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wndern auch den Nichrradlern Einblick in die Leistungen deS
zu können. Ist doch auch, soweit sich auS den Vorbereitungen erkennen läßt, beiden Rechnung getragen, da, wie schon der
am Nordabhange deS Mönchs in 3060 Mtr. Höhe gelegenen, für eine SlattonSanlage sehr geeigneten Kanzel in wundervoller AuSfichtSlage. Herr Simon weint, daß zur Erreichung dieses Punktes eine viertelstündige Tunnelfahrt und zwar durch einen Tunnel, der noch nicht tu ständigen
Eiger- zu gelangen, daun käme ein Tunnel durch deu letz- rereu, weiter ginge es in großem Bogen auf der Südseite des Eiger- zum Mönch,- daun müßten zum Jungfraujoch etwa 500 Mtr. au der Höhenlage eiagebüßr werden, uw bt- uoter den Gipfel der Jungfrau zu gelangen. Bei dieser Traee ist ein ca. 12 Kilometer langer Tunnel nöthig, dessen Kosten auf 10 Millionen Francs veranschlagt werden. Da aber der Tunnel fast ganz in der EiSregion liegt, so wäre er schon während deS Baues der Gefahr der Bereisung ausgesetzt, abgesehen von sonstigen Schwierigkeiten, die sich seiner Ausführung entgegeuftellen. ES sei nur beispielsweise erwähnt, daß der Tunnel je eine Fahrzeit von 2 Stunden erfordere und gewiß der Fahrt durch den Gotthardt-Tunnel gegenüber, die nur 20 Minuten dauert, ein beständiges Ab- schreckuugsmotiv für die Benutzung der Bahn bilden würde. Herr Srmon hat daun auch ein eigene» Projekt für eine Bahn zum Mönch aufgestellt. Sein Projekt legt deu Ausgangspunkt auf die (nur 180 Mtr. tiefer als die Große Scheidegg gelegene) Wengerualp, eine Drahtseilbahn mit 60 pEt. Steigung führt hier aufwärts und erreicht ihren Endpunkt in einer
CocaUs und provinzielle».
Siete«, den 17. April.
** Ordensverleihung. Seine königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 14. April dem Hauptmann der Reserve Dettweiler iw Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hessischen) Wc. 116 das Ritterkreuz 1. Klaffe deS Verdienstordens Philipp» des Großmüthigen, am 7. April dem Gemeinde- forftwart Conrad Wißner zu Geilshausen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen geruht.
•• Schone Ausstcht. Wie aus dem Inserat in dieser Kummer ersichtlich, hat Herr Kuhnd die Gartenwirthschäft auf seinem bedeutend vergrößerten Etabliffement eröffnet. Der «ene Besitzer hat keine Mühe und Kosten gescheut, die „Schöne Aussicht" der Neuzeit entsprechend herzurichten und namentlich den Garten, welcher bei größeren Festlichkeiten oft sich als zu klein erwies, durch Ankauf bedeutend zu vergrößern. Bei Veranstaltungen selbst von größeren Festlich, ketten werden die Theilnehmer daran in die Lage versetzt sein, alle die verschiedenen Unterhaltungsspiele nnd Buden auf einem
zusammenhängenden Complex genießen zu können. Weitere Neuerungen und Neuanlagen werden in Kürze vollendet sein. Die gefiederten sowie vtecfüß'gen Bewohner deS Thierparks haben vortrefflich überwintert und werden wiederum einen I Gesteins Temperaturen unter Null liege, genüge. Auch ließe gewiffeu Anziehungspunkt namentlich für die Kinder bilden, sich durch Durchbohrung deS GebirgS eventuell noch eine
•* Der in diesen Blättern angekündigte Bortrag über Zwischenftation als Ausgangspunkt für Gletscherpartien usw. die Zmrgfraubah« fand am Mittwoch Abend im Festsaal (Cafö aulegen, wie denn auch damit zugleich die Möglichkeit ge- Leib) durch Herrn Genie-Hauptmann, Ingenieur S. Simon geben sei, deu Mönch, der auf seinem Gipfel viel leichteren auS Interlaken, vor einer zahlreichen Versammlung von Damen Standpunkt bietet und auch weit umfaffenderen Blick zuläßt, und Herren statt. An der Hand eines vorzüglichen Anschauung-- mit 65 pCt. Steigung zu beschienen. Dieser Tunnel würde material-, Pläne und Karten, zum Theil nach eigenen Ans- «ach Herrn SiwonS Informationen nur solides Gestein zeigen »ahmen, führte der Vortragende unter kritischen Betrachtungen gegenüber deu technisch sehr schwierigen Schichten des Guyer- die verschiedenen zur Zeit vorliegenden Projekte für diesen Zrller'schen Projekt-, die in unmittelbare Nähe der sogen, merkwürdigen Bahnbau seinen Zuhörern in einer anmuthigen großen Berner Doppelfalte liegen. Die Kosten der AuS- „Plauderei" vor. Das ursprüngliche Projekt hatte vier Draht- führnog seines Projektes veranschlagt Herr Simon auf vier feilbahn-Strecken, über daS Stellhorn, deu Hinteren Gipfel bis fünf Millionen Francs, während das Guyer-Zeller'sche sich des Schwarzen Mönchs, Silberhoro, bis zum Gipfel der auf 30 bis 40 Millionen belaufen würde und daher von Jungfrau vorgesehen. Der Redner wollte dieses Projekt da- vornherein jeder Rentabilität entbehrt. Der Vortragende hin abänderu: bei dem Silberhorn mit der Bahn abzubrechen, verstand in trefflicher Weise, seine Zuhörer für den Gegen-
weil von hier aus der Gipfel der Jungfrau ohne allzugroße stand zu fesseln- in lautloser Stille folgte die Versammlung
Schwierigkeiten innerhalb V/t Stunden zu erreichen fei. den stündigen Ausführungen des Herrn Simon, der zum Herr Simon hält dieses Projekt für das technisch reifste Schluß auch noch durch die etymologische Aufdeckung ver-
und dem Zwecke des BahubaueS am vollkommensten ent- fchiedener, in Schweizerdeutsch gehaltener Namen berühmter
sprechende. Ein zweiter Entwurf rührt von dem Ingenieur Alpeogipfel, wie z. B. „Eiger", „Mirren" u. A. seinem Vor- Köchltn in Paris, dem Berechner des Effel-ThurmeS her, trag ewe'recht nette Beigabe anschloß. Reicher Beifall lohnte der über sämmtliche Vorstufen zur Jungfrau, über eiserne den Sprecher, auS deffeu Darlegungen der mit der Alpen- Brücken hingehen will, dabei aber die Lawinensälle vergaß, Welt durch und durch vertraute Forscher, der Erkletterer von die, bei den Hängegletschern sehr zahlreich, den Brücken bald gegen 1200 Alpengipfeln, augenscheinlich herausleuchtete. Die den GarauS gemacht haben würden. Ein dritter Entwurf Anregung zur Berufung des Herrn Simon ging von der von Oberst Locher in Zürich schlug vor, für die Bahn Sektion „Oberhessen" des D. u. Oest. A.-V. hier einen einzigen kreisrunden Tunnel mit 45 Grad Neigung °»S, für deren Wahrnehmung zeitgemäßer wissenschaftlicher von Lauterbrunnen bis zum Gipfel herzustelleu und die kreis- Interessen gleichzeitig warme Anerkennung ausgesprochen runden Wagen pneumatisch in ca. Ve Stunde (?) hinauf zu sein soll.
b-sSrd-rn. Tiefem Pr°j-ct ft-ht nun entgegen, daß der in - PA. 6,0«. nnb SolBfeft. Immer näher heran den Tunnel eindringende Wafferdampf, der durch AuSathmung rückt der Termin für da» große Sport- und Volksfest und aus der Luft eingeführt würde, permanente Eisbildung am 30. Mai zur Eröffnung der neuen Rennbahn an BtchlerS » wodurch die Bahn total betriebsunfähig Hardt. Mit regem Eifer sind die einzelnen Comitä» an
würde. Man hätte, um in einem anderen Bilde zu reden, der Arbeit, um den fremden Radlern sowohl, als auch der nur eine großartige Eismaschine in Betrieb gestellt. DaS Bevölkerung Gießens und Umgebung frohe Festtage bieten vierte, aber gewiß an großer Schwerfälligkeit leidende Pro- | zu können. Ist doch auch, soweit sich aus deu Vorbereitungen lCCt JLbr°6 v«. Guyer-Zeller in Zürich. Es geht von erkennen läßt, beiden Rechnung getragen, da, wie schon der iXÄJ ®‘Qt,on ber bestehenden Wengernalp.Bahn in Name sagt, nicht allein die Jünger deS schönen Radfahr- ca. 1900 Mtr. Höhe auS- von da müßten die Schienen über sports Gelegenheit haben werden, ihre Kräfte zu entfalten, einen mächtigen Rücken gelegt werden, um zu dem Fuße deS sondern auch den Nichrradlern Emblrck in die Leistungen deS
Sports gewährt werden soll, für alle aber das damit verbundene Volksfest der Unterhaltungen und Annehmlichkeit« in Fülle bringen wird. An der Rennbahn selbst wird ebenfalleifrig gearbeitet und ist man sich heute schon in fachmännischer, Kreisen darüber einig, daß hier geradezu eine Musterbahn in der Entstehung begriffen ist, die sich deu bedeutendsten derartigen Sportplätzen in den Metropolen deS Sport» würdig au die Sette stellen kann. Für das mit der Einweihung verbundene Volksfest sind zwei Tage vorgesehen. Auf de» über 2400 Quadratmeter großen, oberhalb der Textor'schen Terrasse gelegenen Platze für das Volksfest, mit freier Aussicht auf Rennbahn und Stadt, wird der Ausschuß bemüht sein, allen Anforderungen, auch der verwöhntesten Besucher, gerecht zu werden. Nimmt mau hierzu noch die bekannte Thatsache, daß eS die Gießener stet» verstanden haben, Feste zu veranstalten, so dürfen wir wohl heute schon der Hoffnung Raum geben, daß auch dieses Fest einen schönen und für alle Theil- uehmer befriedigenden Verlauf nehmen wird. «6 Heil!
Vermißtes.
• Berliner GrundstückSverth. Für den enormen Pre s von einer Million und 500,000 Mark ist das nur 330 Quadratmeter oder 23 Ruthen große Grundstück Fried- richstraße 160, in welchem sich die bekannte Kronen-Apotheke befindet, au» dem Besitz der Dr. Heinrich Friedländer schen Erben an den Apotheker Radlauer, deu jetzigen Inhaber der Kronen-Apotheke, käuflich übergegangen.
* Wer spat ti die Nacht Hinei« arbeitet, der pflegt bei eiutretender kurzer Ruhepause auch da» Bedürfniß nach einer anregenden Erquickung zu verspüren. Als geeignete Auf- frischung der Lebensgeister in solchen Fällen wird Kaffee ober Thee betrachtet, und diese Genußmittel find auch zweifellos alcoholhaltigrn Getränken unbedingt vorzuziehen. Staiker Kaffee oder Thee, allzuoft genossen, greift jedoch sehr ar. Eine weit harmlosere Stärkung kann namentlich alle« nervösen Personen dringend empfohlen werden: Ein Täßchen Bouillon aus echtem Liebig's Fleischextract, wie man e» sich mit kochendem Wasser und Salz leicht und rasch her- stellt, stärkt und lebt ganz außerordentlich und giebt frische Kraft zum Weiterarbeiten. Namentlich zahlreiche Gelehrte ziehen eine solche Extrakt-Mischung dem Kaffee und dem Thee vor.
Schiffrn«rchrkhteir.
— Der Postdampfer „Rcnftngton* der .Red Star ätnie* ta Antwerpen ist laut Telegramm am 14. April wohlbehalten in Newyork angekommen.
Slrlsifdittet’hritttrt wird gewöhnlich in erster Linie emp^ohl«. wenn es sich darum handelt, de.i durch Krankheit geschwächten Körper rasch wieder auf di« Höhe feiner rüheren Leistungsfähigkeit zu bringen. Ost aber ist der Magen f» geschwächt, daß er nicht im Stande ist. die Fleischnahrur g, die den VerdauungSsäften immerhin einen bedeutenden Widerstand leistet, vollständig zu verdauen. In diesem Falle ist der einzige Ausweg di- Zuführung von flüssiger Nahrung und wenn dieselbe a» Nährkrast und Verdaulichkeit daS Fleisch übertreffen soll, so verwende man die von den Höchster Farbwerken in Höchst am Main — Fabrikanten deS rühmlichst bekannten Migränin — au» den Ei- weißstoffen der f-ischen Kuhmilch hergestellte Nutrose. Nutrose ist ein in allen Flühstücksgetranken lösliche« und allen mehlhaltigen Nahrungsstoffen sich leicht affimilirendes Pulver. Nutiose ist in P'obeschachteln (A 100 Gr.) zum Preise von Mk. 2.— durch alle Apotheken, sowie Droguen- und Colonialwaaren-Handlungen zu beziehen. 90W
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