feststellungen etwa 2000 Maurer beteiligt find. Sie verlangen einen Stunde«- lohn von 55 Psg. bei neunstündiger Arbeitszeit. Die Arbeitgeber wollen nur 48 Pfg. bei zehnstündiger Arbeitszeit bewilligen.
Portsmouth, 16. Juni. Der Kreuzer „König Wilhelm " traf heute Morgen in Spithead ein.
Depeschen dcv Bureau „fccrolb/
Berlin, 16. Juni. Der Kaiser fahrt, wie aus Kiel berichtet wird, am Montag Vormittag mit der „Hohen- jedem" in die Nordsee, um an Bord deS Artillerie Schulschiffes „Mars" der durch Admiral Knorr erfolgenden Jn- fpicimng beizuwohnen. Am 8. August begibt fich der Kaiser mit der „Hoheuzollrrn" zum Besuche des Zaren nach Petersburg. Die Rückkehr erfolgt am 20. August.
Berlin, 16. Juni. Zu den bevorstehenden Aende' rungen innerhalb der Reichs- und preußifchen Re* gierung schreibt die „Kreuzzeitung": An einen Rücktritt des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe sei jedenfalls nicht zu denken, aber es sei nicht ausgeschlossen, daß demselben ein anderer, im auswärtigen Dienste gründlich erfahrener Staat»- fecretär über kurz oder lang an die Seite tritt. Die Entlastung des Reichskanzlers könne erreicht werden entweder dadurch, daß im Reiche eine stellvertretende Kraft vielleicht mit der Uebernahme des Reichsamts des Innern ihm zur Seite trete und zugleich in Preußen nicht nur formell die Vice- präfidentschaft im Staatsministerin«! übernimmt. Für beide Eventualitäten fei bereite ber Finanzministcr Miquel genannt worden, jedoch fei bestem Vernehmen nach bis jetzt noch keinerlei Entscheidung getroffen. Sollte diese darnach ausfallen, daß Miquel als doppelter Stellvertreter des Reichskanzler» in ben Dienst de» Reiches überging, so würbe das auch die Stellung des Ministers v. Bötticher als Staatssekretär des Reichsamts des Innern und Vicepräfidenten des preußische» Staalsminifterium» tangiren und zugleich eine Neubesetzung de» preußischen Finanzministeriums zur Folge haben. Die „Berl. Reuest. Nachr." schreiben zu derselben Angelegenheit: Tritt Herr v. Miquel jetzt in eine Stellung ein, die ungefähr ber entsprechen würbe, die Graf Stolberg 1878 bi» 1879 bekleidete, so würde der Regierung damit im Reichstage eine völlig veränderte Stellung und die Möglichkeit gegeben werden, große Fragen im Parlament und dem Lande gegenüber mit größerer Aussicht auf Erfolg in Angriff zu nehmen, als eö bisher der Fall war. Die Schwierigkeiten, die bisher in der Uebernahme des ReichSfchatzamts feiten» eine» preußischen Ministers bestanden, würden dadurch beseitigt werden, daß Herr v. Miquel als Bicekanzler fein eigener Vorgesetzter würde. Graf PosadowSkh würde als Staatssekretär des Innern einen ihm sicherlich zusagenden und einer starken Arbeitskraft würdigen Wirkungskreis erhalten.
Berlin, 16. Juni. Der internationale Post# Congreß in Washington ist gestern geschloffen worden.
Berlin, 16. Juni. Aus FriedrichSruh wird gemeldet, Fürst Bismarck empfange zur Zeit täglich Gäste, war der beste Beweis für seinen befriedigenden Gesundheitszustand sei. Gestern trafen dort ein: Graf August Bismarck von ber babischen Linie ber BiSmarck-Familie, Professor Schweninger und Herr von Trotha, der frühere stellvertretende Gouverneur von Ost-Afrika. Der Fürst unternahm mit den Gästen eine längere Ausfahrt durch den Sachsenwald.
Berlin, 16. Juni. Die „Post" meldet au» Wiesbaden: Während eine gestern Abend abgehaltene Berfamm- lung der htefigen Sozialdemokraten eine Resolution annahm, in welcher für die Stichwahl Stimmenthaltung empfohlen wird, erklärten die Biebricher und Erbenheimer Sozialdemokraten, daß sie für den Cen trumScandidaten stimmen werden. Ferner wird der größte Theil der katholischen Sozialdemokraten des Rheingaus für daS Centrnm stimmen. Man glaubt in sozialdemokratischen Kreisen, daß mindestens 2000 sozialdemokratische Stimmen dem Centrum zufallen werden.
Berlin, 16. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Wie wir hören, steht ein Wechsel im Reichs-Mar ine amt nunmehr unmittelbar bevor, indem da» Entlassungsgesuch de» Admiral» Hollmann jetzt angenommen und der bisher mit seiner Vertretung beauftragte Contre»Admiral Tirpitz zu seinem Nachfolger ernannt werden dürfte.
Hamburg, 16. Juni. Nach einer Meldung des „Hamb. Corresp." ist die Ernennung des Contre-AdmiralS Tirpitz zum Staatssekretär des Reich» MarineamtS gestern vollzogen worden.


