♦♦♦♦♦♦*
ahl in
Mieten ammr,
ll U. s. w. Mit, Iderbücher,
säge-olz. :atione«, Sorten.
11149
rchenbüchern.
>r in dauerhaften
Jomptoirartikeln.
ler Ausstattung-
dien in genien eitenl
mbet M-
Agld-^k ,gUl®
srkanf i» «*S zMhorM^
L.w für Erwachsene KBH und Kinder.
Larken-Albume.
irtemonnaies in allen
85.26 102.40 2140 9476
1887 36190
M 10
cht
B***‘* 1 * * * *'6
»*CSL ,hl«b #9®
K-rS" M»
** । gO.70
•"'"16810
mW1®1 2- 411
bt». -
294$
Bäritenwaare'>.| FriM»®®?' » i. P»rfn’nerl___
Zfrr. 296 Erstes Blatt Freitag den 17. December
1897
Der
^tefenet Anzeiger erscheint täglich, ■lit Ausnahme bei
Montags.
Die Gießener A-tzmittenölülter werben bem Anzeiger wöchentlich breimal beigelegt.
Gießener Anzeig er
Kenerat-Wnzciger.
vierteljähriger Adonnemeatsprei«^ 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch btt Post bezogen 2 Mark 50 Pfg.
Rebaction, Lxpediti«» tmb Druckerei:
KchntstraßeNr.^, Fernsprecher M.
21 tute* und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren»
chratisöeilage: Hießener Aamitienölätter.
Annahme von Anzeigen zu ber Nachmittag» für ben solgenben Tag erscheinenben Nummer bis Borm. 10 Uhr.
Alle Lnnoacen-vureaux beS In- unb LuSlanbeS nehme» Anzeige« für ben „Gießener Anzeiger- entgeh
Depeschen b<< Buren»
Berlin, 15. December. Inder Lommtsfion für das Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Ge- richt rb arkeit wurde heute zunächst der zweite Abschnitt, BormuudschaftSsachen, erledigt. AlSdanu wurde der dritte Abschnitt, Annahme an KindeSstatt, unverändert genehmigt und ebenso der vierte Abschnitt, Personenstand. Auch der fünfte Abschnitt, Nachlaß, und TheilungSsachen, HUb tat Wesentlichen unverändert, ebenso daS folgende Schiffs-
Wolff« telegraphische« Sorrespondenr-Bureau.
verlta, 15. December. Die Budget.Lommissiou | des Reichstage« beschloß, am 12. Januar n. I. ihre Be. I rathuugen zu beginnen und zunächst den Etat und hierauf das I Flottengrsrtz zu beratheu. , u r. x I
verlta, 15. December. Der „Retchöanzeiger" scyreibt: Der Kaiser verlieh dem biSherigeu commaudireudeu General des Gardecorps, v. Winterfeld, das Großkreuz de« Rotheu Adlerordeu« mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe.
Berlin, 15. December. Das „ArmeeverordnuugSblatt | veröffentlicht eine CabtnetSordre, wonach vom Herbst 1898 ab die Traiufoldaten in der Regel nach einjähriger aetiver Dienstzeit zur Reserve zu beurlauben find.
Plon, 15. December. Der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich werden fich morgen früh zur Abreise der Kreuzer „Deutschland" und „Gefion" nach Kiel begeben und von dort den Kaiser auf der Fahrt durch den Laual bis Rendsburg begleiten. v
Wien, 14. December. Nach Informationen de« „Fremden- blatte«" finden die Meldungen vom bevorstehenden Rücktritt de« Statthalters von Böhmen, Grafen Coudeuhove in Prag, und der Ersetzung desselben durch den Statthalter von Dalmatien, Feldzeugmeister David, keine Bestätigung.
«gram, 15. December. Im Landtage wiederholten fich heure die gestrigen Tumulte. Gestern hatte der Ober, gespann Graf R. Zichh dem Abgeordneten Dr. Potocnjak wegen eine« beleidigenden Zurufe« eine Herausforderung zum Zweikampfe übersandt, der jedoch unausgetragen blieb, da Dr. Potocnjak für nicht satiSfactiouSfähig erklärt wurde, weil
I er vor fünf Jahren eine thätliche Beletdigung ohne Genug,
thuung zu fordern hiugevommen hatte.
Prag, 15. December. Heute find drei weitere Personen
wegen der letzten Ausschreitungen zu Strafen von
sieben Tagen bis sieben Monaten schweren KrrkerS oerur- theilt worden. Wegen Beschimpfung eines MilttarposteuS bet« deutschen Theater wurde ein junges Mädchen und wegen Einmengung tu eine Amtshandlung deffen Bater verhafte^ December. Die Nachricht des „Newyork Herald" aus Port-au-Prince, daß die italienische Re« gierung zur Beilegung von Differenzen mit der haitischen Regierung Panzerschiffe nach Port-au Prtoce entsenden
I wolle, wird von der „Agevcia Stefani" al« vollständig nn-
WB. Kiel, 16. December. In der Ansprache an be* Prinzen Heinrich bei der gestrigen Galatafel ttn «nt8' - । lichen Schlöffe sagte der Kaiser: Die.Aufgabe^eSP^nzr« ' Heinrich sei eine logische Cousequenz deffen, wa« sein Groß. Vater und der große Kanzler politisch Sestiftet, ienBat auf dem Schlachtfelde errungen. Da« Deutsche Reich> ha^ I etne stauueuswerthe Entwickelung seiner HandelStatereffe»
(Beifall UnkS). tommt auf die Lage der Deutschen in Oester-
., ..nh hau es für geboten, denselben untere Sympathien tn^hrem Kampfe gegen czechische und polnische Bedränger auszu- fprechen. (Pole) sucht darzulegen, daß nicht die
»««SsEsÄSras
®« Ö, Ä dn Bund ber L°nd°MH- unter»
Derstscher Reishsr«-
bitzung vom Mittwoch den 15. December 1897.
Am BundeSrathsttsche: Graf PosadowSky, v. Goßler, Freiherr ^^Zi^ächst gelangt ein schleuniger Antrag Rickert (stets. Vg.) zur Annahme betreff« Einstellung eines gegen den Abg. Pachnicke (freis. Vg.) schwebenden Strafverfahrens für die Dauer der Session.
Alsdann folgt Fortsetzung der ersten Lesung des Etats.
Abg. Graf Kanitz (conf.) äußert seine Verwunderung darüber, daß Abg. Richter vorgestern über das Börsengesctz und das Verbot des Getreideterminhandels gesprochen habe, während er dies doch bet Berathung jenes Gesetzes Unterlasten habe. (Abg. Richter ruft. Ich kann doch nicht überall sprechen. Große Heiterkeit.) Von einer Wiedereinführung deS GetreidetermmhandelS könne nun und nimmermehr die Rede fein. Die bisherige Haltung des preußischen Handels- Ministers in der Frage der Feenpalastoersammlungen und des jetzigen . Berkehrs in dem alten Heiligen Geist-Hospital sei ihm eine durch- I aus sympathische. Der Minister müsse erst Boden unter den Füßen haben durch die Rechtsprechung. Werde aber etwa die Entscheidung des Bezirksausschustes durch daS OberverwaltungSgericht bestätigt, l bann würden die Conscroativen mit einer Gesetzesnooelle gegen diese I Art von Börsenverkehr vorgehen müssen. Redner richtet hieraus an I die Regierung die Bitte, so bald als mögUch in eine Revision der Handelsverträge einzutreten. Die Schwierigkeiten konnten doch wirk- I lieb nicht so groß sein. Zum Schlüsse berührt er noch die Flottenvorlage und deren Motive, dabei einen Artikel der „Nordd. Allg. I Qtfl " in welchem das Bedürfniß der Getreidezufuhr in Kriegszeiten I betont wird, citirend. Er kommt zu dem Schlüsse daß man fich auf die Getreidezufuhr von Außen für den Kriegsfall nicht ver- I lassen, sondern vielmehr die deutsche Landwirthschast in die Lage I versetzen solle, unseren Bedarf zu decken. Das sei werthvoller, als | bie Sichermig der Zufuhr. (Beifall rechts.)
Abg. Bebel (Soc.) wendet fich gegen den Vorredner, vor- I wiegend gegm eine Bemerkung desselben betreffend die Broschüre eine« gewissen Fischer, welche sich gegen dte Socm demorrat e richtet. Dieser Fischer sei aber wegen gemeiner Vergehen bestraft, er sei auch gar nicht der deutschen Spache mächtig, mrd sein,tig«Ulich^ Hintermann sei ein Revacteur Fink von der „Post , der aus dem Verein Berliner Presse habe ausscheiden müssen. Redner verbreitet fich dann über Landwirthschast, Industrie und Handwerk imi Lichte der neuesten Berussstalistfi und H-ndwerrsEnquetesowiederEn. rommensteuerstaltsttken. Danach verschwanden im Gewerbe speciell Im Handwerk, die selbstständig Thätigen immer mehr. Das «role- lariat wachse immer mehr an. Um so begründeter sei die Forde-
nflrfi iipiefaen Rechten auch für die Arbeiter. Unleugbar sei 3 u“? die Arbeiter zu den Lasten des Reiches außerordentlich | «°?k' beitraa n müßten. DeS Weiteren wendet fich Abg Bebel gegen den Grafen So^enthal. und zwar bezüglich dessen Aeußerung über die' Überschwemmungen. Redner gibt zu, daß Sachsen mit seinen Unterftilhunaen Preußen um einen Schritt vorausgegangen sei. »tot »»ei nein, imantig Sim.onen HStt- ber Staat beaEgen müffen Nunmehr wird auch die Fcage bezw. Vorlage bett. Aushebung' des BerbindungSverbotS in Sachsen, sowie in Preußen vom Än'^beÄ
Ä9betra4te, 1.3" bemetten, dah die Arbeiter °°n dem. lelbm in Bezug auf Socialreform nichts zu erwarten ^ttm- Das sei auch an ber Bäckeretoerordnung zu sehen. Auch bezüglich der hLrhttaten Forderungen der Bergarbeiter werde nicht unparteiisch
Ä” Is werde eben mit zweierlei Maß gemessen. Zwischen ünrninfffllen militärischen und Flottenrüstungen und den Frieden«- lÄEnfe
LL^a°;LLema7Än°Z°^ne°Z,:LerL^age3^-^ EBHmä »»äs ^nech Aufschlüsse verlangen, ob das Blatt „Der Werst-
roS in dnemnS4“Ä des Staats,-cretärs Tirpitz ^^t!t^mt-rst<-nmmission osficiell empfohlen worden sei, etwa aus
Ue,bern,im£®S>a6.mtaM?ibmUfomnd! ba\ltt. er besser Hw*
begründet erklärt.
Asm, 15. December. „Agencia Stefani" meldet: Da die weiteren Verhandlungen RudtniS mit den in Frage kommenden politischen Persönltchkeieeu vollen Erfolg gehabt haben, ist daS neue Ministerium nunmehr endgiltig wie folgt zusammengesetzt: di Rudini Präsidium und Inneres, Zauardellt Justiz, Visconti Benosta Aevßere«, Briu Marine, Branca Finanzen, Luzzatti Schatz, San Marzano Krieg, Gallo Unterricht, Pavoneelli Oeffentliche Arbeiten, Cocco Ort» Ackerbau und Stueo Post und Telegraphen. Alle Blätter, mit Ausnahme der cleriealeu und socialtstischeu, nehmen das neue Ministerium günstig auf.
Pari«. 15. December. Der „Figaro" meldet au« Petersburg: Der Besuch des Zareopaare« zur Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 ist eudgiltig fest« gesetzt Die russische AuSstelluugScommisfion erhielt deu Auftrag, innerhalb de« Ausstellungsraumes einen Kaiser- pavillou zu erbauen, wo das Zarenpaar während der Befich- tigung der Ausstellung rasten tonn.
werden. Redner fordert eine progressive Umsatzsteuer und wünscht, daß seitens der Regierung dahin gestrebt werde, durch geeignete Getreideansammlungen in Speichern sich einen entscheidenden Einfluß auf die Preisbildung zu fich-rn, um die kleinen bäuerlichen Besitzer im Osten der preußischen Monarchie zu erhalten. Am Schluffe seiner Ausführungen wendet sich Abg. Ahlwardt gegen die Juden und dankt ferner dem Hause für die ihm geschenkte Aufmerksamkeit. (Heiterkeit.)
Hieraus vertagt sich das Hau8.
ES entspinnt sich noch eine Reihe persönlicher Bemerkungen zwischen den Abgg. Frhr. v. Stumm (Rp.), Singer (Soc.) und Bebel (Soc.) über Den vom Abg. Bebel in der heutigen Debatte erwähnten Redacteur Fink. ___
Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) nimmt den Herrn Fink gegen die Behauptung des Abg. Bebel, daß derselbe bereits in Amerika wegen Wechselfälschung bestraft und deshalb veranlaßt worden sei, eu6 dem Verein Berliner Presi« auszutreten, in Schutz.
Nächste Sitzung morgen Mittag 12 Uhr. Tagesordnung: Antrag der GeschäftSordnungS. Eommtffion Über daS Mandat des Abg. Vaasche, sodann Weiterberathung des EtatS und erste Lesung des MllitärstrafgesetzeS.
Schluß 7V« Uhr.
Pfandrecht. , ,,, t r
Berlin, 15. HAember. Die nationalliberale Fraction deS Reichstages hat am Dienstag die Be- rathung der Militär-Strasproceß Ordnung begonnen. Die Vorlage hat auf vationalliberaler Seite eine wohlwollende Aufnahme gefunden und man gtebt fich der Hoffnung hin, daß es dem Reichstage gelingen wird, einen Entwurf zu Stande zu bringen, der dem deutschen Heere eine einheultche und berechtigte Wünsche zufriedenstellende Rechtsprechung z« schaffen vermag. Die Arbeiten werden heute fortgesetzt.
Berlin, 15. December. Der Reichstag wird, wie jetzt mit Bestimmtheit verlautet, spätestens Freitag den 17. December vertagt werden. Der Wiederbeginn der Plenarfitzuugen ist auf den 11. Januar, also sehr früh, vereinbart.
Berlin, 15. December. Die B ud g et-C 0 mm is f ton deS Reichstage« war heute Vormittag zusammengetreten. Abg. Lieber beantragte, zuerst mit der Berathung des Etat« vorzugehen, weil die Berathung der Marine-Dorlage minde- stens zwei Monate in Anspruch nehmen werde. Der Bor- fitzende, Abg. v. Kardorff, schlug dagegen vor, mit der Martae'- 1 Vorlage zu beginnen, die Commission beschloß, den Etat zunächst vorzunehmen, vorbehaltlich der Unterbrechung der Be- rathungen der Marinevorlage. _ .
Prag, 15. December. Die Prager Gastwirthe beschloffen einstimmig, eine Petition an die Regierung zu richten, damit ihnen die Erwerbs- und Einkommensteuer erlaffen werde, für den Fall, daß die 10 Uhr-Sperrsttmde nicht bald aufgehoben werde. Im ablehnenden Falle ollen alle Gasthäuser der Stadt schließen, daS Personal entlaffe» und die Zinszahlung verweigert werden.
Prag, 15. December. Auf der Kleinseite und in Podtkal wurden von spielenden Kindern viele Packete mit scharf-n Patronen, sowie »lechschachtelumit Zündhütchen und Dynamitpatronen gefunden.
»rüffel, 15. December. Die liberalen Blatter melden, I daß am 25. und 26. December ein liberaler Arbeiter- I Kongreß, welcher daS Programm der liberalen Arbeitervereine festsetzen soll, tagen wird. . . t . .
London, 15. December. Der Pariser Correspondent de« I „Daily Mail" erklärt, Deutschland habe fich der Neutralität Rußlands bet seinen Operationen in China I versichert. . „ ,
Kanea, 15. December. Die Führer der Auf- | ständischen haben den Admiralen eine Adreffe übergeben, in welcher sie gegen die den Mächten zugeschriebene Absicht protestiren, die Oberherrschaft deS Sultan« aufrecht I zu erhalten. ____________
Berlin, 16.December. Der Senioreneonvent de« I Reichstage« trat gestern nach der Plenarsitzung zusammen und machte fich dahin schlüssig, daß nach Erledigung der ersten Lesung der Mtlttärstrasproceß.Ordnung die Ferien beginnen I sollen, voraussichtlich morgen oder Samstag wird diese Vor- I läge an eine besondere Commission verwiesen werden. Die I erste Sitzung im neuen Jahre soll am 11. Januar stattfinden, j Zur Verhandlung soll alsdann die Novelle zur Civilproeetz- I Ordnung gestellt werden.
Berlin, 16. December. Gegen den tat Reichstage vorgelegten Entwurf der Militärstrafproceßordnung wird der „Nationalliberaleu Correspondenz" zufolge die bayerische Regierung vor dem Reichstag ihren abweichenden I Standpunkt geltend machen. Im BundeSrathe soll außer Bayern noch ein Bundesstaat gegen die Vorlage gestimmt I Berlin, 16. December. Wie die „Voff. 8*0-*
Freiherr v. Stumm in der jüngsten Tagung des Eisenbahn- rathes tu Berlin die ausdrückliche Erklärung abgegeben, .daß I er bet deu nächsten Wahlen kein Mandat annehme.


