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18.2.1897 Erstes Blatt
 
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Auf dem zwischen M inbergwerk ereignet! tt Unfall. Dir V n hier »htbern, artsiteu

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kett armen Kindern der Volksschule zur Winterszeit all­morgendlich ein warmes Frühstück zu beschaffen. Im Zeichen dieses löblichen Zweckes stand die Recitation moderner Dichtungen, die heute Abend Herr Hugo Edward in derTraube" veranstaltet hatte und die durch eine größere DichtungAbigail" von Paul Hchse mit prächtiger, aber etwas langgedehnter Schilderung eingeleiter wurde. Außer­dem kamen von Dichtern Sudermann (Fritzchen), Julius Große und Max Barack zum Wort, und für jedes Dichterstück wußte Herr Edward mit bekannter Meisterschaft die richtigen Töne zu finden.

D Darmstadt, 16. Februar. Nach Anschlag am schwarzen Brett derTechnischenHochschule wurde der Studirende der Maschinenbaukunde Eugen Ruben aus Bielefeld wegen schweren Vergehens gegen § 1 der DiScipliuarrBestimmungen laut Beschluß deS großen Senat- auf drei Jahre von der Hoch­schule relegtrt. Die seit circa 20 Jahren übliche studentische W o h lth ätig ke it Sv orsiellun g gegen Ende deS Wintersemesters (zum Besten armer Lehrerwittwen in unserem Lande) wird diese- Jahr am 6. März in üblicher Weise stattfinden.

Mainz, 16. Februar. Unter Hinzuziehung verschie­dener Handwerkervertreter aus Süd-und Westdeutschland hielt gestern der Centraloerband hessischer Innungen und Berufs­vereine hier eine Besprechung, betreffend den auS der Bundes- rathScommisfion hervorgegangenen neuen Entwurf über die Handwerker.Organisation. Die allgemeine Ansicht ging dahin, daß der Entwurf von keiner Seite, insbesondere nicht bei den Handwerkern Zustimmung finden werde, indem sich derselbe als ein VerlegenheitSproduct characterifire. Der Entwurf werde aber dazn beitragen, daß der Berlepsch'sche

Gesetzentwurf, der zweifellos im Reichstage wieder aufgegriffen werde, Oberwaffer erhalte. In der Lohnbewegung der hiesigen Tüncher- und Malergehülfen hat Seitens der Meister gestern eine Versammlung stattgefunden, in welcher die Ansicht zum Durchbruch kam, daß die geforderte Lohn­erhöhung theilweise zugestanden werden soll. ES wurde be- schloffen, die Lohncommission der Gehülsen zu einer gemein fernen Besprechung einzuladen. Der 100jährige GeburtStag Kaiser Wilhelms wird hier durch ein großes, all gemeine« Bankett in derStadthalle" gefeiert. Außerdem findet allgemeine Schulfeier und die militärischen Veranstalt­ungen statt.

Maivz. 16. Februar. Gegen ein Dienstmädchen wurde Untersuchung wegen Kindeömord eingeleitet; das Mädchen hatte daS Kind sofort nach der Geburt in den Schornstein aufgehängt, aus dem gestern die vollständig verkohlte Leiche polizeilich entfernt wurde. Die Mutter deS Kindes liegt schwer erkrankt im Hospital.

VenMIehtss-

* Frouhausen, 12. Februar. Die Regulirung der Lahn, die im Projecle jetzt schon zum dritten Male vor­liegt, dürfte zum Wohle der hiefigen Landwirthe endlich ein mal vor fich gehen. Zu diesem Zwecke war der kgl. Land« rath auS Marburg, Herr v. Negelein, hier anwesend. In weitem Krummbogen wälzt der Fluß seine Wassermaffen durch gute und fruchtbare Ackergründe, die er bei Thauwetter überschwemmt und dadurch großen Schaden aurichtet. Ein gerader Weg soll daher der Lahn angewiesen werden, jedoch scheitert das Vorhaben an dem Kostenpunkt.

* Dresden, 16. Februar. Der Dachstuhl der hiesige« Kreuzkirche steht in Flammen. Der Brand ist in dem Thurmhause auSgebrochrn. Trotz ang-.strengter Tbäng- kett der Feuerwehr wüthet daS Feuer in der Kreu^kirche fort. Das Dach ist zusammeng-llürzt. Kurz vorher hatte sich der Thürmer nach etnstüudtger Lebensgefahr durch Herabklettern am Bltzableiter gerettet. Die Entstehunge- ursache deS FeuerS ist noch nicht bekannt. Mar vermuthit Brandstiftung.

Universität- - Nachrichten.

Heidelberg, 15. Februar. Der Professor der classtschen Philologie Erwin Rhode hat einen Ruf an die Universität Straß­burg erhalten, fich aber entschieden, hier zu bleiben. Eine Abord­nung d-r philosophischen Facultät, bestehend aus den Professoren Kunz, Fiscver, Braune und Schöll, sprach ihm den Dank für diesen Entschluß aus.

Straßburg i. E., 15. Februar. Der hiesige außerordentliche Piofissor der Mathematik, Dr. Maurer, ist in gleicher Eigenschaft an die Universität Tübingen berufen worden.

Uirchliche Anzeigen öcr evang Genieindc.

Die Bidelftvude am Donnerstag den 18. Februar im Eon- firmandensaal der Neustadt fällt a«S.

Bringe in diesem Monat geeignete Srtsikästhen für Gtaare, Meisen und RothschwLvzchen an! Schone alle Hecken an R»tnen, Böschungen und Zäunen für die nützliche« Heckenbrüter!

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Submission.

Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen sollen pro 1897/98 auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden:

a. Die Lieferung von:

1. Backwaaren

2. Fleischwaaren

3. Specereiwaaren und Unter­haltungsgegenständen

4. Kaffee

5. Butter und Eier

6. Milch

7. Bier

8. Schreibmaterialien

9. Maschinenöl und Putzwolle

10. Bürstenwaarcn

11. Seife

12. Kornstroh

13. Eis in Eimern

14. Porzellanwaaren,

d. die Reinigung der Wäsche für das Dienstpersonal,

c. die Reinigung des Heerdes und der Oefen,

d. die Entleerung der Kehrichtgrube, e. die Abgabe von Knochen, Ge-

spül, leeren Oel- und Wein­fässern und leeren Flaschen.

Die Bedingungen können auf dem Verwaltungs-Bureau der neuen Kli­niken an den Wochentagen Nachmit­tags von 35 Uhr eingesehen werden.

Proben der unter a 3, 4, 7, 8, 9, 10, 11 u. 14 bezeichneten Gegen­stände sind nebst den verschlossenen Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum

Freitag den 5. März 1897,

Mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben.

ZuschlagssristbiSzum12.Märzl897.

Gießen, den 16. Februar 1897. Großh. Verwaltungs - Direction der 1638 neuen Kliniken.

Versteigerungen.

Holzversteigerung

in der

krchml. ©berförfititi Wenau. .^Montag den 22. Februar L I. nach Zusammenkunft im Di- sirict Märzacker auf der Weitershainer Chaussee Vormittags 10 Uhr aus den Districten Märzacker und Sodenberg:

Stämme: Buche 1 Stück von 61 cm mittl. Durchm. und 3 m Länge 0,88 fm.

Scheiter: Buche 254 rm I. Kl., 4 rm II. Kl., Eiche 2 rm.

Knüppel: Buche 34 rm, Eiche 4 rm.

Reiser: Buche 338 rm, Eiche 12 rm, Weide 16 rm.

Stöcke: Buche 49 rm I. Kl. 2 rm II. Kl., Eiche 2 rm.

Papiermühle, 16. Februar 1897. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau.

Schwörer. 1632

Fetzte HolMstkigekM

in der Fürstlichen Oberförstern Fich.

Es sollen versteigert werden:

Montag de« 22. Aebrnar, von Vormittags 10 Uhr an:

a. im Dtstrict Mühlwüldche«: ca. 20 rm Buchen-Knüppel und ca. 2000 Buchen-Wellen.

b. im District Langcberg

Buchen: 7 rm Knüppel, 2 rm Stöcke, 200 Wellen; Nadelholz: 9 rm Knüppel, 166 rm Stöcke, 1700 Wellen; 1030 Weichholz-Wellen.

o. im Distrikt Hünserberg

37 rm Nadelholz-Stöcke, 30 Eichen- Wellen

Die Zusammenkunft ist auf dem chaus- firten Weg vor dem Hofe Mühlsachsen.

Dienstag de« 28. Aedrnar, von Vormittags 9»/r Uhr an:

a. im Distrikt HSIer:

Buchen: ca. 20 rm Knüppel, 12 rm Stöcke, 2540 Wellen; Eichen: 16 rm Knüppel, 4 rm Stöcke, 250 Wellen; Nadelholz: 1 rm Knüppel, 2 rm Stöcke, 480 Wellen. 303 Fichtenstangen von 613 cm Durchmesser und 614 m Länge 14,39 fm.

b. in den Districten Kühunter und Graudorn:

Sud)en: ca. 140rm Knüppel, 24rm Stöcke, 4000 Wellen; Eichen: 30rm Knüppel, 10 rm Stöcke, 400 Wellen 170 Fichtenstangen von 68 cm Durchmesser und 59 m Länge 3.24 fm.

Die Zusammenkunft ist auf der Haupt­schneise im Höler, wo sie von der Verlängerung deS chaussirten Wegs von Kolnhausen her und von der Verlänge­rung des chaussirten Wegs von Hof-Albach her getroffen wird. öaßär

Lich, am 8. Februar 1897. 1390

0r.-Dt«ffenbach.

ML Schlachthaus.

Freibank. 1557

Von heute ab:

Ocks-nfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 42 Ma

Löwen-Drogerie

W. Kilbinger

52 Seltersweg 52

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GTheoG neuester Ernte wie: Congo, Pecco, Souchong Imperial etc. insbesondere: Haushaltungsthee per Pfd. Mk. 4

GeselOschaftsthee per Pfd. Mk. 5.- eigener Mischung von anerkannt vorzüglicher Qualität ferner: 1631

ft*. Bourbon -Vanille

Arrac, Cognac, Rum.

empfiehlt

1614

Gießen und Umgegend übertragen haben.

1486

Vereinsbrsuerei Herrenhausr», Hsnnover.

^^ermiothungsn^^i

Mieth-Gesuche.

Expedition d Bl.

1407

Kaufgesuche.

gelben Abzeichen.

1528

0

Holz zum Schneiden

wird wieder, wie bisher, angenommen bei

Joh. Fr. Eise II.,

11569 Zimmermann, Lich.

Herrenhäuser Pilsener hat sich in kurzer Zeit in allen feinen Restaurants glänzend eingeführt und halten dasselbe tn tadel­loser Qualität angeiegentlichst empfohlen. Es ist das einzige deutsche Bier, welches genau dieselben Eigen­schaften besitzt, wie das Original Pilsener, ange­nehm bitteren Geschmack und vorzügliche Bekömm- lichkeit, kurz, in keiner Weise von d.m böhmischen (echten) zu unterscheiden ist.

Wir sind bemüht, diesem allgemein anerkannten

deutschen Bräu

den Weg zu bahnen und dem Vorurtheile zu be- gegnen, daß das fast noch mal so theure Bier

der Böhmen nun auch erheblich besser sein müsse.

Wir bitten um Unterstützung unserer Bestrebungen und sehen Aufträgen gern entgegen, welche man an

Herrn Otto laift, Gießen,

richten wolle, welchem wir unsere General-Bertretuug für

Bauplatz, 16b3etqm®tT"e unter günstigen Bedingungen zu ver­kaufe«. Offerten unter E. S. an die

Gebrauchter Bindfaden z« raufen gesucht.

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Ja M. Schulhof.

§VermischteÄnzeigerT|

1625] Um Jrrthümern vorzubeugen, erkläre ich, daß ich mit der Frau Weidt- «a««, welche die Beleidigungen gegen Herrn Carls zurückgenommen, nicht iden- tisch bin, Ara« Weidtmann Wwe.

Die Aussage gegen Christoph Stephan VI. bereue ich und nehme sie als unwahr zurück.

Großeu-Buseck, den 16. Febr. 1897. 1603- Wilhelm Hahn V.

Die von mir über Herrn Dach- deckermeister H. Carl^ dah er aus­gesprochene beleidigende Nachrede nehme ich als unwahr mit Bedauern zurück. Frau Körber, 1635)Frankfurterstraße 76.

Maccaroni, beste Wiener, Maccaroui, Italien., Maccaroni, Bruch-, per Pfd. 30 Pfg., Gewüscnudcln, beste Wiener, Gemüfenudeln, Eier-, Gemüseuudelu von vorzügl.

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gestern Abend zwischen 7 unb 8 Uhr ein drauner Strtckveutel mit Monogr. CM. u. Strickstrumpf. Abzug. Neuenweg 8V.

Peitsche gefunden. 1633 Abmholen «sterweg 22. ^^i^erkaüffen^^

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